Kraft durch Kräuter und Bachblüten

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04.12.2017

täglichen News > Newsletterarchiv > 2017 > Dezember > 04.12.17-10.12.17


KRIECHENDER GÜNSEL   

Der kriechende Günsel ist eine hübsch aussehende, blau blühende Pflanze aus der Familie der Lippenblütler. Er ist relativ unbekannt und wird auch nur selten in unseren Gärten angebaut, obwohl er schön genug ist, um als Zierpflanze gelten zu können. Als Heilpflanze wirkt der kriechende Günsel beruhigend. Er wirkt bei Sodbrennen und Einschlafstörungen. Äußerlich angewandt kann man ihnen gegen Wunden, zur Behandlung von Narben und Geschwüren einsetzen.
Der Kriechende Günsel ist eine  Pflanzenart aus der Gattung Günsel innerhalb der  Familie der  Lippenblütler.

Steckbrief
Haupt-Anwendungen:
Verdauungsschwäche
Heilwirkung:
antibakteriell, beruhigend, entzündungshemmend, harntreibend, schmerzstillend
Anwendungsbereiche:
Mundschleimhautentzündung, Mandelentzündung, Magenübersäuerung, Sodbrennen, Magengeschwür, Schlaflosigkeit, Rheuma, Gicht, Gelenkentzündungen, Ödeme, Knochenbrüche, Wunden, Narben, Geschwüre, Ekzeme
wissenschaftlicher Name:
Ajuga reptans
Pflanzenfamilie:
Lippenblütler = Lamiaceae
volkstümliche Namen:
Kriech-Günsel
Verwendete Pflanzenteile:
Blätter
Inhaltsstoffe:
Ätherische Öle, Ajugol, Ajugoside, Harpagid, Delphinidin, Aucu-bin, Gerbsäure
Sammelzeit:
Mai bis Juni

Anwendung
Kriechender Günsel kann man wahlweise als Tee oder als Tinktur anwenden. Erstaunlicherweise wird der kriechende Günsel kaum angewandt. Er ist wie ein weißer Fleck auf der Landkarte der vielfältig eingesetzten Lippenblütler. Warum ist so ist, ist mir völlig schleierhaft. Ob es daran liegt, dass der kriechende Günsel im Vergleich zu anderen Lippenblütlern weniger balsamisch duftet? Oder liegt es daran, dass der kriechende Günsel kein typischer Lippenblütler des Mittelmeerraums ist und daher nicht von den Mönchen im Mittelalter verbreitet wurde? Oder ist er vielleicht zu selten? Am Aussehen kann es jedoch auf keinen Fall liegen, denn der kriechende Günsel ist ausnehmend schön und fällt angesichts seiner Schönheit auch auf. So interessant wie der kriechende Günsel aussieht, vermutet man auch gleich Heilkräfte in ihm. Und dennoch ist er als Heilpflanze fast völlig unbekannt.
Tee
Für einen Kriechender Günseltee übergießt man ein bis zwei Teelöffel Kriechender Günsel mit einer Tasse kochendem Wasser und lässt ihn zehn Minuten ziehen. Anschließend abseihen und in kleinen Schlucken trinken. Von diesem Tee trinkt man ein bis drei Tassen täglich. Wie bei allen stark wirksamen Heilkräutern sollte man nach sechs Wochen Daueranwendung eine Pause einlegen und vorübergehend einen anderen Tee mit ähnlicher Wirkung trinken. Anschließend kann man wieder sechs Wochen lang Kriechender Günseltee trinken. Durch die Pause werden eventuelle unerwünschte Langzeitwirkungen verhindert und die erwünschte Kriechender Günselwirksamkeit bleibt erhalten und lässt nicht durch Gewöhnung nach.
Tinktur
Um eine Kriechender Günseltinktur selbst herzustellen, übergießt man die Blätter vom Kriechenden Günsel in einem Schraubdeckelglas mit Doppelkorn oder Weingeist, bis alle Pflanzenteile bedeckt sind, und lässt die Mischung verschlossen für 2 bis 6 Wochen ziehen. Dann abseihen und in eine dunkle Flasche abfüllen. Von dieser Tinktur nimmt man ein bis drei mal täglich 10-50 Tropfen ein. Wenn einem die Tinktur zu konzentriert ist, kann man sie mit Wasser verdünnen.
Innerlich
Kriechender Günsel kann man innerlich, als Tee oder Tinktur gegen vielerlei Verdauungsbeschwerden einsetzen. Speziell bei Sodbrennen und Magengeschwüre wird er gerne eingesetzt. Außerdem hilft Kriechender Günsel bei Entzündungen im Mundraum und im Rachen. Man kann ihn also auch gegen Angina verwenden. Da der kriechende Günsel beruhigend wirkt, kann man ihn auch bei Schlaflosigkeit und Nervosität verwenden. Mit seinen entzündungshemmenden, schmerzstillenden und harntreibenden Eigenschaften eignet sich der kriechende Günsel auch hervorragend zur Behandlung rheumatischer Entzündungsprozesse. Seine Wirkung ähnelt der Wirkung der afrikanischen Teufelskralle, denn beide enthalten den Wirkstoff Harpagid.
Äußerlich
Äußerlich kann man Kriechender Günseltee oder verdünnte Tinktur in Form von Umschlägen, Bädern oder Waschungen anwenden. Mit dieser Art der Anwendung kann man schlecht heilende Wunden, Ekzeme und Geschwüre lindern. Kriechender Günsel hilft äußerlich eingesetzt auch zur Nachbehandlung von Narben.
Nutzung als Zierpflanze
Kriechender Günsel wird auch als Bodendecker unter lichten Sträuchern und Bäumen verwendet, besonders die Variante mit metallisch glänzendem dunkel-rotem Laub. Durch die langen Ausläufer wächst er oft auch in den Rasen und wird dann meistens als Unkraut betrachtet. Außerdem gibt es Zuchtformen, die z.T. geflecktes Laub haben oder weniger ausbreitungsfreudig sein sollen.  
Nutzung als Heilpflanze
Der Tee des Kriechenden Günsel aus getrockneten blühenden Pflanzenteilen soll bei Rheuma,  Magengeschwüre sowie  Angina helfen. Nach anderer Quelle kann man aus den oberirdischen Pflanzenteilen einen Aufguss bereiten. Getrunken soll dieser bei Durchfall wirken, äußerlich angewendet bei Hautentzündungen,  Hämorrhoiden und  Schleimhautentzündungen.

Pflanzenbeschreibung
Die Kriechender Günsel ist in Europa heimisch. Er wächst bevorzugt an halbschattigen oder schattigen Stellen, daher ist er oft im Wald und auf Waldlichtungen anzutreffen. Die mehrjährige Pflanze wird bis zu 30 Zentimeter hoch. Im Frühjahr treibt das verzweigt wachsende Wurzel (Rhizom) zunächst glänzend dunkelgrüne Blätter aus. Von den Ausläufern des Rhizoms hat der kriechende Günsel vermutlich auch seinen Namen bekommen. Die Blätter sind am Rand leicht gewellt. Ab Mai wächst der Stängel des kriechenden Günsels in die Höhe und wird zum aufrechten Blütenstängel. Die violetten Lippenblüten erscheinen zwischen Mai und Juni. Manchmal sind die Blüten auch hellrosa, was eine Varietät des kriechenden Günsels darstellt.
Vegetative Merkmale
Der Kriechende Günsel ist eine ausdauernde  krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 10 bis 30 cm erreicht. Sie besitzt ein kurzes, kräftiges Rhizom und lange Ausläufer, die sich an den Knoten bewurzeln. Der meist aufrechte  Stängelist vierkantig, unten rot-violett überlaufen und im oberen Bereich ringsum flaumig behaart. Die Laubblätter sind in grundständigen Rosetten und gegenständig am Stängel verteilt angeordnet. Die gestielten Laubblätter sind eiförmig-spatelig und oberseits glänzend.
Generative Merkmale
Die Blütezeit reicht von April bis Juni, selten blühen einzelne Pflanzenexemplare auch noch später. Je drei bis sechs Blütenstände sind in seitenständigen Scheinquirlen angeordnet. Die Tragblättersind einfach. Die zwittrigen Blüten sind zygomorph und fünfzählig mit doppelter Blütenhülle. Die Blütenkronen sind meist blau gefärbt mit helleren Streifen, seltener rosafarben oder weiß (Albino). Eine Besonderheit der 1 bis 1,5 Zentimeter langen Blütenkronen ist die scheinbar fehlende, aber tatsächlich winzige Oberlippe. Typisch für Lippenblütler werden vierteilige Klausenfrüchte gebildet, die in vier einsamige Teilfrüchte zerfallen (Bruchfrucht).




SCHLÜSSELBLUME

Die Schlüsselblume ist der Inbegriff der Frühjahrsblüher, doch in den letzten Jahrzehnten ist sie sehr selten geworden. Daher steht sie auch unter Naturschutz und darf nicht gesammelt werden. Man kann sich ihrer aber erfreuen, wenn man auf sie trifft und im Garten kann man sie anbauen und darf sie dann auch ernten. Da die Schlüsselblume entkrampfend und schleimlösend wirkt, ist sie als Hustentee sehr geeignet. Sie wirkt vor allem gut, wenn der Schleim festsitzt. Besonders gerne wird sie zur Linderung eines Altershustens verwendet, wenn das schwächer werdende Herz dazu führt, dass sich die Flüssigkeit in der Lunge staut. In diesen Fällen erleichtert sie das Abhusten der Flüssigkeit und dadurch entlastet sie auch den Kreislauf. Außer bei Husten verwendet die Volksheilkunde die Schlüsselblume auch gegen Nervosität und Neuralgien. Selbst Migräne soll gelindert werden.
Die Echte Schlüsselblume ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Primeln in der Familie der Primelgewächse. Sie ist in weiten Teilen Europas und Vorderasiens verbreitet. Die Stiftung Naturschutz Hamburg kürte die Echte Schlüsselblume zur Blume des Jahres 2016.

Steckbrief
Haupt-Anwendungen: Husten
Heilwirkung: beruhigend, blutreinigend, blutstillend, entzündungshemmend, harntreibend, krampflösend, schleimlösend, schmerzlindernd, schweißtreibend, Stoffwechsel anregend
Anwendungsbereiche: Bronchitis, Erkältung, Gicht, Halsentzündung, Herzschwäche, Keuchhusten, Kehlkopfentzündung, Kopfschmerzen, Lungenentzündung, Migräne, Mundfäule, Mundschleimhautentzündung, Neuralgien, Ödeme, Rheuma, Schlaflosigkeit, Schnupfen, Schwindel, Verstopfung, Vitamin C Mangel, Zahnfleischentzündung
wissenschaftlicher Name: Primula veris, Primula officinalis
Pflanzenfamilie: Primelgewächse = Primulaceae
englischer Name: Cowslip
volkstümliche Namen: Allelujableaml, Arznei-Schlüsselblume, Auritzel, Bärenohr, Batenge, Eieräuglein, Eierkraut, Ehrezeicheli, Fastenbleaml, Frauenschlüssel, Gichtblume, Heiratsschlüssel, Himmelschlüssel, Kraftblume, Märzenblümli, Madäneli, Mundfäulkraut, Petriblume, Schmalzschüsseli, Trubechnöpfli, Wiesen-Primel
Verwendete Pflanzenteile: Wurzel, Blüten
Inhaltsstoffe: Saponine, Flavone, Primulaverosid, Primverosid, Phenolglykoside, ätherisches Öl, Gerbstoff, Kieselsäure
Sammelzeit: Achtung! Die Pflanze ist geschützt! März bis Mai

Anwendung
Schlüsselblume kann man wahlweise als Tee oder als Tinktur anwenden. Die häufigste Art, Schlüsselblume anzuwenden ist der Tee.
Tee
Für einen Schlüsselblumetee übergießt man ein bis zwei Teelöffel Schlüsselblumenwurzeln oder Blüten mit einer Tasse kochendem Wasser und lässt ihn zehn Minuten ziehen. Anschließend abseihen und in kleinen Schlucken trinken. Von diesem Tee trinkt man ein bis drei Tassen täglich. Wie bei allen Heilkräutern sollte man nach sechs Wochen Daueranwendung eine Pause einlegen und vorübergehend einen anderen Tee mit ähnlicher Wirkung trinken. Anschließend kann man wieder sechs Wochen lang Schlüsselblumetee trinken. Durch die Pause werden eventuelle unerwünschte Langzeitwirkungen verhindert und die erwünschte Schlüsselblumewirksamkeit bleibt erhalten und lässt nicht durch Gewöhnung nach.
Frühjahrskurteemischung
Die Schlüsselblumenblüten eignen sich sehr gut für einen Frühjahrskurtee. Man kann sie mit folgenden Kräutern sehr gut mischen: Birkenblätter, Brennnesselblätter, Löwenzahn, Vogelmiere, Ehrenpreis. Von diesen Kräutern kann man die verfügbaren mit Schlüsselblume gemischt als Frühjahrstee trinken.
Schlüsselblume als Einzeltee
Schlüsselblume kann man innerlich, als Tee vor allem gegen Katarrhe der Atemwege einsetzen. Schleim wird gelöst und Entzündungen werden gelindert. Daher hilft die Schlüsselblume bei Husten, aber auch bei Halsentzündungen und Entzündungen der Mundschleimhaut. Man kann die Schlüsselblumenblüten und Wurzeln daher gut einem Grippemischtee beifügen oder als Einzeltee trinken. Außerdem hilft die Schlüsselblume bei ein aufgescheuchtes Nervensystem. Sie beruhigt die Nerven, sodass man besser einschlafen kann und Kopfschmerzen verschwinden. Ein schwaches Herz wird durch Schlüsselblumentee gestärkt und Wasseransammlungen in den Füssen werden ausgeschwemmt. Die Volksheilkunde setzt die Schlüsselblume auch zur begleitenden Behandlung von Herzmuskelentzündung und Neigung zu Schlaganfall ein.
Tinktur
Um eine Schlüsselblumetinktur selbst herzustellen, übergießt man Schlüsselblume in einem Schraubdeckelglas mit Doppelkorn oder Weingeist, bis alle Pflanzenteile bedeckt sind und lässt die Mischung verschlossen für 2 bis 6 Wochen ziehen. Dann abseihen und in eine dunkle Flasche abfüllen. Von dieser Tinktur nimmt man ein bis drei mal täglich 10-50 Tropfen ein. Wenn einem die Tinktur zu konzentriert ist, kann man sie mit Wasser verdünnen. Schlüsselblumentinktur kann man bei Migräne, Neuralgien und Schwindelanfälle einsetzen.
Achtung! Empfindliche Menschen bekommen durch Berührung der Schlüsselblumen manchmal einen juckenden Ausschlag (Allergie). Bei innerlicher Anwendung kann es bei diesen empfindlichen Menschen zu Übelkeit, Erbrechen oder Durchfall kommen.
Heilpflanze
Schlüsselblumenblüten enthalten geringe Mengen an Saponinen, etwa drei Prozent Flavonoide - insbesondere Rutosid-, Carotinoide und Spuren von ätherischem Öl. Die Wurzeln enthalten drei bis zwölf Prozent Triterpensaponine, beispielsweise Primulasaponin oder Primacrosaponin, Phenolglykosiden wie Primulaverin sowie seltene Zuckerstoffe. Die Triterpensaponine üben eine reizende Wirkung auf die Magenschleimhaut aus. Dieser Effekt soll über Nervenfasern reflektorisch die Bronchialschleimhaut dazu anregen, mehr Schleim zu produzieren. Hierdurch verdünnt sich das Sekret und erleichtert das Abhusten. Extrakte aus Schlüsselblumen werden vor allem bei Erkältungen mit verschleimtem Husten und Schnupfen als Begleitsymptomatik eingesetzt. Als Nebenwirkung der Anwendung konnten Magenschmerzen und Übelkeit sowie allergische Hautreaktionen festgestellt werden. Frische, junge Schlüsselblumenblättchen können auch Salaten zugesetzt werden.
Zierpflanze
Die Echte Schlüsselblume findet gelegentlich als Zierpflanze Verwendung. Gehölzgruppen, Rabatten und Steingärten in vollsonniger Lage sind geeignete Standorte. Die Vermehrung erfolgt durch Aussaat. Auch als Schnittblume in Blumensträußen wird sie gerne verwendet.
Sonstiges
Die Rhizome wurden früher auch für Niespulver verwendet. Mit den Blüten der Schlüsselblumen in kochendem Wasser werden in der Schweiz und Österreich auch Ostereier gefärbt. Vom Sammeln der Pflanze sollte man absehen, da sie regional gefährdet ist und beispielsweise nach der deutschen Bundesartenschutzverordnung besonders geschützt ist.

Magische Anwendung
Die Druiden der Kelten haben die Schlüsselblume wahrscheinlich zu kultischen Zwecken bei Frühlingsfesten eingesetzt. Unter anderem wurde wohl ein berauschender Trunk aus der Schlüsselblume bereitet. In einigen Sagen wird die Schlüsselblume als Schlüssel für geheimnisvolle Keller oder Schatzkammern verwendet. Häufig wird in diesen Geschichten die türöffnende Schlüsselblume (das Beste) nach dem Auffinden des Schatzes unbeachtet liegen gelassen, sodass man die Schatzkammer später nicht wieder öffnen kann. Wenn eine Schlüsselblume zu Weihnachten blühte, galt sie als besonders zauberkräftig. Im Vorgarten angepflanzt, soll die Schlüsselblume Besucher fernhalten. Eine mitgeführte Schlüsselblume soll die Schönheit erhalten oder zurückbringen.

Geschichtliches
Weil die Schlüsselblume im Mittelmeerraum nicht vorkommt, ist sie nicht als antike Heilpflanze bekannt. Doch die Kelten und Germanen haben sie wahrscheinlich schon in der Heilkunde und zu religiösen Zwecken eingesetzt. Im Mittelalter wird die Schlüsselblume jedoch in mehreren Heilpflanzenbüchern erwähnt. Bekannt ist vor allem die Empfehlung der Hildegard von Bingen, die die Schlüsselblume als Himmelsschlüssel bezeichnet. Dieser Himmelsschlüssel sollte den Himmel aufschließen. Die äußerliche Anwendung der Schlüsselblume sollte wärmen und gegen Melancholie helfen. Andere mittelalterliche Autoren empfehlen die innerliche Anwendung der Schlüsselblume gegen Gicht, Lähmungen und Schlaganfall. Auch zur Stärkung des Herzens und zur Wundbehandlung wurde die Schlüsselblume eingesetzt. Auf der Basis der Signaturenlehre wurde die gelbe Schlüsselblume gegen Erkrankungen von Leber und Galle verwendet. In der Volksheilkunde wurde die Schlüsselblume im späteren Lauf der Jahrhunderte vor allem gegen Husten angewendet. Diese Anwendung ist heutzutage sogar wissenschaftlich anerkannt. Weil die Schlüsselblume so selten geworden ist, und daher geschützt, wird sie heutzutage nicht mehr wild gesammelt. Darum ist auch ihre Anwendung als Volksheilkraut zurück gegangen. Auch in der offiziellen Pflanzenheilkunde wird sie nicht sehr häufig angewendet, weil es andere Hustenkräuter mit stärkeren Wirkungen gibt. Sie gehört aber nach wie vor zu den klassischen Hustenkräutern.

Pflanzenbeschreibung
Die Schlüsselblume wächst bevorzugt auf Wiesen, an Waldrändern und im Gebüsch. Die mehrjährige Pflanze wird bis zu 20 Zentimeter hoch. Im Frühjahr treibt die Wurzel zunächst runzlige wellig gezähnte Blätter aus. In Bodennähe wächst dann eine Blattrosette aus den eirunden Blättern. Ab März wächst der oben gebogene Stängel. An ihm wachsen keine Blätter. Die goldgelben Blüten erscheinen zwischen März und Anfang April. Sie hängen in kleinen Dolden leicht nach unten gerichtet. Der Duft der Blüten ist honigartig und lieblich.
Erscheinungsbild und Blatt
Die Echte Schlüsselblume wächst als ausdauernde, krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 8 bis 30 Zentimetern erreicht und meist in kleineren und größeren Gruppen anzutreffen ist. Sie überwintert mit einem ausdauernden, dicken, kurzen Rhizom. Die vegetativen Pflanzenteile sind oft flaumig behaart aber nicht bemehlt. Die Laubblätter sind in einer grundständigen Rosette angeordnet. Die Blattspreite verschmälert sich mehr oder weniger plötzlich in Richtung des geflügelten Blattstiels. Die dünne, einfache Blattspreite entwickelt eine Länge zwischen 5 und 20 Zentimeter, die Breite misst 2 bis 6 Zentimeter. Ihre Form variiert von eiförmig bis eiförmig-länglich. Die Blattspitze ist stumpf bis spitz ausgeprägt. Die dunkelgrüne, mit einfachen Trichomenflaumig behaarte Blattoberseite weist eine runzlige Struktur auf. Die ebenfalls behaarte Blattunterseite ist hellgrün gefärbt. Der wellige und unregelmäßig grob gezähnte Blattrand ist bei jungen Blättern nach unten eingerollt.
Blütenstand und Blüte
Die Blütezeit erstreckt sich von April bis Juni (Deutschland und nördlicher) oder von Februar bis Mai (Österreich, Schweiz, Slowenien etc.). Fünf bis zwanzig Blüten sind in einer endständigen und einseitswendigen, einfachen Dolde angeordnet. Der mehr oder weniger lange, fein behaarte Blütenstandsschaft ist unbeblättert. Die Tragblätter sind flach und ungleich. Die aufrechten bis nic-kenden, behaarten Blütenstiele sind mit einer Länge von 3 bis 20 Millimetern ein- bis dreimal so lang wie die Tragblätter. Die zwittrige Blüte ist radiärsymmetrisch und fünfzählig mit doppelter Blütenhülle. Die fünf blass-grünen, 0,8 bis 2 Zentimeter langen Kelchblätter sind bauchig und breit-glockig verwachsen. Die fünf dottergelben Kronblätter sind an ihrer Basis zu einer Röhre verwachsen. Die Kronröhre ist mit einer Länge von 8 bis 20 Millimetern höchstens so lang wie der Kelch. Der Kronschlund weist einen Durchmesser von 8 bis 28 Millimetern auf. Die fünf tellerförmig ausgebreiteten, 8 bis 14 mm langen Kronlappen besitzen an ihrer Basis einen orangefarbenen Fleck und sind am oberen Ende leicht ausgerandet bis deutlich gekerbt. Die fünf Staubblätter sind mit der Kronröhre verwachsen. Fünf Fruchtblätter sind zu einem oberständigen, einkammerigen Fruchtknoten verwachsenen. Im Zentrum des Fruchtknotens befindet sich die dicke Plazenta, an der die Samenanlagen sitzen.
Frucht und Samen
Aus dem Fruchtknoten entwickelt sich eine 5 bis 10 mm lange, vom Kelch umgebene, Kapselfrucht. Sie ist etwa halb so lang wie der überdauernde Kelch, ihre Form ist eiförmig und leicht bauchig ausgeprägt. Bei Reife öffnet sich die Kapsel mit zehn Kapselzähnchen und entlässt die zahlreichen Samen. Die Samen besitzen winzige Bläschen.
Verbreitung
Die Schlüsselblume kommt in Europa und Vorderasien vor. In Europa wächst sie fast überall, aber nicht im Süden der Mittelmeerländer, in den Alpen und im nördlichen Skandinavien. In Deutschland wächst die Schlüsselblume fast überall, aber nicht in Ostfriesland und nur sehr selten in der norddeutschen Tief-ebene westlich der Elbe.
Andere Arten: Hohe Schlüsselblume
Die hohe Schlüsselblume ähnelt der echten Schlüsselblume stark, auch bezüglich ihrer Heilwirkung. Sie wächst eher in Wäldern als auf sonnigen Wiesen. Die großen Exemplare dieser Art werden bis zu 30 Zentimeter hoch, also etwas höher als die echte Schlüsselblume. Ihre Blüten sind hellgelb, also etwas heller als die Blüten der echten Schlüsselblume.

Anbautipps
Man kann die Schlüsselblume relativ gut im eigenen Garten anbauen. Sie fühlen sich auch auf schweren Böden wohl. Am liebsten wächst sie auf sonnigen Hängen. In manchen Gartenläden kann man fertige Schlüsselblumepflanzen kaufen, die man nur noch anpflanzen muss. Man kann auch die Samen aussäen, am besten in kleinen Anzuchttöpfchen. Die kleinen Pflänzchen werden dann später ausgepflanzt. Bei eventuellen Mehltau kann man Schachtelhalmjauche oder Schalthalmtee zum Gießen verwenden.

Sammeltipps
Wilde Schüsselblumen darf man nicht in der freien Natur sammeln, weil die Pflanze geschützt ist. Gesammelt werden also nur Pflanzen aus eigenem Anbau. Die Blüten werden zur Blütezeit vorsichtig abgezupft und zügig im Schatten getrocknet. Die Wurzeln werden im Herbst oder Frühjahr ausgegraben. Dann werden sie gereinigt, geschnitten und schonend im lauwarmen Backofen oder Dörrapparat getrocknet.


BACHBLÜTEN
Man sieht immer nur das Beanstandenswerte und die Schwäche einer Situation, kann aber nicht das Positive wahrnehmen, das daraus entstehen könnte (3 Beech)
-
Diese Menschen nehmen das Negative eine Situation wahr und sind unfähig das Positive zu sehen
- Mit der dementsprechenden Bachblüte können diese Menschen das Positive aus einer Situation erkennen,
 was sich daraus entstehen könnte


BACHBLÜTEN
Willensschwäche, kann nicht nein sagen (4 Centaury)
-
Diese Menschen sind willensschwach und können niemals nein sagen
- Mit der dementsprechenden Bachblüte bekommen diese Menschen eine gewisse Willensstärke und können
 auch einmal nein sagen


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