Kraft durch Kräuter und Bachblüten

Direkt zum Seiteninhalt

Hauptmenü

06.08.2018

täglichen News > Newsletterarchiv > 2018 > August > 06.08.18-12.08.18


ROSSFENCHEL

Plinius
erwähnt unter dem Namen Phellandrium eine medizinisch gebrauchte Wasserpflanze, doch ist seine Beschreibung so lückenhaft, dass sich in ihr weder unser Wasserfenchel noch eine andere Pflanze mit Sicherheit erkennen lassen. In späterer Zeit wurde der Ross- oder Wasserfenchel gegen Pferdekrankheiten, hauptsächlich Kropf und Influenza, gebraucht und wurde von den deutschen Botanikern des Mittelalters als Cicuta aquatica s. palustris und Cicutaria abgebildet und beschrieben. Unter dem Namen Phellandrium finden wir die Pflanze zuerst bei Dodonaeus im Jahre 1583. Äußerlich wurde sie von Boerhaave zur Heilung von Gangrän, von anderen Autoren bei Krebsgeschwülsten und frischen und eiternden Wunden empfohlen. Erst 1739 machte Ernesting in Braunschweig besonders auf den Wasserfenchel aufmerksam und wies auf die Art der Anwendung, speziell als Fiebermittel, hin. Großes Aufsehen erregte der Umstand, daß Ernesting seinen an Lungenschwindsucht leidenden Bruder mit diesem Mittel wiederherstellte. Man gab die Früchte, Fructus Phellandrii s. Foeniculi aquatici als Pulver, in Pillen, Latwergen und als Aufguß. Ver-wechselungen können mit Cicuta virosa L., Sium latifolium und Berula angustifolia Koch vorkommen.

Steckbrief
Heilwirkung:
Asthma, Blähungen, Bronchitis, Brustdrüsenentzündung, Darmkoliken, Husten, Magenkoliken, Mundgeruch, Schwindel, Wunden, entzündungshemmend, schleimlösend
wissenschaftlicher Name:
Phellandrium aquaticum
Pflanzenfamilie:
Doldenblütler = Apiaceae
Verwendete Pflanzenteile:
Früchte (Samen)
Sammelzeit:
August und September

Anwendung
Phellandrium aquaticum beeinflusst günstig Lungenkrankheiten mit reichlichem, schleimigem Auswurf.
Man gibt es mit gutem Erfolge bei Lungentuberkulose (mit Fieber, Nachtschweißen und anhaltendem Husten), Bronchitis foetida und Bronchiektasie. Auch bei Asthma wurden gute Resultate gezeitigt. Außerdem wird es bei beginnender Mastitis, Kopfschmerzen mit Augenentzündung, bei Trübsichtigkeit, Schwindel und Krampfadergeschwüren (Umschläge mit 30 Tropfen der Tinktur auf ½ Liter Wasser) empfohlen. F. Hilverkus verordnet es auch bei Schmerzen in der Brust stillender Frauen beim Saugakt.
Vereinzelt wird Phellandrium auch eine günstige Wirkung auf die Verdauungsorgane, so z. B. bei Blähungen und üblem Mundgeruch, zugesprochen. J. Bastian nennt als weitere Indikation noch Adipositas.
Phellandrium wird häufig im Teegemisch u. a. mit Salvia, Malva, Anisum, Foeniculum, Farfara und Plantago lanceolata verordnet.
Angewandter Pflanzenteil:
Nur die alten Kräuterbücher erwähnen die Verwendung der ganzen Pflanze (Matthiolus) oder der Wurzel und der Samen (Lonicerus). Später werden nur noch die Samen gebraucht (Geiger, Potter, Clarke, Bohn, Thoms u. a.). Auch das HAB. läßt die Tinktur aus den reifen Samen gewinnen (§ 4). Ebenso wird das "Teep" aus den frischen, reifen Samen bereitet.

Pflanzenbeschreibung
Die ein- oder zweijährige, bis 150 cm hohe Pflanze mit möhrenförmiger Grundachse und sparrig verästeltem Stängel ist wegen ihrer Verschiedenblättrigkeit den Botanikern schon lange aufgefallen. Die Primärblätter besitzen linealische bis fädliche, verlängerte Zipfel letzter Ordnung. Diese werden bei der Wasserform der Phellandrium aquaticum beibehalten. Die Landform hingegen entwickelt Folgeblätter, die in allen Teilen kleiner, derber und weniger zerteilt sind. Die weißen Dolden sind acht- bis zwölfstrahlig. - Der Wasserfenchel ist in Eurasien beheimatet und bevorzugt seichte Gewässer mit schlammigem Untergrund und luftarmem Wasser, in dem er den ganzen Winter hindurch fortvegetieren kann. Nach einmaligem Fruchten stirbt der Stängel ab. Die Pflanze kann jedoch durch überwinternde Ausläufer ausdauern. Sie gilt als giftverdächtig. Es ist wohl möglich, dass - wie bei manchen Giftpflanzen - der Standort auf einen etwaigen Giftgehalt großen Einfluss ausübt. Blütezeit: Juli bis August.




SANDDORN

Der Sanddorn gehört zu den wenigen Pflanzen, die auf Dünen gedeihen. Man findet ihn aber auch im Gebirge an Bachufern und natürlich in Gärten. Mit seinen schmalen, silbrigen Blättern und den leuchtend orangenen Früchten sieht der Sanddorn sehr attraktiv aus. Seine Früchte sind aber auch wahre Vitaminbomben und helfen bei Vitaminmangelzustände und dessen Folgen. So kann man den Sanddorn gegen Erkältungsneigung und nach langen Krankheiten einsetzen.
Sanddorn, auch Fasan(en)beer(e), Haffdorn, Seedorn, genannt, ist eine Pflanzenart aus der Gattung der  Sanddorne innerhalb der Familie der Ölweidengewächse. Der botanische Gattungsname Hippophae enthält die beiden griechischen Wörter hippos (Pferd) und phaes (leuchtend). Das  Artepitheton rhamnoides geht auf das Wort rhamnus zurück, was Dorn bedeutet und auf die Bewehrung des Sanddorns Bezug nimmt. Die Früchte des Sanddorns sind für ihren hohen Vitamin-C-Gehalt bekannt und werden insbesondere in Nahrungsmitteln und Getränken sowie in Hautpflegeprodukten verarbeitet.

Steckbrief
Heilwirkung:
adstringierend, tonisierend, Erkältung, Appetitlosigkeit, Durchfall, Darmentzündung, Vitamin-C-Mangel, Frühjahrsmüdigkeit, Immunsystem steigernd, Gicht, Herzschwäche, Müdigkeit, Hautprobleme, Akne, Dekubitus, Strahlenschäden, Leichte Verbrennungen
wissenschaftlicher Name:
Hippophae rhamnoides
Pflanzenfamilie:
Ölweidengewächse = Elaeagnaceae
englischer Name:
 Sea Buckthorn
andere Namen: Amritscherl, Audorn, Dünendorn, Fasanbeere, Haffdorn, Korallenbeere, Sandbeere, Rote Schlehen, Seedorn, Weidendorn, Weisseldorn
falsche Schreibweisen:
Sandorn
Verwendete Pflanzenteile:
Beeren, Samen
Inhaltsstoffe:
Vitamin C, Vitamin B12, Vitamin E, Beta-Carotin, Öl, Gerbstoffe, Gerbsäure, Beta-Sitosterol, Flavone
Sammelzeit:
August bis Dezember

Anwendung
Sanddorn wird heute in einer breiten Produktpalette angeboten. Aufgrund schwieriger Erntebedingungen und einer langen Anlaufphase von etwa sechs bis acht Jahren bis zur ersten Ernte ist Sanddorn ein relativ teurer Rohstoff.
Nutzung in der Medizin
Volksheilkundlich werden die frischen reifen Sanddornfrüchte und das Sanddornkernöl genutzt. Sanddornfrüchte wendet man in Form von Säften und Extrakten an. Aufgrund ihres hohen Gehalts an  Vitamin C verwendet man sie bei Anfälligkeit auf Erkältungskrankheiten, bei fieberhaften Infekten sowie in der  Rekonvaleszenz. Das fette Öl fördert die  Wundheilung, diese Eigenschaft wird in Osteuropa schon lange zur Heilung von Strahlenschäden z. B. durch Röntgenstrahlen oder bei Sonnenbrand genutzt. Der versuchsweise Einsatz bei  Neurodermitis war dagegen nicht überzeugend. In  Mitteleuropa ist Sanddornkernöl neuerdings in zahlreichen Kosmetikprodukten enthalten.
Verwendung als Nahrungsmittel
Für den Frischverzehr hat Sanddorn eher eine geringe Bedeutung. Ansonsten existieren ähnliche Verwendungsmöglichkeiten wie bei anderen Beerenfrüchten, wobei die Verwendung als Fruchtmus, Fruchtsaft und, in getrockneter Form, als Gewürz herausragt. Als Getränk wird Sanddorn als orangefarbener dicker Fruchtsaft,  Nektar und als Bestandteil von Mixgetränken und Cocktails angeboten. Die Beeren werden auch zu alkoholischen Getränken wie Obstwein und  Likör (Fasanenbrause) verarbeitet. Sanddornfrüchte werden traditionell auch als aromatische Zutat in  Kräuter- und Früchtetees verwendet. In den letzten Jahren sind Kräuter- und Früchteteemischungen mit Sanddornbeeren beliebter geworden. Der säuerliche Geschmack verleiht zum Beispiel  Rooibos eine besondere Note. Auch  Konfitüre oder  Fruchtaufstrich kann aus Sanddorn hergestellt werden. Die Kerne werden gleichermaßen zur Gewinnung von hochwertigem Pflanzenöl für  Hautpflegeprodukte und Nahrungsergänzungsmittel verwendet, wie auch das aus Herstellersicht wertvollere Fruchtfleischöl. Nebenwirkungen bei der Einnahme von Sanddornöl oder Saft, auch über lange Zeiträume, sind nach einer Studie der Universitäten Dresden und Sofia nicht bekannt.
Innerlich
Das Haupteinsatzgebiet des Sanddorns sind Vitaminmangel-Zustände und allgemeine Schwäche beispielsweise in der Rekonvaleszenz. Er wird auch gerne gegen Erkältungen und vor allem gegen Erkältungsneigung angewendet.
Frischsäfte und Marmeladen
Hierzu kann man die Sanddorn-Beeren in Form von Frisch-Säften oder anderen Zubereitungen der frischen Früchte zu sich nehmen. Aufpassen sollte man jedoch, dass man keine Sanddornprodukte kauft, bei denen der Sanddorn nur eine Alibi-Funktion hat und nur in geringer Menge enthalten ist. Sanddornsäfte und Brotaufstriche kann man zur allgemeinen Stärkung und bei erhöhtem Vitaminbedarf zu sich nehmen.
Tee
Aus den Sanddornfrüchten kann man auch einen Tee zubereiten. So ein Sanddorntee ist vor allem in Indien beliebt und gilt auch als festlicher Genusstee.
Vitamin C
Der Sanddorn beugt vor allem gesundheitlichen Problemen vor, die durch einen Mangel an Vitamin C entstehen können, denn der Vitamin-C-Gehalt des Sanddorns ist deutlich höher als in Zitrusfrüchten. Nur Hagebutten können es in Puncto Vitamin-C mit dem Sanddorn aufnehmen.
Vitamin B12
Eine Besonderheit des Sanddorn ist jedoch sein Gehalt an Vitamin B12. Dadurch gehört es zu den wenigen pflanzlichen Nahrungsmitteln, die dieses Vitamin enthalten. Sanddorn wird dadurch zur wichtigen Vitamin-B12-Quelle für Veganer, die vollständig auf tierische Nahrungsmittel verzichten.
Äußerlich
Auch das Öl aus den Sanddorn-Samen und aus dem ölhaltigen Fruchtfleisch ist sehr wertvoll. Man kann daraus Hautcremes herstellen, die die Haut jung halten. Das Öl hilft auch bei der Heilung von Verbrennungen und Geschwüren durch Wundliegen.

Pflanzenbeschreibung
Der Sanddorn kommt ursprünglich aus Nepal, ist aber schon seit Jahrtausenden fast weltweit heimisch. Er wächst besonders gerne auf Dünen am Meer, aber er kommt auch in Gebirgen vor, beispielsweise in den Alpen und im Schwarzwald, wo er an Uferböschungen wächst. Aufgrund seiner wertvollen Früchte wird der Sanddorn auch angebaut und weil er hübsch aussieht, wird er auch in Gärten als Zierpflanze kultiviert. Der winterharte Strauch kann bis zu fünf Meter hoch werden, aber da er langsam wächst, dauert es lange, bis er so groß ist. Mit seinen langen Wurzeln kann der Sanddorn auch an trockenen, sandigen Standorten Fuß fassen, wo kaum andere Pflanzen gedeihen. Die rotbraunen Äste des Sanddorn tragen Dornen, was dem Sanddorn, zusammen mit seiner Vorliebe für sandige Standorte, seinen Namen eingebracht hat. Die graugrünen Blätter des Sanddorn sind sehr schmal und linealisch. Auf der Unterseite glänzen sie weißlich. Im April blüht der Sanddorn mit kleinen, gelben Blüten, die sehr unscheinbar aussehen. Zwischen August und Dezember reifen die orangefarbenen, eiförmigen Beeren heran, die der hauptsächlich genutzte Teil des Sanddorns sind. Die Beeren wachsen traubig direkt an den Zweigen. Die Beeren schmecken sauer und haben im Innern einen kleinen Samen.
Erscheinungsbild und Wurzel
Der Sanddorn wächst als sommergrüner Strauch und erreicht Wuchshöhen von 1 bis 6 Metern. Die Zweige des Sanddorns bilden verdornte Kurztriebe aus und erscheinen ähnlich wie die Knospen durch zahlreiche kleine anliegende Schuppen bronzefarben bis silbergrau. Er verfügt über ein tief- und weitreichendes  Wurzelsystem, das sich 1,5 bis 3 Meter in die Tiefe und in waagrechter, bzw. schräger Richtung bis zu 12 Meter nach allen Seiten erstreckt. Die am  Wurzelhals entspringenden Bereicherungs- oder Langwurzeln kriechen dicht unter der Erdoberfläche. Sie bilden reichlich Wurzelbrut und sorgen auch auf flachgründigen Böden, wie sie beispielsweise an Küstengebieten mit weitausgedehnten Steilufern vorkommen, für eine feste Verankerung.  
Blatt
Die wechselständig angeordneten Laubblätter sind weidenähnlich und kurz gestielt. Sie besitzen je nach Unterart eine Länge zwischen 40 und 80 Millimetern und eine Breite von etwa 3 bis 8 Millimetern. Die einfache Blattspreite ist linealisch-lanzettlich mit keilförmigen Spreitengrund und spitz bis stumpfer Blattspitze. Der glatte  Blattrand rollt sich leicht nach oben. Die Blattoberseite ist anfangs mit sternförmigen Haaren besetzt, verkahlt in der Folge und zeigt dann eine graugrüne Färbung. Die Blattunterseite ist dicht mit  Schildhaaren bedeckt und weist deswegen eine weiß-filzige Behaarung auf.
Blütenstand und Blüte
Der Sanddorn ist zweihäusig (diözisch) und blüht vor dem Laubaustrieb. Die kleinen gelblichen, eingeschlechtigen Blüten werden in Mitteleuropa ab März sichtbar und die Blütezeit erstreckt sich von März bis Mai. Sie bilden sich an der Basis vorjähriger Triebe. Die männlichen Blüten stehen an sehr kurzen Stielen in einem kugeligen Blütenstand. Kronblätter werden nicht ausgebildet. Die vier Staubblätter werden von einer tief zweiblättrigen Kelchröhre bogenförmig bedeckt, deren Zipfel länger als die Kelchröhre sind. Der  Pollen wird in den Kelchblättern gespeichert und erst wenn er getrocknet ist über den Wind ausgebreitet. Die 5 Millimeter großen, weiblichen gelbgrünen, röhrigen Blüten sind etwas länger gestielt. Sie stehen in einem kurzen ährenförmigen Blütenstand. Sie besitzen eine längere Kelchröhre als die männlichen Blüten, die mit zwei kurzen Kelchzipfeln ausgestattet ist. Der oberständige Fruchtknoten besteht aus einem Fruchtblatt, welches eine Samenanlage enthält. Er geht in einen langen  Griffel über.
Frucht
Von Anfang August bis Anfang Dezember bringt die Pflanze die kennzeichnenden 6 bis 8 Millimeter langen, ovalen, orangeroten bis gelben Früchte hervor, die botanisch als  Schein- Steinfrüchte bezeichnet werden. Sie entwickeln sich zahlreich an den Zweigen der weiblichen Sträucher und bilden sich unter Beteiligung der bei Reife fleischig werdenden Kelchröhre, die den einzigen Samen pro Frucht umgibt. Das Fruchtfleisch weist eine dünn-breiige Konsistenz auf und enthält  ätherische Öle. Die Fruchthaut erscheint durch platte, schildförmige Schuppenhaare getüpfelt. Die steinartigen, außen braun gefärbten Samen sind länglich-rund geformt und besitzen einen weißen Kern. Sie sind 2,8 bis 5,3 Millimeter lang und ihre Breite variiert von 1,4 bis 2,7 Millimeter. Sie benötigen Licht und Kälte zur Keimung.



BACHBLÜTEN
Man neigt dazu, schnell in innere Panik zu geraten (26 Rock Rose)
- Diese Menschen neigen dazu, recht schnell in ihren inneren in Panik zu geraten
- Mit der dementsprechender Bachblüte können Sie es allmählich überwinden


BACHBLÜTEN
Ich bin erschöpft (27 Rock Water)
- Diese Menschen sind sehr häufig komplett erschöpft
- Mit der dementsprechender Bachblüte können Sie diese Erschöpfung überwinden


ERNÄHRUNG
Begriff Lebensmittel  
Lebensmittel: sind Stoffe, die dazu bestimmt sind, zum Zweck der Ernährung im rohen, zubereiteten, be- und
verarbeiteten Zustand von Menschen aufgenommen zu werden.
Nahrungsmittel: dienen der menschlichen Ernährung. Man unterscheidet pflanzliche und tierische Nahrungs-mittel. Sie werden roh oder verarbeitet gegessen.
Genussmittel: z.B. Tabak. Dienen der menschlichen Ernährung. Sie üben eine anregende Wirkung aus, haben keinen oder fast keinen Nährwert. Auch Alkohol wird zu den Genussmittel gerechnet, er hat jedoch einen hohen Energiegehalt.


Zurück zum Seiteninhalt | Zurück zum Hauptmenü