Kraft durch Kräuter und Bachblüten

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04.09.2019

täglichen News > Newsletterarchiv > September > 02.09.19-08.09.19


TRAUBENSILBERKERZE

Die Traubensilberkerze ist eine mannshohe Staude, die in Nordamerika heimisch ist. Schon die nordamerikanischen Ureinwohner schätzten die Traubensilberkerze wegen ihrer geburtserleichternden Wirkung und ihren Fähigkeiten Schmerzen und Krämpfe zu lindern. Die Traubensilberkerze ist auch hierzulande vor allem durch ihre Wirkung bei Wechseljahrs- und Menstruationsbeschwerden bekannt geworden. Doch sie hilft auch gegen vielerlei andere Beschwerden, ist gar das reinste Multitalent, das sogar bei Asthma, Herzbeschwerden und leichter Diabetes Linderung bringen kann.
Die Trauben-Silberkerze, auch Amerikanische, Schwarze oder Wilde Schlangenwurzel, Amerikanisches, Hohes oder Staudiges Christophskraut, Frauenwurzel, Klapperschlangenkraut, Schwindsuchtwurzel, Traubenförmige Schwarzwurz und Wanzenkraut genannt, ist eine Pflanzenart aus der Gattung Actaea (früher Cimicifuga) in der Unterfamilie der Ranunculoideae innerhalb der  Familie der  Hahnenfußgewächse.

Steckbrief
Haupt-Anwendungen:
 Wechseljahresbeschwerden
Heilwirkung:
adstringierend, beruhigend, blutzuckersenkend, entzündungshemmend, harntreibend, krampflösend, schleimlösend, schmerzstillend, schweißtreibend
Anwendungsbereiche:
Asthma, Bronchitis, Brustentzündung, Darmkrämpfe, Depressionen, Diabetes, Eier-stockentzündung, Epilepsie, Fieber, Gallensteine, Geburtserleichternde Mittel, Halsschmerzen, Herzschwäche, Herzkrämpfe, Herzrasen, Hexenschuss, Hitzewallungen, Husten, HWS-Syndrom, Ischias, Krampfhusten, Kreuzschmerzen, Magenkrämpfe, Melancholie, Menstruationsstörungen, Menstruationsfördernd, Migräne, Muskelrheuma, Muskelschmerzen, Myalgie, Nervöse Herzbeschwerden, Nervosität, Neuralgien, Östrogen-Dominanz, Ohrenschmerzen, Osteoporose, Periodenkrämpfe, Periodenschmerzen, PMS, Reizbarkeit, Rheuma, Rückenschmerzen, Schlaflosigkeit, Schmerzen, Übergewicht, Unruhe, Wehen-Erleichterung, Zuckerkrankheit, Zyklus-Schwankungen
wissenschaftlicher Name: Cimicifuga racemosa
Pflanzenfamilie:
Hahnenfußgewächse = Ranunculaceae
englischer Name:
Black Cohosh, Black Snake Root, Rattle Root
volkstümliche Namen:
Cimicifuga, Frauenwurzel, Langtraubiges Christophskraut, Nordamerikanische Schlangenwurzel, Schwarze Schlangenwurzel, Silberkerze, Wanzenkraut
Verwendete Pflanzenteile:
Wurzelstock
Inhaltsstoffe:
Cimifugin, Phenolcarbonsäuren, Hydroxyzimtsäureester, Fukinolsäure, Piscidiasäure, Cimicifugosid, Triterpen-Glykoside, Actein, Cytisin, Methylcitisin, Isoflavone, Bitterstoffe, Harze, Glykoside, Phytosterin, Salicylsäure, Gerbstoff, ätherisches Öl
Sammelzeit:
Herbst

Anwendung
Die Wurzel der Traubensilberkerze kann man als Tee oder Tinktur gegen Beschwerden der Wechseljahre, und der Menstruation verwenden. Aber auch viele andere Beschwerden können von der Traubensilberkerze gelindert werden, beispielsweise Asthma, Husten, Entzündungen, rheumatische Schmerzen und Krämpfe. Ein schwaches Herz findet Stärkung und angespannte Nerven werden beruhigt. Die Traubensilberkerze findet sich auch in vielen Fertigarznei-Produkten im Handel.
Tee
Für einen Traubensilberkerze-Tee übergießt man ein bis zwei Teelöffel Traubensilberkerze-Wurzel mit einer Tasse kochendem Wasser und lässt ihn 15 Minuten ziehen. Anschließend abseihen und in kleinen Schlucken trinken. Von diesem Tee trinkt man ein bis drei Tassen täglich. Wie bei allen stark wirksamen Heilkräutern sollte man nach sechs Wochen Daueranwendung eine Pause einlegen und vorübergehend einen anderen Tee mit ähnlicher Wirkung trinken. Anschließend kann man wieder sechs Wochen lang Traubensilberkerze-Tee trinken. Durch die Pause werden eventuelle unerwünschte Langzeitwirkungen verhindert und die erwünschte Traubensilberkerze-Wirksamkeit bleibt erhalten und lässt nicht durch Gewöhnung nach.
Tinktur
Um eine Traubensilberkerzetinktur selbst herzustellen, übergießt man Traubensilberkerzewurzeln in einem Schraubdeckelglas mit Doppelkorn oder Weingeist, bis alle Pflanzenteile bedeckt sind, und lässt die Mischung verschlossen für 2 bis 6 Wochen ziehen. Dann abseihen und in eine dunkle Flasche abfüllen. Von dieser Tinktur nimmt man ein bis drei mal täglich 10-50 Tropfen ein. Wenn einem die Tinktur zu konzentriert ist, kann man sie mit Wasser verdünnen.
Traubensilberkerze gegen Wechseljahresbeschwerden
Der Haupteinsatzbereich der Traubensilberkerze sind Wechseljahresbeschwerden wie Hitzewallungen, Zyklusschwankungen, depressive Verstimmung und Schlafstörungen, um nur einige besonders häufige zu nen-nen. Die Traubensilberkerze steht im Ruf, ein Phytohormon zu sein, also ein pflanzliches Hormon, das dem Östrogen ähnlich ist. Die Wirkstoffe der Traubensilberkerze sind chemisch gesehen aber völlig anders als Östrogen. Sie wirken jedoch teilweise etwas ähnlich wie weibliche Hormone und dadurch können Sie zahlreiche Frauenbeschwerden lindern. Wissenschaftlich wird diese Funktionsweise "Selektive Östrogen-Rezeptor Modulation (Phyto-SERM)" genannt. Dabei wird unter anderem der sogenannte LHRH-Pulsgenerator im Hypothalamus gedämpft, wodurch beispielsweise überschießende Reaktionen der Temperatursteuerung gedämpft werden. Das sorgt für eine Linderung der Hitzewallungen, die so typisch für die Wechseljahre sind. Die Traubensilberkerze hilft auch gegen Muskel- und Gelenkschmerzen, weil sie entzündungshemmend und schmerzlindernd wirkt. Ferner lindert die Traubensilberkerze Schlafstörungen und trockene Haut. Sogar die lästige Gewichtszunahme, die häufig in den Wechseljahren stattfindet, kann durch die Traubensilberkerze verringert werden.
Weitere Anwendungsgebiete
Traubensilberkerze kann man nicht nur gegen Wechseljahresbeschwerden einsetzen. Sie hilft gegen alle Frauenbeschwerden, die durch hormonelle Schwankungen ausgelöst werden, also auch gegen Menstruationsbeschwerden in jüngeren Jahren. Auch die Geburt kann durch die Traubensilberkerze erleichtert werden, denn die Krämpfe werden gelindert und die Wehen reguliert, sodass die Geburt gut fortschreitet, aber nicht zu schmerzhaft ist. Wichtig: Wegen der wehenfördernden Wirkung sollte man die Traubensilberkerze nicht zu Beginn und in der Mitte der Schwangerschaft einsetzen! Erst kurz vor dem Geburtstermin sollte man mit der Einnahme der Traubensilberkerze beginnen. Außerdem hilft Traubensilberkerze gegen zahlreiche andere Beschwerden, die nichts mit Frauenkrankheiten zu tun haben. Vor allem sind es die krampflösenden und schmerzstillenden Eigenschaften, die die Anwendungsgebiete bestimmen, aber auch die entzündungshemmende Fähigkeit der Traubensilberkerze. Die Anwendungsmöglichkeiten ziehen sich durch sämtliche Organsysteme des Körpers. Immer wenn etwas mit Krämpfen, Schmerzen oder Entzündungen zu tun hat, kann man die Traubensilberkerze einsetzen, beispielsweise Magenkrämpfe, Gallenkoliken, nervöse Herzbeschwerden, Rückenschmerzen und Migräne. Sogar als begleitende Behandlungsmaßnahme bei Diabetes kann man die Traubensilberkerze einsetzen, weil sie den Blutzuckerspiegel senken kann.

Geschichtliches
Die Traubensilberkerze wird schon seit langer Zeit von den nordamerikanischen Ureinwohnern zur Erleichterung der Geburt und gegen Schmerzen und Schlangenbisse eingesetzt. Für verschiedene Anwendungsgebiete wurde die Traubensilberkerze in Nordamerika jeweils zu unterschiedlichen Tageszeiten geerntet, weil sie je nach Tageszeit unterschiedliche Fähigkeiten haben soll. Im 19. Jahrhundert wurde die Traubensilberkerze nach Europa gebracht, wo sie vor allem als Zierpflanze in Gärten kultiviert wurde. Ihr von den Europäern verliehener wissenschaftlicher Name "Cimicifuga" bedeutet "Wanzenflucht" (Cimex = Wanze und fuga = Flucht), weil der Geruch von Wurzeln, Blättern und Blüten Wanzen und andere Insekten vertreibt. Der Artname "Racemosa" bedeutet "Traube", weil die Blüten in lockeren Trauben wachsen. Der deutsche Name "Traubensilberkerze" kommt vom traubenartigen Wuchs der silberfarbigen Blüten, die wie eine Kerze aussehen. Die Traubensilberkerze wurde schon im 19. Jahrhundert nicht nur als Zierpflanze, sondern auch medizinisch eingesetzt. Weil sie den damaligen Gepflogenheiten entsprechend meistens zu hoch dosiert wurde, hatte sie aber häufig unangenehme Nebenwirkungen wie Kopfschmerzen oder Übelkeit. Möglicherweise liegt es an diesen Nebenwirkungen, dass die Traubensilberkerze als Heilpflanze in Europa bald wieder in Vergessenheit geriet. Erst in letzter Zeit wurde die Heilwirkung der Traubensilberkerze gegen Wechseljahresbeschwerden in Europa wiederentdeckt. Inzwischen werden zahlreiche Fertigpräparate mit der Traubensilberkerze gegen Frauenbeschwerden angeboten. Nach und nach werden auch die zahlreichen anderen Fähigkeiten der Traubensilberkerze bekannt.

Pflanzenbeschreibung
Die Traubensilberkerze kommt aus Nordamerika, wo sie im Norden der USA und Kanada heimisch ist. Sie wächst bevorzugt in Wäldern, mag es also am liebsten schattig. Die Pflanze wird bis zu 2,50 m hoch und bildet eine kräftige, buschige Staude. Der Wurzelstock der mehrjährigen Pflanze ist schwärzlich, von zylindrischer Form und stark verzweigt. Aus ihm sprießen im zeitigen Frühjahr doppelt gefiederte Blätter. Zwischen Juni und September blühen die weißlich silbernen Blüten, die in luftigen Trauben stehen. Die Blüten riechen nicht gerade sehr angenehm, vor allem nicht für Wanzen, die vor dem Geruch fliehen, was der "Cimicifuga" auch ihren Namen eingebracht hat.
Vegetative Merkmale
Die Trauben-Silberkerze ist eine ausdauernde krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 0,75 bis 2,5 Metern erreicht. Als Überwinterungsorgane dienen vor allem das langlebige Rhizom, aber auch die Wurzeln (insgesamt botanisch ungenau „Wurzelstock" genannt). Der aufrechte, kahle  Stängel ist beblättert. Die relativ großen Laubblätter sind in Blattstiel und Blattspreite gegliedert. Der 15 bis 60 Zentimeter lange, kahle Blattstiel ist im Querschnitt kantig bis mehr oder weniger stielrund. Die Blattspreite ist doppelt bis dreifach gefiedert mit 20 bis 70 Blättchen. Die  Fiederblättchen sind 4 bis 12 Zentimeter lang sowie 3 bis 8 Zentimeter breit, spitz und tief  gesägt. Die kahle Endfieder des zentralen Segmentes ist bei einer Länge von 6 bis 15 Zentimetern sowie einer Breite von 6 bis 16,5 Zentimetern eiförmig bis verkehrt-eiförmig, dreilappig, mit etwa keilförmiger bis etwa herzförmiger Basis, spitzem bis zugespitztem oberem Ende und gezähntem bis gezähnt-gesägtem oder eingeschnittenem Rand; selten sind auf der Unterseite die drei erhabenen  Blattadern flaumig behaart.
Generative Merkmale
Die Blütezeit liegt im Sommer zwischen Juni und September. In einem im oberen Bereich flaumig behaarten, 10 bis 60 Zentimeter langen, relativ schmalen, aus mehreren traubenähnlichen Teilblütenständen zusammengesetzten, aufrechten, rispigen Gesamtblütenstand stehen zahlreiche Blüten zusammen. Das  Tragblatt ist bei einer Länge von 3 bis 4 Millimeter pfriemlich. Deckblätter fehlen. Der 4 bis 10 Millimeter lange Blütenstiel ist flaumig behaart. Die zwittrigen  Blüten sind radiärsymmetrisch und relativ klein. Die vier  Kelchblätter sind grünlich-weiß. Die meist vier (ein bis acht), mit etwa 3 Millimetern relativ kleinen, weißen  Kronblätter sind länglich, genagelt und fallen sofort nach dem Aufblühen ab.  Nektarien befinden sich an der Basis. In den Blüten sind zahlreiche (55 bis 110) Staubblätter mit weißen, 5 bis 10 Millimeter langen  Staubfäden und weißen Staubbeuteln vorhanden. Es ist nur ein, selten zwei sitzende, mehr oder weniger flaumig behaarte Fruchtknoten vorhanden. Der kurze, dicke Stempel endet in einer 0,5 Millimeter breiten Narbe. Die sitzende, dickwandige Balgfrucht ist bei einer Länge von 5 bis 10 Millimetern eiförmig und seitlich mehr oder weniger abgeflacht; sie enthält zahlreiche Samen. Die braunen, glatten bis mehr oder weniger grob gerippten Samen sind bei einem Durchmesser von etwa 3 Millimetern halbkugelig.

Anbautipps
Man kann die Traubensilberkerze aus Samen anziehen oder durch Stecklinge oder Wurzelteilung vermehren. Die Anzucht aus Samen ist nicht so einfach, weil die Samen Kaltkeimer sind und daher eine ausgeprägte Kältephase brauchen um zu keimen. Man sät die Samen daher im Herbst in feuchte Erde und setzt sie im Winter dem Frost aus. Wenn man Glück hat, keimen die kleinen Pflanzen im Frühjahr. Sobald die etwa handgroß sind, kann man die Pflanzen an einer schattigen Stelle mit feuchtem und humusreichen Boden auspflanzen. Bei Vermehrung durch Stecklinge schneidet man die Stecklinge im Sommer und stellt sie entweder ins Wasser oder in Töpfchen mit feuchter Erde, bis sich Wurzeln bilden. Die Teilung großer Wurzelstöcke zur Vermehrung erfolgt im Frühsommer.

Sammeltipps
Zum Ernten der Wurzel sollte die Pflanze mindestens drei Jahre alt sein. Nach der Fruchtreife im Spätherbst gräbt man die Wurzel aus. Wenn man die Pflanze behalten will, nimmt man nur einen Teil von Wurzel und Wurzelstock und gräbt einen anderen Teil wieder ein, damit die Pflanze im nächsten Jahr wieder neu wachsen kann. Die Wurzeln werden gründlich saubergebürstet und in kleine Stücke geschnitten. Entweder setzt man direkt eine Tinktur mit den frischen Wurzelstücken an oder man trocknet sie an einem warmen, trockenen Platz, beispielsweise im offenen Backofen bei maximal 40°.




WEISSKOHL

Der Weißkohl gilt in unseren Zeiten des Überflusses als Arme-Leute-Essen, aber vor allem die ärmeren Menschen wollen hierzulande möglichst nichts mit Kohl zu tun haben. Dabei ist Kohl nicht nur ein leckeres Gemüse, sondern auch sehr förderlich für die Gesundheit. Einerseits profitieren Stoffwechsel und Verdauungssystem von Kohlmahlzeiten, andererseits kann man ihn auch für Umschläge gegen Wunden einsetzen, denn der Kohl enthält antibiotisch wirkende Substanzen.
Der Weißkohl, auch Weißkraut, Weißkabis, Kappes, Kaps, Kappus, Kabis, Kobis oder Kraut genannt, ist eine Variante des Kopfkohls und ein Gemüse, das vor allem im Herbst und Winter Saison hat. Aus ihm lassen sich deftige Eintöpfe, Krautkuchen, Kohlrouladen oder Salate herstellen. Er zeichnet sich durch seinen hohen Anteil an Vitamin C (46 mg/100 g) und  antibiotisch wirkenden  Senfölglycosiden aus.

Steckbrief
Heilwirkung:
blutreinigend, Hautentzündungen, Langsam heilende Wunden, Geschwüre, Magen- und Zwölffingerdarmgeschwür, neuralgische Beschwerden, Stoffwechsel fördernd, Rheuma,  Gicht, Übergewicht, Verstopfung, Vitamin C Mangel
wissenschaftlicher Name:
Brassica capitata
Pflanzenfamilie:
Kreuzblütler = Brassicaceae
englischer Name:
 White cabbage
volkstümliche Namen:
Kraut, Kopfkohl, Kappes, Krautkopf
Verwendete Pflanzenteile:
Blätter
Inhaltsstoffe: Vitamin C, Vitamin A, Proteine, pflanzliche Fette, Harze, Spurenelemente, Kalium, Kaliumnitrat, Kaliumsulfat, Eisen, Magnesiumoxyd, Schwefel
Sammelzeit:
Herbst

Anwendung
Essen
Die verbreitetste Möglichkeit, den Weißkohl einzusetzen, ist es, ihn zu essen. Am wirksamsten ist der Weißkohl roh, aber dann ist er recht schwer verdaulich und fördert Blähungen. Gegen diese Blähungen helfen Kümmel, Zwiebeln und Knoblauch. Auch als gedünstetes Gemüse oder in einer Kohlsuppe eignet sich der Kohl, um den Stoffwechsel anzuregen.
Sauerkraut
Besonders gut ist der Kohl auch als Sauerkraut, denn dann ist er roh und außerdem milchsauer vergoren, was an sich schon förderlich für die Gesundheit ist. Sauerkraut unterstützt durch die Milchsäurebakterien die Darmtätigkeit. Außerdem enthält Sauerkraut viel Vitamin C und hat dadurch früher im Winter die Menschen vor Skorbut bewahrt, wenn sie regelmäßig Sauerkraut gegessen haben.
Umschlag für schlecht heilende Wunden
Mit frischen Kohlblättern kann man schlecht heilende Wunden behandeln. Je nach Größe braucht man ein bis zwei Blätter, die in sehr gutem Zustand sein sollten. Dann werden nach dem Waschen und Trocknen die dicken Rippen der Blätter entfernt. Anschließend walzt man die Blätter mit einer Kuchenrolle oder Flasche so lange, bis sie weich und mürbe werden. Diese gewalzten Blätter legt man als Umschlag auf die Wunde. Zur Befestigung kann man einen Verband anlegen, der nicht zu straff sein sollte. Zweimal täglich sollte man diesen Umschlag wechseln. Beim Wechseln sollte die Wunde mit handwarmem Kamillentee oder verdünntem Weingeist gereinigt werden.
Saft
Den Kohl kann man auch als frisch gepressten Saft zu sich nehmen. In dieser Form ist er besonders wirksam und wirkt auch heilsam auf Magen- und Zwölffingerdarmgeschwüre. Der Kohlsaft wird als Kur etwa vier Wochen lang getrunken. Täglich sollte man einen halben oder ganzen Liter Kohlsaft in kleinen Schlucken trinken.
Sauerkraut-Saft
Sauerkraut-Saft fördert die Verdauung und den Stoffwechsel. Man bekommt fertigen Sauerkraut-Saft sogar im Handel in Flaschen.
Pharmakologie
Frischer Weißkohlsaft wird in der Volksheilkunde bei Magen- und Zwölffingerdarmgeschwüren eingesetzt. Kenntnisse zur Wirksamkeit sind bisher unzureichend. Ebenso kann Sauerkrautsaft bei Verdauungsbeschwerden angewendet werden. Äußerlich wurden früher gequetschte Kohlblätter zur Heilung von Geschwüren, Wunden und bei Furunkulose aufgelegt. Bei überwiegender Ernährung mit Kohl (wie sie z. B. in Notzeiten üblich war) wurden vermehrt Vergrößerungen der Schilddrüse beobachtet. Verantwortlich hierfür sind die im Weißkohl enthaltenen Glucosinolate, weil deren Spaltprodukte die Jodid-Aufnahme hemmen.

Pflanzenbeschreibung
Viele Weißkohlsorten haben Köpfe, die deutlich größer sind als die des Rotkohls. Früh marktreife Sorten werden in der Regel als Kopfkohl vermarktet. Die später marktreifen und vielfach großvolumigen Sorten werden zu einem Großteil zu Sauerkraut verarbeitet. Zuchtziele sind insbesondere und je nach Verwendungsziel Platzfestigkeit bei gleichzeitiger Kompaktheit, kurzer Innenzapfen, Lagerfähigkeit, Krankheits- und Schädlingsresistenz sowie Eliminierung genetisch bestimmter Defekte wie interner Nekrosen, die „Tabak" genannt werden. Die am meisten angebauten Sorten sind rundköpfig, wodurch sie leichter maschinell zu verarbeiten sind. Im Norden sind auch platte Kopfarten wie Amager zu finden. In Süddeutschland werden auch das aromatische  Spitzkraut und das  Filderkraut gezogen. Die Benetzbarkeit der Blattoberfläche ist gering. Wasser perlt in Tropfen ab, wie es auch bei  Lotosblumen beobachtet werden kann, und nimmt dabei auf der Oberfläche anhaftende Schmutzpartikel mit (Lotuseffekt).
Schon in der Steinzeit wurde die Ursorte des Kohls vermutlich schon gegessen. Diese Urform wächst an den Küsten Europas. Wahrscheinlich weil die Menschen den Kohl gerne gegessen haben, haben sie ihn im Laufe der Jahrtausende zu verschiedenen Formen gezüchtet. Eine dieser Formen ist der Weißkohl, um den es hier geht. Beim Weißkohl wachsen die Blätter nach und nach so dicht zusammen, dass sich ein fester Kopf bildet. Im Frühling keimt der Kohl mit kleinen Blättern, die im Laufe der Monate immer grösser werden. Im Laufe des Spätsommers und Herbstes bildet sich der Kopf, der über ein Kilo schwer werden kann.



BACHBLÜTEN
Man muss immer in Bewegung sein, um nicht zum Nachdenken zu kommen (1 Agrimony)
- Diese Menschen müssen immer in Bewegung bleiben, um nur nicht zum Nachdenken zu kommen
- Mit der dementsprechender Bachblüte ist für diese Menschen ein zur Ruhe kommen und lernen auch einmal nachzudenken

BACHBLÜTEN
Die Dummheit anderer Menschen macht einem zu schaffen (3 Beech)
- Diese Menschen macht die Dummheit ihrer Mitmenschen sehr zu schaffen
- Mit der dementsprechender Bachblüte können sie darüber hinweg sehen


ERNÄHRUNG
Täglich Milch und Milchprodukte (Regel 4)
Milch und Milchprodukte enthalten hochwertiges Eiweiß und sind unsere wichtigsten Quellen zur Sicherstellung der Calciumversorgung. Darüber hinaus liefern sie bedeutende Mengen an Magnesium, Jod und Vitamine. Daher sollte täglich ca. ¼ l Milch getrunken bzw. alternativ Joghurt, Kefir, Topfen, Buttermilch usw. verzehrt werden. Gleiches gilt für Käse. Bis zu drei Scheiben ab Tag werden unter dem Aspekt einer optimalen Calciumversorgung angeraten.


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