Kraft durch Kräuter und Bachblüten

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07.03.2018

täglichen News > Newsletterarchiv > 2018 > März > 05.03.18-11.03.18


MÄDESÜSS

Das Mädesüß hat viele Namen, was zeigt, dass es von vielen Menschen von alters her sehr geschätzt wurde. Man nennt es Geißbart, Spierstaude oder Wiesenkönigin und das sind noch lange nicht alle Namen. Bei Erkältungen oder gar Grippe wird man seine fiebersenkende und schmerzlindernde Wirkung schätzen lernen, gehört es doch zu den wenigen Schmerzmitteln, die die Natur uns bietet.
Achtung! Mädesüß enthält Acetylsalicylsäure. Bei bekannter Allergie bei Acetylsalicylsäure (Aspirin) sollte diese Pflanze nicht verwendet werden.
Das Echte Mädesüß ist eine Pflanzenart, die zur Familie der Rosengewächse gehört. Sie ist in fast ganz Europa heimisch und man findet sie auf nährstoftreichen Feucht- und Nasswiesen, an Gräben und Bachufern sowie in Erlen-Eschenwäldern. An selten gemähten und nährstoffreichen Gewässerrändern ist das Echte Mädesüß eine Leitpflanze der Mädesüß-Hochstaudenfluren.

Steckbrief
Heilwirkung: blutreinigend, entgiftend, entzündungshemmend, harntreibend,
schmerzstillend, schweißtreibend, Blasenprobleme, Darmprobleme, Erkältungen, Grippe, Fieber, Gicht, Magenprobleme, Nierenprobleme, Rheuma, Schmerzen, Migräne, Kopfschmerzen, Wassersucht, Ödeme
wissenschaftlicher Name: Spiraea ulmaria, Filipendula ulmaria, Ulmaria palustris
Pflanzenfamilie: Rosengewächse = Rosaceae
englischer Name: Meadowsweet
volkstümliche Namen: Beinkraut, Geißbart, Spierstaude, Wiesenkönigin, Wilder Flieder, Krampfkraut, Wiesengeißbart
Verwendete Pflanzenteile: Blüten, Blätter, Wurzel
Inhaltsstoffe: Ätherisches Öl, Salizylsäureverbindungen, Heliotropin, Vanillin, Zitronensäure, Gerbsäure, Gaultherin, Kieselsäure, Terpene, Wachs, Fett, Farbstoff Spiraein
Sammelzeit: Blüten: Juni bis August, Wurzeln: Herbst und Frühling

Anwendung
Vom Mädesüß werden vorwiegend die Blüten und die Wurzeln verwendet. Ein Mädesüßtee eignet sich hervorragend bei Erkältungen oder grippalen Infekten. Sogar bei echter Grippe kann er lindernd wirken. Er senkt nicht nur das Fieber, sondern erleichtert auch Schmerzen und hilft beim Abschwellen der Schleimhäute. Auch gegen die meisten Arten von Ödemen hilft Mädesüßtee sehr gut. Seine harntreibende und entgiftende Wirkung lässt ihn auch bei Problemen des Harnapparates und des Stoffwechsels helfen. Ein Tee aus den Blüten wird als Aufguss gekocht. Wurzeltee wird hingegen kalt angesetzt und sechs Stunden stehen lassen, bevor er kurz aufgekocht wird. Dann lässt man ihn zwei Minuten ziehen und seiht ihn anschließend ab. Beide Tees trinkt man zwei bis drei Tassen am Tag in kleinen Schlucken und ungesüßt. Mädesüß enthält unter anderem Salicylate, Flavonoide, Gerbsäuren, ätherisches Öl und Zitronensäure, außerdem ein schwach giftiges Glykosid, das bei entsprechend hoher Dosierung Kopfschmerzen auslösen kann.
Verwendung in der Küche
Aus den Blüten kann man einen aromatischen Tee herstellen; die Wurzel und die Triebe gelten als essbar. Alle Pflanzenteile, insbesondere die Blüten, eignen sich zum Aromatisieren von Süß- und Fruchtspeisen sowie Getränken, denen sie einen süßlich-herben Geschmack verleihen. In der deutschen Küche verwendet man Mädesüß allerdings eher selten. Häufiger wird Echtes Mädesüß in der französischen Küche und der Küche in Brüssel und der Wallonie verwendet. Man macht sich zu Nutze, dass in Flüssigkeit getauchte Blüten ihre Geschmacksstoffe an die Flüssigkeit gut abgeben. Ungeschlagene Sahne nimmt den honig-mandelartigen Geschmack an, wenn über Nacht die Blüten in ihr ziehen konnten. Mädesüßsorbet wird gelegentlich als Zwischengang oder Abschluss eines Essens gereicht, da die Pflanze Sodbrennen entgegenwirken soll. Auch Bier, Met und Wein wurden früher mit der Pflanze aromatisiert.
Verwendung als Duftpflanze
Aufgrund des süß-herben Duftes, der von vielen Menschen als angenehm empfunden wird, war Mädesüß einst ein beliebtes Streukraut. Man bestreute am Morgen den Holzfußboden mit verschiedenen Kräutern und kehrte die Blätter und Stängel wieder aus, wenn sie abends vertrocknet waren und ihren Duft nicht mehr verströmten. Allerdings war es auch gängig, Mädesüßstreu tage- bis wochenlang zu benutzen, da es seinen Duft noch sehr lange verströmt. In England wird Mädesüß Duftpotpourris beigemischt, um diesen eine etwas rundere Note zu verleihen. So war sie die bevorzugte Aromapflanze der englischen Königin Elisabeth I. Allerdings wird der Duft nicht von allen gleicher-maßen geschätzt. Von einigen Menschen wird der Geruch als zu aufdringlich empfunden, was der Pflanze auch den volkstümlichen Namen „Wiesenschabe“ eingetragen hat.
Verwendung in der Pflanzenheilkunde
Mädesüß ist eine alte Heilpflanze, jedoch in Antike und Mittelalter kaum über schriftliche Quellen greifbar. Erst das Circa instans (Mitte des 12. Jahrhunderts) aus der Schule von Salerno beschreibt die Pflanze ausführlich. Adam Lonitzer schrieb in seinem Kräuterbuch: Dieses Kraut Wurzel ist gut für den Stein, desgleichen denjenigen, die mit Mühe harnen und die Lendensucht haben. Das Pulver der Wurzel dient denjenigen, die einen kalten Magen haben und nicht gut verdauen können. Gegen Asthma nimm das Pulver und Enzian im gleichen Gewicht und gebrauche es in der Speise, es hilft ohne Zweifel.
Medizingeschichtlich ist Mädesüß interessant, da lange Zeit aus ihren Blütenknospen Salicylaldehyd gewonnen wurde, ein entzündungshemmender Wirkstoff, der heute in abgewandelter Form als synthetisch hergestellte Acetylalicylsäure verkauft wird. Das Echte Mädesüß, das man damals botanisch noch den Spiersträuchern zuordnete, hat zur Entwicklung des Markennamens Aspirin beigetragen. Während das „A“ für Acetyl steht, ist „spirin“ aus dem Begriff „Spiraeasäure“ abgeleitet. Offizinell ist das Mädesüßkraut, welches unter dieser Bezeichnung im Europäischen Arzneibuch monographiert ist und aus den blühenden Stängelspitzen besteht. Nach Ph. Eur. ist ein Gehalt von mindestens 1ml wasserdampfflüchtiger Substanzen (gebildet durch Säurehydrolyse aus Phenolglykosiden) je kg Droge gefordert. Weiterhin monographiert der Deutsche Arzneimittelcodex Mädesüßblüten mit der älteren Bezeichnung der Droge Spiraeae flos. Wichtige Wirkstoffe sind: Penolglykoside wie Monotropidin und Spiraein, aus denen beim Trocknen in geringen Mengen ätherisches Öl mit Salicylaldehyd und mit Methylsalicylat entstehen; Flavonoide wie Spiraeosid und Gerbstoffe. Medizinische Anwendungen: Mädesüßblüten haben schweiß- und harntreibende Eigenschaften. Der Gehalt an Salicylsäureverbindungen, die ähnlich wie Aspirin wirken könnten, ist jedoch gering, so dass eine entzündungshemmende Wirkung bezweifelt wird. So wird die Droge nur noch zu Schwitzkuren empfohlen wie man sie gern unterstützend bei beginnenden Erkältungen nutzt. Der Einsatz bei rheumatischen Erkrankungen und Gicht zur Erhöhung der Harnmenge ist in der Volksheilkunde bekannt. Die Blüten und die jungen Blätter des Mädesüß werden zu Tee verarbeitet, dem eine gute harntreibende, entzündungshemmende sowie antirheumatische Wirkung nachgesagt wird. Da die in der Pflanze enthaltenen Stoffe jedoch wie bei vielen anderen pflanzlichen Mitteln abhängig von Standortbedingungen in ihrer Dosis stark schwanken, wird in der Regel empfohlen, sich die Pflanzenbestandteile in der Apotheke zu besorgen. Mädesüß soll die übermäßige Produktion von Magensäure eindämmen und so Sodbrennen entgegenwirken.  

Pflanzenbeschreibung
Mädesüß liebt die Ufer von Flussläufen, doch auch mit feuchten Wiesen und Gräben gibt es sich zufrieden. Die mehrjährige Pflanze wird bis zu 1,50 m hoch. Aus dem kriechenden Wurzelstock treiben mehrere kantige Stängel aus. Die Stängel sind im oberen Bereich verzweigt. Die behaarten Blätter wachsen im unteren Bereich dichter, nach oben hin spärlicher werdend. Die Blätter stehen unpaarig gefiedert und haben einen gesägten Rand. Die Rispen der weißlichen Blüten sind in Trugdolden angeordnet. Sobald sie richtig aufgeblüht sind, sehen die Blüten wattig aus.
Erscheinungsbild und Blatt
Das Echte Mädesüß ist eine ausdauernde krautige Pflanze und erreicht Wuchs-höhen zwischen 50 und 150, bisweilen 200 Zentimetern. Die Stängel sind rötlich überlaufen und verzweigen sich erst im oberen Teil. Die Laubblätter sind dunkelgrün gefiedert und stark geadert sowie an der Unterseite weiß beflaumt. Die Fiederblättchen der Laubblätter erinnern an die Blätter der Ulmen, worauf auch die wissenschaftliche Bezeichnung "ulmaria" hindeutet. Beim Zerreiben setzen sie einen Geruch nach Salicylaldehyd (wie Rheumasalbe) frei. Wie die Rinde der Weiden enthält auch die einst Spiraea ulmaria genannte Filipendula ulmaria Salicylsäure. Das Medikament Aspirin erhielt seinen Namen von der "Spiraea". Die Laubblätter besitzen die höchste bekannte Spaltöffnungsdichte von 1300 je Quadratmillimeter.
Blütenstand und Blüte
Die Blütezeit reicht in Deutschland von Juni bis Juli, in Mitteleuropa von Juni bis August. Auffällig sind die schirmrispigen Blütenstände des Echten Mädesüß, die viele Einzelblüten enthalten. Die Blüten verströmen insbesondere abends einen intensiven, honig- bis mandelartigen Geruch. Es kommen Pflanzenexemplare mit männlichen und mit zwittrigen Blüten vor. Die relativ kleinen Blüten sind radiärsymmetrisch und fünfzählig mit doppelter Blütenhülle. Die fünf Kelchblätter sind selten länger als 1 Millimeter. Die fünf creme- bis gelblich-weißen Kronblätter besitzen eine Länge bis zu 5 Millimetern. Die zahlreichen Staubblätter bestehen aus weißen Staubfäden sowie gelben Staubbeuteln. Die sechs bis zehn freien Fruchtblätter sind eiförmig und grün. Die weißen Griffelenden jeweils in rundlichen, gelben Narben.
Frucht und Samen
Je Blüte entwickeln sich meist sechs bis acht leicht schraubig miteinander verdrillte, zusammenstehende Nüsschen, die in ihrer Gesamtheit den Eindruck einer einzelnen Fruchtvermitteln. Die unscheinbaren, zweisamigen, dünnwandigen, lufthaltigen, sich bei der Reife nicht öffnenden, balgartigen Nüsschen sind bei einer Länge von bis zu 3 Millimeter sichelförmig gekrümmt. Aufgrund dieser spezifischen Fruchtform lässt sich das Echte Mädesüß gut vom Kleinen Mädesüß unterscheiden, bei dem die Nüsschen eine gerade Form haben. Mit zunehmender Reife verändert sich die Farbe der Nüsschen von grün zu braun. Im Oktober sind die Nüsschen ausgereift, haben eine flache Form und eine hellbraune, harte Fruchtwand. In den Nüsschen befinden sich die lediglich 1 Millimeter langen Samen.


NELKENWURZ


Die Nelkenwurz ist eine eher unscheinbare Wildpflanze mit kleinen gelben Blüten. Dort wo sie anzutreffen ist, in lichten Wäldern oder an alten Gemäuern wächst sie meist in großen Mengen. Doch kaum jemand kennt die Nelkenwurz heutzutage. Dabei war sie früher eine wichtige Heil- und Gewürzpflanze, die in den meisten Gärten angebaut wurde. Die Wurzel der Nelkenwurz riecht und schmeckt leicht nach Nelke, was ihr auch ihren gebräuchlichsten Namen einbrachte. Man kann sie gegen Durchfall und andere Probleme des Verdauungsapparates verwenden. Auch gegen Entzündungen im Mundbereich kann die Nelkenwurz helfen.
Die Echte Nelkenwurz, auch Gemeine Nelkenwurz genannt, ist eine  Art aus der  Gattung der  Nelkenwurzen, die zur  Familie der Rosengewächse gehört. Dem wissenschaftlichen Gattungsnamen Geum
liegt vermutlich das griechische Wort γεῦμα geuma zugrunde, das den Geschmack einer Sache bedeutet, und auf den Nelkengeruch des  Rhizoms Bezug nimmt, auf den auch der deutsche Trivialname Nelkenwurz verweist. Im Rhizom ist 0,15% Eugenol enthalten, Hauptbestandteil des Gewürznelkenöls. Das Artepitheton urbanus bedeutet städtisch und weist auf häufige Wuchsorte der Pflanze in der Nähe von Siedlungen. Die Echte Nelkenwurz wurde früher als Heilpflanze verwendet, in Klostergärten angebaut und als Zusatz in Kräuter likörgenutzt. Daran erinnert ihr Volksname Benediktinerkraut.

Steckbrief
Heilwirkung:
adstringierend, antibakteriell, blutstillend, entzündungshemmend, örtlich betäubend, schweißtreibend, tonisierend, Rekonvaleszenz, Durchfall, Verstopfung, Verdauungsschwäche, Übelkeit und Erbrechen, Leberschwäche, Fieber, Halsschmerzen, Menstruationsbeschwerden, Zahnschmerzen, Zahnfleischentzündungen, Hämorrhoiden, Hautentzündungen, Schlecht heilende Wunden,
wissenschaftlicher Name:
Geum urbanum
Pflanzenfamilie:
Rosengewächse = Rosaceae
englischer Name:
Avens
volkstümliche Namen:
Benediktenkraut, Echte Nelkenwurz, Gariofilat, Ge-meine Nelkenwurz, Gewöhnliche Nelkenwurz, Hasenauge, Igeleinkraut, Mannskraftwurzel, Märzwurzel, Nägeleinkraut, Nagelchrut, Nelkengaraffel, Sanikula, Stadt-Benedikte, Stadt-Nelkenwurz, Weinwurzel
Verwendete Pflanzenteile:
Wurzel, (Kraut)
Inhaltsstoffe:
Glykosid Gein, Bitterstoff, Gerbstoff, Gerbsäure, Flavone, Eu-genol, ätherische Öle
Sammelzeit:
März und April, September und Oktober

Anwendung
Die Nelkenwurz wird hauptsächlich im Rahmen ihrer zusammenziehenden Eigenschaften angewendet, beispielsweise bei Durchfall und andere Verdauungserkrankungen.
Nelkenwurz als Tee
Den Nelkenwurztee kann man als Aufguss oder Abkochung zubereiten. Man kann ihn wohl nicht unbedingt als wohlschmeckend bezeichnen. Man kann den Tee bei Verdauungsstörungen einsetzen. Durch seine zusammenziehende Kraft wirkt er bei Durchfall. Da er die Verdauungstätigkeit anregt, kann er jedoch auch bei Verstopfung helfen. Auch bei Übelkeit und Erbrechen kann die Nelkenwurz helfen. Bei Zahnfleischentzündungen und Halsentzündungen kann man Nelkenwurztee zum Gurgeln und Spülen verwenden.
Nelkenwurzwein
Früher war die Anwendung der Nelkenwurz als Wein sehr beliebt. Dazu legt man die Nelkenwurzwurzel in Wein ein. Dieser Nelkenwurzwein stärkt die Verdauungsorgane. Außerdem wirkt er tonisierend in der Rekonvaleszenz nach schweren Erkrankungen.
Nelkenwurztinktur
Da der Geschmack des Nelkenwurztees nicht sehr angenehm ist, wird stattdessen gerne eine Tinktur verwendet, denn davon muss man nur geringe Mengen einnehmen. Die Nelkenwurztinktur kann man für die gleichen Zwecke einnehmen wie den Tee oder den Wein. Sie stärkt die Verdauungsprozesse, hilft bei Durchfall und lindert Entzündungen des Mund- und Rachenraumes.
Ätherisches Öl
Wenn man das ätherische Öl der Nelkenwurz erhalten kann, dann kann man es bei Zahnschmerzen verwenden, wie das ätherische Öl der Gewürznelke. Auch bei Zahnfleischentzündungen kann man das ätherische Öl der Nelkenwurz verwenden.
Wurzel kauen
Früher wurde die Wurzel der Nelkenwurz bei Mundgeruch gekaut. Sie hilft auch bei Zahnfleischentzündungen.
Nelkenwurz in der Küche
Als die Gewürznelke früher noch sehr teuer war, wurde die Nelkenwurz manchmal als Gewürz ersatzweise für die Gewürznelke benutzt. Die jungen Triebe der Nelkenwurz kann man als Salat und Gemüse essen.
Heilpflanze
Im Altertum wurde die Echte Nelkenwurz als Heilpflanze verwendet. Plinius empfahl sie bei Brustbeschwerden, für die hl. Hildegard war sie ein probates  Aphrodisiakum. Im Mittelalter und in der frühen Neuzeit wurde sie beispielsweise bei Gelbsucht, Wassersucht und Unterleibskoliken eingesetzt. Weitere Bezeichnungen der Pflanze waren sanamunda (bzw. Sanamundenkraut) und „Heil aller Welt". Bei  Kräuterpfarrer Künzle kam die Echte Nelkenwurz bei Gehirnhautentzündung, Blasenschwäche oder Zahnweh zum Einsatz. In der Homöopathie wird sie bei Entzündungen von Harnblase und Harnröhre verwendet.
Als Heildroge dienen die getrockneten Wurzeln und die Rhizome. Wirkstoffe sind: Gerbstoffe, vorwiegend  Gallotannine;  ätherisches Öl mit einem hohen Gehalt an  Eugenol, das beim Trocknen der Pflanze aus  Gein entsteht,  Myrtananal und  Myrtanol. Die Zuckerkomponente ist  Vicianose, ein Disaccharid aus  Glucose und  Arabinose. Anwendungen: Die Droge wird heute noch gelegentlich in der Volksheilkunde genutzt. Im Vordergrund steht die Gerbstoffwirkung, die durch die antiseptischen Eigenschaften des Eugenols unterstützt wird. Die Anwendung erfolgt bei  Durchfall, Verdauungsbeschwerden, als Gurgelmittel bei Entzündungen der Mund- und Rachenschleimhaut, als Badezusatz bei Frostbeulen und bei Hämorrhoiden, und bei Hauterkrankungen als Umschlag oder als Waschung. Die Nelkenwurz dient auch zur Aromatisierung von  Likör (Benediktiner) sowie in der Kosmetik als Zusatz zu Zahnpasten und Mundwässern.
Verzehr
Früher wurde das Rhizom zur Aromatisierung von Wein und Bier verwendet. Diese Zugabe wurde auch als geeignetes Mittel gesehen, einer möglichen Versäuerung entgegenzuwirken. Junge Blätter können als Mischgemüse und Salat verwendet werden.
Hexenpflanze
Aufgrund des starken Duftes wurde der Echten Nelkenwurz eine antidämonische Wirkung zugesprochen. So wurde das pulverisierte Rhizom dem Malefizpulver zugesetzt, ein Mittel gegen Hexen und Teufel.

Pflanzenbeschreibung
Die Nelkenwurz ist in Mitteleuropa heimisch. Sie wächst in Wäldern und an Waldrändern, aber auch an Hecken, Gebüschen und Mauern. Gerne mögen sie auch alte Gemäuer. Von der Wurzel wird meistens gesagt, sie sei ein kurzes Rhizom von 2 bis 7 cm Länge und ein bis zwei cm Dicke. Je nach Bodenbeschaffenheit und Alter der Pflanze kommt es aber wohl auch zu Wurzeln ohne ausgeprägtes Rhizom. Die Wurzel riecht und schmeckt schwach nach Nelke. In Bodennähe wächst eine ausdauernde Blattrosette. Im Frühling wächst dann eine mittelgroße Pflanze aus der Rosette, die zwischen 30 cm und über einen Meter hoch wird. Sie ist sparrig verzweigt. Die Blätter der Stängel sind grob gesägt und gefiedert. Die eher unscheinbaren Blüten, die meist kleiner als ein Zentimeter sind, haben fünf gelbe Blütenblätter, die auseinander stehen. Aus den Blüten entwickeln sich klettenartige Früchte.
Allgemeine Merkmale
Die Echte Nelkenwurz wächst als  ausdauernde, immergrüne, krautige Pflanze, die Wuchshöhen von etwa 30 bis 120cm erreicht. Da die Überdauerungsorgane dicht an der Erdoberfläche liegen, wird die Echte Nelkenwurz zu den  Hemikryptophyten gezählt. Als Speicherorgan dient ein aufrecht gerichtetes, dickliches und kurzes, 3 bis 4 selten bis 7 Zentimeter langes und 1 bis 2 Zentimeter breites  Rhizom, das auch die  vegetative Vermehrung sicherstellt. Es ist rübenförmig gestaltet und an der Außenseite braun-gelblich gefärbt. Im Querschnitt gesehen besitzt es ein dunkelpurpurnes Zentrum. Charakteristisch ist die reiche Bewurzelung und der Besatz mit Wurzel- und Blattgrundresten. Das Rhizom enthält das  ätherische  Nelkenöl  Eugenol. Die Sprossachse gliedert sich in einen gestauchten rosettenbildenden und einen gestreckten laubblatttragenden Abschnitt, daher wird die Echte Nelkenwurz den Halbrosettenpflanzen zugeordnet.
Erscheinungsbild
Die Echte Nelkenwurz besitzt einen aufrechten Wuchs. Die mäßig breit bis schlanke Sprossachse wächst verzweigt. Sie weist feine Kanten und eine braunrote Färbung auf. Sie ist mehr oder weniger dicht mit langen und kurzen Haaren besetzt.
Blätter
Die grundständigen, in einer Rosette angeordneten Laubblätter entspringen dem Rhizom. Sie sind langgestielt. Die Länge des  Blattstiels misst gewöhnlich etwa 10 Zentimeter, sie kann jedoch auch 15 bis 18 Zentimeter betragen. Der Blattstiel ist behaart und weist Rillen auf. Die  Blattspreite entwickelt eine Länge bis etwa 14 Zentimeter. Sie variiert in der Form von verkehrt-eiförmig bis eiförmig. Sie ist unregelmäßig unpaarig  gefiedert, oft mit einem Paar Fiedern, manchmal auch mit zwei bis drei Paaren größerer Fiederblättchen. Die Endfieder ist mit durchschnittlich 6 (-10) Zentimeter Länge deutlich größer als die Seitenfiedern. Die Blattoberseite der Fiedern weist eine Behaarung auf, die Blattunterseite ist vor allem auf den Blattadern behaart. Die Seitenfiedern sind gelappt, der  Blattrand kann zweifach gesägt bis unregelmäßig gesägt-gekerbt ausgestaltet sein. Die Spreite der Endfieder ist drei- bis fünffach gelappt, manchmal auch tief eingeschnitten.
Die kurzgestielten Stängelblätter mit dreizählig geteilten Blättchen sind wechselständig an der Sprossachse angeordnet. Sie erscheinen nach den Grundblättern. Im unteren Stängelabschnitt ähneln sie diesen und nehmen dann nach oben in ihrer Größe kontinuierlich ab. Die obersten Stängelblätter sind undeutlich dreilappig gestaltet mit gekerbtem Rand. Typisch für die Echte Nelkenwurz sind die auffällig großen  Nebenblätter. Diese befinden sich an der Basis des Blattstiels der Stängelblätter. Sie besitzen eine annähernd rundliche Form und sind laubblattartig gegliedert. Der Blattrand ist kerbzähnig.
Blütenstand und Blüte
Die Blütenstandsstängel entspringen den Achseln der Grundblätter. Die leuchtend gelben Blüten sind in einer lockeren, sparrig verzweigten, wenigblütigen  Zyme zusammengefasst. Die Blüten sind in den Zymen aufrecht gerichtet. Die Einzelblüte besitzt einen langen Stiel. Dieser ist dicht mit langen und kurzen Haaren besetzt. Die Blüten der Echten Nelkenwurz sind radiärsymmetrisch. Sie können zwittrige, männliche oder weibliche Geschlechtsausprägung aufweisen. Hierbei kommen zum einen männliche und zwittrige Blüten auf einer Pflanze gemeinsam vor, was der andromonözischen Verteilung entspricht, zum anderen verteilen sich die Blüten auch  androdiözisch, das heißt, zwittrige und männliche Pflanzen wachsen auf verschiedenen Pflanzen. Auch Exemplare mit rein weiblichen Blüten wurden festgestellt. Die fünfzählige Blüte der Echten Nelkenwurz besitzt ein doppeltes Perianth. Dem Kelch vorgelagert ist ein schmaler grüner  Außenkelch, dessen lanzettlich geformten Segmente eine Länge von 2 bis 5 Zentimeter und eine Breite von etwa 0,5 Zentimeter entwickeln. Die fünf grünen, außen behaarten Kelchblätter besitzen eine breit-dreieckige Form. Ihre Länge variiert zwischen 4 und 7 Millimeter. Zur Blütezeit liegen sie ausgebreitet der Blüte an, zur Fruchtzeit sind sie zurückgeschlagen. Die fünf leuchtend gelben gerundeten, schmal verkehrt-eiförmigen Kronblätter werden etwa 3 bis 6 Zentimeter lang. Sie fallen bald nach dem Erblühen ab.  Staubblätter sind in Vielzahl vorhanden. 60 bis 80 sehr kleine freie Fruchtblätter stehen auf der gewölbten Blütenachse. Die Fruchtknoten sind oberständig und behaart. Der endständige purpurfarbene Griffel ist in zwei Teile gegliedert. Der untere hakenförmige Teil ist kahl, der obere Teil geht von der Hakenspitze ab und ist mehr oder weniger federförmig behaart. Die Blütezeit erstreckt sich von Mai bis Oktober.
Frucht
Die zahlreichen Fruchtblätter entwickeln sich zu kleinen behaarten Nüsschen. Diese stehen an der zapfenförmigen Blütenachse, die zur Fruchtzeit stark vergrößert ist. Der verlängerte und verhärtete Griffel verbleibt an der Frucht. Im oberen Drittel, an der Stelle an der der Griffel geknickt ist, befindet sich ein zartes Trenngewebe, von wo sich bei Fruchtreife das kürzere obere Griffelstücks ablöst. An der Frucht verbleibt der hakenförmig gekrümmte Griffelrest.



BACHBLÜTEN
Man ist unschlüssig sprunghaft, innerlich unausgeglichen (28 Scleranthus)
-
Diese Menschen sind sehr unschlüssig, aber auch sehr sprunghaft und sind auch innerlich sehr
 unausgeglichen
- Mit der dementsprechenden Bachblüte können sie ihre Unschlüssigkeit und die Sprunghaftigkeit überwinden
 und das innerlich ausgeglichener verschwindet auch allmählich


BACHBLÜTEN
Man hat Nebenwirkungen von seelischen oder körperlichen Erschütterung noch nicht verkraftet. Egal wie weit zurückliegend oder erst kürzlich geschehen (29 Star of Betlehem)
-
Diese Menschen haben Nebenwirkungen von seelischen oder auch körperlichen Erschütterungen noch nicht
 ganz verkraftet. Es ist egal wie weit es zurückliegt
- Mit der dementsprechenden Bachblüte können sie über solcher Erschüt-terungen überwinden


ERNÄHRUNG
Doppelbindungen in den Fettsäuremolekülen, neben eine räumliche Anord-nung. Ändert sich diese, kommt es zur Bildung sogenannten Trans-Fettsäuren, die ihre ursprüngliche biologische Funktion nicht mehr erfüllt.
Trans-Fettsäuren kommen vor allem in Lebensmitteln vor, bei deren Herstellung teilgehärtete Fette verwendet wurden: Blätterteig, Fast Food (-30%), Frittiertes, Kekse, Fertigsuppen


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