Kraft durch Kräuter und Bachblüten

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07.12.2017

täglichen News > Newsletterarchiv > 2017 > Dezember > 04.12.17-10.12.17


KURKUMA   

Kurkuma ist ein Verwandter des Ingwers. Da die Wurzel stark gelb bzw. orange färbt, wird sie auch zur Gelbfärbung des Currys verwendet. Bei uns ist Kurkuma als Pulver und manchmal auch als Wurzel zu erhalten. In der asiatischen Heilkunde wird Kurkuma gerne zur Stärkung und zur Förderung der Verdauungsorgane verwendet.
Die Kurkuma oder Kurkume, auch Gelber Ingwer, Safranwurz(el), Gelbwurz(el), Gilbwurz(el) oder Curcuma genannt, ist eine Pflanzenart innerhalb der Familie der  Ingwergewächse. Sie stammt aus  Südasien und wird in den Tropen vielfach kultiviert. Das Rhizom ähnelt stark dem des Ingwers, ist jedoch intensiv gelb, das geschälte Rhizom wird frisch und getrocknet als Gewürz und Farbstoff verwendet. Es sind bis zu fünf Prozent typische ätherische Öle sowie bis zu drei Prozent des für die gelbe Färbung verantwortlichen Curcumins bzw. dessen Derivate enthalten. Das Rhizom wirkt verdauungsanregend.

Steckbrief
Haupt-Anwendungen:
Verdauungsschwäche
Heilwirkung:
antioxidativ, entzündungshemmend, krebshemmend, tonisierend
Anwendungsbereiche:
Abwehrschwäche, Akne, Arthrose, Ausschläge, Brustkrebs, Darmpolypen, Gallenschwäche, Krebs, Magenbeschwerden, Osteoporose, Östrogenmangel, Pickel, Psoriasis, Schuppenflechte, Übergewicht, Wunden
wissenschaftlicher Name:
Curcuma longa
englischer Name:
Curcuma
andere Namen:
Turmeric, Gelbwurz
Verwendete Pflanzenteile:
Wurzelstock
Inhaltsstoffe:
Curcumin, Alpha-Curcumene, Kampfer, Salicylate
Sammelzeit:
Dezember und Januar

Verwendung als Gewürz

Frisch hat der Wurzelstock einen harzigen, leicht brennenden Geschmack, getrocknet schmeckt er mildwürzig und etwas bitter – er wird vor allem gemahlen wegen seiner Färbekraft verwendet, beispielsweise als wesentlicher Bestandteil von Currypulver. Kurkuma ist dabei wesentlich preiswerter als der ebenfalls stark gelbfärbende  Safran. In  Indien ist die Verwendung von Kurkuma seit 4000 Jahren belegt. Kurkuma galt als heilig und gehörte bereits damals zu den wichtigsten Gewürzen. In der traditionellen indischen Heilkunst  Ayurveda wird es zu den „heißen" Gewürzen gerechnet, denen eine reinigende und energiespendende Wirkung zugesprochen wird. Heute ist Indien das weltgrößte Anbauland und verbraucht rund 80 % der Welternte. Während in Indien meistens getrocknetes Kurkuma verwendet wird, ist in Südostasien, beispielsweise in der thailändischen Küche, die Verwendung der frischen, geriebenen Knolle verbreitet. In der westlichen Küche spielt Kurkuma eine untergeordnete Rolle als Bestandteil von Currypulver, als billiger Safranersatz oder als Farbstoff in der Lebensmittelindustrie, etwa für  Senf, Teigwaren oder Kurkuma-Reis. Kurkuma sollte dunkel und nicht zu lange gelagert werden, da die Farbe bei Licht schnell verblasst und es an Aroma verliert.
Medizinische Wirkungen
Curcumin ist Gegenstand einer Vielzahl von medizinischen Studien zu vielen verschiedenen Krankheitsbildern. Da Curcumin als eines der stärksten Panassay interference compounds (PAINS)  falsch-positive Ergebnisse in chemischen Untersuchungen bewirken kann, ist ein Großteil der dazu publizierten positiven Ergebnisse vermutlich fehlerhaft. Aufgrund der geringen oralen  Bio-verfügbarkeit von Curcumin ist es unwahrscheinlich, dass sich die Ergebnisse von Invitro-Studien auf den Menschen übertragen lassen. Keine Form von Curcumin oder dessen nahe verwandter Analoga scheint ein guter Arzneimittelkandidat zu sein, da es keine der erwünschten Eigenschaften besitzt. Bisher war keine placebokontrollierte Doppelblindstudie erfolgreich. Kurkuma wirkt anregend auf die Magensaftproduktion. Demgegenüber beschreibt die Brockhausenzyklopädie seinen Einfluss auf die Gallensäurenproduktion: „Der getrocknete Wurzelstock der javanischen Curcuma xanthorrhiza enthält ein scharfschmeckendes orangegelbes ätherisches Öl mit v. a. gallentreibender und die Gallenbildung fördernder Wirkung." Die in einigen Curcuma-Arten enthaltenen gelben Farbstoffe, allen voran  Curcumin, weisen u. a. krebshemmende, antioxidative und entzündungshemmende Wirkungen auf. Bei  genmanipulierten Mäusen zeigte sich Curcumin wirksam gegen  Mukoviszidose, jedoch konnte dieser Effekt bisher an menschlichen Versuchspersonen nicht wiederholt werden. Forschungsergebnisse deuten darauf hin, dass Curcumin zum Abbau des Tumorsupressorproteins p53 beitragen und somit das Wachstum von Krebszellen fördern könnte. Diesbezüglich ist die Datenlage allerdings keineswegs eindeutig, da von Aggarwal et al. 2005 ein Experiment beschrieben wurde, bei dem p53 in curcuminbehandelten Brustkrebszellen zunahm. Ein wissenschaftlicher Nachweis dieser Mechanismen an menschlichen Versuchspersonen erfolgte bisher nicht. Curcumin wirkt durch die Hemmung der Enzyme Cyclooxygenase-2, Lipoxygenase und  NO-Synthaseentzündungshemmend. Diese Wirkung von Curcumin konnte u.a. bei Patienten mit Knie-Arthrose nachgewiesen werden. Die Verminderung von Entzündungen wird zugleich als Ursache der krebshemmenden Wirkung angenommen. Die krebshemmende Wirkung ist mit mehreren Untersuchungen belegt worden: Es kann Darmpolypen zurückdrängen und damit  Darmkrebs vorbeugen, wie eine Studie mit Patienten mit familiärer adenomatösen Polyposis (bei dieser Erbkrankheit bilden sich Hunderte von Polypen im Darm, unbehandelt entwickelt sich Darmkrebs) zeigte. Durch die Einnahme von Curcumin ging die Zahl der Polypen um 60 Prozent zurück. Die Größe der verbliebenen Polypen reduzierte sich im Schnitt um 50 Prozent. Außerdem kann Curcumin die Bildung und Ausbreitung von Metastasen bei Brustkrebshemmen. Das haben Wissenschaftler der Universität von Texas in Houston in Experimenten mit Mäusen herausgefunden. Die aus der Gelbwurz gewonnene Substanz könnte besonders wirksam in Kombination mit dem Wirkstoff  Paclitaxel sein, einem gängigen Mittel bei der Behandlung von Brustkrebs. Einige epidemiologische Studien zeigen zudem ein antikanzerogenes Potential und damit eine mögliche chemopräventive Wirkung bei  Prostatakrebs. Curcumin unterstützt offenbar auch die Knochengesundheit: Es senkt die Konzentration des  RANK-Liganden (receptor activator of nuclear factor-kappaB ligand) im Knochenmark und hemmt die Entwicklung von  Osteoklasten, die die Knochensubstanz abbauen. Curcumin reduziert dadurch nachweislich den Knochenabbau. Außerdem wirkt es dem durch  Estrogenmangelbedingten Verlust der Knochendichte entgegen, wie eine Studie mit Mäusen vermuten lässt. Aufgrund eines ausgeprägten First-Pass-Effektes ist die Bioverfügbarkeit von Curcumin gering. Shoba et al. konnten zeigen, dass sich in Kombination mit  Piperin (Curcuperin), einem Bestandteil des Pfeffers, die Biover-fügbarkeit von Curcumin beim Menschen um 2000% steigern lässt. Der Effekt beruht auf der Inhibition der hepatischen und intestinalen Glucuronidierungdurch Piperin. Bei gleichzeitiger Einnahme anderer Medikamente sollte beachtet werden, dass diese Hemmung auch zu Wechselwirkungen mit anderen Wirkstoffen führen kann. Neue Ansätze zur verbesserten Aufnahme von Curcumin – ohne erhöhte Gefahr dieser Wechselwirkung – beruhen auf der Bildung von Mikroemulsionen. Hier konnten Steigerungen der Bioverfügbarkeit von ca. 350 % (Meriva) bis zu 5000 % (Arantal) erzielt werden. In der traditionellen Medizin Indonesiens wird Kurkuma als Hauptbestandteil von Jamu, den traditionellen indonesischen Heilmitteln, gegen eine Vielzahl von Krankheiten, zur allgemeinen Stärkung des Immunsystems sowie zur Prävention von Infektionen und Erkrankungen der Atemwege eingesetzt. In diesem Zusammenhang wird als Nebenwirkung über eine verstärkte Neigung zu Blutungen berichtet.
Wirkung
Traditionell wird Kurkuma gegen Verdauungsbeschwerden und zur Stärkung der Gallenproduktion eingesetzt. In den letzten Jahren wurden jedoch weitere medizinische Wirkungen des Kurkumas entdeckt und wissenschaftlich erforscht. Kurkuma hat entzündungshemmende, antioxidative und sogar krebshemmende Wirkungen. Kurkuma kann das Immunsystem stärken, beim Abnehmen helfen und Osteoporose vorbeugen und lindern.

Anwendung
Zur Stärkung der Verdauung kann man Kurkuma als Gewürz für asiatische Gerichte einsetzen. Für die krebshemmende und andere neu erkannte Wirkungen nimmt man Kurkuma als Pulver in Kapseln ein. Wenn Kurkuma mit etwas Pfeffer vermischt wird, nimmt der Körper die Wirkstoffe besser auf.

Pflanzenbeschreibung
Kurkuma ist in Asien verbreitet. Das Hauptanbaugebiet ist Indien, wo auch ein großer Teil der angebauten Pflanzen verbraucht wird. Kurkuma kommt praktisch nur kultiviert vor, nicht als Wildpflanze. Kurkuma ist eng mit dem Ingwer verwandt. Sie gehören zur gleichen Unterfamilie und Tribus (botanischer Begriff). Kurkumapflanzen werden bis zu 1 Meter hoch. Es sind mehrjährige Pflanzen. Die Blätter sind länglich und werden oft über 40cm lang. Die Blütenfarbe ist weiß und teilweise rötlich. Die Blüten sehen so hübsch aus, dass sie auch als Schnittblumen angeboten werden. Die Blütezeit ist im August, zumindest in China. In anderen Gegenden kann die Blütezeit etwas abweichen
Erscheinungsbild und Blatt
Kurkuma ist eine ausdauernde krautige Pflanze, die Wuchshöhen von bis zu 1 Meter erreicht. Es werden stark verzweigte, gelbe bis orange, zylindrische, aromatische Rhizome als Überdauerungsorgane ausgebildet, die an den Enden  Knollen entwickeln.
Das  Rhizom ähnelt stark dem des  Ingwers, ist jedoch intensiv gelb. Es sind bis zu fünf Prozent typische ätherische Ölesowie bis zu drei Prozent des für die gelbe Färbung verantwortlichen Curcumins bzw. dessen Derivate (Curcuminoide) enthalten. Die wichtigsten chemischen Komponenten sind neben Curcumin (60 %),  Demethoxycurcumin (25 %) und  Bisdemethoxy-curcumin (15 %). Das etherische Öl besteht zu 60 % aus  Sesquiterpenen, wie  Turmeron (bis 30 %), ar-Turmeron (bis 25 %), Atlanton und Zingiberen (bis 25 %) und Monoterpenen (Cymen,  1,8-Cineol, Phellandren,  Sabinen, Borneol und andere). Weitere Sesquiterpenderivate kommen in verschiedenen Arten vor und sind zum Teil artspezifisch. Einige allgemeine Bestandteile sind Zucker, Proteine und Harze. Die wechselständig und zweizeilig angeordneten, kahlen Laubblätter sind in Blattscheide, Blattstiel und Blattspreite gegliedert. Aus den Blattscheiden wird ein Scheinstamm gebildet. Der Blattstiel ist 20 bis 45 Zentimeter lang. Die einfachen Blattspreiten sind bei einer Länge von meist 30 bis 45, selten bis zu 90 Zentimeter und einer Breite von 15 bis 18 Zentimeter länglich bis elliptisch mit sich verschmälernden Spreitenbasis und kurz zugespitztem oberen Ende.
Blütenstand, Blüte und Frucht
In China liegt die Blütezeit meist im August. Endständig auf dem Scheinstamm sitzt der 12 bis 20 Zentimeter lange Blütenstandsschaft, über diesem steht der zylindrische, ährige  Blütenstand, der viele Blüten enthält. Er ist 12 bis 18 Zentimeter hoch und sein Durchmesser reicht von 4 bis 9 Zentimetern. Die Tragblätter, über denen die Blüten stehen, sind hellgrün, von 3 bis 5 Zentimetern Länge, eiförmig bis länglich und mit stumpfem oberen Ende. Im oberen Bereich des Blütenstandes sind Hochblätter vorhanden über denen keine Blüten stehen. Sie sind abgebreitet, weiß bis grün sowie manchmal auch rötlich-purfurfarben getönt und ihr oberes Ende ist spitz.
Die zwittrigen  Blüten sind zygomorph und dreizählig. Die drei 0,8 bis 1,2 Zentimetern langen  Kelchblätter sind verwachsen, weiß, flaumig behaart und die drei Kelchzähne sind un-gleich. Die drei hellgelben  Kronblätter sind zu einer bis zu 3 Zentimetern langen Kronröhre verwachsen. Die drei Kronlappen von 1 bis 1,5 Zentimetern Länge sind dreieckig mit stachelspitzigem oberen Ende; der mittlere Kronlappen ist größer als die beiden seitlichen. Nur das mittlere Staubblatt des inneren Kreises ist fertil. Der Staubbeutel ist an seiner Basis gespornt. Alle anderen Staubblätter sind zu Staminodien umgewandelt. Die äußeren  Staminodien sind kürzer als das Labellum. Das  Labellum ist gelblich, mit einem gelben Band in seiner Mitte und es ist bei einer Länge von 1,2 bis 2 verkehrt-eiförmig. Drei Fruchtblätter sind zu einem unterständigen, dreikammerigen Fruchtknoten verwachsen, der spärlich behaart ist. Die Kapselfrucht öffnet sich mit drei Fächern.



SEIDELBAST ttt

Der Seidelbast ist manchmal als Zierpflanze in Gärten zu finden. Er kommt auch wild in Laubwäldern vor. Das Besondere am Seidelbast ist die Tatsache, dass die Blüten direkt am Stamm der Zweige wachsen. Der Seidelbast ist sehr giftig. Schon die Berührung der Zweige kann zu Hautreizungen führen. Der Verzehr der roten Früchte ist tödlich giftig. In der Heilkunde darf man den Seidelbast daher nur in homöopathischer Verdünnung anwenden. Ab D4 hilft der Seidelbast bei Hautprobleme, Ekzeme und nässende Ausschläge. Auch bei Kopfschmerzen kann man den Seidelbast einsetzen.
Die Pflanzengattung Seidelbast gehört zur Familie der Seidelbastgewächse. Die Gattung umfasst etwa 70 bis 92 Arten. Seidelbast spielte eine Rolle in der frühen Geschichte des Papiers. Eine andere volkskundliche Verwendung ist aus Waldshut-Tiengen belegt. Fuhrleute steckten Seidelbast, der an Mariae Himmelfahrt geweiht worden ist, an den Hut, damit Hexen das Fuhrwerk nicht bannen konnten. Manche Arten und Sorten werden selten als Ziersträucher für naturnahe Gärten und Parks verwendet.

Steckbrief
Haupt-Anwendungen: Ekzeme (Homöopathisch), Zahnschmerzen (Homöopathisch)
Heilwirkung: hautreizend, harntreibend
Anwendungsbereiche: Achtung! Stark giftig. Nur in verschriebenen Fertigpräparaten oder homöopathisch anwenden. Homöopathisch ab D4! Blasenkrämpfe, Blähungen, Bläschen, Dekubitus, Eingeschlafene Füße, Ekzeme, Gastritis, Gelenkschmerzen, Gelenkversteifung, Gürtelrose, Harnbrennen, Hautbläschen, Hautjucken, Hautkrankheiten, Hautschuppen, Herpes Zoster, Impetigo, Kolik, Kopfschmerzen, Magengeschwür, Magenschleimhautentzündung, Magenschmerzen, Menorrhagie, Migräne, Nackenschmerzen, Nässende Ausschläge, Neuralgien, Neurodermitis, Niesen, Niesreiz, Offene Beine, Pruritus, Rückenschmerzen, Schnupfen, Trigeminusneuralgie, Ulcus ventriculi, Verstopfung, Zungenbrennen
wissenschaftlicher Name: Daphne mezereum, Thymelaea mezereum
Pflanzenfamilie: Seidelbastgewächse = Thymelaeaceae
volkstümliche Namen: Kellerhals, Berg-Pfeffer, Brennwurz, Buschweide, Deutscher Pfeffer, Elendsblum, Giftbäumlein, Giftbeere, Wilder Holler, Holzmännchen, Hundszigel, Insigel, Kälberhals, Kellerkraut, Menschendieb, Pfefferstrauch, Wilder spanischer Pfeffer, Rechbeere, Seidelbaum, Süssbast, Waldlorbeer, Waldveigl, Warzenkraut, Warzenbast, Wolfsbast, Zahnwehholz, Zeiland, Ziland, Zilander, Zillingsbeer
Verwendete Pflanzenteile: Rinde
Inhaltsstoffe: Daphnetoxin, Daphnin, Mezerin, Cumaringlycosid, Flavonoide, Hesperidin

Anwendung
Achtung! Stark giftig. Seidelbast nur in verschriebenen Fertigpräparaten oder homöopathisch anwenden.
Da der Seidelbast sehr giftig ist, kann man ihn nicht als normale Heilpflanze anwenden. Als homöopathisches Mittel Mezereum kann man den Seidelbast jedoch ab der Potenz D4 einnehmen. Am besten verwendet man den Seidelbast auch in dieser homöopathischen Zubereitung nur unter Aufsicht eines Arztes. So hilft er vor allem bei juckende Hautentzündungen, die dazu neigen Bläschen und Krusten zu bekommen, insbesondere, wenn zusätzlich neuralgische Schmerzen auftreten. Daher wird Mezereum gerne bei Gürtelrose angewendet, denn bei Gürtelrose kommt es zu all den genannten Symptomen und es gibt ansonsten relativ wenig Heilmittel gegen die quälende Gürtelrose.
Äußerlich
In der Volksheilkunde wird eine stark verdünnte Tinktur für Einreibungen bei rheumatische Schmerzen verwendet. Die Wirkung wird unter anderem dadurch erreicht, dass die Haut gereizt wird und Blasen bildet. Dadurch wird die Entzündung aus dem Gelenk "abgeleitet" und über die Haut "ausgeleitet". Aufgrund der Giftigkeit des Seidelbastes und der Schmerzhaftigkeit der Wirkung sollte man jedoch auf diese Anwendung besser verzichten.

Vergiftungserscheinungen
Der Seidelbast ist eine potentiell tödlich giftige Pflanze. Schon durch einfachen Hautkontakt kann es zu Hautreizungen und Blasen kommen. In schweren fällen stirbt das Gewebe ab, es kommt zur Nekrose. Innerlich eingenommen ist der Seidelbast noch gefährlicher. Zunächst kommt es zu Brennen der Mund- und Rachenschleimhäute, dann zu Reizungen von Magen, Darm und Nieren mit Durchfall und Erbrechen. Auch kann es zu Kopfschmerzen und Lähmungserscheinungen kommen. Der Tod tritt bereits nach wenigen Früchten ein, schon 3 bis 15 Beeren können eine tödliche Dosis darstellen. Eine wichtige Erste Hilfe Maßnahme ist die Entleerung des Magens. Dann sollte sofort der Notarzt gerufen werden beziehungsweise man sollte ein Krankenhaus aufsuchen.

Geschichte
In Oberösterreich gibt es eine Legende, nach der der Seidelbast über besondere Kräfte verfügt, weil er im Zusammenhang mit Jesus eine gewisse Rolle gespielt hat. Damals soll der Seidelbast zusätzlich zu den Palmwedeln gestreut worden sein, als Jesus in Jerusalem einzog. Anschließend wurde das Kreuz aus dem Holz des damals noch großen Seidelbastbaumes gefertigt, besagt die Legende. Daher traf ein Fluch den Seidelbast und er wurde zu einem kleinen Strauch. In einen Palmbusch gebunden, soll der Seidelbast heilkräftige Wirkungen haben. Ein oder zwei Blüten des Seidelbasts sollen ganzjährig vor Sodbrennen schützen. Bei Hochzeitskutschen soll man den Pferden einige Seidelbastbeeren zu fressen geben, damit sie möglichst laut wiehern und dadurch Glück bringen.
Achtung! In der Praxis sollte man von diesen Brauch Abstand nehmen, denn Seidelbastbeeren brennen im Mund und in den Verdauungswegen.
Wenn man jemanden ärgern wollte, sollte man Seidelbastbeeren ins Kochfeuer werfen. Dadurch würden alle Speisen anbrennen. Andere Legenden vermuten eine aphrodisierende Wirkung beim Seidelbast, die durch die Pharmakologie durchaus bestätigt wird. Außerdem wurde die Blühreihenfolge des Seidelbasts als landwirtschaftliches Orakel verwendet. Wenn der Seidelbast zuerst oben aufblüht, sollte man möglichst früh säen, weil die Frühsaat besonders gut gedeihen sollte.

Pflanzenbeschreibung
Der Seidelbast steht streng unter Naturschutz. Er wächst in Europa und Nordasien an Waldrändern, in lichten Wäldern, Hecken und anderen halbschattigen Standorten. Der kleine Strauch wird meist zwischen 50 cm bis 1 Meter hoch. Unter günstigen Bedingungen, beispielsweise wenn er kultiviert wird, kann der Seidelbast auch bis über 2 Meter hoch werden. Seine Rinde ist graubraun. Zwischen Februar und April blüht der Seidelbast noch bevor die Blätter austreiben. Ähnlich wie bei einem tropischen Gewächs sitzen die Blüten direkt am Stängel, was dem Seidelbast ein exotisches Aussehen gibt. Die Blüten sind rosa und duften stark und angenehm. Sie sind recht klein und stehen in Dreiergruppen in den ehemaligen Blattachseln. Gegen Ende der Blütezeit treiben die lanzettlichen Blätter aus, die die Blüten deutlich überragen. Aus den Blüten entwickeln sich leuchtend rote, eiförmige Beeren, die stark giftig sind. Schon wenige Früchte können tödlich wirken. Drosseln sind anscheinend immun gegen das Gift der Seidelbast-Beeren. Sie fressen die Beeren gerne und verbreiten so die Pflanze.
Vegetative Merkmale
Die Seidelbastarten wachsen als laubabwerfende oder immergrüne Sträucher oder Halbsträucher. Die Rinde ist kahl oder flaumig behaart. Die meist wechselständigen, selten gegenständigen Laubblätter sind einfach und kurz gestielt.
Blütenstände und Blüten
Die Blüten stehen in meist end-, selten seitenständigen, kopfigen, kurzen traubigen, rispigen oder ährigen Blütenständen zusammen. Bei Daphne mezereum sind die Blüten kauliflor. Manche Arten sind zweihäusig getrenntgeschlechtig. Die zwittrigen oder eingeschlechtigen Blüten sind vier- oder fünfzählig. Fast immer ist ein auffallender, freier Blütenbecher vorhanden. Die vier oder fünf Kelchblätter sind zylindrisch, glocken- bis trichterförmig verwachsenen mit vier oder fünf aufrechten oder ausgebreiteten Kelchzipfeln, die abwechselnd größer und kleiner sind. Nach einer zweiten Deutung ist keine Kelchröhre vorhanden, sondern der Blütenbecher ist röhrig bis glockig ausgebildet und die Kelch- und Staubblätter sind an seiner Spitze inseriert. Diese Blütenröhre kann je nach Art behaart oder kahl sein. Die Farben der Kelchblätter reichen von weiß über cremefarben bis gelb und rosafarben. Es werden keine Kronblätter ausgebildet. Es sind zwei Kreise mit je vier oder fünf Staubblättern vorhanden, die untereinander frei sind. Die entweder nur kurzen oder fehlenden Staubfäden ragen nicht aus der Kelchröhre heraus. Der mehr oder weniger ungestielte, eiförmige, oberständige Fruchtknoten ist einfächerig. Der kurze Griffel endet in einer kopfigen Narbe.
Früchte und Samen
Die bei Reife sich meist rot oder gelb färbenden, einsamigen Früchte werden als harte oder trockene und ledrige Beeren oder Steinfrüchte gedeutet; sie sind manchmal vom Kelch umhüllt. Die Samen enthalten kein oder wenig Endosperm und einen Embryo mit zwei fleischigen Keimblättern. Die Samenschale ist krustenartig.

Anbautipps
Da der Seidelbast sowohl in der Blütephase als auch mit den roten Beeren sehr hübsch aussieht, wird er gerne in Gärten angepflanzt. In einem Haushalt mit Kindern sollte man jedoch besser auf diese giftige Pflanze im Garten verzichten. Der Seidelbast liebt nährstoffreichen, kalkhaltigen Gartenboden und bevorzugt einen Standort im Halbschatten. Wenn man ihn aussäen will, dann tut man das am besten im Oktober. Einfacher ist es, die Triebspitzen im Frühjahr zu Stecklingen heranzuziehen. Damit man keine Hautreizungen bekommt, sollte man beim Hantieren mit der Pflanze Handschuhe tragen. Am einfachsten ist es, die Pflanze fertig in einer Gärtnerei zu kaufen, falls sie erhältlich ist.

Sammeltipps
Das Sammeln von Teilen des Seidelbasts ist nur von eigenen Pflanzen möglich, weil die Pflanze streng unter Naturschutz steht. Aber auch bei eigenen Pflanzen sollte man auf das Sammeln besser verzichten, weil es sich um eine stark giftige Pflanze handelt und man besser keine selbstgemachten Kräutermittel von ihr anwendet. Wenn man dennoch unbedingt von eigenen Pflanzen sammeln will, dann erntet man die Rinde junger Äste bevor die Pflanze blüht. Das ist im Spätwinter der Fall. Die Rinde wird sofort als Tinktur angesetzt.
Achtung! Ausschließlich stark verdünnt anwenden.

BACHBLÜTEN
Ich brauche mein ständiges Selbstmitleid (8 Chicory)
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Diese Menschen brauchen ihr ständiges Selbstmitleid
- Mit der dementsprechenden Bachblüte können diese Menschen ihre Selbstmitleidsphase überwinden   


BACHBLÜTEN
Man hat kaum Aggressionen und Ängste, da man nicht voll in der Gegenwart ist (9 Clematis)
-
Diese Menschen zeigen und haben kaum Aggressionen und Ängste, da sie nicht vollkommen in der
 Gegenwart verankert sind
- Mit der dementsprechenden Bachblüte haben sie gewisse Aggressionen und Ängste nach Maß und sind in
 der Gegenwart angekommen  


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