Kraft durch Kräuter und Bachblüten

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07.05.2018

täglichen News > Newsletterarchiv > 2018 > Mai > 07.05.18-13.05.18


NATTERNKOPF   


Der Natternkopf ist in warmen Gegenden Mitteleuropas eine häufige Pflanze und reckt an steinigen Wegrändern seine blauen Blütentrauben in die Höhe. Da der Stängel sehr schnell wächst, ist der Natternkopf nach dem Mähen oft die erste höhere Pflanze, die sich wieder nach oben wagt. Er ist ein Verwandter des  Boretsch und des Beinwells und hat auch ähnliche Heilwirkungen. Allerdings wird er in der Pflanzenheilkunde kaum eingesetzt.
Der Gewöhnliche Natternkopf oder Blaue Natternkopf ist eine Pflanzenart aus der Gattung Natternköpfe innerhalb der Familie der Raublattgewächse. Im Volksmund wird er „Blauer Heinrich", in Österreich auch „Himmelbrand", „Starrer Hansl" oder „Stolzer Heinrich" genannt.

Steckbrief
Heilwirkung:
erweichend, harntreibend, lindernd, schweißtreibend, Husten, Fieber, Kopfschmerzen, Verstauchungen,  Quetschungen,  Schlangenbisse, Wunden, Hautrötungen, Furunkel, Nagelbettentzündung, eiternde Wunden, Unterschenkelgeschwüre (offene Beine)
wissenschaftlicher Name:
Echium vulgare
Pflanzenfamilie:
Rauhblattgewächse = Boraginaceae
englischer Name:
Viper's bugloss
volkstümlicher Name:
Blaue Ochsenzunge, Blauer Natternkopf, Gemeiner Natterkopf, Gemeiner Natternkopf, Gewöhnlicher Natternkopf, Himmelbrand, Natterkopf, Starrer Hansl, Stolzer Heinrich
Verwendete Pflanzenteile:
Kraut, Wurzel
Inhaltsstoffe:
Allantoin, Consolidin, Heliosupin
Sammelzeit:
Mai bis Oktober

Anwendung
Der Gewöhnliche Natternkopf wird als Zierpflanze verwendet, beispielsweise in Wildpflanzengärten. Der Gewöhnliche Natternkopf ist eine sehr gute Bienenweide. In der Imkerei ist er aufgrund des hohen Zuckergehalts seines  Nektars (25%) und seines sehr hohen Zuckerwerts (1,64mg Zucker/Tag je Blüte) eine geschätzte Nebentracht. Auf einer mit ihm bestandenen Fläche von einem Hektar sind Honigerträge bis zu 429 kg pro Blühsaison möglich. Laut Bundesinstitut für Risikobewertung enthält Honig aus Natternkopf Pyrrolizidinalkaloide, die von den Bienen über den Pollen in den Honig eingetragen werden. Es rät daher, die Belastung von gemischten Honigen durch die Auswahl von geringer belasteten Rohhonigen zu senken.
Der Natternkopf wird kaum als Heilpflanze verwendet. Von der Schulmedizin wird er fast vollständig ignoriert, aber auch die Volksheilkunde benutzt den Natternkopf kaum noch. Seine Heilwirkungen sind jedoch ähnlich wie die von Boretsch und Beinwell. Sogar eine Heilwirkung bei Schlangenbisse wird dem Natternkopf nachgesagt, aber es ist sehr fraglich, ob diese Wirkung wirklich besteht.
Tee
Aus dem frischen oder getrockneten Kraut kann man einen Tee zubereiten mit zwei Teelöffeln Natternkopfkraut pro Tasse. Mit kochendem Wasser übergießen und fünf bis zehn Minuten ziehen lassen. Dann abseihen und auf Wunsch mit Honig süßen und in kleinen Schlucken trinken. Den Tee kann man gegen Atemwegserkrankungen und Erkältungen verwenden. Auch bei Kopfschmerzen soll der Tee helfen.
Pflanzenspitzen
Wenn man die blühenden Spitzen der Pflanze sehr fein schneidet, kann man sie als Breiumschlag zur Behandlung von Nagelbettentzündungen und Furunkel verwenden.
Pflanzensaft
Den frisch gepressten Saft der Pflanze kann man auf gerötete und gereizte Haut auftragen. Als Breiumschlag hilft er bei Furunkel und Abszesse.
Wurzeln
Die Wurzeln enthalten Allantoin, wie die Wurzeln des Beinwells. Daher können sie auch ähnlich eingesetzt werden wie Beinwellwurzeln, beispielsweise als Salbe oder Breiumschlag bei Probleme der Haut und Verletzungen des Bewegungsapparates.
Küche
Die jungen Blätter können roh als Wildsalat oder gekocht als Wildgemüse und Spinatersatz gegessen werden. Die Blätter sind zwar etwas haarig, aber wenn man sie fein schneidet, kann man sie durchaus im Salat verwenden. Angeblich soll der Genuss der Blätter die Libido steigern.
Achtung! Den Natternkopf sollte man nicht oft und nicht in großen Mengen essen, weil der enthaltene Stoff Consolidin nicht gut für die Leber sein soll.

Geschichtliches
Früher galt der Natternkopf als Mittel gegen Schlangenbisse. Vermutlich rührt diese Anwendung daher, dass die Blüten ein wenig an die Köpfe von Schlangen erinnern. Somit wäre es also eine Anwendung aufgrund der Signaturenlehre. Der Natternkopf wurde früher auch als Aphrodisiakum geschätzt. Außerdem wurde die Wurzel des Natternkopfes zum Färben verwendet. Man kann mit der Wurzel rot färben.

Pflanzenbeschreibung
Der Natternkopf ist in ganz Europa und Westasien heimisch. In Deutschland ist er sehr verbreitet. Bevorzugt wächst der Natternkopf an trockenen, steinigen Stellen, wie Wegrändern, Steinbrüchen, Waldlichtungen und Böschungen. Die zwei- oder mehrjährige Pflanze wird bis zu einen Meter hoch. An den Stängeln und den Blättern wachsen viele Borsten. Die Blätter sind schmal lanzettlich und werden bis zu zehn Zentimeter lang. Sie wachsen direkt am Stängel und werden zum Stängel hin schmaler. Die Blüten wachsen an der Spitze der Pflanze in einer lockeren Traube. Zuerst sind sie rötlich-rosa und später werden sie blau. Sie sehen ein wenig aus wie der Kopf einer Schlange mit züngelnder Zunge, was der Pflanze wohl den Namen "Natternkopf" eingebracht hat. Aus den Blüten entwickeln sich Spaltfrüchte, die die Samen enthalten.
Vegetative Merkmale
Der Gewöhnliche Natternkopf ist eine zweijährige oder mehrjährige krautige Pflanze und erreicht Wuchshöhen von 25 bis 100 Zentimetern. Der Gewöhnliche Natternkopf besitzt steife „Borsten" an  Stängeln und Blättern. Die Borstenhaare sind am Grund knotig verdickt.
Generative Merkmale
Die Blütezeit reicht von Mai bis Oktober. Seine Blüten stehen in Thyrsen mit einfachen Wickeln. Die  Blütensind fünfzählig mit doppelter Blütenhülle und im Gegensatz zu den Blüten der meisten anderen Boraginaceen schwach zygomorph. Die Kronblätter sind 15 bis 22 Millimeter lang, zuerst rosafarben bis violett, später färben sie sich blau bis himmelblau. Charakteristisch ist die trichter-förmige Kronröhre mit ungleichen Zipfeln. Die  Staubblätter sind ungleich lang und ragen aus der Blüte heraus. Der  Fruchtknoten ist tief vierspaltig. Der Griffel ist zweispaltig und zwischen den Klausen grundständig. Die Klausenfrüchte (Spaltfrüchte) zerfallen in vier kleine, glatte Teilfrüchte, sogenannte Klausen.

Anbautipps
Den Natternkopf kann man im Garten ansäen, falls man Samen erhalten kann. Da der Natternkopf recht häufig ist, kann man die Samen im Frühherbst an den Wildpflanzen sammeln. Der Natternkopf mag sonnige Standorte, ist aber mit steinigen, trockenen Böden zufrieden. Man sät entweder schon im Herbst direkt ins Freiland oder auch im Frühjahr. Alternativ dazu kann man den Natternkopf auch in Töpfchen vorkultivieren. Die Samen keimen bei 15°C innerhalb von zwei bis drei Wochen. Wenn man in Töpfchen vorkultiviert hat, pflanzt man sie im Frühsommer ins Freiland.

Sammeltipps
Die Blätter oder das Kraut sammelt man im Sommer während der Blütezeit. Man trocknet sie zügig im Schatten. Wurzeln sammelt man im Herbst oder Frühjahr, bürstet sie ab und spült sie so zügig wie möglich mit kaltem Wasser ab. Dann werden sie geschnitten und im Dörrgerät oder im Backofen bei 40°C getrocknet. Den Backofen lässt man in diesem Fall einen Spalt offen.




ODERMENNIG


Schon Plinius und Dioskurides in der Antike kannten und empfahlen den Odermennig. Im Mittelalter gehörte Odermennig zu den häufig verordneten Heilpflanzen. Heutzutage hat er an Bedeutung verloren, weil es viele Pflanzen gibt, die, wie er, bei Problemen des Verdauungssystems und des Harnapparates helfen, aber in Teemischungen für Sänger und Redner können wir ihn immer noch oft antreffen.
Der Gewöhnliche Odermennig, auch Gemeiner Odermennig, Ackerkraut oder Kleiner Odermennig genannt, ist eine  Pflanzenart in der Unterfamilie der Rosoideae innerhalb der Familie der Rosengewächse. Sie ist in  Eurasien weitverbreitet.

Steckbrief
Heilwirkung:
Appetitlosigkeit, Durchfall, Gallen- und Leberleiden, Verdauungsstörungen, Magenprobleme, Darmprobleme, Blasenleiden, Nierenleiden, Harnsteine, Rachen- und Kehlkopfentzündungen, Stimmbandreizung, Zahnfleischentzündungen, Rheuma, Wassersucht, Fieber
wissenschaftlicher Name:
Agrimonia eupatoria
Pflanzenfamilie:
Rosengewächse = Rosaceae
englischer Name:
Agrimony
volkstümliche Namen:
Ackerblume, Ackermeng, Ackermännchen, Bubenläuse, Hawermünnkrut, Kletterkraut, Odermandli
Verwendete Pflanzenteile:
Blühendes Kraut
Inhaltsstoffe:
Gerbstoffe, Triterpene, ätherisches Öl, Kieselsäure, Schleimstoffe, Flavonoide
Sammelzeit:
Mai und Juni

Anwendung
Mit dem Odermennigkraut kann man einen Tee kochen und diesen gegen die oben angegebenen Probleme trinken. Für Probleme im Mund- und Rachenraum kann man mit dem Tee gurgeln. Odermennig wird auch gerne in Teemischungen verwendet.
Verwendung als Färberpflanze
Mit den unterirdischen Pflanzenteilen oder der ganzen Pflanze des Gemeinen Odermennigs wird auf mit  Alaun vorgebeizter Wolle ein gelber Farbton erzielt. Die Licht- und Waschechtheit dieses Farbtons auf Wolle und Baumwollewerden als mittelmäßig bezeichnet. Je später im Herbst die Pflanze geerntet wird, desto dunkler wird die erzielte Gelbfärbung.

Pflanzenbeschreibung
Fast überall in Nord- und Mitteleuropa, teilweise auch in Südeuropa und sogar in Asien und Nordamerika kann man den Odermennig antreffen. Er bevorzugt trockene Wiesen, Wegränder und lichte Gebüsche. Odermennig ist eine mehrjährige Pflanze, die normalerweise etwa 50cm, in Ausnahmen aber bis zu einem Meter hoch wird. Aus dem Wurzelstock wächst ein unverzweigter Stängel, aus dem im unteren Bereich die Blätter entspringen. Die Blätter sind unpaarig gefiedert und stehen in Bodennähe fast wie eine Rosette. Im oberen Bereich des Stängels wachsen die gelben Blüten, die von Juni bis September nach und nach von unten nach oben aufblühen.
Vegetative Merkmale
Der Gewöhnliche Odermennig wächst als sommergrüne, ausdauernde krautige Pflanze und erreicht Wuchshöhen von meist 15 bis 150, selten bis zu 180 Zentimetern. Er hat tief im Boden verwurzelte  Rhizome, denen die Stängel entspringen. Sowohl die  Sprossachse als auch die Blätter sind behaart. Der Stängel ist im oberen Bereich sowohl mit kurzen, als auch langen Deckhaaren besetzt.
Die wechselständig angeordneten  Laubblätter sind typisch unterbrochen gefiedert. Die Laubblätter auf halber Stängelhöhe sind 10 bis 30 Zentimeter lang und besitzen 5 bis 9, selten bis zu 13 größere sowie 6 bis 10 kleinere Fiederblättchen. Auf der Unterseite sind sie grau-grün gefärbt, gewöhnlich dicht graufilzig. Im Filz versteckt befinden sich wenige sitzende Drüsenhaare. Der Blattrand zeigt sechs bis zwölf grob stumpfliche Zahnpaare.
Generative Merkmale
Die Blütezeit erstreckt sich von Juni bis September. Die kurzgestielten Blüten sind in einem langgestreckten,  traubigen Blütenstand angeordnet. Die Blüte besitzt einen krugförmig gewölbten Blütenbecher, dessen oberer Rand mit mehreren Reihen weicher, hakenförmig gekrümmter Borsten besetzt ist. Die Länge der Borsten variiert zwischen 1 und 4 Millimetern. Die zwittrige Blüte ist radiärsymmetrisch und fünfzählig. Ein Außenkelch ist nicht vorhanden. Eingeleitet wird die Blüte von 5 Kelchblättern. Zu diesen stehen 5 gelbe, abgerundete Kronblätter in Lücke. Die Kronblätter sowie die fünf bis 20 Staubblätter entspringen dem Rand des Blütenbechers. Die zwei freien Fruchtblätter sind - typisch für den mittelständigen Fruchtknoten - in den Blütenbecher eingesenkt, jedoch nicht mit ihm verwachsen. Die verkehrt kegelförmigen  Sammelnussfrüchte sind fast bis zum Grund tief und eng gefurcht. Die oberen Stacheln sind hakig, die untersten aufrecht bis gerade abstehend.



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ERNÄHRUNG
Kochen mit Kräutern
Kräuter sorgen für Frische, Geschmack und Abwechslung in der Küche. Jedes besitzt ein typisches Aroma
Kräuter und Gewürze sind die Seele der Kochkunst. Mit Bedacht eingesetzt machen sie ein Alltagsgericht zu einer wahren Gaumenfreude. Wichtig beim Kochen ist die Frische.


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