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Skammomium (asiatisch) tt
Convolvulus scammonia ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Winden in der Familie der Windengewächse. Sie heißt auch Orientalische Purgierwinde, „Purgierwinde“ wegen ihrer abführenden Wirkung und „orientalisch“ zur Unterscheidung von Jalape, der Mexikanischen Purgierwinde.
 
Steckbrief
Heilwirkung: Achtung! Giftig. Nur in Fertigpräparaten, homöopathisch oder äußerlich anwenden. Homöopathisch als Abführmittel
wissenschaftlicher Name: Convolvulus scammonia
Verwendete Pflanzenteile: Milchsaft der Wurzeln
 
Anwendung
Achtung! Giftig. Skammonium asiatisch   nur in Fertigpräparaten, homöopathisch oder äußerlich anwenden.
Der getrocknete Milchsaft der Wurzel wurde unter der Bezeichnung Skammonium als stark (drastisch) wirkendes Abführmittel benutzt, als Drastikum, nach dem zweiten Band von Jonathan Pereiras (1804–1853) und Rudolf Buchheims Handbuch der Heilmittellehre vielleicht schon vor Hippokrates. Die Indikation entsprach damit dem Jalapenharz, dem getrockneten Milchsaft der Wurzel von Ipomoea purga, ebenfalls einem Windengewächs. Die Wirkstoffe sind harzartige Glykoside. Einige (wie zum Beispiel Scammonin I, Purginosid I und II und Purgin I) sind in ihrer Struktur aufgeklärt. Der Pharmakologe Paul Trendelenburg nennt in seinen 1926 erschienenen Grundlagen der allgemeinen und speziellen Arzneiverordnung die Pflanze Convolvulus scammonia und das Skammonium nicht mehr, wohl aber die Jalapenwurzel. Er kommentiert: „Alle drastischen Abführmittel sind mit großer Vorsicht anzuwenden. Bei stärkeren Dosen kann die Darmschleim-hautentzündung so heftig werden, daß gehäufte, den Patienten stark schwächende dünnflüssige Entleerungen, die mit starken Kolikschmerzen verbunden sind, eintreten, nach hohen Dosen tritt schwerste blutige Gastroenteritis auf.“ Merck’s Warenlexikon erwähnt 1920 Aleppo in Syrien und Izmir in der Türkei als hauptsächliche Produktionsorte des Skammoniums, beklagt die zunehmende Verfälschung der Ware und verweist auf die alternative Herstellung von Patent-Skammonium. Hierbei wurden getrocknete Wurzeln importiert und mit Ethanol extrahiert. Heute ist die Verwendung aus den von Trendelenburg genannten Gründen obsolet. Der Satz „It has been superseded by less toxic purgatives“ – „Es ist durch weniger giftige Laxantien verdrängt worden“ bezieht sich auf Skammonium und Jalapenharz.
 
Beschreibung
Convolvulus scammonia ist eine ausdauernde Pflanze, deren dünne, krautige Stängel bis zu 75 cm lang werden können und kriechen oder sich winden. Die Pflanze ist unbehaart. Die Laubblätter sind gestielt, dreieckig-eiförmig oder -lanzettlich, pfeilförmig und ganzrandig. Die Blütenstandsstiele stehen in den Achseln, sind meist deutlich länger als die Tragblätter und tragen meist mehr als drei Blüten. Die Kelchblätter sind zugespitzt und ausgerandet. Die Krone ist etwa 25 bis 45 mm lang und hellgelb gefärbt.

Brechnuss ttt
Die Gewöhnliche Brechnuss, auch kurz Brechnuss oder Krähenaugenbaum, Strychninbaum oder Brechnussbaum genannt, ist eine Baumart aus der Familie der Brechnussgewächse, die in Südostasien beheimatet ist.
 
Steckbrief
Heilwirkung: Achtung! Stark giftig. Nur in verschriebenen Fertigpräparaten oder homöopathisch anwenden. Homöopathisch ab D4! Gastritis, Hexenschuss, Ischias, Menstruationsschmerzen, Migräne, Neuralgien, Ver-stopfung, Übelkeit
wissenschaftlicher Name: Strychnos nux-vomica
Verwendete Pflanzenteile: Samen
 
Anwendung
Achtung! Stark giftig. Brechnuss nur in verschriebenen   Fertigpräparaten oder homöopathisch anwenden.
In der Medizin
Früher wurde die Arzneidroge bei Schwächezuständen verordnet, sowie bei Herz-Kreislauf-Beschwerden und als appetitanregendes Mittel. Aufgrund der geringen therapeutischen Breite und der Nebenwirkungen (Anhäufung von Strychnin im Körper), besonders bei Lebergeschädigten, sind solche Arzneimittel fast vollkommen verschwunden. Die Brechnusssamen sind aber noch heute der Ausgangsstoff zur Gewinnung von Strychnin.
In der Homöopathie
Das Homöopathikum Nux vomica war eines der ersten Mittel, die von Samuel Hahnemann geprüft und im ersten Band seiner Reinen Arzneimittellehre1805 veröffentlicht wurden. Die Urtinktur wird aus den reifen, ge-trockneten und feingepulverten Brechnusssamen, die mindestens fünf Tage in Alkohol angesetzt werden, gewonnen. Bis zur Verabreichung in der typischen D6-„Potenzierung“ wird es allerdings so lange verdünnt, dass schließlich die Menge der Verunreinigungen im Lösungsmittel die Menge der noch vorhandenen Urtinktur übersteigt und eine pharmakologische Wirkung ausgeschlossen werden kann. Aus Sicht der Homöopathie ist Nux vomica eines der größten, zuverlässigsten und gut geprüften Polychreste. Charak-teristische Anwendungsgebiete von Nux vomica, auch bekannt unter Strychnos nux vomica, sind die Aufhebung von Schäden (z. B. Einnahme unpassender homöo-pathischer Mittel, Missbrauch von Genussmitteln (Alkohol (Einnahme führt zum schnellen Erbrechen)), Tabak, Kaffee, Überessen), Nebenwirkungen von nicht-homöopathischen Medikamenten (z. B. Antibiotika, Narkotika, Kortison, Chemotherapeutika, etc.) sowie für Menschen, die eine sehr geringe Toleranzgrenze (sehr schnell zornig, schnell unzufrieden, schnell überreizt, schnell ungeduldig, leicht gekränkt, leicht überempfindlich auf geringste Geräusche, Gerüche oder Schmerzen) aufweisen. Die Samen können auch zum Färben verwendet werden. Auch die Rinde, das Holz und die Blätter werden als Arznei genutzt.
 
Beschreibung
Baum
Die Gewöhnliche Brechnuss wächst als ein immergrüner Laubbaum, der gewöhnlich Wuchshöhen von 25 m erreicht. Er besitzt eine schwarzgraue bis gelblichgraue, im Alter feinwarzige Rinde. Die bräunlichen Zwei-ge sind wiederholt gabelteilig und tragen ledrige und gestielte, gegenständige, obseits glattglänzende, dunkelgrüne, unterseits fahlgrüne Blätter. Die Blätter sind etwa 5–18 × 4–12,5 cm groß, elliptisch bis eiförmig oder verkehrt-eiförmig, die Blattränder sind ganz, die Spitze ist abgerundet oder spitz bis zugespitzt. Die Spreite ist unterseits feinhaarig, die Nervatur ist drei- bis fünfzählig und weißlich bis hellgrün. Es sind keine Nebenblätter vorhanden. Die Blütenstände sind Thyrsen. Die grünlich-weißen bis weißen, zwittrigen Blüten sind etwa 1,3 cm lang, fünfzählig und stieltellerförmig, mit ausgebreiteten Kronzipfeln. Der feinhaarige, kurze, grüne Kelch hat fünf, eiförmige, spitzige Lappen. Der Fruchtknoten ist oberständig mit einem langen vorstehenden Griffel mit zweilappiger Narbe. Die knapp vorstehenden Staubblätter sind in der Kronröhre mit kurzen Filamenten befestigt. Als Frucht trägt der Brechnussbaum anfangs grüne, bei Reife orangerote, 3–6 cm große, glatte, rundliche Beeren mit einer dünnen, leicht zerbrechlichen, harten, trockenen Schale, deren weißliches, bitter schmeckendes, aber essbares und gallertartiges, klebriges Fruchtfleisch meist (1)2 bis 4(6) knopfähnliche, fast flache, kurz seidenhaarigen Samenenthält.
Samen
Der Brechnusssamen, werden auch Krähenauge oder Brechnuss genannt. Die sehr giftigen Samen sind etwa 1,5–3 cm groß und 4–6 mm dick, sie wiegen etwa 1,2–2,4 g. Die graugrünlich-bräunliche Schale des Samens ist äußerst hart und steht unter starker Spannung. Bei Witterungswechsel, speziell wenn es feucht wird, platzen die Brechnusssamen explosionsartig an den Längsseiten auf und keimen dann aus. Die Krähenaugen sind geruchlos, weisen aber einen sehr bitteren und scharfen, Übelkeit erregenden Ge-schmack auf.

Bachblüten
Man macht alles mit sich selbst ab, belastet andere nicht mit seinen Schwierigkeiten (Water Violet)
- Diese Menschen machen alles mit sich selber ab, sie belasten andere nicht mit deren Schwierigkeiten
- Mit der dementsprechenden Bachblüte machen sie kaum mehr mit sich selber etwas ab
Bachblüten
Man zersplittert seine Kräfte (Wild Oat)
- Diese Menschen zersplittern deren Kräfte
- Mit der dementsprechenden Bachblüte zersplittern sie ihre  Kräfte nicht mehr
Lebensmittelauswahl beim Stillen – weniger geeignete Lebensmittel
Brot- & Backwaren: Produkte aus Weißmehl, nach üblichen Rezepten hergestellte fettreiche, zuckerreiche Kuchen (Torte, Kekse, Waffeln, Blätterteig, Schmalzgebäck, Biskuit, Rührkuchen)
Kartoffeln: fettreiche Zubereitung, Pommes frites, Kroketten, Bratkartoffeln, Instantkartoffelpüree, Kartoffelpuffer in Öl gebraten
Gemüse & Hülsenfrüchte: Konservengemüse, Fertigkühlgemüse (mit Sauce, Rahm), Fertigsalate, Blähende Gemüse
Obst & Obsterzeugnisse & Nüsse: Obstkonserven, süßes Obst, z.B. Weintrauben, Trockenobst, Banane, das z.B. „Wund sein“ begünstigt
Getränke (Fruchtsäfte): mit Zucker gesüßter Fruchtnektar, Limonaden, Cola, alkoholische Getränke (süße Weine, Liköre, Bier, Malzbier)
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