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04.02.2020

tägliche News > 03.02.20 - 09.02.20
Angelika
Die mannshohe Angelika ist eine alte Heilpflanze aus dem Norden. Früher stand sie in jedem Garten, inzwischen findet man sie jedoch häufiger verwildert als in Hausgärten. Sie gehört zur großen Familie der Doldenblütler und ist eine von den großen Vertretern dieser Familie. Trotz der Größe besteht Verwechslungsgefahr mit dem tödlich giftigen Wasserschierling. Sie sieht auch dem Kümmel oder Anis sehr ähnlich. Man sollte die Pflanze also sehr gut kennen, bevor man sie sammelt. Die Angelika hat einen angenehmen aromatischen Geruch und einen süßen Ge-schmack. Es gibt noch weitere Angelika-Sorten, insbesondere in der Chinesischen Medizin z.B. chinesische Angelika (Angelica dahurica) und Taiwan Angelika (Angelica taiwaniana), diese sind aber keine Alternative zur heimischen Angelika. Die Angelika wird in Deutschland, Frankreich und Belgien landwirtschaftlich angebaut.
 
Steckbrief
Heilwirkung: antiseptisch,  abwehrsteigernd,  blähungstreibend (karminativ), galletreibend (cholagog), kraftspendend, krampflösend (spasmolytisch), magensaftfördernd, Appetitlosigkeit, Appetitmangel, Blähungen, Erkältungskrankheiten, Erschöpfungszustände, Kreislauf stabilisierend, Migräne, Rheuma, Gicht, Leberschwäche, Magen-Darm-Krämpfe, Magenschwäche, Magersucht (Anorexie), Menstruationsbeschwerden, Verdauungsprobleme, Verstopfung, Wechseljahresbeschwerden
wissenschaftlicher Name: Angelica archangelica L.
volkstümliche Namen: Artelkleewurz, Brustwurz, Dreieinigkeitswurzel, Edle Angelika, Engelwurz, Engelswurz, Engelbrustwurz, Gartenangelik, Geistwurz, Giftwürze, Glückenwurzel, Gölk, Heiligenbitter, Heiligengeistwurz, Heiligenwurzel, Luftwurz, Theriakwurz, Waldbrustwurz, Zahme Angelika, Zahnwurzel
Pflanzenfamilie: Doldenblütler = Apiaceae
englischer Name: Angelica
Verwendete Pflanzenteile: Wurzel, Blätter, Samen
Gegenanzeigen: nicht bei Schwangerschaft
Nebenwirkungen: Erhöht die Empfindlichkeit für Sonnenlicht.
Anwendungsdauer:3 Wochen, länger nur bei medizinischer Betreuung.
Tages-Dosis: Wurzel 4 Gramm, Extrakt 2 Gramm
Inhaltsstoffe: ätherische Öle, Angelicin, Bergapten, Bitterstoffe, Furanocumarine, Imperatorin, Pentadecanolid, Umbelliferon, Xanthotoxin
Sammelzeit: Wurzel: zeitiges Frühjahr oder Spätherbst, Blätter: Vor der Blüte
Samen: Oktober-Dezember
 
Wirkung
Die Inhaltsstoffe entfalten schon im Mund ihre Wirkung, im Mund beginnt Speichel zu fließen. Im Magen werden Verdauungssäfte freigesetzt und die Gallenblase gibt ihre Gallenflüssigkeit frei. Auf dem Weg durch die Verdauungsorgane wirken die verschiedenen Wirkstoffe direkt am Ort der Probleme. Einige Inhaltsstoffe (Furanocumarine) erhöhen die Empfindlichkeit für Sonnenlicht und können bei empfindlichen Menschen eine Entzündung der Haut und Ekzeme verursa-chen.
 
Anwendung
 
Für einen Tee nimmt man einen halben TL trockene Wurzel auf eine Tasse Wasser. Der Tee wird kalt angesetzt, dann kurz aufgekocht und fünf Minuten ziehen gelassen. Davon trinkt man täglich bis zu zwei Tassen. Auch als Tinktur ist die Angelika geeignet. Von der Tinktur nimmt man 2-3 mal täglich 20 Tropfen. Statt der Wurzel kann man die sanfter wirkenden Samen oder getrockneten Blätter benutzen.
 
Nutzung
Verwendung finden vor allem die unterirdischen Pflanzenteile, die Bitterstoffe und ätherische Öle enthält, also zu den Amaradrogen gehört. Alkoholische Auszüge oder Tees werden gegen Appetitlosigkeit, leichte Magen- und Darmkrämpfe, Völlegefühl und Blähungen eingesetzt. Engelwurz wirkt karminativ, antimikrobiell bzw. antibiotisch und regt die Magensaft- und Bauchspeicheldrüsen-Sekretion an. In der Volksmedizin wird das ätherische Öl aus den Wurzeln innerlich bei Schlaflosigkeit und äußerlich bei Rheuma und Neuralgien angewendet. In größe-ren Mengen ist das ätherische Öl toxisch. Das Öl aus Wurzeln und Samen ist Be-standteil von Kräuterlikören und Bitterschnäpsen, wie Boonekamp, Bénédictine und Chartreuse. Kandierte Stängel werden als Süßigkeit und als Verzierung für Backwaren angeboten. Engelwurz ist auch Bestandteil des Schneeberger Schnupftabaks. Mit den Früchten werden Wermutwein, Gin und Chartreuse aro-matisiert. Madaus nennt auch einen "Choleralikör". Bei Wildsammlungen besteht eine Gefahr der Verwechslung mit anderen Doldenblütlern, etwa dem giftigen Gefleckten Schierling. Der kommerzielle Anbau erfolgt vorwiegend in Polen, den Niederlanden und Deutschland, in geringerem Ausmaß auch in Belgien, Frankreich, Italien, Schweiz und Tschechien. Angebaut werden vornehmlich Landras-sen, die der Varietät sativa der Unterart archangelica zugerechnet werden und die manchmal als eigene Art Angelica sativa bezeichnet wird. Die Ernte erfolgt in der Regel im Oktober und November des zweiten Anbaujahres nach Eintritt der Vegetationsruhe. Die Erträge liegen zwischen 2,5 und 4 Tonnen pro Hektar. Der Sage nach zeigte ein Engel den Menschen die Pflanze, daher der Name. Die Lap-pen essen sie noch heute, bei den Grönländern sei sie nach Rikli fast die einzige pflanzliche Kost. Madaus empfiehlt besonders die frische, im Frühjahr gegrabene Wurzel der Pflanze, von ihm zitierte Autoren z.T. auch Kraut und Samen. Die Ärzte der Renaissance lobten die Hilfe der Engelwurz gegen die Pest, Paracels-us auch bei inneren Infektionen, als Herzmittel und bei Blähungen. Nach Lonicerus treibt sie Gift aus, wärmt u.a. bei Bauch- und Brustaffektionen, der Geruch soll das Herz stärken. Matthiolus schloss Fisteln mit dem Wurzelsaft. Hufeland ver-ordnete Angelica bei Schwächezuständen während Typhus, Dysenterie, Perip-neumonie und Nervenfiebern, Renner bei Hydrops, von Schwarz bei Febris puer-peralis putrida, Clarus als Antiparalytikum und Stomachikum. Kneipp berichtet Erfolge bei Ruhr und Cholera, das Pulver reinige Magen und Darm, aber auch die Lunge und wirke wundheilend, bei Kolik, Unterbauchschmerzen, Hals- und Kehlkopfbeschwerden. Nach Leclerc helfen Aufguss oder Tinktur vor jeder Mahlzeit bei Appetitlosigkeit. Die Volksmedizin schätzt Engelwurz als schweißtreibendes, magenstärkendes, katarrh- und krampflösendes Mittel, in der Schweiz als Antidot und bei zähem Schleim. Kommission E empfiehlt Angelicawurzel bei Appetitlosig-keit und Verdauungsbeschwerden. Die Tagesdosis beträgt 4,5 g Droge bzw. 10-20 Tropfen ätherisches Öl. Kontraindikationen und Interaktionen sind nicht bekannt. Die enthaltenen Furanocumarine wirken UV-sensibilisierend.
 
Pflanzenbeschreibung
Die Angelika ist eine zweijährige Pflanze. Im ersten Jahr bildet sie Blätter am Boden aus und im zweiten Jahr wächst sie hoch und blüht. Im blühenden Zu-stand wird die Angelika bis zu 2m hoch. Wie andere Doldenblütler bestehen ihre Blüten aus Dolden, die bei der Angelika eher rund als flach sind. Da sie nur sehr langsam keimt, ist es nicht so einfach, sie anzubauen. Wenn sie sich in einem Garten jedoch eingelebt hat, sät sie sich auch von selbst aus und kommt dann immer wieder.
 
Ernte
Bei der Ernte sollten Handschuhe getragen werden, weil die Pflanzensäfte die Haut stark reizen. Die Wurzeln dürfen nicht bei Wärme oder im Backofen getrocknet werden, so sonst die wertvollen ätherischen Öle verdunsten. Gut geeignet ist ein trockener und luftiger Dachboden. Die Blätter erntet man vor der Blüte und trocknet diese sanft ohne zu erhitzen. Die Samen werden im Spätherbst oder frühen Winter geerntet und werden ohne starke Wärme oder gar Hitze sanft nachgetrocknet.

Behaarte Karde
Die Behaarte Karde ist zierlicher als die Wilde Karde, die Blütenköpfe sind deutlich kleiner. Ist die Wilde Karde ein häufiger Wegbegleiter, so ist die behaarte Karde sehr selten. Man findet diese weißgelb blühende Karden-Art an Wegen und Lichtungen von Auwäldern in den submediterranen Teilen Europas. In der Volksheilkunde wird die behaarte Karde genauso eingesetzt wie ihre wilde Schwester, wenn auch viel seltener. Da die Pflanze sehr selten ist, sollte sie nicht gesammelt werden.
 
Steckbrief
Haupt-Anwendungen: Wundheilung
Heilwirkung: adstringierend, antibakteriell, blutreinigend, diuretisch, harntreibend, immunsystemstärkend, schweißtreibend
Anwendungsbereiche: Volksheilkunde: Borreliose, Durchfall, Fingerwunden, Furunkel, Gallenschwäche, Gicht, Gichtschmerzen, Hautkrankheiten, Kopfschmerzen, Magenschwäche, Ödeme, Rheuma, Sommersprossen, Verdauungsschwäche, Warzen, Wunden
wissenschaftlicher Name: Dipsacus pilosus L.
Pflanzenfamilie: Kardengewächse = Dipsacaceae
englischer Name: Small Teasel
volkstümlicher Name: Behaarte Karde, Borstenkarde, Hirtenstab, Schlanke Karde
Verwendete Pflanzenteile: Wurzel
Inhaltsstoffe: Bitterstoffe, Glykoside, Inulin, organische Säuren, Saponine, Scabiosid, Tannine
Sammelzeit: Frühjahr, Herbst
 
Anwendung
Borreliose
Die Wurzel der Behaarten Karde kann man als Tinktur oder Tee gegen Borreliose einsetzen, wenn eine Therapie mit Antibiotika nicht anschlägt oder auch begleitend zu einer Antibiotikabehandlung.
Tinktur
Die Tinktur wird am besten aus der frischen geernteten Wurzel hergestellt. Drei Wochen soll sie ziehen, bevor man sie abseiht. Von dieser Tinktur nimmt man dreimal täglich 5 - 50 Tropfen.
Tee
Aus der Kardenwurzel kann man auch einen Tee zubereiten. 2 Teelöffel mit 250ml kaltem Wasser ansetzen, aufkochen, 10 Minuten ziehen lassen, abseihen. Der Tee kann innerlich und äußerlich eingesetzt werden.
 
Pflanzenbeschreibung
Die Behaarte Karde ist eine zweijährige Pflanze, die Wuchshöhen von 60 bis 120 Zentimeter erreicht. Sie ist aufrecht und verzweigt. Sowohl Stängel als auch Laubblätter sind mehr oder weniger stark borstenhaarig und stachelig. Die Laubblätter sind am Grund verwachsen. Die untersten sind langgestielt, eiförmig, in der Regel ganzrandig und haben manchmal zwei kleinere Seitenfiedern. Die oberen Blätter sind eiförmig-elliptisch, kurzgestielt und oft dreiteilig. Die weiß oder gelblich-weiß gefärbten Blüten sind in einem dichten, kugeligen, kopfigen Blüten-stand angeordnet, der einen Durchmesser von 2 bis 2,5 Zentimeter aufweist und vor dem Aufblühen nickend ist. Die Tragblätter sind borstig gewimpert und lang zugespitzt. Die Hüllblätter sind ein wenig länger als die Blüten. Die Blütezeit reicht von Juli bis August. Die Behaarte Karde ist in Europa und Ozeanien heimisch. Sie wächst bevorzugt in Auwäldern an Wegen und Lichtungen. Die zweijährige Pflanze wird zwischen 70 und 150 Zentimeter hoch. Im Frühjahr treibt die Wurzel zu-nächst Blätter aus. In Bodennähe wächst dann eine Blattrosette. Die Blätter sind oval bis länglich und die unteren Blätter sind meistens gelappt. Im zweiten Jahr wächst der Stängel mit den Blüten. Die runden Blütenköpfe erscheinen zwischen Juli und September und haben einen Durchmesser von 15 - 20 mm. Die Blütenfarbe ist weiß bis gelb. Aus den Blüten entwickeln sich bis in den Spätherbst die Samen.
 
Anbautipps
Die Behaarte Karde ist anspruchslos. Im Herbst oder Frühling in Töpfchen aussäen und den Boden feucht halten. Sobald die Pflanze kräftig genug ist, ins Frei-land setzen. Die Pflanze blüht erst im zweiten Jahr.
 
Sammeltipps
Die Wurzel der Behaarten Karde gräbt man am besten im Herbst oder Frühjahr aus. Da die Pflanze sehr selten ist, sollte sie nicht in der Natur gesammelt wer-den. Die Ernte ist bei allen Karden-Arten gleich: Karden-Ernte. Entweder trocknet man sie zügig, bei knapp 40°C im Backofen, oder man setzt aus der frischen Wurzel eine Tinktur an.

Bachblüten
Ich suche die Schuld immer bei mir (24 Pine)
-        Diese Menschen suchen die Schuld immer an sich
-        Mit der dementsprechenden Bachblüte suchen sie die Schuld nicht mehr so häufig bei sich
Bachblüten
Als Elternteil lässt deinem Kind aus Angst wenig Freiraum (25 Red Chestnut)
-        Diese Menschen (Elternteil) lassen ihren Kindern vor lauter Angst um sie, sehr wenig Freiraum
-        Mit der dementsprechenden Bachblüte können sie diese Angst allmählich ablegen
Ohne Frühstück
Viele Menschen haben es sich abgewöhnt zu frühstücken. Die Gewohnheit führt dazu, dass man sogar meint, man bräuchte und möchte kein Frühstück essen…
Mittags bleibt auch oft nur Zeit für eine Kleinigkeit zwischendurch.
Abends hat sich dann richtiger Heißhunger entwickeln, weswegen man nicht nur schneller isst, sondern auch eher Lust auf energiereicher Lebensmittel mit hohem Fett- und Zuckergehalt greift.
7 Chestnut Bud
Sie sind unfähig aus deren Fehlern zu lernen. Man flüchtet sich lieber in neue Projekte oder Unternehmungen, als vergangene Erlebnisse aufzuarbeiten. Sie sind nicht bereit, aus Erfahrungen anderer dazu zu lernen und leben in deren eigenen Welt.
Mit der dementsprechend Bachblüten haben sie wieder großen Spass am lernen, sind immer mehr interessiert, etwas dazu zu lernen und sie können aus Beobachtungen lernen.
 Mehr dazu auf meiner Homepage: www.kraft-durch-kräuter-und-bachblüten.at
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