Kraft durch Kräuter und Bachblüten

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04.06.2017

täglichen News > Newsletterarchiv > 2017 > Juni > 29.05.17-04.06.17


DILL

Dill, Dille oder Gurkenkraut ist die einzige Pflanzenart der monotypischen Gattung Anethum und gehört zur  Familie der Doldenblütler. Sie stammt ursprünglich aus Vorderasien, wird heute jedoch weltweit angebaut. Dill ist im deutsch-sprachigen Gebiet eines der meistangebauten  Gewürze.
Vor allem als Würzkraut für Gurken und Salate ist uns der Dill bekannt. Er hat jedoch, ähnlich wie sein Bruder, der Fenchel, zahlreiche Heilfähigkeiten. Besonders hervorzuheben ist seine milchfördernde Eigenschaft. Außerdem lindert er die Blähungen von Säuglingen.

Steckbrief
Heilwirkung:
Appetitlosigkeit, Blähungen, Hämorrhoiden, Magenbeschwerden, Milchfördernd, Schlaflosigkeit, Gebärmutterkrämpfe, Menstruationsbeschwerden, Geschwüre
wissenschaftlicher Name:
Anethum graveolens
Pflanzenfamilie:
Doldenblütler = Apiaceae
englischer Name:
Dill
andere Namen:
Däll, Gurkenkräutel, Kappernkraut, Till
falsche Schreibweisen:
Dille
Verwendete Pflanzenteile:
Blätter, Samen
Inhaltsstoffe:
Ätherisches Öl, bisher unbekannte Wirkstoffe
Sammelzeit:
Juni bis September

Anwendung
Verwendung in der Küche
Gartendill ist eine vielseitig verwendete Gewürzpflanze. Er wird für Salate verwendet. In Saucen auf Grundlage von Salatöl, Joghurt, Quark und in Gewürzbutter ist Dill beliebt und als Brotaufstrich geeignet. Des Weiteren dient er auch zum Würzen von Fisch- und Fleischspeisen. Durch Destillation wird das Dillöl auch für die Likörindustrie angereichert. Frisch und getrocknet kann es auch für Konserven und für Kräuteressenzen verwendet werden. Blätter wie Blütendolden sind ein wichtiges Gewürz für  Gewürzgurken, insbesondere für Salz-Dill-Gurken. Meist werden die Dillspitzen verwendet, in frischem, getrocknetem, tiefgefrorenem oder gefriergetrocknetem Zustand. Seltener wird das Dillkraut (das junge Kraut) oder die ganze oberirdische Pflanze verwendet. Das frische Dillkraut hat den besten Geschmack und wird auch auf gegarte Kartoffeln gestreut.
Verwendung als Arzneipflanze
Als Heildrogen dienen die getrockneten reifen Früchte und die ganze frische, blühende Pflanze.
Wirkstoffe sind: Ätherisches Öl mit  Carvon als Hauptbestandteil, Limonen und  Dillapiol; den typischen Geruch geben  Phellandren und Dilläther; weitere Wirkstoffe sind  Cumarine und  Kaffeesäure-Derivate.

Anwendungen: Dillfrüchte haben mäßig verdauungsanregende, blähungstreibende und krampflösende Eigenschaften. Sie werden heute noch überwiegend in der Volksmedizin wie Kümmel, allerdings mit schwächerer Wirkung, bei Verdauungsstörungen mit Völlegefühl und Blähungen sowie bei leichten krampfartigen Beschwerden im Magen-Darm-Bereich verwendet. Für die Dillfrüchte wurden  progesteronfördernde Wirkungen im Versuch nachgewiesen, was die bisweilen beschriebene Anwendung bei Zyklusstörungen und Infertilität zumindest plausibel macht. Daten aus klinischen Studien liegen hierzu jedoch nicht vor. Dill wird im  Papyrus Ebers gegen Kopfweh und zur Erweichung der Blutgefäße empfohlen. Schon vor Hippokrates galt er als stuhlerweichend und uterusreinigend. Nach  Dioskurides hilft er bei Bauchweh, Erbrechen und Blähungen, treibt Harn und Milchsekretion, soll auf Dauer aber der Sehkraft schaden.  Hildegard von Bingen verordnete das Kraut bei Lungenaffektionen, äußerlich bei Nasenbluten, Paracelsus als Diuretikum bzw. das Öl der Samen als Karminativum, Stomachikum, Galaktogogum, bei Erbrechen, Mundgeruch, Sinusitis, Hämorrhoiden und Kondylomen.  Mattioli empfiehlt ihn als Dampfbad bei Uterusschmerzen, bei Genitalgeschwüren und Nabelbrüchen. Auch von Haller lobt ihn bei Uterusbeschwerden, Leclerc seine prompte Wirkung bei Schluckauf und Erbrechen. Von Grot zufolge wirkt er zwar stopfend, als Zäpfchen aber abführend. Dill wurde laut  Madaus früher viel in Apotheken umgesetzt bei Erbrechen, Schluckauf und Unterbauchkrämpfe. Die Volksmedizin behielt auch die Nutzung zur Schlaf- und Milchanregung und bei Blähungen von Kindern. Im Volksglauben vertrieb er Dämonen und sollte der Braut zur Herrschaft in der Ehe verhelfen („Ich habe Senf und Dille, Mann, wenn ich rede, schweigst du stille."). In einem Märchen nach Jenny von Droste-Hülshoff schützt Dill vor Verhexung.
Dillsamen kann man als Tee oder in Wein gekocht gegen Blähungen, Magenkrämpfe und zur Milchförderung einsetzen. Als milder Tee hilft der Tee auch beiBlähungen bei Babys, ähnlich wie der Fenchel. Wenn man das Kraut als Sitzbad benutzt, hilft es gegen Krämpfe der Gebärmutter, beispielsweise bei schmerzhafter Menstruation. Äußerlich als warme Kompresse in Olivenöl hilft Dill gegen Geschwüre. Der häufigste Einsatzzweck des Dills ist jedoch die Küche. Dort würzt man damit Gurken, Salate und Saucen.

Pflanzenbeschreibung
Vegetative Merkmale
Dill ist eine sommerannuelle, einjährige  krautige Pflanze. Sie erreicht Wuchshöhen von meist 30 bis 75 Zentimeter, selten bis zu 120 Zentimeter. Die ganze Pflanze ist glatt, duftet stark aromatisch und die Farbe variiert von Hellgrün bis Grün-Türkis. Die Stängel wachsen aufrecht und verzweigen sich meist im oberen Abschnitt. Besonders die unteren Laubblätter sind drei- bis vierfach fiederschnittig, fein zerteilt in borstliche Abschnitte; die oberen Blätter sind weniger stark geteilt und kleiner.  lt Nebenblätter fehlen. Die Blattscheiden haben eine Länge von ein bis zwei Zentimeter und sind oben gehörnt.
Blütenstände, Blüten und Früchte
Die großen  Blütenstände sind tragblattlose, 15- bis 30-strahlige  Doppeldolden, selten bis zu 50-strahlig. Sie weisen einen Durchmesser von 5 bis 15 cm auf und enthalten zehn bis 25 Döldchen. Die Döldchen weisen einen Durchmesser von 3 bis 5cm auf und enthalten 15 bis 25 Blüten. Die Blütenstiele sind 6 bis 10mm lang. Die kleinen  Blüten sind  radiärsymmetrisch und fünfzählig. Die fünf  Kelchblätter sind verwachsen. Die fünf Kronblätter sind (dotter-)gelb. Es ist nur ein Kreis mit fünf Staubblättern vorhanden. Diese sind länger als die eingerollten Kronblätter. Zwei  Fruchtblätter sind zu einem unterständigen  Fruchtknoten verwachsen, der länglich und etwas zusammengedrückt geformt ist. Die zwei Griffel sind kurz. Die Blüte besitzt einen nektarabsondernden Diskus und wird von verschiedenen Insekten, besonders jedoch von Käfern bestäubt. Die Blütezeit reicht von teils schon Mai, jedoch meist Juni bis August.
Die eiförmigen, braunen, trockenen  Spaltfrüchte ( Doppelachänen) sind 3 bis 5 mm lang, 1,8 bis 2,5 mm breit und 0,6 bis 0,8 mm dick. Die Tausendkornmasse liegt zwischen 1 und 2 g. Sie zerfallen in zwei schmal geflügelte Teil-früchtchen mit grau-weißen Längsrippen. Die Früchte reifen meist zwischen Juli und September. Als Flügelflieger werden sie über den Wind ausgebreitet, ferner bei Nässe auch als Adhäsionshafter.
Die Stängel des einjährigen Dills werden zur Blütezeit bis zu einem Meter hoch. Die fadendünnen Blätter sind bläulich und zart doppelt gefiedert. Die gelben Blütendolden sind groß aber luftig. Die eigentlichen Blüten sind sehr zierlich. Die gesamte Pflanze riecht deutlich nach Dill. Daran kann man sie auch von anderen Doldenblütlern unterscheiden.



KAKTUS


Die Kakteengewächse oder kurz Kakteen sind eine Familie in der Ordnung Nelkenartige innerhalb der  Bedecktsamigen Pflanzen.

Steckbrief
Heilwirkung:
Herz stärkend, Herzrhythmusstörungen, Angina Pectoris, Schaufensterkrankheit
wissenschaftlicher Name:
Cactus grandiflorus
Verwendete Pflanzenteile:
Stängel
Sammelzeit:
Sommer

Verwendung

Verwendung
Bereits bei den  Azteken findet man in bildlichen Darstellungen, Skulpturen und Bezeichnungen immer wieder Kakteen, vor allem Echinocactus grusonii. Dieser auch als „Schwiegermuttersessel" bekannte Kaktus hatte große rituelle Bedeutung – auf ihm wurden Menschenopfer dargebracht. Tenochtitlán, das heutige  Mexiko-Stadt, bedeutet Ort des heiligen Kaktus. Das  Staatswappen Mexikos trägt bis heute  Adler,  Schlange und Kaktus. Auch die wirtschaftliche Nutzung der Kakteen geht auf die Azteken zurück. Den Gehalt an Alkaloiden in manchen Kakteen nutzten die  Indianer  Nordamerikas für ihre  rituellen Handlungen. Aus den gebogenen Dornen mancher Kakteen fertigten sie Angelhaken. Heutzutage dienen Kakteen neben der Verwendung als Nahrungsmittel (Marmelade, Obst, Gemüse) vor allem als Wirtspflanzen für der Cochenille-Laus, aus der roter Farbstoff für  Campari oder qualitativ hochwertige Lippenstifte gewonnen wird. Besonders in Südamerika liefern abgestorbene Säulenkakteen wertvolles Bauholz. Auch für die  Pharmazie haben einige Kakteen Bedeutung. Kakteen werden auch als  Zimmerpflanzen kultiviert.
Vegetative Merkmale
Kakteen sind ausdauernde Sträucher, seltener Bäume oder Geophyten. Fast alle Arten sind Stammsukkulenten, deren Sprossachsen stark angeschwollen sind. Die Wurzeln sind meist faserig oder bilden bei Pflanzen mit nur geringer Stammsukkulenz manchmal sukkulente  Knollen oder  Rüben. Die Hauptsprosse stehen, häufig charakteristisch für bestimmte Gattungen, einzeln oder verzweigen von den Basen oder weiter oben. Hauptsprosse und Zweige wachsen meist aufrecht oder aufstrebend, manchmal auch kriechend oder hängend. Die Sprosse sind zylindrisch oder zu Platykladien abgeflacht und tragen häufig gut ausgebildete Rippen oder spiralig arrangierte Warzen. Areolen, die stark reduzierte Kurztriebe darstellen, stehen auf zylindrischen oder abgeflachten Sprossen meist gefeldert verteilt oder sonst auf den Erhöhungen der Rippen oder Warzen. Sie sind filzig und tragen Dornen, die umgewandelte Blätter darstellen, sowie häufig auch Wolle oder Borsten. Filz und Dornen sind bei jungen Sämlingen immer vorhanden, werden aber manchmal später abgeworfen oder von erwachsenen Pflanzen nicht mehr gebildet. Die den Areolen entspringenden Laubblätter sind manchmal vollständig ausgebildet, häufig pfriemförmig, sukkulent und kurzlebig, fehlen aber meist völlig. Nebenblätter sind nicht vorhanden. Kakteen können sehr unterschiedliche Größen annehmen. Carnegiea gigantea wird bis zu 15 Meter hoch. Der kleinste Kaktus, Blossfeldia liliputana, bildet dagegen flachkugelige Körper von kaum einem Zentimeter Durchmesser. Auch die Wuchsgeschwindigkeiten sind sehr unterschiedlich. Einige  Cereen erreichen je Spross Zuwächse von mehr als 1 Meter pro Jahr. Bei Aztekium ritteri ist dagegen auch im Verlauf mehrerer Jahre kaum ein Zuwachs erkennbar. Die Lebensdauer der Kakteen variiert ebenfalls stark. Langsam wachsende, groß werdende und erst im hohen Alter blühfähige Pflanzen wie Carnegiea und Arten von Ferocactus können bis zu 200 Jahre alt werden. Die Lebensspanne sich schnell entwickelnder und früh blühender Pflanzen ist dagegen kürzer. So wird die schon im zweiten Lebensjahr blühende, selbstfertile und reichlich Samen produzierende Echinopsis mirabilis selten älter als etwa 13 bis 15 Jahre. Im Inneren der Pflanzen sind die Leit-bündel entlang der Zentralachsen ringförmig, bei abgeflachten Sprossen oval angeordnet. Verzweigungen der Leitbündel führen jeweils zu einer Areole. Der enthaltene Saft ist fast immer klar, nur wenige Arten von Mammillaria enthalten  Milchsaft.
Generative Merkmale
Die Blüten entspringen meist einzeln, manchmal in kleinen Gruppen den Areolen, seltener (in und um Mammillaria) den Axillen oder Furchen zwischen Areolen und Axillen. Manchmal werden sie nur in besonderen, stark bewollten oder beborsteten Bereichen, entweder entlang den Sprossachsen und in diese eingesenkt oder endständig und den Wuchs begrenzend gebildet. Die Blüten sind zwittrig und meist  radiärsymmetrisch, seltener zygomorph. Die Durchmesser der Blüten variieren von 5 mm bis 30 cm, meist sind die Blüten jedoch relativ groß und bei kleinwüchsigen Arten oft größer als die Pflanzenkörper. Die vielen (fünf bis 50 oder mehr)  Blütenhüllblätter wechseln meist in Form und Struktur von außen nach innen von  hochblatt- zu kronblattaritg. Staubblätter sind in großer Zahl (50 bis 1500, selten weniger) vorhanden. Je nach Anpassung an die Bestäuber (Tagfalter, Nachtfalter, Fledermäuse, Kolibris oder  Bienen) sind die Blüten nachts (oft nur für wenige Stunden) oder tagsüber (dann meist mehrere Tage lang) geöffnet und röhren-, glocken- oder radförmig. Sie öffnen sich meist weit, bei röhrenförmiger Gestalt aber manchmal nur wenig. Selten sind die Blüten kleistogam und öffnen sich nur ausnahmsweise. Die Fruchtknoten sind meist unterständig (in Unterfamilie Pereskioideae halb oberständig). Die die Fruchtknoten enthaltenden Bereiche der Blüte (Ovarien) sind von außen meist mit Schuppen, Dornen oder Wolle bewehrt und von innen mit Haaren abgetrennt. Die beerenähnlichen, oft fleischigen und bei Reife auffällig gefärbten Früchte enthalten wenige bis meist viele (bis etwa 3000) 0,4 bis 12 mm große Samen. Ziegen, Vögel, Ameisen, Mäuse und  Fledermäuse tragen wesentlich zur Verbreitung der Samen bei. Die Samen der meisten Kakteenarten sind  Lichtkeimer.



BACHBLÜTEN
Unaufmerksam, zerstreut, träumt mit offenen Augen (9 Clematis)
- Diese Menschen sind Unaufmerksam, sehr zerstreut und träumen mit offenen Augen
- Mit der dementsprechenden Bachblüte können sie die Unaufmerksam-keit, die Zerstreutheit und das
 träumen mit offenen Augen in den Griff bekommen  


BACHBLÜTEN
Falsche Bescheidenheit aus Mangel an Selbstvertrauen (19 Larch)
- Diese Menschen weisen eine falsche Bescheidenheit auf, aus Mangel an ihrem Selbstvertrauen
- Mit der dementsprechenden Bachblüte können sie diese falsche Be-scheidenheit ablegen und können ihr
 Selbstvertrauen steigern

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