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05.04.2020

tägliche News > April > 30.03.20 - 05.04.20
Moos (isländisch)  
 
Das isländische Moos ist eigentlich gar kein Moos, sondern eine Flechte, aber der Name hat sich inzwischen so sehr eingebürgert, dass er wohl dauerhaft bestehen bleiben wird. Die niedrig wachsende Pflanze verzweigt sich geweihartig, was ihr auch den Namen Hirschhornflechte eingebracht hat. Die Pflanze wächst nicht nur auf Island, sondern auch in anderen Mittelgebirgen und sogar im Flachland, bevorzugt in Heidegebieten. Der wichtigste Inhaltstoff des isländischen Mooses ist der Schleim, der sich als Tee eingenommen schützend um Schleimhäute legt und dadurch Reizhusten und Entzündungen der Atemwege lindern kann. Auch Reizzustände der Verdauungsorgane können durch das isländische Moos Linderung erfahren. Außerdem wirkt das isländische Moos stärkend und fördert den Appetit. Daher wurde es früher häufig gegen Tuberkulose eingesetzt.

 
 
Steckbrief
 
Heilwirkung: antibakteriell, blutbildend, blutstillend, schleimlösend, tonisierend, Appetitlosigkeit, Husten, Bronchitis, Reizhusten, Katarrhe der oberen Luftwege, Lungenentzündung, Halsentzündung, Heiserkeit, Magenschleimhautentzündungen, Verdauungsschwäche, Darmentzündung, Verstopfung, Blasenentzündung, Blasensteine, Nierenschwäche, Erschöpfungs- und Schwächezustände, Nervosität, Muttermilch bildend, Wunden
 
wissenschaftlicher Name: Lichen islandicus
 
englischer Name: Moss Icelandic
 
volkstümliche Namen: Berggraupen, Blutlungenmoss, Brockenmoss, Fiebermoss, Hirschhornflechte, Isländische Flechte, Matzegge, Raspel, Reniterflechte, Purgiermoos
 
Verwendete Pflanzenteile: Moos
 
Inhaltsstoffe: Cetrarin, Fumarsäure, Eisen, Schleim, Vitamine, ätherische Öle
 
Sammelzeit: April bis August

 
 
Isländisches Moos in der Phytotherapie (Pflanzenheilkunde)
 
Die erste bekannte Beschreibung findet sich unter der Bezeichnung Muscus islandicus catharticus in einem Arzneimittelverzeichnis, der Kopenhagener Taxe von 1672. In der Phytotherapie findet der ganze oder zerkleinerte Thallus Verwendung. Die Droge enthält Schleimstoffe und bitter schmeckende Flechtensäuren. Der Ausschuss für pflanzliche Arzneimittel der EU hat im November 2014 Lichen islandicus als traditionelles pflanzliches Arzneimittel eingestuft. Die zugelassenen Anwendungsgebiete umfassen die Linderung von trockenem Husten und Entzündungen im Mund- und Rachenraum sowie temporäre Appetitlosigkeit. Als Hustentee wird Lichen islandicus pur oder gemischt eingesetzt. Die Flechte wird im Spätsommer und Herbst bei trockener Witterung gesammelt. Zu den Sammelgebieten zählen Skandinavien, der Balkan sowie Russland. Um die wertvollen Inhaltsstoffe zu schonen, sollte das Kraut langsam an einem abgedunkelten Ort trocknen.

 
 
Beschreibung
 
Die Flechte wird 4 bis 12 Zentimeter hoch, ihre einzelnen Triebe verzweigen sich geweihartig, sind starr, schuppig und oft rinnig verbogen, auf der Oberseite braungrün, auf der Unterseite weiß-grün gefärbt. Die 3 bis 6 Millimeter flachen Bänder sind am Rand regelmäßig gezähnt. Je nach Lichtexposition lagern die Flechten unterschiedliche Mengen eines braunen Pigments ein, das als Sonnenschutz dient. Flechten der Hochgebirge sind daher dunkelbraun bis schwarzbraun gefärbt.

Muskateller-Salbei  
 
Der Muskateller-Salbei ist ein großer Verwandter des Salbeis, er wird bis 1,5 Meter groß. Er riecht stark aromatisch, balsamisch, würzig mit einer Zitronennote, daher wird die Pflanze nicht nur zu Heilzwecken, sondern auch als Gewürz und Aromamittel eingesetzt. Die Anwendung ähnelt dem echten Salbei.

 
 
Steckbrief
 
Haupt-Anwendungen: Appetitlosigkeit, Magen-Darm-Beschwerden
 
Heilwirkung: antibakteriell, adstringierend, krampflösend, menstruationsfördernd, schmerzstillend, tonisierend, verdauungsfördernd
 
Anwendungsbereiche: Appetitlosigkeit, Augenkrankheit, Verdauungsschwäche, Blähungen, Diarrhöe, Durchfall, Frauenkrankheiten, Menstruationsbeschwerden, Gastritis, Krämpfe, Schmerzen, Zahnfleischentzündungen
 
wissenschaftlicher Name: Salvia sclarea L.
 
Pflanzenfamilie: Lamiaceae = Lippenblütler
 
englischer Name: Clary, Clary Sage
 
volkstümlicher Name: Gartenscharlach, Muskat-Salbei, Muskateller-Salbei, Römischer Salbei, Stinkender Salbei, Wetterdamm
 
Verwendete Pflanzenteile: Blätter, Blüten
 
Inhaltsstoffe: ätherische Öle, Buttersäure, Caryophyllenoxid, Gerbsäure, Kampfer, Limonen, Linalool, Myrcen, Nerolidol, Rosmarinsäure, Sclareol, Terpinolen
 
Sammelzeit: April-Juli (Blätter) und Juni-August (Blüten)
 
Kontraindikation: Nicht in der Schwangerschaft

 
 
Anwendung
 
Der Muskatellersalbei wird selten als Zierpflanze in Staudenbeeten kultiviert. Er ist seit spätestens dem 9. Jahrhundert in Kultur, es gibt einige Sorten. Er wird als Heilpflanze und Gewürz genutzt. Oleum Salviae sclareae: Mittels Wasserdampfdestillation können aus 100kg der Blütenstände sowie Triebspitzen ca. 800 Gramm klares ätherisches Muskatellersalbeiöl gewonnen werden. Zu den Hauptbestandteilen des farblosen Öls zählen neben Linalylacetat (bis zu 75%), Linalool (bis zu 30%) auch Nerolidol und Neroliacetat sowie der Diterpen-Alkohol Sclareol, welche aber je nach Anbaugebiet, Erntezeitpunkt und klimatischen Bedingungen stark variieren können. Die Wirkung vom Muskateller-Salbei ähnelt in Einigem der des Echten Salbeis. Durch seinen Gehalt an Sclareol hat er auch hormonartige Wirkungen. In der griechischen und römischen Antike wurde er bei Kopfschmerzen eingesetzt. Blätter und Blüten können roh oder gegart gegessen werden. Die Blüten werden zur Aromatisierung von Wermutweinen ver-wendet, früher wurden sie auch anderen Weinen zugesetzt. Das Öl der Pflanze wird in der Parfüm- und Kosmetikindustrie verarbeitet. Die Blüten des Muskatellersalbeis sind zugleich eine verhältnismäßig gute Bienenweide. Auf einer mit ihm bestandenen Fläche von einem Hektar kann sich pro Blühsaison ein Honigertrag von 107 bis 174 kg ergeben.
 
Tee
 
Für einen Muskateller-Salbei-Tee übergießt man ein bis zwei Teelöffel Muskateller-Salbei-Blüten/-Blätter mit einer Tasse kochendem Wasser und lässt ihn zehn Minuten ziehen. Anschließend abseihen und in kleinen Schlucken trinken. Von diesem Tee trinkt man ein bis drei Tassen täglich. Wie bei allen stark wirksamen Heilkräutern sollte man nach sechs Wochen Daueranwendung eine Pause einlegen und vorübergehend einen anderen Tee mit ähnlicher Wirkung trinken. Anschließend kann man wieder sechs Wochen lang Muskateller-Salbeitee trinken. Durch die Pause werden eventuelle unerwünschte Langzeitwirkungen verhindert und die erwünschte Muskateller-Salbei-Wirksamkeit bleibt erhalten und lässt nicht durch Gewöhnung nach. Als Mundspülung z.B. gegen Zahnfleischentzündung kann man den Muskateller-Salbei-Tee beliebig oft ein-setzen.
 
Tinktur/Elixier
 
Wird aus Muskateller-Salbei, Poleiminze, Fenchel, Honig, Wein hergestellt. Nach dem Essen und vor dem Schlafen werden jeweils 20 ml getrunken. Als Kur zieht sich das einige Wochen hin und ist gut für den Magen und den Darm.
 
Äußerlich
 
In Massageölen, Salben und Cremes. Sehr gut für die Haut, bei Hautunreinheiten und kleineren Hautentzündungen.
 
Küche
 
Junge frische Blätter und Blütentriebe machen (Süß)speisen und Getränke aromatischer und leichter verdaulich. Die frischen und zarten Blüten eignen sich zum garnieren von Speisen.

 
 
Geschichtliches
 
Hildegard von Bingen empfahl ein Muskateller-Salbei-Elixier zur Heilung von Magen- und Darm-Krankheiten und Appetitlosigkeit. Zeitweise benutzten Winzer den Muskateller-Salbei um schlechten Wein in einen schmackhaften Wein zu verwandeln. Da der Muskateller-Salbei verdauungsfördernd ist, wird er auch anderen Getränken (z.B. Likören) zugesetzt.

 
 
Pflanzenbeschreibung
 
Der Muskatellersalbei ist eine immergrüne, zweijährige bis ausdauernde krautige Pflanze mit Pfahlwurzel. Die Pflanze erreicht Wuchshöhen von 50 bis 110 Zentimeter. Im ersten Jahr wird die Blattrosette ausgebildet, im zweiten Jahr entwickelt sich der Blütenstand. Die Spreite der großen Laubblätter ist einfach und herzeiförmig gestaltet sowie grau behaart. Die violett und rosafarbenen Tragblätter der Scheinquirle sind länger als der Kelch. Die Blütenstandsachsen sind mit einfachen Haaren und Drüsenhaaren (Muskatellergeruch) besetzt. Die zwittrigen Blüten sind zygomorph. Der Kelch ist breit herz-förmig, am Rand kurz bewimpert, lila, weinrot oder weiß. Die Kelchzähne sind begrannt und stechend. Die Krone ist 20 bis 28 Millimeter lang, hellblau, rosa oder lila. Die Kronröhre hat innen auf der Bauchseite eine kleine Schuppe. Die Blütezeit reicht von Juni bis Juli.
 
Der Muskateller-Salbei ist in den warmen Regionen Europas, Nordafrika und bis in den Orient heimisch. Er wächst bevorzugt an sonnigen und sandigen Orten ohne starken Winterfrost. Die zweijährige Pflanze wird bis zu 150 Zentimeter hoch. Die Blätter sind filzig, breit und herzförmig. Die weiß-violetten, rosa oder hellblauen Blüten erscheinen an kerzenartigen Blütenständen zwischen Juni und August. Die Pflanze riecht angenehm nach Orangen oder Grapefruits. Manche Frauen mit empfindlicher Nase finden dass die Pflanze nach Schweiß oder ungewaschenen Füßen riecht, was auf die kleine Menge an Buttersäure in der Pflanze zurückzuführen ist, daher auch der Name "Stinkender Salbei".

 
 
Anbautipps
 
Aussaat im Sommer oder Herbst. Der Samen bleibt etwa 3 Jahre keimfähig. Bei starkem Frost (etwa -15°C) oder zu nassen Wintern geht die Pflanze ein. Daher ist es empfehlenswert im ersten Jahr die Pflanze im Topf zu kultivieren und an hellem frostfreiem Ort zu überwintern. Im Frühling kann man dann die dann anspruchslose Pflanze in den Garten setzen und im Frühsommer blüht sie. Der Muskateller-Salbei mag einen durchlässigen, sonnigen und sandigen Boden. Ist der Boden zu trocken muss man die Pflanze gießen.

 
 
Sammeltipps
 
Blätter, die getrocknet werden sollen, direkt vor der Blüte ernten. Die blühenden Sproßspitzen vor der Verarbeitung anwelken oder antrocknen lassen.

Bachblüten
 
Ich halte meist andere Menschen für dumm (32 Vine)
 
-        Diese Menschen halten ihre Mitmenschen deren öfteren oft dumm      
 
-        Mit der dementsprechenden Bachblüten können sie dieses Verhalten in den Griff bekommen
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Ich fühle mich unsicher (33 Walnut)
 
-        Diese Menschen fühlen sich häufig unsicher  
 
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Störungen der Darmflora
 
Viele Erkrankungen haben ihre Ursache in einer gestörten Darmflora. Solche Störungen werden häufig durch äußere Einflüsse hervorgerufen, wie z.B. Antibiotika, Sulfonamine, Kortikoide, Pille, Abführmittel, Umweltgifte, Strahlenbehandlung, Zytostatika, falsche Ernährung, …..
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