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Blauroter Steinsame
Der blaurote Steinsame ist eine seltene Pflanze, die sich vor allem in warmen Flaumeichenwäldern wohlfühlt. Da er so selten ist, wurde der blaurote Steinsame die Blume des Jahres 2000. Nur aus der Antike ist uns eine Anwendung des blauroten Steinsamens als Heilpflanze bekannt. Er wurde ähnlich eingesetzt wie seine Verwandten, der Beinwell und das Lungenkraut. In der mitteleuropäischen Volksheilkunde ist der blaurote Steinsame keine bekannte Heilpflanze, vermutlich weil er so selten ist und es erheblich häufigere andere Heilpflanzen mit vergleichbaren Wirkungen gibt.
Der Blaurote Steinsame, auch als Blaurote Rindszunge oder Purpurblauer Steinsame bezeichnet, ist eine Pflanzenart der Gattung Aegonychon aus der Familie der Raublattgewächse. Früher war sie der Gattung Steinsamen und danach den Rindszungen zugeordnet. Der Blaurote Steinsame war Blume des Jahres 2000.
 
Steckbrief
Hinweis: Eine Anwendung als Heilpflanze ist fast nur aus der Antike bekannt
Haupt-Anwendungen: Hautprobleme
Heilwirkung: entzündungshemmend, erweichend, harntreibend, schleimlösend
Anwendungsbereiche: Husten, Darmentzündung, Rheuma, Nierensteine, Blasensteine, Hautentzündungen, Hautausschlag, Juckreiz
wissenschaftlicher Name: Lithospermum purpurocaeruleum, Buglossoides purpurocaerulea
Pflanzenfamilie: Rauhblattgewächse = Boraginaceae
englischer Name: Gromwell
volkstümlicher Name: Purpurblauer Steinsame, Rotblauer Steinsame
Verwendete Pflanzenteile: Kraut, Wurzel
Inhaltsstoffe: Schleim, Saponine, Gerbstoff, Allantoin
Sammelzeit: Wegen Seltenheit nicht sammeln
 
Anwendung
Die Samen sind durch Pyrrolizidin-Alkaloide schwach giftig. Der Blaurote Steinsame wird als Zierpflanze für Willdpflanzengärten und Felsgruppen empfohlen; allerdings ist er sehr ausbreitungsfreudig. Früher wurde er auch als Heilpflanze gegen Blasen-und Nierenleiden eingesetzt.
Man könnte den blauroten Steinsamen wohl als Tee trinken und äußerlich für Umschläge und Waschungen anwenden. Allerdings ist der blaurote Steinsame so selten, dass man ihn nicht sammeln sollte. Auch kaufen kann man den blauroten Steinsamen kaum, weil seine Anwendung als Heilpflanze heutzutage nicht gebräuchlich ist. Bleibt die Nutzung als Heilpflanze, wenn man den Steinsamen im eigenen Garten anbaut. Die Anwendungsgebiete des blauroten Steinsamens sind ähnlich wie die von Lungenkraut und Beinwell, also gegen Lungenerkrankungen, Entzündungen im Verdauungstrakt und entzündliche Hautprobleme. Außerdem werden die Steinsamen traditionell gegen Steine in den Harnwegen eingesetzt. Diese Anwendung erklärt sich möglicherweise durch die Signaturlehre, die in den steinharten Samen einen Hinweis auf die Heilwirkung gegen Harnsteine sieht. Einige andere Steinsamenarten enthalten offenbar auch empfängnisverhütende Substanzen, die die Bildung von Fruchtbarkeitshormonen unterdrücken.  
 
Pflanzenbeschreibung
Der Blaurote Steinsame ist eine krautige Pflanze, die Wuchshöhen von etwa 20 bis 60 cm erreicht. Die Stängel sind bogig liegend und können an ihren auf der Erde aufliegenden Enden Wurzeln bilden. Die Laubblätter sind lanzettlich mit einer gut sichtbaren Mittelrippe an ihrer Unterseite. Die Blüten stehen in einem traubigen Blütenstand zusammen. Die zwittrige, radiärsymmetrische Blüte weist einen Durchmesser von 10 bis 15 mm auf. Die Kronblätter sind röhrig verwachsen mit weit trichterförmig ausgebreitetem Saum, innen mit behaarten Streifen. Sie ist beim Aufblühen rot-violett, die Farbe geht später in ein tiefes Blau über (daher der Namensteil „blaurot“). Die Blütezeit reicht von April bis Juni. Die Teilfrüchte haben eine weiß glänzende glatte Oberfläche und sind etwa 4 bis 5 mm lang. Während der Fruchtreife ist der Kelch 8 bis 12 mm lang. Die Härte des Samens, der ein Aufbrechen verhindert, führte zum Gattungsnamen Steinsame. Der blaurote Steinsame ist in Europa und im Teilen Asiens heimisch. Er wächst bevorzugt in warmen Gegenden in lichten Laubwäldern, am besten Niederwälder. Dabei sind ihm Flaumeichenwälder am allerliebsten. Da Flaumeichen extrem selten geworden sind und sogar lichte Wälder immer seltener werden, weil die Niederwaldkultur nahezu ausgestorben ist, ist auch der blaurote Steinsame eine ausgesprochen seltene Pflanze. So selten ist der blaurote Steinsame, dass er zur Blume des Jahres 2000 gewählt wurde. Der blaurote Steinsame, auch purpurroter Steinsame genannt, steht zwar nicht offiziell unter Naturschutz, aber da er so selten ist, sollte man darauf verzichten, ihn abzupflücken. Die mehrjährige Pflanze wird zwischen zwanzig und 60 Zentimeter hoch. Die Blätter sind schmal und lanzettlich mit ausgeprägter Spitze. Sie wachsen direkt am Stängel. Wie beim Beinwell und Lungenkraut, den Verwandten aus der Familie der Rauhblattgewächse, sind die Blätter sehr rauh und haarig. Die rotblauen Blüten erscheinen zwischen April und Juni. Das Typische an den Blütenblättern ist, ähnlich wie beim Lungenkraut, dass sie zuerst rötlich sind und sich dann über violett zu blau wandeln. Diese Eigenschaft hat dem blauroten Steinsamen auch seinen Namen eingebracht. Die Blüten werden bis zu einen Zentimeter groß und haben fünf Blütenblätter, die nahezu tellerflach angeordnet sind. Sie sind in Büscheln angeordnet. Aus den Blüten entwickeln sich bis zum Spätherbst die Samen. Die Samen sind bis zu fünf Millimeter groß und hart wie kleine Steine. Die Härte der Samen hat dem blauroten Steinsamen den zweiten Teil seines Namens eingebracht, der auch der Name der ganzen Gattung ist.  
 
Anbautipps
Der purpurblaue Steinsame wird auch gerne in Gärten angepflanzt, denn er ist eine Zierde für jedes Halbschattenbeet. Da die Samen Kaltkeimer sind, die nur nach längeren Kälteperioden keimen, ist es einfacher, die Pflanzen in guten Gärtnereien fertig zu kaufen. Die Pflanzen brauchen einen guten humosen Boden, der auch im Sommer ausreichend feucht ist, aber keinesfalls nass. Am wohlsten fühlen sich die blauroten Steinsamen unter lichten Laubbäumen. Sie mögen keine volle Sonne, aber auch keinen tiefen Schatten. Wenn man keine Laubbäume im Garten hat, macht man den Steinsamen eine Freude, wenn man sie hin und wieder mit Laubblättern umgibt.

Kreuzblume (bittere)
Die Bittere Kreuzblume, volkstümlich auch Bittere Ramsel oder Blaue Milchblume, ist eine auch in Mitteleuropa heimische Art aus der Familie der Kreuzblumengewächse.
 
Steckbrief
Heilwirkung: Bronchitis, Husten, Magen stärkend, milchfördernd
wissenschaftlicher Name: Polygala amara
Verwendete Pflanzenteile: Wurzel
Sammelzeit: Mai und Juni
 
Pflanzenbeschreibung
Die Bittere Kreuzblume ist eine ausdauernde, krautige Pflanze von fünf bis 20 Zentimetern Wuchshöhe. Die Stängel sind aufrecht oder aufsteigend. Sie entspringen zahlreich aus der Mitte einer grundständigen Blattrosette. Die Blätter sind krautig. Die Rosettenblätter schmecken bitter. Die Stängelblätter sind in der Mitte am breitesten und am Ende zugespitzt. Die Blütentrauben stehen meist einzeln und endständig und sind acht- bis 25 (-40)-blütig. Die Tragblätter sind 1,5 bis 2,5 Millimeter lang, und so lang oder wenig länger als der Blütenstiel. Die Blüten sind in der Regel kräftig blau. Die äußeren Kelchblätter sind über drei Millimeter lang; die Flügel sind (4,5) fünf bis 8,5 Millimeter lang, und (1,8) zwei bis 5,5 Millimeter breit. Die Nerven der Flügel sind wenig verzweigt. An der Spitze sind sie nicht mit dem Mittelnerv verbunden. Zur Fruchtzeit bilden sie null bis vier Netzmaschen. Die Blütenkrone ist 3,5 bis 6,5 (bis acht) Millimeter lang und ist deutlich in Röhre, Kiel und Anhängsel gegliedert. Die Kronblattanhängsel haben 12 bis 35 Fransen. Die Blütezeit dauert von Mai bis August. Die Bestäubung erfolgt durch Insekten oder Selbstbestäubung. Die Kapselfrucht ist 3,5 bis 5,5 Millimeter lang und 3,5 bis 4,5 Millimeter breit. Sie hat einen 0,2 bis 0,3 Millimeter breiten Rand, der so breit oder ein wenig breiter ist als die Flügel. Die Samen sind 2,1 bis 2,8 Millimeter lang. Die Samenanhängsel sind wie der Same behaart und ungleich lange Lappen. Die Bittere Kreuzblume ist ein Windstreuer (Anemochorie), die ausgestreuten Samen werden von Ameisen weiter verbreitet.

Bachblüten
Glaubst, du musst andere von deinen Ideen überzeugen, missionarischer Eifer (Vervain)
- Diese Menschen glauben, sie müssen ihre Mitmenschen von ihre Ideen überzeugen, missionarischer Eifer
- Mit der dementsprechenden Bachblüte glauben nicht mehr, dass sie andere ihre Ideen überzeugen müssen, kein missionarischer Eifer mehr
Bachblüten
Ich werde ungeduldig, wenn andere nicht auf mich eingehen (Vine)
- Diese Menschen werden ungeduldig, wenn andere nicht auf sie eingehen
- Mit der dementsprechenden Bachblüte werden sie geduldiger, auch wenn andere nicht auf sie eingehen
Lebensmittelauswahl beim Stillen – geeignete Lebensmittel
Speisefett: kaltgepresste pflanzliche Fette, z.B. Rapsöl, Olivenöl, Butter
Getreideprodukte: ungesüßtes Müsli, Vollkorn-Haferflocken, Vollkorngrieß, Getreidevollkornprodukte
Reis & Teigwaren: Vollkornnudeln, „al dente“, gekochte Hartweizengrieß-Nudeln, Naturreis, parboiled Reis
Süßungsmittel & Süßwaren: deutlich eingeschränkt: Vollrohrzucker, Honig, Marmelade, Dicksaft
Fertigprodukte & -gerichte: wenn durch die Analyse des Nährwertes und durch Überprüfung der Zutaten die Eignung gewährleiste ist
Gewürze: Küchenkräuter und Gewürze jeglicher Art, Knoblauch (wenn verträglich), Zwiebeln (wenn verträglich), Salz, Essig, Zitrone
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