Kraft durch Kräuter und Bachblüten

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06.07.2018

täglichen News > Newsletterarchiv > 2018 > Juli > 02.07.18-08.07.18


WASSERDOST      

Der Wasserdost ist eine meiner Lieblingsheilpflanzen. Denn er stärkt das Immunsystem, was bei allen Erkältungen und Grippe sehr hilfreich ist. Und Erkältungen sind ja nun wirklich sehr verbreitet. Wenn in meiner Familie jemand anfängt zu schniefen, bekommt er immer gleich eine ordentliche Portion Wasserdosttinktur. Meistens hilft das ganz gut.
Der Gewöhnliche Wasserdost, auch Kunigundenkraut genannt, ist eine Pflanzenart aus der Gattung Wasserdost innerhalb der  Familie der Korbblütler.

Steckbrief
Heilwirkung:
Abwehrschwäche, Schnupfen, Heuschnupfen, Erkältungen, Grippe, Rekonvaleszenz, Leber,  Galle,  Milz,  Eierstockentzündung, Ödeme, Geschwollene Füße, Hautausschläge
wissenschaftlicher Name:
Eupatorium cannabinum
Pflanzenfamilie:
Korbblütler = Asteraceae
englischer Name:
 Hemp Agrimony
volkstümliche Namen:
Kunigundenkraut, Wasserhanf
Verwendete Pflanzenteile:
das ganze Kraut
Inhaltsstoffe:
Eupatorin, Bitterstoffglykosid, Harz, Gerbstoffe, ätherisches Öl,  Pyrrolizidinalkaloide
Sammelzeit:
Juli bis September

Anwendung
Wasserdost wird seit langem als Heilpflanze verwendet. Er ist auch heute noch Bestandteil vieler pflanzlicher Arzneimittel. Der Wasserdost enthält: Eupatorin (ein zytotoxisches Flavon), Bitterstoffglykosid, Harz,  Gerbstoffe, ätherisches Öl, Saponine, Polysaccharide, Pyrrolizidinalkaloide. Gerade aufgrund der enthaltenen Pyrrolizidinalkaloide wird eine Anwendung neuerdings kritisch gesehen. Traditionell wird Eupatorium cannabinum bei Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises, bei Fieber und bei grippalen Infekten eingesetzt. Die immunstimulierende Wirkung ist in erster Linie auf den Gehalt von immunstimulierenden Polysacchariden zurückzuführen.
Bei allen Erkältungen und Infektionen kann der Wasserdost zur Steigerung des Immunsystems eingesetzt werden. Zu diesem Zweck nimmt man ihn entweder als Tee, der als Kaltauszug bereitet werden sollte oder als Tinktur. Die beste Wirkung wird entfaltet, wenn man gleich zu Beginn der Erkältung mit der Wasserdostbehandlung anfängt. Außerdem habe ich gute Erfahrungen zur Linderung von Heuschnupfen gemacht. Da er auch die Leber reinigt und Milz und Galle anregt, wird er auch zur Blutreinigung eingesetzt. Dadurch wirkt er auch innerlich und äußerlich hilfreich bei Hautausschlägen. Bei Ödemen kann er helfen, weil er Niere und Blase anregt, das überflüssige Wasser auszuscheiden. In seiner Hauptwirkung (Immunsystem) erinnert er stark an den Sonnenhut mit dem Vorteil, daß er auch wild wächst und das ganze üppige Kraut verwendet werden kann.
Hinweis! Weil der Wasserdost Pyrrolizidinalkaloide enthält, steht er im Verdacht bei lang andauernder hoch dosierter Anwendung die Leber zu schädigen und eventuell Leberkrebs auszulösen.

Pflanzenbeschreibung
Der Wasserdost wird ca. 150 bis 300 cm groß und ist am leichtesten an seinen rauhen länglich-spitzen Blättern zu erkennen, die schräg nach oben stehen. Ab Juli blüht er zartrosa in büscheligen Trugdolden. Dies ist die beste Zeit zum Sammeln. Da die Blätter an Hanf erinnern, wird er auch Wasserhanf genannt. Er hat aber mit dem echten Hanf, botanisch gesehen, nichts zu tun. Ein anderer Name ist: Kunigundenkraut. Seine normale Heimat sind Auwälder, Flußufer und andere feuchte Stellen.
Vegetative Merkmale
Der Gewöhnliche Wasserdost ist eine sommergrüne, ausdauernde, krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 50 bis 175 Zentimetern erreicht. Der unverzweigte und reich beblätterte  Stängel ist oft rötlich überlaufen. Seine gegenständig angeordneten  Laubblätter sind handförmig fiederteilig mit drei bis sieben Fiedern. Die Blattränder sind lappig gezähnt.
Generative Merkmale
Die Blütezeit reicht von Juli bis September. Der dichte, leicht gewölbte, schirmrispige Gesamtblütenstand enthält zahlreiche körbchenförmigen Teilblütenständen. Die stumpfen Hüllblätter sind dachziegelartig angeordnet. Der Körbchenboden besitzt keine Spreublätter. Die Blütenkörbchen enthalten ausschließlich vier bis sechs  Röhrenblüten. Die Röhrenblüten sind aus fünf rosafarbenen, seltener weißen Kronblättern verwachsenen. Aus der Blütenröhre ragen die zwei  Griffeläste weit heraus. Die fünfrippigen Achänen sind 2 bis 3 Millimeter lang. Der Pappus besteht aus vielen Borsten und ist 3 bis 5 Millimeter lang.

Anbau
Im Garten wächst er gut und unkompliziert, wenn man eine Pflanze aus der Natur in seinen Garten umsiedelt. Auffällig ist jedoch, daß die ersten zarten Blättchen erst Mitte April zu sehen sind, wenn die meisten anderen Pflanzen schon zwei Wochen lang zu sehen sind. Dann wächst er jedoch mit rasender Geschwindigkeit. Wenn er sich an einem Platz erstmal richtig eingelebt hat, wird er bis zu 3 m hoch und richtig wuchtig. Eigentlich braucht er viel Wasser und einen eher halbschattigen Platz. Bei uns lässt er sich aber auch von seinem trockenen Sonnenplatz nicht vom jährlichen Wuchern abhalten. Wenn es ganz trocken ist, gieße ich ihn aber ein bisschen. In größeren Töpfen (ab 30 cm) müsste der Anbau auch auf dem Balkon möglich sein, wenn man keinen Garten hat.




ALPEN-HECKENROSE    

Die in den Alpen heimische Wildrose ist ein bis zu 2 Meter hoher Strauch, der in den Bergen oft die Ränder von Mischwäldern ziert. Sie hat im Frühsommer leuchtend karminrosa Blüten, aus denen sich bis in den Herbst rote flaschenförmige Hagebutten entwickeln. Die wilde Alpen-Heckenrose wird in Gärten immer öfter als Zierpflanze gepflanzt. Die vitaminreichen Hagebutten dienen vielen Tiere als Nahrung, die Früchte lassen sich auch zu leckerer Marmelade oder Mus verarbeiten. In der Volksheilkunde werden die Blütenblätter und die Hagebutten ähnlich der Hundsrose vor allem als harntreibendes Mittel und in Teemischungen eingesetzt.
Die Gebirgs-Rose, auch Alpen-Rose, Alpen-Heckenrose, Berg-Rose oder Hängefrucht-Rose genannt, ist eine Pflanzenart aus der Gattung der  Rosen innerhalb der Familie der  Rosengewächse. Sie ist in den Gebirgen  Mittel-, Süd- und Südosteuropas verbreitet. Die Alpen-Rose darf aber nicht mit der Alpenrose verwechselt werden.

Steckbrief
Haupt-Anwendungen:
Erkältungen, Grippe, Harntreibemittel
Heilwirkung:
antioxidativ, blutzuckersenkend, harntreibend, entzündungshemmend
Anwendungsbereiche: Akne, Diuretikum, Durchfall, Erkältungen, Gastritis, Grippe, Harntreibemittel, Harnwegsbeschwerden, Hautpflege, Magenschleimhautentzündung, Nervenschwäche, Rheuma, Skorbut, Stärkung, Steinleiden
wissenschaftlicher Name: Rosa pendulina L.
Pflanzenfamilie:
Rosengewächse = Rosaceae
englischer Name:
Alpine Rose, Cinnamon rose
volkstümlicher Name:
Alpen-Hagrose, Alpen-Heckenrose, Alpenrose, Berg-Rose, Gebirgs-Rose, Hängende Rose
Verwendete Pflanzenteile:
Blütenblätter, Früchte
Inhaltsstoffe:
Äpfelsäure, ätherische Öle, Carotinoide, fettes Öl, Flavonoide, Gerbstoffe, Linolensäure, Linolsäure, Pektine, Rubixanthin, Vitamin-C, Zitronensäure
Sammelzeit:
Blütenblätter: Mai-Juli, Früchte: September-November

Anwendung
Die Hagebutten von Rosa pendulina finden in der Volksheilkunde ähnliche Verwendung wie die Scheinfrüchte von Hundsrose, Kartoffelrose und Weinrose. Sie enthalten Flavonoide, die Vitamine B1 und B2 sowie C,  Gerbsäuren, Gerbstoffe, Pektin, Saccharose, Carotinoide, Geraniol,  Saponine, bis zu 0,02%  ätherisches Öl, Flavonolglykoside, Anthocyane, Vanillin und Chinasäure. Sie werden als Nahrungsergänzungsmittel bei Vitamin-C-Mangel oder bei erhöhtem Bedarf, z. B. bei Erkältungskrankheiten eingesetzt. Die  Kommission E hat aufgrund des schnell abnehmenden Vitamin-C-Anteils in der Droge eine negative Monographie veröffentlicht, das Europäische Arzneibuch fordert einen Mindestgehalt an Ascorbinsäure. Bei vorhandenen Nierensteinen sollten höhere Dosen vermieden werden.  
Hagebuttentee
2 gehäufte Teelöffel getrockneter Hagebutten mit 250ml kaltem Wasser ansetzen, abgedeckt zum Kochen bringen, dann noch 15 Minuten ziehen lassen, abseihen. Hilft gegen Erkältungen und wirkt leicht harntreibend.
Blütentee
Die getrockneten Blüten werden vor allem Mischtees zur Aromatisierung beigemischt. Hebt die Stimmung und stärkt die Nerven.
Hagebuttenmaske
Hagebutten von den Kernen befreien und mit einem Mixstab pürieren, dieses Mus auf die Haut auftragen und etwa 30-60 Minuten wirken lassen. Hilft gegen Hautunreinheiten und glättet die Haut.
Rosenblütenloghurt
Man braucht etwa die doppelte Volumenmenge an Blütenblätter wie Joghurt. Zunächst die Blütenblätter pürieren und anschließend sofort unter den Joghurt geben. Mit etwas Ahornsirup oder Honig süßen. Hebt die Stimmung, hilft gegen Stress, stärkt den Magen und das Herz.

Geschichtliches
Die vitaminreichen Hagebutten dienen seit der Steinzeit als Nahrungsmittel und werden auch heute noch zu Marmelade und Mus verarbeitet. Mittlerweile wird die Pflanze auch als Zierpflanze in Gärten und Parks gepflanzt.

Pflanzenbeschreibung
Die Gebirgs-Rose wächst als sommergrüner, gedrungener  Strauch mit locker verzweigten Ästen und erreicht Wuchshöhen von 0,5 bis 2 Metern. Die Zweige sind meist stachellos, nur im unteren Teil und an jungen Zweigen finden sich gerade, borstenartige Stacheln. Rosa pendulina ist winterhart bis −33 °C. Die 10 bis 12 Zentimeter langen Laubblätter sind in Blattstiel und Blattspreite gegliedert. Die unpaarig gefiederte Blattspreite besteht aus sieben bis elf dünnen, 2 bis 6 Zentimeter langen Blättchen. Zur Blattspitze hin nimmt die Größe der einzelnen Blättchen deutlich zu. Der Blattrand ist zweifach drüsig gesägt. Die Blattoberseite ist matt bläulich grün, die -unterseite heller und spärlich behaart. Die Blütezeit reicht von Mai bis Juli. Die  Blüten stehen fast immer einzeln. Die zwittrigen Blüten sind radiärsymmetrisch und fünfzählig mit doppelter Blütenhülle. Die einfachen  Kelchblätter sind nach dem Blühen (Anthese) auffällig aufgerichtet und fallen nicht vor der Fruchtreife ab. Die fünf rosafarbenen bis leuchtend dunkel-purpurroten  Kronblätter sind in der Mitte heller. Die hängende Frucht (Hagebutte) ist bei einer Länge von bis zu 2,5 Zentimeter eiförmig bis länglich-flaschenförmig, selten kugelförmig und sie reift rot-orangefarben ab. Die Fruchtreife tritt ab August ein. Die Hagebutten werden von Kolkraben, Krähen, Seidenschwänzen, Tannenhähern, Birkhühnern und  Füchsengefressen. Die Alpen-Heckenrose ist in den Gebirgen von Mittel- und Südost-Europa heimisch. Sie wächst bevorzugt Hochstaudenfluren und Ränder von Mischwäldern. Der dauerhafte Strauch wird zwischen 50 und 200 Zentimeter hoch. Die Zweige können wenige bis keine Stacheln haben, die Stacheln sind gerade. Die Blätter sind etwa 9-13 cm lang und bestehen aus 9-11 Blättchen. Die Blättchen sind 2-6cm lang. Die rosa bis dunkelroten Blüten erscheinen zwischen Juni und August. Die Blüten haben einen Durchmesser von etwa 5cm. Aus den Blüten entwickeln sich bis in den Herbst die Samen in Hagebutten. Die Hagebutten sind flaschenförmig, orange bis rot und bis 2,5cm lang, sie tragen am Ende noch die Kelchblätter.

Anbautipps
Alpen-Heckenrose ist nicht besonders anspruchsvoll, sie mag sonnige bis halbschattige Standorte. Sie eignet sich sehr gut als Hecke und zur Befestigung von Hängen. Die Pflanze gibt es preiswert in Baumschulen und Gärtnereien. Eigene Vermehrung ist über Stecklinge von Wildpflanzen möglich.

Sammeltipps
Die Blüten an luftiger Stelle im Schatten auf Papier ausgelegt trocknen oder direkt frisch verarbeiten. Die Hagebutten im ganzen trocknen oder aufschneiden und die Samen entfernen. Man kann die Trocknung der Hagebutten im Backofen o.ä. beschleunigen, sollte aber nicht über 40°C warm werden. Möchte man die Vitamine erhalten, so ist es besser die Früchte zu Marmelade oder Mus zu verarbeiten.



BACHBLÜTEN
Ich habe Angst durchzudrehen (Aspen)
-
Diese Menschen haben große Angst durch zu drehen
- Mit der dementsprechenden Bachblüte wird diese Angst gemindert durchzudrehen


BACHBLÜTEN
Ich bin ein arroganter Mensch (Beech)
-
Diese Menschen können sehr arrogant und hochnäsig sein
- Mit der dementsprechenden Bachblüte kommen sie wieder herunter


ERNÄHRUNG
Ayurveda
Aus dem Sanskrit übersetzt: Wissen vom langem Leben
Ayurveda ist das traditionelle aus Indien stammende Medizinsystem.
Als Behandlungssystem umfass Ayurveda beispielsweise Fastenkuren, Pflanzenheilkunde, ausleitende Verfahren, Öl-Massagen, Bäder oder Meditationen.


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