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Behaarte Karde
Die Behaarte Karde ist zierlicher als die Wilde Karde, die Blütenköpfe sind deutlich kleiner. Ist die Wilde Karde ein häufiger Wegbegleiter, so ist die behaarte Karde sehr selten. Man findet diese weiß-gelb blühende Karden-Art an Wegen und Lichtungen von Auwäldern in den submediterranen Teilen Europas. In der Volksheilkunde wird die behaarte Karde genauso eingesetzt wie ihre wilde Schwester, wenn auch viel seltener. Da die Pflanze sehr selten ist, sollte sie nicht gesammelt werden.
Die Behaarte Karde ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Karden in der Unterfamilie der Kardengewächse.
 
Steckbrief
Haupt-Anwendungen: Wundheilung
Heilwirkung: adstringierend, antibakteriell, blutreinigend, diuretisch, harntreibend, immunsystemstärkend, schweißtreibend
Anwendungsbereiche: Volksheilkunde: Borreliose, Durchfall, Fingerwunden, Furunkel, Gallenschwäche, Gicht, Gichtschmerzen, Hautkrankheiten, Kopfschmerzen, Magenschwäche, Ödeme, Rheuma, Sommersprossen, Verdauungsschwäche, Warzen, Wunden
wissenschaftlicher Name: Dipsacus pilosus L.
Pflanzenfamilie: Kardengewächse = Dipsacaceae
englischer Name: Small Teasel
volkstümlicher Name: Behaarte Karde, Borstenkarde, Hirtenstab, Schlanke Karde
Verwendete Pflanzenteile: Wurzel
Inhaltsstoffe: Bitterstoffe, Glykoside, Inulin, organische Säuren, Saponine, Scabiosid, Tannine
Sammelzeit: Frühjahr, Herbst
 
Anwendung
Borreliose
Die Wurzel der Behaarten Karde kann man als Tinktur oder Tee gegen Borreliose einsetzen, wenn eine Therapie mit Antibiotika nicht anschlägt oder auch begleitend zu einer Antibiotikabehandlung.
Tinktur
Die Tinktur wird am besten aus der frischen geernteten Wurzel hergestellt. Drei Wochen soll sie ziehen, bevor man sie abseiht. Von dieser Tinktur nimmt man dreimal täglich 5 - 50 Tropfen.
Tee
Aus der Kardenwurzel kann man auch einen Tee zubereiten. 2 Teelöffel mit 250ml kaltem Wasser ansetzen, aufkochen, 10 Minuten ziehen lassen, abseihen. Der Tee kann innerlich und äußerlich eingesetzt werden.
 
Geschichtliches
Die Wurzeln der verschiedenen Kardenarten werden schon seit der Antike bei verschiedene Krankheiten eingesetzt, besonders im Bereich der Stoffwechselkrankheiten und zur Wundheilung. Neu ist der Einsatz gegen Borreliose, einer Krankheit, die immer öfters durch Zecken übertragen wird und gegen die es noch keine Impfung gibt.
 
Pflanzenbeschreibung
Die Behaarte Karde ist eine zweijährige Pflanze, die Wuchshöhen von 60 bis 120 Zentimeter erreicht. Sie ist aufrecht und verzweigt. Sowohl Stängel als auch Laubblätter sind mehr oder weniger stark borstenhaarig und stachelig. Die Laubblätter sind am Grund verwachsen. Die untersten sind langgestielt, eiförmig, in der Regel ganzrandig und haben manchmal zwei kleinere Seitenfiedern. Die oberen Blätter sind eiförmig-elliptisch, kurzgestielt und oft dreiteilig. Die weiß oder gelblichweiß gefärbten Blüten sind in einem dichten, kugeligen, kopfigen Blütentand angeordnet, der einen Durchmesser von 2 bis 2,5 Zentimeter aufweist und vor dem Aufblühen nickend ist. Die Tragblätter sind borstig gewimpert und lang zugespitzt. Die Hüllblätter sind ein wenig länger als die Blüten. Die Blütezeit reicht von Juli bis August.
Die Behaarte Karde ist in Europa und Ozeanien heimisch. Sie wächst bevorzugt in Auwäldern an Wegen und Lichtungen. Die zweijährige Pflanze wird zwischen 70 und 150 Zentimeter hoch. Im Frühjahr treibt die Wurzel zunächst Blätter aus. In Bodennähe wächst dann eine Blattrosette. Die Blätter sind oval bis länglich und die unteren Blätter sind meistens gelappt. Im zweiten Jahr wächst der Stängel mit den Blüten. Die runden Blütenköpfe erscheinen zwischen Juli und September und haben einen Durchmesser von 15 - 20 mm. Die Blüten-farbe ist weiß bis gelb. Aus den Blüten entwickeln sich bis in den Spätherbst die Samen.
 
Anbautipps
Die Behaarte Karde ist anspruchslos. Im Herbst oder Frühling in Töpfchen aussäen und den Boden feucht halten. Sobald die Pflanze kräftig genug ist, ins Freiland setzen. Die Pflanze blüht erst im zweiten Jahr.
 
Sammeltipps
Die Wurzel der Behaarten Karde gräbt man am besten im Herbst oder Frühjahr aus. Da die Pflanze sehr selten ist, sollte sie nicht in der Natur gesammelt werden. Die Ernte ist bei allen Karden-Arten gleich: Karden-Ernte. Entweder trocknet man sie zügig, bei knapp 40°C im Backofen, oder man setzt aus der frischen Wurzel eine Tinktur an.

Beinwell
Der Echte Beinwell (Symphytum officinale), auch Gemeiner Beinwell, Beinwell, Arznei-Beinwell, Beinwurz, Bienenkraut, Hasenlaub, Milchwurz, Schadheilwurzel, Schmalwurz, Schwarzwurz, Wallwurz, Komfrei oder Wundallheil genannt, ist eine Pflanzenart, die zur Gattung Beinwell (Symphytum) in der Familie der Raublattgewächse (Boraginaceae) gehört. Sie wird als Heilpflanze verwendet und angebaut. Beinwell, früher auch Wallwurz (in Bezug auf das Zuheilen [„Wallen“] von Knochenbrüchen und Wunden) oder Beinwurz genannt, ist eine Pflanzengattung, die zur Familie der Raublattgewächse gehört. Der englische Trivialname lautet „Comfrey“. Die etwa 40 Arten sind in Europa, Nordafrika sowie im westlichen und zentralen Asien beheimatet.
Der Beinwell hat seinen Namen von den Beinen, denen er gut (well) tun, bzw. deren Knochen er zusammenwallen soll. Rauh und spitz steht er gern an eher feuchten Plätzen und versucht seine violetten Blüten zu verstecken. Oft schon habe ich eine Salbe aus seinen Wurzeln gekocht, die bei vielen Verletzungen hilfreiche Dienste leistet.
Allgemeines
Beinwell gehört zur Familie der Borretschgewächse. Die Pflanze ist krautig, mehrjährig und behaart. Sie kann eine Größe zwischen 20 und 60 cm erreichen. Beinwell besitzt einen ausgeprägten und fleischigen Wurzelstock. Er schimmert schwärzlich und innen ist er weiß. Die Blätter sind eiförmig bis lanzettlich. Die Blattränder sind gekerbt und laufen zu den Spitzen scharf zu. Die Blüten sind meist violett oder selten auch gelblich weiß. Sie bilden eine dichte endständige Blütendolde. Sie erscheinen in den Monaten Juni bis September.
Beinwell (Symphytum officinale) ist eine der ältesten bekannten Heilpflanzen, die vor allem bei Gelenkschmerzen, Muskelbeschwerden oder Verstauchungen verwendet wird. Die Wurzeln des auch als Comfrey bezeichneten Heilkrauts enthalten Wirkstoffe, die ein schnellen Abschwellen und rasche Schmerzlinderung ermöglichen. In der Vergangenheit waren Beinwellblätter in der Küche eine geschätze Küchenzutat. Aufgrund der enthaltenen Pyrrlozidinalkaloide wird jedoch empfohlen, nur noch geringe Mengen des Krauts zu verzehren.
 
Steckbrief
Haupt-Anwendungen: Verletzungen des Bewegungsapparates
Heilwirkung: adstringierend, beruhigend, blutbildend  blutreinigend, blutstillend, entzündungshemmend, erweichend, kühlend, lindernd, wundheilend, schmerzstillend
Anwendungsbereiche: Abszesse, Arthritis, Arthrose,  Asthma, Blaue Flechten, Blutarmut, Bluterguss,  Brandwunde, Bronchitis,  Diabetes mellitus, Durchfall, Eiternde Wunden,  Ekzeme, Furunkel, Gastritis, Gelenkschmerzen, Geschwüre, Geschwulst, Gichtknoten,  Grippe,  Insektenbiss, Insektenstich, Ischias, Juckreiz, Hämorrhoiden, Hautjucken, Hautrisse, Hautschäden, Hornhaut, Knochenbruch, Knochenhautentzündung, Krampfadern, Lungenentzündung, Magenschleimhautentzündung, Muskelkater, Nasennebenhöhlenentzündung, Narbenschmerzen,  Nierenerkrankung, Offenes Bein, Phantomschmerzen, Psoriasis, Quetschungen, Rheuma,  Schlecht heilende Wunden, Schleimbeutelentzündung, Schmerzen, Schnittwunden,  Schuppenflechte, Sehnescheidenentzündung, Spinnenbiss, Unterschenkelgeschwüre, Varizen, Venenentzündung, Verbrennungen, Verdauungsbeschwerden,  Verhärtung der Brustdrüsen,  Verrenkung, Verstauchung, Zu starke Menstruation
wissenschaftlicher Name: Symphytum officinale
Pflanzenfamilie: Rauhblattgewächse = Boraginaceae
englischer Name: Comfrey
volkstümlicher Name: Arznei-Beinwell, Beinwurz, Bienenkraut, Echter Beinwell, Gemeiner Beinwell, Gemeine Wallwurz, Gewöhnlicher Beinwell, Glotwur-zel, Große Wallwurz, Hasenbrot, Hasenlaub, Himmelsbrot, Honigblum, Komfrei, Kuchenkraut, Milchwurz, Schadheilwurzel, Schmalwurz, Schwarzwurz, Soldatenwurz, Soldatenwurzel, Speckwurz, Wallwurz, Wilder Comfrey, Wilder Komfrey, Wottel, Wundallheil, Wundschad
Synonyme: Wallwurz, Beinwurz, Soldatenwurz
Verwendete Pflanzenteile: Blätter, Wurzeln
Inhaltsstoffe: Allantoin, Gerbstoff, Schleim, Asparagin, Alkaloide, ätherisches Öl, Flavonoide, Harz, Kieselsäure, Pyrrolizidinalkaloide, Stigmasterol
Wirkstoffe: Im Beinwell sind Glykoside, Pflanzenschleim, Gerbstoffe und Harze enthalten.
Sammelzeit: Blätter: April bis Mai, Wurzeln: Spätherbst oder zeitiges Frühjahr
 
Anwendung
Der Beinwell wird vorwiegend äußerlich angewendet, weil die innerliche Anwendung potentiell gesundheitsschädlich sein kann. Die besonderen Stärken des Beinwells stecken sowieso im Bereich der äußerlichen Anwendung. Sie reichen von Verletzungen des Bewegungsapparates bis zu schlecht heilenden Wunden.
Äußerlich
Knochenbrüche und stumpfe Verletzungen
Traditionell wird Beinwell bei Knochenbrüchen eingesetzt, um das Zusammenwachsen der Knochen zu fördern und den Schmerz zu lindern. Die Wirkstoffe des Beinwells fördern die Kallusbildung bei der Knochenheilung. Eine Schiene beziehungsweise einen Gipsverband kann Beinwell natürlich nicht ersetzen. Im Bereich Bewegungsapparat wird der Beinwell fast bei jede Art von Beschwerden eingesetzt. Man verwendet ihn traditionell bei Verstauchungen, Verspannungen, Arthrose und diverse andere Probleme.
Wundheilung
Vor allem durch den Inhaltstoff Allantoin hat der Beinwell ausgeprägte wundheilende Eigenschaften. Er fördert die Granulation bei der Wundheilung, das ist die Bildung von neuem Gewebe. Allantoin wirkt zudem reizlindernd und entzündungshemmend. Aufgrund der im Beinwell enthaltenen Spuren von Pyrrolizidinalkaloiden empfiehlt die Kommission E, den Beinwell nicht bei verletzter Haut anzuwenden. Sicherheitshalber verwendet man bei offenen Wunden besser den reinen Wirkstoff Allantoin.
Wurzel und Blätter
Die Wurzel enthält beim Beinwell die meisten Wirkstoffe. Daher ist es vor allem die Wurzel, die als Heilmittel Anwendung findet. Am besten und intensivsten ist es, wenn man frische Wurzeln zur Verfügung hat. Trockene Wurzeln können aber auch verwendet werden, sie sind sogar die offiziell als Heilmittel anerkannte Form des Beinwells. Man kann auch die Blätter verwenden. Sie wirken ähnlich aber nicht so stark wie die Wurzel.
Salben
Die bekannteste Zubereitungsform des Beinwells ist die Salbe. Mit Beinwellsal-be kann man die betroffenen Stellen einreiben. Schon seit Jahrhunderten wird aus Beinwellwurzeln eine einfache Salbe gekocht. Inzwischen haben auch Hersteller von Naturarznei die Beinwellwurzel entdeckt und bieten zahlreiche Formen von Beinwellsalben und Beinwellcremes an (z.B. Kytta-Salbe® f und Kytta Balsam® f mit Wärmfunktion). Beinwell-Salben und -Cremes kann man auch selber anrühren. Wir haben dafür einige Rezepte mit Fotoanleitungen zusammengestellt.
Umschläge
Es gibt verschiedene Möglichkeiten, Umschläge mit Beinwell anzuwenden. Mit Beinwelltinktur oder Beinwelltee getränkte Baumwolltücher kann man auf verletzte Körperteile auflegen. Man kann auch einen Salbenumschlag anwenden. Dazu trägt man die Beinwell-Salbe messerrückendick auf und bedeckt die Stelle mit einem Tuch. Für einen Breiumschlag zerkleinert man frische Wurzeln oder Blätter, bis ein Brei entsteht. Diesen Brei trägt man auf die betroffene Körperstelle auf und bedeckt es mit einem Tuch. Alle Umschläge kann man eine bis mehrere Stunden einwirken lassen.
Volkstümliche Anwendungen
Auf Wunden aufgelegt, wirken die Blätter schmerzstillend.
Innerlich
In der Volksheilkunde wurde der Beinwell bei zahlreiche Beschwerden innerlich als Tee oder Tinktur eingenommen. Typische innerliche Anwendungsgebiete des Beinwells waren Husten, Verdauungsbeschwerden und Nierenschwäche. Seit jedoch bekannt ist, dass die im Beinwell enthaltenen Spuren von Pyrrolizidinalkaloiden im Tierversuch mit Ratten die Gefahr von Leberkrebs erhöhen, wird von der innerlichen Anwendung des Beinwells abgeraten. Manche Quellen raten auch nur davon ab, Beinwell regelmäßig und in großen Mengen innerlich einzusetzen. Für alle innerlichen Anwendungsgebiete des Beinwells gibt es je-doch viele Heilpflanzen, die diese Aufgaben noch besser erledigen können, bei-spielsweise Thymian bei Husten, Kamille für die Verdauung usw. Daher kann man durchaus darauf verzichten, den Beinwell innerlich anzuwenden.
Heilkräftige Pflanzenteile
Man sammelt die Wurzel (Radix Consolidae oder Radix Symphyti) im Frühjahr oder Herbst. Zwischen März und April, je nach Winterausgang einerseits, oder im Oktober und November andererseits, haben die Wurzeln den höchsten Allantoin-Gehalt. Bei der Frühjahrsernte der Wurzel soll die Pflanze noch nicht blühen. Die Beinwurz dürfte in keiner Kräuterecke des Hausgartens fehlen! Die Wurzeln werden mit einer Spitzschaufel ausgestochen. Ausziehen wäre vergeblich, da die im Boden sehr tief festsitzende Wurzel leicht abbricht. Zur Bereitung der Schwarzwurzelsalbe verwendet man die frisch ausgegrabene Wurzel. Man kann aber auch die Wurzel trocknen und später dem Brei der der Salbe bereiten. Die sehr saftige Wurzel lässt sich jedoch nur schwer trocknen und wird beim Trocknungsprozess leicht schimmelig. Auch nur leicht angeschimmelte Wurzel dürfen nicht verwendet werden, da sich be9i der Schimmelbildung der wertvollste Heilstoff, das Allantoin, sofort zersetzt. Man schneidet die Wurzel, nachdem sie ein wenig eingetrocknet ist, die Länge nach in einige Stücke und trocknet diese in Ofennähe vorsichtig nach. Bei feuchtem Wetter sehr vorsichtige Trocknung im nicht zu warmen Backrohr.
Heil- und Wirkstoffe
Die Wurzel enthält das Allantoin, ferner Cholin, Schleim, Gerbstoff, Harz, Zucker, Gummi, Asparagin, ein Alkaloid, das Symhito-Cynoglosin, ferner Consolidin und Consolicin.
Heilwirkung
Keine der einheimischen Heilpflanzen enthält der Heilstoff Allantoin in so reicher Menge wie die Beinwurz, jenen Heilstoff, der für die Zellbildung am meisten benötigt wird. Allantoin bringt schwer heilende Wunden selbst bei Eiterbildung zur Abheilung. Das ebenfalls in der Wurzel enthaltene Cholin wirkt auf den Kreislauf, indem die Gerfäße in der Haut erweitert werden und dadurch die Durchblutung bei gleichzeitiger Vermehrung der roten Blutkörperchen gesteigert wird. Weitere Heilstoffe ergänzen die so günstige Heilwirkung. Da das rein chemisch hergestellte Allantoin die Wundheilung nicht anregt und schon gar nicht eitrige Wunden zum natürlich Abheilen bringt. Kann mit Recht geschlossen werden, dass in dem Allantoin der Beinwurz nicht wägbare biologische Kräfte enthalten sind, die in chemischen, anorganischen Produkten fehlen. So ist die Beinwurz eines der besten Wundmittel bei äußeren und inneren Wunden, bei Verletzungen aller Art, Schnittwunden, Rissen, Quetschungen, Knochenbrüchen und Blutergüssen. Vielgerühmt und altbewährt ist die Anwendung der sogenannten warmen Breiumschläge, die ganz einfach herzustellen sind. je nach der Größe der Wunde oder des Blutergusses werden 2-3EL der getrockneten und gepulverten Wurzel in einer Porzel-lanschüssel unter Zugabe Brei wird auf einen Leinwandstreifen gestrichen und dieser nun aufgelegt. Diese Auflagen werden alle 2-4 Stunden erneuert. Neben den bereits aufgezälhten Fällen eignen sich die Auflagen eines warmen Wurzelbreies bei skorbutischen Geschwüren, Geschwülsten, Krampfaderngeschwüren, Gesichtsrose, bei rheumatischen Muskelverdickungen, Gichtknoten, Verhärtungen der Brustdrüsen, Narbenschmerzen, Knochenschmerzen, bei schmerzenden Amputationsstümpfen, Zellgewebsentzündungen, Knochenentzündungen, Knochenerweicherung und Beinhautentzündung.
Statt des Breiumschlages kann auch die sogenannte Schwarzwurzelsalbe angewendet werden. Die frisch gesammelten und gut gereinigten Wurzeln werden ganz fein geschnitten und in reinem Schweinefett ausgelassen. In heißem Zustande wird das Fett durch ein Leinentüchlein geseiht und zum Schluss gut ausgepresst, wobei das abtropfende Fett sogleich in den zur Aufbewahrung bestimmten Behälter hineinfließt. Die gewonnene Salbe wird im Bedarfsfalle wie der Breiumschlag angewendet. Diese Salbe hält sich über ein Jahr und sollte in keinem Bauernhaus fehlen, da sie für die Wundbehandlung von Mensch und Tier unentbehrlich ist. Wird auf eine noch so verschmutzte Wunde die Schwarzwurzelsalbe gestrichen, verhindert dies die Entstehung einer Blutvergiftung und heilen die tiefsten Fleischwunden fast narbenlos zu. Die Salbe darf in keinem Metallgefäß aufbewahrt werden!
Nicht minder gute Heilwirkungen werden erzielt, wenn man die Beinwurz innerlich angewendet. Man gebrauche sie gegen verschiedene Beschwerden des Verdauungsapparates, gegen Magenkatarrh mit oder ohne Durchfall, Ruhr, Nierenerkrankungen sowie bei übermäßig starker Monatsregel der Frauen. Ferner gegen Magenblutungen, Bronchialkatarrh, Lungenentzündung, Bluthusten, Blutspucken, Grippe, Rippenfellentzündung u.a.
Zum innerlichen Gebrauch wird ein TEEAUFGUSS bereitet, 2 Teelöffel der klein-geschnittenen Wurzeln für 1 Tasse im Aufguss ohne Zucker, 2 bis 4 Tassen am Tage werden schluckweise warm getrunken. Der Tee kann auch auf folgende Art bereitet, 3 gehäufte Teelöffel der feinge-schnittenen frischen oder getrockneten Wurzeln werden in 2 Tassen Wasser durch 10 Stunden kalt angesetzt und dann abgeseiht. Auf die abgeseihten Wurzeln gibt man nun 1 Tasse Wasser, lässt einmal aufkochen und seiht dann sogleich ab. Diese heiße Teemenge wird nun mit den gewonnenen 2 Tassen kalten Tees vermischt und untertags schluckweise getrunken.
Bei Magengeschwüren sei nachstehender Mischtee empfohlen:
100g Beinwurz (frisch oder getrocknet), 50g Ringelblume, 50g Vogelknöterich
Je 1 Teelöffel von dieser Teemischung im Aufguss für 1 Tasse. Am Tage 3 bis 4 Tassen unge-süßt schluckweise trinken.
Aus alten Kräuterbüchern und Volksheilkunde
So wie die oben beschriebene Salbe aus Schweineschmalz hergestellt wird, bereitet man auch eine Salbe mit Dachsfett, die gegen Kröpfe und Bruch Anwendung findet.
Der Teeaufguss aus den frischen Wurzeln getrunken und die Wurzeln gegessen, gilt als blut-verbessernd und wird Zuckerkranken angeraten.
In der Schweiz werden die Blätter der blühenden Pflanze mit Omelettenteig getaucht und im heißen Fett herausgebacken. Diese Speise gilt als sehr gesundheitsfördernd, blutreinigend und blutbildend.
Die sogenannte SCHWARZWURZEL-HONIGMISCHUNG wird auf verschiedene Arten berei-tet, entweder wird der ausgepresste Saft aus der Frischwurzeln mit dem Honig vermengt, oder es wird ein warmer Wurzelbrei hergestellt und dieser dem Honig beigegeben. Diese Arznei wird  allen Kranken mit inneren Blutungen empfohlen und ganz besonders Lungenkranken. Selbst Tuberkulose können durch die Anwendung dieses Naturheilmittels geheilt werden.
In der Volksheilkunde wird auch vielfach der BEINWURZ- und SCHWARZWURZELWEIN be-reitet. 2 bis 5 Stück frische oder getrocknete Beinwurzeln, je nach Größe werden in 1 Liter gutem Weißwein etwa 5 bis 6 Wochen angesetzt. Dieser Wein dient zur inneren Stärkung bei Lungenblutungen, bei Blutverlusten nach schweren Operationen und größeren Wunden sowie bei Blutarmut.
Die BEINWURZTINKTUR der Volksheilkunde wird wie folgt hergestellt: 200g Beinwurzwurzeln werden klein geschnitten und in 1 Liter 96prozentigem Weingeist durch 20 Tage in einer gut verschlossenen Flasche angesetzt. Die Flasche soll stets Zimmewärme stehen. Nach Ablauf der 20 Tage werden die Wurzeln abgeseiht und ausgepresst. Der ausgepresste Saft kommt zum Tinkturansatz, dieser schließlich wird mit ¼ Liter abgekochtem, doch ausgekühltem Was-ser verdünnt. Die Tinktur dient zur Wundenbehandlung. Ein Leinentüchlein wird mit dieser Tinktur getränkt und auf die Wunde aufgelegt oder es wird die Tinktur als Einreibung, nach vollständigerSchließung der Wunde, zur Anregung der narbenlosen Verheilung angewendet.
Bei innerlichen Blutungen, bei Magenbeschwerden, blutigem Durchfall oder Ruhr nimmt man 20 Tropfen der Tinktur auf ein Stück Zucker ein.
Die Wurzel in  Rotwein gesotten und diesen getrunken, stille das Blutharnen, innere Blutungen und ist auch Schwindsüchtigen anzuraten.
Ein Pflaster aus Wurzeln und frischen Blättern über frische Wunden gelegt, heftet diese zusammen und die Wunden heilen raschen zu. Solche Umschläge lindern auch Hautentzündungen und bringen Erleichterung bei Quetschungen.
Anwendungen in der Homöopathie
In der Homöopathie wird aus der frisch gegrabenen Wurzel (Radix Consolidae) eine Essenz hergestellt, die äußerlich bei Knochenbrüchen und sonstigen Verletzungen zur Anwendung gelangt. Knochenhautentzündungen werden ebenfalls damit behandelt.
Die homöopathische Tinktur (20 Tropfen auf ½ Tasse Wasser) wird zur Mundspülung bei Eiterfluss die Kieferknochen, bei Erkrankungen der Schleimhäute mit Eiterungen des Zahnfleisches sowie bei skorbitischen Geschwüren angewendet. Ferner hat diese Tinktur auch gute Erfolge bei Knochenentzündung, Zellgewebsentzündung, Knochenerweichung, Knochenschwellungen, Knochenschmerzen, nach Beinoperationen, bei Beinabnahmen, Quetschungen, Verrenkungen, Verstauchungen, Nervenschmerzen nach Verletzungen und bei Behandlung von Oberschenkelgeschwüren.
Bei Nervenschmerzen nach Verletzungen und bei Wundfieber nehme man die homöopathische Tinktur innerlich ein, 10 Tropfen auf ½ Esslöffel Wasser.
Anwendung in der Tiermedizin
Sowohl der Wurzelbrei als auch die Schwarzwurzelsalbe, der innerliche und äußerliche Gebrauch der Tinkturen und Essenzen ist genauso beim Hausvieh möglich und sollten diese Heilmittel daher stets in jedem Bauernhaus vorhanden sein.
Nebenwirkungen
Beinwell nicht innerlich einnehmen, da dieser lebertoxische Pyrrolizidinalkaloide enthalten kann. Bei der äußeren Anwendung in Form von Umschlägen oder Salben sollten chronische Hautkrankheiten ausgeschlossen werden. In seltenen Fällen können Beinwellsalben Hautjucken oder Hautausschläge verursachen. Beinwell darf auch nicht auf offenen Wunden angewendet werden. Bei vorhandenen Hautkrankheiten ist die Behandlung mit einem Arzt oder Apotheker abzusprechen.
Gesundheit
Dem Beinwell wird eine zusammenziehende, anregende, auswurffördernde, erweichende und wundheilende Wirkung nachgesagt.
Bei einer äußerlichen Anwendung soll Beinwell den Wundverschluss bei Entzündungen und Hautverletzungen beschleunigen und gegen Schuppenflechte, Krampfadern und Hämorrhoiden helfen. Dazu wird ein Brei oder Salbe aus dem Kraut hergestellt. Ein aufgebrühter Tee aus den Blättern des Beinwells soll Bronchitis, Rheuma und Darmentzündungen lindern.
Verwendung in der Küche
Die frischen Beinwellblätter weisen einen sehr hohen Proteinanteil auf; diese Proteine sind biologisch sehr hochwertig und in ihrem Nährwert durchaus mit tierischem Eiweiß vergleichbar. Die Alkaloide sind im Tierversuch zwar als krebserregend nachgewiesen worden; bei gelegentlichem Verzehr in angemessenen Mengen besteht allerdings kein erhöhtes Risiko, wie Untersuchungen an Menschen und Tieren ergeben haben.
In der Mittelschweiz backt man die Blätter in Teig. Die rauen Blätter des Beinwells eignen sich besonders gut dafür. Seine großen Blätter können auch zum Einwickeln benutzt werden.
Ältere Pflanzenteile hat man früher in Teilen Österreichs dem Tabak beigemischt.
 
Pflanzenbeschreibung
Der Beinwell liebt feuchten Boden und ist daher besonders häufig an Wasserläufen oder in Senken zu finden. Er wächst aber auch in meinem eher trockenen Garten. Die mehrjährige Wurzel ist außen schwarzbraun und innen weißlich. Schon früh im Jahr streckt er seine rauhen haarigen Lanzen aus der Erde. Er überrascht durch seine Schnellwüchsigkeit und ist eine der ersten Pflanzen, die buschig ins Auge fallen. Nach wenigen Wochen wachsen Stängel aus den Blättern, die schon Ende April die ersten Blüten bekommen. Die Blüten sind violett oder weißlich-gelb und hängen in kleinen Trauben nach unten.
Symphytumarten sind ausdauernde krautige Pflanzen. Die Wurzeln sind verdickt. Die oberirdischen Pflanzenteile sind rau oder borstig behaart. Die wechselständigen Laubblätter sind einfach. Die Grundblätter sind gestielt und die Stängelblätter sind sitzend bis (bei vielen Arten) am Stängel herablaufend. Es sind keine Nebenblättervorhanden.
Als typischer Blütenstand wird ein endständiger Doppelwickelgebildet. Es sind keine Deckblätter vorhanden. Die zwittrigen Blüten sind radiärsymmetrisch und fünfzählig mit doppeltem Perianth. Die fünf Kelchblätter sind höchstens bis zur Mitte mit ungleichen Kelchzipfeln verwachsen und verlängern sich etwas bis zur Fruchtreife. Die fünf hell-purpurroten, weißen oder selten gelben Kronblätter sind meist glockenförmig, aber auch röhrig verwachsen. In der Kronröhre befinden sich fünf Anhängsel, sogenannte „Kronschuppen“, mit papillösen Drüsen. Die fünf Kronlappen sind dreieckig bis halbkreisförmig mit gezähnten Rändern, und die Spitze kann manchmal nach oben eingerollt sein. Es ist nur ein Kreis mit fünf Staubblättern vorhanden; sie sind mit der Kronröhre verwachsen und überragen die Krone nicht. Die zwei Fruchtblätter sind zu einem oberständigen Fruchtknoten verwachsen, der durch Einkerbungen in vier Klausen mit je einer Samenanlage geteilt ist. In der Einsenkung des vierteiligen Fruchtknotens mit konvexem Griffelpolster befindet sich der dünne Griffel, der in einer kopfigen Narbe endet und meist die Krone überragt. Es werden Klausenfrüchte gebildet. Die vier Teilfrüchte sind eiförmig, manchmal etwas ungleichseitig, meist drüsig-warzig, netzartig-runzelig oder selten glatt. Die Samen besitzen Elaiosomen.

Bachblüten
Übersteigerter Informationshunger (Cerato)
Diese Menschen haben einen übergesteigerten Informationshunger
Es hilft diesen übersteigernden Informationshunger Einhalt bieten
Bachblüten
Extreme innere Spannung und Verkrampfung, u.U. zwanghafte, Hin- und Hergehen, zwanghaftes sich-Beobachten (Cherry Plum)
Sie haben eine extreme innere Spannung und Verkrampfung, u.U. ein zwanghaftes Hin- und Hergehen, aber auch ein zwanghaftes sich-Beobachten
Mit der Bachblüte können sie die innere Spannung und Verkrampfung überwinden und hinter sich lassen
7. Reichlich Flüssigkeit
Wasser ist absolut lebensnotwendig. Trinken sie rund 1,5l Flüssigkeit jeden Tag. Bevorzugen sie Wasser – ohne oder mit Kohlensäure – und andere energiearme Getränke. Alkoholische Getränke sollten nur gelegentlich und nur in kleinen Menschen konsumiert werden.
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