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Umckaloabo
Umckaloabo kommt aus Südafrika. Diese Pelargonie hat ihren Namen aus der Sprache der Zulu und ist eine Zusammensetzung aus zwei Wörtern, die in etwa folgendes bedeuten: "Symptome für Lungenkrankheiten" und "Brustschmerzen". Dabei war ursprünglich weniger die Pflanze selbst gemeint, sondern nur der Trunk der aus den Wurzeln (abgekochter Sud) der Pflanze gewonnen wird. Der Engländer Charles Henry Stevens machte um 1900 die Pflanze in Europa bekannt, nachdem er mit einer Umckaloabokur in Südafrika seine Tuberkulose heilte. Da die Pflanze keinen Frost verträgt wird sie von Liebhabern in Töpfen kultiviert. In Südafrika ist die Pflanze in einigen Gegenden verbreitet, wird für medizinische Zwecke mittlerweile auch angebaut um die Wildbestände zu schützen. Die Wurzeln werden nach Deutschland geliefert und ihn mehreren Schritten ein konzentrierter Wurzelauszug (der Spezialextrakt) hergestellt, der in Apotheken vertrieben wird.
Der Auszug aus Pelargonium-sidoides-Wurzeln (auch: Pelargonienwurzelextrakt) wird aus der südafrikanischen Kapland-Pelargonie, einer Pelargonienart, gewonnen und als Arzneistoff für die Herstellung von Arzneimitteln zur Behandlung der akuten Bronchitis verwendet.
 
Steckbrief
Haupt-Anwendungen: Akute Bronchitis, Husten, Tuberkulose
Heilwirkung: antibakteriell, antibiotisch, antiviral, immunsystemstärkend, schleimlösend
Anwendungsbereiche: Wurzel Pflanzenheilkunde: Abgeschlagenheit, Bronchitis, Atemwegsinfekte, Darmbeschwerden, Durchfall, Fieber, Gliederschmerzen, Husten, Magenbeschwerden, Rhinopharyngitis, Nasen-Rachen Entzündung, Sinusitis, Nasennebenhöhlenentzündung, Tonsillitis, Mandelentzündung, Tuberkulose, Vorbeugung bei Magengeschwüre, Wurzelrinde Homöopathie: Anwendungsbereich leider nicht bekannt
wissenschaftlicher Name: Pelargonium sidoides DC.
Pflanzenfamilie: Geraniaceae = Storchschnabelgewächse
englischer Name: South African Geranium
volkstümlicher Name: Kalwerbossie, Kap-Pelargonie, Kapland-Pelargonie, Rabassamin, Umckaloabo
Verwendete Pflanzenteile: Wurzeln
Inhaltsstoffe: Amine, Aminosäuren, Cumarine, Favanoide, Gallussäurederivate, Gerbstoffe, Sterine
Sammelzeit: jederzeit
Gegenanzeigen: Schwangere, Stillende, Nierenkranke, Leberkranke, bei Blutgerinnungsstörungen
 
Anwendung
Sud
Die gereinigten Wurzeln werden ausgekocht. Weil der Sud alle Wirkstoffe hat, ist die Verwendung nicht zu empfehlen. Übelkeit, Brechreiz und andere Probleme sind mit der Einnahme verbunden. Nebenwirkungen, die man nur früher bereit war einzugehen, wenn man schwere Krankheiten wie Tuberkulose hatte.
Fertigpräparat
Das Fertigpräparat ist ein alkoholischer Auszug, der von den nebenwirkungsreichen Stoffen befreit ist. Harmlos im Vergleich zum kräftigen Sud afrikanischer Medizinmänner. Der Auszug ist laut Hersteller für Kinder ab einem Jahr geeignet, dem aber verschiedene Kritiker nicht zustimmen.
 
Geschichtliches
Umckaloabo wurde seit vielen Jahrhunderten, wenn nicht seit Jahrtausenden von den Medizinmännern in Südafrika genutzt. Haupteinsatzgebiet Krankheiten rund um Lunge und Hals. In Europa wurde die Pflanze durch den Engländer Charles Henry Stevens Anfang des 20. Jahrhunderts bekannt gemacht, als er durch eine Umckaloabokur mit Hilfe eines Medizinmannes seine Tuberkulose heilte. Die Kur dauerte 4 Monate. Er und einige andere versuchten das Mittel in England und im deutschsprachigem Raum zu vertreiben, hatten aber immer wieder über Jahrzehnte große Probleme mit der rechtlichen Seite der Vermarktung. Heute wird in Deutschland aus den in Südafrika angebauten Wurzeln ein Mittel hergestellt, das in den Apotheken rezeptfrei verkauft wird. Die Kritik an Umckaloabo ist immer noch nicht verstummt. Kritisiert werden mangelnde Studien zur Wirksamkeit bei der üblichen niedrigen Dosis, Nebenwirkungen und die Gefahr, dass wichtige Schulmedizinische Behandlungen (z.B. Antibiotika) zurückgestellt werden.
 
Pflanzenbeschreibung
Die Kappelargonie wird 20-60cm groß. Die Wurzeln sind dunkelbraun und knollig. Die Blüten erscheinen zwischen Juli und September. Die Blütenstände sind doldenartig und die 5-zähligen Blüten sind violett oder dunkelrot.
 
Anbautipps
Die Pflanze kann problemlos in Töpfen aufgezogen werden. Sie mag durchlässige sandige Erde. Sie verträgt keinen Frost und keine Staunässe. Überwinterung in hellem und etwa 8°C warmen Raum.
 
Sammeltipps
Ist die Pflanze mindestens 3 Jahre alt, kann die Wurzel jederzeit geerntet werden.

Sumpf-Blutauge
Das Sumpf-Blutauge ist ein Bewohner feuchter Gebiete des Nordens und von Höhenlagen. Besonders in Mooren es zu finden. Da aber die Moore immer mehr verschwinden, verschwindet auch immer mehr das Sumpf-Blutauge und findet sich mittlerweile auf der roten Liste. Die schön purpur blühende Pflanze hat einen Wurzelstock mit roten Farbstoff, Gerbstoff und Tanninen, was den Einsatz zum Färben, Gerben und gegen Durchfall erklärt.
Das Sumpf-Blutauge ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Fingerkräuter in der Familie der Rosengewächse. Es ist zirkumpolar verbreitet und besiedelt Flach- und Zwischenmoore.
 
Steckbrief
Haupt-Anwendungen: Diarrhöe
Heilwirkung: adstringierend, blutstillend, entkrampfend, verstopfend, wundheilend
Anwendungsbereiche: Diarrhöe, Durchfall, Magenkrämpfe, Rheuma, Wunden
wissenschaftlicher Name: Potentilla palustris Scop., Comarum palustre L., Comarium palustre
Pflanzenfamilie: Rosengewächse = Rosaceae
englischer Name: Cinquefoil, Marsh cinquefoil
volkstümlicher Name: Blutaugenkraut, Sumpf-Blutauge, Sumpfblutauge
Verwendete Pflanzenteile: Wurzelstock, Kraut
Inhaltsstoffe: ätherische Öle, Farbstoffe, Gerbstoffe, Isobuttersäure, Isovaleriansäure, Tannine
Sammelzeit: Wurzelstock: das ganze Jahr, Kraut: im Frühling (Pflanze ist geschützt!)
 
Anwendung
Das Rhizom enthält sehr viele Gerbstoffe und einen roten Farbstoff. Dieser wurde früher bei Durchfall verwendet sowie zum Gerben und Rotfärben eingesetzt.
Tee
1 Esslöffel getrocknetes Kraut mit 250ml kochendem Wasser übergießen, 10 Minuten ziehen lassen, abseihen, hilft bei Rheuma.
Abkochung
Die Abkochung der getrockneten Wurzeln hilft bei Durchfall und Magenkrämpfe.
 
Geschichtliches
Die getrockneten Blätter wurden früher als Teeersatz genutzt. Der Wurzelstock wurde zum Färben (und Blüten) und Gerben genutzt, sowie als Mittel gegen Durchfall. Heute wird das Sumpf-Blutauge für keinen dieser Zwecke mehr eingesetzt. In Russland wurde und wird die Pflanze noch heute bei Rheuma eingesetzt.
 
Pflanzenbeschreibung
Das Sumpf-Blutauge ist eine ausdauernde krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 20 bis 70 Zentimeter erreicht. Ihr kriechendes, verholztes Rhizom, von dem die blühenden und nichtblühenden Sprossachsen abzweigen, kann 1 Meter lang werden. Die niederliegenden bis aufsteigenden Stängel sind flaumig bis zottig behaart, beblättert und oben verzweigt. Die Stängelblätter sind fünf- bis siebenteilig gefiedert, die Fiedern sind nahezu fingerartig angeordnet, sägezähnig und bläulichgrün, manchmal rötlich überlaufen. Der Blütenstand wird als locker trugdoldig bezeichnet. Die zwittrigen, radiärsymmetrischen Blütem sind meist fünfzählig, selten siebenzählig. Die grünen, schmallanzettlichen Außenkelchblätter sind halb so lang wie die breit-lanzettlichen, zugespitzten Kelchblätter. Die fünf oberseits dunkel-rotbraunen, zusammenneigenden Kelchblätter sind doppelt so lang wie die Kronblätter, sie vergrößern sich bis zur Fruchtreife. Die fünf purpurfarbenen Kronblättersind 3 bis 8 Millimeter lang und schmal. Die 20 Staubblätter sind schwarz-purpurfarben. Die Blütezeit liegt zwischen Juni und Juli (August). Zur Fruchtreife ist der Kelch verdickt und der Außenkelch bleibt bestehen. Die zahlreichen 1,5 mm langen Früchtchen sind glatt und glänzend und besitzen eine hakig gekrümmte Spitze.
Das Sumpf-Blutauge ist in höheren oder nördlichen Gebieten heimisch, daher verträgt die Pflanze tiefe Temperaturen. Sie wächst bevorzugt in Sümpfen, Mooren und Gräben. Die mehrjährige Staude wird zwischen 30 und 50 Zentimeter hoch. Die wechselständigen Blätter haben 5 manchmal 7 Blättchen. Die dunkelroten bis braunen Blüten erscheinen zwischen Mai und August. Die Blüten haben einen Durchmesser von etwa 2-3 cm und 5 Kelch-/Kronblätter. Aus den Blüten entwickeln sich vom Spätsommer bis in den Herbst die Samen (Nüßchen) in einem Kelch.
 
Anbautipps
Das Sumpf-Blutauge mag feuchten, sauren, moorigen oder torfigen Boden. Der Boden muss immer feucht/nass sein, sollte aber keine Staunässe sein. Der Standort Halbschatten oder Sonne. Den Samen im Herbst in Töpfen mit feuchten Torf aussäen und vorziehen. Im ersten Winter noch nicht aussetzen. Im Frühling an den schlammigen oder moorigen Teich o.ä. auspflanzen. Fühlt sich die Pflanze wohl, verbreitet sie sich über die Wurzelausläufer. Die Pflanze gibt´s mittlerweile auch als Teichpflanze im Fachhandel fertig vorgezogen zu kaufen.
 
Sammeltipps
Wurzeln, Wurzelstock jederzeit, wird getrocknet. Das Kraut wird am besten vor der Blüte gesammelt und getrocknet. Da das Sumpf-Blutauge geschützt ist, darf sie nicht in der Natur gesammelt werden.

Bachblüten
Musterhafte Hausfrau von pedantischer Genauigkeit (Crab Apple)
Dies Menschen sind musterhafte Hausfrauen und von pedantischer Genauigkeit
Mit der Bachblüte sind sie gute Hausfrauen, jedoch nicht von pedantischer Genauigkeit
Bachblüten
Man ist bei unvorhergesehenen Schwierigkeiten leicht entmutigt und enttäuscht (Gentian)
Diese Menschen sind bei unvorhergesehenen Schwierigkeiten allzuleicht entmutigt, aber auch enttäuscht
Gentian hilft bei den unvorhergesehenen Schwierigkeiten nicht mehr entmutigen zu lassen
Fette
Die Fette machen unsere Speisen geschmackvoll, da die meisten Aromastoffe festlöslich sind. Diese sind eine wichtige Energiequelle, Reservestoff und Träger der fettlöslichen Vitamin A, D, E und K.
Außerdem erfüllen sie eine wichtige Funktion in den Zellmembranen. Zu viel davon, kann schnell zu überhöhter Kalorienzufuhr und zu Übergewicht führen. Zwei Faktoren, die vor allem in Verbindung mit einem zu hohen Konsum vorwiegend tierischen Fetten zu bekannten Risikofaktoren für erhöhte Blutfettwerte, Arteriosklerose, Bluthochdruck führen können und daraus resultierenden Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes und Gicht gehören.
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