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05.03.2020

tägliche News > 02.03.20 - 08.03.20
Rosskastanie
Die Rosskastanie ist ein großer Baum, der in Parks und an Straßen wächst und dort angesichts seiner Größe eine dominierende Rolle spielt. Kinder kennen die Standorte von Kastanien meistens sehr gut, denn dort finden sie im Herbst die rot-braun glänzenden Kastanien, die sich herrlich glatt anfühlen und gut als Bastelmaterial zu verwenden sind. Rosskastanien haben auch vielfältige Heilwirkungen, von denen die herausragendste die Wirkung auf das Gefäßsystem ist. Daher eignet sich die Rosskastanie innerlich und äußerlich gegen Krampfadern, Hämorrhoiden, geschwollene Füße und auch gegen Arteriosklerose. Die Rosskastanie wurde vom "Studienkreis Entwicklungsgeschichte der Arzneipflanzenkunde" an der Universität Würzburg zur Arzneipflanze des Jahres 2008 gekürt. Die Kastanie wird geehrt, weil sie seit Jahrhunderten eine wichtige Heilpflanze ist, deren Wirkstoffe inzwischen gut untersucht worden sind. Die Samen der Rosskastanie helfen vor allem gegen Venenerkrankungen, wie Krampfadern, weil ihre Wirk-stoffe die Wände der Venen abdichten. Auch ihre Wirkung gegen Wadenkrämpfe und schwere Beine ist wichtig, weil diese Gesundheitsbeschwerden sehr verbrei-tet sind. Der Studienkreis Entwicklungsgeschichte der Arzneipflanzenkunde am Institut für Geschichte der Medizin der Universität Würzburgkürte die Gewöhnliche Rosskastanie zur Arzneipflanze des Jahres 2008.

Steckbrief
Haupt-Anwendungen: Krampfadern
Heilwirkung: adstringierend, antibakteriell, blutreinigend, blutstillend, entzün-dungshemmend, harntreibend, krampflösend, schleimlösend, schmerzstillend, to-nisierend
Anwendungsbereiche: Augenringe, Fieber, Erkältung, Keuchhusten, Ödeme,
Kreislauf stärkend, Arteriosklerose, Diabetes (unterstützend), Durchfall, Magen-krämpfe, Leberschwäche, Rheuma, Gicht, Ischias, Nervenschmerzen, Ausfluss,
Frostbeulen, Hautprobleme, Ekzeme, Geschwüre, Wunden, Lupus erythemato-des, Venenerkrankungen, Venenentzündung, Offene Beine, Hämorrhoiden, Wa-denkrämpfe, Schwere Beine, Geschwollene Beine
wissenschaftlicher Name: Aesculus hippocastanum
Pflanzenfamilie: Seifenbaumgewächse = Sapindaceae
englischer Name: Chestnut
volkstümliche Namen: Kastanie, Drusenkesten, Gichtbaum, Kestenbaum, Pfer-dekastanie, Saukesten, Zierkestenbaum
Verwendete Pflanzenteile: Früchte, Rinde, Blüten, Blätter, Wurzel
Inhaltsstoffe: Aesculin, aescin, Alantoin, Angelinsäure, Bitterstoff, Kampferöl, Cholin, Cyanidin, Farbstoff, Flavone, Flavonglykoside, Fraxin, Gerbstoff, Gerb-säure, Cumarine, Linolensäure, Saponine
Sammelzeit: Rinde: März, Blüten: Mai, Samen: September und Oktober
Anwendung
Von der Rosskastanie kann man fast alle Pflanzenteile in der Pflanzenheilkunde einsetzen. Ihr bekanntestes Einsatzgebiet ist die Stärkung der Venen und da-durch ihre Wirksamkeit gegen Krampfadern und Hämorrhoiden. Durch den hohen Saponingehalt sollte man die Teile der Rosskastanie nicht in unmäßigen Mengen einnehmen, sondern immer wohl dosieren. Die Gewöhnliche Rosskastanie wird vielfach genutzt, ist jedoch keine wirtschaftlich bedeutende Baumart.
Nutzung ohne unmittelbare wirtschaftliche Verwertung
Die Gewöhnliche Rosskastanie ist ein beliebter Baum in Erholungsanlagen, als Schattenspender etwa in Biergärten und als Zierbaum. In vielen Ländern wird er auch als Straßenbaum angepflanzt. Ebenfalls als Ziergehölz verwendet wird die Kreuzung aus Gewöhnlicher und Roter Rosskastanie, die Fleischrote Rosskasta-nie (Aesculus × carnea). Die Blüten bilden ausgiebig Nektar und Pollen und sind damit eine gute Bienentrachtpflanze. Die Samen werden auch zur Winterfütte-rung von Rothirschen, Rehen und anderen Schalenwildarten verwendet. Kinder basteln aus den Samen Kastanienmännchen. In Großbritannien und Irland bin-den Kinder Kastanien für das Spiel Conkers („Kastanien“) an Fäden: Ein Kind lässt seine Kastanie am Faden hängen, während ein zweites Kind seine Kastanie auf die hängende Kastanie schleudert. Wenn eine der Kastanien beim Zusam-menprall zerbricht, gewinnt das Kind mit der unbeschädigten Kastanie einen Punkt. Seit 1965 werden jährlich Conkers-Weltmeisterschaften ausgetragen.
Holz
Das Holz wird zu Furnieren in der Möbelerzeugung, für Schnitzereien und als Verpackungsmaterial verwendet.
Chemie und Wollfärbung
Aus den Samen werden die Saponine zur Herstellung von Kosmetika, Farben und Schäumen gewonnen, die Stärke wird zu Alkohol und Milchsäure vergoren, die Öle werden zu Seifenpulver verarbeitet. In den beiden Weltkriegen ließ die britische Regierung Kastanien sammeln, um Aceton zur Herstellung des Spreng-stoffs Kordit zu gewinnen. In früheren Zeiten sind verschiedene Pflanzenteile der Rosskastanie zum Färben von Wolle verwendet worden. Mithilfe der Schalen der Rosskastanie erhält Wolle eine braune Farbe. Die Blätter ergeben je nach Jah-reszeit unterschiedliche Farben. Blätter, die Anfang Mai gepflückt werden, erge-ben einen rostbeigen Ton. Pflückt man die Blätter im August, erhält man einen honiggelben Farbton. Die tanninhaltige Rinde der Rosskastanie wurde in Italien beim Wollfärben zum Färben eines bräunlichen Gelb verwendet.
Medizin
Aus Samen, Borke, Blättern und Blüten werden Grundstoffe für die pharmazeu-tische Industrie gewonnen. Das extrahierbare Wirkstoffgemisch Aescin hat eine gefäßverstärkende, antikoagulierende und entzündungshemmende Wirkung. Die daraus hergestellten Präparate werden beispielsweise gegen Magen- und Ulcus duodeni (Zwölffingerdarmgeschwür), Gebärmutter-Blutungen, Krampfadern und Hämorrhoiden eingesetzt. Ein Dekokt der Samen kann als Spülung, Fußbad oder Umschlag gegen geschwollene Beine oder Arme verwen-det werden. Dies soll ebenfalls hilfreich bei Couperose und leichten hämorrhoida-len Entzündungen sein. Die Früchte der Gewöhnlichen Rosskastanie sollen Blut-gefäße, insbesondere Venen, stärken und sollen gegen Thrombose, Phlebitis (Venenentzündung), Krampfadern und Hämorrhoiden eingesetzt werden. Bei die-sen Leiden sowie bei Ulcus cruris (Geschwürbildung an den Beinen) könne Ross-kastanienextrakt auch äußerlich angewendet werden.
Früchte / Samen
Die rotbraunen Samen enthalten als wichtigsten wirksamen Stoff sehr viel Sapo-nin. Aber auch Gerbstoffe, Gerbsäuren und einige besondere Wirkstoffe sind in den Samen der Rosskastanie enthalten. Man kann die getrockneten und ge-schnittenen Samen als Tee oder Tinktur einnehmen und zur Stärkung der Blut-gefäße anwenden. Rosskastanien-Tinktur und Tee helfen nicht nur gegen Venen-schwäche, sondern können auch die Arterien stärken und von Ablagerungen befreien. Außerdem werden die feinen Kapillaren angeregt, mehr Gewebsflüssig-keit aus dem umliegenden Gewebe aufzunehmen und zum Herzen zu transpor-tieren, was beispielsweise geschwollene Knöchel abschwellen lässt. Zusätzlich zur Einnahme werden Rosskastaniensamen oft zu Salben und Cremes verar-beitet, mit denen man die Unterschenkel gegen Krampfadern und Schwellungen einreiben kann. Außer der Wirkung auf die Blutgefäße wirken Rosskastaniensa-men stärkend und auswurffördernd, was sie zu einem Mittel gegen Husten macht. Die Samen wirken außerdem schmerzstillend, weshalb man sie gegen rheumati-sche und neuralgische Schmerzen verwenden kann. Ein weiteres Einsatzgebiet sind Katarrhe der Verdauungsorgane und Durchfall. Hierfür kann man außer Tees und Tinkturen auch zweimal täglich eine Messerspitze mit dem geschälten, ge-trockneten und gepulverten Samen einnehmen.
Blüten
Die Blüten der Rosskastanie kann man ähnlich einsetzen wie die Samen. Ein Tee der Blüten wirkt auch besonders gut gegen Husten. Mit den Blüten kann man auch eine Tinktur ansetzen, die als Einreibung gegen rheumatische Schmerzen hilfreich sein kann. Aus den Knospen bzw. Blüten werden die Bachblüten Chest-nut Bud, White Chestnut und Red Chestnut hergestellt.
Blätter
Die Blätter kann man als Tee trinken und gegen Fieber und Keuchhusten ein-setzen. Sie wirken ausserdem stärkend, durchblutungsfördernd und entwäs-sernd.
Rinde
Die Rinde wirkt, innerlich eingenommen, entzündungshemmend, zusammenzie-hend, harntreibend, fiebersenkend, schmerzlindernd, gefässzusammenziehend und stärkend. Man kann sie also bei fieberhaften Erkältungen und Entzündungen des Verdauungstraktes einnehmen. Äußerlich als Waschung, Bad oder Creme wirkt die Rinde einerseits, wie die anderen Teile der Rosskastanie, gegen Venen-probleme, andererseits aber auch hautheilend gegen Ekzeme, Geschwüre und andere Hautprobleme. Sogar gegen Lupus erythematodes setzt die Volksheil-kunde Waschungen mit einer Rindenabkochung ein. Die Rinde enthält das Gly-kosid Aesculin, das fluoreszierend ist. Wenn man einen Kaltauszug mit der Rinde junger Kastanienzweige macht, kann man sehen, wie die Flüssigkeit leuchtet. Das Aesculin bindet ultraviolettes Licht und wird daher als Sonnenschutzmittel eingesetzt. Außerdem wirkt es durchblutungsfördernd und Stoffwechsel anre-gend.
Rosskastanien im Haushalt
Wenn man kleingeschnittene Rosskastanien mit kochendem Wasser übergießt, wird das Wasser seifig. Dieses Wasser kann man zum Waschen des Körpers und von Kleidungsstücken benutzen.
Geschichte
Nachdem die Eiszeit die Rosskastanie aus Mitteleuropa verdrängt hatte, kam sie erst vor einigen hundert Jahren mit den Osmanen wieder nach Mittel- und West-europa. Die Osmanen führten Kastanien als Pferdefutter mit sich und hin und wieder fiel eine zu Boden und entwickelte sich zu einem Baum. Die zufällig aus-gesäten Bäume gefielen offenbar vielen Menschen, denn im Laufe der Zeit wurde die groß wachsende Rosskastanie zu einem beliebten Baum in großen Parks und als dominante Begrünung in Städten. Im Jahr 1576 wurde die Rosskastanie erst-mals offiziell in Wiener Gärten angepflanzt. Carolus Clusius, der kaiserliche Direk-tor der botanischen Gärten in Wien setzte sich für diese Anpflanzungen ein. Der französische Sonnenkönig Ludwig XIV. liebte die wuchtige Kastanie so sehr, dass er sie überall anpflanzen lies, vor allem als Allee und in seinen Schlossgärten. Diese Mode setzte sich fort und daher findet man auch noch heutzutage überall zahlreiche Kastanienbäume. Besonders gerne wurden Kastanien auch über den Gewölbekellern von Bierbrauereien angepflanzt, weil ihre Wurzeln nicht sehr tief reichen und die üppigen Kronen reichlich kühlen Schatten spenden. Dadurch wur-den die Bierkeller zusätzlich kühl gehalten, was der Bierqualität zugute kam. So kommt es, dass der typische Baum in Biergärten die Kastanie ist. In der Volksheil-kunde wurde die heilkräftige Wirkung der Rosskastanie schon früh erkannt. In großen Kräuterbüchern trat die Rosskastanie jedoch erst im 16. Jahrhundert auf, beispielsweise bei Pietro Andrea Mattioli (1554) und Adam Lonitzer (1557). Heut-zutage werden zahlreiche Venensalben mit Rosskastanienextrakten zur Behand-lung gegen Krampfadern im Handel angeboten. Als Baum war die Rosskastanie im Jahr 2005 der Baum des Jahres. Im Jahr 2008 ist die Rosskastanie die Arzne-ipflanze des Jahres.
Pflanzenbeschreibung
Die Gewöhnliche Rosskastanie ist ein sommergrüner Baum, der Wuchshöhen von bis zu 30 m erreicht. Sie kann ein Alter von bis zu 300 Jahren erreichen. Der Baum ist in der Jugend raschwüchsig und bildet einen kurzen, vollholzigen Stamm mit runder und breiter Krone aus. Alte Bäume erreichen Stammdicken bis zu einem Meter. Der Stamm ist immer nach rechts drehwüchsig und von einem gelblich-weißen, kernlosen Holz. Sie kann einen Nasskern ausbilden. Wie alle Ro-kastanien ist die Gewöhnliche Rosskastanie ein Flachwurzler, mit weitstrei-chendem, starkem Wurzelwerk. Die Triebe sind dick und bräunlich-grau mit auffal-lender, fünf- bis neunspuriger Blattnarbe. Die Borke ist bei jungen Bäumen hell-braun bis braun und glatt, später wird sie manchmal etwas rötlich, und ältere Bäume haben eine graubraune, gefelderte Borke, deren grobrissige Platten sich aufbiegen und in Schuppen abblättern. Die fingerförmig zusammengesetzten Laubblätter sind sehr groß, oberseits sattgrün, kahl, schwach glänzend und unter-seits hellgrün mit filzigen Adern. Der Blattstiel ist 10–18 cm lang und rinnig. Die einzelnen Fiederblätter, 5–7 an der Zahl, sind schmal verkehrt-eiförmig, 9 bis 18 cm lang und etwa 10 cm breit, am Ende fein zugespitzt, mit doppelt gesägtem Blattrand und an der Basis keilförmig verschmälert. Die Knospen sitzen gegen-ständig, mit einer auffallenden großen und dicken Endknospe, die eikegelig-spitz, mehrschuppig, glänzend und klebrig ist. Die Knospen erscheinen im Herbst.
Die Blütezeit reicht je nach Witterung von April/Mai bis in den Juni. Die Blüten sitzen zu vielen in aufrecht stehenden Rispenzusammen, die im Volksmund auch „Kerzen“ genannt werden. Die weißen, fünfzähligen Blüten haben, solange sie befruchtungsfähig sind, einen gelben Fleck. Nur in dieser Phase wird der zucker-reiche (bis zu 70 %) Nektar produziert. Wenn die Blüten bestäubt wurden, färbt sich der Fleck rot. Das zeigt den Bestäubern, dass in den Blüten mit rotem Fleck nichts mehr an Nektar und Blütenstaub zu holen ist. Je Staubblatt gibt es eine der höchsten bekannten Pollenzahlen: 26 000. Je Blütenstand sind es bis zu 42 Millionen.
Der Baum wird mit 10–15 Jahren mannbar. Es werden hellgrüne Kapselfrüchte mit einer dicken, lederigen, bestachelten Hülle gebildet, die im September/Okto-ber reifen. Die 5 bis 6,5 Zentimeter großen Kapselfrüchte enthalten meist einen, selten bis zu drei, 2 bis 4 Zentimeter große, nussbraune und glänzende, glatte Samen mit einem weißlichen Nabelfleck (Chalaza), die Kastanien, roh sind sie für den Menschen ungenießbar (Siehe: Rosskastanien). Die Rosskastanie zählt zu den Pflanzen, die ihre reifen Früchte mittels der Schwerkraft zu Boden fallen las-sen (Barochorie). Beim Aufprall auf den Boden platzen die Kapseln in der Regel auf und entlassen ihre großen Samen, die je nach Bodenlage noch einige Meter weiter rollen. Diese sehr seltene Ausbreitungsform der Diasporen wird auch als Schwerkraftwanderung bezeichnet. Die Früchte keimen im nächsten Frühjahr un-terirdisch.
Der Rosskastanienbaum kommt ursprünglich aus Indien, Zentralasien und Süd-osteuropa. Da er aber nicht nur schön aussieht, vor allem in der Blütezeit, sondern auch schmutzige Luft und Abgase gut verträgt, hat er sich als Stadtbaum in Eu-ropa stark verbreitet.
Der Baum wird bis zu 30 m hoch. Er hat große Blätter, die aus sieben Teilen fin-gerartig zusammengesetzt sind. Im Mai blüht die Rosskastanie mit beeindruckend prächtigen Blüten. Sie stehen wie dicke Kerzen aufrecht auf den Zweigen und be-stehen aus vielen Teilblüten. Im Herbst wachsen daraus die Kastanienfrüchte, die in einer stacheligen grünen Schale sitzen. Die Früchte (Samen) sind etwa drei bis fünf Zentimeter groß und rundlich. Sie haben eine glänzende rotbraune Farbe. Sie fühlen sich angenehm glatt an. Diese Samen werden von Kindern sehr gerne zum Basteln benutzt, was dazu führt, dass die Rosskastanie den meisten Men-schen schon in früher Kindheit bekannt wird.
Schlüsselblume
Die Schlüsselblume ist der Inbegriff der Frühjahrsblüher, doch in den letzten Jahr-zehnten ist sie sehr selten geworden. Daher steht sie auch unter Naturschutz und darf nicht gesammelt werden. Man kann sich ihrer aber erfreuen, wenn man auf sie trifft und im Garten kann man sie anbauen und darf sie dann auch ernten. Da die Schlüsselblume entkrampfend und schleimlösend wirkt, ist sie als Hustentee sehr geeignet. Sie wirkt vor allem gut, wenn der Schleim festsitzt. Besonders ger-ne wird sie zur Linderung eines Altershustens verwendet, wenn das schwächer werdende Herz dazu führt, dass sich die Flüssigkeit in der Lunge staut. In diesen Fällen erleichtert sie das Abhusten der Flüssigkeit und dadurch entlastet sie auch den Kreislauf. Außer gegen Husten verwendet die Volksheilkunde die Schlüssel-blume auch gegen Nervosität und Neuralgien. Selbst Migräne soll gelindert wer-den.
Steckbrief
Haupt-Anwendungen: Husten
Heilwirkung: beruhigend, blutreinigend, blutstillend, entzündungshemmend, harntreibend, krampflösend, schleimlösend, schmerzlindernd, schweißtreibend, Stoffwechsel anregend
Anwendungsbereiche: Bronchitis, Erkältung, Gicht, Halsentzündung, Herz-schwäche, Keuchhusten, Kehlkopfentzündung, Kopfschmerzen, Lungenentzündung, Migräne, Mundfäule, Mundschleimhautentzündung, Neuralgien, Ödeme, Rheuma, Schlaflosigkeit, Schnupfen, Schwindel, Verstopfung, Vitamin C Man-gel, Zahnfleischentzündung
wissenschaftlicher Name: Primula veris, Primula officinalis
Pflanzenfamilie: Primelgewächse = Primulaceae
englischer Name: Cowslip
volkstümliche Namen: Allelujableaml, Arznei-Schlüsselblume, Auritzel, Bären-ohr, Batenge, Eieräuglein, Eierkraut, Ehrezeicheli, Fastenbleaml, Frauenschlüs-sel, Gichtblume, Heiratsschlüssel, Himmelschlüssel, Kraftblume, Märzenblümli, Madäneli, Mundfäulkraut, Petriblume, Schmalzschüsseli, Trubechnöpfli, Wiesen-Primel
Verwendete Pflanzenteile: Wurzel, Blüten
Inhaltsstoffe: Saponine, Flavone, Primulaverosid, Primverosid, Phenolglyko-side, ätherisches Öl, Gerbstoff, Kieselsäure
Sammelzeit: Achtung! Die Pflanze ist geschützt! März bis Mai
Anwendung
Schlüsselblume kann man wahlweise als Tee oder als Tinktur anwenden. Die häufigste Art, Schlüsselblume anzuwenden ist der Tee.
Tee
Für einen Schlüsselblumetee übergießt man ein bis zwei Teelöffel Schlüsselblu-menwurzeln oder Blüten mit einer Tasse kochendem Wasser und lässt ihn zehn Minuten ziehen. Anschließend abseihen und in kleinen Schlucken trinken. Von diesem Tee trinkt man ein bis drei Tassen täglich. Wie bei allen Heilkräutern sollte man nach sechs Wochen Daueranwendung eine Pause einlegen und vorüber-gehend einen anderen Tee mit ähnlicher Wirkung trinken. Anschließend kann man wieder sechs Wochen lang Schlüsselblume-Tee trinken. Durch die Pause werden eventuelle unerwünschte Langzeitwirkungen verhindert und die er-wünschte Schlüsselblume-Wirksamkeit bleibt erhalten und lässt nicht durch Gewöhnung nach.
Heilpflanze
Schlüsselblumenblüten enthalten geringe Mengen an Saponinen, etwa drei Pro-zent Flavonoide - insbesondere Rutosid-, Carotinoide und Spuren von ätherisch-em Öl. Die Wurzeln enthalten drei bis zwölf Prozent Triterpensaponine, beispiels-weise Primulasaponin oder Primacrosaponin, Phenolglykosiden wie Primulaverin sowie seltene Zuckerstoffe. Die Triterpensaponine üben eine reizende Wirkung auf die Magenschleimhaut aus. Dieser Effekt soll über Nervenfasern reflektorisch die Bronchialschleimhaut dazu anregen, mehr Schleim zu produzieren. Hierdurch verdünnt sich das Sekret und erleichtert das Abhusten. Extrakte aus Schlüssel-blumen werden vor allem bei Erkältungen mit verschleimtem Husten und Schnu-pfen als Begleitsymptomatik eingesetzt. Als Nebenwirkung der Anwendung konn-ten Magenschmerzen und Übelkeit sowie allergische Hautreaktionen festgestellt werden. Frische, junge Schlüsselblumenblättchen können auch Salaten zuge-setzt werden.
Frühjahrskurteemischung
Die Schlüsselblumenblüten eignen sich sehr gut für einen Frühjahrskurtee. Man kann sie mit folgenden Kräutern sehr gut mischen: Birkenblätter, Brennnessel-blätter, Löwenzahn, Vogelmiere, Ehrenpreis. Von diesen Kräutern kann man die verfügbaren mit Schlüsselblume gemischt als Frühjahrstee trinken.
Schlüsselblume als Einzeltee
Schlüsselblume kann man innerlich, als Tee vor allem bei Katarrhe der Atemwe-ge einsetzen. Schleim wird gelöst und Entzündungen werden gelindert. Daher hilft die Schlüsselblume gegen Husten, aber auch bei Halsentzündungen und Entzün-dungen der Mundschleimhaut. Man kann die Schlüsselblumenblüten und Wurzeln daher gut einem Grippemischtee beifügen oder als Einzeltee trinken. Außerdem hilft die Schlüsselblume gegen ein aufgescheuchtes Nervensystem. Sie beruhigt die Nerven, sodass man besser einschlafen kann und Kopfschmerzen verschwin-den. Ein schwaches Herz wird durch Schlüsselblumentee gestärkt und Wasser-ansammlungen in den Füssen werden ausgeschwemmt. Die Volksheilkunde setzt die Schlüsselblume auch zur begleitenden Behandlung von Herzmuskelentzün-dung und Neigung zu Schlaganfall ein.
Tinktur
Um eine Schlüsselblumentinktur selbst herzustellen, übergießt man Schlüssel-blume in einem Schraubdeckel-Glas mit Doppelkorn oder Weingeist, bis alle Pflanzenteile bedeckt sind, und lässt die Mischung verschlossen für 2 bis 6 Wo-chen ziehen. Dann abseihen und in eine dunkle Flasche abfüllen. Von dieser Tink-tur nimmt man ein bis drei mal täglich 10-50 Tropfen ein. Wenn einem die Tinktur zu konzentriert ist, kann man sie mit Wasser verdünnen. Schlüsselblumentinktur kann man bei Migräne, Neuralgien und Schwindelanfälle einsetzen.
   
Achtung! Empfindliche  Menschen bekommen durch Berührung der Schlüssel-blumen manchmal einen  juckenden Ausschlag (Allergie). Bei innerlicher An-wendung kann es bei diesen  empfindlichen Menschen zu Übelkeit, Erbrechen oder Durchfall kommen.
 
Geschichtliches
Weil die Schlüsselblume im Mittelmeerraum nicht vorkommt, ist sie nicht als anti-ke Heilpflanze bekannt. Doch die Kelten und Germanen haben sie wahrschein-lich schon in der Heilkunde und zu religiösen Zwecken eingesetzt. Im Mittelalter wird die Schlüsselblume jedoch in mehreren Heilpflanzen-Büchern erwähnt. Be-kannt ist vor allem die Empfehlung der Hildegard von Bingen, die die Schlüssel-blume als Himmelsschlüssel bezeichnet. Dieser Himmelsschlüssel sollte den Himmel aufschließen. Die äußerliche Anwendung der Schlüsselblume sollte wär-men und gegen Melancholie helfen. Andere mittelalterliche Autoren empfehlen die innerliche Anwendung der Schlüsselblume bei Gicht, Lähmungen und Schlag-anfall. Auch zur Stärkung des Herzens und zur Wundbehandlung wurde die Schlüsselblume eingesetzt. Auf der Basis der Signaturenlehre wurde die gelbe Schlüsselblume bei Erkrankungen von Leber und Galle verwendet. In der Volks-heilkunde wurde die Schlüsselblume im späteren Lauf der Jahrhunderte vor allem gegen Husten angewendet. Diese Anwendung ist heutzutage sogar wissen-schaftlich anerkannt. Weil die Schlüsselblume so selten geworden ist, und daher geschützt, wird sie heutzutage nicht mehr wild gesammelt. Darum ist auch ihre Anwendung als Volksheilkraut zurück gegangen. Auch in der offiziellen Pflanz-enheilkunde wird sie nicht sehr häufig angewendet, weil es andere Hustenkräuter mit stärkeren Wirkungen gibt. Sie gehört aber nach wie vor zu den klassischen Hustenkräutern.
Pflanzenbeschreibung
Die Schlüsselblume wächst bevorzugt auf Wiesen, an Waldrändern und im Ge-büsch. Die mehrjährige Pflanze wird bis zu 20 Zentimeter hoch. Im Frühjahr treibt die Wurzel zunächst runzlige wellig gezähnte Blätter aus. In Bodennähe wächst dann eine Blattrosette aus den eirunden Blättern. Ab März wächst der oben gebo-gene Stängel. An ihm wachsen keine Blätter. Die goldgelben Blüten erscheinen zwischen März und Anfang April. Sie hängen in kleinen Dolden leicht nach unten gerichtet. Der Duft der Blüten ist honigartig und lieblich.
Verbreitung
Die Schlüsselblume kommt in Europa und Vorderasien vor. In Europa wächst sie fast überall, aber nicht im Süden der Mittelmeerländer, in den Alpen und im nördlichen Skandinavien. In Deutschland wächst die Schlüsselblume fast über-all, aber nicht in Ostfriesland und nur sehr selten in der norddeutschen Tief-ebene westlich der Elbe.
Andere Arten: Hohe Schlüsselblume
Die hohe Schlüsselblume ähnelt der echten Schlüsselblume stark, auch bezüg-lich ihrer Heilwirkung. Sie wächst eher in Wäldern als auf sonnigen Wiesen. Die großen Exemplare dieser Art werden bis zu 30 Zentimeter hoch, also etwas höher als die echte Schlüsselblume. Ihre Blüten sind hellgelb, also etwas heller als die Blüten der echten Schlüsselblume.
Anbautipps
Man kann die Schlüsselblume relativ gut im eigenen Garten anbauen. Sie fühlen sich auch auf schweren Böden wohl. Am liebsten wächst sie auf sonnigen Hän-gen. In manchen Garten-Läden kann man fertige Schlüsselblumenpflanzen kau-fen, die man nur noch anpflanzen muss. Man kann auch die Samen aussäen, am besten in kleinen Anzuchttöpfchen. Die kleinen Pflänzchen werden dann später ausgepflanzt. Gegen eventuellen Mehltau kann man Schachtelhalmjauche oder Schalthalmtee zum Gießen verwenden.
Sammeltipps
Wilde Schüsselblumen darf man nicht in der freien Natur sammeln, weil die Pflan-ze geschützt ist. Gesammelt werden also nur Pflanzen aus eigenem Anbau. Die Blüten werden zur Blütezeit vorsichtig abgezupft und zügig im Schatten getrock-net. Die Wurzeln werden im Herbst oder Frühjahr ausgegraben. Dann werden sie gereinigt, geschnitten und schonend im lauwarmen Backofen oder Dörrapparat getrocknet.
Bachblüten
Ich bin leicht beleidigt, weil mir niemand dankt (8 Chircory)
-        Diese Menschen sind sehr, sehr leicht beleidigt, wenn denen nicht gedankt wird
-        Mit der dementsprechenden Bachblüte können sie dies ablegen

Bachblüten
Meine Gedanken sind träumerisch (9 Clematis)
-        Diese Menschen sind mit den Gedanken sehr oft in der Traumwelt
-        Mit der dementsprechenden Bachblüte können sie die träumerischen Gedanken abschalten
Definition von Sport und Bewegung
Ganz allgemein umfasst der Begriff der „körperlichen Aktivität“ jede durch Kontraktion der Skelettmuskulatur hervor gebrachte Bewegung, die mit einem erhöh-ten Energieverbrauch einhergeht. Bei körperlicher Aktivität sind große Muskelgruppen beteiligt Grundvoraussetzung für ein Training ist die Fähigkeit der körperlichen Anpassung. Unser Körper reagiert auf (Trainings-)Reize und ist in der Lage, entsprechende Veränderungen in unseren Organen und Stoffwechselprozessen zu erreichen = Leistungsfähigkeit. Darunter fallen u.a. die Herz-Kreislauf- und die Leistungsfunktion, die Muskulatur, die Stoffwechselfunktion und natürlich auch die body composition (Körperfettabbau & Muskelaufbau)
11 Elm
Die betroffenen Personen sind durch diverse Verantwortungen überfordert. Diese Charaktere sind starke, intuitive und verantwortungsvolle Menschen, die ihren Weg im Leben zielgerichtet verfolgen.
Durch die Bachblüte bekommen sie ein klares Verhältnis zu den eigenen Energien und lernen Sie mit richtigen Maße einzusetzen.  Sie sind sich bewusst, wie viel Belastung sie tragen können und kennen die eigenen Grenzen besser.
Mehr dazu auf meiner Homepage: www.kraft-durch-kräuter-und-bachblüten.at
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