Kraft durch Kräuter und Bachblüten

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07.07.2019

täglichen News > Newsletterarchiv > Juli > 01.07.19-07.07.19


SCHISANDRA

Die Schisandra-Beere ist eine chinesische Heilpflanze, die schon seit Jahrtausenden in China gegen zahlreiche Gesundheitsbeschwerden angewendet wird. Die kleinen "Beeren der fünf Geschmäcker" (Wu Wei Zi) schmecken tatsächlich sehr ungewöhnlich. Sie sollen kräftigen, das Gedächtnis, die Sehfähigkeit und das Gehör stärken und nicht zuletzt auch die Libido von Mann und Frau. Ihre leberstärkende Wirkung ist sogar in medizinischen Studien nachgewiesen worden. Insgesamt gelten Schisandra-Beeren als Jungbrunnen, mit deren Hilfe man ohne Alterserscheinungen sehr alt werden kann.
Das Chinesische Spaltkörbchen, auch Chinesische Beerentraube oder Chinesischer Limonenbaum  genannt, ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Spaltkörbchen oder Beerentrauben in der Familie der  Sternanisgewächse. Es ist eine aus China stammende Heilpflanze. Ihre früheste Erwähnung geht auf die Han-Dynastie zurück.

Steckbrief
Haupt-Anwendungen:
Alterserscheinungen, Leberschwäche, Schwäche
Heilwirkung:
adaptogen, aphrodisierend, ausgleichend, blutreinigend, krampflösend, regenerierend, stärkend
Anwendungsbereiche:
Abgeschlagenheit, Ängste, Asthma, Blasenentzündung, Blasenschwäche, Burn out, Depressionen, Diabetes, Durchfall, Ekzeme, Erkältung, Erschöpfung, Gedächtnisschwäche, Grippe, Hautausschlag, Hautentzündung, Hepatitis, Herzrasen, Husten, Konzentrationsschwäche, Krebs unterstützend, Libido-Schwäche, Müdigkeit, Nervöse Herzbeschwerden, Nierenbeckenentzündung, Parkinson, Schlaflosigkeit, Schwerhörigkeit, Sehstörungen, Stress, Vergesslichkeit
wissenschaftlicher Name:
Schisandra chinensis
Pflanzenfamilie:
Sternanisgewächse - Schisandraceae
volkstümlicher Name:
Wu Wei Zi, Chinesische Spaltkörbchen, Chinesische Beerentraube, Chinesischer Limonenbaum, Schizandra
Verwendete Pflanzenteile:
Beeren, teilweise auch Blätter
Inhaltsstoffe:
Lignane (Phytohormone): Schizandrin, Deoxyschizandrin, Gomisin, ätherisches Öl, Vitamine, Mineralstoffe
Sammelzeit:
Juli bis September

Anwendung

Schisandra chinensis ist in Mitteleuropa  winterhart. Frische Früchte schmecken ungewöhnlich (süß, sauer, scharf, bitter bis salzig). Die Früchte können zu Marmelade, Sirup, alkoholfreien Getränken oder Likör verwertet werden. Aus den Früchten kann  Tee zubereitet werden, wobei die Kochzeit mit max. 20 Minuten angegeben wird. Getrocknete Früchte schmecken wie eine Mischung aus Wacholderbeeren und Thujen, pfeffrig-scharf mit säuerlichem Nachgeschmack. Die Beeren können auch gekaut werden, und zwar mehrmals täglich über den Tag verteilt jeweils drei bis vier Beeren. Darüber hinaus werden auch Schisandrakapseln zum Einnehmen angeboten. Schisandra kann man wahlweise als getrocknete Früchte zum Kauen oder als Tee anwenden. Die häufigste Art, Schisandra anzuwenden ist das Kauen der getrockneten Früchte.
Schisandrabeeren kauen
Um genügend Schisandrabeeren zu sich nehmen zu können, täglich etwa 5 Gramm, ist es am besten, wenn man die getrockneten Beeren kaut. Dadurch kommt man auch in den Genuss des sehr speziellen Geschmacks, der einen wichtigen Teil der Wirkung ausmacht. Die offizielle Beschreibung des Geschmacks der Schisandrabeeren lautet: Sie haben fünf Geschmäcker: Süß, sauer, salzig, bitter, scharf. Darum werden sie in China auch Wu Wei Zi genannt. Das bedeutet in etwa: Beere der fünf Geschmäcker. Diese Geschmacksrichtungen entsprechen den fünf Elementen der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM): Holz, Feuer, Erde, Metall und Wasser. In der Praxis schmecken Schisandrabeeren ungewöhnlich bis grässlich. Man kann sich aber wohl an den Geschmack gewöhnen. Wenn man genau hinschmeckt, entdeckt man tatsächlich alle fünf Geschmacksrichtungen. Zusätzlich wirkt der Geschmack leicht betäubend auf die Mundschleimhaut und den Geschmack. Weil man so viele Beeren braucht und der Geschmack so wichtig ist, eignen sich Schisandrabeeren eher nicht zur Einnahme in Kapselform. Man müsste zu viele Kapseln davon schlucken und die Geschmackswirkung würde fehlen. In China wird empfohlen, die Schisandrabeere mindestens 100 Tage lang anzuwenden. Die Wirkung wird nach ein paar Wochen spürbar.
Tee
Für einen Schisandra tee macht man eine Abkochung mit ein bis zwei Teelöffeln getrockneten Schisandrabeeren. Anschließend abseihen und in kleinen Schlucken trinken. Von diesem Tee trinkt man ein bis drei Tassen täglich. Wie bei allen stark wirksamen Heilkräutern sollte man nach sechs Wochen Daueranwendung eine Pause einlegen und vorübergehend einen anderen Tee mit ähnlicher Wirkung trinken. Anschließend kann man wieder sechs Wochen lang Schisandratee trinken. Durch die Pause werden eventuelle uner-wünschte Langzeitwirkungen verhindert und die erwünschte Schisandrawirksamkeit bleibt erhalten und lässt nicht durch Gewöhnung nach.

Anwendungsgebiete
Die Schisandrabeere ist eine ausgesprochene Vielzweckheilpflanze. Wissenschaftlich am besten untersucht ist ihre Leberschutzwirkung. Man kann Schisandra also bei Hepatitis oder allgemeiner Leberschwäche verwenden. Besonders beliebt ist die Stärkung der Libido, die der Schisandra nachgesagt wird. Sie soll sowohl für Männer als für Frauen gelten. Möglicherweise ist die Libidostärkung auf die allgemein stärkende Wirkung der Schisandra zurückzuführen. Generell wirkt die Schisandra stärkend und verjüngend. Daher wird sie bei Schwäche, Müdigkeit, Depressionen, diversen Alterscheinungen, Hautproblemen und dergleichen eingesetzt. Obwohl sie stärkend wirkt, vermag die Schisandra auch das Gegenteil, nämlich entspannend wirken und somit gegen Schlaflosigkeit helfen. Sehr interessant ist die Wirkung der Schisandra auf Augen und Ohren. Sie soll die Sehfähigkeit und das Gehör verbessern. Das macht sie zu einer der ganz wenigen Heilpflanzen, die man gegen Schwerhörigkeit anwenden kann. Sogar gegen Krebs soll die Schisandrabeere helfen. Hier fehlen jedoch noch aussagekräftige Studien. Als unterstützende Behandlung bei einer Chemotherapie kann man die Schisandra jedoch versuchen. Die Nebenwirkungen der Chemotherapie können dadurch gelindert werden. Manche Anwender sagen der Schisandrabeere eine appetithemmende Wirkung nach, die gegen Heißhungerattacken helfen soll. Der spezielle Geschmack der Beeren verringert die Ess-Lust. So kann man bei Heißhunger einige Schisandrabeeren kauen, dann verschwindet der Appetit auf unvernünftige Leckereien.
Schisandra in der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM)
In der chinesischen Heilkunde wird die Schisandrabeere schon sehr lange angewendet. Sie wird genutzt, um mehrere Meridiane auszugleichen: Herzmeridian, Nierenmeridian, Lungenmeridian Die Energie in diesen Meridianen wird gestärkt, wenn sie schwach ist und abgeschwächt, wenn sie zu stark ist. Diese ausgleichende Wirkung nennt man auch adaptogen. Insgesamt ähnelt die Anwendung der Schisandrabeere der Ginsengnutzung.

Geschichtliches
Die Schisandra wird in China schon seit Jahrtausenden als Heilpflanze genutzt. Schon in der Han-Dynastie konnte man von ihr lesen. Das war immerhin zwischen 206 v.Chr. und 220 n.Chr. Inzwischen haben sich die Heilkräfte der Schisandra nahezu weltweit herumgesprochen und daher wird die Schisandra-Beere heute auch in Europa angewendet.

Pflanzenbeschreibung
Die Schisandrapflanze ist in China, Japan und Korea heimisch. Sie ist eine Kletterpflanze, die bis zu 8 Meter hoch bzw. lang werden kann. Im Winter wirft die Schisandrapflanze ihre Blätter ab, die Stängel bleiben aber bestehen und verholzen nach und nach. Die Blätter sind bis zu 8 Zentimeter lang und haben eine verkehrt-eiförmige Gestalt. Sie stehen wechselständig an den gewundenen Stängeln. Die weißlichen oder roten Blüten erscheinen zwischen Mai und Juli. Es gibt unterschiedliche männliche und weibliche Blüten. Die Schisandra ist also zweihäusig.  Aus den Schisandrablüten entwickeln sich bis zum Spätsommer zwischen Juli und September die beerenartigen Früchte. Die roten Beeren hängen in dichten Trauben von den Stängeln. Eine einzelne Beere wird etwa 8 mm groß und enthält einen oder zwei Samen.  
Vegetative Merkmale
Schisandra chinensis ist eine laubabwerfende, ausdauernde verholzende Kletterpflanze, also Liane, die Wuchshöhen von etwa 8 Meter erreicht. Die wechselständig angeordneten  Laubblätter sind in Blattstiel und Blattspreite gegliedert. Der Blattstiel ist 0,9 bis 4 Zentimeter lang. Die einfache Blattspreite ist mit einer Länge von 4,5 bis 8 (selten bis 10,5) Zentimeter und einer Breite von 2,5 bis 6,5 Zentimeter elliptisch bis verkehrt-eiförmig.
Blüten, Früchte und Samen
Schisandra chinensis ist zweihäusig getrenntgeschlechtig (diözisch). Die Blüten stehen einzeln über einem kurzlebigen Tragblatt ab der Basis von jungen Sprossachsen. Der kahle Blütenstiel weist bei männlichen Blüten eine Länge von 0,6 bis 2,8 cm und bei weiblichen Blüten eine Länge von 0,7 bis 3,5 cm auf. Die eingeschlechtigen Blüten duften. Es sind fünf bis neun weiße, cremefarbene bis gelbe, kahle Blütenhüllblätter vorhanden, von denen das größte eine Länge von 6,5 bis 11 mm und eine Breite von 2 bis 5 mm aufweist. In den männlichen Blüten sind die fünf bis sechs  Staubblätter mehr oder weniger frei, sie haben keine oder ein Teil von ihnen nur einen sehr kurzen Staubfaden. Der Pollen ist sechs-colpat. Die weiblichen Blüten ent-halten 17 bis 40 freie, spiralig angeordnete Fruchtblätter. Die Blütezeit reicht von Mai bis Juli. An einem 2 bis 7,5cm langen, kahlen Fruchtstandsstiel hängen viele Früchte zusammen. Es werden aromatische rosafarbene bis rote Früchte gebildet, die eine Länge von 5 bis 7,5 und einen Durchmesser von 6 bis 8 Millimeter aufweisen und nur ein bis zwei Samen enthalten. Die Samen besitzen eine glatte  Samenschale (Testa). Die Früchte reifen von Juli bis September.
Inhaltsstoffe
Die Früchte werden wegen ihrer heilenden Wirkung in der chinesischen Kräuterkunde schon seit langem eingesetzt. Da die Pflanze  ätherisches Öl enthält, wird dieses auch in der Parfümindustrie verwendet. Die Früchte enthalten Vitamin C, Zitronensäure, Apfelsäure und Pektin. Die Samen und Blätter enthalten den Wirkstoff  Schisandrin.

Anbautipps
Da die Schisandrapflanze im gemäßigten Klima gedeiht, kann man sie auch in Mitteleuropa anbauen. Damit die Pflanze gut ranken kann, braucht man ein Rankgestell oder eine andere Möglichkeit, wo sich die Pflanze hochschlängeln kann. Man kann die Schisandrapflanze im Frühling aussäen. Oder man pflanzt fertige Pflanzen ein.

Sammeltipps
Zwischen Juli und September werden die reifen Beerenfrüchte geerntet. Anschließend werden sie möglichst schnell entweder in der Sonne oder im Backofen bei ca. 50-60°C getrocknet. Man kann auch einen Dörrapparat zum Trocknen verwenden.



TAUSENDGÜLDENKRAUT


Als Verwandter des Enzians ist das Tausendgüldenkraut, ebenso wie dieses, eine starke Bitterpflanze. Daher fördert es auch die Verdauungstätigkeit und regt die Bildung der Verdauungssäfte an. Seine verdauungsfördernde Wirkung und die damit verbundene Stärkung ist so ausgeprägt, dass das Tausendgüldenkraut zu den ganz besonders wertgeschätzten Heilpflanzen gehört. Das wird auch schon an seinem Namen mehr als deutlich. Das Tausendgüldenkraut ist schon seit dem Altertum eine sehr wichtige Heilpflanze, doch ist sie inzwischen so selten geworden, dass sie streng unter Naturschutz steht.
Das Tausendgüldenkraut ist eine Pflanzengattung in der Familie der Enziangewächse. Seltener wird es unter anderem Hundert- und Tausendgüldenkraut (vor allem in Österreich), Bitterkraut, Fieberkraut, Gottesgnadenkraut, Laurinkraut oder Sanktorinkraut genannt. Die früher 50  Arten wurden in vier Gattungen aufgeteilt und so enthält die Gattung Centaurium seit 2004 nur noch etwa 20 Arten, die hauptsächlich im  Mittelmeerraum vorkommen.

Steckbrief
Haupt-Anwendungen:
Magenschmerzen
Heilwirkung:
anregend, beruhigend, blutreinigend, entzündungshemmend, stärkend, tonisierend
Anwendungsbereiche:
Abwehrschwäche, Abszesse, Anämie, Appetitlosigkeit, Aufstoßen, Blähungen, Blutarmut, Chronische Magenentzündung, Darmkatarrh, Diabetes, Dyspepsie, Ekzeme, Erschöpfung, Fieber,
Förderung des Magensaftes, Frühjahrskur, Gallenschwäche, Gallestauung, Gallensteine, Gastritis, Gebärmutter stärkend, Gelbsucht, Gelenkrheumatismus, Gicht, Immunsystem stärkend, Koliken, Kreislaufschwäche, Leberstauung, Magenentzündung, Magenkatarrh, Malaria, Menstruationsbeschwerden, Meteorismus, Milzschwellung, Müdigkeit, Nervenschwäche, Obstipation, Rekonvaleszenz, Rheuma, Ringelflechte, Schlecht heilende Wunden, Schwäche, Skrofulose, Sodbrennen, Übergewicht, Verdauungsschwäche, Verdauungsstörungen, Verstopfung, Wunden
wissenschaftlicher Name:
Centaurium umbellatum, Centaurium Minus Moench, Gentiana centaurium, Erythraea centaurium
Pflanzenfamilie:
Enziangewächse = Gentianaceae
englischer Name:
 Centaury
volkstümliche Namen:
Aderntee, Agrinken, Allerweltsheil, Apothekerblum, Aurin, Echtes Tausendguldenkraut, Erdgalle, Fieberkraut, Gallkraut, rotes Garbenkraut, Gartenheide, Gottesgnadenkraut, Geschoßkraut, Himmelblümlen, Hundertgüldenkraut, Kleines Tausendgüldenkraut, Laurin, roter Laurin, Magreiten, Mutter-gotteskraut, Potrak, Rother Aurin, Strand-Tausendgüldenkraut, Santor, Schmeckeblume, Sinögge, Sintau, Tausendkraft, Tollhundskraut, Tsantali, Unserer Lieben Frau Bettlstroh, Unserer Lieben Frau Wegstroh, Ver-schreikräutel
Verwendete Pflanzenteile:
das ganze blühende Kraut ohne Wurzel
Inhaltsstoffe:
Bitterstoffglykoside, Erytaurin, Erythrocentaurin, Erythramin, Gentianin, Harz, ätherisches Öl, Zucker, Magnesiumlactat, Fettsäuren
Sammelzeit:
Juli und August

Anwendung
In Nordamerika wird das europäische  Echte Tausendgüldenkraut als  Arzneipflanze angebaut und ist dort zum Teil bereits als  Neophyt eingebürgert. In  Nordafrika und  Südosteuropa werden Wildbestände geerntet. Das Kraut enthält neben mehreren Bitterstoffen auch  Glykoside,  Flavonoide,  Ätherische Öle,  Valeriansäure und  Xanthone. In der  Volks- und  Naturheilkunde findet Centaurium dank des enthaltenen  Erythrocentaurins als klassische Bitterdroge und daher als appetitanregendes Magenmittel ähnlich verschiedenen  Enzian-Arten Verwendung. Genutzt werden dazu in der Regel die getrockneten, oberirdischen Pflanzenteile. Das Echte Tausendgüldenkraut wurde  2004 in  Deutschland zur  Heilpflanze des Jahres gekürt.
Das Haupteinsatzgebiet des Tausendgüldenkrauts ist die Verdauungsschwäche, vor allem die des Magens. Magenschmerzen und chronische Magenschleimhautentzündung sind prädestiniert für die Behandlung mit Tausendgüldenkraut. Durch seine Bitterstoffe stärkt das Tausendgüldenkraut die Verdauung so nachhaltig, dass es die tausend Gulden, die in seinem Namen stecken, mehr als wert ist. Zur Bitterkeit des Tausendgüldenkrautes sollte nicht unerwähnt bleiben, dass es wirklich sehr bitter ist. Seine Verwandtschaft zum Enzian kommt hier voll zum Tragen. Obwohl das Tausendgüldenkraut bei schwächlichen, appetitlosen Menschen den Appetit fördern, hilft es bei übergewichtigen Menschen auch gegen ihr Übergewicht. Das mag in beiden Fällen an der Stärkung der Verdauungsvorgänge liegen. Zusammen mit Wermut kann Tausendgüldenkraut im Tee die Bauspeicheldrüse stärken, sodass es gegen leichte Formen von Diabetes helfen kann.
Achtung! Tausendgüldenkraut sollte nicht bei Magengeschwüren und Zwölffingerdarmgeschwüren angewendet werden.
Tee als Kaltauszug
Den Tee bereitet man als Kaltauszug, dazu lässt man 1/2 bis 1 TL Tausendgüldenkraut auf 1 Tasse Wasser sechs bis acht Stunden ziehen. Dann seiht man den Tee ab und erwärmt ihn vorsichtig auf Trinktemperatur. Vom Tausengüldenkrauttee trinkt man täglich vor den Mahlzeiten zwei Tassen in kleinen Schlucken. In Mischtees kann man das Tausendgüldenkraut auch als normalen Aufguss zubereiten, aber dann ist die Wirkung weniger effektiv.
Teemischung zur Verdauungsstärkung
Tausendgüldenkraut eignet sich sehr gut in Mischtees. In solchen Teemischungen wirkt die Bitterkeit des Tausendgüldenkrautes weniger intensiv. Hier ein Beispiel für eine magenstärkende Teemischung: Mische zu gleichen Teilen (gewichtsmäßig): Tausendgüldenkraut, Kalmuswurzel, Enzianwurzel, Kamille, Fenchel
Tausengüldenkrauttinktur
Alternativ kann man Tausendgüldenkraut auch als Tinktur anwenden, dann nimmt man 10 bis 20 Tropfen in etwas Wasser vor den Mahlzeiten ein. Für die Tinktur befüllt man ein Schraubdeckeglas mit frischen oder getrockneten Kräuterstücken. Darüber gießt man Doppelkorn oder 70%igen Alkohol aus der Apotheke, bis die Kräuterteile vollständig bedeckt sind. Diesen Ansatz lässt man zwei bis sechs Wochen ziehen, dann seiht man die Flüssigkeit ab und füllt sie in eine dunkle Flasche. Kühl aufbewahrt hält sich solch eine Tinktur min-destens ein Jahr. Häufig ist das Tausendgüldenkraut auch Bestandteil von Magenbitter.
Äußerliche Anwendung
Äußerlich wird das Tausendgüldenkraut seltener eingesetzt. Die Volksheilkunde kennt jedoch einige äußerliche Anwendungen des Tausendgüldenkrautes. Man kann seinen Tee als Waschung, Bad oder für Umschläge verwenden. Seine Einsatzgebiete sind vor allem eiternde Wunden, Ekzeme und Flechten.
Bachblüte Centaury
Unter dem Namen Centaury wird das Tausendgüldenkraut auch als Bachblüte eingesetzt. Es steht hier für die Hingabe an eine Aufgabe oder an andere Menschen.

Geschichtliches
Schon im Altertum war das Tausendgüldenkraut eine beliebte Heilpflanze. Der Name "Centaurium" kommt möglicherweise ursprünglich nicht von dem hundertfachen Gold, das man zunächst vermutet, sondern von einem Zentaur Names Chiron. Dieser heilte nach der Legende seine vereiternden Wunden mit dem Tausendgüldenkraut. Diese Namensherkunft ist jedoch umstritten. Die berühmten Ärzte des Altertums wie Hippokrates schätzten das Tausendgüldenkraut sehr. Im Mittelalter wurde die Wortbedeutung des Hundertguldenkrautes dann vor lauter Begeisterung gesteigert und es entstand das Tausenguldenkraut, mancherorts sogar das Milijöntusenkraut. Das Tausendgüldenkraut spielt auch in vielen Geschichten und Legenden eine wichtige Rolle. Dort soll es Gesundheit und großen Reichtum bringen. Eine dieser Legenden erklärt auch den Namen des Tausengüldenkrautes auf eine neue Weise. In dieser Geschichte geht es um einen reichen Mann, der unter Fieber litt. Er bot armen Leuten tausend Gulden an, wenn sie ihn von dem Fieber befreien würden. Die Armen gaben dem kranken Reichen das Tausendgüldenkraut und erhielten nach erfolgter Heilung wie versprochen tausend Gulden. Außerdem erhoffte man sich den Schutz vor Blitzschlag durch das Tausendgüldenkraut. Hildegard von Bingen empfiehlt Tee aus dem Tausendgüldenkraut zur Heilungsförderung bei Knochenbruch. Leonhart Fuchs schreibt in seinem 1543 veröffentlichten Kräuterbuch über das Tausengüldenkraut: "Dieweil das Tausendgulden seer bitter ist, kan man leichtlich abnemen das es on alle scherpffe austrücknet und wermet. Zeeicht auch ein wenig zusamen, darumb es ein Wundkraut ist."

Pflanzenbeschreibung
Das Tausendgüldenkraut wächst vor allem auf Waldwiesen, Lichtungen aber auch auf Halbtrockenrasen. Dort bevorzugt es kalkreichen, warmen Boden mit hohem Lehmanteil. Allerdings ist das Tausengüldenkraut nicht sehr wählerisch mit dem Boden, manchmal findet man es sogar auf moorigem Boden. Dennoch kommt das Tausendgüldenkraut fast nirgendwo häufig vor. Das Tausendgüldenkraut gehört zur Familie der Enziangewächse, was man ihm nicht unbedingt auf den ersten Blick ansieht. Sein bitterer Geschmack passt aber sehr gut zur Enzianfamilie. Es ist eine ein- bis zweijährige Pflanze, die 20 bis 40 cm hoch wird. Das Tausendgüldenkraut hat einen vierkantigen Stängel, der sich ab einer gewissen Höhe sparrig verzweigt. Die Wuchsform erinnert ein wenig an das Johanniskraut, mit dem es jedoch nicht verwandt ist. Es hat gegenständig sitzende Blätter, die länglich und eiförmig sind und über fünf parallel verlaufende Nerven verfügt. Die rosa-farbenden Blüten blühen von Juni bis August. Sie stehen in einer Trugdolde. Die Einzelblüten sind trichterförmig. Jede Blüte hat fünf Blütenblätter. Eine Besonderheit ist, dass sich die Blüten erst öffnen, wenn es mindestens 20 Grad warm ist.
Erscheinungsbild und Laubblätter
Centauriumarten wachsen als ein-, zweijährige bis ausdauernde krautigen Pflanzen. Die undeutlich vierkantigen Stängel sind einfach oder verzweigt und selbständig aufrecht bis niederliegend. Die  Laubblätter sind haltbar oder zur Fruchtreife verwelkend in grundständigen Rosetten und kreuzgegenständig am Stängel ver-teilt angeordnet. Grundblätter bilden bei den meisten Arten eine Rosette, die ganzrandigen Blätter am hohlen  Stängel sind stets kreuzgegenständig.
Blütenstände und Blüten
In lockeren bis dichten zymösen oder ährigen, manchmal kopfigen Blütenständen stehen die Blüten zusammen; die Verzweigungen sind manchmal pseudodichotom. Es ist oft kein Blütenstiel erkennbar. Die zwittrigen  Blüten sind  radiärsymmetrisch und selten vier-, meist fünfzählig mit doppelter  Blütenhülle. Die meist fünf gekeilten oder kantigen  Kelchblätter sind nur an ihrer Basis eng verwachsen und enden mehr oder weniger spitz. Die meist fünf  Kronblätter sind röhrig, stielteller- bis trichterförmig verwachsen. Die Kronlappen sind kürzer als die Kronröhre. Die Farben der Kronblätter reichen von weiß über rosa- und purpurfarben bis blau und gelb. Die vom Schlund der Krone ausgehenden Staubfäden sind dünn und anfangs aufrecht, später spiralig gedreht. Der oberständige Fruchtknoten ist ein- bis teilweise zweikammerig. Der linealische Griffel ist im obersten Bereich zweiästig und endet in zwei kopfigen Narben.
Früchte und Samen
Die länglichen, spindel- oder eiförmigen  Kapselfrüchte öffnen sich zweiklappig und enthalten viele Samen. Die winzigen Samen sind rötlich braun-schwarz mit netzartiger, wabenförmiger Oberfläche.

Anbautipps
Bei manchen Anbietern erhält man Samen für Tausendgüldenkraut. Diese sät man im zwischen Februar und Mai an Ort und Stelle aus. Das Tausendgüldenkraut braucht nährstoffarmen Boden, der eher trocken als zu feucht ist. Es liebt Halbschatten bis sonnige Standorte. Auch bei optimalem Standort gedeiht das Tausend-güldenkraut nicht in jedem Garten. Man könnte es durchaus als launisch bezeichnen. Wenn es sich jedoch an einem Standort wohlfühlt, braucht es nicht viel Pflege.

Sammeltipps
Das Tausendgüldenkraut steht bei uns unter Naturschutz und darf daher nicht in freier Natur gesammelt werden. Nur Pflanzen, die man selbst im eigenen Garten angebaut hat, darf man ernten. Von Juli bis August wird das ganze blühende Kraut geerntet. Man schneidet die Pflanze etwa fünf Zentimeter über dem Boden ab. Dann bindet man wenige Pflanzen zu lockeren Bündeln zusammen und hängt sie kopfüber an einem trockenen, luftigen Platz im Schatten zum Trocknen auf.



BACHBLÜTEN
Man strebt zwanghaft nach geistiger Höhenentwicklung, hält aber an bestimmten eigenen Verdrängen hartnäckig fest (27 Rock Water)
- Diese Menschen streben zwanghaft nach geistiger Höhenentwicklung, halten jedoch an seiner eigenen Verdrängungen hartnäckig fest
- Mit der dementsprechender Bachblüte können sie dies Auflösen

BACHBLÜTEN
Unkonzentriert, man springt im Gespräch von Thema zu Thema (28 Scleranthus)
- Diese Menschen sind unkonzentriert, sie springen im Gespräch von einem Thema zu Thema
- Mit der dementsprechender Bachblüte sind sie konzentriert, und springen im Gespräch nicht von Thema zu Thema


ERNÄHRUNG
Biologische Wertigkeit
Die biologische Wertigkeit eines Proteins bedeutet auch Qualität eines Proteins
Körpereiweiß kann nur aufgebaut werden, wenn in der Nahrungsquelle dazu benötigten essentielle Aminosäuren im richtigen Verhältnis sind
Die biologische Wertigkeit ein nahrungseiweiß ist niedrig, wenn es die essentielle, Aminosäuren in einem ganz anderen Mengenverhältnis enthält, als sie in der menschlichen Proteine vorkommen
Die biologische Wertigkeit gibt an, wie viel aus 100g Nahrungseiweiß in Körpereiweiß umgebaut werden kann


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