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08.04.2020

tägliche News > April > 06.04.20 - 12.04.20
Wald-Ruhrkraut
 
Das Wald-Ruhrkraut ist eine eher unscheinbare Pflanze mit kleinen braunweißen Röhrenblüten. Es gehört zur großen Familie der Ruhrkräuter und kommt in ganz Europa vor. Es mag kalkarmen und sandigen Boden, zeigt saure Böden an. Früher wurde Wald-Ruhrkraut bei Durchfälle und Ruhr eingesetzt, später mehr bei Atemwegsprobleme. Es spielt aber in der Pflanzenheilkunde kaum noch eine Rolle, dafür findet man es mehr in Steingärten als Zierpflanze.

 
 
Steckbrief
 
Haupt-Anwendungen: Durchfall, Katarrh
 
Heilwirkung: adstringierend, antiseptisch
 
Anwendungsbereiche: Bronchitis, Durchfall, Eiterbeulen, Ekzeme, Gallenkrank-heiten, Gürtelrose, Katarrh, Ruhr, Warzen, Wunden, Wundentzündungen
 
wissenschaftlicher Name: Gnaphalium silvaticum L., Gnaphalium sylvaticum L., Omalotheca sylvatica L.
 
Pflanzenfamilie: Korbblütengewächse = Asteraceae
 
englischer Name: Heath Cudweed
 
volkstümlicher Name: Wald-Ruhrkraut
 
Verwendete Pflanzenteile: oberirdisches Kraut
 
Inhaltsstoffe: ätherische Öle, Bitterstoffe, Gerbstoffe
 
Sammelzeit: April-September

 
 
Anwendung
 
Das Wald-Ruhrkraut wurde früher bei Durchfälle, Ruhr und Atemwegsprobleme eingesetzt. Heute findet es sich in Steingärten als Zierpflanze.
 
Tee
 
1 Teelöffel Kraut mit 250ml kochendem Wasser übergießen, 10 Minuten ziehen lassen. 2-3 Tassen helfen gegen Durchfall und Katarrh.
 
Umschläge
 
Umschläge mit starkem Tee (2 Teelöffel) helfen bei Hautkrankheiten und entzündete Wunden.

 
 
Geschichtliches
 
Eine eher selten genutzte Heilpflanze, vor allem gegen Katarrh und entzündliche Wunden eingesetzt. Wurde zeitweise bei Durchfall und Ruhr eingesetzt. Heute fast nur noch Zierpflanze.

 
 
Pflanzenbeschreibung
 
Die mehrjährige Pflanze wird zwischen 10 und 40 Zentimeter, ausnahmsweise bis 80 Zentimeter hoch. Sie bildet zahlreiche nichtblühende frischgrüne Rosettenblätter. Der kräftige, aufrechte, meist unverzweigte Stängel ist weißfilzig. Die grundständigen Blätter sind lanzettlich und kurzstielig, die zahlreichen wechselständigen einnervigen Stängelblätter linealisch und sitzend. Sie haben eine Länge von zwei bis sechs Zentimetern und eine Breite von drei bis vier Millimetern. Ihre Unterseite ist filzig, die Oberseite verkahlend. Die Blütenköpfe bilden einen ährenförmigen Gesamtblütenstand, der ein Drittel bis fünf Sechstel der Stängellänge einnimmt. Sie haben einen Durchmesser von sechs bis neun Millimetern, eine bräunlich- bis gelblichweiße Farbe und enthalten jeweils etwa siebzig einzelne Blüten. Die fünf verwachsenen, meist zerschlitzten Hüllblätter sind überwiegend trockenhäutig und tragen in der Mehrzahl einen auffälligen dunklen Fleck. Der Same ist eine gelbbraune, längliche Nuss, deren mit unverzweigten oder nur schwach verzweigten kurzen Härchen besetzter Pappus leicht bräunlich oder rötlich ist. Blütezeit ist von Juli bis September. Das Wald-Ruhrkraut ist in Europa heimisch. Es wächst bevorzugt an Waldwegen, Kahlschlägen und Magerrasen. Die mehrjährige Pflanze wird zwischen 10 und 40 Zentimeter hoch. Die Blätter sind lanzettlich und 20 - 60 mm lang und 3-4 mm breit. Die Blätter sind auf der Unterseite filzig und auf der Oberseite kahl. Die kleinen Röhren-Blüten erscheinen zwischen Juli und September. Aus den bräunlich-weißen Blüten entwickeln sich bis in den Spätherbst die Samen.

 
 
Anbautipps
 
Im Frühling direkt ins Freiland aussäen. Der Boden sollte sandig, kalkarm und eher sauer sein. Der Standort sollte halbschattig sein.

 
 
Sammeltipps
 
Das oberirdische Kraut ernten, bündeln und an einem luftigen schattigen Ort trocknen. Man kann das blühende und nicht blühende Kraut ernten.

Zitrone
 
Die Zitrone ist die saure Frucht schlechthin. Sie wird immer dann genutzt, wenn ein Getränk oder eine Speise saure Frische braucht. Diese Säure belebt, regt den Appetit an und bringt die Verdauung in Schwung. Durch ihren Vitamin-C Gehalt hilft die Zitrone auch gegen Frühjahrsmüdigkeit und Abwehrschwäche. Das erklärt auch die kräftige Wirkung einer heißen Zitrone, wenn man eine Erkältung verhindern oder lindern will. Doch nicht nur der Zitronensaft kommt im Alltag und in der Heilkunde zum Einsatz. Die würzige Schale der Zitrone ergibt einen schmackhaften Tee und das ätherische Öl wird überall dort eingesetzt, wo es auf ein frisches Aroma ankommt.

 
 
Steckbrief
 
Haupt-Anwendungen: Vitamin C Mangel
 
Heilwirkung: adstringierend, antibakteriell, belebend, beruhigend, blutbildend,
blutreinigend, blutzuckersenkend, cholesterinsenkend, entzündungshemmend,
harntreibend, hautreizend, krampflösend, schleimlösend, schweißtreibend, stärkend
 
Anwendungsbereiche: Abwehrschwäche, Akne, Angina, Appetitlosigkeit, Arteriosklerose, Arthritis, Asthma, Blähungen, Blasenschwäche, Blutarmut, Bluthochdruck, Cellulite, Depressionen, Diabetes, Durchfall, Erbrechen, Erhöhte Blutfettwerte, Erhöhte Harnsäurewerte, Erkältung, Fieber, Frostbeulen, Frühjahrskur, Frühjahrsmüdigkeit, Gallensteine, Gelenkentzündung, Gicht, Grippe, Grüner Star, Haarausfall, Halsentzündung, Herzschwäche, Husten, Kopfschuppen, Krampfadern, Mandelentzündung, Migräne, Mundschleimhautentzündung, Nervenschmerzen, Nervöse Herzbeschwerden, Neuralgien, Nierensteine, Nierenbeckenentzündung, Reisekrankheit, Rachenentzündung, Rheuma, Schlaflosigkeit, Schluckauf, Sodbrennen, Übelkeit, Venenschwäche, Verdauungsschwäche, Verstopfung, Wunden
 
wissenschaftlicher Name: Citrus limon
 
Pflanzenfamilie: Rautengewächse = Rutaceae
 
englischer Name: Lemon
 
Verwendete Pflanzenteile: Fruchtschale, Frucht
 
Inhaltsstoffe: Vitamin C, Zitronensäure, Ätherische Öle, Limonen, Citral, Flavonoide, Rutin, Pektion, Phosphor, Beta-Sitosterol, Stigmasterol
 
Sammelzeit: Frühjahr

 
 
Anwendung
 
Zitronen werden vor allem als Nahrung, aber auch als Zierpflanze verwendet. Vereinzelt und vermutlich erfolglos wurde Zitronensaft als Verhütungsmittel verwendet. Neben dem Saft wird die abgeriebene Schale der Zitrone gerne als aromatisierende Zutat in der Küche und beim Backen verwendet, siehe Zitronengelb. Zum Verzehr geeignet ist nur die Schale einer unbehandelten Zitrone; Zitrusfrüchte werden vor dem Transport meist mit einer wachsartigen Schutzschicht überzogen und mit Konservierungsmitteln wie 2-Phenylphenol (E231) oder Thiabendazol (E233) besprüht. Früher kam auch Biphenyl (E230) zum Einsatz. Der Verzehr solcher Schalen gilt als ungesund. Unbehandelte Zitronenschalen werden zu Zitronenöl weiterverarbeitet. Die manchmal als „Zitronenblätter“ bezeichneten Blätter der Kaffernlimette werden vor allem in der thailändischen Küche gebraucht.
 
Die Zitrone wird vor allem als Frucht und als Zitronensaft angewendet. Man kann jedoch auch die würzige Schale und das ätherische Öl verwendet. Sehr köstlich ist auch Zitronenblütenhonig, der das zarte, blumige Aroma der Zitronenblüten als Brotaufstrich verfügbar macht.
 
Zitrone als Frucht
 
Als Frucht hat die Zitrone eine ausgeprägte Heilwirkung. Diese Wirkung hat die Zitrone in erster Linie aufgrund ihres hohen Vitamin-C-Gehaltes. Durch das Vitamin C kann die Zitrone das Immunsystem stärken und Infektionskrankheiten verhindern oder lindern. Die Zitronensäure im Zitronensaft wirkt nicht nur belebend, sondern hat erstaunlicherweise eine lindernde Wirkung auf Sodbrennen. Das liegt an der puffernden Wirkung der anderen Bestandteile im Zitronensaft. Doch nicht nur der reine Saft hat eine günstige Wirkung auf die Gesundheit. Die ganze (geschälte) Frucht enthält noch einige andere Wirkstoffe, die die Heilkraft noch stärker und vielseitiger machen als die Wirkung des reinen Saftes. Wie viele Früchte ist im Fruchtfleisch reichlich Pektin ent-halten und in den Zwischenhäuten befinden sich Flavonoide. Das Pektin stärkt die Bauchspeicheldrüse. Die Flavonoide haben zahlreiche Wirkungen, u.a. beugen sie Krebs und Herzinfarkt vor. Der Zustand der Arterien wird verbessert und die Blutfettwerte werden gesenkt. Auch die Venen profitieren von den Wirkstoffen der Zitrone, sie werden gestärkt und abgedichtet, sodass Krampfadern verringert werden. Sogar der Augeninnendruck bei grünem Star soll etwas gemildert werden. Ferner sollen Zitronen auch gegen Rheuma, Gicht und andere Gelenkbeschwerden helfen. Eine besonders wirksame Maßnahme zur Verbesserung der Gesundheit ist es also, wenn man täglich eine Zitrone isst. Das schmeckt zwar sauer, aber man kann sich an den Geschmack durchaus gewöhnen und profitiert dann vom gesteigerten Wohlbefinden.
 
Heiße Zitrone
 
Ein Klassiker zur Behandlung von Erkältungen ist die heiße Zitrone. Man kann sie trinken, wenn man von der Erkältung geplagt wird. Viel besser wirkt sie jedoch, wenn man sie schon im Vorfeld trinkt, sobald man die Erkältung herannahen spürt oder wenn man sich verkühlt hat. Dann gelingt es der heißen Zitrone oftmals, den vollen Ausbruch der Erkältung zu verhindern. So bereitet man eine heiße Zitrone zu: Heißes Wasser in eine Tasse gießen. Dabei sollte noch Platz für den Zitronensaft bleiben. Eine halbe bis ganze Zitrone auspressen und zu dem heißen Wasser geben. Wer kräftige Hände hat, kann die Zitrone auch direkt über der Tasse ausdrücken. Auf Wunsch kann man die heiße Zitrone mit etwas Honig süßen. In kleinen Schlucken trinken.
 
Zitronenwasser trinken
 
Die desinfizierende und puffernde Wirkung der Zitrone kann man sich auch als Kaltgetränk zunutze machen. Dazu gibt man einige Spritzer Zitronensaft in kaltes Wasser. Schon etwa 2% Zitronensaft reichen aus, um bakterienhaltiges Wasser zu reinigen. Das ist vor allem in tropischen Ländern von Interesse, wenn man keine Gelegenheit hat, sauberes oder abgekochtes Wasser zu erhalten oder als Ergänzung zum Abkochen. Mit Zitronenwasser als Getränk kann man zudem die Verdauung anregen und die Abwehrkräfte stärken.
 
Zitronenschalentee
 
Getrocknete Stücke der unbehandelten Zitronenschale kann man als Zitronenschalentee verwenden. Er wirkt leicht verdauungsfördernd. Daher kann man ihn beispielsweise bei Appetitlosigkeit und Verstopfung einsetzen. Meistens werden Zitronenschalenstücke jedoch vor allem wegen ihres angenehmen Geschmackes in Teemischungen verwendet. Als Bestandteil der Mischtees kann man das frischwürzige Aroma mit der Heilwirkung verbinden.
 
Zitronenschale als Gewürz
 
In Kuchen und Gebäck, aber auch in der exotischen Küche, wird die äußere, gelbe Schicht der Zitronenschale gerne als Gewürz verwendet. Diese gelbe Schalen-schicht ist besonders aromatisch, denn sie enthält die meisten ätherischen Öle. Meistens wird die unbehandelte Zitronenschale fein abgerieben, um das Aroma voll nutzen zu können. Hierbei ist es sehr wichtig, dass es sich um ungespritzte Zitronen handelt, denn gespritzte Zitronenschale ist schädlich für die Gesundheit. Auch sollte die Zitrone nicht mit irgendwelchen Wachsen behandelt worden sein, um sie länger frisch zu halten. Am besten verwendet man zur Nutzung der Zitronenschale Bio-Zitronen. Geriebene Zitrone schmeckt nicht nur aromatisch, sondern sie regt auch die Verdauungsorgane an.
 
Äußerliche Anwendung
 
Die Zitrone bietet zahlreiche Möglichkeiten der äußerlichen Anwendung.
 
Ätherisches Zitronenöl
 
Das ätherische Zitronenöl ist relativ preiswert, weil es im Vergleich zu anderen ätherischen Ölen einfach zu gewinnen ist. Weil Zitronenöl angenehm frisch wirkt, wird es in vielen Produkten des Alltags reichlich eingesetzt, beispielsweise in Duschgels und Putzmitteln. Der Einsatz in Putzmitteln hat sogar einen sinnvollen Hintergrund, denn Zitronenaroma stärkt die Freude am Putzen. Wenn man ätherisches Zitronenöl riecht, entsteht ein Drang, um sich herum alles sauber zu machen. Außerdem wirkt ätherisches Zitronenöl mild desinfizierend, was auch ein sinnvoller Effekt beim Putzen ist. Auch in Duschgels und Deos macht man sich die antibakterielle und erfrischende Wirkung des Zitronenöls zunutze.
 
Massageöl
 
In Massageölen wirkt ätherisches Zitronenöl belebend und durchblutungsfördernd. Daher kann eine solche Massage gegen Muskelkater und Verspannungen helfen. Für ein Massageöl gibt man etwa 5-20 Tropfen ätherisches Zitronenöl auf 100ml gutes, fettes Öl, z.B. Mandelöl oder Jojobaöl. Die Menge des Zitronen-öls hängt vom persönlichen Geschmack ab und wie man das Massageöl verwenden will.
 
Einreibungen mit Zitronensaft
 
Zitronensaft hat eine günstige Wirkung auf die Haut und das darunterliegende Gewebe. Diese Wirkung kann man einerseits durch die antibakerielle und entzündungshemmende Wirkung des Zitronensaftes erklären. Außerdem hilft die Zitronensäure beim Erhalt des Säureschutzmantels der Haut. Die Haut wird durch verdünnten Zitronensaft gereinigt und geschmeidig. Daher eignet sich Zitronen-saft sowohl zur Behandlung von jugendlicher Aknehaut als auch zur Straffung alternder Faltenhaut. Man kann verdünnten Zitronensaft anstelle eines Gesichts-wassers einsetzen. Auch zur Handpflege ist die Zitrone gut geeignet. Dazu kann man ein Stück Zitrone ans Waschbecken legen und sich nach dem Händewaschen die Hände damit einreiben. Die Haut der Hände wird durch den Zitronensaft erstaunlich sanft und glatt. Da Zitronensaft ansonsten jedoch leicht hautreizend wirkt, sollte man ihn zu anderen Zwecken besser verdünnt anwenden. So verdünnt kann Zitronensaft unter anderem auch Sonnenbrand lindern.
 
Zitronensaft-Bäder
 
Als Bad angewendet kann Zitronensaft bei Krampfadern, Cellulite und Besenreiser helfen. Auf ein Vollbad gibt man etwa fünf ausgepresste Zitronen. Alternativ zum Vollbad kann man die Beine auch mit Zitronenwasser einreiben oder eine Zitronenwasser-Kompresse auf die betroffenen Stellen legen.
 
Duftlampe
 
In der Duftlampe verströmt das ätherische Zitronenöl sein klärendes Aroma. Da-her eignet es sich gut, um neue Frische in Räume zu bringen. Auf den Menschen wirkt der Duft der Zitrone einerseits belebend, andererseits aber auch beruhigend aufgrund der entkrampfenden Wirkung. So kann Zitronenaroma sowohl beim Munterwerden als auch beim Entspannen und Einschlafen helfen, auch wenn das paradox klingt.

 
 
Geschichte
 
Wo die Zitrone zuerst entstand, ist nicht vollständig geklärt. Man vermutet jedoch, dass sie vor über tausend Jahren in Nordindien entstand. Die Zitrone ist eine Kreuzung aus mehreren anderen Zitrusfrüchten, vermutlich aus der dickschaligen Zitronatzitrone und der Bitterorange. Gegen 1000 n.Chr. wird die Zitrone erst-mals eindeutig erwähnt. Man kannte sie damals im Mittelmeerraum als auch in China. Ab dem 13. Jahrhundert wurde die Zitrone in Spanien und Süditalien angebaut. Der saure Zitronensaft spielte schon in der Küche des Mittelalters eine gewisse Rolle. Im 16. Jahrhundert wurde der Anbau von Zitruspflanzen aller Art auch in Deutschland sehr beliebt. In vielen Städten entstanden sogenannte Orangerien, das sind Gärten, in denen Zitruspflanzen kultiviert wurden. Im Winter wurden die empfindlichen Pflanzen in extra dafür gebaute Häuser gebracht. Heutzutage stellen die Orangerien häufig Räumlichkeiten für kulturelle Ereignisse dar. Inzwischen wird die Zitrone in vielen warmen Gegenden der Welt angebaut und stellt aufgrund ihrer fruchtigen Säure eine wichtige Frucht im Welthandel dar.

 
 
Pflanzenbeschreibung
 
Die Zitrone wächst als kleiner bis mittelgroßer, immergrüner Baum. Im Vergleich zu anderen Zitruspflanzen sind sie raschwüchsig und groß. Vor allem junge Triebe sind mit kleinen, dünnen Dornen besetzt. Der Austrieb ist rötlich, auch die Knospen sind rosa, die ansonsten weißen Blütenblätter auf der Unterseite rosa bis violett. Die Laubblätter sind länglich-oval bis breit lanzettlich, zugespitzt, am Rand leicht gesägt oder gekerbt. Der Blattstiel ist etwas verbreitert, die Blattspreite ist deutlich vom Blattstiel abgesetzt (unifoliates Blatt). Die bisweilen faulig duftenden Blüten erscheinen verteilt über das ganze Jahr in wenigblütigen Blütenständen. Sie haben einen Durchmesser von etwa 20 bis 30 Millimetern und bestehen aus fünf verwachsenen Kelchblättern sowie fünf freien Blütenblättern. Der Fruchtknoten ist dick zylinderförmig und geht in den Griffel über. Die 20 bis 40 Staubblätter sind mit den Staubfäden zu mehreren Gruppen verwachsen. Die Bestäubung erfolgt in der Regel durch Insekten, aber auch Windbestäubung und Selbstbefruchtung durch direkten Kontakt der Staubblätter mit der Narbe sind bei Citrus häufig anzutreffen. Durch Parthenokarpie, also Frucht ohne Befruchtung, kommt es zu samenlosen Früchten, aber auch, weil Citrus zum Teil pollensteril ist oder die Narbe nicht fruchtbar ist. Häufig treten Blüten auf, bei denen das Gynoeceum verkümmert ist, die also funktional männlich sind. Die Frucht besteht aus acht bis zehn Segmenten, die mit hellgelben Saftschläuchen gefüllt sind. Jedes Segment ist von einem dünnen Häutchen umgeben, die ganze Frucht von einer zweigeteilten Schale. Die innere Schicht der Schale ist weiß, die äußere bei der Reife grün, in subtropischen Gebieten im Winter auch gelb. Zitronen, die in Europa auf den Markt kommen wurden meist behandelt, so dass die Schalen immer gelb sind. In der Schale sitzen zahlreiche Öldrüsen, sie verströmt einen aromatischen Duft. Auch den Blättern ist der typische Zitronengeruch eigen. An der Spitze der Frucht befindet sich meist eine kleine Ausstülpung. Die Samen sind relativ klein, glatt und zugespitzt. Im Innern sind sie weiß. Etwa 10 bis 15 % der Samen sind polyembryonisch. Die Zitrone ist vermutlich ursprünglich in Nordindien heimisch, man findet sie heutzutage jedoch in vielen warmen Gegenden der Welt. Der kleine Baum wird bis zu 5 Meter hoch, in seltenen Fällen sogar bis zu zehn Meter. An seinen Zweigen trägt der Zitronenbaum einige Stacheln. Die immergrünen Blätter sind ledrig und glänzen. Sie sind eiförmig und haben Spitzen. Das ganze Jahr über entstehen die anmutigen, weißen Blüten, die zart duften. Aus den Blüten entwickeln sich innerhalb eines Jahres die bekannten gelben Früchte. Bevor die Früchte reif und gelb sind, sind sie zunächst über einen längeren Zeit-raum hinweg grünfarbig. Die ovalen Früchte haben eine relativ dicke Schale, die innen weißlich ist. Die Schalen riechen stark aromatisch. Im Innern bestehen die Zitronen aus den für Zitrusfrüchten typischen Fruchtspalten, bei denen das Fruchtfleisch von einer weiteren Haut umgeben ist.

 
 
Anbau
 
Die Zitrone mag zwar keinen Frost, hält aber kurzzeitige Frostperioden bis -5°C aus. Daher findet man die Zitrone inzwischen auch häufig als Kübelpflanze in mitteleuropäischen Gärten, wo sie im Wintergarten oder Treppenhaus überwintert. Man kann Zitronenbäumchen aus Zitronenkernen anziehen, dann dauert es aber einige Jahre, bis das Bäumchen erstmals Früchte trägt, wenn überhaupt. Deutlich schneller geht es, wenn man aus einem vorhandenen Zitronenbaum Stecklinge schneidet und Wurzeln bilden lässt. Die sauber abgeschnittenen Zitronen-Stecklinge bilden bei warmer Zimmertemperatur innerhalb von vier bis sechs Wochen reichlich Wurzeln aus. Als Standort sollte man einen sonnigen, warmen Platz wählen, an dem jedoch auch ab und zu ein Lüftchen weht. Man kann die Zitronenbäume wahlweise als Kübelpflanze im Garten oder Balkon kultivieren oder sogar als reine Zimmerpflanze. Zitronen mögen einen neutralen Boden. Kalk mögen Zitronenbäume gar nicht, weder im Boden noch im Gie0wasser. Sie brauchen ausreichend Wasser, vor allem im Sommer, dürfen aber keinesfalls zu nass stehen, denn Staunässe vertragen die Bäumchen nicht. Damit die Zitronenbäume reichlich tragen, sollte man sie etwa einmal in der Woche ein wenig düngen. Die Zweige des Zitronenbaumes sollten hin und wieder zurückgeschnitten werden. Starkes Zurückschneiden bewirkt ein besonders starkes Wachstum der Pflanze, geringes Wachstum fördert eher die Bildung von Blüten und anschließenden Früchten.

 
 
Sammeltipps
 
Zitronen sind reif, wenn sie warm sonnengelb sind. Bei selbst angebauten Zitronen wartet man, bis sich die Früchte leicht vom Stiel ablösen oder gar von selbst herunterfallen. Bei eingekauften Zitronen sollte man auf eine satte Farbe achten und dass die Früchte prall wirken, also nicht etwa verschrumpelt. Wenn man die Schale nutzen will, sollte man unbedingt Biozitronen kaufen.

Bachblüten
 
Ich bin enttäuscht, weil ich mehr vom Leben erwarte (38 Willow)
 
-        Diese Menschen sind oft enttäuscht, weil sie von ihrem Leben mehr erwarten       
 
-        Mit der dementsprechenden Bachblüte sind sie nicht mehr enttäuscht, da sie nicht viel vom Leben mehr erwarten  
Bachblüten
 
Ich bin empfindlich gegenüber Streitigkeiten (1 Agrimony)
 
-        Diese Menschen reagieren sehr empfindlich gegenüber Streit   
 
-        Mit der dementsprechenden Bachblüte werden diese Menschen robuster gegenüber Streitigkeiten      
Hilfe bei Blähungen  
 
-        Verzicht auf blähungsfördernde Lebensmittel
 
-        In ruhe und langsamer Essen, gründlich kauen
 
-        Üppige Nahrung vermeiden
 
-        Ballaststoffanteile in der Nahrung langsam steigern (zur Gewöhnung)
 
-        Sport und Bewegung
 
-        Kreisende Massage um den Bauchnabel im Uhrzeigersinn
 
-        Blähungsmildernde Gewürze verwenden: Kümmel, Anis, Zimt, Koriander, Frauenmantel, Wacholderbeeren
Ernährung, 5. Wenig Fett und fettreiche Lebensmittel
Das Fett liefert uns lebensnotwendig Fettsäuren und fetthaltige Lebensmittel ent-halten fettlösliche Vitamine. Dieses Fett ist besonders energiereich. Dadurch kann zu viel Nahrungsfett zu Übergewicht führen. Zu viele gesättigte Fettsäuren erhöhen das Risiko für Fettstoffwechsel mit der möglichen Folgen von Herz-Kreislauf-Krankheiten. Es ist besser, wenn sie pflanzliche Öle und Fette bevorzugen. Achten Sie bitte auf unsichtbare Fette, das in Fleischerzeugnisse, Milchprodukte, Gebäck und Süßwaren, sowie auf Fast Food und Fertiggerichten.
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