Kraft durch Kräuter und Bachblüten

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06.01.2018

täglichen News > Newsletterarchiv > 2018 > Jänner > 01.01.18-07.01.18


UMCKALOABO

Umckaloabo kommt aus Südafrika. Diese Pelargonie hat ihren Namen aus der Sprache der Zulu und ist eine Zusammensetzung aus zwei Wörtern, die in etwa folgendes bedeuten: "Symptome für Lungenkrankheiten" und "Brustschmerzen". Dabei war ursprünglich weniger die Pflanze selbst gemeint, sondern nur der Trunk der aus den Wurzeln (abgekochter Sud) der Pflanze gewonnen wird. Der Engländer Charles Henry Stevens machte um 1900 die Pflanze in Europa bekannt, nachdem er mit einer Umckaloabokur in Südafrika seine Tuberkulose heilte. Da die Pflanze keinen Frost verträgt wird sie von Liebhabern in Töpfen kultiviert. In Südafrika ist die Pflanze in einigen Gegenden verbreitet, wird für medizinische Zwecke mittlerweile auch angebaut um die Wildbestände zu schützen. Die Wurzeln werden nach Deutschland geliefert und ihn mehreren Schritten ein konzentrierter Wurzelauszug (der Spezialextrakt) hergestellt, der in Apotheken vertrieben wird.
Der Auszug aus Pelargonium-sidoides-Wurzeln (auch: Pelargonienwurzelextrakt) wird aus der südafrikanischen Kapland-Pelargonie, einer Pelargonienart, gewonnen und als  Arzneistoff für die Herstellung von Arzneimitteln zur Behandlung der akuten Bronchitis verwendet.

Steckbrief
Haupt-Anwendungen:
Akute Bronchitis, Husten, Tuberkulose
Heilwirkung:
antibakteriell, antibiotisch, antiviral, immunsystemstärkend, schleimlösend
Anwendungsbereiche:
Wurzel Pflanzenheilkunde: Abgeschlagenheit, Bronchitis, Atemwegsinfekte, Darmbeschwerden, Durchfall, Fieber, Gliederschmerzen, Husten, Magenbeschwerden, Rhinopharyngitis, Nasen-Rachen Entzündung, Sinusitis, Nasennebenhöhlenentzündung, Tonsillitis, Mandelentzündung, Tuberkulose, Vorbeugung bei Magengeschwüre, Wurzelrinde Homöopathie: Anwendungsbereich leider nicht bekannt
wissenschaftlicher Name:
Pelargonium sidoides DC.
Pflanzenfamilie:
Geraniaceae = Storchschnabelgewächse
englischer Name:
South African Geranium
volkstümlicher Name:
Kalwerbossie, Kap-Pelargonie, Kapland-Pelargonie, Rabassamin, Umckaloabo
Verwendete Pflanzenteile:
Wurzeln
Inhaltsstoffe:
Amine, Aminosäuren, Cumarine, Favanoide, Gallussäurederivate, Gerbstoffe, Sterine
Sammelzeit:
jederzeit
Gegenanzeigen:
Schwangere, Stillende, Nierenkranke, Leberkranke, bei Blutgerinnungsstörungen

Anwendung
Sud
Die gereinigten Wurzeln werden ausgekocht. Weil der Sud alle Wirkstoffe hat, ist die Verwendung nicht zu empfehlen. Übelkeit, Brechreiz und andere Probleme sind mit der Einnahme verbunden. Nebenwirkungen, die man nur früher bereit war einzugehen, wenn man schwere Krankheiten wie Tuberkulose hatte.
Fertigpräparat
Das Fertigpräparat ist ein alkoholischer Auszug, der von den nebenwirkungsreichen Stoffen befreit ist. Harmlos im Vergleich zum kräftigen Sud afrikanischer Medizinmänner. Der Auszug ist laut Hersteller für Kinder ab einem Jahr geeignet, dem aber verschiedene Kritiker nicht zustimmen.

Geschichtliches
Umckaloabo wurde seit vielen Jahrhunderten, wenn nicht seit Jahrtausenden von den Medizinmännern in Südafrika genutzt. Haupteinsatzgebiet Krankheiten rund um Lunge und Hals. In Europa wurde die Pflanze durch den Engländer Charles Henry Stevens Anfang des 20. Jahrhunderts bekannt gemacht, als er durch eine Umckaloabokur mit Hilfe eines Medizinmannes seine Tuberkulose heilte. Die Kur dauerte 4 Monate. Er und einige andere versuchten das Mittel in England und im deutschsprachigem Raum zu vertreiben, hatten aber immer wieder über Jahrzehnte große Probleme mit der rechtlichen Seite der Vermarktung. Heute wird in Deutschland aus den in Südafrika angebauten Wurzeln ein Mittel hergestellt, das in den Apotheken rezeptfrei verkauft wird. Die Kritik an Umckaloabo ist immer noch nicht verstummt. Kritisiert werden mangelnde Studien zur Wirksamkeit bei der üblichen niedrigen Dosis, Nebenwirkungen und die Gefahr, dass wichtige Schulmedizinische Behandlungen (z.B. Antibiotika) zurückgestellt werden.

Pflanzenbeschreibung
Die Kappelargonie wird 20-60cm groß. Die Wurzeln sind dunkelbraun und knollig. Die Blüten erscheinen zwischen Juli und September. Die Blütenstände sind doldenartig und die 5-zähligen Blüten sind violett oder dunkelrot.

Anbautipps
Die Pflanze kann problemlos in Töpfen aufgezogen werden. Sie mag durchlässige sandige Erde. Sie verträgt keinen Frost und keine Staunässe. Überwinterung in hellem und etwa 8°C warmen Raum.

Sammeltipps
Ist die Pflanze mindestens 3 Jahre alt, kann die Wurzel jederzeit geerntet werden.




WALD-GEISSBART

Der seltene Wald-Geißbart ist ein Bewohner von Bergwäldern und in ganz Europa verbreitet. Schaut man nicht genau hin, so kann man ihn auf den ersten Blick für das wesentlich häufigere Mädesüß halten, das auch Geißbart genannt wird. Bei genauerem Hinschauen sieht man jedoch die großen Blütenrispen. Vor allem die Wurzel wurde in der Volksheilkunde genutzt, die leicht giftigen Blätter als Frühlingsgemüse gegessen. Heute spielt der Wald-Geißbart in der Pflanzenheilkunde keine Rolle mehr, dafür ist er in einigen Gegenden eine beliebte Zierpflanze geworden, da sie ansehnliche große aber pflegeleichte Büsche mit schönen Blütenständen bildet.
Der Wald-Geißbart ist eine Pflanzenart aus der Unterfamilie der Spiraeoideaeinnerhalb der Familie der  Rosengewächse.

Steckbrief
Haupt-Anwendungen:
Fieber, Magenbeschwerden
Heilwirkung:
adstringierend, beruhigend, fiebersenkend, magenberuhigend, tonisierend
Anwendungsbereiche:
Fieber, Geburtshilfe, Gelenkschmerzen, Geschlechtskrankheiten, Insektenbisse, Insektenstiche, Magenbeschwerden, Schwellungen, Tonikum, Venenkrankheiten
wissenschaftlicher Name:
Aruncus dioicus, Aruncus sylvestris
Pflanzenfamilie:
Rosengewächse = Rosaceae
englischer Name:
Buck's beard, Goat's beard
volkstümlicher Name:
Wald-Geißbart, Waldgeißbart
Verwendete Pflanzenteile:
Wurzel, Kraut, Samen
Inhaltsstoffe:
Blausäureverbindungen, Saponine
Sammelzeit:
Wurzel: September-März, Kraut: April-Juli (Blütezeit)

Anwendung
Der Wald-Geißbart ist eine empfehlenswerte Garten- und Parkpflanze, sie ist auch für Wildpflanzengärten sehr geeignet. Ihre Vermehrung kann durch Teilung erfolgen. In Norditalien werden die jungen Triebe als essbares  Gemüse auf den Markt gebracht.
Die Blätter und Stängel enthalten in geringen Mengen Blausäureverbindungen, daher eignet sich das Kraut nicht zum Dauergebrauch oder in größeren Mengen. Schwangere und Stillende sollten die Pflanze nicht benutzen, obwohl das in der Volksheilkunde teilweise empfohlen wird.
Tee
1 Teelöffel Kraut mit 250ml heißem Wasser übergießen, 5 Minuten ziehen lassen, abseihen. Wirkt beruhigend auf den Magen und fiebersenkend.
Wurzel-Brei
Der frische Brei der Wurzel hilft bei Insektenbisse und Insektenstiche.
Wurzel-Tee
1 Teelöffel getrockneter Wurzeln mit 250ml kalten Wasser ansetzen, aufkochen, 15 Minute ziehen lassen und abseihen. Hilft gegen Blutungen nach der Geburt, Magenprobleme, ...
Umschläge
Umschläge mit dem Wurzeltee helfen bei schmerzende Rheumagelenke.
Fußbad
Fußbad mit dem Wurzeltee hilft bei geschwollene Füße.

Geschichtliches
Vor allem die Wurzel wurde in der Volksheilkunde für verschiedene Krankheiten genutzt, Blätter wurden als Frühjahrsgemüse gegessen. Von der Nutzung als Gemüse sollte man aber absehen, da die Blätter eine giftige Blaussäureverbindung enthalten. Öfters wurde der Wald-Geißbart wie Mädesüß eingesetzt, da das Mädesüß auch Geißbart genannt wird. Vermutlich sind einige historische Anwendungen auf diese Verwechslung zurück zu führen. In der modernen Pflanzenheilkunde spielt der Wald-Geißbart keine Rolle. Als Solitär- und Beetpflanze in Ziergärten und als dankbarer Vasenschmuck in einigen Gegenden sehr beliebt.

Pflanzenbeschreibung
Der Wald-Geißbart ist in Europa und Asien heimisch aber selten. Er wächst bevorzugt in Bergwäldern und halbschattigen Hochstaudenfluren. Die mehrjährige Pflanze wird zwischen 80 und 200 Zentimeter hoch. Die doppelt gezähnten Blätter sind eiförmig und gefiedert. Die weißen bis elfenbeinweißen Blüten erscheinen zwischen Mai und Juni. Die kleinen Blüten haben einen Durchmesser von 2-4mm. Der Blütenstand ist rispig und bis 50cm lang. Aus den Blüten entwickeln sich bis in den Herbst die sehr kleinen Samen, die leicht durch kleinste Luftbewegungen verbreitet werden.
Erscheinungsbild und Blatt
Beim Wald-Geißbart handelt es sich um eine  ausdauernde  krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 80 bis 150 Zentimetern erreicht. Sie besitzt ein kurzes, kräftiges, unterirdisches  Rhizom. Aus diesem wachsen aufrechte und bis hinauf zum Blütenstand unverzweigte Stängel, die oft am Grunde verholzen. Die bis zu 1 Meter langen  Laubblätter sind zwei- bis dreifach dreiteilig oder fünfteilig. Die Fiederblättchen sind oval und vorne zugespitzt. Ihre Ränder sind scharf unregelmäßig bis doppelt gesägt. Es sind keine Nebenblätter vorhanden.
Blütenstand und Blüte
Die Blütezeit reicht von Juni bis Juli. Die relativ kleinen, weißen  Blüten stehen in großen, 20 bis 30 Zentimeter langen, endständigen, oft leicht überhängenden  Gesamtblütenständen, die aus  rispig angeordneten schmalen  ährigen Teilblütenständen bestehen. Der Wald-Geißbart sind meist zweihäusig getrenntge-schlechtig (diözisch). Die kurz gestielten, eingeschlechtigen Blüten haben einen Durchmesser von etwa 3 Millimetern. Die weiblichen Blüten sind reinweiß, die männlichen eher cremeweiß.
Frucht und Samen
Je Blüte entstehen drei meist gedrehte Balgfrüchte mit je drei bis fünf Samen. Die Samen sind etwa 2 Millimeter lang und nur 0,1 mg schwer, lanzettlich, und an den Enden geflügelt.

Anbautipps
Wenn der Standort passend ist, ist die Pflanze anspruchslos und vermehrt sich auch von selbst weiter. Den sehr kleinen Samen mit feinem Sand mischen. Am besten im Herbst in Töpfe aussäen und ab einer Größe von 10-15cm ins Freiland. Der Wald-Geißbart mag keine volle Sonne, ein Wanderschatten ist ideal. Der Boden sollte locker, humusreich und feucht (ohne Staunässe) sein. Ältere Pflanze erst im frühen Frühling zurückschneiden.

Sammeltipps
Da die Pflanze selten ist, soll sie nicht in der Natur gesammelt werden. Das oberirdische blühende Kraut ernten, bündeln, an einem luftigen schattigen Ort zügig trocknen. Die Blüten und wenige Blätter als Kraut für Tees in Papiertüten aufheben. Für Tees die Wurzeln reinigen, zerkleinern und an einem warmen Ort trocknen.



BACHBLÜTEN
Du versteckt dein wahres Gesicht, spielst anderen etwas vor (1 Agrimony)
-
Diese Menschen verstecken vor ihren Mitmenschen ihr wahres Gesicht und spielen ihnen eine heile Welt vor
- Mit der dementsprechenden Bachblüte können sie auch einmal ihr wahres Gesicht zeigen und spielen nichts mehr vor


BACHBLÜTEN
Du opferst dich für andere auf (4 Centaury)
- Diese Menschen opfern sich für ihre Mitmenschen auf
- Mit der dementsprechenden Bachblüte können sie auch einmal nein sagen


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