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Kanadische Gelbwurz
Die Kanadische Orangenwurzel, auch Goldsiegelwurzel oder Kanadische Gelbwurz genannt, ist die einzige Pflanzenart der Gattung Hydrastis und der Unterfamilie Hydrastidoideae in der Familie der Hahnenfußgewächse.
 
Steckbrief
Heilwirkung: Magenprobleme, Darmprobleme, Leberprobleme, Hautleiden, Blutungen, zu starke Menstruation, Blutdruck steigernd bei niedrigem Blutdruck, Schleimhautgeschwüre, Augenleiden, Hämorrhoiden, stärkend
wissenschaftlicher Name: Hydrastis canadensis
Verwendete Pflanzenteile: Wurzelstöcke
Sammelzeit: Frühjahr und Herbst
 
Nutzung
Die Kanadische Orangenwurzel wird selten als Zierpflanze für Gehölzgruppen und Moorbeete genutzt. Sie ist seit spätestens 1759 in Kultur. In Nordamerika gilt sie als Heilpflanze. Die Droge heißt Hydrastiswurzel - Hydrastis rhizoma. Sie wird aus den unterirdischen Pflanzenteilen Rhizom und Wurzel gewonnen. Die Droge ist im Europäischen Arzneibuch monografiert. Ihre Hauptalkaloide sind Hydrastin und Berberin. Der Hydrastiswurzel werden blutstillende Eigenschaften zugeschrieben. Für Berberin sind unter anderem antiarrhythmische und an-tibiotische Wirkungen nachgewiesen.
 
Merkmale
Die Kanadische Orangenwurzel ist eine ausdauernde krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 15 bis 50 Zentimeter erreicht. Es wird ein dickes, gelbes, kriechendes Rhizom als Überdauerungsorgan ausgebildet. Jeder aufrechte, unverzweigte Stängel besitzt ein hinfälliges einfaches Grundblatt, zwei Stängelblätter und eine endständige Blüte. Die Blattspreite der zwei Stängelblätter ist handförmig drei (selten bis neun) -lappig bis -teilig und hat zur Fruchtzeit eine Breite bis 25 Zentimeter. Der Blattrand ist gesägt. Die zwittrige, radiärsymmetrisch Blüte weist einen Durchmesser von 8 bis 18 mm auf. Die Blütenhülleist einfach. Die drei hinfälligen Blütenhüllblätter sind grünlich-weiß oder rosa und 3,5 bis 7mm groß. Es sind zahlreiche (50 bis 75) Staubblätter weisen eine Länge von 4 bis 8 mm auf mit weißen Staubfädenvorhanden, sie sind der auffälligste Teil der Blüte. Die fünf bis fünfzehn Fruchtblätter sind frei und enthalten jeweils zwei Samenanlagen. Die Narbe ist zweilappig. Die roten, meist zweisamigen, 10 bis 15 × meist 8 bis 15 (selten bis 20) mm großen Beeren sind zu sit-zenden, kopfigen Sammelfrüchten zusammengefasst, die eine Größe von etwa 0,6 bis 1 mm aufweisen. Die glatten, schwarzen Samen sind 2,5 bis 4,5 mm groß. Die Blütezeit liegt im Mai.

Blutwurz
Die Pflanzenart Blutwurz, auch Dilledapp, Durmentill, Natter(n)wurz, Rotwurz, Ruhrwurz, Siebenfinger oder Tormentill genannt, gehört zur Familie der Rosengewächse. Die Blutwurz ist eine mittelgroße, verästelte Pflanze mit leuchtend gelben Blüten. Wie der Name schon andeutet, enthält der Wurzelstock einen roten Farbstoff, der schon früher im Rahmen der Signaturlehre dafür sorgte, dass die Wurzel als Mittel bei Blutungen verwendet wurde. Durch ihren Gerbstoffgehalt kann die Blutwurz jedoch auch Entzündungen im Mund- und Rachenraum lindern, und bei Durchfall wirken. Dank ihrer wundheilenden und blutstillenden Eigenschaften kann man sie auch äußerlich bei Wunden einsetzen.
Die Blutwurz oder Tormentill ist eine sehr alte Heilpflanze, die für zahlreiche Beschwerden verwendet werden kann. Die Wurzeln des Blutwurzes werden bei Zahn- und Rachenentzündungen, bei Durchfallerkrankungen oder zur Wundheilung verwendet. Liebhaber von Likören schätzen Blutwurz als verdauungsfördernde Spirituose mit erdigem und bitterem Geschmack.
 
Steckbrief
Haupt-Anwendungen: Mundschleimhautentzündung
Heilwirkung: adstringierend, antibakteriell, blutstillend, entgiftend, immunstimulierend, krampflösend
Anwendungsbereiche: Rachenentzündungen, Halsentzündung, Fieber, Abwehrschwäche, Appetitlosigkeit, Durchfall, Magenbeschwerden, Mundschleimhautentzündung, Zahnfleischentzündung, Hämorrhoiden, Blutzucker senkend, Diabetes, Gicht, Rheuma, Menstruationsfördernd, Wunden, Verbrennungen, Zahnfleischentzündungen, Quetschung, Afterjucken
wissenschaftlicher Name: Potentilla tormentilla
Pflanzenfamilie: Rosengewächse = Rosaceae
englischer  Name: Tormentil
volkstümliche Namen: Aufrechtes Fingerkraut, Dilledapp, Heideckern, Natternwurz, Rotwurz, Ruhrwurz, Siebenfinger, Tormentill
Verwendete Pflanzenteile: Wurzelstock
Inhaltsstoffe: Gerbstoff, Gerbsäure, roter Farbstoff, Harz, Tormentillin, ätherisches Öl
Sammelzeit: Spätherbst und zeitiges Frühjahr
  
Anwendung
Blutwurz kann man wahlweise als Tee oder als Tinktur anwenden. Die Blutwurz hat ihren Namen von dem blutroten Saft, der beim Anschneiden aus dem gelblich-weißen Rhizom austritt. Im Mittelalter wurden mit Blutwurz noch verschiedene Drogen bezeichnet, denen man blutstillende Eigenschaften nachsagte, heute meint man damit ausschließlich den Tormentill, den die moderme Phytotherapie als ausgezeichnet verträgliche Gerbstoffdroge schätzt, die akute Durchfälle lindert. In einigen Regionen, z. B. im Bayerischen Wald, wird aus Blutwurz ein Likör oder Schnapshergestellt, der als Digestif gereicht wird.
Blutwurz in der Phytotherapie
In der Pflanzenheilkunde wird das schwarzbraune, bevorzugt im Frühjahr oder im Herbst (kurz vor oder kurz nach der Blüte) ausgegrabene, in der Sonne getrock-nete, von den Wurzeln befreite und zerkleinerte Rhizom verwendet, entweder als alkoholischer Auszug (Tinktur), oder als Tee. Wirksame Inhaltsstoffe sind neben Gerbstoffen der rote Farbstoff Tormentol, das Glykosid Tormentillin, Flavonoide, Phenolkarbonsäure, Saponine, Harz, Gummi und ätherische Öle. Der Saft der Pflanze wirkt im Laborversuch hemmend auf das Wachstum von Bakterien und Viren. Blutwurz wirkt stark zusammenziehend, austrocknend und entzündungshemmend, Zubereitungen des Tormentill werden daher wie andere gerbstoffhaltige Drogen (Eichenrinde, Ratanhiawurzel) äußerlich in Form von Spülungen oder Pinselungen bei entzündlichen Erkrankungen der Mund- und Rachenschleimhaut, bei Entzündungen des Zahnfleischs und anderen Erkrankungen des Rachens und des Kehlkopfes und bei Hämorrhoiden verwendet, außerdem bei Verbrennungen. Innerlich genommen werden sie bei akuten, unspezifischen Durchfallerkrankungen eingesetzt und sind indiziert bei Enteritis und Fieber sowie zur Stärkung des Magens. Die früher angenommene blutstillende Wirkung der aus dem Rhizom gewonnenen Stoffe wurde aus der Signaturenlehre hergeleitet und ist medizinisch unbegründet. Kaum verwechselt werden kann die im Mittelalter und später wie der Wiesen-Knöterich und andere Pflanzen auch als „(herba) sanguinaria“ bezeichnete Blutwurz mit der weißblütigen Kanadischen Blutwurz, ebenfalls eine Heil- und Giftpflanze, die zu den Mohngewächsen gehört.
Tee
Für einen Blutwurz-Tee übergießt man ein bis zwei Teelöffel Blutwurz mit einer Tasse kochendem Wasser und lässt ihn zehn Minuten ziehen. Anschließend abseihen und in kleinen Schlucken trinken. Von diesem Tee trinkt man ein bis drei Tassen täglich. Wie bei allen stark wirksamen Heilkräutern sollte man nach sechs Wochen Daueranwendung eine Pause einlegen und vorübergehend einen anderen Tee mit ähnlicher Wirkung trinken. Anschließend kann man wieder sechs Wochen lang Blutwurztee trinken. Durch die Pause werden eventuelle unerwünschte Langzeitwirkungen verhindert und die erwünschte Blutwurzwirksamkeit bleibt erhalten und lässt nicht durch Gewöhnung nach.
Tinktur
Um eine Blutwurztinktur selbst herzustellen, übergießt man Blutwurz in einem Schraubdeckelglas mit Doppelkorn oder Weingeist, bis alle Pflanzenteile bedeckt sind, und lässt die Mischung verschlossen für 2 bis 6 Wochen ziehen. Dann abseihen und in eine dunkle Flasche abfüllen. Von dieser Tinktur nimmt man ein bis drei mal täglich 10-50 Tropfen ein. Wenn einem die Tinktur zu konzentriert ist, kann man sie mit Wasser verdünnen.
Innerlich
Blutwurz kann man innerlich, als Tee oder Tinktur bei Verdauungsbeschwerden einsetzen. Außerdem hilft Blutwurz bei Menstruationsbeschwerden. Man kann ihn auch bei rheumatische Erkrankungen und Gicht einsetzen. Blutwurz steht im Ruf, den Blutzuckerspiegel zu senken, daher kann man ihn zur begleitenden Therapie von Diabetes anwenden.
Äußerlich
Äußerlich kann man Blutwurztee oder verdünnte Tinktur in Form von Spülungen, Umschlägen, Bädern oder Waschungen anwenden. Mit dieser Art der Anwendung kann man in erster Linie Entzündungen im Mundraum lindern. Blutwurz hilft äußerlich eingesetzt auch bei Wunden und juckende Hautentzündungen.
Verwendung als Heilkraut
Die Blutwurz ist heute in der Phytomedizin bzw. in der alternativen Heilkunde ein sehr beliebtes Heilkraut. Die Wurzeln der Pflanze und deren Heilwirkung sind jedoch seit Antike bekannt.
In der Heilkunde des Mittelalters ist die Blutwurz ein wichtiger Bestandteil gewesen, die für zahlreiche Beschwerden verwendet wurde. In nahezu allen alten Kräuterbüchern finden sich zahlreiche Anwendungsvorschläge und Rezepturen. Damals wie heute lag der Fokus auf Nutzung der Tormentillwurzel.
In den Kräuterbüchern von Matthioli und Leonard Fuchs wurden die Wurzeln des Blutwurzes u.a. gegen die Pest, bei Schwierigkeiten des Harndrangs, zur Vermeidung frühzeitiger Geburten, gegen Scharlach und gegen Fieber verwendet. Äußerlich wurde die Blutwurz hauptsächlich zur Blutstillung genutzt, was auch seinen Namen begründen dürfte. Ferner wurde das berühmte Heilkraut bei Menstruationsbeschwerden, zur Wundheilung und bei nicht näher bezeichneten Augenproblemen verwendet. Dargereicht wurden die Wurzelzubereitungen entweder als Saft, Kuchen (Tormentillkuchen), gesottener Wein oder Tee.
Nebenwirkungen und Anwendungsbeschränkungen
Blutwurz kann bei Überdosierung zu Magenbeschwerden führen. Es sollten daher immer nur die empfohlenen Verzehrmengen eingehalten werden. Ursache sind die hohen Gerbstoffgehalte. Besteht Unsicherheit in der Behandlung sollte ein Arzt oder Heilpraktiker befragt werden. Sollten Durchfallerscheinungen auftreten, die länger als zwei Tage andauern, ist umgehend ein Arzt zu konsultieren!
Verwendung als Küchen- und Gewürzkraut
Blutwurz ist in der Küche heute nahezu bedeutungslos. Im frühen Mittelalter wurde die Wurzel des Krauts jedoch u.a. für einige Süßspeisen verwendet. Matthioli publizierte ein Rezept für Blutwurz, indem Tormentillpulver mit zerstoßenem Muskat, Eigelb und Hafermehl vermischt und zu Kuchen geformt wurden.
Tatsächlich haben die Wurzeln nach dem Kochen einen leicht süßlichen Geschmack nach Pastinake, allerdings mit einem bitteren Unterton.
Die größte Bedeutung haben die Wurzeln der Blutwurz zur Herstellung von Blutwurzschnaps. Hierfür werden neben Blutwurzpulver meist noch Nelken, Kandiszucker, Zimt und Kardamom beigemengt. Als Grundlage dient in der Regel ein guter Wodka. Einige Spirituosenhersteller (z. B. Penninger) stellen Blutwurzlikör auch in größeren Mengen her.
 
Pflanzenbeschreibung
Die Blutwurz ist eine ausdauernde krautige Pflanze, die Wuchshöhen von meist 10 bis 30 (5 bis 50) Zentimeter erreicht. Sie wächst aus einem kräftigen und kriechenden Rhizom, das einen Durchmesser von 1 bis 3 cm hat, verholzt und innen an Schnittflächen blutrot anläuft. Der aufrechte bis niederliegende Stängel ist oben mehrästig, beblättert und unterschiedlich behaart. Die lang gestielten Rosettenblätter sind dreiteilig (selten einzelne vier- bis fünfteilig), grob und gezähnt, im Gegensatz zu den sitzenden bis kurzgestielten Stängelblättern, die immer dreiteilig sind. Es sind drei bis fünf große Nebenblätter vorhanden, deshalb erscheinen die Laubblätter mehrteilig. Die auf langen Stielen einzeln in den Blattachseln entspringenden Blüten weisen einen Durchmesser von etwa 1 Zentimeter auf. Die Kelchblätter sind mehr oder weniger so lang wie Kronblätter. Die meist vier (zuweilen auch fünf oder sechs) gelben Kronblätter sind frei, verkehrt-herzförmig und 4 bis 5 mm lang. Die Blütezeit reicht von Mai bis Oktober.
Die Blutwurz ist in Europa heimisch. Sie wächst bevorzugt auf mageren Wiesen und in Mischwäldern. Auch in Niedermooren kann man sie finden. Die mehrjährige Pflanze wird bis zu 30 Zentimeter hoch. Im Frühjahr treibt aus dem Rhizom gefingerte Blätter aus. Die Blätter haben einen gezacktem Rand. Die gelben Blüten erscheinen zwischen Mai und Oktober. Sie haben meistens vier Blütenblätter. Manchmal besitzen die Blüten auch fünf oder sechs Blütenblätter.

Bachblüten
Lästerst bei anderen über denjenigen, den du Warten liest (Beech)
Sie lästern bei ihren Mitmenschen über diejenigen, den du warten hast lassen
Mit Beech kann dieses Verhalten umgedreht werden
Bachblüten
Du lässt dich leicht überreden (Centaury)
Sie lassen sich gerne und leicht überreden
Hier können sie das überreden lassen abstreifen
6. Zucker und Salz in Massen
Verzehren sie Zucker und Lebensmittel bzw. Getränke, die mit verschiedenen Zuckerarten (z.B. Glucosesirup) hergestellt wurden, nur gelegentlich. Würzen sie kreativ mit Kräutern und Gewürzen und nur wenig Salz. Verwenden sie Salz mit Jod und Fluorid.
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