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Natternkopf
Der Gewöhnliche Natternkopf oder Blaue Natternkopf ist eine Pflanzenart aus der Gattung Natternköpfe innerhalb der Familie der Raublattgewächse. Im Volksmund wird er „Blauer Heinrich“, in Österreich auch „Himmelbrand“, „Starrer Hansl“ oder „Stolzer Heinrich“ genannt.
Der Natternkopf ist in warmen Gegenden Mitteleuropas eine häufige Pflanze und reckt an steinigen Wegrändern seine blauen Blütentrauben in die Höhe. Da der Stängel sehr schnell wächst, ist der Natternkopf nach dem Mähen oft die erste höhere Pflanze, die sich wieder nach oben wagt. Er ist ein Verwandter des Boretsch und des Beinwells und hat auch ähnliche Heilwirkungen. Allerdings wird er in der Pflanzenheilkunde kaum eingesetzt.
Der Gewöhnliche Natternkopf (Echium vulgare mit seinen schönen blauen Blüten zählt zu einem unserer häufigsten Wildkräuter. Die Blätter des Raublattgewächses sind grundsätzlich essbar, werden aber aufgrund der enthaltenen Pyrrolizidinalkaloide oft gemieden. Als Heilpflanze wird der Natternkopf gelegentlich gegen Hautbeschwerden genutzt. Natternköpfe haben einen hohen ökologischen Nutzen, da die Pflanze eine beliebte Nektarpflanze von Bienen und Hummeln ist.
 
Steckbrief
Heilwirkung: erweichend, harntreibend, lindernd, schweißtreibend, Husten, Fieber, Kopfschmerzen, Verstauchungen,  Quetschungen,  Schlangenbisse, Wunden, Hautrötungen, Furunkel, Nagelbettentzündung, eiternde Wunden, Unterschenkelgeschwüre (offene Beine)
wissenschaftlicher Name: Echium vulgare
Pflanzenfamilie: Rauhblattgewächse = Boraginaceae
englischer Name: Viper's bugloss
volkstümlicher Name: Blaue Ochsenzunge, Blauer Natternkopf, Gemeiner Natterkopf, Gemeiner Natternkopf, Gewöhnlicher Natternkopf, Himmelbrand, Natterkopf, Starrer Hansl, Stolzer Heinrich
Verwendete Pflanzenteile: Kraut, Wurzel
Inhaltsstoffe: Allantoin, Consolidin, Heliosupin
Sammelzeit: Mai bis Oktober
 
Anwendung
Der Gewöhnliche Natternkopf wird als Zierpflanze verwendet, beispielsweise in Wildpflanzengärten. Der Gewöhnliche Natternkopf ist eine sehr gute Bienenweide. In der Imkerei ist er aufgrund des hohen Zuckergehalts seines Nektars (25%) und seines sehr hohen Zuckerwerts (1,64mg Zucker/Tag je Blüte) eine geschätz-te Nebentracht. Auf einer mit ihm bestandenen Fläche von einem Hektar sind Honigerträge bis zu 429 kg pro Blühsaison möglich. Laut Bundesinstitut für Risikobewertung enthält Honig aus Natternkopf Pyrrolizidinalkaloide, die von den Bienen über den Pollen in den Honig eingetragen werden. Es rät daher, die Belastung von gemischten Honigen durch die Auswahl von geringer belasteten Rohhonigen zu senken.
Der Natternkopf wird kaum als Heilpflanze verwendet. Von der Schulmedizin wird er fast vollständig ignoriert, aber auch die Volksheilkunde benutzt den Natternkopf kaum noch. Seine Heilwirkungen sind jedoch ähnlich wie die von Boretsch und Beinwell. Sogar eine Heilwirkung bei Schlangenbisse wird dem Natternkopf nachgesagt, aber es ist sehr fraglich, ob diese Wirkung wirklich besteht.
Tee
Aus dem frischen oder getrockneten Kraut kann man einen Tee zubereiten mit zwei Teelöffeln Natternkopfkraut pro Tasse. Mit kochendem Wasser übergie-ßen und fünf bis zehn Minuten ziehen lassen. Dann abseihen und auf Wunsch mit Honig süßen und in kleinen Schlucken trinken. Den Tee kann man gegen Atemwegserkrankungen und Erkältungen verwenden. Auch bei Kopfschmerzen soll der Tee helfen.
Pflanzenspitzen
Wenn man die blühenden Spitzen der Pflanze sehr fein schneidet, kann man sie als Breiumschlag zur Behandlung von Nagelbettentzündungen und Furunkel verwenden.
Pflanzensaft
Den frisch gepressten Saft der Pflanze kann man auf gerötete und gereizte Haut auftragen. Als Breiumschlag hilft er bei Furunkel und Abszesse.
Wurzeln
Die Wurzeln enthalten Allantoin, wie die Wurzeln des Beinwells. Daher können sie auch ähnlich eingesetzt werden wie Beinwellwurzeln, beispielsweise als Salbe oder Breiumschlag gegen Probleme der Haut und Verletzungen des Bewegungsapparates.
Verwendung als Heilkraut
Der Natternkopf findet für medizinische Anwendungen in Deutschland kaum Beachtung. Heute wird vom Gebrauch der Blätter aufgrund der enthaltenen Pyrrolizidinalkaloide auch abgeraten.
In der Vergangenheit wurde die Pflanze jedoch als Heilkraut verwendet. In einigen Kräuterbüchern (z.B. P.A. Matthioli) wird die Pflanze als „Wilde Ochsenzunge“ beschrieben. Empfohlen wurde der Natternkopf u.a. bei der Wundheilung von Schlangenbissen.
Nebenwirkungen und Anwendungsbeschränkungen: Der Gewöhnliche Natternkopf enthält wie die meisten anderen Arten der Familie der Raublattgewächse Pyrrolidizinalkaloide. Höhere Anteile finden sich vor allem in den Blättern und Stängeln, während die Samen kaum betroffen sind. Da die Alkaloide in größeren Mengen toxisch auf die Leber und Nieren wirken können, sollte die Pflanze nicht eigenständig verwendet werden.
Verwendung von Natternkopf
Der Natternkopf wird in der Küche und als Heilkraut heute nur noch selten verwendet. Meistens haben vor allem Gärtner Freude an dieser Pflanze, da sie viele wichtige Insekten anlockt und hübsch anzusehen ist.
Verwendung als Küchenkraut
Natternkopf ist ein typisches Wildkraut, dessen Pflanzenteile in Maßen dosiert grundsätzlich essbar sind. Genießbar sind vor allem die folgenden Pflanzenteile:
Blätter: Zubereitung als Gemüse oder in Wildkräutersalaten
Samen: sind sehr ölreich und können ebenfalls in Nuss-Bratlingen verarbeitet werden.
Blüten: Als Dekoration in Obstsalaten, Kuchen oder Torten
Die Blätter des Natternkopfs lassen sich als Spinat zubereiten und haben einen gurkenähnlichen Geschmack. Der Gurkengeschmack ist hier jedoch bei weitem nicht so ausgeprägt wie beim Borretsch. Für die Zubereitung werden vor allem die jungen Blätter verwendet. Die Blätter werden in Salzwasser mit anderen Kräutern ziehen gelassen und anschließend klein gehackt sowie gedünstet.
 
Geschichtliches
Früher galt der Natternkopf als Mittel gegen Schlangenbisse. Vermutlich rührt diese Anwendung daher, dass die Blüten ein wenig an die Köpfe von Schlangen erinnern. Somit wäre es also eine Anwendung aufgrund der Signaturenlehre. Der Natternkopf wurde früher auch als Aphrodisiakum geschätzt. Außerdem wurde die Wurzel des Natternkopfes zum Färben verwendet. Man kann mit der Wurzel rot färben.
 
Pflanzenbeschreibung
Der Natternkopf ist in ganz Europa und Westasien heimisch. In Deutschland ist er sehr verbreitet. Bevorzugt wächst der Natternkopf an trockenen, steinigen Stellen, wie Wegrändern, Steinbrüchen, Waldlichtungen und Böschungen. Die zwei- oder mehrjährige Pflanze wird bis zu einen Meter hoch. An den Stängeln und den Blättern wachsen viele Borsten. Die Blätter sind schmal lanzettlich und werden bis zu zehn Zentimeter lang. Sie wachsen direkt am Stängel und werden zum Stängel hin schmaler. Die Blüten wachsen an der Spitze der Pflanze in einer lockeren Traube. Zuerst sind sie rötlich-rosa und später werden sie blau. Sie sehen ein wenig aus wie der Kopf einer Schlange mit züngelnder Zunge, was der Pflanze wohl den Namen "Natternkopf" eingebracht hat. Aus den Blüten entwickeln sich Spaltfrüchte, die die Samen enthalten.
Der Gewöhnliche Natternkopf ist eine zweijährige oder mehrjährige krautige Pflan-ze und erreicht Wuchshöhen von 25 bis 100 Zentimetern. Der Gewöhnliche Natternkopf besitzt steife „Borsten“ an Stängeln und Blättern. Die Borstenhaare sind am Grund knotig verdickt.
Die Blütezeit reicht von Mai bis Oktober. Seine Blüten stehen in Thyrsen mit einfachen Wickeln. Die Blütensind fünfzählig mit doppelter Blütenhülle und im Gegensatz zu den Blüten der meisten anderen Boraginaceen schwach zygomorph. Die Kronblätter sind 15 bis 22 Millimeter lang, zuerst rosafarben bis violett, später färben sie sich blau bis himmelblau. Charakteristisch ist die trichterförmige Kronröhre mit ungleichen Zipfeln. Die Staubblätter sind ungleich lang und ragen aus der Blüte heraus. Der Fruchtknoten ist tief vierspaltig. Der Griffel ist zweispaltig und zwischen den Klausen grundständig. Die Klausenfrüchte (Spaltfrüchte) zerfallen in vier kleine, glatte Teilfrüchte, sogenannte Klausen.

Olive
Die Frucht des mediterranen Olivenbaums ist voll mit wertvollem Pflanzenöl und würzigen, bitteren Stoffen. Das Olivenöl ist nicht nur ein sehr gesundheitsförderndes Öl in der Küche, sondern stellt auch ein besonders heilsames Öl zur Behandlung der Haut dar. Mit dem reinen Öl kann man die gereizte Haut von Neurodermitikern pflegen, oder man verwendet das Olivenöl in Cremes und Lotionen. Die Olivenfrucht in der Küche stärkt die Leber und hilft bei der Verdauung. Auch Olivenblätter kann man als Heilpflanze einsetzen. Als Bachblüte steht die Olive für die Lebenskraft und Regenerationsfähigkeit.
Der Olivenbaum, auch Echter Ölbaum genannt, ist ein mittelgroßer, im Alter oft knorriger Baum aus der Gattung der Ölbäume, die zur Familie der Ölbaumgewächse gehört. Er wird seit dem 4. Jahrtausend v. Chr. als Nutzpflanze kultiviert.
 
Steckbrief
Heilwirkung: Hauterkrankungen, Ekzeme, Neurodermitis, Leber stärkend, Verstopfung, Gallensteine, hoher Blutdruck
wissenschaftlicher Name: Olea europaea
Pflanzenfamilie: Ölbaumgewächse = Oleaceae
englischer Name: Olive
Verwendete Pflanzenteile: Früchte, Öl, Blätter
Inhaltsstoffe: Fettes Öl, Bitterstoffe
Sammelzeit: Herbst
 
Pflanzenbeschreibung
Der Olivenbaum wächst als reich verzweigter, immergrüner Baum oder Strauch und erreicht (je nach Sorte) Wuchshöhen von 10 bis zu 20 Meter. Die wilden Olivenbäume sind kleiner als die Züchtungen. Junge Zweige sind etwas kantig. Die grün-graue, glatte Rinde junger Zweige, die Blattstiele und die Blattspreite sind intensiv silber-grau oder rostfarben beschuppt, die Rinde wird im Alter zu einer rissigen Borke. Der Olivenbaum benötigt viel Zeit zum Wachsen, kann jedoch mehrere hundert Jahre alt werden. Das älteste bekannte Exemplar in Vouves auf Kreta (Griechenland) wird auf 4000 Jahre geschätzt. Da das Innere des Baumes zur genaueren Bestimmung fehlt, geht man von mindestens 2000 Jahren aus. Weitere sehr alte Olivenbäume befinden sich in Spanien: ein Exemplar in Tarragona ist über 1700 Jahre alt, ein weiterer 1200 Jahre alter Baum steht in Castellón. Die Olivenbäume in den Olivenhainen werden zur besseren Ernte beschnitten, damit sie kleiner bleiben. Dabei gilt im Allgemeinen die Regel: je krummer und knorriger, desto besser der Ertrag.
Die Entwicklung und der Wuchs der Wurzeln hängt maßgeblich von der Lockerheit des Bodens ab. Ein lockerer Boden bewirkt ein nahezu senkrechtes Wachstum bis zu 7m in die Erde; ist der Nährboden jedoch fest und felsig, entwickeln sich die Wurzeln eher flach und bilden ein verzweigtes Netzwerk um den Stamm herum. Im Allgemeinen befinden sich die meisten Wurzeln, unabhängig von der Bodenbeschaffenheit, jedoch in etwa 1 m Tiefe. Jede Hauptwurzel der Olive kann einem bestimmten Hauptast zugeordnet werden – ent-fernt man diesen Ast, degeneriert im Boden der gesamte Wurzelabschnitt.
Der Olivenbaum ist eine immergrüne Pflanze, das heißt, er verliert zu keiner Jahreszeit all sein Laub, sondern mehrere Jahre alte Blätter werden jahreszeitunabhängig abgeworfen. Die gegenständigen, kleinen Laubblätter sind in Blattstiel und Blattspreite gegliedert. Der Blattstiel ist 2 bis 5 mm lang. Die einfache, ledrige Blattspreite ist schmal lanzettlich bis elliptisch, selten schmal eiförmig, 1,5 bis 10 cm lang, 0,5 bis 2 cm breit, ganzrandig und läuft lanzettenförmig spitz nach vorne zu. Auf beiden Seiten der Mittelrippe befinden sich 5 bis 11 Hauptseitennerven. Die Blattoberseite ist graugrün. Die silbrig glänzende und grau gefärbte Blattunterseite besitzt kleine Härchen; sie sind als Sternhaare oder sternförmige Schuppenhaare ausgebildet, die die Wasserabgabe des Baumes vermindern, indem sie die Diffusion von Wasserdampf aus den Spaltöffnungen vermindern.
Abhängig vom Verbreitungsgebiet blühen Olivenbäume von Ende April bis Anfang Juni. An end- oder seitenständigen, 2 bis 4 cm langen, rispigen Blütenständen stehen zwischen 10 und 40 Blüten. Die fast sitzenden, vierzähligen Blüten des Oli-venbaumes sind zwittrig, können aber funktional eingeschlechtig sein und besitzen eine doppelte Blütenhülle (Perianth). Die vier Kelchblätter sind 1 bis 1,5 mm lang. Die vier weißen bis gelblichen, 2,5 bis 4 mm langen Kronblätter sind zu einer etwa 1 mm langen Kronröhre verwachsen, die in vier elliptisch-länglichen, involuten, 1,5 bis 3 mm langen Kronlappen endet. Jede Blüte enthält zwei Staubblätter und zwei Fruchtblätter. Wird der Baum durch Trockenheit oder Nährstoffmangel etwa sechs Wochen vor der Blüte gestresst, verringert sich der Ertrag, weil die Blütenzahl vermindert wird und Blüten nicht zum Fruchten kommen. Die meisten Sorten sind selbstbefruchtend, wobei Fremdbestäubung meist den Ertrag steigert. Einige Sorten sind jedoch auf Fremdbestäubung angewiesen und brauchen ein genetisch verschiedenes Exemplar zur Bestäubung. Die Blüte wird über den Wind bestäubt.
Es wird eine einsamige Steinfrucht, die Olive, gebildet. Die ellipsoide bis fast kugelige Steinfrucht weist eine Länge von 0,7 bis 4 cm und einen Durchmesser von 1 bis 2 cm auf. Der harte „Kern“, der Samen, ist von wiechem Fruchtfleisch umgeben. Die Farbe der unreifen Oliven ist grün, die der reifen schwarz oder violett/ braun. Am ertragreichsten ist ein Olivenbaum nach etwa 20 Jahren.

Bachblüten
Ich fühle mich verkrampft (Vine)
- Diese Menschen fühlen sich zu jederzeit verkrampft
- Mit der dementsprechenden Bachblüte fühlen sie sich kaum mehr verkrampft
Bachblüten
Es fällt einem schwer, von sich aus unbefangen auf die Menschen zuzugehen (Water Violet)
- Diese Menschen fällt es einem schwer, von sich aus unbefangenen auf andere zuzugehen
- Mit der dementsprechenden Bachblüte fällt es ein nicht mehr schwer auf andere zuzugehen
Schmackhaft und schonend zubereiten (Regel 8)
Garen sie die jeweiligen Speisen bei möglichst niedrigen Temperatur, so kurz wie möglich, mit wenig Wasser und wenig Fett – das erhält den natürlichen Geschmack, schont die Nährstoffe und verhindert die Bildung schädlicher Verbindungen.
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