Kraft durch Kräuter und Bachblüten

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05.11.2018

täglichen News > Newsletterarchiv > 2018 > November > 05.11.18-11.11.18


SEIDELBAST
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Der Seidelbast ist manchmal als Zierpflanze in Gärten zu finden. Er kommt auch wild in Laubwäldern vor. Das Besondere am Seidelbast ist die Tatsache, dass die Blüten direkt am Stamm der Zweige wachsen. Der Seidelbast ist sehr giftig. Schon die Berührung der Zweige kann zu Hautreizungen führen. Der Verzehr der roten Früchte ist tödlich giftig. In der Heilkunde darf man den Seidelbast daher nur in homöopathischer Verdünnung anwenden. Ab D4 hilft der Seidelbast gegen Hautprobleme, Ekzeme und nässende Ausschläge. Auch gegen Kopfschmerzen kann man den Seidelbast einsetzen.
Der Echte Seidelbast, auch Echt-Seidelbast, Gewöhnlicher Seidelbast oder Kellerhals genannt, ist eine Pflanzenart aus der Gattung Seidelbast und gehört zur Familie der Seidelbastgewächse. Er ist die einzige stammblütige Art Mitteleuropas und gilt in diesem Gebiet als bekanntester und am weitesten verbreiteter Vertreter der Gattung. Wegen der attraktiven, schon im Vorfrühling erscheinenden Blüten wird der Echte Seidelbast auch als Zierpflanze genutzt. Die stark giftige Pflanze wurde früher auch als Heilpflanze verwendet.

Steckbrief
Haupt-Anwendungen: Ekzeme (Homöopathisch), Zahnschmerzen (Homöopathisch)
Heilwirkung: hautreizend, harntreibend
Anwendungsbereiche: Achtung! Stark giftig. Nur in verschriebenen Fertigpräparaten oder homöopathisch anwenden. Homöopathisch ab D4! Blasenkrämpfe, Blähungen, Bläschen, Dekubitus, Eingeschlafene Füße, Ekzeme, Gastritis, Gelenkschmerzen, Gelenkversteifung, Gürtelrose, Harnbrennen, Hautbläschen, Hautjucken, Hautkrankheiten, Hautschuppen, Herpes Zoster, Impetigo, Kolik, Kopfschmerzen, Magengeschwür, Magenschleimhautentzündung, Magenschmerzen, Menorrhagie, Migräne, Nackenschmerzen, Nässende Ausschläge, Neuralgien, Neurodermitis, Niesen, Niesreiz, Offene Beine, Pruritus, Rückenschmerzen, Schnupfen, Trigeminusneuralgie, Ulcus ventriculi, Verstopfung, Zungenbrennen
wissenschaftlicher Name: Daphne mezereum, Thymelaea mezereum
Pflanzenfamilie: Seidelbastgewächse = Thymelaeaceae
volkstümliche Namen: Kellerhals, Berg-Pfeffer, Brennwurz, Buschweide, Deutscher Pfeffer, Elendsblum, Giftbäumlein, Giftbeere, Wilder Holler, Holzmännchen, Hundszigel, Insigel, Kälberhals, Kellerkraut, Menschendieb, Pfefferstrauch, Wilder spanischer Pfeffer, Rechbeere, Seidelbaum, Süssbast, Waldlorbeer, Waldveigl, Warzenkraut, Warzenbast, Wolfsbast, Zahnwehholz, Zeiland, Ziland, Zilander, Zillingsbeer
Verwendete Pflanzenteile: Rinde
Inhaltsstoffe: Daphnetoxin, Daphnin, Mezerin, Cumaringlycosid, Flavonoide, Hesperidin

Anwendung
Achtung! Stark giftig
. Seidelbast nur in verschriebenen Fertigpräparaten oder homöopathisch anwenden.
Da der Seidelbast sehr giftig ist, kann man ihn nicht als normale Heilpflanze anwenden. Als homöopathisches Mittel Mezereum kann man den Seidelbast jedoch ab der Potenz D4 einnehmen. Am besten verwendet man den Seidelbast auch in dieser homöopathischen Zubereitung nur unter Aufsicht eines Arztes. So hilft er vor allem gegen juckende Hautentzündungen, die dazu neigen Bläschen und Krusten zu bekommen, insbesondere, wenn zusätzlich neuralgische Schmerzen auftreten. Daher wird Mezereum gerne gegen Gürtelrose angewendet, denn bei Gürtelrose kommt es zu all den genannten Symptomen und es gibt ansonsten relativ wenig Heilmittel gegen die quälende Gürtelrose.
Äußerlich
In der Volksheilkunde wird eine stark verdünnte Tinktur für Einreibungen gegen rheumatische Schmerzen verwendet. Die Wirkung wird unter anderem dadurch erreicht, dass die Haut gereizt wird und Blasen bildet. Dadurch wird die Entzündung aus dem Gelenk "abgeleitet" und über die Haut "ausgeleitet". Aufgrund der Giftigkeit des Seidelbastes und der Schmerzhaftigkeit der Wirkung sollte man jedoch auf diese Anwendung besser verzichten.
Heilpflanze und Volksglaube
Seine Verwendung als Heilpflanze wurde erstmals im 16. Jahrhundert schriftlich dokumentiert. Johannes Lonicer beschreibt den Einsatz der Rinde als Abführ- und Brechmittel. Äußerliche Anwendung fand die Rinde auch als Bestandteil eines spanischen Fliegenpflasters. In der Volksmedizin wurden mit Spiritus befeuchtete Baststücke oder mit Honig vermischte Blätter als Auflage bei Wunden und Geschwüren eingesetzt. Die Beeren wurden als Abführmittel genutzt. Heutzutage wird der echte Seidelbast in der Phytotherapie nicht mehr verwendet. Die Homöopathie setzt ihn bei diversen Hauterkrankungen und Schmerzen ein. Der Volksglaube schrieb dem Echten Seidelbast eine hexenabwehrende Wirkung zu. Ebenso bestand die Annahme, dass er einen günstigen Einfluss auf die Milchleistung des Viehs ausübt. So bestand der Brauch, mit Hilfe von Seidelbastzweigen die Kühe auf die Weide zu treiben.
Vergiftungserscheinungen
Der Seidelbast ist eine potentiell tödlich giftige Pflanze. Schon durch einfachen Hautkontakt kann es zu Hautreizungen und Blasen kommen. In schweren Fällen stirbt das Gewebe ab, es kommt zur Nekrose. Innerlich eingenommen ist der Seidelbast noch gefährlicher. Zunächst kommt es zu Brennen der Mund- und Rachenschleimhäute, dann zu Reizungen von Magen, Darm und Nieren mit Durchfall und Erbrechen. Auch kann es zu Kopfschmerzen und Lähmungserscheinungen kommen. Der Tod tritt bereits nach wenigen Früchten ein, schon 3 bis 15 Beeren können eine tödliche Dosis darstellen. Eine wichtige Erste Hilfe Maßnahme ist die Entleerung des Magens. Dann sollte sofort der Notarzt gerufen werden beziehungsweise man sollte ein Krankenhaus aufsuchen.

Geschichte
In Oberösterreich gibt es eine Legende, nach der der Seidelbast über besondere Kräfte verfügt, weil er im Zusammenhang mit Jesus eine gewisse Rolle gespielt hat. Damals soll der Seidelbast zusätzlich zu den Palmwedeln gestreut worden sein, als Jesus in Jerusalem einzog. Anschließend wurde das Kreuz aus dem Holz des damals noch großen Seidelbastbaumes gefertigt, besagt die Legende. Daher traf ein Fluch den Seidelbast und er wurde zu einem kleinen Strauch. In einen Palmbusch gebunden, soll der Seidelbast heilkräftige Wirkungen haben. Ein oder zwei Blüten des Seidelbasts sollen ganzjährig vor Sodbrennen schützen. Bei Hochzeitskutschen soll man den Pferden einige Seidelbastbeeren zu fressen geben, damit sie möglichst laut wiehern und dadurch Glück bringen.
Achtung! In der Praxis sollte man von diesen Brauch Abstand nehmen, denn Seidelbastbeeren brennen im Mund und in den Verdauungswegen.
Wenn man jemanden ärgern wollte, sollte man Seidelbastbeeren ins Kochfeuer werfen. Dadurch würden alle Speisen anbrennen. Andere Legenden vermuten eine aphrodisierende Wirkung beim Seidelbast, die durch die Pharmakologie durchaus bestätigt wird. Außerdem wurde die Blühreihenfolge des Seidelbasts als landwirtschaftliches Orakel verwendet. Wenn der Seidelbast zuerst oben aufblüht, sollte man möglichst früh säen, weil die Frühsaat besonders gut gedeihen sollte.

Pflanzenbeschreibung
Der Seidelbast steht streng unter Naturschutz. Er wächst in Europa und Nordasien an Waldrändern, in lichten Wäldern, Hecken und anderen halbschattigen Standorten. Der kleine Strauch wird meist zwischen 50 cm bis 1 Meter hoch. Unter günstigen Bedingungen, beispielsweise wenn er kultiviert wird, kann der Seidelbast auch bis über 2 Meter hoch werden. Seine Rinde ist graubraun. Zwischen Februar und April blüht der Seidelbast noch bevor die Blätter austreiben. Ähnlich wie bei einem tropischen Gewächs sitzen die Blüten direkt am Stängel, was dem Seidelbast ein exotisches Aussehen gibt. Die Blüten sind rosa und duften stark und angenehm. Sie sind recht klein und stehen in Dreiergruppen in den ehemaligen Blattachseln. Gegen Ende der Blütezeit treiben die lanzettlichen Blätter aus, die die Blüten deutlich überragen. Aus den Blüten entwickeln sich leuchtend rote, eiförmige Beeren, die stark giftig sind. Schon wenige Früchte können tödlich wirken. Drosseln sind anscheinend immun gegen das Gift der Seidelbast-Beeren. Sie fressen die Beeren gerne und verbreiten so die Pflanze.
Erscheinungsbild
Der Echte Seidelbast wächst als kleiner, wenig verzweigter, aufrechter bis aufsteigender, sommergrüner Strauch mit rutenförmigen zähen Ästen, der Wuchshöhen von 40 bis 125 Zentimetern erreicht. Die Rinde junger Zweige ist gelblich braun gefärbt, später reißt sie auf und nimmt eine braungraue Farbe an.
Knospe und Blatt
Die Blattknospen des Echten Seidelbasts sind länglich bis eiförmig und zugespitzt. Die Ränder der Knospenschuppen sind mit weißen Wimpern besetzt. Die kurz gestielten Laubblätter des Echten Seidelbasts entwickeln sich nur an den Zweigspitzen und sind wechselständig sowie spiralig angeordnet. Die einfache, ganzrandige Blattspreite variiert ihrer Länge nach von 4 bis 9 Zentimeter, in ihrer Breite von 1,5 bis 2,5 Zentimeter und in ihrer Form von länglich bis verkehrt-lanzettlich. Am Spreitengrund verschmälert sie sich keilförmig. Die Blattoberseite ist frischgrün und die Blattunterseite graugrün gefärbt. Die dünnen Laubblätter fühlen sich relativ weich an und sind nach dem Laubaustrieb behaart.
Blüte
Die stark duftenden, rosa bis purpurrot gefärbten, 7 bis 9 Millimeter langen Blüten sitzen meist in Dreiergruppen seitenständig unmittelbar der Sprossachse an. Der Echte Seidelbast ist die einzige cauliflore Art Mitteleuropas; gewöhnlich ist direkte Stammblütigkeit nur bei Tropenpflanzen verbreitet. Die Blüten bilden sich direkt über den Narben der abgefallenen Blätter des Vorjahres und unterhalb einer Gipfelknospe, die nach dem Abblühen einen langen Laubtrieb ausbildet. Eine weitere Besonderheit ist, dass keine Blütenkrone entwickelt wird, sondern die Blütenhülle allein von der zylindrischen, außen seidig behaarten Kelchröhre des vierzipfeligen, kronblattähnlichen, rosafarbenen bis purpurroten Kelchs gebildet wird. Die Länge der Kelchröhre entspricht in etwa der der Kelchzipfel. Da die Schaufunktion auf den Kelch übergegangen ist, hat dieser die Aufgabe, die langrüsseligen Insekten zur Bestäubung anzulocken. Eine Seidelbastgewächs-Blüte besitzt acht Staubblätter, die in zwei Kreisen untereinander in der Kelchröhre angeheftet sind. Der oberständige Fruchtknoten ist unbehaart und geht in einen kurzen Griffel über. Er bleibt in der Kelchröhre verborgen. Gewöhnlich sind die Blüten zwittrig, gelegentlich wurden jedoch auch rein weibliche Blüten beobachtet. Der Echte Seidelbast ist also gynodiözisch.
Frucht
Die mit einem Durchmesser von etwa 10 Millimetern erbsengroßen, leuchtend roten, selten gelben, äußerst giftigen, beerenartigen Früchte des Seidelbasts reifen von August bis September. Sie ähneln mit ihrem schwarzen Steinkern einsamigen Steinfrüchten. Da an ihrer Bildung sowohl die Fruchtblätter als auch die Blütenachse beteiligt sind, werden sie neben Steinfrucht auch als Scheinfrüchte bezeichnet.

Anbautipps
Da der Seidelbast sowohl in der Blütephase als auch mit den roten Beeren sehr hübsch aussieht, wird er gerne in Gärten angepflanzt. In einem Haushalt mit Kindern sollte man jedoch besser auf diese giftige Pflanze im Garten verzichten. Der Seidelbast liebt nährstoffreichen, kalkhaltigen Gartenboden und bevorzugt einen Standort im Halbschatten. Wenn man ihn aussäen will, dann tut man das am besten im Oktober. Einfacher ist es, die Triebspitzen im Frühjahr zu Stecklingen heranzuziehen. Damit man keine Hautreizungen bekommt, sollte man beim Hantieren mit der Pflanze Handschuhe tragen. Am einfachsten ist es, die Pflanze fertig in einer Gärtnerei zu kaufen, falls sie erhältlich ist.

Sammeltipps
Das Sammeln von Teilen des Seidelbasts ist nur von eigenen Pflanzen möglich, weil die Pflanze streng unter Naturschutz steht. Aber auch bei eigenen Pflanzen sollte man auf das Sammeln besser verzichten, weil es sich um eine stark giftige Pflanze handelt und man besser keine selbstgemachten Kräutermittel von ihr anwendet. Wenn man dennoch unbedingt von eigenen Pflanzen sammeln will, dann erntet man die Rinde junger Äste bevor die Pflanze blüht. Das ist im Spätwinter der Fall. Die Rinde wird sofort als Tinktur angesetzt.
Achtung! Ausschließlich stark verdünnt anwenden.


KRAPP

Der Färberkrapp, auch Echte Färberröte, Krapp genannt, ist eine Pflanzenart aus der Gattung Färberröteninnerhalb der Familie der  Rötegewächse. Diese Kulturpflanze ist eine traditionelle Färbepflanze. Die Bezeichnung „Rubia" (bis heute der wissenschaftliche Gattungsname) verliehen die Römer dem Krapp, weil seine Wurzel roten Farbstoff enthält.

Steckbrief
Heilwirkung:
Anwendungsverbot in Deutschland seit 1993! Nierensteine
wissenschaftlicher Name:
Rubia tinctorum
Verwendete Pflanzenteile:
Wurzel

Anwendung
Der Färberkrapp spielte von der Antike bis zur Entdeckung der synthetischen Herstellung von Alizarin eine zentrale Rolle als Färbepflanze in Mitteleuropa und im gesamten Mittelmeergebiet. Es ist eines der ältesten Farbmittel der Menschheit und verhältnismäßig preisgünstig, verglichen mit anderen Färbemitteln, die ein Rot ergaben. Die Krappwurzel war eine der wichtigsten Kulturpflanzen und ein bedeutendes Handelsgut zwi.schen Asien und Europa. Angebaut wurde Krapp bereits im Altertum von den Ägyptern, den Persern, den Griechen und den Römern. Im pharaonischen Ägypten ist Krapp ab der 18. Dynastie (1552–1306 v. Chr.) nachweisbar.  Plinius der Ältere erzählt von Krappkulturen, auch im Papyrus Holmensis wird er mehrfach erwähnt und beispielsweise zum Überfärben geblauter Wolle zu Purpur empfohlen. In historischer Zeit war das Färben mit Färberkrapp durchaus anspruchsvoll. Die Qualität der verwendeten Wurzeln schwankte stark und das Färbeergebnis wurde auch von der Außentemperatur beeinflusst. Verhältnismäßig häufig war das Farbergebnis ein Orange oder Ziegelrot, das die Färber preisgünstiger mit anderen Pflanzen erzielen konnten. Gegen Ende des Mittelalters und zu Beginn der Neuzeit waren es vor allem Färber des Osmanischen Reiches und aus Indien, die konsistent den gewünschten Farbton erzielten. Dazu trug auch bei, dass das beste Farbergebnis mit Färberkrapp auf Baumwolle erzeugt wurde. Dieses Material war jedoch damals in Europa verhältnismäßig unbekannt. Das sogenannte „Türkische Rot" wurde mit einem drei- bis viermonatigen Verarbeitungsprozess erzielt, der mehr als ein Dutzend Schritte umfasste. Detaillierte Kenntnisse über die einzelnen Arbeitsschritte wurden in Europa erst im 18. Jahrhundert bekannt.  
Krapp als Färberpflanze
Zum Färben wurden die drei Jahre alten  Rhizome im Frühjahr und Herbst ausgegraben, in Öfen getrocknet und zerkleinert. Frisch ist das Rhizom innen gelb, erst beim Trocknen entwickelt sich der rote Farbstoff  Alizarin. Neben Alizarin (sechs bis zehn Prozent in der Trockenmasse) sind Purpurin,  Anthrachinon und andere organische Verbindungen in der Wurzel enthalten. Der Farbton kann je nach Beize und  Extraktionsart zwischen einem kräftigen Rot, einem Rot-Orange und Rosa schwanken. Zusammen mit  Alaun als Beize wurde vor allem Wolle rot gefärbt, mit  Eisenbeize erzielte man schwärzliche  Farbtöne. Die Farbe zeichnet sich als Textilfarbe durch eine hohe Lichtechtheit und Waschbeständigkeit aus. Bekannte Anwendungen sind bzw. waren türkische Kopfbedeckungen (Fes) und historische Uniformen. Die geschälte und gemahlene Wurzel der Färberröte wurde früher auch als Grapp bezeichnet.
Krapplack
Mit verschiedenen Metalloxiden beziehungsweise Metallsalzen (Aluminium- oder  Zinnsalze) bilden die enthaltenen  Farbstoffe sehr farbenfrohe Komplexe, die als Krapplacke bezeichnet werden (z. B. Alizarin Krapplack). Bei dem synthetischen Typ, der seit 1869 hergestellt werden kann, handelt es sich meist um Alizarinkrapplack. Krapplacke werden unter verschiedenen Namen gehandelt: Bettoberlack, Krapp-Karmin, Krapp-Purpur, Rembrandtlack, Rubensrot, Türkischrot und Van-Dyck-Rot. Krapplack ist bereits seit der Antike bekannt und wurde von  Dioscurides und  Plinius dem Älteren beschrieben. Krapplack wurde in allen künstlerischen Techniken wie z. B. Tafelmalerei, Pastell, Buchmalerei und Ölmalerei verwendet. Der Alizarinkrapplack dient auch als Pigment z. B. für die Herstellung von  lichtechten Tapeten, für  Künstlerfarben und  Druckfarben. Der natürliche Lack ist nicht vollkommen  lichtbeständig.
Färberkrapp als Heilpflanze
Für Heilzwecke wurde traditionell die Wurzel des Färberkrapps eingesetzt. Man verwendete den Färberkrapp früher als  Heilpflanze wegen seiner positiven Wirkung bei Erkrankungen der Harnwege, vor allem bei Nieren- und Blasensteinen, ferner bei Gicht, Rachitis und  Blutarmut. Von dieser Verwendung sieht man heute ab, weil einige Inhaltsstoffe als krebserregend gelten. Die Zulassungen krappwurzelhaltiger Arzneimittel wurden dementsprechend am 15. März 1993 durch das  Bundesgesundheitsamt widerrufen.

Pflanzenbeschreibung
Vegetative Merkmale
Der Färberkrapp wächst als sommergrüne, ausdauernde krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 0,5 bis 1 Metern erreicht. Dieser rosettenlose Hemikryptophyt bildet ein rotes  Rhizom als Überdauerungsorgan. An den Kanten des Stängels und an den Blättern befinden sich rückwärtsgerichtete Haare (Trichome), wodurch sich die Pflanze an diesen Stellen rau anfühlt. Der scharf vierkantige Stängel ist  spreizklimmend. Die zu viert bis sechst in Wirteln am Stängel angeordneten  Blätter sind kurz gestielt. Die einfache  Blattspreite ist bei einer Länge von 3 bis 11 und einer Breite von 0,8 bis 2,5 Zentimetern eiförmig-elliptisch bis eiförmig-lanzettlich geformt und an der Unterseite netznervig.
Generative Merkmale
Die Blütezeit reicht von Juni bis August. Die kleinen, sternförmigen  Blüten sind zwittrig,  radiärsymmetrischund fünfzählig. Die gelblichgrüne Krone hat einen Durchmessern von 2 bis 3 Millimeter und ist trichterförmig. Die Staubbeutel sind um einiges länger als breit. Die Griffel sind bis zum Grund zweiteilig. Die steinfrucht-artigen Spaltfrüchte sind anfangs rötlich und färben mit der Zeit fast schwarz.


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ERNÄHRUNG
Trennkost
Grundlagen
Drei Merkmale kennzeichnen die Trennkost nach Dr. Hay:
- Kohlenhydratreiche und eiweißhaltige Nahrungsmittel werden voneinander getrennt
- die Zufuhr von basischen. Produkten - z.B. Früchte, Salate und Gemüse - wird erhöht
- natürliche und naturbelassene Nahrungsmittel werden bevorzugt, industriell verarbeitete Nahrungsmitteln vermieden


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