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08.02.2020

tägliche News > Februar > 03.02.20 - 09.02.20
Eberraute
 
Die Eberraute ist ein Verwandter des Beifußes und des Wermuts. Wie seine Brüder ist er eine mehrjährige Pflanze mit bitterem Geschmack und einem gewissen Cola-Aroma. Früher wurde die Eberraute als Gewürz für fette Speisen verwendet, doch inzwischen ist sie aus der Mode gekommen. Auch als Heilpflanze wurde die Eberraute früher höher geschätzt als heutzutage. Dabei hat sie vielfältige Heil-wirkungen. Sie stärkt die Verdauungs- und die Harnorgane, man kann sie gegen Husten und Bronchitis verwenden. Außerdem lindert sie Frauenbeschwerden und aktiviert die Menstruation. Auch gegen Einschlafstörungen und Rückenschmer-zen kann man die Eberraute verwenden.
 
 
Steckbrief
 
Heilwirkung: Eigenschaften: abwehrsteigernd, antibakteriell, beruhigend, harntreibend, krampflösend, schweißtreibend, tonisierend, Atemwege: Husten, Bronchitis, Fieber, Verdauungssystem: Appetitlosigkeit, Verdauungsschwäche, Durchfall, Bauchspeicheldrüsenschwäche, Würmer, Harnorgane: Blasenschwäche, Nierenschwäche, Frauenheilkunde: Menstruationsbeschwerden, Menstruationsfördernd, Wechseljahresbeschwerden, Nervensystem: Schlafstörungen, Bewegungsapparat: Rückenschmerzen, Ischias
 
wissenschaftlicher Name: Artemisia abrotanum
 
Pflanzenfamilie: Korbblütler = Asteraceae
 
englischer Name: Herb Royal
 
volkstümliche Namen: Abraute, Amberbaum, Colakraut, Eberreis, Staubwurz, Zitronenkraut
 
Verwendete Pflanzenteile: Kraut, Blätter
 
Inhaltsstoffe: Ätherische Öle, Abrotin, Bitterstoffe, Gerbstoffe
 
Sammelzeit: August
 
 
Anwendung
 
Man kann die Blätter der Eberraute als Tee anwenden. Dazu bereitet man einen Aufguss mit ein bis zwei Teelöffel Eberrautenblätter und lässt ihn fünf bis zehn Minuten ziehen. Davon trinkt man ein bis drei Tassen täglich. Auch als Tinktur kann man die Eberrautenblätter ansetzen. Davon nimmt man dreimal täglich 10-50 Tropfen ein.
         
Achtung! Die Eberraute   darf nicht in der Schwangerschaft eingesetzt werden.
       
Die Pflanze scheint in Deutschland ab dem 9. und 10. Jahrhundert kultiviert wor-den zu sein. Das Capitulare de villis vel curtis imperii und andere Garteninventare nennen sie „Abrotanum“. Der Abt Walahfrid Strabo meinte im 9. Jahrhundert, sie besitze so viele Vorzüge wie Blätter. Beispielsweise nutzte man sie, um Fliegen und Parasiten zu vertreiben (Repellent). Sie erlangt als Zierpflanze in „Trockengärten“, „Steingärten“, „Steppengärten“ oder „Schottergärten“ wieder Popularität, da sie trockenheitstolerant ist.
 
Eberraute in der Küche
 
Eberraute ist heute keine gebräuchliche Gewürzpflanze mehr. Es gibt zwei Kulturtypen: Eine mit aufdringlichem Zitronengeruch („Zitroneneberraute“) und eine neuere, die noch strenger riecht („Kampfereberraute“, „Kampferraute“). Wegen ihres intensiven und bitteren Geschmackes muss sie sorgfältig dosiert werden. Als Würzkraut ist die Eberraute hauptsächlich zum Verfeinern fetten Fleisches geeignet. Die Bitterstoffe entfalten hierbei eine appetit- und verdauungsfördernde Wirkung. Bisweilen wird sie auch zartem Fleisch zugesetzt. Ähnlich wie Petersilie kann sie in ein Bouquet garni integriert werden.
 
 
Pflanzenbeschreibung
 
Die Eberraute ist in Südeuropa heimisch. In Mitteleuropa wurde die Eberraute als Würz- und Heilpflanze schon im Mittelalter angebaut. Die mehrjährige Verwandte des Beifußes hat sehr viele, ganz feine Blätter, die an Federn erinnern. Die Blätter sind hellgrün.
 
 
Andere Sorten
 
Von der Eberraute gibt es mehrere Unterarten bzw. Sorten. Einige Duftpflanzen gehören dazu, bei denen die Eberraute andere Duftnoten hat als die normale Eberraute. Auf dem Foto sehen Sie beispielsweise den Colastrauch, der nach Coca-Cola duftet.

Färberginster
 
Der Färber-Ginster ist eine Pflanzenart innerhalb der Familie der Hülsenfrüchtler. Diese Heil- bedeutend. Die im Folgenden aufgeführten Charakteristika gelten insbesondere für die weiter verbreitete Unterart Genista tinctoria subsp. tinctoria, den Gewöhnlichen Färber-Ginster.
 
 
Steckbrief
 
Haupt-Anwendungen: Ödeme
 
Heilwirkung: blutreinigend, harntreibend
 
Anwendungsbereiche: Gicht, Harnsteine, Herzbeschwerden, Menstruationsfördernd, Rekonvaleszenz, Rheuma, Verstopfung, Wassersucht
 
wissenschaftlicher Name: Genista tinctoria
 
Pflanzenfamilie: Hülsenfrüchtler = Fabaceae
 
Verwendete Pflanzenteile: Blühendes Kraut
 
Inhaltsstoffe: Chinolizidinalkaloide, Cytisin
 
Sammelzeit: Mai bis Juli
 
 
Nutzung
 
Bereits die Römer verwendeten den Färber-Ginster zum Färben von Leinen und Wolle. Eine bedeutende Rolle spielte er auch in England. Als Farbstofflieferant werden Zweige, Blätter und Blüten verwendet. Sie enthalten die gelben Farbstoffe Genistein und Luteolin. Die Ernte erfolgt meist vor der Blüte. Die Farbe ist lichtecht. Die Färbung erfolgt auf vorgebeizter Wolle. Durch Beizen mit Alaun wird die Wolle zitronengelb, durch Nachbehandlung mit Eisen(II)-sulfat dunkelbraun, mit Kupfersulfat olivgrün. Durch eine Überfärbung von Färberwaid stellte man in England das „Kendalgrün“ her. Die Malfarbe „Schüttgelb“ wurde durch Anrühren mit Alaun und Schlämmkreide hergestellt.
 
Verwendung als Heilpflanze
 
Als Heildroge werden die getrockneten, zur Blütezeit geernteten Zweige verwendet. Als Wirkstoffe werden genannt: Chinolizidinalkaloide wie Cytisin, Methylcytisin, Anagyrin; Flavonoide; Isoflavone wie Genistein; Gerbstoffe und ätherische Öle in geringen Mengen. Der Färber-Ginster wirkt als Diuretikum und wird daher unterstützend zur Behandlung von Erkrankungen eingesetzt, bei denen eine erhöhte Harnmenge erwünscht ist, wie beispielsweise bei Nierengrieß oder zur Vorbeugung gegen Harnsteine. Der Gehalt an Genistein, einem Phytoöstrogen, das an den Östrogen-Rezeptor von Brustkrebszellen bindet hat diese Pflanzenart in neuerer Zeit wieder interessant gemacht: Über eine möglicherweise vorbeugende Wirkung des Isoflavons bei der Entstehung von Brustkrebs wird diskutiert; ebenso über die potentiell schützende Eigenschaften bei der Entstehung von Osteoporose. In der Homöopathie gehören Kopfschmerzen, Verdauungsschwäche und Hautausschläge zu den Anwendungsgebieten des Färber-Ginster.
 
 
Pflanzenbeschreibung
 
Vegetative Merkmale
 
Der Färber-Ginster wächst als aufrechter oder aufsteigender und buschig verz-weigter Halbstrauch, der Wuchshöhen von 20 bis 60 Zentimetern erreicht. Die kräftige Pfahlwurzelweist eine Länge von bis zu 1 Meter auf. Die tief gefurchten Zweige besitzen eine grüne, angedrückt behaarte oder kahle Rinde und sind immer dornenlos. Die wechselständigen Laubblätter sind wintergrün. Die einfache und ganzrandige Blattspreite ist bei einer Länge von etwa 45 (50) Millimetern und einer Breite von etwa 10 Millimeter lanzettlich bis elliptisch. Die mit kurzen Nebenblätter sind lineal-pfriemlich.
 
Generative Merkmale
 
Die Blütezeit reicht von Mai bis August. In endständigen, 3 bis 6 Zentimeter langen, traubigen Blütenständen stehen viele Blüten zusammen. Die zwittrigen Blüten sind zygomorph und fünfzählig mit doppelter Blütenhülle. Der Kelch ist kahl bis behaart. Die 8 bis 16 Millimeter lange, gelbe Krone ist kahl. Die Hül-senfrüchte sind kahl. Fruchtreife ist von August bis September.

Bachblüten
 
Ich bin aggressiv (32 Vine)
 
-        Diese Menschen sind sehr häufig aggressiv
 
-        Mit der dementsprechenden Bachblüte können sie die Aggressivität ablegen
Bachblüten
 
Ich kann mich nur schwer entscheiden, wenn damit eine emotionale Trennung verbunden ist (33 Walnut)
 
-        Diese Menschen können sich nur schwer entscheiden, da es mit einer emotionalen Trennung verbunden ist
 
-        Mit der dementsprechenden Bachblüte können sie sich entscheiden und lösen
Definition des Stoffwechsels
 
Als Stoffwechsel oder Metabolismus bezeichnet man die Aufnahme, den Transport und die chemische Umwandlung von Stoffen im Organismus, sowie die Abgabe von Stoffwechselprodukte.
APOTHEKE IN UNSERER NATUR
 
Im Grunde genommen bräuchte man die Pharmazie nur in Ausnahmefällen, denn für die meisten Krankheiten ist uns ein Kraut gewachsen. In der heutigen Zeit fangen erst die Menschen an, wieder umzudenken, auf die Natur. Man kann mit der Natur so viel bewirken, nur ergreifen es noch die wenigsten.
 
Was haben die Menschen vor Jahrhunderten bzw. Jahrtausenden getan oder diejenigen, die in entlegenen Orten wohnen. Diese griffen und greifen auf die Natur zurück.
 
Die Natur ist die sanfte Medizin.
 Mehr dazu auf meiner Homepage: www.kraft-durch-kräuter-und-bachblüten.at
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