Kraft durch Kräuter und Bachblüten

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07.04.2019

täglichen News > Newsletterarchiv > April > 01.04.19-07.04.19


DRÜSIGES SPRINGKRAUT
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Für Kinder ist das Springkraut eine wahre Wonne. Denn wenn man die reifen Schoten mit spitzen Fingerchen berührt, platzen sie auf und schleudern ihre Samen in die Umgebung. Das Aufplatzen kitzelt lustig an den Fingern und man bekommt kaum genug von diesem Vergnügen. Erwachsene freuen sich wohl eher an den wunderschönen Blüten des Springkrautes. Doch Botaniker und Naturschützer sind ganz entsetzt von der starken Vermehrung dieses indischen Fremdlings. Denn das Springkraut wuchert mit seiner Wuchskraft Ufer und Waldränder zu und verdrängt die heimische Flora. Als Heilpflanze wird das Springkraut kaum genutzt. Ob das nur daran liegt, dass es kaum Heilwirkungen hat und in großer Menge Erbrechen auslösen kann, oder ob es einfach noch nicht gründlich genug untersucht wurde, ist nicht ganz klar, denn als Heilpflanze wird kaum über das Springkraut berichtet. Als Bachblüte spielt das Springkraut unter dem Namen " Impatiens" jedoch eine wichtige Rolle. Es kommt sogar in den  Notfalltropfen vor.
Das Drüsige Springkraut, oft Indisches Springkraut, auch Rotes Springkraut oder Himalaya-Balsamine, früher auch Bauernorchidee oder Riesenbalsamine genannt, ist eine Pflanzenart in der Familie der  Balsaminengewächse. Sein ursprüngliches Verbreitungsgebiet liegt auf dem  indischen Subkontinent; als  Zierpflanze wurde es im 19. Jahrhundert auch in Nordamerika und Europa eingebürgert. Es wächst in Mitteleuropa vor allem in feuchten Wäldern, Auen- und Uferlandschaften mit hohem Nährstoffgehalt, zumindest am Oberrhein auch in Naturschutzgebieten. In Europa wird das Indische Springkraut vielerorts als invasiver  Neophyt bekämpft, da es als Bedrohung für andere Pflanzenarten, ja ganze Pflanzengesellschaften in deren Lebensraum betrachtet wird.

Steckbrief
Heilwirkung:
Nicht innerlich anwenden! Brechreiz auslösend, harntreibend, Äußerlich: Hämorrhoiden, Hautirritationen, Wiesendermatitis
wissenschaftlicher Name: Impatiens glandulifera
Pflanzenfamilie:
Balsaminengewächse = Balsaminaceae
englischer Name:
Impatiens, Himalayan Balsam
volkstümlicher Name:
Drüsiges Springkraut, Indisches Springkraut, Polizisten-Helm
Verwendete Pflanzenteile:
Blätter, Samen
Inhaltsstoffe:
Öl, Tannin, Säure
Sammelzeit:
April bis Oktober

Anwendung
Das Springkraut wird kaum als Heilpflanze eingesetzt, weil seine Heilwirkungen nur schlecht dokumentiert sind und eine Anwendung im Übermaß als leicht giftig zu betrachten ist. In größerer Menge lösen roh gegessene Blätter Brechreiz aus. Gekocht kann man die Blätter jedoch in kleinen Mengen essen, z.B. in einer Wildkräutersuppe (man kann es aber auch bleiben lassen). Die frisch gesammelten Blätter kann man auch in Öl oder Schweineschmalz kochen und eine Salbe daraus zubereiten. Solch eine Salbe hilft möglicherweise bei Hämorrhoiden und Hautausschlägen. Sehr gut ist diese Wirkung aber wohl nicht, sonst wäre sie wahrscheinlich bekannter. Die Samen kann man knabbern; sie schmecken leicht nußig, sind aber schwer in größeren Mengen zu ernten. Aus den Samen kann man ein Öl gewinnen, das man essen oder als Lampenöl verwenden kann.

Pflanzenbeschreibung
Ursprünglich war das drüsentragende Springkraut in Indien und im Himalaya beheimatet. Erst 1839 wurde es von dort nach England gebracht und dort in den Gärten als Zierpflanze angebaut. Schon bald entkam es aus den Gärten und hat sich sehr erfolgreich verbreitet. Außer in Britannien ist es inzwischen auch in Mitteleuropa überall an Flussläufen, Gräben und Waldrändern in großen Beständen anzutreffen. Es kommt so häufig vor, dass es andere heimische Pflanzen verdrängt hat. Das Springkraut wird bis zu zwei Meter hoch, meistens ist es jedoch nur einen Meter groß. Sein Stängel ist rötlich überlaufen und hat knubbelige Gelenke. Die Blätter sind länglich eiförmig mit einer Spitze am Ende. Die rosafarbenen Blüten sehen sehr hübsch aus, fast wie Orchideen. Daher wird das Springkraut auch manchmal "Orchidee des armen Mannes" genannt. Aus den Blüten entwickeln sich Schoten, die die Samen beherbergen. Sobald diese Schoten reif sind, platzen sie bei der leichtesten Berührung auf und schleudern die Samen meterweit in alle Richtungen. Dieses Samenschleudern trägt dazu bei, dass sich das Springkraut so rasant vermehrt. Außerdem hat es der Pflanze den Namen Springkraut gegeben.
Vegetative Merkmale
Das Drüsige Springkraut ist eine einjährige krautige Pflanze. Die Pflanze wurzelt recht flach (bis maximal 20 Zentimeter) mit tausenden feinsten Würzelchen. Die dicken, aber hohlen Stängelverzweigen sich oben reichlich. Die vielen ganz überwiegend dreizählig-quirlständigen  Laubblätter sind in Blattstiel und Blattspreite gegliedert. Der Blattstiel ist 30 bis 35 Millimeter lang. Die einfache Blattspreite ist bei einer Länge von 6 bis 25 Millimetern sowie einer Breite von 18 bis 65 Millimetern eilanzettlich, scharf gezähnt, aber weich. An Blattstiel und Blattgrund sind unangenehm riechende Drüsen vorhanden.
Generative Merkmale
Der aufrechte, traubige Blütenstand ist raumgreifend üppig verzweigt. Die purpurroten, rosafarbenen oder weißen, stark süßlich duftenden Blüten sind 3 bis 4 Zentimeter lang und hängen locker an einem dünnen Blütenstiel aus der Achsel eines stieldrüsigen Blattes herab. Die Blütezeit reicht ungefähr von Juni bis Oktober (spätestens bis zum ersten Frost). An einer Pflanze sind oft gleichzeitig Knospen, Blüten und reife Kapselfrüchte vorhanden. Die zwittrigen Blüten sind zygomorph mit doppelter  Blütenhülle. Von den drei  Kelchblättern ist das untere kronblattartig und gespornt. Von den fünf  Kronblättern ist das obere größer als die übrigen, sie sind paarweise verwachsen. Die Kapselfrüchte sind meist 14 bis 18, selten bis zu 50 Millimeter lang. Die kugeligen Samen haben einen Durchmesser von etwa 3 Millimetern.




FEIGENKAKTUS

Der Feigenkaktus ist eine tropische Kaktus-Pflanze aus Nordamerika und ist mittlerweile auch in den Mittelmeerregion zu finden. Aus den gelben Blüten entstehen aromatische Früchte, deren körniges Fruchtfleisch geschmacklich an Birnen erinnern. Diese ballaststoffreichen Früchte stärken und fördern die Verdauung. Die frischen oder getrockneten Blüten sind stärkend.
Opuntia ficus-indica ist eine Pflanzenart in der Gattung der Opuntien aus der Familie der Kakteengewächse. Das  Artepitheton ficus-indica bedeutet indische Feige. Die oft als Kaktusfeigen bezeichneten Früchte und die jungen Triebe sind essbar und gehören zur  mexikanischen Standardküche.

Steckbrief
Haupt-Anwendungen:
Verdauungsstörungen
Heilwirkung:
blasenstärkend, erweichend, harntreibend, krampflösend, prostatastärkend, stärkend, verdauungsfördernd, wundheilend
Anwendungsbereiche:
Volksheilkunde: Blasenstärkung, Blähungen, Krämpfe, Skorbut, Verdauungsschwäche, Darmkoliken, Wunden, Homöopathie: Darmstörungen
wissenschaftlicher Name:
Opuntia ficus-indica
Pflanzenfamilie:
Kakteengewächse = Cactaceae
englischer Name:
Indian Fig Opuntia
volkstümlicher Name:
Feigendistel, Feigenkaktus, Feigenopuntie, Indische Feige, Kaktusfeige, Nopal, Nopalitos
Verwendete Pflanzenteile:
Blüten, Früchte
Inhaltsstoffe:
Ballaststoffe, Betakarotin, Beta-Sitosterin, Farbstoffe, Indicaxanthin, Isorhamnetinglucosid, Mineralstoffe, Vitamine
Sammelzeit:
Blüten: Frühjahr, Früchte: Juli-November

Anwendung
Verzehrt wird das Innere der Frucht mit den ebenfalls essbaren Kernen. Das je nach Sorte gelbgrüne oder gelborange bis rote Fruchtfleisch hat einen süß-säuerlichen Geschmack. Die Frucht kann man wahlweise roh oder verarbeitet als Marmelade oder als Likör genießen. Die jungen grünen Triebabschnitte werden in Mexiko und Zentralamerika als Gemüse verwendet.
Obst
Da die Frucht außen Dornen hat, sollte man die Frucht z.B. mit einem Papierküchentuch anfassen. Die einfachste Zubereitung ist die Frucht der Länge nach zu halbieren um sie mit einem Löffel auszulöffeln. Die Kerne werden mitgegessen. Fördert und stärkt die Verdauung
Tee
Aus den frischen oder getrockneten Blüten kann man einen Tee herstellen, der blasenstärkend und prostatastärkend ist.
Blüten
Frische Blüten sind stärkend.
Homöopathie
Aus des frischen Blättern und Blüten wird ein Mittel bei Darmstörungen wie Darmkoliken und Blähungen gewonnen.

Geschichtliches
In Mexiko wird die Kaktusfeige schon seit etwa 9.000 Jahren angebaut und noch länger geerntet. Die Blüten dienten den Indianern zur Stärkung und zu mythisch-religiösen Zwecken. Die Cochenille-Laus lebt auf der Kaktusfeige und liefert einen roten Farbstoff. Kakteen wurden in Europa als magischer Schutz gegen Eindringlinge in Häusern aufgestellt. Mittlerweile wird die Kaktusfeige auf allen heißen Kontinenten und im Mittelmeerraum angebaut. In einigen geeigneten Regionen verbreiten sich die Kaktusfeigen wie Unkraut. Zeitweise kann man die Früchte im Supermarkt kaufen. Auch als Topfpflanze kann man den Feigenkaktus kaufen.

Pflanzenbeschreibung
Opuntia ficus-indica wächst strauchig oder baumartig und erreicht Wuchshöhen zwischen 1 und 6 Metern. Meist ist ein deutlicher Stamm von bis zu 35 Zentimetern vorhanden. Die unterschiedlich geformten grünen Triebabschnitte sind schmal bis breit verkehrt eiförmig oder länglich. Sie sind 20 bis 60 Zentimeter lang und 10 bis 25 Zentimeter breit. Die schmal elliptischen Areolen stehen 2 bis 5 Zentimeter voneinander entfernt. Sie sind mit braunen oder gelben Glochiden besetzt, die bald abfallen. Die  Dornen sind unauffällig und fehlen oft ganz. Die Blüten stehen endständig am Spross, sind gelb bis rot und haben einen Durchmesser von 5 bis 10 Zentimeter. Die eiförmigen bis länglichen, gelb-grünen, orangen oder roten Früchte sind 6 bis 10 Zentimeter lang. Sie sind mit  Glochiden und manchmal mit  Dornenbesetzt.
Der Feigenkaktus ist in Nordamerika heimisch. Er wächst bevorzugt in tropischen und subtropischen Klima. Die mehrjährige Pflanze wird bis zu 5 Meter hoch. Der Feigenkaktus kann zu niedrigen Büschen, aber auch baumförmig wachsen. Die kurzlebigen gelben-orangen Blüten sind etwa 6 bis 10 cm groß. Aus den Blüten entwickeln sich die kugelförmigen bis ovalen runden Früchte, die zwischen 5 und 10 cm groß werden. Die gelben bis braunen Früchte enthalten kleine Samenkörner.

Anbautipps
Der Feigenkaktus verträgt keine Fröste, daher sollte er in Töpfen kultiviert werden. Im Winter kaum gießen im Sommer mehr. Der Feigenkaktus verträgt keine Staunässe.

Sammeltipps
Sind die Früchte bei der Ernte noch nicht richtig reif, die Früchte nachreifen lassen. Je nach Sorte werden die Früchte mit der Zeit dunkelgelb, rot-orange oder braun. Die Früchte gibt es zeitweise in der Obstabteilung von Supermärkten unter dem Namen Kaktusbirne, Kaktusfeige, Kaktusfrucht oder Rossfeige. Da die Blüten empfindlich sind, müssen diese vorsichtig aber zügig getrocknet werden.



BACHBLÜTEN
Ich fühle mit unruhig (28 Scleranthus)
- Diese Menschen fühlen sich sehr unruhig
- Mit der dementsprechender Bachblüte fühlen sie sich nicht mehr unruhig


BACHBLÜTEN
Andere Menschen werden von deiner Energie überrollt (31 Vervain)
- Diese Menschen überrollen ihre Mitmenschen mit ihrer Energie
- Mit der dementsprechender Bachblüte können sie diese Energie herunterschrauben


ERNÄHRUNG
Tipps und Tricks gegen Sodbrennen
- Essen sie in Ruhe und Kauen sie gründlich
- Fünf kleine Mahlzeiten am Tag sind bekömmlicher als wenige große Portionen
- Schränken sie fettreiche Speisen und Süßes (besonders Schokolade) ein. Auch starke Gewürztee oder Gebratenes sowie Zitrusfrüchte und Säfte können Sodbrennen auslösen
- Meiden sie Genussmittel wie Alkohol, Kaffee und Zigaretten
- Essen sie nicht zu spät vor dem Schlafengehen und lagern sie den Oberkörper nachts hoch
- Reduzieren sie Übergewicht
- Sorgen sie für ausreichend Entspannung


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