Kraft durch Kräuter und Bachblüten

Direkt zum Seiteninhalt

Hauptmenü

04.03.2018

täglichen News > Newsletterarchiv > 2018 > März > 26.02.18-04.03.18


ENZIAN

Der Enzian ist eine typische Gebirgspflanze, die inzwischen recht selten geworden ist und daher auch unter Naturschutz steht. Die Wurzel des Enzians kann man jedoch in Apotheken und Kräuterhandlungen beziehen. Sie wirkt vorwiegend aufgrund ihrer starken Bitterstoffe. So ist die Hauptwirkung der Enzianwurzel denn auch die Anregung der Verdauung, was eine typische Wirkung von bitteren Substanzen ist. Als Nebenwirkung ist der Enzian jedoch auch kräftigend und stärkt das Kreislaufsystem. Bei zu hohem Blutdruck und auch in der Schwangerschaft sollte man jedoch von der Verwendung des Enzians absehen.
Die Enziane sind eine Pflanzengattung in der Familie der Enziangewächse. Die fast weltweit vorkommenden 300 bis 400 Arten gedeihen vorwiegend in den Gebirgen der gemäßigten Zonen der Nordhalbkugel, aber auch in den Anden. Einige Arten werden zur Schnapsherstellung und zur Gewinnung von Heilmitteln genutzt. Wenige Arten und Sorten verwendet man als Zierpflanzen.

Steckbrief
Haupt-Anwendungen: Verdauungsbeschwerden
Heilwirkung: antibakteriell, menstruationsfördernd, tonisierend
Anwendungsbereiche: Appetitlosigkeit, Blutarmut, Fieber, Herzbeschwerden, Kalte Füße, Kalte Hände, Krampfadern, Magenbeschwerden, Müdigkeit, Ohnmacht, Rekonvaleszenz, Rheuma, Schnupfen, Schwindel, Sodbrennen, Untergewicht, Verdauungsschwäche, Verstopfung
wissenschaftlicher Name: Gentiana lutea
Pflanzenfamilie: Enziangewächse = Gentianaceae
englischer Name: Gentian
volkstümlicher Name: Anzianwurzel, Bergfieberwurzel, Bitterwurzel, Butterwurz, Darmwurzen, Gelbsuchtwurzen, Halunkenwurz, Istrianswurzel, Jänzene, Jäuse, Sauwurz, Zergang, Zinzalwurz
Verwendete Pflanzenteile: Wurzel
Inhaltsstoffe: Bitterstoff, Gerbstoff, Gerbsäure, Gentianose, Gentiopikrin, Inulin, Schleim, Zink
Sammelzeit: Achtung! Die Pflanze ist geschützt! März, April, August, September

Anwendung
Die „Wurzelstöcke“ einiger Enzianarten werden seit dem Mittelalter zur Herstellung von Schnaps, als Arzneimittel und zur Appetitanregung verwendet. Im Gegensatz zu den auf vielen Flaschenetiketten abgebildeten blau blühenden Enzianen werden zur Schnapsbrennerei die großwüchsigen Arten (Hochstauden-Enziane), insbesondere der Gelbe Enzian, verwendet, außerdem wird auch Purpur-Enzian, Tüpfel-Enzian und Ungarischer Enzian dafür genutzt. Auch als Bitterstoff finden Enziane Verwendung. So wird aus der Wurzel bestimmter Arten die bitterste „natürliche“ Substanz der Welt gewonnen, das Amarogentin. Amarogentin ist auch in einer Verdünnung von eins zu 58 Millionen noch deutlich wahrnehmbar. Bei vielen Enzianarten schmecken auch die oberirdischen Teile bitter und werden deswegen vom Weidevieh gemieden. Dies ist ein Grund dafür, dass sich Enzianarten auf den beweideten Almwiesen besonders gut halten konnten. Alle europäischen Enzianarten stehen unter Naturschutz, das heißt, sie dürfen weder gepflückt noch ausgegraben werden. Daher werden zurzeit Versuche unternommen, den für die Schnapsherstellung benötigten Enzian zu kultivieren, und ein großer Teil der für Schnapsgewinnung und Arzneimittel benötigten Drogen wird schon als Spezialkultur auf Äckern angebaut und geerntet.
Die Hauptwirkung des gelben Enzians beruht auf den Bitterstoffen, die die Wurzeln enthalten. Sie machen die Enzianwurzel zu einem starken Magenmittel, das die Verdauung fördert. Man kann den Enzian als Tee trinken oder als Tinktur einnehmen.
Tee
Die getrockneten Stücke der Wurzel kann man als Aufguss zubereiten. Dazu übergießt man einen halben Teelöffel Enzianwurzel mit einer Tasse kochendem Wasser und lässt den Tee fünf bis zehn Minuten ziehen. Oder man bereitet den Enziantee als Kaltauszug zu. Dazu übergießt man einen halben Teelöffel Enzianwurzel mit kaltem Wasser und lässt es sieben bis acht Stunden ziehen. Danach abseihen und behutsam auf Trinkwärme erhitzen.
Tinktur
Für die Tinktur übergießt man die kleingeschnittenen Enzianwurzeln mit Doppelkorn oder Weingeist und lässt den Ansatz in einem verschlossenen Glas zwei bis sechs Wochen ziehen. Danach abseihen und dreimal täglich vor den Mahlzeiten zehn bis zwanzig Tropfen einnehmen.
Verdauung
Die Verdauung ist das Haupteinsatzgebiet des Enzians. Durch die Bitterstoffe wird die Bildung der Magensäfte angeregt. Der Appetit wird angeregt und Sodbrennen wird gemildert. Enzian wirkt außerdem leicht abführend und kann dadurch Verstopfung beheben.
Andere Einsatzgebiete
Außer zur Stärkung der Verdauung setzt die Volksheilkunde den Enzian auch zur Vorbeugung gegen Erkältungen ein. Er fördert zudem die Menstruation. Früher wurde Enzian auch gegen Ohnmachtsanfälle und kalte Hände und Füße verwendet.
Achtung! Den Enzian sollte man nicht bei bestehendem Bluthochdruck einsetzen. Auch in der ersten Phase der Schwangerschaft sollte man auf den Enzian verzichten.

Geschichtliches
Der Enzian wurde aufgrund seiner intensiven Bitterstoffe schon frühzeitig als Heilpflanze geschätzt. Sein Name geht auf den illyrischen König Gentis des Altertums zurück, der heilkundig war und den Enzian gegen die Pest einsetzte. Über alle Jahrhunderte hinweg wurde der Enzian häufig verwendet, vor allem bei Verdauungsbeschwerden, aber auch gegen allgemeine Schwäche und Blutarmut. Auch Kräuterpfarrer Kneipp schätzte den Enzian sehr und empfahl, ihn im Garten anzubauen, um seine Heilkraft immer zur Verfügung zu haben.

Pflanzenbeschreibung
Der gelbe Enzian ist eine typische Gebirgspflanze und wächst daher auf den Bergen der Alpen. Er kommt auch auf den höchsten Bergen des Schwarzwalds und der Vogesen vor. Da der gelbe Enzian auf Kuhweiden eher ungeliebt ist und früher im großen Stil zur Gewinnung als Medizinalpflanze und für Kräuterbitter eingesetzt wurde, wurde er immer seltener bis er so selten war, dass er unter Naturschutz gestellt werden musste. Inzwischen haben sich die Bestände durch den Schutz wieder erholt. Der Enzian ist eine mehrjährige Pflanze, die bis zu sechzig Jahre alt werden kann. Er wächst allerdings auch recht langsam und blüht meistens erst nach zehn Jahren. Die dicke, ästige Wurzel wird bis zu einen Meter lang. Besonders massive Exemplare können bis zu vier Kilo wiegen. Außen sind die Wurzeln braun und innen gelb. Die Wurzeln des giftigen, weißen Germers, dessen Blätter denen des Enzian ähneln, sind deutlich kürzer und innen weiß. Das ermöglicht eine Unterscheidung der beiden Wurzeln. Sobald der Frühling weit genug fortgeschritten ist, dass der Schnee dauerhaft schmilzt, wachsen aus der Wurzel bodennahe Blätter. Die Blätter sind groß und spitz eiförmig. Sie haben mehrere ausgeprägte Nerven, die bogenförmig verlaufen. Wenn sich der Stängel nach oben streckt, wachsen die Blätter in Etagen gekreuzt gegenständig. Diese Blätter sind nach unten gebogen, sodass sie fast wie Schalen wirken. Ab Juni bis Anfang August blüht der Enzian mit gelben Blüten, die oberhalb der Blätteretagen in dichten Quirlen wachsen. Die Blüten sind fünfzählig und radförmig. Aus den Blüten entwickeln sich dicke aufrecht stehende Schoten, die kleine Samen enthalten. Der blaue Enzian, über den Lieder gesungen werden, ist übrigens ein naher Verwandter der gleichen Gattung. Er hat ähnliche Inhaltsstoffe, ist jedoch weniger heilkräftig.
Vegetative Merkmale
Enzianarten wachsen als ein- bis zweijährige oder ausdauernde krautige Pflanzen. Die aufsteigenden bis selbständig aufrechten Stängel sind gerillt oder kantig. Es gibt bei manchen ausdauernden Arten generative und vegetative Sprossachsen. Die gegenständigen oder selten wirtelig angeordneten Laubblätter stehen in grundständigen Rosetten oder am Stängel verteilt. Die einfachen Blattspreiten besitzen einen glatten Blattrand.
Generative Merkmale
Die Blüten stehen seiten- oder endständig, einzeln oder meist zu mehreren in zymösen Blütenständen oder manchmal in kleinen Gruppen oder Wirteln. Die zwittrigen Blüten sind radiärsymmetrisch und meist fünf-, selten vier- oder sechs- bis achtzählig mit doppelter Blütenhülle. Die grünen Kelchblätter sind bis etwa der Hälfte ihrer Länge verwachsen. Die Kelchzähne sind faden- bis eiförmig und besitzen einen erhabenen Mittelnerv. Die meist fünf, selten vier oder sechs bis acht Kronblätter sind oft langröhrig, verkehrt-kegelförmig, glocken-, stielteller-, krug- oder selten radförmig (wohl nur bei Gentiana lutea) verwachsen. Meist sind die Kronröhren viel länger als die Kronzipfel. Zwischen den Kronzipfel befinden sich Faltenlappen. Die Kronblätter können ganz unterschiedliche Blautöne aufweisen oder sind gelb bis weißlich. Es ist nur ein Kreis mit vier oder fünf, selten vier oder sechs bis acht Staubblättern vorhanden; sie sind mit der Kronröhre verwachsen. Die Staubblätter ragen nicht über die Kronblätter hinaus. Die Staubfäden sind an ihrer Basis mehr oder weniger geflügelt. Die Staubbeutel sind meist frei, selten hängen sie zusammen. Es sind fünf bis zehn Drüsen an der Basis des Fruchtknotens vorhanden. Der sitzende oder an einem langen Gynophor befindliche Fruchtknoten ist oberständig. Der Griffel ist meist kurz und linealisch, oder seltener lang und fadenförmig oder er fehlt. Die Narbenlappen sind frei oder verwachsen, zurückgebogen, meist länglich bis linealisch, selten ausgebreitet und gerundet. Die Kapselfrüchte sind zylindrisch bis ellipsoid und geflügelt, oder mehr oder weniger schmal verkehrt-eiförmig (schmal ellipsoid bei Gentiana winchuanensis) und enthalten viele Samen. Die Samen können geflügelt oder ungeflügelt sein. Die Samenschale ist winzig netzartig, runzelig oder areolate (gefeldert).

Anbautipps
Man kann den Enzian relativ gut im Garten anbauen, obwohl er normalerweise nur im Gebirge heimisch ist. Am liebsten gedeiht er auf Kalkböden, Granit oder Gneiss, man kann aber auch normale Gartenerde für ihn verwenden. Da ein aus Samen gezogener Enzian meistens zehn Jahre lang braucht, bis er das erste Mal blüht, ist es einfacher, wenn man ihn als fertige Pflanze oder Wurzelstock kauft und im Garten einpflanzt. In tiefgründiger Erde kann die Wurzel des Enzians besonders groß werden. Da der Enzian unter Naturschutz steht, darf man ihn auf keinen Fall in der Natur ausgraben, um ihn anschließend einzupflanzen.

Sammeltipps
Wild wachsender Enzian darf nicht gesammelt werden, weil der Enzian geschützt ist. Nur Enzian aus dem eigenen Garten darf geerntet werden. Dazu wartet man, bis die Enzianpflanze groß und kräftig ist. Das kann etliche Jahre in Anspruch nehmen, etwa zehn Jahre alleine bis zur ersten Blüte. Die Wurzel wird im Herbst nach der Blüte oder im Frühjahr vor dem Austrieb der neuen Blätter geerntet. Die Wurzel in tiefgründiger Erde kann bis zu vier Kilo schwer werden. In manchen Fällen wird sie bis zu einen Meter lang. Nach der Ernte schneidet man die Wurzel längs durch und hängt sie auf einen Faden gefädelt an einem trockenen, warmen Ort zum Trocknen auf. Als Alternative zum Trocknen kann man die frische Enzianwurzel auch verwenden, um eine Tinktur darauf anzusetzen.




FÄRBERWAID t


Der Färberwaid ist eine Pflanze, die im mittleren/südlichen Europa und Vorderasien vorkommt. Die Pflanze liefert einen blauen Farbstoff, der in der Vergangenheit sehr wichtig war. Über die Jahrhunderte wurde es ruhig um den Färberwaid, ein paar verwilderte Pflanzen findet man auf Unkrautfluren und in Weinbergen. Heute entdeckt man die pilzhemmende Färbewirkung und den Nutzen für die Gesundheit neu. Man untersucht heute die Wirkung auf Tumore und Viren.
Der Färberwaid, Pastel oder Deutsche Indigo ist eine zweijährige Pflanze aus der Familie der  Kreuzblütengewächse. Er stammt aus  Westasien, wurde aber bereits vor vielen Jahrhunderten in Europa als  Färberpflanze kultiviert. Aus dem Färberwaid wurde in Deutschland Indigo (Indigoblau) gewonnen. Erst an der Luft oxidiert der Farbstoff und wird langsam blau.

Steckbrief
Haupt-Anwendungen:
Entzündungen, Pilze, Tumore, Viren
Heilwirkung:
adstringierend, antibakteriell, antikarzinogen, antiviral, blutstillend, fiebersenkend, immunstärkend
Anwendungsbereich:
Abszesse, Blutstillung, Entgiftung, Fieber, Hautentzündungen, Geschwüre, Halsschmerzen, Hepatitis, Hirnhautentzündung, Krämpfe, Mumps, Pilze, Schuppenflechte, Schwellungen, Tumore, Viren
wissenschaftlicher Name:
Isatis tinctoria L.
Pflanzenfamilie:
Kreuzblütengewächse = Brassicaceae
englischer Name:
Glastum, Woad
volkstümlicher Name:
Deutscher Indigo, Falscher Indigo, Färberwaid, Waid
Verwendete Pflanzenteile:
Blätter, Samen, Wurzel
Inhaltsstoffe:
Farbstoffe, Gerbstoffe, Indican
Sammelzeit:
Frühling: Blätter, Herbst: Wurzel

Anwendung
Die Blätter enthalten das farblose Glykosid Indican, das nach der Ernte enzymatisch in Zucker und Indoxyl gespalten und zu Indigo oxidiert wird (Fermentation). Die vollständige Umwandlung nach einem  Färbevorgang nimmt etliche Stunden in Anspruch. Die Behauptung, hiervon leite sich der Ausdruck blaumachen ab, ist nur eine von mehreren ungesicherten Vermutungen. Zur Farbstoffgewinnung wurden Ende Mai, Anfang Juni die Blattrosetten des Waids in seinem ersten Standjahr geerntet. Man benutzte dafür ein Waideisen, mit dem man den Blattschopf von der Wurzel abstieß. Darum sprach man bei der Waidernte auch vom „Stich". Nach einem Stich trieb die Wurzel neu aus und nach etwa sechs Wochen konnte der nächste Stich erfolgen. In einem witterungsbedingt günstigen Jahr konnte man so bis zu vier Ernten einfahren. Meistens erreichte man eine höhere Zahl Stiche nach der Aussaat von Winterwaid, der gleich nach der Schneeschmelze keimte und früher reif für den ersten Stich wurde. Nach den Stichen im ersten Jahr ließ man nur einen Teil der Pflanzen ihren Zweijahres-Zyklus vollenden, um von diesem Waid Samen zu erhalten. Die Blattrosetten der gestochenen Waidpflanzen wurden zum Waschen zu einem fließenden Gewässer gebracht, wo die Bauern sie mit Harken unter das Wasser drückten, um sie vom Schmutz des Feldes zu befreien. Anschließend breitete man sie auf Wiesen aus und ließ die Blätter anwelken. Danach kamen sie unter das Rad der Waidmühle, das sie zu Waidmus zerquetschte. Aus diesem Mus wurden faustgroße Bällchen geformt, die sogenannten Waidballen. Diese legte man zum Trocknen auf Horden, wo sie um etwa zwei Drittel schrumpften. Dieser getrocknete Ballenwaid wurde dann auf Fuhrwerke verladen und zum Waidmarkt gebracht, wo ihn die Waidjunker begutachteten und den Bauern ein Angebot unterbreiteten. Erst die Waidhändler ließen das Halbprodukt weiterverarbeiten, indem sie die Bällchen auf den Waidböden zerschlagen und mit Wasser sowie Urin anfeuchten ließen. Während der sodann einsetzenden Gärung erfolgte die vorbeschriebene Aufspaltung des Indican. Für die im Herstellungsprozess des Farbstoffs benötigte Alkalie „Pottasche" (im Wesentlichen Kaliumkarbonat) wurde „Waidasche" meist aus Buchenholz oder anderen Harthölzern verwendet. Wegen des Holzschutzeffektes (gehemmtes Pilzwachstum) eignet sich die aus Färberwaid gewonnene blaue Farbe auch zum Streichen von beispielsweise Türen, Deckenbalken und Kircheninnenräumen. Aus den Wurzeln der Färberwaidpflanze wird der Waidbitterlikör hergestellt. Außerdem wird die Färberwaidwurzel als traditionelles chinesisches Heilmittel zur Bekämpfung von Grippeinfektionen (aber auch  Masern und  Mumps) verwendet.
Tee
Tee aus Wurzeln oder Blättern als zum Gurgeln bei Husten, Rachenentzündung und Pilzinfektionen im Mund-Rachen-Raum. Der Aufguss hilf äußerlich bei Hautkrankheiten, Schwellungen und stoppt Blutungen bei kleineren Wunden. Innerlich hilft der Aufguss bei Krebs und Virenerkrankungen, ist aber wegen der schwierigen Dosierung und der Giftwirkung gefährlich.
Salbe
Hildegard von Bingen stellte aus einer Waid-Abkochung, Hirschtalk und Geierfett eine Salbe bei Lähmungen her.
Samen-Öl
Das gepresste Öl hilft bei Hautkrankheiten.
TCM
Blätter und Wurzeln werden bei Viruserkrankungen eingesetzt.
Homöopathie
Bei einige Virenerkrankungen.

Geschichtliches
Der Färberwaid wird seit mindestens zwei Jahrtausenden als Rohstoff für einen blauen Farbstoff angebaut. Gefürchtet war der Gestank, der durch die Vergärung entstand, die nötig war um den Farbstoff Indigo zu gewinnen. Der Färberwaid wurde in England, Thüringen, Elsass und Südfrankreich angebaut. Im 17. Jahrhundert löste Indigo aus dem Indigostrauch den aus Färberwaid ab. Auch als Heilpflanze hat er eine lange Tradition, sowohl in Europa als auch in Asien. Innerlich wurde Färberwaid in Europa selten eingesetzt, er wurde meist in Salben verarbeitet. Nachdem der Färberwaid sowohl als Farbstoff als auch als Heilpflanze fast vergessen war, wird der Färberwaid heute wieder verstärkt genutzt. Zum einen eignet sich der Färberwaid für die Behandlung (gegen Pilze) und Färben von Holz und es wird die Wirkung auf Viren und Tumore untersucht.

Pflanzenbeschreibung
Im ersten Jahr bildet die zweijährige Pflanze eine Blattrosette mit 20 bis 30 cm langen lanzettlichen und ganzrandigen Blättern von blau-grüner Färbung. Diese sind meist kahl, nur später gebildete sind behaart. Der Färberwaid erreicht in der Regel eine Größe von 30 bis 150 Zentimetern. Im zweiten Jahr wachsen bis zu 120 bis 150 cm hohe aufrechte Stängel, die oben verzweigt und kahl, unten mit einzelnen Haaren besetzt sind. Die untersten Blätter sterben zur Blütezeit ab. Der Färberwaid blüht zwischen Mai und Juli. Die Blütenstände bestehen aus mehreren Trugdolden mit gelben, rapsähnlichen Blüten, die sich am Stängelende zu einem ausladenden Gesamtblütenstand verbinden. Die Einzelblüten sind tragblattlos, die vier gelben Blütenblätter haben einen Durchmesser von 4 bis 8 Millimetern, sind spatelig-zungenförmig und an der Spitze abgerundet. Es sind zudem vier gelblich-grüne, schmale, eiförmige Kelchblätter vorhanden. Der Fruchtknoten ist keulenförmig und flach. Die bläuliche Frucht ist ein Schötchen von 0,8 bis 2 Zentimetern Länge und 3 bis 7 Millimetern Breite mit je ein bis zwei ölhaltigen Samen. Sie hängt an einem 5 bis 8 Millimeter langen Stiel, der sich zum Fruchtansatz hin verdickt.
Der Färberwaid ist in Südosteuropa und Westasien heimisch. Er wächst bevorzugt als verwilderte Kulturpflanze auf trockenen und warmen Unkrautfluren und Weinbergen. Die zweijährige Pflanze wird zwischen 50 und 150 Zentimeter hoch. Die blaugrünen Blätter haben eine Lanzettenform. Die gelben Blüten er-scheinen zwischen Juli und August im zweiten Jahr. Die Blüten haben einen Durchmesser von 3-6 mm und sitzen an einer Blütentraube. Aus den Waid-Blüten entwickeln sich bis in den Herbst die Samen in schwarzbraunen geflügelten Schötchen. Die herabhängenden flachen Schötchen haben einen Durchmesser von etwa 10-25 mm.

Anbautipps
Im Frühling oder Spätsommer direkt an den gewünschten Standort aussäen. Der Färberwaid liebt einen warmen kalkreichen, stickstoffreichen und lockeren Boden. Die Pflanze sollte nicht ständig am gleichen Standort kultiviert werden.

Sammeltipps
Im Sommer die Blätter pflücken, in der Sonne oder im Backofen trocknen. Im Herbst die Wurzeln ausgraben, reinigen und im Backofen trocknen.



BACHBLÜTEN
Man fühlt sich als niedergeschlagener und erschöpfter Kämpfer, der trotzdem tapfer weitermacht und nie aufgibt (22 Oak)
-
Diese Menschen fühlen sich als niedergeschlagener, erschöpfter Krieger- und macht trotzdem tapfer weiter
 und gibt
- Mit der dementsprechenden Bachblüte können sie auch einmal nachgeben und aufhören und fühlen sich
 nicht mehr als niedergeschlagener & erschöpfter Kämpfer


BACHBLÜTEN
Man fühlt sich körperlich und geistig ausgelaugt und erschöpft. Alles ist zu viel (23 Olive)
-
Diese Menschen fühlen sich körperlich und auch geistig sehr ausgelaugt und sind erschöpft. Es ist ihnen
 einfach alles zu viel
- Mit der dementsprechenden Bachblüte können sie wieder Kraft tanken und fühlen sich körperlich & geistig
 ausgelaugt und es ist ihnen kaum mehr etwas zuviel


ERNÄHRUNG
Fette

Fette machen Speisen geschmackvoll, da die meisten Aromastoffe fettlöslich sind. Sie sind eine wichtige Energiequelle, Reservestoff und Träger der fettlöslichen Vitamine A, D, E und K. außerdem erfüllen sie wichtige Funktionen in der Zellmembran.

Zurück zum Seiteninhalt | Zurück zum Hauptmenü