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Mispel
Die Mispel ist ein mittelkleiner Baum, der schon von den Römern nach Mitteleuropa und in die Klostergärten gebracht wurde. Die Früchte sind unbehandelt nicht gerade wohlschmeckend, aber wenn man bis nach dem Frost mit der Ernte wartet, die Früchte einige Wochen lagern lässt und sie dann zu Marmelade verkocht oder Getränke damit zubereitet, entfaltet die Mispel ihre wahren Fähigkeiten. Der Genuss der Mispel fördert die Verdauung und lindert Entzündungen des Darms. Auch Arteriosklerose kann mit Mispelfrüchten behandelt werden.
Die Mispel oder Echte Mispel ist eine Pflanzenart der Kernobstgewächse in der Familie der Rosengewächse. Es handelt sich um einen sommergrünen Baum mit krummem Stamm und breiter Krone, der essbare Früchte trägt. Weitere deutsche Namen sind: Deutsche Mispel, Mispelche; Asperl, Aschperln, Hespelein; Dürgen, Dörrlitzen, Dürrlitzen; Hundsärsch.
Steckbrief
Haupt-Anwendungen: Darmentzündungen
Heilwirkung: entzündungshemmend, harntreibend
Anwendungsbereiche: Verdauungsschwäche, Gastritis, Morbus Crohn, Arteriosklerose
wissenschaftlicher Name: Mespilus germanica
Pflanzenfamilie: Rosengewächse
englischer Name: Medlar
volkstümlicher Name: Nispel, Nespoli, Asperl, Aschperln, Dörrlitzen, Dürgen, Dürrlitzen, Hespelein, Hundsärsch, Mispelche
Verwendete Pflanzenteile: Früchte, Blätter
Inhaltsstoffe: Pektin, Gerbsäure, Vitamine
Sammelzeit: Oktober, November
Anwendung
Die Früchte der Mispel sind nach Frosteinwirkung oder längerer Lagerung essbar und haben einen typischen säuerlich-aromatischen Geschmack. Sie können dann auch zu Marmelade oder Gelee verarbeitet werden, die Art war daher früher als Obstbaum weit verbreitet. Durch das Lagern werden Tannine und Fruchtsäuren abgebaut, der Zuckergehalt steigt und die Früchte werden mürbe, sonst sind sie hart und adstringierend. Heute ist die Mispel nur noch selten in Kultur. Das in Frankfurt am Main verbreitete Getränk Mispelchen setzt sich aus Calvados und einer eingelegten Mispelfrucht, manchmal gemischt mit Mispelsaft, zusammen. Dabei kommt jedoch die Frucht der japanischen Wollmispel zum Einsatz. Der Gehalt an Nähr und Mineralstoffen ändert sich mit zunehmender Fruchtreife. In den Jahren 1984 und 1985 wurden folgende Werte für homogenisierte Früchte angegeben: Aufgrund ihrer harntreibenden und adstringierenden Wirkung wurden die Früchte volksmedizinisch eingesetzt. Unreife Früchte haben einen Tannin-Gehalt von etwa 2,6% und wurden mit Blättern und Borke zum Gerben genutzt. Auch können sie zum Verringern der Trübung von Wein, Apfel- und Birnenmost verwendet werden, da das Tannin das Ausflocken von Proteinen bewirkt. Das Mispelholz eignet sich für die Kunsttischlerei, zum Drechseln und für Intarsien. Es wird als Feuerholz und zur Herstellung von Holzkohle genutzt. Vor allem die panaschierten Formen haben eine gärtnerische Bedeutung als Ziergehölz.
Von Mispeln werden in erster Linie die Früchte verwendet. Diese werden zu Marmeladen verkocht oder zu Säften und Getränken verarbeitet. Die Mispelfrüchte können zur Förderung der Verdauung genossen werden. Außerdem verlangsamen sie Verkalkungsprozesse und können deshalb gegen Arterienverkalkung verwendet werden. In Russland werden Mispelfrüchte sogar gegen Morbus Crohn eingesetzt. Die Mispelfrüchte sind bis zum ersten Frost nahezu ungenießbar. Erst nach Frosteinwirkung und einer mehrwöchigen Lagerung werden die Früchte wohlschmeckend. Im Rahmen einer Ito-Thermie (Japanische Kräuterwärme) werden die Blätter des Mispelbaums verglüht und in einer Metallhülse am Körper entlang geführt. Diese Behandlungsart kann man gegen Schmerzen und zur Stärkung der Selbstheilungskräfte anwenden.
Pflanzenbeschreibung
Die Mispel ist in Südeuropa und Kleinasien heimisch. In Mitteleuropa wurde sie schon von den Römern eingebürgert. Später wurde sie häufig in Klostergärten angebaut, aus denen sie entkam und verwilderte. Der strauchartige Baum wird über vier Meter hoch. Die dunkelgrünen Blätter sind filzig und länglich geformt. Die Unterseite ist heller als die Oberseite. Die dekorativen, weißen Blüten erscheinen zwischen Mai und Juni. Aus den Mispel-Blüten entwickeln sich bis zum Herbst die Früchte, die etwa fünf Zentimeter groß werden. Die Früchte ähneln rauhschaligen Äpfeln, aber sie haben am unteren Ende eine Öffnung und mindestens vier abstehende Fasern. Dieses Ende ist charakteristisch für die Mispel und man kann sie daran gut erkennen. Wegen dieses Auges wird die Mispel im Saarland auch "Hundsärsch" genannt.  Die Mispel ist ein kleinwüchsiger, bis 5 Meter hoher, lau-abwerfender Baum mit unregelmäßig geformtem Stamm, der einen Durchmesser von 20 bis 25 Zentimeter (BHD), selten bis 50 Zentimeter erreicht. Die Krone ist ausladend und annähernd rund. Meist sind die Bäume breiter als hoch. Mispeln haben eine stark verzweigte, weitreichende und eher flache Bewurzelung. Das Holz ist sehr hart, zerstreutporig und von feiner Textur. Das Splintholz ist weiß mit leicht rosa Tönung, das Kernholz ist bräunlich. Die Jahresringe sind gut zu erkennen. Das Verzweigungssystem ist in Lang- und Kurztriebe unterteilt, wobei nur letztere Früchte hervorbringen. Die schwach filzig behaarten Jungtriebe der Wildform tragen Dornen, die bei Kulturformen fehlen.
Knospen und Blätter
Die Winterknospen sind spitz eiförmig, werden 3 bis 5 Millimeter lang und haben gekerbte, rötlichbraune, am Rand fast schwarze, aber hell bewimperte Knospenschuppen (Tegmente). Die wechselständigen, einfachen Laubblätter sind länglich oval und etwas zugespitzt. Die Oberseite ist dunkelgrün, die Unterseite etwas heller und filzig behaart. Die Blattspreite ist 6 bis 12 Zentimeter lang und 2 bis 4 Zentimeter breit. Die Blattstiele sind kurz. Die zwei ovalen, bleibenden Nebenblätter (Stipeln) besitzen eine aufgesetzte Stachelspitze und einen drüsig bewimperten Rand.
Blüten und Früchte
Die Blüten sind die normalen zwittrigen, radiärsymmetrischen Blüten mit doppelter Blütenhülle der Rosengewächse. Sie stehen einzeln an den Kurztrieben und sind auffallend groß, mit einem Durchmesser von 3 bis 5 Zentimeter. Die fünf Kelchblätter sind schmal, lanzettlich und auf der Außen- und Innenseite behaart. Sie stehen zwischen den deutlich kürzeren Kronblättern. Die fünf freien, rundlichen Kronblätter sind weiß oder etwas rosafarben. Die 30 bis 40 Staubblätter besitzen rote Staubbeutel. Es sind üblicherweise fünf Griffel vo-rhanden. Der Fruchtknoten ist unterständig. Selbstbestäubung ist die Regel. Die deutsche Mispel blüht im Mai und Anfang Juni. Die Apfelfrüchte werden gegen Ende Oktober, Anfang November reif. Die Früchte sind dann bräunlich und haben die Form einer abgeflachten Kugel mit den deutlich erkennbaren Kelchblättern an der Spitze. Die Frucht ist stark von Stützgewebe durchsetzt, was ihr den Namen Steinapfel einbrachte. Die Früchte der Wildform haben einen Durchmesser von 1,5 bis 3 Zentimeter und eine Länge von 1,6 bis 2,4 Zentimeter, bei Kulturformen beträgt der Durchmesser 3 bis 6,5 Zentmeter, selten 7 bis 8 Zentimeter. Als Samen werden 2–5 Kerne gebildet, die vom fleischigen Gewebe umschlossen bleiben.

Ginseng
Ginseng, auch Asiatischer Ginseng oder Koreanischer Ginseng genannt und trivial unter anderem als Gilgen, Samwurzel oder Kraftwurz bezeichnet, ist eine Pflanzenart aus der Familie der Araliengewächse. Sie kommt hauptsächlich in Gebirgs- und Waldregionen im nördlichen Korea, im nordöstlichen China und im südöstlichen Sibirien vor. Zur Gewinnung der Wurzeln als Basis für die Erzeugung von medizinisch-pharmazeutischen Produkten wird sie weltweit kultiviert. Neben dieser ostasiatischen Art werden weitere Arten der Gattung Panax und einige gattungsfremde Pflanzenarten trivial ebenfalls als Ginseng bezeichnet.
In seiner asiatischen Heimat gilt der Ginseng als Allheilmittel. In der Tat hilft die Ginsengwurzel bei vielerlei gesundheitlichen Problemen, wie beispielsweise Rekonvaleszenz nach schweren Krankheiten, zur allgemeinen Stärkung und gegen Impotenz oder Frigidität.
Steckbrief
Heilwirkung: tonisierend, stimulierend, herzstärkend, immunstimulierend, Rekonvaleszenz, Anämie, Arteriosklerose, Gedächtnisschwäche, Steigerung der Leistungsfähigkeit, Stärkung der Libido, Regulierung des Blutzuckerspiegels, Förderung der Wundheilung, Beschleunigung der Regenerationsfähigkeit des Gewebes, Nach Vergiftungen, Wechseljahresbeschwerden
wissenschaftlicher Name: Panax Ginseng
Pflanzenfamilie: Araliengewächse = Araliaceae
Verwendete Pflanzenteile: Wurzel
Inhaltsstoffe: Panaxsäure, Panacen (ähterisches Öl), Vitamin B1 und B2, östrogene Stoffe, Panaquilon (Glykosid), Ginsenin (Glykosid), Schwefel
Sammelzeit: Oktober
Anwendung
Meistens erhält man die Ginseng-Wurzel als Fertigpräparat. Dieses nimmt man nach Anweisung auf dem Beipackzettel ein. Wenn man die Ginseng-Wurzel erhalten kann, kann man sie als Tee oder Pulver verwenden. Auch eine Tinktur oder einen Kräuterwein kann man aus der Wurzel herstellen.
Medizin
Als Medizin verwendet werden die Wurzeln der vier bis sieben Jahre alten Pflanzen. Je nach Verarbeitung unterscheidet man zwei Sorten: Der weiße Ginseng: die Wurzel wird nach der Ernte geschält, gebleicht und getrocknet. Heutzutage gibt es aber auch weißen Ginseng, der nicht geschält und gebleicht wird, dadurch behält er mehr Inhaltsstoffe. Der rote Ginseng: die frische Wurzel wird nach der Ernte mit Wasserdampf behandelt und dann getrocknet. Roter Ginseng wird öfter für Nahrungsergänzungsmittel und Medikamente verwendet. Entgegen der weit verbreiteten Meinung enthält das Konzentrat aus weißem Ginseng etwa doppelt so viel Ginsenoide wie jenes aus rotem Ginseng. Die Bezeichnung der Droge ist Ginseng Radix. Die dem Ginseng zugeschriebene gesundheitliche Bedeutung beruht unter anderem auf den enthaltenen Saponinen. Es handelt sich vorwiegend um Triterpene vom Dammaren-Typus mit Ginsenosiden als Hauptkomponente. Das Europäische Arzneibuch gibt einen Mindestgehalt von 0,4 % Ginsenosid Rg1 und Rb1, bezogen auf die getrocknete Droge, vor. Ginseng findet auch in der traditionellen chinesischen Medizin seine Bedeutung.
Geschichte des Ginseng
Der Ginseng wird schon seit Jahrtausenden sowohl in der traditionellen chinesischen als auch in der koreanischen Medizin als Heilmittel verwendet. Die erste schriftliche Erwähnung findet sich etwa im Jahre 40 vor Christus. Die Ginsengwurzel galt damals und auch heute noch in Asien als Sinnbild für Gesundheit und langes Leben. Sie war in früherer Zeit daher nur Königen bzw. Kaisern, hohen Adligen und ihren engsten Gefolgsleuten vorbehalten. Dadurch war die Wurzel wertvoller als Gold.
Im Chinesischen heißt die Ginsengwurzel, der wie der europäischen Alraunwurzel menschenähnliches (anthropomorphes) Aussehen zugesprochen wurde, rénshēn (人參 / 人参, rénshēn, auch: / , shēn), übersetzt etwa „Menschen-Ginsengwurzel“ bzw. „menschenförmige Ginsengwurzel“. In Korea werden diese chinesischen Zeichen insam (인삼) gelesen, wobei die Bedeutung gleich bleibt. Immer noch wird der Ginseng in der asiatischen Medizin hoch geschätzt und verwendet.
Erst im 17. Jahrhundert wurde die Ginsengwurzel in Europa populär. Zuvor schon wurde die Pflanze von arabischen Seeleuten in das maurische Spanien gebracht, aber im Laufe der Zeit wieder vergessen. Vor allem durch niederländische Seeleute wurde sie wieder gebräuchlich.
Im 20. Jahrhundert wurde der Ginseng aufgrund seiner nachgewiesenen Wirkungen als Heilpflanze auch von der Hochschulmedizin anerkannt.
Pflanzenbeschreibung
Die Ginseng-Pflanze kommt ursprünglich aus dem Urwald von Nord-Korea. Seit langer Zeit wird sie aber auch in China, Japan und Zentralasien angebaut. Seit Ginseng so beliebt ist, wird sie sogar ein den USA, Russland und der Ukraine angebaut. Die wilde Ginsengwurzel aus Nordkorea wächst 150 bis 200 Jahre bis sie geerntet wird. Dann enthält sie die volle Palette der Wirkstoffe und ist fast unbezahlbar. Die kultivierte Ginsengwurzel wird schon nach sieben Jahren geerntet und ist nicht ganz so wirkstoffreich. Die Pflanze wird bis zu 40cm hoch und hat eine Blüte, die Rosen ähnelt. Die Früchte sind leuchtend rot. Die Wurzel, der Pflanzenteil, der in der Kräuterheilkunde eingesetzt wird, ist pfahlförmig und verzweigt. Botanisch gesehen ist der Ginseng ein Verwandter des Efeus. Sie gehören beide zur Familie der Araliazeen.
Ginseng wächst als ausdauernde krautige Pflanze und erreicht Wuchshöhen von etwa 30 bis 60 cm. Der „Wurzelstock“ besteht meist aus ein bis zwei Bündeln spindelförmiger oder zylindrischer Wurzeln. Drei bis sechs langgestielte Laubblätter stehen in nur einem Wirtel zusammen an der Spitze des Stängels. Die häutige Blattspreite ist drei- bis fünffingrig geteilt. Die Blattoberseite ist kahl und auf der Blattunterseite sitzen spärlich etwa 1 mm lange Haare (Trichome). Die Blattränder sind stark gesägt. Das zentrale Teilblatt ist mit einer Länge von 8 bis 12 cm und einer Breite von 3 bis 5 cm elliptisch bis länglich-elliptisch. Die seitlichen Teilblätter sind mit einer Länge von 2 bis 4 cm und einer Breite von 1,5 bis 3 cm eiförmig bis rhombisch-eiförmig.
Jede Pflanze bildet einen endständig auf einem 15 bis 30 cm langen (meist länger als die Blattstiele) Blüten-standsschaft einen doldigen Blütenstand mit 30 bis 50 Blüten. Die Blütenstiele sind 0,8 bis 1,5 cm lang. Die kleinen, weißlich-grünen Blüten sind fünfzählig. Es ist nur ein Kreis mit fünf Staubblättern vorhanden. Zwei Fruchtblätter sind zu einem unterständigen Fruchtknotenverwachsen. Es sind zwei freie Griffel vorhanden. Die bei Reife scharlachrote Steinfrucht ist mit 4 bis 5 mm × 6 bis 7 mm zusammengedrückt-kugelig. Die nierenförmigen Samen sind weiß.
Panax ginseng ähnelt den anderen Arten der Gattung, besonders dem Amerikanischen Ginseng Panax quinquefolius und einigen Varietäten des Japanischen Ginseng Panax japonicus, mit denen er eine Artengruppe bildet. Er kann von Panax japonicus durch den Wurzelstock unterschieden werden (bei diesem horizontal wachsend), von Panax quinquefolius am längeren Blattstiel und der feineren Zähnung des Blattrands. Die anderen Arten der Gattung kommen in den Gebirgen Südchinas und Nordvietnams bzw.in Nordamerika, weitab vom Verbreitungsgebiet des echten Ginsengs, vor. Die angebauten Pflanzen des Ginseng sind Kultivare, die sich von der Wildform unterscheiden. Es sind eine Reihe von Zuchtlinien entwickelt worden, die z. T. als Sortenregistriert worden sind. Vor allem zur Identifizierung verarbeiteter Pflanzen wurden molekulare Methoden zur Sortenbestimmung entwickelt.

Bachblüte
Ich werde ungeduldig, wenn ich andere nicht überzeugen kann (Vervain)
- Diese Menschen werden ungeduldig, wenn sie ihre Mitmenschen, nicht überzeugen können
- Mit der dementsprechenden Bachblüte können sie diese Ungeduld besiegen
Bachblüte
Ich fühle mich wie in einer Starre (Vine)
- Diese Menschen fühlen sich wie in einer Starre
- Mit der dementsprechenden Bachblüte fühlen sie sich kaum mehr, wie in einer Starre
Praktische Aspekte in der Sportlerernährung
Obwohl die Zusammenhänge zwischen Ernährung und Leistung bekannt sind, begegnet man im Alltag immer wieder krassen Ernährungsfehlern, zum Teil aus Mangel an - vor allem praktischem - Ernährungswissen, zum Teil auch aufgrund einer allzu lässigen Einstellung der Ernährung gegenüber. Wer als Sporttreibender aber das tägliche Essen und Trinken nicht ernst nimmt, verzichtet auf einen ganz wesentlichen Baustein des Erfolgs im Sport.
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