Kraft durch Kräuter und Bachblüten

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06.04.2018

täglichen News > Newsletterarchiv > 2018 > April > 02.04.18-08.04.18


ADONISRÖSCHEN tt     

Das Adonisröschen ist eine stark wirkende Heilpflanze, die ähnlich wirkt wie der Fingerhut und entsprechend auch giftig ist, wenn auch weniger giftig als der Fingerhut. In der normalen Hausapotheke hat das Adonisröschen deshalb nichts zu suchen, sondern gehört in die Hand eines Fachmanns. Im Gegensatz zum Fingerhut sammeln sich die Digitalisglykoside des Adonisröschens nicht im Körper an und sind daher eher geeignet, über einen längeren Zeitraum eingenommen zu werden. Das Haupteinsatzgebiet des Adonisröschens ist das Herz und seine verschiedenen Schwächen.
Die Adonisröschen sind eine Pflanzengattung in der Familie der Hahnenfußgewächse. Die etwa 30 bis 35 Arten sind in Europa und den kühleren Regionen Asiens beheimatet.

Steckbrief
Haupt-Anwendungen: Funktionelle Herzbeschwerden
Heilwirkung: beruhigend, harntreibend, venenstärkend
Anwendungsbereiche: Asthma, Bronchialasthma, Epilepsie, Fieber, Herzinsuffizienz, eingeschränkte Herzleistung, Herzrasen, Herzrhythmusstörungen, Herzschwäche, Husten, Hypotonie, Hyperthyreose, Kreislaufschwäche, Leichte Herzklappenfehler, Menstruationsbeschwerden, Morbus Basedow, Nervöse Herzbeschwerden, Nervosität, Niedriger Blutdruck, Ödeme, Prostatabeschwerden, Rheuma, Rheumatische Herzbeschwerden, Schilddrüsenüberfunktion, Tachykardie, Venenschwäche, Wassersucht
wissenschaftlicher Name: Adonis vernalis L.
Pflanzenfamilie: Hahnenfußgewächse = Ranunculaceae
englischer Name: False Hellebore
volkstümliche Namen: Frühlings-Adonisröschen, Frühlings-Teufelsauge, Frühes Adonisröschen, Feuerröschen, Blutauge, Falsche Nieswurz, Böhmische Nieswurz
Verwendete Pflanzenteile: Blühendes Kraut ohne Wurzeln (Adoniskraut, Adonidis herba)
Mittl. Tages-Dosis: 0,5 Gramm
Max. Einzel-Dosis: 1 Gramm
Max. Tages-Dosis: 3 Gramm
Interaktionen: Verstärkt die Wirkung anderer Medikamente, z.B. Abführmittel, Mittel zur Natriumausscheidung
Nebenwirkungen: Appetitlosigkeit, Brustvergrößerung bei Männern (Gynäkomastie), Depressionen, Durchfall, Erbrechen, Halluzinationen, Herzrhythmusstörungen, Kopfschmerzen, Psychosen, Pulsbeschleunigung (Tachykardie), Sehstörungen, Starrezustand (Stupor), Verwirrung
Gegenanzeigen: Nicht für Schwangere, Stillende, Kinder, bei Kaliummangel - Personen die empfindlich auf Digitalis-Glykoside reagieren
Inhaltsstoffe: Flavonoide; Verschiedene Digitalis-Glykoside: Adonidosid, Adonivernosid, Cymarin, Adonitoxin, Adonin, Cholin, Harz
Sammelzeit: April/Mai, Die Pflanze ist geschützt! Also nur sammeln, wenn man sie selbst angebaut hat.

Anwendung
Da das Adonisröschen giftig ist, sollte man nicht damit spaßen und auch nicht damit experimentieren. Die Wirkung ist wegen der langsamen Aufnahme schwer einzuschätzen. Das Verhältnis von Adonitoxin und Cymarin unterliegt starken Schwankungen und die Wirkung kann bei der nächsten Pflanze anders sein. Es ist im allgemeinen deutlich milder als der Fingerhut und kann diesen manchmal ersetzen, wenn man Fingerhut-Präparate nicht verträgt.
Fertigpräparate
Am sichersten ist die Anwendung von Fertigpräparaten, z.B. aus der Apotheke, denn in solchen Fertigpräparaten ist die Menge der Wirkstoffe immer einheitlich, sodass eine sichere Dosierung möglich ist. Selbst bei Anwendung von Fertigpräparaten darf man das Adonisröschen nur in Absprache mit dem behandelnden Arzt anwenden. Die Fertigpräparate werden meistens aus dem Pulver der oberirdischen Teile des Adonisröschens zubereitet. Häufig enthalten diese Präparate auch Maiglöckchen, Meerzwiebeln und Oleander, es sind also Mischpräparate.
Tinktur
Generell ist eine Tinktur wirksamer als ein Tee, weil die Glykoside teilweise nicht wasserlöslich sind. Ein großer Teil der Wirkstoffe wird jedoch schon im Magen zerstört, denn die Glykoside reagieren empfindlich auf die Magensäure. Das Selbermachen von Tinkturen ist beim Adonisröschen nicht empfehlenswert. Das liegt einerseits an der Seltenheit des Adonisröschens und andererseits an der Giftigkeit, die das Adonisröschen in eigenen Tinkturen unberechenbar macht. Ärztlich verordnete Tinkturen des Adonisröschens sollte man nur nach Anweisung des Arztes anwenden.
Mischtees
Traditionell wurde das Adonisröschen in der Volksmedizin gerne in Mischtees bei Herzbeschwerden eingesetzt. Die Volksheilkunde verwendet das Adonisröschen auch bei Menstruationsbeschwerden und Fieber. Außerdem wurde das Adonisröschen in der Volksheilkunde bei Ödeme, vor allem gegen geschwollene Füße eingesetzt. Der Vorteil als Bestandteil in Mischtees ist, dass man dabei das Adonisröschen nicht so leicht überdosieren kann.
Homöopathisch
Als homöopathisches Mittel wird Adonis vernalis in niedrigen Potenzen gegen ähnliche Beschwerden eingesetzt wie in der Heilpflanzenkunde. Außerdem verwendet man das homöopathische Adonis vernalis bei Kreislaufschwäche bei Infektionskrankheiten. Manchmal findet Adonis vernalis auch bei Prostatabeschwerden Anwendung. Von Adonis vernalis in homöopathischer Zubereitung nimmt man normalerweise 3 mal täglich 5 - 15 Tropfen ein.
Achtung! Wenn man Digitalisglycoside einnimmt, darf man nicht gleichzeitig auch Adonisröschen-Präparate anwenden.

Vergiftungs-Symptome

Bei Vergiftung mit dem Adonisröschen kommt es zu nervöser Unruhe. Außerdem kann es zu Übelkeit und Erbrechen kommen. Wenn der Verdacht auf Adonisvergiftung besteht, sollte man unbedingt sofort einen Arzt aufsuchen.

Geschichte
Das Adonisröschen ist ursprünglich eine Pflanze der kontinentalen Steppen Eurasiens. So hat es seine Herkunft in den westsibirischen Steppen. Nach den Eiszeiten ist das Adonisröschen stellenweise nach Westeuropa eingewandert. Überall, wo es steppenartig trocken ist und wo die Wiese durch Beweidung relativ kurz gehalten wurde, konnte sich das Adonisröschen heimisch machen. Daher steht die Ausbreitung des Adonisröschens in engem Zusammenhang mit der Schafhaltung. Weil die Schafzucht weniger geworden ist, wird auch das Adonisröschen immer seltener. An manchen Stellen werden extra Schafe gehalten, um die Trockenrasengebiete zu pflegen, und dadurch unter anderem die Lebensbedingungen für das Adonisröschen zu erhalten.
Mittelalterliche Anwendung
In Kräuterbüchern des 16. und 17. Jahrhunderts findet man das Adonisröschen als Mittel bei Herzschwäche und Wassersucht. Etwas später, im 18. Jahrhundert wurde das Adonisröschen zur Modeheilpflanze. Große Mengen der Wurzel wurden in Thüringen ausgegraben und in ganz Europa verkauft. Dadurch wurde das Adonisröschen stark dezimiert und ist heute eine sehr seltene Pflanze.
Sage
Die Sage erzählt, dass der wunderschöne Adonis von Aphrodite geliebt wurde. Auf Zypern wurde Adonis im Rahmen eines Racheaktes der Göttin Artemis von einem Eber getötet. Wo immer nun das Blut des schönen Adonis hin tropft, wächst ein Adonisröschen. Hierbei ist jedoch die Sommerform des Adonisröschens gemeint, denn diese Blume blüht rot. Eine andere Variation der Adonisröschensage stammt aus der römischen Mythologie. Hier ist es der eifersüchtige Mars, der den Eber schickt, um Adonis zu töten. Adonis hatte sich mit der Göttin Venus eingelassen. Venus und Aphrodite sind verschiedene Namen der gleichen Göttin der Liebe.

Pflanzenbeschreibung
Das Adonisröschen gehört zur Familie der Hahnenfußgewächse und gedeiht auf kalkhaltigem Boden an warmen eher trockenen Stellen. Es ist eine typische Pflanze des trockenen Kontinentalklimas. Seine bevorzugten Standorte sind Steppenrasen und Trockenrasen. Da diese Rasenarten selten sind, ist auch das Adonisröschen in den meisten Gegenden sehr selten. In Deutschland kommt das Adonisröschen am häufigsten in trockenen Gegenden Ostdeutschlands vor, beispielsweise in Brandenburg. Überall woanders trifft man nur an wenigen Stellen einige Exemplare an. Daher ist es auch kein Wunder, dass das Adonisröschen streng unter Naturschutz steht. Die mehrjährige Pflanze hat einen fingerdicken Wurzelstock mit vielen Nebenwurzeln. Aus dem Wurzelstock treiben im Frühling 15 bis 30 cm hohe Stängel aus. Die Blätter sind mehrfach gefiedert. Die einzelnen Blattabschnitte sind schmal linealisch, fast wie weiche Nadeln. Zwischen März und Mai blüht das Adonisröschen in kräftigem Gelb. Die Blüten werden bis zu sieben Zentimeter groß. Sie haben viele Blütenblätter. Man kann die Verwandtschaft zum Hahnenfuß und zur Sumpfdotterblume deutlich erkennen. Die Blüten des Adonisröschens sind jedoch sehr viel größer und prachtvoller. An einer Pflanze wachsen meistens mehrere Blüten.
Erscheinungsbild und Blätter
Adonisröschenarten wachsen als einjährige oder ausdauernde krautige Pflanzen. Bei den ausdauernden Arten werden Rhizome als Überdauerungsorgane gebildet. Die aufrechten, manchmal verzweigten Stängel können behaart oder unbehaart sein. Die wechselständig am Stängel angeordneten Laubblätter sind gestielt. Die Blattspreite kann handförmig oder ein- bis dreifach fiederteilig sein, mit fadenförmigen Fiederblättchen. Die Blattränder sind meist glatt, selten gezähnt.
Blütenstände und Blüten
Die gestielten Blüten stehen meist einzeln und endständig ohne Hochblätter an den Stängelverzweigungen; selten stehen sie in einem wenigblütigen, endständigen Blütenstand zusammen. Die zwittrigen Blüten sind radiärsymmetrisch. Die fünf bis acht freien Kelchblätter sind mehr oder weniger grün und 6 bis 22 mm lang. Die 3 bis 24 freien Kronblätter sind 8 bis 35 mm lang; sie sind selten weiß, meist rot oder gelb, oft gestreift oder am Grund dunkel gefärbt. Nektarien fehlen. Es sind 15 bis 80 Staubblätter vorhanden mit dünnen Staubfäden. 20 bis 100 spiralig angeordnete, freie, oberständige Fruchtblätter enthalten jeweils nur eine Samenanlage. Sie besitzen einen Griffel, der in einer erkennbaren, kleinen Narbe endet.
Früchte
Die vielen kleinen, ungestielten, fast kugeligen Nussfrüchtchen sitzen kopfig gedrängt und spiralig angeordnet in einer Sammelfrucht an einer auf 10 bis 40mm verlängerten Blütenachse, die je nach Art zwischen den Früchtchen deutlich zu sehen ist oder nicht. Auf den Früchtchen ist meist der Griffel noch gut erkennbar; er kann gerade oder stark gekrümmt sein.

Anbautipps
Das Adonisröschen gilt als schwer kultivierbar, dennoch lohnt ein Versuch. Für den Anbau des Adonisröschens braucht man einen kalkhaltigen Boden und einen sehr trockenen, sonnigen Standort. Da Schnecken das Adonisröschen sehr gerne essen, sollte man schon vor dem Anpflanzen Maßnahmen gegen Schnecken ergreifen. Das Wachstum benachbarter Pflanzen wird durch das Adonisröschen gebremst, daher eignet es sich nicht für Gruppen mit verschiedenen Blumenarten. Wenn man das Adonisröschen aussäen will, tut man das am besten im kalten Frühbeet sobald die Samen im Sommer reif sind. Die Samen brauchen meistens lange bis sie keimen. Sobald die Pflanzen gekeimt sind und das erste Jahr überstanden haben, kann man sie an ihren Platz im trockenen Beet pflanzen. Einfacher ist es, wenn man die fertigen Pflanzen kaufen kann. Man kann sie dann direkt ins Beet pflanzen.

Sammeltipps
Weil das Adonisröschen streng unter Naturschutz steht, darf man es in der Natur nicht sammeln. Auch bei Pflanzen im eigenen Garten sollte man mit der Ernte sehr zurückhaltend sein. Da die Wirkstoffe des Adonisröschens sehr unterschiedlich stark sind, je nachdem wie der Standort und das Klima ist, kann es sehr leicht zu Unter- oder Überdosierungen bei selbst gesammelten Pflanzen kommen. Am besten freut man sich am wunderschönen Aussehen der sonnengelben Blüten und kauft sich die Präparate aus dem Adonisröschen in der Apotheke.



BÄRENTRAUBE    

Die Bärentraube wächst bevorzugt im Gebirge und sieht der Preiselbeerpflanze sehr ähnlich. Im Unterschied zur Preiselbeere wächst der kleine Strauch der Bärentraube jedoch am Boden entlang und bildet rasenartigen Flächenbewuchs. Die kleinen, ledrigen Blätter der Bärentraube sind die bekannteste Kräutermedizin bei Blasenentzündungen. Da die Pflanze in Deutschland geschützt ist, darf man sie nicht wild sammeln. Man muss die Blätter also entweder kaufen oder stattdessen die Blätter der Preiselbeere verwenden, die ähnlich wirksam sind.
Die Echte oder Immergrüne Bärentraube ist eine Pflanzenart innerhalb der Familie der Heidekrautgewächse. Sie ist auf der Nordhalbkugel in Nordamerika und Eurasien weitverbreitet und wird beispielsweise als Heilpflanze genutzt.

Steckbrief
Haupt-Anwendungen: Blasenentzündung
Heilwirkung: adstringierend, antibakteriell, harntreibend, tonisierend
Anwendungsbereiche: Bronchitis, Vitamin C Mangel, Blasensteine, Nierenbeckenentzündungen, Nierengries, Bettnässen, Gallenbeschwerden, Kopfschmerzen, Ausfluss
wissenschaftlicher Name: Arctostaphylos uva-ursi
Pflanzenfamilie: Heidekrautgewächse = Ericaceae
englischer Name: Bearberry
volkstümliche Namen: Achelkraut, Bärentee, Bärentraubenblatt, Gaden, Garlen, Granten, Harnkraut, Mehlbeere, Moosbeere, Sandbeere, Steinbeere, Willder  Buchsbaum, Wolfsbeere, Wolfstraube
Verwendete Pflanzenteile: Blätter
Inhaltsstoffe: Glykoside Arbutin und Methylarbutin, Gerbsäure, Gerbstoff, Vitamin C, Alantoin, Flavone, Salizylsäure
Sammelzeit: Achtung! Die Pflanze ist geschützt! April bis Oktober

Anwendung
Die Bärentraubenblätter werden vorwiegend bei Entzündungen der Harnorgane, also beispielsweise bei Blasenentzündung, eingesetzt. Das in den Blättern enthaltene Arbutin verwandelt sich im Harn, der durch die Entzündung alkalisch geworden ist, in die Wirkstoffe Hydrochinon und Methylhydrochinon. Diese Wirkstoffe wirken stark antibiotisch. So können Blasenentzündungen und Nierenbeckenentzündungen wirksam bekämpft werden.
Bärentraubenblättertee
Ein Bärentraubenblättertee ist traditionell eine Abkochung. Dazu nimmt man 1 Esslöffel Bärentraubenblätter pro Tasse Wasser und kocht sie etwa 5 Minuten lang. Den fertigen Tee trinkt man solange er noch gut warm ist. 1 - 2 Tassen täglich sind eine sinnvolle Dosierung bei Blasenentzündungen oder Nierenbeckenentzündungen. Wenn die Entzündung besonders akut ist, kann man bis zu 4 Tassen täglich trinken. Man kann Bärentraubenblätter auch als normalen Aufguss oder Kaltauszug zubereiten. Häufig sind Bärentraubenblätter auch Bestandteil von Teemischungen für Niere und Blase. Sie wirken dann milder, aber auch schwächer.
Naturheilkunde
Volksheilkundlich werden die Blätter der Echten Bärentraube bzw. daraus hergestellte Zubereitungen insbesondere bei Harnwegsinfektionen, aber auch bei Durchfall, bei Gallengangsbeschwerden und als Wehenmittel eingesetzt. Für eine therapeutische Wirksamkeit besteht kaum Evidenz. Jüngere Studien legen nahe, dass die Basizität des Harns für die Freisetzung des antibakteriell wirksamen Hydrochinons aus Arbutin eine geringere Rolle spielt als früher angenommen. Die Einnahme sollte nicht länger als acht Tage und nicht öfter als fünf Mal im Jahr erfolgen, da das aus dem Arbutin entstehende Hydrochinon potenziell krebserregend ist und auch eine Schädigung der Leber möglich ist. Die in den Blättern enthaltenen Gerbstoffe können den Magen reizen und führen bei Überdosierung zu Verstopfung. Die Einnahme während Schwangerschaft, Stillzeit sowie bei Kindern unter zwölf Jahren wird nicht empfohlen.  Ein Extrakt der Echten Bärentraube hat im In-vitro-Experiment eine hemmende Wirkung gegen die Pankreaslipase des Schweins gezeigt.
Nahrungsmittel
Die Steinfrüchte werden roh oder gegart gegessen. Sie schmecken roh fade, trocken und mehlig, aber sind nach dem Kochen süßer. Sie sind eine gute Kohlenhydratquelle. Es können beispielsweise kühle Getränke hergestellt werden. Getrocknet können sie gelagert werden. Die mehligen Früchte können zu Sirup oder Marmelade verarbeitet werden.
Färben und Gerben
Wegen des hohen Gerbstoffgehalts wurden die Blätter der Bärentraube früher auch zum Gerben von Leder genutzt. Der gelbe Farbstoff aus den Blättern benötigt keine Zugabe von Beizmitteln. Aus den Früchten kann ein grau-brauner Farbstoff gewonnen werden (Färberpflanze).  
Zierpflanze und Erosionsschutz
Einige Sorten werden als frostharte Zierpflanzen verwendet, beispielsweise für Steingärten oder auf Mauern. Die Bärentraube kann auch gut an der Küste gepflanzt werden. Auch als Erosionsschutz beispielsweise an sandigen Bereichen wird Echte Bärentraube gepflanzt.
Achtung! Wenn bei einer Blasenentzündung Fieber auftritt, sollte man unbedingt einen Arzt aufsuchen. Dieser wird in den meisten Fällen Antibiotika verordnen, die dann auch unbedingt sorgfältig und ausreichend lange eingenommen werden sollten. Wenn man mit einer fieberhaften Blasenentzündung zu sorglos umgeht, kann sich daraus eine potentiell lebensbedrohliche Nierenbeckenentzündung entwickeln. Bärentraubenblättertee ist in solchen Fällen nur noch als Ergänzung zur Schulmedizin sinnvoll.
Nebenwirkungen
Wer einen empfindlichen Magen hat, kann durch Bärentraubenblätter-Tee Magenschmerzen und Übelkeit bekommen. Daher sollte man Bärentraubenblättertee nur maximal eine Woche am Stück und höchstens 5 mal im Jahr anwenden. Dieser Tee ist also kein harmloser Haustee, sondern ein hoch wirksames Medikament mit potentiellen Nebenwirkungen.

Geschichtliches
Da die Bärentraube vorwiegend in Nordeuropa und in mitteleuropäischen Gebirgen gedeiht, war sie den Kräuterärzten der Antike nicht bekannt. Erst ab dem Mittelalter findet man schriftliche Empfehlungen für diese Heilpflanze. Damals wurde die Bärentraube nicht nur bei Erkrankungen des Harnapparates, sondern auch gegen Gallenerkrankungen eingesetzt. Die frischen Blätter wurden früher sogar auf offene Wunden, z.B. an den Beinen, gelegt. Dieser Einsatzzweck ist durchaus sinnvoll, wenn man die adstringierenden, entzündungshemmenden und antibiotischen Fähigkeiten der Bärentraubenblätter bedenkt. Der Name "Bärentraube" entstand, weil die Beeren gerne von Bären gefressen werden. In Skandinavien, wo die Bärentraube häufig vorkommt, werden die herben Beeren ähnlich wie Preiselbeeren verwendet. Man kocht Kompott und Sirup daraus und stellt Gebäck damit her. Sogar zur Färbung von Wolle wurden die Bärentraubenblätter früher verwendet, als es noch reichlich davon gab.

Magische Anwendung
Bei der magischen Nutzung der Bärentraube werden die Blätter in magische Beutel gefüllt, um die übersinnliche Wahrnehmung zu steigern. Wenn man die Zweige der Bärentraube am Körper trug, sollte diese vor Geistern schützen. Auch die nordamerikanischen Indianer benutzten die Bärentraube, bzw. deren nordamerikanische Variante, für ihre religiösen Riten.

Pflanzenbeschreibung
Die Bärentraube ist in Nordeuropa, Mitteleuropa und Nordamerika heimisch. In Mitteleuropa findet man sie fast nur im Gebirge, in den nördlichen Ländern auch in der Ebene. Man findet die Bärentraube vorwiegend in Mooren, Heidegegenden und Nadelwäldern. Als Angehöriger der Familie der Heidekrautgewächse ist die Bärentraube sowohl mit dem Heidekraut als auch mit Preiselbeeren, Cranberry und Blaubeeren verwandt.  Die Bärentraube ist ein mehrjähriger und immergrüner kleiner Strauch, der meistens auf dem Boden entlang wächst. Sie hat kleine, verkehrt eiförmige Blätter, die relativ dick sind und sich ledrig anfühlen. Auf der Oberfläche sind die Blätter fein netzartig gemasert. Aus einigen Blattachseln sprießen kleine weißliche oder rosafarbene Blüten, die in Trauben herabhängen. Aus diesen Blüten reifen rote Beeren (Steinfrüchte) heran.
Erscheinungsbild und Blatt
Die Echte Bärentraube wächst als immergrüner, niederliegender Strauch, auch Spalierstrauch genannt, und erreicht Wuchshöhen von 5 bis 10 Zentimetern, bis zu 50 Zentimetern. Mit seinen aufsteigenden Ästen, die Längen von 20 bis 50 Zentimetern erreichen bildet er Matten. Die Rinde der Zweige besitzt je nach Population eine sehr variable Behaarung, meist ist sie spärlich kurz, manchmal lang oder lang-drüsig behaart, manchmal auch mit unterschiedlichen Haartypen auf einem Exemplar. Die wechselständig an den Zweigen angeordneten Laubblätter sind in Blattstiel und Blattspreite gegliedert. Im unteren Bereich der Zweige stehen die Laubblätter einzeln im oberen Bereich überlappen sie sich. Die Laubblätter sind anfangs behaart und später kahl. Der Blattstiel ist 2 bis 4 Millimeter lang. Die derbe, einfache Blattspreite ist flach und bei einer Länge von 1 bis 3 Zentimetern und einer Breite von 0,5 bis 1,5 Zentimetern meist verkehrt-lanzettlich oder verkehrt-eiförmig, manchmal schmal-elliptisch mit keilförmigen Spreitengrund. Die Blattflächen können glatt, spärlich flaumig behaart oder verkahlend sein. Die hell-grüne oder grau-grüne Blattunterseite ist netzadrig und nicht drüsig punktiert. Die Blattoberseite ist dunkel-grün und glänzend. Der glatte Spreitenrand ist nicht umgerollt.
Blütenstand und Blüte
Die Blütezeit beginnt am Ende des Erstfrühling und reicht von März bis Juni. Der überhängende, einfache oder einfach-verzweigte, traubige Blütenstand enthält drei bis zehn Blüten. Die Blütenstandsachse weist eine Länge von 0,3 bis 1 Zentimetern und einen Durchmesser von über 1 Millimeter auf und ist meist spärlich kurz, manchmal lang oder kurz-drüsig behaart. Die kahlen, nicht anliegenden Tragblätter sind bei einer Länge von 2 bis 6 Millimeter länger als die Knospen, schuppenartig, schmal-dreieckig mit zugespitztem oberen Ende. Der kahle Blütenstiel ist 2 bis 4 Millimeter lang. Die zwittrigen Blüten sind radiärsymmetrisch und fünfzählig mit doppelter Blütenhülle. Die fünf freien Kelchblätter sind haltbar. Die fünf weißen über rosafarbenen bis rötlichen, 5 bis 6 Millimeter langen Kronblätter sind auf fast ihre gesamten Länge verwachsen. Die Blütenkrone ist krugförmig mit fünf zurückgeschlagenen Kronzipfeln. Es sind zwei Kreise mit je fünf freien Staubblättern vorhanden. Die Staubbeutel besitzen zwei zurückgebogene, fadenförmige Anhängsel und öffnen sich am oberen Ende mit Poren. Die Narbe ist kopfig. Der oberständige Fruchtknoten ist kahl.
Frucht und Samen
Die im August bis Oktober reifen und dann scharlachroten, beerenartigen Steinfrüchte sind bei einem Durchmesser von 6 bis 8 Millimeter kugelig. Die innen mehligen Steinfrüchte enthalten fünf bis sieben einzeln stehende Steinkerne.

Sammeltipps
Da die Bärentraube in Deutschland sehr selten und geschützt ist, darf man sie hier nicht in der Natur sammeln. Auch in vielen anderen europäischen Ländern steht die Bärentraube unter Naturschutz. Doch in manchen osteuropäischen Ländern darf die Bärentraube gesammelt werden. Vor dort kommen auch die meisten Bärentraubenblätter, die man im Handel kaufen kann. Theoretisch können die Bärentraubenblätter das ganze Jahr über gesammelt werden. Am besten eignen sich jedoch das späte Frühjahr und der frühe Herbst für eine Ernte. Die gesammelten Blätter werden dann möglichst zügig, aber schonend getrocknet. Da der Hauptwirkstoff Arbutin relativ schnell abgebaut wird, sollte man die getrockneten Blätter maximal 9 Monate lagern, bevor man sie verwendet oder durch frischere Blätter ersetzt.


BACHBLÜTEN
Selbstliebe, Reinigung (10 Crab Apple)
-
Diese Menschen haben kaum oder keine Selbstliebe und sie müssen sich ständig reinigen  
- Mit der dementsprechenden Bachblüte bekommen sie wieder die Selbstliebe zurück und müssen sich nicht
 mehr ständig reinigen


BACHBLÜTEN
Schwierigkeiten, entmutigen mich schnell (11 Elm)
-
Diese Menschen lassen sich schnell entmutigen, wenn Schwierigkeiten auftreten
- Mit der dementsprechenden Bachblüte lassen sie sich nicht mehr so schnell entmutigen, wenn
 Schwierigkeiten auftauchen


ERNÄHRUNG
Körperliche Folgen
Mit Übergewicht gehen meist charakteristische Stoffwechselstörungen und Krankheiten einher. In vielen Untersuchungen wurde eindeutig ein Zusammenhang von Übergewicht und Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Fettstoffwechselstörungen, Diabetes mellitus Typ 2 und Arthrose belegt.


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