Kraft durch Kräuter und Bachblüten

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03.08.2019

täglichen News > Newsletterarchiv > August > 29.07.19-04.08.19


WEISSER SENF


Der weiße Senf ist der milde Vertreter der Senf-Geschwister. Er wird häufig als Hauptbestandteil von Tafelsenf verwendet, jedoch seltener als Heilmittel als der schwarze Senf. Senf wird am häufigsten als cremiges Senfgewürz zum Schärfen von Speisen verwendet. In dieser Form regt Senf die Verdauung an, und hilft schwere Speisen zu verdauen. Man kann Senf aber auch äußerlich als Senfpflaster anwenden, um die Haut zu reizen und die Durchblutung zu fördern.
Weißer Senf ist eine Pflanzenart aus der Gattung Senfe innerhalb der Familie der Kreuzblütengewächse. Sie liefert als Gewürzpflanze einen der Grundstoffe des Senfgewürzes. Die Bezeichnung Weißer Senf bezieht sich auf die weißen Samenkörner. Sie wird auch Gelbsenf genannt, in Bezug auf ihre gelben Blüten. Senf enthält Eiweiß, fette Öle und das Glykosid Sinalbin. Er schmeckt brennend scharf. Der Weiße Senf ist wichtiges Forschungsobjekt der Pflanzenphysiologie. Zahlreiche Erkenntnisse der Photomorphogenese wurden beispielsweise von Hans Mohr und seinen Mitarbeitern am Biologischen Institut der Albert-Ludwigs-Universität in Freiburg im Breisgau an dieser Pflanzenart gewonnen.

Steckbrief
Haupt-Anwendungen: Verdauungsschwäche, Rheuma
Heilwirkung: anregend, antibakteriell, fungizid, harntreibend, hautreizend, krampflösend, schleimlösend,
schmerzstillend, schweißtreibend
Anwendungsbereiche: Appetitlosigkeit, Blähungen, Blutergüsse, Bronchitis, Erkältung, Flechten, Gallenblasenentzündung, Gicht, Halsschmerzen, Heuschnupfen, Hexenschuss, Ischias, Kopfschmerzen, Kreislaufschwäche, Kreuzschmerzen, Nebenhöhlenentzündung, Nervenentzündung, Niedriger Blutdruck, Nierenkolik, Ödeme, Rückenschmerzen, Schmerzen, Schnupfen, Verstopfte Nase, Verstopfung
wissenschaftlicher Name: Brassica alba, Sinapis alba
Pflanzenfamilie: Kreuzblütler = Brassicaceae
englischer Name: White Mustard
volkstümlicher Name: Gelbsenf, Weißsenf, Gartensenf, Mostardkorn, Mostert, Senfsaat
Verwendete Pflanzenteile: Samen, Keimlinge
Inhaltsstoffe: Senföl, Senfölglykoside, Ätherische Öle, Sinigrin, Vitamin C, Histidin, Schleim, Sinapin, Tryptophan, Zink
Sammelzeit: Spätsommer

Anwendung
Allgemein bekannt ist die Nutzung der reifen Samenkörner für die Herstellung von Speisesenf. Auch die Blätter sind essbar. In der Volksmedizin werden frisch gemahlene und zu einem Brei verrührte Samen äußerlich für Umschläge verwendet. Die grünen Pflanzen finden vor der Blüte Verwendung als Tierfutter. Als schnellwachsende Pflanze wird weißer Senf auch oft als Gründüngung angebaut. Seine weitverzweigten Wurzeln hinterlassen einen feinkrümeligen Boden. Weißer Senf wird vorwiegend als cremiges, scharfes Gewürz angewendet beziehungsweise als Bestandteil der Gewürze namens Senf. Man kann Senf jedoch auch direkt als Körner verkochen oder man wendet Senf äußerlich an, um die Durchblutung zu fördern.
Senf als Gewürz
Der cremige Tafelsenf wird aus Senfpulver, Essig, Wasser, Salz und eventuellen anderen Gewürzen zubereitet. Bei Verwendung von weißem Senf als Teil oder Hauptbestandteil des Senfes, wird der Senf besonders scharf. Senf als Gewürz von schweren Speisen regt die Verdauung an und hilft somit, die Nahrung zu verdauen. Senf hilft gegen Blähungen und Verstopfung. Durch die Schärfe der Senfölglycoside und der ätherischen Öle kann Senf außerdem die Atemwege befreien. Man kann scharfen Senf essen, um eine verstopfte Nase zu öffnen und die Nebenhöhlen bei Nebenhöhlenentzündung zu desinfizieren.
Senf selbstgemacht
Tafelsenf kann man ganz einfach selbst herstellen. Dazu braucht man folgende Zutaten: 50g Senfmehl, am besten frisch gemahlen, 30ml Essig, 20ml Wasser, 5g Salz (1 TL), evtl. 10g Zucker (2 TL)
Essig und Wasser werden vermischt, ebenso die pulvrigen Zutaten. Dann werden Pulver und Flüssigkeit miteinander verrührt, bis eine geschmeidige Masse entstanden ist. Auf dieser Grundrezept-Basis kann man mit verschiedenen Zusatzgewürzen nach Lust und Laune experimentieren.
Senfkörner beim Kochen
In der asiatischen Küche wird auch viel mit ganzen Senfkörnern gekocht. Meistens werden die Senfkörner zu Beginn des Kochvorgangs in den Topf oder die Pfanne gegeben. Dort poppen sie ähnlich wie Popcorn. Die Senfkörner geben dem Essen eine leicht scharfe Würze, die sich aber deutlich vom Geschmack des cremigen Senfes unterscheidet. Auch in dieser Zubereitungsart dient der Senf der Anregung der Verdauung.
Senf-Keimlinge
Senfkörner eignen sich sehr gut zur Sprossen-Anzucht, denn die kleinen Senfkeimlinge wachsen schnell und schmecken angenehm würzig scharf. Am besten zieht man Senf-Sprossen als Grünkraut, ähnlich wie Kresse. Dazu kann man eine doppelte Lage Küchentücher in einer flachen Schale befeuchten und darauf die Senfsamen ansäen. Meist schon am nächsten Tag keimen die ersten kleinen Pflänzchen. Immer wenn die Küchentücher trocken werden, gießt man sie mit frischem Wasser. Nach 5 bis 7 Tagen hat man hübsche kleine Pflanzen mit grünen Keimblättern. Man kann die Keimblätter und Stängel abschneiden und im Salat, Kräuterquarks oder auf Brot essen. Senfsprossen enthalten viele Vitamine und regen die Verdauung an.

Achtung! Zu intensiver Senfgenuss kann zu Reizungen der Magenschleimhaut und der Nieren führen.

Senfpflaster
Die bekannteste äußerliche Anwendung von Senf ist das Senfpflaster. Senfpflaster gibt es in unterschiedlichen Formen: Senfbreiumschlag, Senfkompresse, Senfpapier
Beim Senfbreiumschlag wird Brei aus Senfmehl und warmem Wasser als Umschlag aufgelegt. Er hat eine besonders intensive Wirkung Senfbreiumschlag. Bei der Senfkompresse wird ein Tuch in Senftee befeuchtet und dann aufgelegt. Die Senfkompresse ist milder als der Breiumschlag. Senfpapier kann man in Apotheken kaufen oder bestellen. Meistens ist käufliches Fertig-Senfpflaster schwächer als ein Breiumschlag. Alle Arten von Senfpflaster werden wegen ihrer hautreizenden und durchblutungsfördernden Eigenschaften angewendet. Die Durchblutung wird hierbei nicht nur direkt in der Haut, sondern auch im darunterliegenden Gewebe verstärkt. Daher können Entzündungsprozesse in den Gelenken und inneren Organen durch die Erwärmung und Durchblutung beeinflusst werden.
Folgende Gesundheitsbeschwerden werden traditionell gerne mit Senfpflastern behandelt: Gelenkentzündungen, Nervenentzündungen, Krämpfe und Koliken, Innere Entzündungen, Kopfschmerzen (Nacken behandeln)
Bei Gelenkentzündungen, eventuell aber auch anderem Entzündungen, sollte man berücksichtigen, dass sie im akuten Stadium häufig eher Kühlung brauchen als Wärme. Festsitzende chronische Entzündungen profitieren jedoch von einer wärmenden Anwendung. Am besten probiert man vor dem Einsatz eines Senfpflasters zunächst aus, ob Wärme der persönlichen Entzündung gut tut.

Achtung! Empfindliche Körperstellen wie Gesicht oder Brüste dürfen nicht mit einem Senfpflaster behandelt werden.

Volksheilkunde
Die Volksheilkunde kennt außerdem Senfbäder, Senf-Essig-Brei, Senfsalbe, Senf mit Lavendelgeist
Homöopathie
Die Homöopathie setzt Senf unter dem Namen Sinapis bei Symptomen ein, die denen ähneln, die unverdünnter Senf bewirken kann. Homöopathische Einsatzgebiete für Sinapis sind beispielsweise: Heuschnupfen, Schnupfen, Sodbrennen
In der Laienhomöopathie kann man Sinapis in den Potenzen D3 bis D12 anwenden.

Geschichtliches

Senf wird schon seit Menschengedenken als Gewürzpflanze benutzt. Der Einsatz der scharfen Körner ist im Mittelmeerraum und auch in Asien bekannt und beliebt. In Mitteleuropa wird der Senf unter anderem schon 1543 von Leonard Fuchs beschrieben und gegen Epilepsie, geschwollene Milz und langwierige Gebresten empfohlen.

Pflanzenbeschreibung
Der Weiße Senf ist in Europa heimisch. Ursprünglich kommt der Senf aus dem Mittelmeerraum. Er wächst bevorzugt auf kalkreichen Böden. Verwildert kommt er an Flussufern und Kiesböden vor. Die einjährige Pflanze wird bis zu 150 Zentimeter hoch. Im Frühjahr sprießt aus den Samen innerhalb weniger Tage eine kleine Keimling-Pflanze. Der Keimling entwickelt sich rasch und bildet bald borstige, etwas gelappte Blätter.
Im oberen Bereich des Stängels werden die Blätter schmaler, bis sie ganz oben schließlich lanzettlich werden. Zwischen Juni und August erscheinen die gelblichen Blüten. Sie stehen in Doldentrauben und haben jeweils vier Blütenblätter, was ihre Zugehörigkeit zur Kreuzblütler-Familie zeigt. Aus den Senf-Blüten entwickeln sich bis zum Herbst die Samen. Die Samen sind gelblich und befinden sich in schmalen Schoten.
Vegetative Merkmale
Der Weiße Senf wächst als einjährige krautige Pflanze und kann Wuchshöhen von bis zu 120 Zentimetern erreichen. An ihren kantigen, verzweigten Stängeln sitzen formenreich gegliederte, gezähnte, rau behaarte Laubblätter. Die oberen Laubblätter sind gestielt und fiederspaltig geteilt bis gefiedert.
Generative Merkmale
Die Blütezeit liegt im Juni bis Juli. Zahlreiche Blüten sind in einem lockeren, schirmtraubigen Blütenstand angeordnet. Die zwittrigen Blüten sind vierzählig. Die vier freien Kronblätter sind gelb. Die Schoten stehen waagerecht vom Stängel ab. Die Schoten haben einen Durchmesser von etwa 4 Millimeter, sind borstig behaart und enthalten vier bis acht Samen. Das Ende der Schoten bildet ein flachgedrückter Schnabel (samenloser Schotenteil), der etwa gleich lang wie der Rest der Schote ist. Der Schnabel ist oft säbelartig gekrümmt. Insgesamt ist die Schotengestalt ein gutes Erkennungsmerkmal dieser Art. Die hell-gelblichen Samen sind rund.

Anbautipps
Senf ist einfach anzubauen. Weißer Senf wird unter dem Namen Gelbsenf gerne als Bodenverbesserer angebaut, denn er wächst sehr schnell und lockert den Boden auf. Der Boden sollte am besten kalkreich sein, jedoch ist der Senf sehr anspruchslos und gedeiht in vielen Böden. Im Frühjahr sät man den Senf einfach im Freiland aus. Bei halbwegs angenehmen Temperaturen sieht man schon nach wenigen Tagen die ersten Pflänzchen aus der Erde sprießen. Die Senfpflanzen wachsen schnell und brauchen kaum Pflege. Wenn sie groß geworden sind, sichert man sie am besten mit Schnüren, damit sie bei Wind nicht umfallen. Bis die Samen reif sind, vergeht letztlich doch einige Zeit. Je nach Witterung kann man im Frühherbst mit reifen Samen rechnen. Die Schoten sind dann hellgelb und trocken.

Sammeltipps
Um die Samen zu ernten schneidet man die Pflanzen mit den reifen Samenschoten vorsichtig ab. Über einer Schüssel oder in einer großen Plastiktüte schüttelt man die Pflanzen, bis sich die Schoten öffnen und ihre Samen freigeben (dreschen). Man kann die Samen auch aus den Schoten pulen, aber das ist eine mühsame Angelegenheit.



ARTISCHOCKE

Artischocken sind ein wohlschmeckendes Edelgemüse, doch die Meisten kennen nur die eingedosten Böden als Belag für Pizza. Das Essen der frischen Knospen-Köpfe ist hingegen ein vergnügliches, kulinarisches Abenteuer. Außerdem sind Artischocken auch Heilpflanzen, denn sie fördern die Arbeit von Leber und Galle, senken den Cholesterinspiegel und helfen beim Abnehmen. Auch bei  Diabetes können sie unterstützend helfen.
Die Artischocke ist eine  distelartige, kräftige  Kulturpflanze aus der Familie der  Korbblütler. Die Sortengruppe der Artischocken wird wegen ihrer essbaren knospigen Blütenstände angebaut und als Blütengemüse verzehrt. Ebenfalls zu Cynara cardunculus zählt das Blattgemüse Cardy. Die Artischocke wurde zur  Arzneipflanze des Jahres 2003 gekürt.

Steckbrief
Haupt-Anwendungen:
Gallenprobleme
Heilwirkung:
antiphlogistisch, antioxidativ, appetitanregend, blutzuckersenkend, choleretisch, cholesterinsenkend (Triglyceride, LDL-Cholesterin), entzündungshemmend, gallefördernd, krampflösend leberregenerierend, leberschützend (antihepatotoxisch/hepatoprotektiv), leberstärkend, spasmolytisch, verdauungsfördernd
Anwendungsbereiche:
Appetitlosigkeit, Bauchschmerzen, Bauchspeicheldrüsenschwäche, Blähungen, Cholesterinablagerungen werden gelöst, Diabetes, Fettverdauung wird verbessert, Gallenschwäche, Gallensteine, Hypercholesterinämie (Zu hoher Cholesterinspiegel), Übelkeit, Leberschwäche, Leberzellen wachsen besser
wissenschaftlicher Name:
Cynara scolymus L.
Pflanzenfamilie:
Korbblütler = Asteraceae
englischer Name:
Artichoke
falsche Schreibweisen:
Artischoke
Verwendete Pflanzenteile:
Hüllen der Blütenköpfe, frische oder getrocknete Blätter (Cynarae folium), Pflanzensaft, Wurzel
Inhaltsstoffe:
Bitterstoff, Caffeoylchinasäuren, Cynarin, Cynaropikrin, Cynarosid, Enzyme, Flavonoide, Gerbsäure, Inulin, Scolymosid
Gegenanzeigen: Nicht bei Artischocken-Allergie, Allergien gegen Korbblütler; Wenn die Gefahr eines Verschlusses der Gallenwege besteht
Wechselwirkungen:
Keine bekannt
Nebenwirkungen:
Keine bekannt
Tages-Dosis:
6 Gramm (getrocknete Blätter)
Sammelzeit:
Spätsommer, Herbst

Anwendung
Gute Erfahrungen hat man mit der Artischocke rund um die Verdauung gemacht. Die Artischockenblätter oder den Extrakt gibt es als Fertigprodukt zu kaufen, meistens in Form von Tabletten, Dragees oder Kapseln. Es gibt auch Brausetabletten, die aber meist noch mit Vitaminen angereichert sind.
Artischockentee
Man nimmt 1 Teelöffel getrockneter Artischocken-Blätter und übergießt diese mit 150 ml kochendem Wasser.
Abgedeckt 10 Minuten ziehen lassen, anschließend durch ein Sieb gießen und bei Bedarf den bitteren Tee mit Honig süßen. Zur Steigerung des Appetits eine halbe Stunde vor dem Essen eine Tasse trinken. Für die gute Verdauung direkt nach der Mahlzeit eine Tasse trinken.
Artischockensaft
Den Saft presst man aus frischen Blättern oder kauft ihn als fertigen Frischpflanzenpresssaft. Von dem Saft trinkt man etwa 25 ml. Hilft gut bei Bauchschmerzen, Verdauungsstörungen und steigert das Wohlbefinden.
Artischockengemüse
Die üblichen Rezepte kochen die fleischigen Teile der Artischockenblüte in heißem Salzwasser mit etwas Zitrone für etwa 30-40 Minuten. Bei dieser Zubereitung gehen fast alle wertvollen Inhaltsstoffe verloren und die Wirkung ist weniger die einer Heilpflanze, dafür eine Gaumenfreude.
Nahrungsmittel
Bei großen Artischocken sind die unteren fleischigen Teile der Schuppenblätter und die Blütenböden (eigentlich Korbböden) essbar. Die unter den Blättern liegenden Härchen, das so genannte „Heu", sind nicht zum Verzehr geeignet. Kleinere Artischockensorten, die überdies früh geerntet werden (wie es z. B. auf der Gemüseinsel  Vignole in der Lagune von Venedig üblich ist) können im Ganzen verzehrt werden, darunter auch die mit dem Siegel der geschützten geografischen Angabe versehene, dornenlose Römische Artischocke. Die ganzen Blütenköpfe werden gebraten, gekocht oder frittiert. Der feine Geschmack der ungewürzten gekochten Artischocke ähnelt dem des Eiweißes eines Spiegeleis. Artischocken werden 20 bis 45 Minuten in Salzwasser mit etwas Zitronensaft gekocht. Die Blätter werden dann abgezupft und der untere Teil mit den Zähnen abgezogen. In der Regel wird dazu eine  Vinaigrette gereicht. Artischockenböden werden auch eingelegt und sind unter anderem ein verbreiteter Pizzabelag. Artischockenherzen sind als besondere kulinarische Delikatesse bekannt. Das Artischockenherz bezeichnet den unteren verdickten Teil des Kelchblatts (eigentlich Hüllblatts) einer Artischocke. Artischockenherzen werden frisch gekocht wie auch in Dosen oder eingelegt angeboten. In Öl mit Kräutern eingelegt gelten sie als beliebte Komponente mediterraner Antipastiplatten. Zusammen mit Kräutern wird aus Artischocken seit 1953 in  Padua auch ein dunkelbrauner  Digestif mit dem Namen  Cynar hergestellt.
Heilpflanze
Artischocken wird eine appetitanregende, verdauungsfördernde und cholesterinsenkende Wirkung zugeschrieben. Aufgrund unterschiedlicher Wirkmechanismen (vermehrte Ausscheidung von Cholesterin, erhöhter Cholesterinverbrauch zur Gallensäuresynthese als auch Hemmung der Neubildung von Cholesterin in den Leberzellen) soll tatsächlich durch den Verzehr von Artischocken eine Senkung des Gesamtcholesterins um bis zu 12 Prozent möglich sein. Insofern kommt der Artischocke eine wichtige Rolle bei der Vorbeugung gegen  Arteriosklerose zu. Der enthaltene  Bitterstoff  Cynarin regt den Stoffwechsel von  Leber und  Galle an. Außer als Gargemüse werden ihre Blätter in  Säften,  Tees,  Trockenextrakten und  Tinkturen verwendet. Ihre medizinische und diätetische Wirkung wird auf den Gehalt an Polyphenolen sowie insbesondere speziellen Flavonoiden und Chinasäurederivaten zurückgeführt. Vor allem Frischpflanzenextrakte aus Artischockenblättern werden erfolgreich in der Therapie der Dyspepsie und Hypercholesterinämie eingesetzt. Die Bildung des protektiven Radikalfängers Stickstoffmonoxid wird signifikant erhöht. Dadurch können auch Zucker- und Fettstoffwechsel verbessert werden. Auch kardiovaskuläre Erkrankungen und das metabolische Syndrom können positiv beeinflusst werden. Frischpflanzenextrakte aus Artischocke entfalten im menschlichen Organismus eine stoffwechselstimulierende Wirkung, die mit einer antioxidativen Protektion durch vermehrte Bildung des endogenen Radikalfängers Stickstoffmonoxid verbunden ist. Stickstoffmonoxid stimuliert die Aktivität und Bildung von Mitochondrien. Dies führt zu einer Verbesserung der Allgemeingesundheit, der Lebensqualität und des Wohlbefindens durch signifikant erhöhte Stoffwechseleffizienz.
Nebenwirkungen
Menschen mit Reizdarm, die diätetisch behandelt werden, sollten Artischocken zumindest zu Beginn meiden ebenso wie Erbsen, Bohnen, Zwiebeln, Lauch, Kohlsorten und Pilze. Diese Nahrungsmittel enthalten fermentierbare, schlecht resorbierbare Kohlenhydrate (sog. Fructane), die Blähungen verursachen können.

Homöopathie
Die Artischocke wird auch homöopathisch eingesetzt, meistens als Urtinktur, Cynara Scolymus D2, D4, D6 Globuli. Die Wirkung ist in dieser niedrigen Potenzierung die gleiche wir bei der Heilpflanze. Siehe auch der Hinweis zu Niedrigpotenzen - Hochpotenzen.

Geschichte
Die Artischocke hat sich vor etwa 2000 Jahren aus den arabischen Ländern in den Mittelmeerraum verbreitet, man dachte in einigen Regionen, dass die Artischocke tödlich sei und war lange Zeit eher eine Zierpflanze. Mittlerweile wird die Artischocke überall da angebaut, wo es das Klima zulässt.

Pflanzenbeschreibung
Die Artischocke ähnelt in allen Teilen ihren wilden Vorfahren, Cynara cardunculus. Sie ist  ausdauernder: Nachdem sich im Herbst des ersten Vegetationsjahres eine grundständige Blattrosette gebildet hat, werden etwa fünf Jahre lang 0,5 bis zu 2 Meter hohe  Stängel mit Blütenständen gebildet. Die zwei- bis dreifach fiederschnittigen, dornigen Laubblätter sind bis zu 80 cm lang und 40 cm breit; die Unterseite ist graufilzig behaart. Die  körbchenförmigen Blütenstände sind der Teil der Pflanze, der geerntet wird. Im Vergleich zu wild wachsenden Formen sind die Blütenstände größer. Durch eine frühere Blütezeit sind mehrere Ernten im Jahr möglich. Der Blütenstandsboden ist stark fleischig. Die unten fleischigen Hüllblätter sind bei kultivierten Formen kaum dornig. Werden die Blütenstände nicht geerntet, zeigen sich die violetten Röhrenblüten. Es werden 2 bis 8 Millimeter lange Achänen mit einem Pappus aus 2 bis 3,5 Zentimeterlangen, federigen Borsten gebildet.
Artischocken sind ursprünglich im Mittelmeergebiet, Nordafrika und dem Nahen und Mittleren Osten heimisch. Die Wildform war ursprünglich kleiner als die heutige Artischocke. Erst durch Züchtung entstand die Artischocke mit ihren enorm großen Blütenständen, deren Knospen zum Essen geeignet sind. Die Artischocke gehört botanisch zu den Disteln, und wird bis zu 2 Meter groß. Die großen Knospen werden als Gemüse gekocht und gegessen. Die violetten Blüten sind etwa 10 cm groß. Die Artischocke wird im warmen sonnigen Klima etwa 5 Jahre alt.

Anbau
Die Artischocken brauchen einen windgeschützten, sonnigen und sehr warmen Platz. Der Boden muss tiefgründig und locker sein. Die Artischocke zieht man ab Februar in Töpfen vor, am besten 4 Samen in einen Topf und man behält die kräftigste Pflanze. Zum Keimen braucht der Samen etwa 25°C. Sobald die Fröste vorbei sind, wird im Abstand von 1 Meter ins Freiland gepflanzt. Die Artischocke mag Kompost, Wasser und ausreichend Dünger. Erst im nächsten Jahr sollte man mit der Ernte anfangen, dafür aber etwa 4 Jahre lang. Mit viel Glück kann man an einem guten Standort schon im ersten Jahr eine kleine Menge ernten. Mittlerweile bieten Baumärkte im Frühjahr preiswerte Pflanzen an. Im Winter muss man die zurückgeschnittenen Pflanzen etwa 30 cm mit Laub o.ä. abdecken.



BACHBLÜTEN
Die Fehler anderer fallen einem sofort ins Auge (3 Beech)
- Diese Menschen fallen die Fehler ihrer Umgebung sofort ins Auge
- Mit der dementsprechender Bachblüte können sie über diese Fehler hinübersehen  

BACHBLÜTEN
Gibt schnell nach um des lieben Frieden willen (4 Centaury)
- Diese Menschen geben  allzuschnell nach, nur um des Friedens willen
- Mit der dementsprechender Bachblüte geben sie kaum noch nach, auch nicht um des Friedens willen  


ERNÄHRUNG
Fleisch- und Wurstwaren
Bei den Fleischwaren handelt es sich um Erzeugnisse, die aus Fleisch herausgestellt werden. Z.B. Pökel- und Räucherwaren.
Wurstwaren
Ob sie nun gekocht, gebrüht, geräuchert oder getrocknet ist, immer ist Fleisch Hauptbestandteil der Wurst. Es wird Wurstmasse (Brät) zerkleinert, gewürzt, gesalzen und in Därme u.a. abgefüllt. Strenge Vorschriften legen fest, was in der Wurst sein darf und was nicht.


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