Kraft durch Kräuter und Bachblüten

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04.09.2017

täglichen News > Newsletterarchiv > 2017 > September > 04.09.17-10.09.17


KLETTE   

In der Natur fällt die Klette vor allem dadurch auf, dass sich ihre hakeligen Blütenstände beim Spaziergang in die Kleider hängen und sich nur widerstrebend entfernen lassen. Gegen Haarausfall ist Ölauszug aus der Klettenwurzel recht bekannt. Die Klettenwurzel hilft aber auch gegen vielerlei Hauterkrankungen und wirkt blutreinigend.
Die Kletten bilden eine Pflanzengattung in der Unterfamilie der Carduoideae innerhalb der Familie der  Korbblütler. Die etwa 10 bis 14 Arten sind in Eurasien und Nordafrikaweitverbreitet. Einige Arten sind weltweit  Neophyten.

Steckbrief
Haupt-Anwendungen:
Haarausfall, Hautleiden
Heilwirkung:
blutreinigend, entgiftend, harntreibend, schweißtreibend
Anwendungsbereiche: Abszesse, Brandwunden, Diabetes (als Nahrungsmittel), Ekzeme, Gelenkrheuma, Geschwüre, Flechten, Furunkel, Geschwüre, Hautunreinheiten, Kopfschuppen, Lebererkrankungen, Magenbeschwerden, Offene Wunden, Seborrhoe,  Wechseljahresbeschwerden, Wundheilung
wissenschaftlicher Name:
Arctium lappa
Pflanzenfamilie:
Korbblütler = Asteraceae
englischer Name:
 Burdock
volkstümliche Namen:
Bardana, Bolstern, Haarballe, Haarwachswürze, Kinzel, Kirmsen, Kladde, Klebern, Klibe, Klibusch, Klitzebusch, Klusen, Wolfskraut
Verwendete Pflanzenteile:
Wurzeln
Inhaltsstoffe:
Inulin (Lignane), Schleimstoffe, Fettsäuren, Phosphorsäure, Gerbsäure, fettes Öl, ätherisches Öl, antibiotisch wirkende Stoffe
Sammelzeit:
September, Oktober

Anwendung
Die traditionelle Volksheilkunde schreibt der Klette eine harntreibende und blutreinigende Wirkung zu. Auch gegen Gelenkrheuma, Geschwüre, Magenbeschwerden, Haarausfall, Kopfschuppen, unreine Haut,  Gebärmuttersenkungund zur  Wundheilung wurde sie früher empfohlen. Verwendet werden die im Herbst des ersten oder im Frühjahr des zweiten Jahres gesammelten und getrockneten Wurzeln der  Großen Klette wie auch Kleinen Klette und der Filz-Klette. Klettenwurzeln werden, eher selten, im Handel als Bardanae radix angeboten. Inhaltsstoffe sind Lignane, unter anderem Arctiin, Inulin, Schleimstoffe, geringe Mengen an ätherischem Öl, Polyine, Kaffeesäurederivate und Sesquiterpenlactone, es ist das Arctiopicrin welches zu der Untergruppe der Germacranoliden gehört und zu einer Kontaktdermatitis führt. Zur innerlichen Anwendung dient ein Aufguss aus gehackter Klettenwurzel, gelegentlich auch aus frischen oder getrockneten oberirdischen Pflanzenteilen. Äußerlich wird Klettenwurzelöl gegen Seborrhoe und als Haarwuchsmittel angewendet. Von der Anwendung während der Schwangerschaft wird abgeraten.
Die Klettenwurzel kann man als Tee oder Tinktur verwenden. Gerne wird die Klettenwurzel auch als Ölauszug oder Salbe benutzt. Sogar in der Küche kann man Klettenwurzeln als Wildgemüse einsetzen.
Klettenwurzel-Tee
Klettenwurzel-Tee wird als Kaltauszug hergestellt, der nach 5-stündigem Ziehen kurz aufgekocht wird. Für diesen Kaltauszug nimmt man pro Tasse (1/4 l) einen gehäuften Teelöffel Klettenwurzel-Stücke. Die Wurzelstücke werden mit kaltem Wasser übergossen. Dann lässt man den Tee 5 Stunden ziehen. Anschließend wird der Tee bis zum Sieden erhitzt. Der Tee soll eine Minute lang sieden. Dann wird er abgeseiht.
Anwendung des Klettenwurzel-Tees
Von diesem Tee trinkt man 3 mal täglich eine Tasse. Innerlich kann man die Klettenwurzel als Tee zur Blutreinigung und Förderung der Leber-Galletätigkeit anwenden. Man kann den Tee auch äußerlich für Waschungen, Bäder oder Kompressen nutzen. Als Spülung kann man den Klettenwurzel-Tee bei Haarausfall oder Kopfschuppen anwenden. Als Waschung, zum Betupfen oder als Umschlag kann man Klettenwurzel-Tee bei Ekzemen, Geschwüren, Hautunreinheiten und anderen Hauterkrankungen verwenden.
Klettenwurzelöl
Besonders beliebt ist das Klettenwurzelöl, das man zur Einreibung des Haarbodens bei Haarausfall verwenden kann. Wirksam ist diese Anwendung jedoch nur bei Haarausfall, der durch Anregung der Durchblutung des Haarbodens behoben werden kann, beispielsweise Haarausfall nach längeren Krankheiten. Bei dauerhaftem Haarausfall aus hormonellen Gründen, kann man auch von der Klettenwurzel keine Wunder erwarten. Klettenwurzel-Öl wird als Ölauszug zubereitet. Das Klettenwurzel-Öl ist auch im Handel erhältlich, beispielsweise in Apotheken.
Klettenwurzel-Salbe
Eine Salbe aus dem Klettenwurzel-Öl hilft gegen verschiedenste Hauterkrankungen. Statt Salbe kann man für Hautprobleme auch den frisch ausgepressten Saft verwenden.
Klettenwurzel-Tinktur
Mit einer Klettenwurzel-Tinktur kann man die Heilkraft der Klettenwurzel haltbar machen, damit man sie bei Bedarf zur Verfügung hat. Außer der Wurzel kann man für die Tinktur auch die Blätter der Klettenpflanze verwenden. Wurzel und Blätter werden zerkleinert und ausgedrückt. Dann werden sie in ein Schraubdeckelglas gefüllt. Mit Weingeist oder Doppelkorn werden die Klettenbestandteile übergossen, bis sie bedeckt sind. Dann lässt man sie 2 bis 4 Wochen lang an einer warmen Stelle stehen und ziehen. Anschließend wird die Tinktur abgeseiht. Innerlich kann man von der Tinktur 3 mal täglich 5 Tropfen mit Wasser verdünnt einnehmen. Für die äußerliche Anwendung kann man die Tinktur mit Wasser verdünnen und dann ähnlich anwenden wie den Tee.
Klette in der Küche
Klettenwurzeln, -Blätter und Klettenstängel kann man als Wildgemüse in der Küche nutzen.
Klettenwurzel-Kaffee
Aus Klettenwurzel-Stücken kann man einen Kaffeeersatz herstellen. Dazu röstet man die Klettenwurzelstücke in einer fettfreien Pfanne. Dann werden die gerösteten Wurzelstücke gemahlen. Anschließend kann man das Pulver wie normalen Kaffee aufgießen.
Wurzeln als Wildgemüse
Um Kletten-Wurzel als Gemüse zuzubereiten, sollte man sie zuerst schälen. Dann kann man sie kochen wie Karotten oder Schwarzwurzeln und entsprechend servieren. Geschmacklich erinnern sie ein wenig an Artischocken.
Klettenblätter als Spinat-Ersatz
Junge Klettenblätter kann man wie Spinat kochen und servieren.
Klettenstengel als Gemüse
Junge Stängel der Klette kann man kochen und als Gemüse servieren. Dazu werden sie zunächst weichgekocht und anschließend in Stücke geschnitten. Man kann sie wahlweise als Salat zubereiten oder als Gemüse.

Magische Anwendung
Die Klette wurde früher auch magisch verwendet. Ausgestreut oder als Räucherungen, teilweise gemischt mit anderen magischen Kräutern wurde Klettenblätter und Wurzeln als Schutzzauber genutzt. Dazu werden die Klettenwurzeln bei abnehmendem Mond ausgegraben. In Stücke geschnittene Klettenwurzel kann man auch auffädeln und als schützende Kette tragen.

Pflanzenbeschreibung
Arctium-Arten sind immer hapaxanthe Pflanzen: zwei- oder  mehrjährige, krautige Pflanzen, die Wuchshöhen von 50 bis 300 Zentimetern erreichen. Die aufrechten Stängel sind meist verzweigt. Die gestielten  Laubblätter haben einen glatten oder gezähnten Blattrand und sind meist behaart. In den fast kugeligen, körbchenförmigen Blütenständen sind nur (fünf bis) 20 bis 40 (oder mehr) zwittrige Röhrenblüten vorhanden. In den Röhrenblüten sind fünf rosa-farbene bis violette Kronblätter zu einer Blütenkrone verwachsen. Die  Achänen besitzen einen weißen  Pappus.
Die zweijährige Klette wächst gerne an Wegen, Waldrändern und Rainen. Auch brachliegende Äcker, Schuttplätze und Dorfwiesen mag die Klette, um sich zu entfalten. Im ersten Jahr wachsen der Klette große Blätter in Bodennähe. Diese Blätter sind gestielt und haben etwa herzförmige Form. Erst im zweiten Jahr wächst der Klette ein Stängel mit mehreren verzweigten Ästen bis zu 1,20m hoch. An diesem Stängel wachsen Blätter, die nach oben hin immer kleiner werden. Die roten bis violetten Blüten wachsen doldentraubig an den Enden der Zweige. Sie sind rund und erinnern an Distelblüten. Das Besondere der Blüten sind die vielen Hüllblättchen, die wie Stacheln sind und eine hakig umgebogene Spitze haben. Mit diesen Stacheln verhaken sich die Kletten an Kleidern und am Fell von Tieren, um von den unfreiwilligen Transporteuren zur Verbreitung der Pflanze genutzt zu werden. Die Wurzeln der Klette sind lang und spindelförmig. Außen sind sie graubraun und innen weiß.

Sammeltipps
Die Wurzel der Klette wird im Herbst des ersten Wachstumsjahres gesammelt.
Im ersten Jahr ist die Klette nicht so leicht zu erkennen wie später, denn dann ist sie noch klein. Aber im zweiten und späteren Jahren, wenn die Klettenpflanze hoch wächst und Blüten bekommt, wird die Wurzel ausgelaugt und verliert an Kraft. Die Wurzel wird ausgegraben. Am besten lässt man ein Teil der Wurzel im Boden, dann kann die Klettenpflanze wieder neu wachsen. Die gesammelte Wurzel wird abgebürstet und eventuell ganz kurz mit kaltem Wasser abgespült. Dann wird sie klein geschnitten und an einem warmen, luftigen Ort oder bei niedriger Hitze im Backofen getrocknet.




BERBERITZE


Die Berberitze ist ein Strauch, den man in lichten Wäldern und in Gebirgen häufig antreffen kann. Im Frühling leuchten gelbe Blüten aus den Blattachseln, im Spätsommer sind es längliche, rote Früchte, die vor allem durch ihre ungewöhnliche Form auffallen. Die Früchte der Berberitze haben völlig andere Heilwirkungen als die Rinde der Wurzel. Man könnte fast meinen, dass es sich um zwei unterschiedliche Heilpflanzen handelt. Die Wurzelrinde stärkt die Galle und die anderen Verdauungsorgane, die säuerlichen Früchte spenden Vitamine und werden gerne für Marmeladen verwendet.
Die Gewöhnliche Berberitze auch Sauerdorn, Essigbeere oder Echte Berberitze genannt, ist ein  Strauch aus der Familie der Berberitzengewächse. Die Gewöhnliche Berberitze ist in Europa und Asien verbreitet. Der deutsche Name stammt von  mittellat. berbaris, aus  arab.
barbarīs. Die Art ist der bekannteste Vertreter der Gattung der Berberitzen.

Steckbrief
Heilwirkung:
Früchte: antibakteriell, schleimlösend, schweißtreibend, tonisierend, Atmungsanregend, Kräftigungsmittel, Nach Infektionskrankheiten, Zahnfleischentzündungen, Wurzelrinde: adstringierend, antibakteriell, harntreibend, Appetitlosigkeit, Blähungen, Verstopfung, Gelbsucht, Leberstauung, Gallen anregend, Gallengrieß, Gallenblasenentzündung, Kreislauffördernd, Beruhigung der Pulsfrequenz, Bluthochdruck, Blutgefäß erweiternd, Wassersucht (Ödeme), Menstruationsbeschwerden, Hautjucken
wissenschaftlicher Name:
Berberis vulgaris
Pflanzenfamilie:
Berberitzengewächse = Berberidaceae
englischer Name:
Barberry
volkstümlicher Name:
Sauerdorn, Bubenlaub, Dreidorn, Essigscharl, Geißen-laub, Hasenbrot, Kuckucksbrot, Reselbeere, Spießdorn, Spitzbeeri, Weinscharln, Weinzäpferln, Zizerlstrauch
Verwendete Pflanzenteile:
Früchte und Wurzelrinde
Inhaltsstoffe:
Früchte: Vitamin C, Capsanthin, Gerbsäure, Hyperosid, Wurzelrinde: Alkaloide, Berberin, Gerbsäure, Jatrorrhizin
Sammelzeit:
August bis November

Anwendung
Die roten Früchte der Berberitze sind weitgehend frei von  Berberin und Berbamin und daher essbar. Sie sind sehr vitaminreich und schmecken säuerlich. Traditionell werden sie in Europa zur Konfitürenbereitung genutzt. Getrocknet werden sie wie Rosinen z. B. in Müsli gegessen. Die Beeren der Berberitze werden in  orientalischen Ländern, vor allem im  Iran zum Kochen verwendet. Dort werden sie vor allem zum süß-sauren Würzen von Reis, aber auch von Fisch und Braten verwendet. Allein in der Region Chorasan, dem Zentrum des Anbaugebietes im Nordosten des Iran, werden pro Jahr etwa 4500 Tonnen Früchte geerntet. Die kernlose  Sorte ‘Asperma’ wird in dieser Provinz seit etwa 200 Jahren kultiviert. Es sind aber vermutlich alte Gewöhnliche Berberitzen, deren Früchte – wie  Clusius beobachtet hatte – mit zunehmendem Alter kernlos werden. Rinde und Wurzel wurden früher zum Gelb färben von Textilien, Leder und Holz benutzt. Das harte Holz wird für Einlege- und Drechselarbeiten verwendet. In der Volksheilkunde wird die Berberitzenwurzel unter anderem bei Leberfunktionsstörungen, Gallenleiden, Gelbsucht und Verdauungsstörungen angewandt. Das Isochinolinalkaloid  Berberin, das nach Berberis vulgaris benannt wurde, ist für die gelbliche Färbung der Berberitzenwurzel als auch für einige der Hauptwirkungen der Droge verantwortlich. Berberin stellt einen aussichtsreichen Stoff für die Arzneimittelforschung dar, etwa durch seine beobachtete lipid- und blutzuckersenkende Wirkung. In einer Beigabe von bis zu 20% Berberitzenwurzelrinde zu Leber- oder Gallen-Tees wirkt Berberitzenwurzelrinde akuten Bauchspeicheldrüsenentzündungen entgegen. Die Berberitze ist auch als Zierpflanze verbreitet.
Die Früchte und die Wurzelrinde der Berberitze sind wie zwei verschiedene Heilpflanzen, denn sie haben ganz unterschiedliche Wirkungen.
Wurzelrinde
Die Wurzelrinde enthält unter anderem Berberin, ein Alkaloid. Das Berberin regt die Gallentätigkeit an und fördert die Verdauung. Man kann die Wurzelrinde also gegen Verdauungsschwäche und Probleme des Leber-Galle-Systems einsetzen. Außerdem erweitert die Wurzelrinde der Berberitze die Blutgefäße, was eine Senkung des Blutdrucks zur Folge hat. Die Nierentätigkeit wird auch angeregt, aber bei Nierenentzündungen sollte die Berberitze nicht angewandt werden, weil dies die Niere zu sehr reizen würde.
Wurzelrinden-Tee
Den Tee aus der Wurzelrinde der Berberitze stellt man als Aufkochung her. Dazu wird ein halber bis ein ganzer Teelöffel der getrockneten Wurzelrinde kurz aufgekocht und dann fünf Minuten ziehen gelassen. Anschließend abseihen und in kleinen Schlucken trinken. Von diesem Tee sollte man täglich ein bis zwei Tassen trinken.
Wurzelrinden-Tinktur
Aus der Wurzelrinde kann man auch eine Tinkturherstellen. Diese Tinktur kann man für die gleichen Einsatzgebiete einnehmen wie den Tee der Wurzelrinde. Man kann sie außerdem gegen Fieber und Hexenschuss versuchen.
Früchte
Die reifen Früchte der Berberitze enthalten keine Alkaloide. Stattdessen enthalten sie für Früchte typische Stoffe wie Fruchtsäuren und Vitamin C. Man kann die Früchte trocknen und in der kalten Jahreszeit als Vitaminspender einsetzen. Oder man bereitet sie als Marmelade oder Mus zu, um sie löffelweise zu genießen. Auch ein Sirup aus den Berberitzen-Früchten ist möglich. Außer bei Vitaminmangelerscheinungen wie Frühjahsmüdigkeit oder Zahnfleischbluten kann man Zubereitungen aus den Berberitzenfrüchten auch gegen Erkältungen anwenden. Den frischen Saft der Berberitzen kann man auf das Zahnfleisch pinseln, um das Zahnfleisch zu stärken und Zahnfleischblutungen zu stoppen.
Küche
In vielen Ländern sind die Früchte der Berberitze beliebte Zutaten in der Küche. In Europa werden vorwiegend Marmeladen mit der Berberitze gekocht. Im Orient wird aber auch Reis zusammen mit Berberitzen gekocht oder auch Fisch und Fleisch-Gerichte. Die Berberitzen-Früchte verleihen diesen Speisen ein säuerliches Aroma.

Pflanzenbeschreibung
Es handelt sich um einen sommergrünen, mit Blattdornen bewehrten  Strauch, der Wuchshöhen von 1 bis 3 Metern erreicht. Die Zweige weisen ein- bis siebenteilige Dornen (umgewandelte Blätter der Langtriebe) auf, aus deren Achseln Laubblätter an Kurztrieben entspringen. An der Sprossbasis werden drei- und mehrteilige, an der Sprossspitze nur einteilige Dornblätter ausgebildet. An Schösslingen lässt sich anhand von Übergangsblättern die Entstehung der Dornblätter aus normalen Laubblättern verfolgen. Die Rinde ist äußerlich gelb-braun bis grau, innerlich leuchtend gelb. Die Blüten sind gelbe, halbkugelig-glockige  nektarführende Scheibenblumen. Sie finden sich in bis zu dreißigblütigen hängenden traubigen Blütenständen, die sich als Langtriebe endständig an Kurztrieben befinden. Die Blüten besitzen sechs gelbe, kelchartige Perigonblätter, sechs ebenfalls gelbe, kronblattartige Nektarblätter mit basalen Nektardrüsen und, vor diesen stehend, sechs  Staubblätter mit klappig aufspringenden Staubbeuteln. Die  Staubfäden sind im unteren Teil der Innenseite druckempfindlich. Es liegt ein Turgormechanismus mit einer Alles- oder Nichts-Reaktion vor: Ab einem bestimmten Druck erfolgt in 1⁄10 Sekunde eine schlagartige Bewegung der Staubblätter zum Griffel hin. Dadurch wird der klebrige Pollen auf die bestäubenden Insekten gedrückt. Vor dem Abblühen erfolgt auch spontane  Selbstbestäubung. Der intensive  spermatische Geruch der Blüten wird von manchen als unangenehm empfunden. Die Blütezeit reicht von Mai bis Juni. Die Früchte sind scharlachrote, bis zu einen Zentimeter lange  Beeren. Diese sind genießbar, aber durch den Gehalt an sechs Prozent Äpfelsäure und anderen Fruchtsäuren sehr sauer. Die ab August roten Früchte sind z. T. Wintersteher, es findet Verdauungsverbreitung der Samen durch Vögel statt. In den Früchten werden ein oder zwei Samen ausgebildet, selten befinden sich mehr als zwei Samen in einer Frucht.
Die Berberitze ist ein Strauch, der vermutlich ursprünglich aus Nordafrika kommt. Den Namen "Berberitze" beziehungsweise "Berberis" bekam sie vermutlich von den Römern nach ihrer Heimat, dem Gebiet der Berber. Inzwischen wächst die Berberitze auch in Mitteleuropa. Bis nach Asien hat sie sich ausgebreitet. Der bis zu drei Meter hohe Strauch hat in der Jugend rutenförmige rötliche Zweige. Später verholzen sie und werden grau. Die Blätter verwandeln sich teilweise zu Dornen. Die normalen Blätter sind eiförmig und relativ klein. Am Rand sind sie leicht gezähnt. Im Mai und Juni blüht die Berberitze mit leuchtend gelben Blüten, die aus den Blattachseln hängen. Aus den Blüten entwickeln sich bis Ende August und September rote, längliche Beeren. Durch die walzenartige Form der Beeren ist die Berberitze relativ leicht von anderen Beeren zu unterscheiden. An den Unterseiten der Blätter wachsen häufig die Wintersporen des Getreiderostes. Die Berberitze ist also ein Zwischenwirt dieses Getreide-Pilzschädlings. Daher wurde die Berberitze aus der Nähe von Getreidefelder verbannt. Sie ist jedoch eine gute lebende Hecke um Viehweiden, denn die Tiere meiden die stachelige Pflanze. In alpinen Gebieten oder lichten Wäldern kommt die Berberitze auch häufig vor.



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 unzuverlässig


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