Kraft durch Kräuter und Bachblüten

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04.07.2018

täglichen News > Newsletterarchiv > 2018 > Juli > 02.07.18-08.07.18


RAINFARN
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Im Spätsommer fällt der Rainfarn mit seinen dunkelgelben, knopfartigen Blüten auf. An Wegrändern ist er häufig die letzte Blütenzierde des Sommerhalbjahrs. Der Duft des Rainfarns ist kräftig würzig, aber an ihm scheiden sich die Geister, denn manche Menschen riechen ihn gern und andere meiden diesen Geruch. Da manche Rainfarne giftig sind, wird er heutzutage kaum noch als Heilpflanze verwendet. Früher war er ein beliebtes Wurmmittel und wurde auch zur Stärkung der Verdauung eingesetzt.
Der Rainfarn, auch Wurmkraut genannt, ist eine in Mitteleuropa häufige Pflanzenart aus der Familie der Korbblütler, deren Blütenkörbchen randliche Zungenblüten auffälligerweise fehlen.

Steckbrief
Heilwirkung: Achtung! Aufgrund der möglichen Giftigkeit nur verdünnt, in Fertigpräparaten oder äußerlich anwenden! anregend, harntreibend, krampflösend, tonisierend, Appetitlosigkeit, Verdauungsstörungen, Blähungen, Verdauungsfördernd, Magenkrämpfe, Eingeweidewürmer, Hämorrhoiden, Rheuma, Gicht, Menstruationsfördernd, Quetschungen, Verstauchung, Rheuma (äußerlich), Krampfadern, Furunkel, Hautreizungen, Insekten abwehrend
wissenschaftlicher Name: Tanacetum vulgare, Chrysanthemum vulgare
englischer Name: Tansy
andere Namen: Gülden Knöpfle, Michelkraut, Rehfarn, Revierblume, Tannkraut, Westenknöpf, Wurmkraut, Wurmsamen
falsche Schreibweisen: Reinfarn
Verwendete Pflanzenteile: Blüten, Kraut
Inhaltsstoffe: Pyrethrin, Thujon, Bitterstoff, Gerbstoff, Kampfer, Bittere Glykoside, Phytosterole, Parthenolid
Sammelzeit: Juli und August

Anwendung
Achtung!
Da der Rainfarn manchmal giftig ist, sollte man ihn besser nicht oder nur in geringer Dosis innerlich einsetzen. Vom Rainfarn gibt es offenbar verschiedene Unterarten, von denen einige stark giftig sind. Sogar Todesfälle sind bekannt geworden. Es ist also Glücksache, ob man an einen ungiftigen oder einen giftigen Rainfarn gerät. Daher ist Vorsicht angeraten. Auch die Haut kann gereizt und allergisch auf den Rainfarn reagieren.
Früher: Wurmmittel
Früher wurde der Rainfarn vor allem als Mittel gegen Würmer verwendet. Er treibt angeblich Madenwürmer und Spulwürmer aus. Da es heutzutage aber zuverlässigere und vor allem ungefährlichere Mittel gegen Würmer gibt, sollte man den Rainfarn nicht für diesen Zweck einsetzen.
Äußerlich
Äußerlich kann man den Rainfarn gegen stumpfe Verletzungen, wie Verzerrungen oder Quetschungen anwenden. Auch gegen Gelenkschmerzen soll der Rainfarn helfen. Dazu wendet man die Blüten oder das blühende Kraut des Rainfarns als Breiumschlag an.
Lausbekämpfung
Früher wurden lausbefallene Haare mehrmals mit einen Tee aus dem Rainfarn gewaschen, um die Läuse zu töten. Man kann wohl nicht davon ausgehen, dass diese Behandlungsform die Läuse zuverlässig bekämpft, obwohl der Rainfarn bestimmt eine gewisse Wirkung gegen Läuse und Flöhe hat. Bei Lausbefall reicht eine gewisse Wirkung jedoch nicht aus, denn man braucht eine zuverlässige und absolute Wirkung. Daher sollte man bei Lausbefall die vom Arzt verschriebenen Mittel verwenden.
Insektenabwehr
Insekten mögen offenbar den Geruch des Rainfarn nicht und halten sich daher von ihm fern. Man kann getrocknete Blätter und Blüten des Rainfarns ausstreuen, um Insekten zu vertreiben.
Verwendung als Duftpflanze
Die stark duftenden Blätter sowie die Blüten des Rainfarns, die insektenabweisende Wirkstoffe enthalten, wurden früher ausgestreut, um Ungeziefer fernzuhalten. Im kolonialen Nordamerika wurde Rainfarn in Särge gelegt und Leichentücher wurden mit Rainfarnextrakt getränkt. Rainfarn wurde auch angepflanzt, um den Kartoffelkäfer zu vertreiben. Nach einer Studie wurde dadurch der Kartoffelkäferbfall um 60–100 % reduziert. Getrockneter Rainfarn wird in der Imkerei als Rauchmittel verwendet.
Verwendung in der Pflanzenheilkunde
In den antiken Schriften ist der Rainfarn nicht zu finden. Die erste schriftliche Überlieferung findet sich im Capitulare Karls des Großen. Rainfarn wurde früher bei Wurmerkrankungen eingesetzt, allerdings rufen größere Mengen als 1 bis 3 Gramm Rainfarn Vergiftungserscheinungen hervor, so dass man heute im Falle von Wurmerkrankungen auf andere, wirkungsvollere und harmlosere Mittel zurückgreift. Verbreitet war auch seine Verwendung gegen Ungeziefer. Eine Waschung sollte Flöhe und Kopfläuse vertreiben. In der Tierheilkunde wird der Tee Kälbern und Kühen bei Durchfall verabreicht. Als Breiumschlag soll Rainfarn bei Quetschungen, Rheuma und Krampfadern helfen. Das Laub kann Hautreizungen verursachen. Rainfarnöl ist ein starkes Gift, dessen innere Anwendungen nicht unbedenklich sind, weil sie zu Allergien und Vergiftungen führen können. Eine neuere Studie zeigt, dass Extrakte aus dem Rainfarn in der Lage sind in vitro Herpesviren zu hemmen.
Rainfarn als Färbepflanze
Der Rainfarn wird auch als Färbepflanze verwendet. Die Blütenköpfe des Rainfarns ergeben zusammen mit dem Beizmittel Alaun einen dunkelgelben Farbton. Für die Beize werden 12 bis 20 g Alaun auf 100 g Wolle genommen. Dunkelgrün wird die Färbung mit einer Alaunvorbeize, Eisensulfatnachbeize und Ammoniakentwicklungsbad. Man braucht etwa 400 g frische Blüten für 100 g Wolle.

Pflanzenbeschreibung
Der Rainfarn ist eine stark wuchernde, ausdauernde krautige Pflanze. Er erreicht eine Höhe von 60-130 cm. Er bildet ein Rhizom. Die wechselständigen, dunkelgrünen, länglichen, gefiederten Laubblätter duften stark. Die unteren Laubblätter sind gestielt, die oberen sitzend. Die ganze Pflanze enthält stark riechende ätherische Öle und Bitterstoffe, die die Einstellung zum Rainfarn zur Geschmackssache machen: Manche Menschen mögen dessen Geruch, andere fühlen sich davon abgestoßen. Er trägt von Juni bis September in doldenrispigen Gesamtblütenständen leuchtendgelbe, körbchenförmige Teilblütenstände. Insgesamt sehen die Blütenkörbchen wie Gülden Knöpfle oder Westenknöpfe aus (so lauten volkstümliche Namen); Kinder verwenden sie als Spielgeld. Die glatten Hüllblätter sind 4mm lang und 2mm breit. Es sind keine Spreublätter vorhanden. Die Blütenkörbchen weisen einen Durchmesser von 1cm, eine Höhe von 5 bis 6 mm auf und enthalten etwa 100 zwittrige Röhrenblüten. Die gelben Röhrenblüten sind bis zu 2,3mm lang. Zungenblüten fehlen. Die glatten, fünfrippigen, etwa 1 mm langen Achänen besitzen meist keinen Pappus oder höchstens einen krönchenförmigen Saum.
Der Rainfarn ist in Europa heimisch. Er wächst bevorzugt an Wegrändern, Wiesen, Waldrändern, Schuttplätzen und lichten Gebüschen. Häufig kommt er zusammen mit Beifuß vor, denn beide lieben ähnliche Bedingungen. Der mehrjährige Rainfarn wird bis zu 1,50 Meter hoch, meistens ist er jedoch zwischen 50 Zentimetern und einem Meter groß. Aus dem Wurzelstock sprießen im Frühjahr meist mehrere Stängel. Diese Stängel verzweigen sich im Allgemeinen erst im oberen Bereich. Die Blätter stehen wechselständig am Stängel. Sie sind einfach- bis doppelt fiederschnittig und am Rand gezähnt. Die Blattwedel erinnern ein wenig an die Blätter vom Wurmfarn, was bestimmt ein Grund für den Namen des Rainfarns ist. Zwischen Juni und September blüht der Rainfarn. Seine gelben Blüten wachsen in Rispen in Doldenform. Sie sehen aus wie kleine, gelbe Knöpfe, denn sie bestehen ausschließlich aus Röhrenblüten. Die strahlenartigen Zungenblüten fehlen dem Rainfarn. Der Rainfarn hat einen kräftigen Geruch, den manche Menschen mögen und andere als abstoßend empfinden.



SCHISANDRA

Die Schisandrabeere ist eine chinesische Heilpflanze, die schon seit Jahrtausenden in China gegen zahlreiche Gesundheitsbeschwerden angewendet wird. Die kleinen "Beeren der fünf Geschmäcker" (Wu Wei Zi) schmecken tatsächlich sehr ungewöhnlich. Sie sollen kräftigen, das Gedächtnis, die Sehfähigkeit und das Gehör stärken und nicht zuletzt auch die Libido von Mann und Frau. Ihre leberstärkende Wirkung ist sogar in medizinischen Studien nachgewiesen worden. Insgesamt gelten Schisandrabeeren als Jungbrunnen, mit deren Hilfe man ohne Alterserscheinungen sehr alt werden kann.
Das Chinesische Spaltkörbchen, auch Chinesische Beerentraube oder Chinesischer Limonenbaum  genannt, ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Spaltkörbchen oder Beerentrauben in der Familie der Sternanisgewächse. Es ist eine aus China stammende Heilpflanze. Ihre früheste Erwähnung geht auf die Han-Dynastie zurück.

Steckbrief
Haupt-Anwendungen:
Alterserscheinungen, Leberschwäche, Schwäche
Heilwirkung:
adaptogen, aphrodisierend, ausgleichend, blutreinigend, krampflösend, regenerierend, stärkend
Anwendungsbereiche:
Abgeschlagenheit, Ängste, Asthma, Blasenentzündung, Blasenschwäche, Burn out, Depressionen, Diabetes, Durchfall, Ekzeme, Erkältung, Erschöpfung, Gedächtnisschwäche, Grippe, Hautausschlag, Hautentzündung, Hepatitis, Herzrasen, Husten, Konzentrationsschwäche, Krebs unterstützend, Libidoschwäche, Müdigkeit, Nervöse Herzbeschwerden, Nierenbeckenentzündung, Parkinson, Schlaflosigkeit, Schwerhörigkeit, Sehstörungen, Stress, Vergesslichkeit
wissenschaftlicher Name:
Schisandra chinensis
Pflanzenfamilie:
Sternanisgewächse - Schisandraceae
volkstümlicher Name:
Wu Wei Zi, Chinesische Spaltkörbchen, Chinesische Beerentraube, Chinesischer Limonenbaum, Schizandra
Verwendete Pflanzenteile:
Beeren, teilweise auch Blätter
Inhaltsstoffe:
Lignane (Phytohormone): Schizandrin, Deoxyschizandrin, Gomisin, ätherisches Öl, Vitamine, Mineralstoffe
Sammelzeit:
Juli bis September

Anwendung
Schisandra chinensis ist in Mitteleuropa winterhart. Frische Früchte schmecken ungewöhnlich (süß, sauer, scharf, bitter bis salzig). Die Früchte können zu Marmelade, Sirup, alkoholfreien Getränken oder Likör verwertet werden. Aus den Früchten kann Tee zubereitet werden, wobei die Kochzeit mit max. 20 Minuten angegeben wird. Getrocknete Früchte schmecken wie eine Mischung aus  Wacholderbeeren und Thujen, pfeffrig-scharf mit säuerlichem Nachgeschmack. Die Beeren können auch gekaut werden, und zwar mehrmals täglich über den Tag verteilt jeweils drei bis vier Beeren. Darüber hinaus werden auch Schisandrakapseln zum Einnehmen angeboten.
Schisandra kann man wahlweise als getrocknete Früchte zum Kauen oder als Tee anwenden. Die häufigste Art, Schisandra anzuwenden ist das Kauen der getrockneten Früchte.
Schisandrabeeren kauen
Um genügend Schisandrabeeren zu sich nehmen zu können, täglich etwa 5 Gramm, ist es am besten, wenn man die getrockneten Beeren kaut. Dadurch kommt man auch in den Genuss des sehr speziellen Geschmacks, der einen wichtigen Teil der Wirkung ausmacht. Die offizielle Beschreibung des Geschmacks der Schisandrabeeren lautet: Sie haben fünf Geschmäcker: Süß, sauer, salzig, bitter, scharf. Darum werden sie in China auch Wu Wei Zi genannt. Das bedeutet in etwa: Beere der fünf Geschmäcker. Diese Geschmacksrichtungen entsprechen den fünf Elementen der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM): Holz, Feuer, Erde, Metall und Wasser. In der Praxis schmecken Schisandrabeeren ungewöhnlich bis grässlich. Man kann sich aber wohl an den Geschmack gewöhnen. Wenn man genau hinschmeckt, entdeckt man tatsächlich alle fünf Geschmacksrichtungen. Zusätzlich wirkt der Geschmack leicht betäubend auf die Mundschleimhaut und den Geschmack. Weil man so viele Beeren braucht und der Geschmack so wichtig ist, eignen sich Schisandrabeeren eher nicht zur Einnahme in Kapselform. Man müsste zu viele Kapseln davon schlucken und die Geschmackswirkung würde fehlen. In China wird empfohlen, die Schisandrabeere mindestens 100 Tage lang anzuwenden. Die Wirkung wird nach ein paar Wochen spürbar.
Tee
Für einen Schisandratee macht man eine Abkochung mit ein bis zwei Teelöffeln getrockneten Schisandrabeeren. Anschließend abseihen und in kleinen Schlucken trinken. Von diesem Tee trinkt man ein bis drei Tassen täglich. Wie bei allen stark wirksamen Heilkräutern sollte man nach sechs Wochen Daueranwendung eine Pause einlegen und vorübergehend einen anderen Tee mit ähnlicher Wirkung trinken. Anschließend kann man wieder sechs Wochen lang Schisandratee trinken. Durch die Pause werden eventuelle unerwünschte Langzeitwirkungen verhindert und die erwünschte Schisandrawirksamkeit bleibt erhalten und lässt nicht durch Gewöhnung nach.

Anwendungsgebiete
Die Schisandrabeere ist eine ausgesprochene Vielzweckheilpflanze. Wissenschaftlich am besten untersucht ist ihre Leberschutzwirkung. Man kann Schisandra also bei Hepatitis oder allgemeiner Leberschwäche verwenden. Besonders beliebt ist die Stärkung der Libido, die der Schisandra nachgesagt wird. Sie soll sowohl für Männer als für Frauen gelten. Möglicherweise ist die Libidostärkung auf die allgemein stärkende Wirkung der Schisandra zurückzuführen. Generell wirkt die Schisandra stärkend und verjüngend. Daher wird sie bei Schwäche, Müdigkeit, Depressionen, diversen Alterscheinungen, Hautproblemen und dergleichen eingesetzt. Obwohl sie stärkend wirkt, vermag die Schisandra auch das Gegenteil, nämlich entspannend wirken und somit gegen Schlaflosigkeit helfen. Sehr interessant ist die Wirkung der Schisandra auf Augen und Ohren. Sie soll die Sehfähigkeit und das Gehör verbessern. Das macht sie zu einer der ganz wenigen Heilpflanzen, die man gegen Schwerhörigkeit anwenden kann. Sogar gegen Krebs soll die Schisandrabeere helfen. Hier fehlen jedoch noch aussagekräftige Studien. Als unterstützende Behandlung bei einer Chemotherapie kann man die Schisandra jedoch versuchen. Die Nebenwirkungen der Chemotherapie können dadurch gelindert werden. Manche Anwender sagen der Schisandrabeere eine appetithemmende Wirkung nach, die gegen Heißhungerattacken helfen soll. Der spezielle Geschmack der Beeren verringert die Esslust. So kann man bei Heißhunger einige Schisandrabeeren kauen, dann verschwindet der Appetit auf unvernünftige Leckereien.
Schisandra in der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM)
In der chinesischen Heilkunde wird die Schisandrabeere schon sehr lange angewendet. Sie wird genutzt, um mehrere Meridiane auszugleichen: Herzmeridian, Nierenmeridian, Lungenmeridian Die Energie in diesen Meridianen wird gestärkt, wenn sie schwach ist und abgeschwächt, wenn sie zu stark ist. Diese ausgleichende Wirkung nennt man auch adaptogen. Insgesamt ähnelt die Anwendung der Schisandrabeere der Ginsengnutzung.

Geschichtliches
Die Schisandra wird in China schon seit Jahrtausenden als Heilpflanze genutzt. Schon in der Han-Dynastie konnte man von ihr lesen. Das war immerhin zwischen 206 v.Chr. und 220 n.Chr. Inzwischen haben sich die Heilkräfte der Schisandra nahezu weltweit herumgesprochen und daher wird die Schisandrabeere heute auch in Europa angewendet.

Pflanzenbeschreibung
Die Schisandrapflanze ist in China, Japan und Korea heimisch. Sie ist eine Kletterpflanze, die bis zu 8 Meter hoch bzw. lang werden kann. Im Winter wirft die Schisandrapflanze ihre Blätter ab, die Stängel bleiben aber bestehen und verholzen nach und nach. Die Blätter sind bis zu 8 Zentimeter lang und haben eine verkehrt-eiförmige Gestalt. Sie stehen wechselständig an den gewundenen Stängeln. Die weißlichen oder roten Blüten erscheinen zwischen Mai und Juli. Es gibt unterschiedliche männliche und weibliche Blüten. Die Schisandra ist also zweihäusig. Aus den Schisandrablüten entwickeln sich bis zum Spätsommer zwischen Juli und September die beerenartigen Früchte. Die roten Beeren hängen in dichten Trauben von den Stängeln. Eine einzelne Beere wird etwa 8 mm groß und enthält einen oder zwei Samen.  
Vegetative Merkmale
Schisandra chinensis ist eine laubabwerfende, ausdauernde verholzende Kletterpflanze, also Liane, die Wuchshöhen von etwa 8 Meter erreicht. Die wechselständig angeordneten  Laubblätter sind in Blattstiel und Blattspreite gegliedert. Der Blattstiel ist 0,9 bis 4 Zentimeter lang. Die einfache Blattspreite ist mit einer Länge von 4,5 bis 8 (selten bis 10,5) Zentimeter und einer Breite von 2,5 bis 6,5 Zentimeter elliptisch bis verkehrt-eiförmig.
Blüten, Früchte und Samen
Schisandra chinensis ist zweihäusig getrenntgeschlechtig (diözisch). Die Blüten stehen einzeln über einem kurzlebigen Tragblatt ab der Basis von jungen Sprossachsen. Der kahle Blütenstiel weist bei männlichen Blüten eine Länge von 0,6 bis 2,8 cm und bei weiblichen Blüten eine Länge von 0,7 bis 3,5 cm auf. Die eingeschlechtigen Blüten duften. Es sind fünf bis neun weiße, cremefarbene bis gelbe, kahle Blütenhüllblätter vorhanden, von denen das größte eine Länge von 6,5 bis 11 mm und eine Breite von 2 bis 5 mm aufweist. In den männlichen Blüten sind die fünf bis sechs  Staubblätter mehr oder weniger frei, sie haben keine oder ein Teil von ihnen nur einen sehr kurzen Staubfaden. Der Pollen ist sechs-colpat. Die weiblichen Blüten enthalten 17 bis 40 freie, spiralig angeordnete  Fruchtblätter. Die Blütezeit reicht von Mai bis Juli. An einem 2 bis 7,5cm langen, kahlen Fruchtstandsstiel hängen viele Früchte zusammen. Es werden aromatische rosafarbene bis rote Früchte gebildet, die eine Länge von 5 bis 7,5 und einen Durchmesser von 6 bis 8 Millimeter aufweisen und nur ein bis zwei Samen enthalten. Die Samen besitzen eine glatte Samenschale (Testa). Die Früchte reifen von Juli bis September.
Inhaltsstoffe
Die Früchte werden wegen ihrer heilenden Wirkung in der chinesischen Kräuterkunde schon seit langem eingesetzt. Da die Pflanze  ätherisches Öl enthält, wird dieses auch in der Parfümindustrie verwendet. Die Früchte enthalten Vitamin C, Zitronensäure, Apfelsäure und Pektin. Die Samen und Blätter enthalten den Wirkstoff  Schisandrin.

Anbautipps
Da die Schisandrapflanze im gemäßigten Klima gedeiht, kann man sie auch in Mitteleuropa anbauen. Damit die Pflanze gut ranken kann, braucht man ein Rankgestell oder eine andere Möglichkeit, wo sich die Pflanze hochschlängeln kann. Man kann die Schisandrapflanze im Frühling aussäen. Oder man pflanzt fertige Pflanzen ein.

Sammeltipps
Zwischen Juli und September werden die reifen Beerenfrüchte geerntet. Anschließend werden sie möglichst schnell entweder in der Sonne oder im Backofen bei ca. 50-60°C getrocknet. Man kann auch einen Dörrapparat zum Trocknen verwenden.



BACHBLÜTEN
Ich bin orientierungslos (Wild Oat)
-
Diese sind sehr oft orientierungslos
- Mit der dementsprechenden Bachblüte können sie diese Orientierungslosigkeit allmählich ablegen


BACHBLÜTEN
Ich gebe mich selber auf (Wild Rose)
-
Diese Menschen geben sich selber auf
- Mit der dementsprechenden Bachblüte geben sie sich nicht mehr so leicht auf  


ERNÄHRUNG
Säure-Basen-Gleichgewicht
Eine gesunde Mischkost ist nicht umsonst die beste Basis, um gesund zu bleiben. Sie liefert ausreichend Mineralstoffe, um auch die sauer -reagierenden Endprodukte zu neutralisieren.
Zusätzlich wirken sie in Anbetracht der Regulationsmechanismen folgenden Faktoren positiv aus
Bewegung in frischer Luft, hinsichtlich der Ausstattung von Kohlendioxid und Absonderung von Schweiß
Eine ausreichende Versorgung mit Flüssigkeit (Wasserhaushalt) hinsichtlich Nieren und
Eine ballaststoffreiche Ernährung hinsichtlich der Darmfunktion


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