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Kuh-/Küchenschelle tt
Die Gewöhnliche Kuhschelle, auch Gewöhnliche Küchenschelle genannt, ist eine Pflanzenart in der Familie der Hahnenfußgewächse. Sie ist in West- und Mitteleuropa verbreitet. Die Kuhschelle ist eine sehr selten gewordene Pflanze, die noch manchmal an trockenen, sonnigen Hängen anzutreffen ist. Da sie unter Naturschutz steht, sollte man wildwachsende Kuhschellen in Ruhe lassen. Mit ihren violettgelben Blüten sieht sie sehr schön aus, aber besonders empfindliche Menschen können durch die Berührung der Pflanze blasenbildende Ausschläge bekommen. Bei den meisten Menschen wirkt sie sich aber nicht stark aus. Als Heilpflanze wird die Kuhschelle aufgrund ihrer Giftigkeit kaum verwendet, aber in der Homöopathie spielt sie eine wichtige Rolle und wird gegen ein breites Spektrum von Beschwerden eingesetzt.
Die Küchenschelle, die mitunter auch Kuhschelle genannt wird, ist eine hübsch anzusehende Frühlingspflanze mit auffallend glockenförmigen Blüten. Die geschützte Pflanze sieht jedoch nicht nur gut aus. Sie ist auch eine arzneilich hoch interessante Pflanze, die heute vor allem in der Homöopathie gegen eine Vielzahl unterschiedlicher Beschwerden eingesetzt wird.
 
Steckbrief
Heilwirkung: Achtung! Giftig. Nur niedrig dosiert oder homöopathisch anwenden. Die Pflanze ist geschützt! Homöopathisch ab D4! Erkältungen, Verdauungsbeschwerden, Magenschmerzen, Gallenschwäche, Leberschwäche, Gicht, Rheuma, Nierenschwäche, Blasenschwäche, Kopfschmerzen, Migräne, Depressionen, unregelmäßige Periode, Menstruationsbeschwerden, Nesselsucht, Ekzeme
wissenschaftlicher Name: Pulsatilla vulgaris
Pflanzenfamilie: Hahnenfußgewächse = Ranunculaceae
englischer Name: Pasque Flower
volkstümliche Namen: Bocksbart, Däiwelsbaart, Osterblume, Schlafblume, Teufelsbart, Windblume, Wolfspfote
Verwendete Pflanzenteile: Kraut
Inhaltsstoffe: Anemonol, Protoanemonin, Ranunculin, Saponine
Sammelzeit: Achtung! Die Pflanze ist geschützt! März bis Mai
 
Anwendung
Achtung! Giftig. Kuhschelle nur niedrig dosiert oder homöopathisch   anwenden.
Getrocknete Pflanze
Da die Kuhschelle nicht nur giftig, sondern auch stark hautreizend ist, wird sie weder in der Phytotherapie noch in der Volksheilkunde häufig eingesetzt. Durch das Trocknen der Pflanzenteile verliert sich jedoch die Giftigkeit, wie das bei vielen Hahnenfußgewächsen der Fall ist. Die getrocknete Pflanze kann man niedrig dosiert bei Menstruationsbeschwerden und Blasenentzündungen verwenden. Auch eine Tinktur aus der getrockneten Pflanze kann man einsetzen.
Verwendung in der Pflanzenheilkunde
Kuhschellen fanden bereits in der Antike Verwendung als Heilmittel. Hippokrates setzte sie ein gegen hysterische Angstzustände und zur Menstruationsförderung. In der Volksmedizin hat sie nie viel Verwendung gefunden, was sicherlich auch auf ihre Eigenschaften als starkes Hautreizmittel zurückzuführen ist. Lediglich aus der russischen Volksmedizin kennt man eine Verwendung bei Kopfschmerzen und Erkältung, dort wurden die frisch zerquetschten Blätter auf den Hinterkopf gelegt. Als homöopathisches Mittel wird Pulsatilla für viele und vor allem wechselnde Symptome genutzt.
Homöopathische Anwendung
In der Homöopathie ist die Kuhschelle sehr beliebt und stellt auch einen eigenen Konstitutionstyp dar. Homöopathisch ab D4 soll die Kuhschelle unter der Bezeichnung Pulsatilla bei vielerlei Beschwerden helfen, vorwiegend bei Frauen. Der Einsatzbereich reicht von Migräne zusammen mit Magenschmerzen, unregelmäßiger Periode, bis hin zu Störungen der Harnorgane und Erkältungen. Passend zu ihrer hautreizenden Wirkung im unverdünnten Zustand wird die homöopathische Kuhschelle gegen Ekzeme und Nesselsucht verwendet. Bei akuten Problemen werden Potenzen von D4 bis D12 empfohlen, bei chronischen eher D30.
Küchenschelle und dessen Verwendung
Beim Namen Küchenschelle mag mancher vielleicht an einer Verwendung als Küchenkraut denken. Allerdings ist die Pflanze im frischen, ungetrockneten Zustand durch den enthaltenden Inhaltsstoff Protoanemonin sehr giftig. Beim Trocknen wird dieser Stoff jedoch in eine schwach giftige Form, dem Anemonin, umgebaut.
Küchenschelle als Heilkraut
Die Küchenschelle ist eine alte und bekannte Heilpflanze, die bereits in der Antike und im Mittelalter bekannt war. In alten Kräuterbüchern, z.B. Hort der Gesundheit oder dem Buch von P.A. Matthioli wurde das Heilkraut sowohl für äußere als auch innere Krankheiten verwendet. Allerdings gab es auch Kräutergelehrte wie Jakob Dietrich (besser bekannt als Tabernaemontanus), dem die Giftigkeit der Pflanze gut bekannt war und daher vor einer Anwendung Vorsicht empfahl. Hippokrates empfahl das Kraut bei Angstzuständen sowie bei Menstruationsstörungen.
Für innere Anwendungen wurden früher meist die Wurzeln der Küchenschelle verwendet. Die Wurzeln wurden klein geschnitten und in Wein für einige Tage eingelegt. Verwendet wurde diese Tinktur z.B. bei Vergiftungen und Bisse durch Tiere sowie bei der – meist vergeblichen -Behandlung der Pest. Die Blätter hat man als Aufguss meist bei Fieberschüben oder Verstopfung verwendet.
Äußerlich kam die Küchenschelle bei diversen Augenerkrankungen, zur Entfernung der Warzen und „faulen“ Wunden zum Einsatz. Heiße Aufgüsse der Blätter wurden dabei in die Wunden reingeträufelt. Mitunter wurden die Blätter auch pur verwendet. Von solchen Anwendungen wird heutzutage dringend abgeraten, da die giftigen Inhaltsstoffe bei unsachgemäßer Verwendung mehr Schaden anrichten können als sie Nutzen bringen.
Heutige Anwendungen beschränken sich zum Großteil auf homöopathische Behandlungen oder Therapien im Zuge der traditionellen chinesischen Medizin. Die in der Küchenschelle enthaltenden Inhaltsstoffe konnten in wissenschaftlichen Untersuchungen antibiotische und antipyretische (fiebersenkende) Eigenschaften aufzeigen.
Verwendung als Zierpflanze
Unter den Arten der Gattung der Kuhschellen ist die Gewöhnliche Kuhschelle die einzige, die häufiger Verwendung in Gärten findet. Die übrigen Arten stellen so spezifische Anforderungen, dass sie im Wesentlichen auf Botanische Gärten beschränkt bleiben. Die Kräuterbuchautoren des 16. Jahrhunderts kannten die Gewöhnliche Kuhschelle als Pflanze, die nur in der freien Natur vorkommt. Der Pflanzenliebhaber und Nürnberger Stadtarzt Joachim Camerarius zählte sie allerdings bereits 1588 zu den in seinem Garten gepflegten Blumen, wobei er eine Ausnahme darstellen dürfte. Ihre Verwendung blieb äußerst selten, selbst gegen Ende des 19. Jahrhunderts war sie nur sehr selten in Blumengärten zu finden. Erst als die Anlage von Steingärtenpopulär wurde, hat die Gewöhnliche Kuhschelle als Gartenzierpflanze eine größere Verbreitung gefunden und ist heute häufig im Angebot von Staudengärtnereien und Gartencentern zu finden. Mittlerweile sind durch Auslese und durch die Einkreuzung weiterer Arten mehrere Sorten der Gewöhnlichen Kuhschelle entstanden. Diese unterscheiden sich von der ursprünglichen Art durch ihre Blütenfarbe, die von weiß über rosa bis rot reicht.
 
Die Gewöhnliche Kuhschelle als Giftpflanze
Alle Pflanzenteile der Gewöhnlichen Kuhschelle sind sehr giftig. Sie enthält unter anderem Protoanemonin, das ein außerordentlich heftig wirkendes Reizmittel für Haut und Schleimhäute ist. Schon der Umgang mit der Pflanze kann zu Blasenbildung, Verätzungen und Entzündung der betroffenen Hautstellen führen. Bei Verzehr von Pflanzenteilen kann es zu Nierenentzündungen, Magen- und Darmbeschwerden und Lähmungen des Zentralnervensystems kommen. Protoanemonin wandelt sich erst beim Trocknen in das weniger giftige Anemonin um. Die Gewöhnliche Kuhschelle enthält außerdem Saponine, Harze und Gerbstoffe.
Vergiftungen durch Verzehr der Pflanze werden je nach Grad der Vergiftung mit der Verabreichung von Aktivkohle und dem Auslösen von Erbrechen behandelt. Magenspülungen, Elektrolytsubstitution sowie gegebenenfalls künstliche Beatmung gehören ebenfalls zu den Therapiemaßnahmen.
 
Kuhschelle im Aberglauben
Die Bewunderung für die Schönheit der Kuhschelle scheint ein modernes Phänomen zu sein. Unseren Vorfahren war die Pflanze mit ihrem seidig glänzenden Schopf, der nach der Blüte als Fruchtstand erscheint, eher unheimlich. Teufelsbart oder Bocksbart nannte man ihn. Im Brandenburgischen war man sogar davon überzeugt, dass der Fruchtstand die Stelle kennzeichnen würde, wo der Jäger eine Hexe aus der Luft heruntergeschossen habe. In anderen Regionen glaubte man, dass die jungen Gänschen im Ei ersticken würden, wenn man sich die Kuhschelle ins Haus holen würde.
 
Pflanzenbeschreibung
Die Kuhschelle wächst an kalkreichen, sonnigen Standorten in Europa, ist aber inzwischen so selten geworden, dass sie unter Naturschutz gestellt wurde. Aus einem Wurzelstock, der bis zu ein Meter in die Tiefe wächst, treiben im zeitigen Frühjahr gefiederte Laubblätter, die in der Frühphase behaart sind. Außerdem wachsen ein oder mehrere Blütenstängel, die um 15cm hoch werden. Die Blüte hat violette Blütenblätter und leuchtend gelbe Staubgefäße, was einen attraktiven Kontrast ergibt. Am Anfang nickt die Blüte, später öffnet sie sich immer mehr und zeigt nach oben. Die Form der Blüte erinnert an eine Kuhglocke, was der Kuhschelle ihren Namen einbrachte. Als Verkleinerungsform bürgerte sich Kühchen-Schelle, von kleine Kuh ein, das sich im Laufe der Zeit zu Küchenschelle wandelte. Nach der Blütezeit wächst der Stengel noch deutlich weiter und wird bis zu 40cm hoch. Die Blüte verwandelt sich zu einer Art Pusteblume mit vielen samentragenden Federschweifen
Die Gewöhnliche Kuhschelle wächst als ausdauernde, krautige Pflanze, die während der Blütezeit Wuchshöhen von bis zu 15 Zentimetern, zur Fruchtzeit bis zu 40 Zentimetern aufweist. Sie ist ein Tiefwurzler und dringt über 1 Meter ins Erdreich ein. Die Laubblätter sind grundständig in einer Rosette angeordnet und erscheinen gleichzeitig mit den Blüten. Die Blattspreite ist doppelt gefiedert mit (zwei bis) drei bis fünf (bis sechs) Paaren von fiederschnittigen bis fiederspaltigen Hauptfiedern. Die Blattspreite setzt sich aus etwa 100 bis 150 linealischen, meist 2 bis 4 (1 bis 6) mm breiten Abschnitten zusammen. Das unterscheidet sie von der Großen Kuhschelle, deren Laubblätter sich nur aus etwa 40 bis 90 lineal-lanzettlichen, meist 4 bis 7 (2 bis 12) mm breiten Abschnitten zusammensetzen und erst gegen Ende der Blütezeit austreiben.
Die Blüten stehen einzeln am Ende des Stängels. In der oberen Hälfte des Blütenstängels befindet sich ein Quirl aus drei reduzierten, am Grund miteinander verwachsenen, zottig behaarten Hochblättern. Er übernimmt die übliche Schutzfunktion des fehlenden Kelches für die noch nicht entfaltete Blüte. Die anfangs nickenden Blüten erscheinen im März bis Mai. Die zwittrigen Blüten sind radiärsymmetrisch. Die dottergelben Staubblätter stehen in reizvollem Kontrast zur, aufgrund von Anthocyanen, innen und außen leuchtend purpurfarben oder violett gefärbten Blütenhülle. Die einfache, nicht in Kelch und Krone unterteilte Blütenhülle erweitert sich mit der Dauer der Blühzeit schüsselartig.
Achtung! Schon das Berühren der Kuhschelle kann bei empfindlichen Men-schen zu Reizungen der Haut führen.

Japanische Staudenknöterich
Der Japanische Staudenknöterich ist eine Zierpflanze aus Asien, die schnell die Gärten verlassen hat und sich als gefährliches Unkraut in der freien Natur verbreitet. Diese Pflanze beeindruckt durch ihr schnelles Wachstum und ihre Zähigkeit. Der Japanische Staudenknöterich kann in Gemüsegerichten verarbeitet oder als Heilpflanze eingesetzt werden, z.B. gegen Rheuma oder als harntreibendes Mittel.
Der Japanische Staudenknöterich, auch Kamtschatka-Knöterich oder kurz Japanknöterich genannt, ist eine Pflanzenart aus der Gattung Schling- oder Flügelknöteriche bzw. Staudenknöteriche innerhalb der Familie der Knöterichgewächse. In Europa und in Nordamerika zählt diese Pflanzenart zu denjenigen Neophyten, die als problematische, unerwünschte invasive Pflanzen (Plagepflanzen) bewertet werden.
 
Steckbrief
Haupt-Anwendungen: Frauenbeschwerden, Hautkrankheiten
Heilwirkung: abführend, antitumorigen, antiviral, blutreinigend, entzündungshemmend, erweichend, fiebersenkend, fungizid, harntreibend, lebensverlängernd, magenstärkend, menstruationsfördernd, menstruationsregulierend, verjüngend, wundheilend
Anwendungsbereiche: Abführmittel, Alterserscheinungen, Anti-Aging, Antioxidans, Arthritis, Fieber, Frauenbeschwerden, Hautkrankheiten, Pilze, Rheuma, Tumore, Wunden
wissenschaftlicher Name: Fallopia japonica, Reynoutria japonica
Pflanzenfamilie: Knöterichgewächse = Polygonaceae
englischer Name: Japanese knotweed
volkstümlicher Name: Japanischer Staudenknöterich
Verwendete Pflanzenteile: alle Pflanzenteile
Inhaltsstoffe: Anthraquinon, Emodin, Gerbsäuren, Mineralien, Oxalsäure, Phytoöstrogene, Proteine, Resveratrol, Polyphenole, Rutin, Vitamine
Sammelzeit: März bis November
 
Anwendung
Die jungen Sprosse könnten ähnlich dem ebenso sauren Rhabarber verarbeitet und zubereitet werden. Wenn sie sehr jung sind, können sie wie Spargel zubereitet werden. In Japan wird aus der Wurzel eine Tinktur hergestellt, die Blutdruck und Cholesterin senken soll. Von jedweder Verwendung der stark oxalsäurehaltigen Pflanzenteile ist jedoch abzuraten. Die Pflanze enthält in allen Teilen den sekundären Pflanzenstoff trans-Resveratrol, der auf zahlreiche mögliche therapeutische Nutzwirkungen getestet wird. Resveratrol besitzt unter anderem Wirkung als Phytoöstrogen. Die Pflanze wurde in ihrer Heimat Japan seit Jahrhunderten für Heiltees verwendet, die, wie die Pflanze selbst, Ita-dori genannt werden. Resveratrol gilt als der wahrscheinlichste aktive Bestandteil des Tees. Obwohl der Resveratrol-Gehalt in der Pflanze um mehrere Größenordnungen höher liegt als in roten Weintrauben (einer anderen, viel untersuchten Quelle für Resveratrol), war der Gehalt im Tee nicht höher als in Rotwein; dies wird darauf zurückgeführt, dass er im wässrigen Extrakt Tee stark verdünnt wird. Die Stängel eignen sich für den Flötenbau, sowohl für Längs- und Querflöten als auch Panflöten.
Gemüse/Küche
Die jungen Triebe können wie Spargel zubereitet werden. Wegen der leichten Säure kann man diese Triebe auch wie Rhabarber verarbeiten. Menschen mit Arthritis, Rheuma o.ä. sollten keine großen Mengen des Gemüses essen, da in einigen Pflanzen zu viel Oxalsäure enthalten ist. Kleinere Mengen sind jedoch bei diesen Krankheiten der Gesundheit förderlich.
Umschläge
Umschläge aus frischen zerquetschen Blättern helfen gegen Hautkrankheiten.
Sollen auch bei Schlangenbissen und Verbrennungen (Vorsicht!) helfen.
Wurzel
Ein Brei aus Wurzelpulver oder frischer Wurzel hilft bei Hautkrankheiten.
Extrakt
(Wurzel-)Extrakte sollen bei Tumore helfen.
 
Geschichtliches
Der Japanische Staudenknöterich wurde in der Mitte des 19. Jahrhunderts als Futter- und Zierpflanze nach Europa eingeführt. Als Futterpflanze hat sie sich außer für Bienen als ungeeignet herausgestellt. Die University of Leicester hat herausgefunden, dass alle Exemplare des Japanischen Staudenknöterichs in Europa Klone von einer Pflanze sind. Alle Pflanzen in Europa sind weiblich. Durch die starke Verbreitung ist sie mittlerweile in Europa eine der schlimm-sten Unkräuter geworden und wird mit hohem Aufwand bekämpft.
 
Pflanzenbeschreibung
Japanischer Staudenknöterich ist in Ostasien heimisch. Mittlerweile ist er auch in Europa und Nordamerika verbreitet. Er wächst bevorzugt auf feuchten Böden, z.B. an Ufern. Die mehrjährige Pflanze wird bis zu 300 Zentimeter hoch. Der Stängel ähnelt dem Bambus. Die Blätter sind oval und etwa 10cm lang. Die Pflanze vermehrt sich über Wurzelausläufer.
Erscheinungsbild
Der Japanische Staudenknöterich ist eine sehr schnellwüchsige (wuchernde), sommergrüne, ausdauerndekrautige Pflanze. Als Überdauerungsorgane bildet er Rhizome, durch die oft dichte, ausgedehnte Bestände entstehen. Im Frühling treibt er aus seinen Rhizomen (Wurzelstöcken, Erdkriechsprossen), oft nesterweise an Rhizomköpfen, neue Stängel (Rameten), die unter günstigen Bedingungen inner-halb weniger Wochen eine Wuchshöhe von 3 bis 4 Metern erreichen, wobei die Pflanze einen Zuwachs von 10 bis 30 Zentimeter pro Tag erreichen kann. Die anfangs aufrechten, bald aber schräg bis waagerecht überhängenden Stängel sind hohl. Weil zum Hochsommer hin die Wipfel der ungemähten Triebe sich in die Waagerechte neigen und die Laubblätter horizontal ausbreiten, wird der Boden unter solch dichten Beständen dermaßen beschattet, dass selbst Graswuchs abstirbt. Im Winterhalbjahr kann der dadurch nackte Oberboden zwischen den dann blattlosen röhrigen Stängeln bei Starkniederschlägen großflächig abgespült werden. Am Harmersbach im mittleren Schwarzwald führte dies beim Weihnachtshochwasser 1991 zu Millionenschäden. Im Spätjahr zieht die Pflanze ein und die Laubblätter werden gelb, beim ersten Frost sterben alle oberirdischen Teile der Pflanze ab. Die sich weit verzweigenden, bald und von Jahr zu Jahr stärker verholzenden Rhizome überleben den Winter problemlos. Sie reichen, obwohl weitgehend horizontal kriechend, oft bis zu 2 m tief in den Boden. Dort scheinen sie manchmal zusätzlich knollenförmige Speicherorgane zu bilden.
Blatt
Die wechselständig am Stängel angeordneten Laubblätter sind in Blattstiel sowie Blattspreite gegliedert und 5 bis 20 Zentimeter lang. Die einfache mit einer Länge von bis zu 12, selten bis 18 Zentimetern und einer Breite von bis zu 8, selten bis 13 Zentimetern breit-eiförmige, beinahe ledrige Blattspreite besitzt einen rechtwinklig gestutzten Spreitengrund sowie eine schmale Spitze (Träufelspitze). Die kurzen Haare auf den Blattadern der Blattunterseite sind ohne Lupe kaum zu sehen.
Blütenstand und Blüte
Der Japanische Staudenknöterich ist zweihäusig getrenntgeschlechtig. Im August beginnt der Japanische Staudenknöterich mit der Ausbildung der Blütenstände. Die funktionell eingeschlechtigen Blüten enthalten fünf weißliche Blütenhüllblätter und entweder einen Fruchtknoten mit drei gefransten Narben oder acht Staubblätter.
 
Anbautipps
Der wichtigste Tipp: Nicht anbauen!
Die Pflanze wird nicht über die Samen, sondern über Wurzelstücke vermehrt, da in Europa alle Pflanzen weiblich sind und das männliche Gegenstück fehlt. Ein Wurzelstückchen mit weniger als 1 Gramm, schafft es in feuchtem Boden innerhalb von 6 Tagen zu einer neuen Pflanze heranzuwachsen. Eine solche Pflanze schafft es innerhalb eines Jahres ein dauerhaftes Wurzelsystem aufzubauen, das bis in eine Tiefe von 3 Metern und in eine Entfernung von über 6 Metern reicht. Das bedeutet eine große Gefahr für Wege, Wasserleitungen, Abwasser-Rohe und vieles mehr. Der oberirdische Teil der Pflanze stirbt bei Frost ab, das herunterfallende Laub zersetzt sich nur sehr langsam und verhindert so, dass andere Pflanzen neu wachsen können. Oberirdisch schafft eine solche Pflanze im nächsten Jahr ein Wachstum von 30 cm pro Tag. Bis jetzt gibt es nur eine zuverlässige Methode die Pflanze wieder loszuwerden: Die oberen 3 Meter großflächig abtragen und die wurzelhaltige Erde als Sondermüll entsorgen.
 
Sammeltipps
Die frischen Triebe im Frühling schneiden. Wenn man die Wurzeln ausgräbt, darauf achten, dass keine Wurzelstücke herumliegen. Die Wurzelstücke können vom Regen weggespült werden und an anderer Stelle zu neuen Pflanzenkolonien heranwachsen. Nicht benötigte frische Pflanzenreste nicht auf den Kompost werfen, sondern im Hausmüll entsorgen oder im Backofen abtöten.

Bachblüten
Schlechtes Gedächtnis, kein Sinn für Einzelheiten, da man sich mangels an Interesse nicht mehr die Mühe macht, richtig hinzuhören (Clematis)
Diese Menschen haben ein schlechtes Gedächtnis, keinen Sinn für Einzelheiten, durch den Mangel an Interesse, machen sie sich nicht die Mühe richtig hinzuhören
Mit der Blüte bekommen sie ein besseres Gedächtnis, einen Sinn für Einzelheiten und können wieder richtig zuhören
Bachblüten
Starkes Reinigungsbedürfnis bis zum Waschzwang (Crab Apple)
Diese haben einen sehr starken Reinigungsbedürfnis bis hin zum Waschzwang
Crab Apple hilft, sich wieder sauber zu fühlen
Komplexe Lipide – Lipoide
Die Phospholipide bestehen aus Glycerin, aus zwei Fettsäuren und einem Phosphorsäurerest. Sie sind wichtige Bestandteile der Zellmembran und der Sigholmoleküle und sie dienen als Emulgatoren in den Lebensmittel- und Pharmaindustrie.
Phospholipide
Verbindungen aus Fettsäuren und Phosphorsäuren für den Aufbau der Zellstruktur (z.B. Lecithin, Vorkommen in Sojabohnen)
Glykolipide
Verbindungen aus Fettsäuren und Kohlenhydraten für den Aufbau von Zellmembranen und Gehirntrockenmasse (z.B. Cerebroside)
Lipoproteine
Fette, die von speziellen Eiweißen umschlossen werden und so den Transport der Fette im Blut ermöglichen. Deshalb werden sie auch Blutfette genannt (LDL, HDL). Da Fett im Normalzustand nicht wasserlöslich ist, würde es ohne Lipoproteine die Blutbahn verstopfen.
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