Kraft durch Kräuter und Bachblüten

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07.05.2017

täglichen News > Newsletterarchiv > 2017 > Mai > 01.05.17-07.05.17


Pestwurz  
      
Die Pestwurzen bilden eine Pflanzengattung innerhalb der Familie der Korbblütler. Die 15 bis 18 Arten sind auf der Nordhalbkugel verbreitet. Einige Arten werden als Heilpflanzen verwendet.
Die Pestwurz zeigt im zeitigen Frühjahr bizarre Blüten, die in kolbenartigen Blütenständen in Traubenform in den Himmel ragen. Aus den zunächst kleinen Blättern wachsen nach der Blütezeit wahre Riesen heran, die in der Form an Huflattichblätter erinnern, aber viel grösser sind. Früher wurde die Pestwurz so sehr geschätzt, dass man ihr sogar eine Wirkung gegen Pest nachsagte. Dann wurde die Heilwirkung der Pestwurz nahezu vergessen, bis man entdeckte, dass die Pestwurz gegen Migräne helfen kann. Auch gegen Asthma und Heuschnupfen kann man sie verwenden, was sie bei der heutigen, ver-breiteten Allergieneigung zu einer wichtigen Heilpflanze macht.

Steckbrief
Haupt-Anwendungen: Migräne, Asthma, Heuschnupfen
Heilwirkung: beruhigend, entzündungshemmend, harntreibend, krampflösend, menstruationsfördernd, schleimlösend, schmerzstillend, schweißtreibend
Anwendungsbereiche: Allergien, Blasenentzündung, Bronchitis, Darmkrämpfe, Gallenschwäche, Geschwüre, Gicht, Harnwegsinfekte, Hautleiden, Herzschwäche, Husten, Ischias, Kopfschmerzen, Leberleiden, Menstruationsbeschwerden, Nierenbeckenentzündung, Reizmagen,  Rheuma, Wunden
wissenschaftlicher Name: Petasites hybridus
Pflanzenfamilie: Korbblütler = Asteraceae
englischer Name: Butterbur
volkstümliche Namen: Bach-Pestwurz, Echte Pestwurz, Gebräuchliche Pestwurz, Gemeine Pestwurz, Gemeiner Pestwurz, Gewöhnliche Pestwurz, Großer Huflattich, Rote Pestwurz
Verwendete Pflanzenteile: Wurzelstock
Inhaltsstoffe: Ätherische Öle, Petasin, Schleim, Polyphenole, Alkaloide, Pyrrolizidinalkaloide, Beta-Sitosterol
Sammelzeit: Mai bis August

Anwendung
Archäologische Funde im ältesten Salzbergwerk der Welt, dem sogenannten Salzberg bei Hallstatt, haben belegt, dass die Blätter vermutlich einer Pest-wurzart in der Bronzezeit auch als Toilettenpapier verwendet wurden. Heute noch gibt es in Bayern die volkstümliche Bezeichnung Arschwurz für die Pflanze. Die in manchen Petasites-Arten enthaltenen Petasine sollen spasmolytisch wirken. Die Gewöhnliche Pestwurz wird wegen ihrer spasmolytisch und antiallergisch wirksamen Inhaltsstoffe arzneilich verwendet. Zwei relativ großblättrige Petasitesarten werden in Gebieten mit gemäßigtem Klima als Zierpflanzen verwendet: Die europäische Gewöhnliche Pestwurz und die asiatische Pestwurz. Sie sind gelegentlich „Gartenflüchtlinge“, verwildern also; beispielsweise sind etablierte Bestände in Michigan vorhanden. Die Asiatische Pestwurz wird in Japan und Korea als Gemüse zubereitet.
Am besten verwendet man die Pestwurz in Form von standartisierten Extrakten, bei denen die potentiell leberschädigenden Pyrrolizidinalkaloide entfernt wurden. Moderne Pestwurzzüchtungen enthalten gar keine oder kaum Pyrrolizidinalkaloide mehr, sodass man die Zubereitungen aus solchen Pflanzen bedenkenlos dauerhaft anwenden kann.
Anwendung gegen Migräne
Neuere Studien haben ergeben, dass die kurmäßige Anwendung der Pestwurz die Anzahl der Migräneanfälle bei Migränepatienten um etwa die Hälfte sen-ken kann. Dazu wird die Pestwurz über einen längeren Zeitraum vorbeugend eingenommen und nicht erst beim akuten Migräneanfall. Die Pestwurz-Wirkung bei Migräne hängt mit der Entkrampfung der Blutgefäße im Gehirn zu-sammen, denn Migräne entsteht durch Gefäßverkrampfungen im Gehirn.
Heuschnupfen und Asthma
Pestwurz wirkt vergleichbar stark wie ein medizinisches Antihistaminikum bei Allergien. Daher kann man die Pestwurz beispielsweise gegen Heuschnupfen einsetzen. Außerdem kann man Pestwurz bei Asthma verwenden. Bei dieser Anwendung kommt die entkrampfende Wirkung zur antiallergischen Wirkung hinzu.
Krämpfe im Verdauungssystem
So wie die Pestwurz Krämpfe in den Blutgefäßen lindern kann, entkrampft sie auch die Verdauungsorgane. Daher wirkt Pestwurz-Extrakt gegen Krämpfe und Koliken von Magen und Darm. Außerdem kann man die Pestwurz bei etliche andere Beschwerden verwenden, wie beispielsweise Herzschwäche, Periodenkrämpfe oder Gicht.
Äußerlich
Äußerlich kann man Zubereitungen aus den Pestwurzblättern oder dem Wurzelstock gegen Wunden und Geschwüre anwenden.

Geschichtliches
In der Antike wurde die Pestwurz in Griechenland und bei den Römern gegen Geschwüre und schlecht heilende Wunden eingesetzt. Im Mittelalter versuchte man mit der stark riechenden Pestwurz die Pest zu vertreiben. Auch bei Husten wurde die Pestwurz schon frühzeitig angewendet. Schon im 19. Jahrhundert wurde die schmerzstillende und krampflösende Wirkung der Pestwurz festgestellt. Doch obwohl sie gegen moderne Plagen wie Migräne und Heu-schnupfen ausgesprochen wirksam ist, wird sie bislang noch nicht sehr häufig eingesetzt, aber immerhin wird sie heutzutage als wichtige Heilpflanze anerkannt. In vielen Kräuterbüchern sucht man die Pestwurz jedoch vergeblich.

Pflanzenbeschreibung
Vegetative Merkmale
Bei den Pestwurzarten handelt es sich um meist sommergrüne, ausdauernde, krautige Pflanzen, die je nach Art Wuchshöhen von meist 10 bis 25, selten bis zu 120 Zentimetern erreichen. Sie bilden Rhizome als Überdauerungsorgane. Die aufrechten Stängel sind nicht verzweigt. Die Stängel der „männlichen“ Pflanzen verwelken bald. Die Stängel der „weiblichen“ Pflanzen verlängern sich nach der Blütezeit bis zur Samenreife. Die grundständigen, relativ großen Laubblätter erscheinen meist nach den Blütenständen und sind in Blattstiel und Blattspreite gegliedert. Die Blattspreiten sind bei einigen Arten bei einer Breite von bis 30 bis zu 60, selten bis zu 100 Zentimeter breit und die breitesten der mitteleuropäischen Flora. Der Blattrand ist glatt, gelappt oder gezähnt. Die Oberseite der Blattspreite kann kahl bis etwas wollig behaart und die Unterseite ist wollig behaart. Die wechselständig verteilten Stängelblätter sind hochblattartig (es sind im Grunde vergrößerte Blattstiel, die manchmal am Ende Spreiten besitzen).
Generative Merkmale
Pestwurz-Arten sind zweihäusig oder einhäusig. In schirmtraubigen, traubigen oder rispigen Gesamtblütenständen sind oft viele körbchenförmige Teilblütenstände zusammengefasst; selten stehen die Blütenkörbchen einzeln. Die kreis- bis diskusförmigen Blütenkörbchen enthalten nur Röhrenblüten. Die Körb-chenhülle ist mit einem Durchmesser von 6 bis über 15 Millimetern verkehrt-konisch bis kreiselförmig und vergrößert sich bis zur Fruchtreife. Die meist 12 bis 15 haltbaren Hüllblätter stehen in selten einer, meist zwei Reihen und sind oft purpurfarben, aufrecht, frei oder verwachsen, schmal-länglich bis lineal (ein- bis fünfnervig), fast gleich mit mehr oder weniger trockenhäutigen Rändern. Die Korbböden sind flach bis konvex und feingrubig. Es sind keine Spreublätter vorhanden. Die Blüten sind eingeschlechtig oder zwittrig. Die „männlichen“ Blütenkörbchen sind meist kreisförmig und besitzen außen 1 bis 20, selten bis zu 70 ursprünglich weibliche, aber sterile oder neutrale Blü-ten und innen 11 bis 78 Blüten die meist funktional männlich, selten zwittrig und fertil. Die „weiblichen“ Blütenkörbchen sind auch meist kreisförmig und besitzen außen selten 1 bis, meist 30 bis über 130 Blüten, die rein weiblich und fertil sind, und innen 1 bis 12 funktional männlichen Blüten. Die fünf weißlichen oder rosafarbenen, selten gelben Kronblätter sind zu einer dünnen Röhre verwachsen, die in linealen bis länglichen Kronzipfeln endet. Die linealischen bis gekeuten Griffel sind nicht oder in zwei Griffeläste geteilt, die kurz-konisch und papillös, manchmal lanzettlich bis länglich und mehr oder weniger kurz-steifhaarig sind. Es werden schmal-zylindrische, schwach spindelförmige bis mehr oder weniger prismatische Achänen gebildet, die fünf- oder zehnrippig und meist kahl, selten zottig behaart sind. Der leicht abfallende oder fragile Pappus besteht aus 60 bis über 100 weißen, glatten oder bärtigen Borsten, die sich bis zur Fruchtreife vergrößern.
Die Pestwurz ist in Mittel- und Nordeuropa heimisch. Sie wächst am liebsten an Flussufern oder an anderen feuchten Stellen. Der Wurzelstock ist mehrjährig und wird etwa vier Zentimeter dick. Im zeitigen Frühjahr zwischen März und Mai erscheinen die Blüten, die wie bizarre Kolben aussehen. Mehrere rötliche Blütenköpfe gruppieren sich traubig um einen Blütenstängel und bilden den typischen Pestwurz-Kolben. Während der Blütezeit sind die Blätter der Pestwurz noch relativ klein. Erst nach dem Verblühen wachsen die riesi-gen Blätter, die zu den größten Blättern in Mitteleuropa gehören. Die Blätter werden bis zu 60 cm breit. Die Form der Blätter erinnert an Huflattich-Blätter, was nicht weiter verwunderlich ist, denn die beiden sind nahe verwandt. Anfänglich sind die Blätter auf der Unterseite wollig behaart. Diese Behaarung verliert sich aber im Laufe des Sommers.

Spritzgurke     
Die Spritzgurke, auch Eselsgurke genannt, ist die einzige Art der Pflanzengattung Ecballium innerhalb der  Familie der  Kürbisgewächse. Sie ist im Mit-telmeerraum verbreitet, aufgrund ihres Ausbreitungsmechanismus bekannt und wird als  Zierpflanze verwendet.

Steckbrief
Heilwirkung:
Verstopfung
wissenschaftlicher Name:
Ecballium elaterium
Verwendete Pflanzenteile:
Früchte
Sammelzeit:
Spätsommer

Inhaltsstoffe und Wirkung
Alle Pflanzenteile sind stark giftig. Der Wirkstoff wird meist als Elaterin bezeichnet, besteht jedoch aus einem Gemisch verschiedener Stoffe, besonders aus  Cucurbitacin E und I, sowie Steringlykosiden, dessen genaue Zusammensetzung vom Alter der Pflanze abhängig ist. Die Bildung des Giftes erfolgt wahrscheinlich in den Wurzeln, von wo aus es in die Blätter transportiert wird.
Nach oraler Aufnahme folgen Durchfall, lt. Koliken, Erbrechen, Kopfschmerzen, beschleunigter Puls,  Darmreizung, wässriger bis blutiger Stuhl. Auch Todesfälle sind bekannt. Auf der Haut kann der Saft der Frucht zu Entzündungen führen.

Verbreitung
Die Spritzgurke ist im gesamten Mittelmeerraum beheimatet. Das Areal reicht von  Armenien bis  Makaronesien. In Mitteleuropa verwildert sie selten und unbeständig und wächst hier als einjährige Pflanze vorwiegend auf Ruderal-stellen. Sie kommt in Mitteleuropa  Gesellschaften des Sisymbrion-Verbands vor. Im Mittelmeergebiet ist sie eine Art des Verbands Chenopodion muralis.  

Nutzung
Die Spritzgurke wird aufgrund ihres Ausbreitungsmechanismus häufig als Zierpflanze angebaut. In der Volksmedizin wird sie unter anderem als Mittel bei  Gelbsucht verwendet. Sie wird auch seit der Antike als drastisches Abführmittel verwendet. Die aus der Spritzgurke gewonnene Droge wird Elaterium album genannt.

Beschreibung
Vegetative Merkmale
Die Spritzgurke ist eine ausdauernde,  krautige Pflanze. Sie bildet keine Ranken. Die meist niederliegenden oder kletternden Stängel sind dick, fleischig, abstehend behaart, stark verzweigt und werden 20 bis 150 cm lang. Die wechselständig angeordneten Laubblätter sind in Blattstiel und Blattspreite gegliedert. Der  Blattstiel ist bis zu 13 cm lang. Die relativ dicke, auf der Unterseite steif behaarte  Blattspreite ist bei einer Länge von 4 bis 10 cm ungeteilt oval bis handförmig gelappt bis gespalten mit herzförmiger Spreitenbasis.
Generative Merkmale
Ecballium elaterium ist je nach Unterart monözisch oder  diözisch, die Blüten sind stets eingeschlechtig, können jedoch zusammen auf einer oder auf getrennten Individuen vorkommen. Die Blüten stehen in Blattachseln, die männlichen in Trauben, die weiblichen einzeln. Die Blüten sind radiärsymmetrisch und fünfzählig mit doppelter  Blütenhülle. Die fünf blassgelben Kelchblätter sind 1,5-2cm lang und glockenförmig verwachsen. Die fünf  Kronblätter sind glockenförmig verwachsen. Von den fünf  Staubblättern ist eines frei, die übri-gen sind jeweils zu zweit miteinander verwachsen. Die Frucht ist eine Panzer-beere.


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