Kraft durch Kräuter und Bachblüten

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05.03.2019

täglichen News > Newsletterarchiv > März > 04.03.19-10.03.19


BIRKE

Von alters her gilt die Birke als heiliger Baum, der für die Fruchtbarkeitsfeste im Frühling die jungfräuliche Göttin symbolisiert. Selbst heute noch werden in den Dörfern am ersten Mai Maibäume aufgestellt und der Frühling gefeiert. Vermutlich liegt die Zuordnung der Birke als Jungfrau an der weißen Rinde, die bei jungen Birken sehr zart und seidig ist. In der Heilkunde werden die Blätter der Birke vor allem im Nieren-Blasen-Bereich und für Haut und Haare eingesetzt.
Die Birken bilden eine Pflanzengattung in der Familie der Birkengewächse.

Steckbrief
Heilwirkung:
blutreinigend, harntreibend,  Augenringe,  Blasenentzündung, Nierenschwäche, Nierensteine, Rheuma,  Gicht, Ödeme, Hautprobleme, Ekzeme, Flechten, Allergien,  Diabetes (unterstützend - leicht Fälle), Husten, Haarausfall, Schuppen, Durchfall, Frühjahrsmüdigkeit
wissenschaftlicher Name:
Betula alba
Pflanzenfamilie:
Birkengewächse = Betulaceae
englischer Name:
Birch
volkstümlicher Name:
Maibaum, Frühlingsbaum, Besenbaum, Besenbirke, Bork, Bark, Hexenbesen, Hängebirke, Moorbirke, Rauhbirke, Sandbirke, Warzenbirke, Weißbirke
Verwendete Pflanzenteile:
Blätter, Blattknospen, Saft durch Anzapfen
Inhaltsstoffe:
 Ätherische Öle, Gerbstoffe, Bitterstoffe, Vitamin C, Harz, Saponine, Flavone
Sammelzeit:
Blattknospen: März, Saft: März - Mai, Blätter: Mai - Juni

Anwendung
Medizinische Inhaltsstoffe
Die Blätter der meisten Birkenarten enthalten nennenswerte Mengen an Flavonoiden, Saponinen, Gerbstoffen,  ätherischen Ölen und  Vitamin C. Die Rinde enthält  Phytosterine sowie  Terpene wie  Betulin,  Betulinsäure und Lupeol; der Rindensaft u. a. Invertzucker, sodass dieser auch vergoren werden kann. In  Finnland wird der Zuckeraustauschstoff Xylitol aus Birken gewonnen. In Mitteleuropa wurde vor allem die heimische Sandbirke bereits historisch in der Volksmedizin genutzt. Ihre Bestandteile gelten insbesondere als blutreinigend, harntreibend und anregend, weshalb sie heute in der Pflanzenheilkunde (Phytotherapie) Verwendung findet. Verwendet werden die Blätter, die Blattknospen und der Birkensaft (durch Anzapfen gewonnen). In der Heilkunde finden die Blätter aufgrund ihrer harntreibenden Wirkung bei Rheuma, Gicht und Wassersucht Verwendung. Sammelzeit für Blattknospen ist März, für Birkensaft März bis Mai und für Blätter Mai bis Juni. Mit Birkensaft werden auch schlecht heilende Wunden gereinigt und Ausschläge und  Schuppen behandelt.
Anwendungen der Kosmetik
Durch das Abzapfen des Stammes oder Anschneiden von Ästen wird der für wenige Wochen im Frühjahr fließende Birkensaft gewonnen. Er soll bei Haarausfall gut sein. Vornehmlich im letzten Jahrhundert wurde Birkensaft zur Herstellung von Birkenhaarwasser verwendet. Der Saft kann äußerlich angewandt oder direkt getrunken werden.
Nahrungsmittel
Birkenblätter sind im Gegensatz zu den meisten Baumblättern essbar. Da der Birkensaft zuckerhaltig ist, lässt er sich in vergorener Form als  Birkenwein genießen, ein heute noch in Russland beliebter bäuerlicher Rauschtrunk. Birkenwein wurde auch als Stärkungsmittel für impotente Männer verwendet.
Birkentee
Die häufigste Anwendung der Birke ist ein Tee (Aufguss) aus den Blättern oder Blattknospen. Der Tee wirkt stark harntreibend, sodass er gut bei Rheuma, Gicht und andere Stoffwechselerkrankungen hilft. Wenn man über mehrere Wochen hinweg täglich drei Tassen Birkenblättertee trinkt, können in manchen Fällen sogar Nierensteine aufgelöst werden. Bei hartnäckigen Hauterkrankungen kann man Birkenaufguss sowohl trinken als auch für Waschungen und Bäder verwenden. Auch Abkochungen der Birkenrinde kann man für die äußerliche Anwendung von schweren Hauterkrankungen einsetzen.
Birkensaft
Besonders wirksam ist auch der Birkensaft. Der Birkensaft wird zwischen März und Anfang Mai gewonnen. Dazu braucht man eine Birke, die einen Meter über dem Boden mindestens einen Durchmesser von 20 cm hat. Jüngere Birken kommen für die Saftgewinnung nicht in Frage.
Wichtig! Die benutzte Birke sollte einem selbst gehören oder man braucht die Genehmigung, ihr Saft abzuzapfen. Sonst könnte man Ärger mit dem Waldbesitzer bekommen, wegen Baumfrevel.
Man braucht: Einen Holzbohrer, 5mm Durchmesser, Ein Glasröhrchen oder einen hohlen Holunderzweig, Ein Gefäß aus Glas, Plastik oder Emaille, Baumwachs oder Pech
So gehts: Für die Gewinnung des Birkensaftes bohrt man den Stamm etwa 25 cm über dem Boden zwei bis drei Zentimeter tief an. Der Durchmesser sollte etwa einen halben Zentimeter nicht überschreiten. In dieses Loch schiebt man ein Röhrchen, beispielsweise aus Glas. Unter das Ende der Röhre stellt man ein Gefäß, vorzugsweise aus Glas und keinesfalls aus Metall. Von einem Baum darf man maximal drei Liter raustropfen lassen; mehr würde dem Baum schaden. Wenn diese Menge ausgeflossen ist, muss man das Loch mit Baumwachs verschließen. Normales Wachs ist nicht geeignet, weil es wieder herausrutschen würde. Dem Baum muss man anschließend zwei Jahre Ruhe geben, bis man ihn wieder anzapft.
Von diesem Saft trinkt man täglich zwei bis drei Schnapsgläser, solange der Saft reicht. Bei Hautproblemen kann man den Birkensaft auch äußerlich anwenden. Zur Förderung des Haarwuchses kann man die Kopfhaut damit einreiben. Damit der Saft nicht gärt, muss man ihn im Kühlschrank aufbewahren. Oder man friert ihn in kleinen Portionen ein. Alternativ kann man den Birken-saft auch mit Alkohol haltbar machen. Dazu nimmt man ein Drittel bis zur Hälfte Alkohol, je nach Prozentgehalt, und mischt ihn mit dem Birkensaft.
Birkenkohle
Die Herstellung von Birkenkohle ist nichts für den Privathaushalt, das ist eine Sache für den Fachmann. Man kann sie in der Apotheke kaufen. Die Einnahme der Birkenkohle hilft bei Durchfall, weil die Kohle die Flüssigkeit und Schadstoffe im Darm aufsaugt.
Birkenteer
Auch Birkenteer kann der Laie nicht herstellen. Der Birkenteer wird aus Birken-holz, Rinde und Wurzeln durch trockene Destillation gewonnen. Er hilft gegen chronische Hauterkrankungen, indem er die Haut reizt und den Entzündungsprozess neu aktiviert. Anschließend besteht die Chance, dass das Ekzem abheilen kann. Da der Birkenteer sehr reizend wirkt, darf er nur verdünnt und in kleinen Mengen angewandt werden.

Pflanzenbeschreibung
Die Birke ist der Baum des Nordens, denn sie wächst bis in den Norden Skandinaviens. Aber auch in gemäßigten Breiten ist sie heimisch. Sie unterscheidet sich durch ihre weiße Rinde von allen anderen Bäumen, sodass sogar Kinder sie leicht erkennen können. Die Rinde ist weich und glatt, hat aber, vor allem bei älteren Birken, meist dunkle, rauhe Stellen. Im Frühjahr wachsen die eiförmigen Blätter und die ährenähnlichen Blüten blühen. Die männlichen Blüten sind wie Kätzchen, lang und gelblich. Sie hängen an der Spitze der langen Triebe. Weibliche Blüten, die am selben Baum hängen, sind grüne Zapfen und wachsen am Ende der kurzen Seitenzweige. Zuerst stehen sie aufrecht und später hängen sie.




FLIEDER

Der Flieder ist im Frühling mit seinen lilanen oder weißen Blüten eine bezaubernde Zierde von zahlreichen Gärten. Sein Duft ist geradezu betörend. Schon im Mittelalter fand der Flieder in Bauerngärten Mitteleuropas ein Zuhause. Obwohl sein Duft so lieblich ist, ist der gesamte Flieder ausgeprägt bitter, weshalb er auch kaum von fressenden Tieren, seien es Insekten oder Säugetieren heimgesucht wird. Seine Bitterkeit ist es auch, die den Flieder zu einem Heilmittel bei Fieber und Verdauungsschwäche machen.
Flieder ist eine Pflanzengattung aus der Familie der Ölbaumgewächse. Sie umfasst etwa 20 bis 25  Arten. Sie sind hauptsächlich in Asien sowie in Südosteuropa verbreitet. Der Gemeine Flieder wird häufig als Zierstrauch gepflanzt.

Steckbrief
Heilwirkung:
tonisierend, Fieber, Verdauungsschwäche, Blähungen, Schluckauf, Durchfall, Mundschleimhautentzündungen,  Gicht, Rheuma
wissenschaftlicher Name:
Syringa vulgaris
Pflanzenfamilie:
Ölbaumgewächse = Oleaceae
englischer Name:
Common Lilac
volkstümlicher Name:
Lila
Verwendete Pflanzenteile:
Blüten, Blätter, Früchte, Rinde junger Zweige
Inhaltsstoffe:
Bitterstoffe, ätherische Öle, Alpha-Pinene, Syringin, Anisaldehyde, Farnesol
Sammelzeit:
Frühling

Anwendung
Besonders der Gemeine Flieder, aber auch Sorten anderer Arten und Kreuzungen werden als Ziersträucher in Parks und Gärten verwendet. Einige Sorten werden als Schnittblume verwendet. Die Fliederblüte schmückt in Deutschland oft Ausfuhrwagen und Hemden bei Herrentagspartien am  Vatertag.
Blüten
Die Blüten trinkt man als Tee zur Stärkung der Verdauung. Dazu nimmt man ein bis zwei Teelöffel der getrockneten Blüten pro Tasse Wasser. Man gießt das kochende Wasser über die Blüten und lässt fünf Minuten ziehen. Davon trinkt man zwei bis drei Tassen täglich. Obwohl die Blüten sehr lieblich duften, schmeckt der Tee bitter.
Blätter
Bei Fieber trinkt man zwei bis drei Tassen täglich von einem Tee aus den Blättern des Flieders. Man nimmt nur einen knappen Teelöffel der getrockneten Blätter pro Tasse Tee. Der Tee schmeckt sehr bitter.
Rinde
Auch aus der zerstoßenen Rinde kann man einen Tee gegen Fieber zubereiten. Die Zubereitung erfolgt wie bei den Blättern.
Früchte
Aus den Früchten kann man einen Tee gegen Verdauungsbeschwerden und Schluckauf zubereiten.
Äußerlich
Bäder mit einem Tee aus den Blättern, Blüten oder der Rinde des Flieders helfen bei rheumatische Schmerzen und Gichtattacken. Man kann auch einen Ölauszug mit den getrockneten Fliederblüten zubereiten. Solch ein Ölauszug hilft als Einreibung gegen rheumatische Schmerzen.

Geschichtliches
Schon im 10. Jahrhundert wurde der Flieder von den Mauren in Spanien eingeführt. Im 16. Jahrhundert kam er dann auch in Mitteleuropa und England an. Weil er so schön aussieht und so gut duftet, wurde er häufig in Bauerngärten angebaut. Sein türkischer Name "Lilac" wurde im deutschsprachigen Raum zu "lila", denn für die hellviolette Farbe gab es vorher noch gar keine eigene Be-zeichnung. Als Blumensymbol steht der Flieder für die romantische, unschuldige Liebe.

Pflanzenbeschreibung
Die Vertreter dieser Gattung wachsen als sommergrüne Sträucher oder kleine Bäume. Die Zweige sind manchmal vierflügelig. Die gegenständigen, meist gestielten Laubblätter der meisten Flieder-Arten sind einfach, selten fiederteilig; fiederförmige Blätter haben zum Beispiel Syringa laciniata und Syringa pinnatifolia. In oft auffälligen, unterschiedlich aufgebauten Blütenständen sind viele Blütenzusammengefasst. Die Blütezeit der meisten Arten und Sorten er-streckt sich von Mai bis Juni. Die zwittrigen, radiärsymmetrischen Blüten sind vierzählig. Die Blüten der Flieder-Arten und Sorten kommen in vielen Farben von dunkelviolett über violett-rot zu gelb oder weiß vor und verbreiten meist einen starken  Duft. Die vier Kelchblätter sind glockenförmig verwachsen. Auch die vier Kronblätter sind verwachsen. Es sind nur zwei Staubblätter vorhanden. Der  Fruchtknoten ist oberständig. Der Griffel ist kürzer als die Staubblätter. Es werden wenigsamige  Kapselfrüchte gebildet. Die Samen sind geflügelt.
Der Flieder ist auf dem Balkan und im mittleren Osten heimisch. In Mitteleuropa kommt er häufig in Gärten vor und manchmal auch verwildert. Er bevorzugt kalkreiche, nährstoffreiche Böden und sonnige Standorte. Aber auch im Halbschatten kann er gedeihen. Der Flieder ist ein kleiner Baum oder Strauch, der bis zu sechs Meter hoch werden kann. Die Blätter sind spitz eiförmig und ganzrandig. Zwischen Mai und Juni blühen die kolbenartigen Blüten, die stark lieblich duften. Die Blüten sind meistens violett oder weiß. Der Flieder, der hier beschrieben wird, ist übrigens nicht verwandt mit dem  Holunder, der vor allem in Norddeutschland auch den Namen Flieder trägt.

Anbautipps
Den Flieder kann man in den meisten Gartencentern als junge Pflanze kaufen. Man pflanzt ihn an einen sonnigen Platz, wo er Platz hat, bis zu 6 Meter hoch zu werden. Oft wird er aber auch nur 3 Meter hoch. Der Flieder braucht in trockenen Zeiten Wasser, sollte aber nicht zu feucht stehen, denn Staunässe mag er nicht. Wenn es dem Flieder gut geht, kann er recht buschig und umfangreich werden. Er braucht aber mehrere Jahre, um groß zu werden.

Sammeltipps
Im Frühjahr sammelt man die Rinde junger Zweige. Die Blätter sammelt man, wenn sie frisch ausgetrieben sind und die Blüten, wenn sie sich gerade entfaltet haben. Man trocknet sie zügig an einem warmen, luftigen Ort ohne direkte Sonneneinstrahlung. Wenn die Früchte reif sind, kann man auch diese ernten.



BACHBLÜTEN
Man wird leicht rot (20 Mimulus)
- Diese Menschen werden sehr leicht rot
- Mit der dementsprechender Bachblüte werden sie nicht mehr so leicht rot


BACHBLÜTEN
Völlig introvertiert, in Trauer gefangen (21 Mustard)
- Diese Menschen sind völlig introvertiert, im Trauer gefangen  
- Mit der dementsprechender Bachblüte kommen sie aus sich heraus und sind nicht mehr in einer Trauer mehr gefangen  


ERNÄHRUNG
Ernährung von Kindern und Jugendlichen
Auch dieser Lebensabschnitt ist vor allem durch Phasen schnellem Wachstum geprägt. Abhängig von Alter und der körperlichen Aktivität schwankt der Energiebedarf im Kinder- und Jugendalter von ca. 1.000kcal bis 2.200kcal bei Mädchen und 2.700kcal bei Buben pro Tag.


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