Kraft durch Kräuter und Bachblüten

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07.05.2019

täglichen News > Newsletterarchiv > 06.05.19-12.05.19


QUENDEL


Der Quendel ist der wilde Bruder des Thymians. Er ist in Mitteleuropa heimisch und wächst an Stellen, die anderen Pflanzen zu trocken, steinig und sonnig sind. Dort an steinigen Plätzen, auf die die Sonne knallt, bildet der Quendel ganze Teppiche, die im Sommer rosafarben blühen und schon von weitem herbwürzig duften. In der Pflanzenheilkunde kann man den Quendel sehr ähnlich einsetzen wie den Thymian. Er hilft gegen Husten, stärkt die Verdauung und lindert Frauenbeschwerden. Auch gegen entzündliche Hautprobleme und Gelenkschmerzen kann man diese vielfältige Heilpflanze verwenden.
Der Sand-Thymian oder Feld-Thymian, auch Quendel und Rainkümmel, ist eine Pflanzenart aus der Gattung Thymiane innerhalb Familie der Lippenblütler. Es sind zwei Unterarten bekannt.

Steckbrief
Heilwirkung: Eigenschaften: antibakteriell, beruhigend, blutstillend, entzündungshemmend, krampflösend, schleimlösend, schweißtreibend, Atemwege: Bronchitis, Husten, Keuchhusten, Reizhusten, Hustenkrampf, Asthma, Erkältung, Halsentzündung, Heiserkeit, Luftröhrenkatarrh, Verdauungssystem: Verdauungsschwäche, Sodbrennen, Blähungen, Magenbeschwerden, Durchfall, Mundgeruch, Frauenheilkunde: Menstruationsfördernd, Unterleibskrankheiten, Periodenkrämpfe, Geburtserleichternd, Wechseljahresbeschwerden, Nervensystem: Nervenschwäche, Schlaflosigkeit, Epilepsie, Bewegungsapparat: Verstauchungen, Verrenkungen, Quetschungen, Gelenkschmerzen, Haut: Schlecht heilende Wunden, Entzündete Wunden, Ekzeme, Gesichtsrose, Erysipel, Gürtelrose
wissenschaftlicher Name: Thymus serpyllum
Pflanzenfamilie: Lippenblütler = Lamiaceae
englischer Name: Wild Thyme
volkstümlicher Name: Feld-Thymian, Sand-Thymian, Betony, Feldbulla, Feldkümmel, Feldpoley, Geismajoran, Geschwulstkraut, Grundling, Hollaien, Hühnerbolle, Immenkraut, Keale, Kinderkraut, Kounala, Kranzlkraut, Kudelkraut, Kückenkümmel, Kundenkraut, Kunderle, Liebfrauenbettstroh, Marienbettstroh, Quandl, Quenula, Rainbadkraut, Rainkinderle, Rauschkraut, Rainkümmel, Violetter Bohler, Wilde Meron, Wilder Thymian, Wilder Zimt, Wurstkraut
Verwendete Pflanzenteile: Blätter, Kraut
Inhaltsstoffe: Ätherische Öle, Bitterstoff, Borneol, Carvacrol, Citronellol, Flavone, Gerbstoff, Gerbsäure, Geraniol, Camphen, Pinen, Terpineol, Thymol
Sammelzeit: Mai bis September

Anwendung
Der Sand-Thymian wird zerstreut bis selten als Zierpflanze in Steingärten, Einfassungen und Naturgärten, in Sandgebieten auch in Heidegärten genutzt. Es gibt einige Sorten. Die oberirdischen Teile werden getrocknet als Pflanzenheilmittel verwendet. Sie beinhalten die Wirkstoffe Terpene, Carvacrol und Thymol. Ein Aufguss aus Sand-Thymian wird bei grippalen Infekten eingesetzt. Aus dem blühenden Kraut wird auch das ätherische Quendelöl gewonnen. Sand-Thymian ist eine verhältnismäßig gute Bienenweide. Auf einer mit ihm bestandenen Fläche von 1 Hektar kann sich pro Blühsaison ein Honigertrag von bis zu 149 kg ergeben.
Atmungsorgane
Der wichtigste Einsatzbereich des Quendels sind Erkrankungen der Atmungsorgane. Durch seine antibiotischen und entzündungshemmenden Eigenschaften bekämpft der Quendel Husten und Erkältungen, die durch Krankheitserreger verursacht wurden. Die krampflösende Eigenschaft hilft gegen Spasmen beim Husten, was den Quendel auch gut bei Keuchhusten, Reizhusten und Asthma wirken lässt. Außerdem löst der Quendel den Schleim, der dadurch besser abgehustet werden kann.
Verdauung
Der Quendel regt die gesamte Verdauung an. Daher eignet er sich auch als Gewürz für schwer verdauliche Gerichte. Auch bei Blähungen und Sodbrennen kann der Quendel helfen.
Frauenheilkunde
Vor allem die Volksheilkunde betrachtet den Quendel als ein Frauenkraut. Durch seine krampflösende Fähigkeiten kann der Quendel Menstruationskrämpfe lindern. Er kann auch die Menstruation fördern und den Zyklus regulieren. Die Geburt kann durch Quendel erleichtert werden. Darauf deuten auch die Namen Kinderkraut, Liebfrauenbettstroh und Marienbettstroh hin. Mit Quendel und anderen "Bettstroh"-Kräutern wurden früher die Matratze von Wöchnerinnen ausgestopft, um ihnen die Zeit nach der Geburt und den Lebensstart für das Baby zu erleichtern.
Achtung! Quendel sollte nicht in großen Mengen in der Schwangerschaft verwendet werden.
Nervensystem
Der Quendel gilt auch als Heilpflanze für das Nervensystem. Er soll Einschlafstörungen lindern können. Früher wurde er auch gegen Epilepsie eingesetzt.
Tee
Bei Husten, Verdauungsprobleme, Frauenkrankheiten und Nervenschwäche hilft der Quendel am besten in Form eines Teeaufgusses. Dazu übergießt man einen Teelöffel Quendelkraut mit einem Viertelliter kochendem Wasser und lässt den Tee fünf bis zehn Minuten ziehen. Man kann den Tee mit Honig süßen, um die Wirkung noch zu verstärken. Diesen Tee trinkt man in kleinen Schlucken und lässt auch den Dampf des Tees auf sich wirken.
Äußerlich
Äußerlich kann man den Quendel gegen die Folgen kleiner Unfälle, wie Quetschungen und Prellungen anwenden und auch gegen Wunden und Hautentzündungen. Für Einreibungen kann man eine Quendel-Tinktur ansetzen und verwenden. Mit Quendeltee kann man Bäder durchführen oder Waschungen und Umschläge.
Küche
Quendel ist ein kräftiges Gewürz für die mediterrane Küche, ähnlich wie sein kultivierter, südländischer Bruder Thymian. Bei schweren Fleischgerichten erleichtert er die Verdauung. Auch Gemüsegerichten und Suppen verleiht der Quendel ein würziges Aroma.

Geschichtliches
Obwohl der Quendel in Mitteleuropa heimisch ist und das Mittelmeer eher die Heimat des Thymians ist, berichtet in der Antike schon Plinius Secundus vom Quendel, den er als "Serpyllum" bezeichnet, was heute noch sein wissenschaftlicher Artname ist. Plinius schreibt, dass der Quendel schon 200 v. Chr. ein Teil des berühmten Theriaks gewesen sein soll, ein Heiltrank, der gegen Gifte aller Art schützen sollte. Im Sizilien des Altertums wurde der Quendel zusammen mit Rosen der Göttin geopfert um die Liebe zu fördern. Die Germanen weihten den Quendel der Göttin Freya. Später wurde er zum Marienkraut umdefiniert, wie es so vielen Heilpflanzen der Frauenheilkunde erging. Auch Hildegard von Bingen erwähnt den Quendel unter der Bezeichnung "Quenula". Das Volk glaubte auch lange, dass der Quendel Dämonen abwehren könnte. Kränze aus Quendel wurden geweiht und in Stall und Haus gehängt, um Blitze und böses Geister abzuwehren.

Pflanzenbeschreibung
Der Quendel ist in Mitteleuropa heimisch. Er ist ein naher Verwandter des Thymians, der eher in südlicheren Gefilden wächst. Auch wenn der mehrjährige Quendel nach Mitteleuropa gehört, liebt er dennoch trockene und warme Standorte. Er ist anspruchslos, was die Nährstoffe angeht, darum gedeiht er gut an steinigen Stellen. Je nach Standort hat er eine unterschiedliche Gestalt. Man hat über zwanzig Unterarten identifiziert. Eine lange Wurzel reicht beim Quendel in den Boden. Von dort aus breitet sich eine Pflanze bis zu einem Quadratmeter aus und bildet einen würzig duftenden Teppich. Die Ausläufer des Quendels kriechen über den Boden und lassen niedrige, beblätterte Triebe nach oben steigen. Meistens wird der Quendel nur 10 cm hoch, in Ausnahmefällen kann er sich aber bis zu 60 cm über den Boden erheben. Die Blätter des Quendels sind sehr klein und schmal oval. Sie sind relativ hart und duften ausgeprägt balsamisch. Ab Mai blüht der Quendel mit rosafarbenen bis violetten Blüten, die in Kugeln oder Ähren stehen.
Vegetative Merkmale
Der Sand-Thymian ist ein immergrüner, bodenbedeckender Halbstrauch, der Wuchshöhen von 2 bis 10 Zentimeter erreicht. Die Zweige sind immer ringsum behaart. Die Laubblätter sind linealisch bis schmal elliptisch oder verkehrt-eiförmig, 1 bis 3 Millimeter breit und kurz gestielt oder sitzend. An den Blütentrieben sind sie in Größe und Form kaum unterschiedlich. Das oberste Paar der Seitennerven verliert sich meist, es vereinigt sich nicht zu einem Randnerv. Am Grund sind die Blätter bewimpert, die Spreite ist nur selten behaart. Ihre Seitennerven treten an der Unterseite stumpf hervor.
Generative Merkmale
Die Blütezeit reicht von Juli bis September. Die zwittrigen Blüten sind zygomorph und fünfzählig mit doppelter Blütenhülle. Die oberen Kelchzähne sind breit dreieckig und ungefähr so lang wie am Grund breit.

Anbautipps
Man kann den Quendel aus Samen ziehen oder man verwendet Teilausläufer, die an der Stelle des Bodenkontakts kleine Wurzeln gebildet haben. Der Quendel gedeiht gut im Steingarten oder an anderen geschützten Stellen, die sonnig und eher trocken sind.

Sammeltipps
Man sammelt das blühende Kraut ohne Wurzel und ohne verholzte Teile. Der Quendel muss sehr schonend und mit möglichst wenig Berührung getrocknet werden. Am besten legt man ihn einschichtig an einen warmen, schattigen Platz.



RAUSCHBEERE

Die Rauschbeere, auch Trunkelbeere, Moorbeere oder Nebelbeere, ist ein Strauch aus der Gattung der  Heidelbeeren.

Steckbrief
Heilwirkung:
Blasenschwäche, Durchfall, Nur in geringen Dosen verwenden - möglicherweise leicht giftig!
wissenschaftlicher Name:
Vaccinium ulginosum
Verwendete Pflanzenteile:
Früchte und Blätter
Sammelzeit:
Blätter: Mai bis Juli, Früchte: Herbst

Anwendung
Die Beere wird weniger gepflückt als die  Heidelbeere, ist aber von ähnlichem Geschmack und kann zu den gleichen Zwecken verarbeitet werden, das heißt, es lassen sich  Marmelade,  Mus,  Likör oder  Obstwein aus ihnen herstellen. Die Rauschbeere wurde in der Volksheilkunde bei Durchfällen und Blasenleiden angewendet. Im östlichen  Sibirien dient der Strauch zum  Gerben, während aus den Beeren ein starker Branntwein hergestellt wird.

Pflanzenbeschreibung

Vegetative Merkmale
Die Rauschbeere wächst als kleiner  Strauch. Die Laubblätter sind oberseits blau-grün, unterseits graugrün und oval.
Generative Merkmale
Die Blütezeit reicht von Mai bis Juni. Die relativ kleinen Blüten sind weißlich bis rosafarben. Die Beeren ähneln denen der Heidel- bzw.  Blaubeere, sind jedoch bereift, deutlich größer als diese und etwa eiförmig. Sie reifen im Spätsommer, sind außen blau, haben aber innen helles „Fruchtfleisch" und hellen Saft im Gegensatz zur Heidelbeere, die blaues „Fruchtfleisch" hat und auch blauen Saft führt.



BACHBLÜTEN
Gibt Probleme nach außen nicht zu, fröhliche Fassade (1 Agrimony)
- Diese Menschen geben ihre Probleme nicht nach außen zu und verstecken es lieber hinter einer fröhlichen Fassade
- Mit der dementsprechender Bachblüte können sie auch einmal ihre Probleme nach außen zeigen und verstecken sie nicht mehr  


BACHBLÜTEN
Albträume, man wacht mit panischen Angstgefühlen auf und traut sich nicht, wieder einzuschlafen (2 Aspen)
- Diese Menschen haben Albträume und wachen mit panischen Angstgefühlen auf und trauen sich nicht wieder einzuschlafen
- Mit der dementsprechender Bachblüte können sie die Albträume minimieren  


ERNÄHRUNG
Milchzuckerunverträglichkeit
Bei einer Milchzuckerunverträglichkeit fehlt das Enzym Laktose zur Spaltung von Milchzucker (Laktase). Es kommt zu Blähungen und Durchfall. Der Mangel an dem Enzym Laktose ist bei Säuglingen und Kinder selten, jedoch sind Erwachsene ganzer Bevölkerungsgruppen Laktoseintolerant, dass heißt, ihnen fehlt das Enzym  und sie können den Milchzucker nicht abbauen.


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