Kraft durch Kräuter und Bachblüten

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04.07.2019

täglichen News > Newsletterarchiv > Juli > 01.07.19-07.07.19


JAKOBS-GREISKRAUT
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Das Jakobs-Greiskraut ist eine schöne gelb blühende aber giftige Pflanze, die mittlerweile bei Pferdebesitzern gefürchtet ist. Man findet das Jakobs-Greiskraut an sonnigen Wegrändern und Wiesen in ganz Europa. In einigen Ländern vermehrt sich diese Pflanze so stark, dass sie bekämpft wird. Als Heilpflanze wird sie gegen viele Formen von Schmerzen eingesetzt, selbst zur Krebsbehandlung wird sie zur Zeit überprüft. Leider riskiert man mit der innerlichen Anwendung langfristig Leberschäden.
Das Jakobs-Greiskraut, auch Jakob-Greiskraut und Jakobs-Kreuzkraut sowie Jakobskraut genannt, ist eine Pflanzenart aus der Gattung  Senecio innerhalb der Familie der Korbblütler. Der Artname bezieht sich auf den Blühtermin um Jacobi (25. Juli) – eigentlich beginnt die Blühzeit jedoch schon Anfang Juni mit schütteren Blütenständen. Die Blütenstände werden aber tatsächlich erst im Hochsommer voll ausgebildet.

Steckbrief
Haupt-Anwendungen:
Entzündungen, Gelenkschmerzen
Heilwirkung:
entzündungshemmend, gewebestärkend, schmerzstillend
Anwendungsbereiche:
Volksheilkunde: Amenorrhoe, Arthritis, Bienenstiche, Dysmenorrhoe, Entzündungen, Gicht, Harndrang, Hautkrankheiten, Ischias, Krebs, Neuralgien, Rheuma, Homöopathie: Grauer Star, Bindehautentzündung, Sehschwäche,
wissenschaftlicher Name:
Senecio jacobaea L., Jacobaea vulgaris
Pflanzenfamilie:
Korbblütengewächse = Asteraceae
englischer Name:
Cushag, Ragwort
volkstümlicher Name:
Großes Kreuzkraut, Jakobs-Greiskraut, Jakobs-Kreuzkraut, Jakobskreuzkraut, Spinnenkraut
Verwendete Pflanzenteile:
oberirdisches blühendes Kraut
Inhaltsstoffe:
ätherische Öle, Erucifolin, Flavanoide, Germacren D, Jacobin, Pyrrolizidinalkaloide, Senecionin
Sammelzeit:
Juli-August
Nebenwirkungen:
Leberschäden
Kontraindikation:
Schwangerschaft, Leberkrankheiten, Leberschäden

Anwendung
Das Jakobs-Greiskraut sollte nicht über einen längeren Zeitraum oder größeren Mengen eingesetzt werden, da Leberschäden möglich sind. Auch in den getrockneten Pflanzenteilen bleiben die Gifte erhalten, man sollte auf die innerliche Anwendung aus Sicherheitsgründen verzichten.
Tee
1-2 Teelöffel getrockneten Krauts mit 250 ml kochendem Wasser übergießen, 15 Minuten ziehen lassen und abseihen. (Vorsicht langfristig Leberschäden möglich.)
Umschlag
Ein Umschlag mit dem Tee oder frischen gequetschten Blättern soll gegen Gelenkschmerzen, Ischias, Neuralgien, Hautentzündungen und Hautkrankheiten helfen.
Saft
Der frische Saft des Jakobs-Greiskrauts auf einen Bienenstich geträufelt lindert Schmerz und Schwellung.
Homöopathie
Das frische Kraut wird zur Herstellung der Urtinktur genutzt. Niedrige Potenzen gegen einige Augenkrankheiten.

Geschichtliches
Der Name kommt von der Blütezeit um Jakobi, allerdings blüht die Pflanze schon früher. In der Antike wurde die Pflanze in Liebestränken genutzt. Im Mittelalter wurde sie gegen Verzauberungen als Amulett umgehängt. Hexen wurde nachgesagt, dass diese Jakobs-Greiskraut-Pflanzen bündelten, um fliegen zu können. Zeitweise wurden Blätter und Blüten für grüne und gelbe Farbstoffe genutzt. In einigen Ländern (Großbritannien) ist das Jakobs-Greiskraut meldepflichtig und sollte entfernt werden. Heute wird die Pflanze in einigen Naturgärten gehalten um als Raupenfutter für bestimmte Schmetterlinge zu dienen. Diese Schmetterlinge werden in einigen Ländern (Neuseeland) zur Bekämpfung des Jakobs-Greiskrauts eingesetzt. Einige Inhaltsstoffe, die das Zellwachstum hemmen, werden zur Krebsbekämpfung untersucht.

Pflanzenbeschreibung
Das Jakobs-Greiskraut ist in Eurasien heimisch. Es wächst bevorzugt an sonnigen Wegrändern, Hängen und Wiesen. Die zweijährige/mehrjährige Pflanze wird zwischen 30 und 100 Zentimeter hoch. Im Frühjahr treibt die Wurzel zunächst Blätter aus. In Bodennähe wächst dann eine Blattrosette. Die Blätter sind fiederspaltig.
Die gelben Blüten erscheinen zwischen Juni und August. Die Blütenköpfe haben einen Durchmesser von 15 - 25 mm. Aus den Blüten entwickeln sich bis in den Spätherbst die Samen.
Vegetative Merkmale
Senecio jacobaea ist eine meist zweijährige, manchmal auch länger ausdauerndekrautige Pflanze und erreicht Wuchshöhen von 30 bis 100 Zentimetern. Im ersten Jahr wird eine grundständige  Blattrosette aus etwa 20 Zentimeter langen Laubblättern gebildet. Eine oft dunkelrot überlaufene, aufrechte  Sprossachse (Stängel) mit Blütenständen entwickelt sich erst im zweiten Jahr. Bei den leierförmig fiederteiligen  Laubblättern sind die unregelmäßigen und stumpf gezähnten Abschnitte zum Ende hin verbreitert; an ihrer Basis weisen sie Öhrchen auf.
Generative Merkmale
Im oberen Pflanzenteil befinden sich in einem weit verzweigten, schirmrispigen Gesamtblütenstand die zahlreichen gelben körbchenförmigen Teilblütenstände. Die Blütenkörbchen haben einen Durchmesser von etwa 15 bis 25 Millimetern. Die Blütenkörbchen besitzen eine Hülle aus 13 Hüllblättern sowie anliegenden (oder nur ein bis zwei abstehenden) Außenhüllblättern. Die Spitzen der Hüllblätter sind meistens schwarz gefärbt. Die gelben Zungenblüten sind meist gut ausgebildet, können aber auch fehlen; ihre Anzahl liegt gewöhnlich zwischen 12 und 15 je Blütenkörbchen. Die Achänen sind von einem  Pappus gekrönt.

Anbautipps
Das Jakobs-Greiskraut sollte nicht für Pferde oder Rinder zugänglich sein. Zwar wird die frische bittere Pflanze nicht gefressen, allerdings die wenig bittere angetrocknete Pflanze. Durchfall und Koliken mit Tod können die Folge sein. Den Samen an Ort und Stelle aussäen, die Aussaat ist jederzeit möglich. Der Standort sollte sonnig und nicht zu feucht sein. Die Pflanze vermehrt sich über den Samen in den Folgejahren von selbst. Die Pflanze braucht keine Pflege.

Sammeltipps
Das blühende oberirdische Kraut ernten und gebündelt an einem luftigen und schattigen Ort trocknen. Das getrocknete Kraut in klein Stücke schneiden und in luftigen Behältern (Stoffsäckchen) aufbewahren.




KARDOBENEDIKTE

Das Benediktenkraut ist eine Pflanzenart aus der Gattung Flockenblumen in der Unterfamilie der  Carduoideae innerhalb der  Familie der  Korbblütler. Sie wird als  Heilpflanze verwendet.

Steckbrief
Heilwirkung:
Magensäuremangel, Leberschwäche, Darmschwäche, Gallenschwäche, Bauchspeicheldrüsenschwäche, Verdauungsschwäche
wissenschaftlicher Name: Cnicus benedictus
Pflanzenfamilie:
Korbblütler = Asteraceae
volkstümlicher Name:
Benediktenkraut
Verwendete Pflanzenteile:
Kraut
Sammelzeit:
Juli bis September

Verwendung

Typisch ist der bittere Geschmack der Pflanzenteile. Medizinisch verwendet werden die Blätter und die blühenden Enden der Stängel. Die bedeutendste Inhaltsstoffgruppe stellen die Bitterstoffe mit den Hauptbestandteilen Artemissiifolin, Cnicin und Salonitenolid. Dabei enthält die Droge etwa 0,2% Cnicin. Weitere Inhaltsstoffe sind ätherische Öle mit Terpenen (Citral, Cymen, Fenchon), Flavonoide und Triterpene. Das essentielle Öl des Benediktenkraut, die im Mittelalter bei eitrigen Hautgeschwüren angewendet wurde, wirkt laut Weiß vor allem gegen Staphylokokken bakteriostatisch.

Beschreibung
Vegetative Merkmale
Das Benediktenkraut wächst als distelähnliche, einjährige, krautige Pflanze und erreicht Wuchshöhen von bis zu 60 Zentimetern. Die Laubblätter sind bis zu 30 Zentimeter lang und 8 Zentimeter breit mit kleinen Stacheln am Blattrand.
Generative Merkmale
Der  körbchenförmige Blütenstand hat einen Durchmesser von 3 bis 4 Zentimetern und enthält viele gelbe  Röhrenblüten, die von vielen stachligen  Hüllblättern umgeben sind. Die Blütezeit liegt in Mitteleuropa im Juni.



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ERNÄHRUNG
Einteilung von Eiweiß
Eiweiß bezeichnet man auch als Protein
Eiweißlieferanten
Pflanzlich: Hülsenfrüchte, Getreide/-produkte, Nüsse, Kartoffeln, Samen. Pflanzliche Eiweißträger enthalten auch pflanzliche Fette (meist nur Spuren), Ballaststoffe, Vitamine, Mineralstoffe
Tierisch: Fleisch/-produkte, Gefügen, Fisch, Innereien, Ei, Milch/-produkte. Tierische Eiweißlieferanten enthalten auch tierische Fette, Cholesterin, Purine, Mineralstoffe, Vitamine


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