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Mönchspfeffer
Der Mönchspfeffer ist eine Pflanzenart aus der Gattung Vitex in der Familie der Eisenkrautgewächse. Er wird in der Umgangssprache auch Keuschbaum, Keuschlamm oder Liebfrauenbettstroh genannt, weil er angeblich den Geschlechtstrieb abschwächt. Weitere Namen sind Abrahamstrauch, Pfeffersalz und Tanis. Das spiegelt sich auch im wissenschaftlichen Namen wider: lateinisch agnus bzw. altgriechisch ἁγνός ‚Lamm‘, und lat. castus ‚keusch‘. Der Mönchspfeffer wird heute in der Naturheilkunde vor allem beim prämenstruellen Syndrom, bei Zyklusstörungen und unerfülltem Kinderwunsch eingesetzt.
Schon im Mittelalter war der Mönchspfeffer hochgeschätzt und in den Klöstern wurde er hochdosiert als Würzmittel serviert, um die Libido der Mönche und Nonnen zu dämpfen. Heutzutage wird der Mönchspfeffer vor allem gegen Frauenbeschwerden eingesetzt.
Steckbrief
Heilwirkung: Wechseljahre, Prämenstruelles Syndrom (PMS), Östrogen-Dominanz, Hyperprolaktinämie, Blutungsstörungen, Mastodynie, Schmerzen während der Periode, Zyklusunregelmäßigkeiten, Übererregbarkeit, Hodenentzündung, Prostataentzündung
wissenschaftlicher Name: Vitex agnus castus
Pflanzenfamilie: Lippenblütler = Lamiaceae
englischer Name: Chasteberry, Chastetree
volkstümlicher Name: Keuschlamm
Verwendete Pflanzenteile: Blätter, Früchte
Inhaltsstoffe: Fettes Öl, ätherisches Öl, Flavone, Iridiode, Aucubin, Agnusid, Casticin
Sammelzeit: Herbst
Anwendung
Im Mittelalter wurde der Samen in Köstern zerstoßen und in großen Dosen als Gewürz serviert, um den Mönchen und Nonnen die Enthaltsamkeit zu erleichtern. In geringen Dosen bewirkt er das Gegenteil. Der wichtigste Einsatzzweck des Mönchspfeffers in heutiger Zeit ist jedoch die Frauenheilkunde. Denn er hilft sowohl gegen Periodenprobleme als auch bei Wechseljahresbeschwerden. Diese Wirkung hängt mit seiner Funktion als Phytohormon zusammen, denn der Mönchspfeffer kann die körpereigene Progesteronbildung anregen.
Medizinische Verwendung
Mönchspfeffer ist eine Heilpflanze, deren Früchte (Agni casti fructus) zur Behandlung des Prämenstruellen Syndroms eingesetzt werden kann. Wirksamkeitsbestimmende Inhaltsstoffe sind bizyklische Diterpene, Iridoidglykoside, lipophile Flavonoide, Triglyceride, Öl- und Linolsäure sowie ätherisches Öl. Mönchspfeffer fördert die Hormonregulation bei unregelmäßigem Zyklus. Getestet wurde u. a. die Wirkung bei Mastodynie. Hierbei zeigte sich unter Behandlung mit Agnus-Castus-Präparaten eine Besserung der prämenstruellen Mastodynie, die wahrscheinlich dem Ansteigen des Progesteronspiegels geschuldet ist. Da Mönchspfeffer die Bildung des Gelbkörperhormons fördert, werden die entsprechenden Arzneimittel mit zum Teil belegbaren Erfolgen auch bei Unfruchtbarkeit infolge von Gelbkörperschwäche oder erhöhten Gelbkörperspiegeln angewendet. Eingesetzt wird industriell hergestellter und standardisierter Extrakt, der kontinuierlich während des gesamten Menstruationszyklus eingenommen wird. Als Nebenwirkung kann es zu Juckreiz kommen. Durch die gestagenartige Wirkung verlängert sich häufig die Follikularphase, sodass der Nutzen bei verlängerten Zyklen fraglich ist. Außerdem wurde eine vertreibende Wirkung (als Repellent) gegen Zecken und andere blutsaugende Arthropoden nachgewiesen.
Geschichte
Die griechische Göttin Hera war auf Samos unter einem Keuschbaum (Lygos) geboren worden. Einmal im Jahr vereinigte sie sich auf Samos mit ihrem Gatten Zeus unter einem Keuschbaum. Ein Bad im Imbrasos erneuerte danach ihre Jungfräulichkeit. Die Feiern der Tonaia, τωναία bei dem das Kultbild der Göttin mit Keuschbaumzweigen umwunden wurde, erinnerte an dieses Ereignis. Dieser Baum, früher auch „Athenbaum“ genannt, stand am Altar in Heraion auf Samos und wurde unter anderem von Pausanias beschrieben.[6] Den Griechen galt Mönchspfeffer damit als Symbol der keuschen Ehe. Dioscurides beschreibt den Keuschbaum als Anaphrodisiakum.
„Agnos, Keuschlammstrauch, […] bei den Römern als wilder Pfeffer bekannt, ist ein baumartiger Strauch, welcher an Flüssen und Felsküsten wächst […] Er wird Agnos genannt, weil ihn bei den Thesmophorien die Weiber, welche ihre Keuschheit bewahren, als Lager nutzten […] oder weil er, getrunken, den Drang zum Beischlaf mäßigt.“
Der pflanzenkundige Pietro Andrea Mattioli schreibt in seinem Kreuterbuch in der Ausgabe von 1626: „Er nimmt die Begierde zum Venushandel und solches tut nicht allein der Samen, sondern auch die Blätter und Blumen, nicht aber nur so man sie esset, sondern auch wenn man sie im Bett verstreut.“
Pflanzenbeschreibung
Der Strauch kann eine Höhe von bis zu vier Metern oder mehr erreichen und hat hellbraune, vierkantige und fein behaarte Zweige. Die aromatischen Blätterstehen kreuzweise gegenständig und sind handförmig gefingert, sowie fünf- bis siebenzählig. Die eilanzettlichen bis lanzettlichen und spitzen, meistens ganzrandigen Fingerblättchen sind kurz gestielt und unterseits heller sowie kurz filzig behaart. Die duftenden Blüten sind klein, bestehen aus dichten, endständigen Blütenständen und haben eine violette, blaue, rosa oder weiße Farbe. Optisch ist er wegen den Blättern dem Hanf und in der Blüte dem Schmetterlingsflieder sehr ähnlich, weshalb es leicht zu Verwechselungen kommen kann. Die rundliche, schwärzliche Frucht ist eine etwa 2–3mm große, viersamige und glatte Steinfrucht mit einem haltbaren hell-bräunlichen Kelch. Der becherförmige Kelch bedeckt die Frucht bis etwa zur Hälfte bis zwei Drittel. Blütezeit ist Juli bis August. Die Treibzeit ist je nach Ortsbedingungen unterschiedlich, meist von April bis Juni. Die bevorzugten Standorte sind feuchte Plätze und Flussufer.
Ursprünglich war der Mönchspfeffer im Mittelmeerraum beheimatet. Doch schon im Mittelalter brachten ihn die Mönche und Nonnen nach Europa, um in ihren Klostergärten ein Mittel gegen die fleischliche Lust zu kultivieren. Der Mönchspfeffer bevorzugt Ufernähe, wächst bei guter Pflege aber auch ohne Gewässer. Er ist ein bis zu 5 m hoher Strauch. Seine Blätter sind handförmig gefiedert. Im Spätsommer blüht der Mönchspfeffer zartblau bis violett. Seine Blüten stehen in dichten Ähren. Später reifen 0,5 cm große Steinbeeren heran, die pfeffrig scharf schmecken.

Piment
Piment oder Nelkenpfeffer bezeichnet eine Pflanzenart aus der Familie der Myrtengewächse und zugleich das aus dieser Pflanze gewonnene Gewürz. Andere Namen für das Gewürz sind Jamaikapfeffer und Neugewürz (wegen der Herkunft aus der Neuen Welt), veraltet auch Modegewürz. Der reichhaltige Geschmack erinnert gleichzeitig an mehrere andere Gewürze: Pfeffer, Zimt, Muskat und Nelken. Deshalb ist Piment auch als Viergewürz oder Allgewürz bekannt (englisch allspice).
Piment ist ein exotisches Gewürz, das beispielsweise Reisgerichten ein frisches Aroma verleiht. Außerdem regt Piment die Verdauung an, was seinen Einsatz in schwer verdaulichen Gerichten einen doppelten Sinn verleiht.
Steckbrief
Heilwirkung: Appetitlosigkeit, Magenschwäche
wissenschaftlicher Name: Pimenta dioica
Verwendete Pflanzenteile: Früchte
Nutzung
Ätherisches Pimentöl
Das Pimentöl wird aus den Samen von Pimenta dioica mittels Wasserdampf-Destillation gewonnen. Die Inhaltsstoffe bestehen aus 60 bis 80 % Phenolen, Sesquiterpenen, Methyleugenol und Oxiden. Durch die Phenole ist das ätherische Öl sehr haut- und schleimhautreizend. Da zudem Methyleugenol in Tierstudien krebserzeugend wirkt, sollte das ätherische Öl nicht mehr verwendet werden. Parfümerie: Sein balsamisch-würziger und pfeffriger Duft erinnert an Nelkenöl und wird gerne in würzigen Herrenparfüms eingesetzt.
Gewürz
Verwendet werden die unreifen Früchte, die ätherische Öle enthalten. Hauptkomponente des Öls ist Eugenol, das auch in der Gewürznelke zu finden ist. Piment schmeckt allerdings merklich schärfer als Gewürznelken. Für die europäische Küche entdeckt wurde Piment auf den Antillen durch Christoph Kolumbus, der ihm auch den Namen gab. Bis heute ist das Hauptanbaugebiet Jamaika, von wo rund zwei Drittel der Welternte stammen. In der karibischen Küche ist Piment allgemein sehr beliebt, wobei dort neben den Früchten auch die frischen Blätter und das ebenfalls aromatische Holz (zum Grillen) verwendet werden. In Deutschland wird Piment vor allem bei der Wurst-Herstellung sowie in der Weihnachtsbäckerei verwendet.
Beschreibung
Pimenta dioica ist ein immergrüner Baum, der bis zu zwölf Meter hoch wächst. Die gegenständigen Laubblätter sind einfach und ledrig. Diese Art ist zweihäusig getrennt geschlechtig, wie auch der botanische Name besagt. In zymösen Blütenständen stehen die Blüten zusammen. Die weiße Blüte hat einen Durchmesser von etwa 0,6 cm. Es wird eine zweisamige beerenähnliche Steinfrucht ausgebildet, die einen Durchmesser von 0,5 bis 0,8 cm hat. Die Frucht wird halbreif, noch grün geerntet, da sie bei Vollreife (wenn sie rot ist) ihr Aroma verliert.

Bachblüten
Man hat eine Partnerschaft aufgegeben, fühlt sich aber trotz räumlicher Trennung weiterhin im Bann des Partners (Walnut)
- Diese Menschen haben eine Partnerschaft aufgegeben, fühlen sich trotz räumlicher Trennung, weiterhin im Bann des Partners
- Mit der dementsprechenden Bachblüte können sie trotz aufgegebener Partnerschaft, nicht mehr im Bann des Partners
Bachblüten
Man handelt manchmal aus stolz (Water Violet)
- Diese Menschen handelt manchmal ohne stolz
- Mit der dementsprechenden Bachblüte handeln sie nicht mehr ohne stolz
Praktische Aspekte in der Sportlerernährung
Folgende FEHLER werden häufig gemacht:
-    Mit leerem Magen Sport treiben
-    Aufs Trinken verzichten
-    Falsch tanken: fett-eiweißreiche Kost anstatt Kohlenhydratbetonte Kost
-     Süßigkeiten, Limonade und Fast Food anstelle von vollwertiger Ernährung
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