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04.06.2020

tägliche News > Juni > 01.06.20 - 07.06.20
Blasentang
Der Blasentang ist eine im Nordatlantik sowie in der Nord- und Ostsee weit verbreitete Braunalge. Er wird unter anderem als Heilmittel verwendet. Seine Bestände in der Ostsee sind in den letzten Jahren drastisch zurückgegangen.
 
Steckbrief
Haupt-Anwendungen: Übergewicht
Anwendungsbereiche: Arteriosklerose, Arthritis, Asthma, Fettsucht, Rheuma, Schilddrüsenüberfunktion, Schuppenflechte, Stoffwechselerkrankungen, Schwitzen, Sodbrennen, Verstopfung, Homöopathisch: Morbus Basedow, Abmagerung
wissenschaftlicher Name: Fucus vesiculosus
Pflanzenfamilie: Braunalgen = Fucaceae
englischer Name: Bladderwrack
volkstümliche Namen: Höckertang, Kelb, Meereiche, Meertang, Schweinetang, Seeeiche, Seetang
Verwendete Pflanzenteile: Algenblätter
Inhaltsstoffe: Jod, Vitamin C, Ascorbinsäure, Zeaxanthin, Beta-Sitosterol, Eisen, Polyphenole, Schleim, Violaxanthin, Xanthophyll, Alginsäure, Laminarin, Mannitol, Fucose, Fucoxanthin, Diiodtyrosin
Sammelzeit: Juni bis September
 
Anwendung
Medizinische Verwendung
Die Pharmaindustrie verwendet Blasentang zur Gewinnung von Alginaten. Der Blasentang wird in Irland und Frankreich zur Herstellung von Seetang-Extrakt für Kosmetikprodukte genutzt. Als Tangbäder werden die getrockneten Algen auch in der Thalassotherapie eingesetzt.  Aufgrund seines hohen Jodgehaltes wurde Blasentang seit dem 17. Jahrhundert zur Kropfbehandlung angewendet. In der Pflanzenheilkunde wird er bei Schilddrüsenunterfunktion, Heuschnupfen, Arterienverkalkung und Schuppenflechte eingesetzt. Um eine Überdosierung mit Iod zu vermeiden, darf er nicht bei Schilddrüsenüberfunktion sowie in der Stillzeit und Schwangerschaft eingenommen werden. Da vermutet wurde, dass die Wirkstoffe des Blasentangs den Grundumsatz erhöhen, wurde er seit der Mitte des 19. Jahrhunderts auch zur Behandlung von Adipositas eingesetzt. Auch heute ist Blasentang Bestandteil vieler Schlankheitsmittel. Im Internet sind sowohl pflanzliche als auch homöopathische Produkte erhältlich.
Weitere Nutzung
In Schottland wurde Blasentang als Dünger verwendet. Heute werden aus ihm Mikronährstoffe für Futtermittel bei der Tierhaltung gewonnen. Lokal wird Blasentang auch als Verpackungsmaterial für die Hummerzucht und den Transport von Pierwürmern genutzt. Eine mögliche Verwendung als Brennstoff (nachwachsender Rohstoff) wird untersucht.
Achtung! Bei Jodunverträglichkeit sollte man auch auf homöopathischen Blasentang verzichten, weil minimale Jodmengen enthalten sind. Erst in sehr hohen Potenzen kann man Fucus vesiculosus auch bei Jodunverträglichkeit einsetzen. Aber auch dann sollte man die Anwendung unbedingt mit dem behandelnden Arzt besprechen.
 
Pflanzenbeschreibung
Der Blasentang gehört zur Klasse der Braunalgen. Er wächst in Nord- und Ostsee und außerdem im Atlantik und Pazifik. In diesen Meeren kommt er häufig vor. Durch die Flut und bei Stürmen wird der Blasentang ans Ufer geschwemmt. Man findet ihn vor allem an felsigen Küsten, denn er braucht Felsen, um sich zu ver-ankern. Er ist eine braun-grünliche, glitschige Masse, die weit verzweigt ist und blasenartige Verdickungen hat. Die Blasen helfen dem Blasentang beim Schwimmen. Einzelne Blasentang-Pflanzen werden zwischen 30 bis 100 cm groß. Getrocknet wird der Blasentang braunschwarz. Der Blasentang ist eine mehrjährige Großalge (Seetang) mit einer Länge von meist 10 bis 30cm (selten länger). An der Basis ist er mit einer Haftplatte mit dem Untergrund verbunden. Der lederartig derbe, braungrüne Thallus ist abgeflacht, in einer Ebene gabelig verzweigt und von einer Mittelrippe durchzogen. Kennzeichnend und namensgebend sind die Gasblasen, die beidseitig der Mittelrippe paarig angeordnet sind und in den Gabelungen einzeln stehen. Sie verleihen der Alge Auftrieb im Wasser. Bei Ebbe ist der Blasentang durch eine Schleimschicht vor Austrocknung geschützt.
Fucusarten sind Diplonten ohne Generationswechsel. Im Sommer finden sich an den Thallusenden geschwollene Fruchtkörper mit gallertigem Inhalt und warziger Oberfläche. Diese so genannten Rezeptakeln enthalten krugförmig eingesenkte Konzeptakeln, in denen die Gameten, Eizellen und Zoosporen, gebildet werden. Männliche und weibliche Gameten werden beim Blasentang auf verschiedenen Thalli gebildet. Bei ansteigender Flut treten die Geschlechtszellen durch die porenartigen Öffnungen der Konzeptakeln aus. Die Eizellen sondern ein Pheromon ab, das die Samenzellen anlockt. Die Gameten sind maximal zwei Stunden lebensfähig und breiten sich höchstens 2 bis 10 Meter weit aus. Die befruchtete Zygote setzt sich fest und wächst zu einem neuen diploiden Thallus heran. Die Hauptreifezeit reicht von September bis Mai. Im Juni und Juli degenerieren die vorjährigen Fruchtkörper und an den Thallusenden entstehen neue Rezeptakeln.

Currysstrauch
Die Italienische Strohblume, auch Italienische Immortelle oder Currykraut ist eine Pflanzenart in der Familie der Korbblütler. Sie ist im Mittelmeerraum beheimatet, wird aber auch darüber hinaus als Gewürzpflanze genutzt.
 
Steckbrief
Haupt-Anwendungen: Husten, Prellungen
Anwendung: Äderchen, Blutergüsse, Ekzeme, Gelenkschmerzen, Hautjucken, Hautunreinheiten, Husten, Insekten, Krampfadern, Lymphstau, Pilze, Prellungen, Sportverletzungen, Stress, Verstauchungen, Zerrungen
wissenschaftlicher Name: Helichrysum italicum, Helichrysum angustifolium
Pflanzenfamilie: Korbblütengewächse = Asteraceae
englischer Name: Curry plant
volkstümlicher Name: Currykraut, Currystrauch, Italienische Immortelle, Italienisches Sonnengold, Italienische Strohblume, Sonnengold, Die Unsterbliche
Verwendete Pflanzenteile: Blüten, Kraut, blütenlose Triebe
Inhaltsstoffe: ätherische Öle, Bitterstoffe, Borneol, Beta-Pinen, Italidion, Limonen, Nerol, Nerylacetat
Sammelzeit: Juni bis Oktober
 
Anwendung
Der starke Duft der Blüten erinnert an Curry, er ist bei heißem Wetter besonders intensiv. Die jungen Blätter und Sprossachsen eignen sich zum Würzen von Reis, Saucen und Fleischgerichten, sowie Fisch und Füllungen. Zweige werden kurz mitgekocht und vor dem Servieren entfernt. Getrocknete Blütenstände und Triebe werden in der Floristikverwendet. Die Italienische Strohblume ist für Formschnitt und niedrige Hecken geeignet.
Das ätherische Öl wirkt bakterienhemmend, entzündungshemmend und oxidationshemmend. Das Öl kann durch Destillation (Hydrodestillation) gewonnen werden. Die chemische Zusammensetzung ist komplex und enthält verschiedene Carbonsäuren und mindestens 27 Ester.
 
Pflanzenbeschreibung
Die Italienische Strohblume wächst als Halbstrauch und erreicht Wuchshöhen von 20 bis 60 Zentimeter. Junge Pflanzenteile sind gräulich-weiß filzig behaart. Die wechselständig angeordneten Laubblätter sind sitzend. Die Blattspreite ist schmal linealisch mit umgerolltem Rand. Die Blattoberseite ist anfangs dünn filzig behaart und verkahlt später. Die Blätter riechen besonders im Anschluss an Regen nach Curry. In einem dichten, doldentraubigen Gesamtblütenstand sitzen die körbchenförmigen Teilblütenstände. Diese Blütenkörbchen enthalten nur Röhrenblüten. Die Körbchenhülle ist goldgelb und schmal glockig, dabei länger als breit. Die Hüllblätter stehen dachziegelartig in mehreren Reihen, die äußeren sind eiförmig, die inneren sind linealisch. Die Röhrenblüten sind gelb. Die Blütezeit reicht von Mai bis August.

Bachblüten
Ich bin gleichgültig, weil ich verbittert bin (38 Willow)
-        Diese Menschen sind gleichgültig, da sie verbittert sind
-        Mit der dementsprechenden Bachblüte sind sie kaum mehr gleichgültig da sie nicht mehr verbittert sind
Bachblüten
Ich stehe gerne im Mittelpunkt (1 Agrimony)
-        Diese Menschen stehen nur allzugerne im Mittelpunkt, ohne können sie gar nicht
-        Mit der dementsprechenden Bachblüte können sich diese Menschen sich zurücknehmen und müssen nicht mehr ständig im Mittelpunkt stehen
Geschmack = überwiegend Gewohnheit
Die Geschmacksvorliebe für süß ist uns angeboren. Den Großteil unseren Geschmackvorlieben haben wir uns jedoch schlicht und ergreifend „antrainiert“.
Die Geschmackspapillen, die auf unserer Zunge sitzen, müssen allerhand über sich ergehen lassen „Geschmackskeulen“ wie pick-süß, aromatisiert, salzig, geschmacksverstärkt, … stecken in regelmäßig verzehrte Lebensmittel.
Die Natur ist reich an Aroma verschiedenste Geschmacksrichtung finden sich auch in mild schmeckenden Lebensmittel wie Gemüse und Getreide … Um diese feinere Geschmacksrichtungen jedoch erleben und genießen zu können, darf zwischendurch nicht mit der „Geschmackskeule“ gewürzt werden, sonst stumpft den Geschmacksinn ab.
 Geschmack ist Gewohnheitssache!!!
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