Kraft durch Kräuter und Bachblüten

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03.06.2019

täglichen News > Newsletterarchiv > 03.06.19-09.06.19


DILL

Vor allem als Würzkraut für Gurken und Salate ist uns der Dill bekannt. Er hat jedoch, ähnlich wie sein Bruder, der Fenchel, zahlreiche Heilfähigkeiten. Besonders hervorzuheben ist seine milchfördernde Eigenschaft. Außerdem lindert er die Blähungen von Säuglingen.
Dill, Dille oder Gurkenkraut, auch Dillkraut und Dillfenchel genannt, ist die einzige Pflanzenart der monotypischen Gattung Anethum und gehört zur Familie der Doldenblütler. Sie stammt ursprünglich aus Vorderasien, wird heute jedoch weltweit angebaut. Dill ist im deutschsprachigen Gebiet eines der meistangebauten  Gewürze.

Steckbrief
Heilwirkung:
Appetitlosigkeit, Blähungen, Hämorrhoiden, Magenbeschwerden, Milchfördernd, Schlaflosigkeit, Gebärmutterkrämpfe, Menstruationsbeschwerden, Geschwüre
wissenschaftlicher Name:
Anethum graveolens
Pflanzenfamilie:
Doldenblütler = Apiaceae
englischer Name:
Dill
andere Namen:
Däll, Gurkenkräutel, Kappernkraut, Till
falsche  Schreibweisen: Dille
Verwendete Pflanzenteile:
Blätter, Samen
Inhaltsstoffe:
Ätherisches Öl, bisher unbekannte Wirkstoffe
Sammelzeit:
Juni bis September

Anwendung
Dillsamen kann man als Tee oder in Wein gekocht gegen Blähungen, Magenkrämpfe und zur Milchförderung einsetzen. Als milder Tee hilft der Tee auch gegen Blähungen bei Babys, ähnlich wie der Fenchel. Wenn man das Kraut als Sitzbad benutzt, hilft es gegen Krämpfe der Gebärmutter, beispielsweise bei schmerzhafter Menstruation. Äußerlich als warme Kompresse in Olivenöl hilft Dill bei Geschwüre. Der häufigste Einsatzzweck des Dills ist jedoch die Küche. Dort würzt man damit Gurken, Salate und Saucen.
Verwendung in der Küche
Gartendill ist eine vielseitig verwendete Gewürzpflanze. Er wird für Salate verwendet. In Saucen auf Grundlage von Salatöl, Joghurt, Quark und in Gewürzbutter ist Dill beliebt und als Brotaufstrich geeignet. Des Weiteren dient er auch zum Würzen von Fisch- und Fleischspeisen. Durch Destillation wird das Dillöl auch für die Likörindustrie angereichert. Frisch und getrocknet kann es auch für Konserven und für Kräuteressenzen verwendet werden. Blätter wie Blütendolden sind ein wichtiges Gewürz für Gewürzgurken, insbesondere für Salz-Dill-Gurken. Meist werden die Dillspitzen verwendet, in frischem, getrockneten, tiefgefrorenem oder gefriergetrocknetem Zustand. Seltener wird das Dillkraut (das junge Kraut) oder die ganze oberirdische Pflanze verwendet. Das frische Dillkraut hat den besten Geschmack und wird auch auf gegarte Kartoffeln gestreut.
Verwendung als Arzneipflanze
Als Heildrogen dienen die getrockneten reifen Früchte und die ganze frische, blühende Pflanze. Wirkstoffe sind: Ätherisches Öl mit  Carvon als Hauptbestandteil,  Limonen und  Dillapiol; den typischen Geruch geben  Phellandren und Dilläther; weitere Wirkstoffe sind Cumarine und Kaffeesäure-Derivate. Anwendungen: Dillfrüchte haben mäßig verdauungsanregende, blähungstreibende und krampflösende Eigenschaften. Sie werden heute noch überwiegend in der Volksmedizin wie Kümmel, allerdings mit schwächerer Wirkung, bei Verdauungsstörungen mit Völlegefühl und Blähungen sowie bei leichten krampfartigen Beschwerden im Magen-Darm-Bereich verwendet.  Für die Dillfrüchte wurden  progesteronfördernde Wirkungen im Versuch nachgewiesen, was die bisweilen beschriebene Anwendung bei Zyklusstörungen und Infertilität zumindest plausibel macht. Daten aus klinischen Studien liegen hierzu jedoch nicht vor. Dill wird im  Papyrus Ebers gegen Kopfweh und zur Erweichung der Blutgefäße empfohlen. Schon vor Hippokrates galt er als stuhlerweichend und uterus reinigend. Nach  Dioskurides hilft er bei Bauchweh, Erbrechen und Blähungen, treibt Harn und Milchsekretion, soll auf Dauer aber der Sehkraft schaden.  Hildegard von Bingen verordnete das Kraut bei Lungenaffektionen, äußerlich bei Nasenbluten,  Paracelsus als Diuretikum bzw. das Öl der Samen als Karminativum, Stomachikum, Galaktogogum, bei Erbrechen, Mundgeruch, Sinusitis, Hämorrhoiden und  Kondylomen (Feigwarzen).  Mattioli empfiehlt ihn als Dampfbad bei Uterusschmerzen, bei Genitalgeschwüren und Nabelbrüchen. Auch von Haller lobt ihn bei Uterusbeschwerden, Leclerc seine prompte Wirkung bei Schluckauf und Erbrechen. Von Grot zufolge wirkt er zwar stopfend, als Zäpfchen aber abführend. Dill wurde laut  Madaus früher viel in Apotheken umgesetzt bei Erbrechen, Schluckauf und Unterbauchkrämpfe. Die Volksmedizin behielt auch die Nutzung zur Schlaf- und Milchanregung und bei Blähungen von Kindern. Im Volksglauben vertrieb er Dämonen und sollte der Braut zur Herrschaft in der Ehe verhelfen („Ich habe Senf und Dille, Mann, wenn ich rede, schweigst du stille."). In einem Märchen nach Jenny von Droste-Hülshoff schützt Dill vor Verhexung.

Pflanzenbeschreibung
Die Stängel des einjährigen Dills werden zur Blütezeit bis zu einem Meter hoch. Die fadendünnen Blätter sind bläulich und zart doppelt gefiedert. Die gelben Blütendolden sind groß aber luftig. Die eigentlichen Blüten sind sehr zierlich. Die gesamte Pflanze riecht deutlich nach Dill. Daran kann man sie auch von anderen Doldenblütlern unterscheiden.
Vegetative Merkmale
Dill ist eine sommerannuelle, einjährige krautige Pflanze und erreicht Wuchshöhen von meist 30 bis 75 Zentimetern, selten bis zu 120 Zentimetern. Alle oberirdischen Pflanzenteile sind kahl und die Farbe variiert von Hellgrün bis Grün-Türkis. Alle Pflanzenteile duften stark aromatisch. Die Stängel wachsen aufrecht und verzweigen sich meist im oberen Abschnitt. Besonders die unteren Laubblätter sind drei- bis vierfach fiederschnittig, fein zerteilt in borstliche Abschnitte. Die oberen Laubblätter sind weniger stark geteilt und kleiner. Nebenblätter fehlen. Die Blattscheiden haben eine Länge von 1 bis 2 Zentimetern und sind oben gehörnt.
Blütenstände, Blüten und Früchte
Die großen Blütenstände sind tragblattlose, 15- bis 30-strahlige Doppeldolden, selten bis zu 50-strahlig. Sie weisen einen Durchmesser von 5 bis 15 Zentimetern auf und enthalten zehn bis 25 Döldchen. Die Döldchen weisen einen Durchmesser von 3 bis 5 Zentimetern auf und enthalten 15 bis 25 Blüten. Die Blütenstiele sind 6 bis 10 Millimeter lang. Die kleinen  Blüten sind  radiärsymmetrisch und fünfzählig. Die fünf Kelchblätter sind verwachsen. Die fünf Kronblätter sind (dotter-)gelb. Es ist nur ein Kreis mit fünf Staubblättern vorhanden. Die Staubblätter sind länger als die eingerollten Kronblätter. Zwei Fruchtblätter sind zu einem unterständigen Fruchtknoten verwachsen, der länglich und etwas zusammengedrückt geformt ist. Die zwei Griffel sind kurz. Die Blüte besitzt einen nektarabsondernden Diskus und wird von verschiedenen Insekten, besonders jedoch von Käfern bestäubt. Die Blütezeit reicht von teils schon Mai, jedoch meist Juni bis August.  Die eiförmigen, braunen, trockenen  Spaltfrüchte ( Doppelachänen) sind 3 bis 5 Millimeter lang, 1,8 bis 2,5 Millimeter breit und 0,6-0,8 Millimeter dick. Die Tausendkornmasse liegt zwischen 1 und 2g. Sie zerfallen in zwei schmal geflügelte Teilfrüchtchen mit grau-weißen Längsrippen. Die Früchte reifen meist zwischen Juli und September. Als Flügelflieger werden sie über den Wind ausgebreitet, ferner bei Nässe auch als Adhäsionshafter.




EDELGAMANDER

Der Edel-Gamander ist ein kleiner Halbstrauch aus der Familie der Lippenblütler, der heutzutage nahezu unbekannt ist und weitgehen unbeachtet sein Dasein auf kalkhaltigen Magerböden fristet. Früher war der Gamander so beliebt, dass ihm der Beiname "edel" verliehen wurde. Die Volksheilkunde verwendet den Edelgamander zur Stärkung der Verdauung, gegen Gicht und gegen Husten. auch schlecht heilende Wunden sollen durch den Gamander zur Heilung finden können.
Der Edel-Gamander, Echte Gamander oder auch das Schafkraut ist ein Lippenblütler aus der Gattung der Gamander.

Steckbrief
Haupt-Anwendungen:
Magenbeschwerden
Heilwirkung:
adstringierend, anregend, entzündungshemmend, harntreibend, tonisierend
Anwendungsbereiche:
Bronchitis, Husten, Asthma, Appetitlosigkeit, Magenschwäche, Blähungen, Darmschwäche, Gallenschwäche,  Gicht, Rheuma, Kopfschmerzen, Hautentzündungen, Langsam heilende Wunden
wissenschaftlicher Name:
Teucrium chamaedrys
Pflanzenfamilie:
Lippenblütler = Lamiaceae
englischer Name:
Germander
volkstümliche Namen:
Gamander, echter Gamander, breitblättriger Edelgamander, Kalenderkraut, Schaffkraut
Verwendete Pflanzenteile:
Blätter, Kraut
Inhaltsstoffe:
Ätherische Öle, Bitterstoffe, Gerbstoffe
Sammelzeit:
Sommer

Anwendung
Der Edelgamander wurde ehemals bei  Wechselfieber und  Gicht verwendet. Nach der Einnahme der Droge als Tee zur Gewichtsreduktion wurden inzwischen Leberschäden bekannt, so dass man von der Verwendung von Edelgamander als Heilpflanze heute abrät. Furanoneo-Clerodane werden für die Giftwirkung verantwortlich gemacht. Edelgamander kann man wahlweise als Tee oder in Wein anwenden. Die häufigste Art, Edelgamander anzuwenden ist der Tee, wenn man beim Edelgamander überhaupt noch von "häufig" sprechen kann. Früher wurde der Gamander gerne in Wein eingelegt.
Achtung! Nicht überdosieren! Eventuell könnte der überreichliche Gebrauch des Edelgamanders die Leber belasten.
Tee
Für einen Edelgamander tee übergießt man ein bis zwei Teelöffel Edelgamander mit einer Tasse kochendem Wasser und lässt ihn zehn Minuten ziehen. Anschließend abseihen und in kleinen Schlucken trinken. Von diesem Tee trinkt man ein bis drei Tassen täglich. Wie bei allen stark wirksamen Heilkräutern sollte man nach sechs Wochen Daueranwendung eine Pause einlegen und vorübergehend einen anderen Tee mit ähnlicher Wirkung trinken. Anschließend kann man wieder sechs Wochen lang Edelgamandertee trinken. Durch die Pause werden eventuelle unerwünschte Langzeitwirkungen verhindert und die erwünschte Edelgamander-Wirksamkeit bleibt erhalten und lässt nicht durch Gewöhnung nach.
Würzwein
Früher wurde der Gamander gerne als Gewürz für Wein verwendet. Vielleicht findet man ihn deshalb hin und wieder auf Weinbergen. Möglicherweise ist es aber auch umgekehrt, nämlich dass die Winzer den Edelgamander in der Nähe ihrer Rebstöcke gefunden haben und sein wohlduftendes Aroma zum Würzen ihres Weines verwendet haben. Um einen Edelgamanderwein herzustellen, legt man einige Gamanderblätter oder Triebe für zwei bis sechs Wochen in Wein ein. Dann abseihen und etwa dreimal täglich ein bis zwei Esslöffel des Gamanderweines einnehmen. Dieser Gamanderwein stärkt die Verdauung.
Innerlich
Edelgamander kann man innerlich, als Tee oder Tinktur gegen Verdauungsschwäche einsetzen. Außerdem hilft Edelgamander gegen Husten, vor allem wenn es ein asthmaähnlicher Krampfhusten ist.
Äußerlich
Äußerlich kann man Edelgamandertee oder verdünnte Tinktur in Form von Umschlägen, Bädern oder Waschungen anwenden. Mit dieser Art der Anwendung kann man schlecht heilende Wunden behandeln.

Pflanzenbeschreibung
Der Edel-Gamander ist ein Halbstrauch mit Ausläufern. Der Stängel ist 10 bis 30 (bis 35)cm hoch, aufsteigend, im unteren Teil verholzt, unten verzweigt, ringsum oder auf den gegenüberliegenden Seiten kurz anliegend und lang abstehend behaart. Die Blätter sind kurz gestielt oder fast sitzend, oval, meist mit keilförmig verschmälertem Blattgrund, auf jeder Blattseite mit vier bis acht stumpfen oder spitzen Zähnen, meist beiderseits behaart. Die  Blüten sind ca. 3 mm lang gestielt, zu einem bis sechs in den Achseln der oberen Blätter, und stehen einseitswendig. Der Kelch ist 6 bis 8 mm lang, mehr oder weniger regelmäßig fünfzähnig, behaart, oft rotviolett überlaufen. Die Blütenkrone ist 1 bis 1,5 cm lang, rosa (selten weiß). Die Teilfrüchte haben eine feinadrige Oberfläche und sind ca. 1,5 bis 2 mm lang. Die Pflanze riecht angenehm aromatisch.
Der Edelgamander ist in Europa heimisch. Er wächst bevorzugt auf kalkreichen mageren Böden. Nach dem Edel-Gamander ist eine ganze Gattung benannt, zu der auch der häufigere Salbeigamander gehört Der kleine Halbstrauch wird bis zu 30 cm hoch. Der untere Bereich der Stängel verholzt. Die Ausläufer des Gamanders kriechen am Boden entlang. Die Blätter sind etwa zwei bis fünf Zentimeter groß, haben kurze Stiele und ihre Form ist eiförmig. Der Rand der Blätter ist gezähnt. An der Oberfläche sind die Blätter glänzend dunkel-grün. Die rosafarbenen Blüten erscheinen zwischen Juli und September. Sie stehen in Scheinquirlen in den oberen Blattachseln. Aus den Edelgamander-Blüten entwickeln sich sogenannte Klausen-Früchte, die die Samen enthalten. Sie werden vom Wind und wahrscheinlich auch teilweise von Tieren verbreitet.



BACHBLÜTEN
Schwebendes Gefühl, man fühlt sich manchmal benommen wie unter leichter Narkose (9 Clematis)
- Diese Menschen haben ein schwebendes Gefühl, sie fühlen sich manchmal benommen, wie unter einer leichten Narkose
- Mit der dementsprechender Bachblüte wird das schwebendes Gefühl und die leichte Benommenheit abgestellt

BACHBLÜTEN
Empfindlich gegen Unordnung in der Öffentlichkeit und im privaten Lebensraum (10 Crab Apple)
- Diese Menschen sind sehr empfindlich gegenüber einer Unordnung, öffentlichem oder privatem Lebensraum
- Mit der dementsprechender Bachblüte können sie das empfindlich gegeben der Unordnung besiegen  


ERNÄHRUNG
Gründe des Vegetarismus
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Tiere haben ein Recht auf Leben. Töten ist Unrecht
- Fleischverzehr als religiöses Tabu
- Der Anblick von toten Tieren erregt ekel
- Ökologische Motive: Verminderung durch Massentierhaltung bedingter Umweltbelastungen
- Ernährungsphysiologische Motive: die erhöhte Zufuhr von tierischem Eiweiß und Fett fördert ernährungsbedingte Krankheiten


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