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07.03.2020

tägliche News > 02.03.20 - 08.03.20
Birke
 
Von alters her gilt die Birke als heiliger Baum, der für die Fruchtbarkeitsfeste im Frühling die jungfräuliche Göttin symbolisiert. Selbst heute noch werden in den Dörfern am ersten Mai Maibäume aufgestellt und der Frühling gefeiert. Vermutlich liegt die Zuordnung der Birke als Jungfrau an der weißen Rinde, die bei jungen Birken sehr zart und seidig ist. In der Heilkunde werden die Blätter der Birke vor allem im Nieren-Blasen-Bereich und für Haut und Haare eingesetzt.
 

 
Steckbrief
 
Heilwirkung: blutreinigend, harntreibend, Augenringe, Blasenentzündung, Nierenschwäche, Nierensteine, Rheuma, Gicht, Ödeme, Hautprobleme, Ekzeme, Flechten, Allergien, Diabetes (unterstützend - leicht Fälle), Husten, Haarausfall, Schuppen, Durchfall, Frühjahrsmüdigkeit
 
wissenschaftlicher Name: Betula alba
 
Pflanzenfamilie: Birkengewächse = Betulaceae
 
englischer Name: Birch
 
volkstümlicher Name: Maibaum, Frühlingsbaum, Besenbaum, Besenbirke, Bork, Bark, Hexenbesen, Hängebirke, Moorbirke, Rauhbirke, Sandbirke, Warzenbirke, Weißbirke
 
Verwendete Pflanzenteile: Blätter, Blattknospen, Saft durch Anzapfen
 
Inhaltsstoffe:  Ätherische Öle, Gerbstoffe, Bitterstoffe, Vitamin C, Harz, Saponine, Flavone
 
Sammelzeit: Blattknospen: März, Saft: März - Mai, Blätter: Mai - Juni
 
 
Anwendung
 
Medizinische Inhaltsstoffe
 
Die Blätter der meisten Birkenarten enthalten nennenswerte Mengen an Flavo-noiden, Saponinen, Gerbstoffen, ätherischen Ölen und Vitamin C. Die Rinde ent-hält Phytosterine sowie Terpene wie Betulin, Betulinsäure und Lupeol; der Rindensaft u. a. Invertzucker, sodass dieser auch vergoren werden kann. In Finn-land wird der Zuckeraustauschstoff Xylitol aus Birken gewonnen. In Mitteleuropa wurde vor allem die heimische Sandbirke bereits historisch in der Volksmedizin genutzt. Ihre Bestandteile gelten insbesondere als blutreinigend, harntreibend und anregend, weshalb sie heute in der Pflanzenheilkunde (Phytotherapie) Verwendung findet. Verwendet werden die Blätter, die Blattknospen und der Birkensaft (durch Anzapfen gewonnen). In der Heilkunde finden die Blätter aufgrund ihrer harntreibenden Wirkung bei Rheuma, Gicht und Wassersucht Verwendung. Sammelzeit für Blattknospen ist März, für Birkensaft März bis Mai und für Blätter Mai bis Juni. Mit Birkensaft werden auch schlecht heilende Wunden gereinigt und Ausschläge und Schuppen behandelt.
 
Anwendungen der Kosmetik
 
Durch das Abzapfen des Stammes oder Anschneiden von Ästen wird der für we-nige Wochen im Frühjahr fließende Birkensaft gewonnen. Er soll bei Haaraus-fall gut sein. Vornehmlich im letzten Jahrhundert wurde Birkensaft zur Herstellung von Birkenhaarwasser verwendet. Der Saft kann äußerlich angewandt oder direkt getrunken werden.
 
Nahrungsmittel
 
Birkenblätter sind im Gegensatz zu den meisten Baumblättern essbar. Da der Bir-kensaft zuckerhaltig ist, lässt er sich in vergorener Form als Birkenwein genießen, ein heute noch in Russland beliebter bäuerlicher Rauschtrunk. Birkenwein wurde auch als Stärkungsmittel für impotente Männer verwendet.
 
Birkentee
 
Die häufigste Anwendung der Birke ist ein Tee (Aufguss) aus den Blättern oder Blattknospen. Der Tee wirkt stark harntreibend, sodass er gut bei Rheuma, Gicht und andere Stoffwechselerkrankungen hilft. Wenn man über mehrere Wochen hinweg täglich drei Tassen Birkenblättertee trinkt, können in manchen Fällen sogar Nierensteine aufgelöst werden. Bei hartnäckigen Hauterkrankungen kann man Birkenaufguss sowohl trinken als auch für Waschungen und Bäder verwen-den. Auch Abkochungen der Birkenrinde kann man für die äußerliche Anwendung von schweren Hauterkrankungen einsetzen.
 
Birkensaft
 
Besonders wirksam ist auch der Birkensaft. Der Birkensaft wird zwischen März und Anfang Mai gewonnen. Dazu braucht man eine Birke, die einen Meter über dem Boden mindestens einen Durchmesser von 20 cm hat. Jüngere Birken kommen für die Saftgewinnung nicht in Frage.
 
Wichtig! Die benutzte Birke sollte einem selbst gehören oder man braucht die Genehmigung, ihr Saft abzuzapfen. Sonst könnte man Ärger mit dem Waldbesit-zer bekommen, wegen Baumfrevel.
 
Man braucht: Einen Holzbohrer, 5mm Durchmesser, Ein Glasröhrchen oder einen hohlen Holunderzweig, Ein Gefäß aus Glas, Plastik oder Emaille, Baum-wachs oder Pech
 
So gehts: Für die Gewinnung des Birkensaftes bohrt man den Stamm etwa 25 cm über dem Boden zwei bis drei Zentimeter tief an. Der Durchmesser sollte etwa einen halben Zentimeter nicht überschreiten. In dieses Loch schiebt man ein Röhrchen, beispielsweise aus Glas. Unter das Ende der Röhre stellt man ein Gefäß, vorzugsweise aus Glas und keinesfalls aus Metall. Von einem Baum darf man maximal drei Liter raustropfen lassen; mehr würde dem Baum schaden. Wenn diese Menge ausgeflossen ist, muss man das Loch mit Baumwachs verschließen. Normales Wachs ist nicht geeignet, weil es wieder herausrutschen würde. Dem Baum muss man anschließend zwei Jahre Ruhe geben, bis man ihn wieder anzapft.
 
Von diesem Saft trinkt man täglich zwei bis drei Schnapsgläser, solange der Saft reicht. Bei Hautproblemen kann man den Birkensaft auch äußerlich anwenden. Zur Förderung des Haarwuchses kann man die Kopfhaut damit einreiben. Damit der Saft nicht gärt, muss man ihn im Kühlschrank aufbewahren. Oder man friert ihn in kleinen Portionen ein. Alternativ kann man den Birkensaft auch mit Alkohol haltbar machen. Dazu nimmt man ein Drittel bis zur Hälfte Alkohol, je nach Pro-zentgehalt, und mischt ihn mit dem Birkensaft.
                 
Birkenkohle
 
Die Herstellung von Birkenkohle ist nichts für den Privathaushalt, das ist eine Sache für den Fachmann. Man kann sie in der Apotheke kaufen. Die Einnahme der Birkenkohle hilft bei Durchfall, weil die Kohle die Flüssigkeit und Schadstoffe im Darm aufsaugt.
 
Birkenteer
 
Auch Birkenteer kann der Laie nicht herstellen. Der Birkenteer wird aus Birken-holz, Rinde und Wurzeln durch trockene Destillation gewonnen. Er hilft gegen chronische Hauterkrankungen, indem er die Haut reizt und den Entzündungsprozess neu aktiviert. Anschließend besteht die Chance, dass das Ekzem ab-heilen kann. Da der Birkenteer sehr reizend wirkt, darf er nur verdünnt und in kleinen Mengen angewandt werden.
 
 
Pflanzenbeschreibung
 
Die Birke ist der Baum des Nordens, denn sie wächst bis in den Norden Skandinaviens. Aber auch in gemäßigten Breiten ist sie heimisch. Sie unterscheidet sich durch ihre weiße Rinde von allen anderen Bäumen, sodass sogar Kinder sie leicht erkennen können. Die Rinde ist weich und glatt, hat aber, vor allem bei älteren Birken, meist dunkle, rauhe Stellen. Im Frühjahr wachsen die eiförmigen Blätter und die ährenähnlichen Blüten blühen. Die männlichen Blüten sind wie Kätzchen, lang und gelblich. Sie hängen an der Spitze der langen Triebe. Weibliche Blüten, die am selben Baum hängen, sind grüne Zapfen und wachsen am Ende der kur-zen Seitenzweige. Zuerst stehen sie aufrecht und später hängen sie.

Eisenhutblättriger Hahnenfuß
 
Der Eisenhutblättrige Hahnenfuß ist ein Bewohner der Gebirge von Mittel- und Südeuropa. Er liebt besonders die feuchten Stellen der Höhenlagen wie Quellen und Bachläufe. Die weißen Blüten erinnern an Erdbeerblüten und die Blätter an den Eisenhut. Als Hahnenfußgewächs ist die Pflanze giftig, wenn auch nicht so stark wie andere Mitglieder dieser Familie. Man glaubte früher, dass der Eisenhutblättrige Hahnenfuß Silbervorkommen anzeigt, daher auch der Name Silberhahnenfuß. In der Volksheilkunde wurde der Eisenhutblättrige Hahnenfuß gegen Rheuma, Gicht und Hauterkrankungen eingesetzt, er spielt heute in der Pflanzenheilkunde keine Rolle mehr.
 
 
Steckbrief
 
Haupt-Anwendungen: Rheuma
 
Heilwirkung: abführend, blasenziehend, wurmabtreibend
 
Anwendungsbereiche: Abführmittel, Gicht, Hauterkrankungen, Rheuma, Wurm-mittel
 
wissenschaftlicher Name: Ranunculus aconitifolius L.
 
Pflanzenfamilie: Hahnenfußgewächse = Ranunculaceae
 
englischer Name: Aconite-leaved Buttercup
 
volkstümlicher Name: Eisenhutblättriger Hahnenfuß, Silberhahnenfuß
 
Verwendete Pflanzenteile: oberirdisches Kraut
 
Inhaltsstoffe: Anemonin, Gerbstoffe, Protoenemonin, Saponine, Tannine
 
Sammelzeit: März-September
 
Nebenwirkungen: Vergiftung, Hautreizungen
 

Anwendung
 
Wichtig: Nicht innerlich anwenden, Anleitung nur aus historischen Gründen.
 
Innerlich
 
Die frische Pflanze wird in Milch gekocht und als Wurmmittel und Abführmittel eingesetzt. (Nicht anwenden!)
 
Äusserlich
 
Zerkleinerte frische Pflanzenteile als Mittel gegen Rheuma, Gicht und Hautkrankheiten. Die Haut wird stark gereizt und es bilden sich Blasen. (Nicht anwenden!) Der frische Saft wird als Warzenmittel direkt auf Warzen getupft.
 
 
Geschichtliches
 
In der Volksheilkunde wurde kein Unterschied in der Nutzung der verschiedenen Hahnenfußarten gemacht. Der Namen Silberhahnenfuß hat der Eisenhutblättrige Hahnenfuß, weil er nur auf Standorten wachsen soll, an denen Silber zu finden ist. Zwar findet sich die Pflanze oft in Gegenden mit Silber (z.B. Schwarzwald), aber ein zuverlässiger Silberanzeiger ist der Silberhahnenfuß leider nicht.
 
 
Pflanzenbeschreibung
 
Der Eisenhutblättrige Hahnenfuß ist in den Gebirgen von Mittel- und Südeuropa heimisch. Er bevorzugt feuchte Hochstaudenfluren, Bäche und Quellen. Er ist in den Alpen bis 2700 m zu finden. Die mehrjährige(?) Pflanze wird zwischen 15 und 60 Zentimeter hoch. Die Blätter sind tief eingeschnitten und glänzend und sehen den Blättern des blauen Eisenhutes sehr ähnlich. Die weißen Blüten erscheinen zwischen Mai und Juli, der Durchmesser beträgt 10 - 20 mm. Aus den Blüten entwickeln sich bis in den Spätherbst die Samen.
 
 
Anbautipps
 
Der Anbau ist schwierig, in tiefen Lagen wächst die Pflanze schlecht. Die Pflanze mag feuchten Boden und Halbschatten und fließendes Wasser. In feucht-nasse Töpfe säen und bei einer Größe von etwa 5 cm an den gewünschten Standort setzen.

 
Sammeltipps
 
Die oberirdischen Pflanzenteile werden gesammelt und frisch verwendet. Wenn die Pflanze trocknet, verlieren sich einige der gewünschten Inhaltsstoffe.

Bachblüten
Ich bin resigniert (13 Gorse)
-        Diese Menschen sind deren öfteren resigniert
-        Mit der dementsprechenden Bachblüte können sie diese Resignation überwinden
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Flüssigkeitshaushalt
 
Der Mensch besteht zu ca. 60% aus Wasser, weshalb zahlreiche Stoffwechselvorgängen von einen im aktuellen Flüssigkeitshaushalt abhängig sind. Täglich verlieren wir rund 2 ½ l Flüssigkeit durch Schwitzen, Atmung und Körperausscheidungen, beim Sport leicht die doppelte oder dreifache Menge.
Ernährung, 1. Vielseitig essen
 
Genießen Sie die Lebensmittelvielfalt. Die Merkmale einer ausgewogenen Ernährung sind eine abwechslungsreiche Auswahl. Eine geeignete Kombination und eine angemessene Menge nähstoffreicher und energiearmer Lebensmittel.
 
Mehr dazu auf meiner Homepage: www.kraft-durch-kräuter-und-bachblüten.at
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