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Asiatische Kermesbeere t
Die Asiatische Kermesbeere ist eine 1 bis 1,5 Meter hohe Pflanze, mit dunkelroten bis schwarzen Beeren. Die aus Asien kommende Pflanze ist bei uns immer öfter als Zierpflanze zu sehen, teilweise findet man sogar ausgewilderte Exemplare in der freien Natur. In ihrer Heimat werden ganz junge Pflanzentriebe als Gemüse oder Salat gegessen und als Heilpflanze genutzt. Alle Pflanzenteile sind giftig, am giftigsten ist die rübenartige Wurzel. Die jungen Blätter und Triebe enthalten fast kein Gift, je älter die Blätter und Stängel werden, desto giftiger werden diese. Bei den Beeren nimmt mit zunehmenden Reifegrad die Giftigkeit des Fruchtfleisches ab, die Samen allerdings bleiben giftig. Es gibt eine giftigere Schwester ähnlicher Wirkung aus Nordamerika: Amerikanische Kermesbeere.
Die Indische Kermesbeere, auch als Essbare Kermesbeere, Asien-Kermesbeere oder Asiatische Kermesbeere bezeichnet, ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Kermesbeeren. Sie stammt aus Südostasien.
 
Steckbrief
Haupt-Anwendungen: Husten
Heilwirkung: antiviral, entzündungshemmend, harntreibend, immunstärkend, schleimlösend, schmerzstillend
Anwendungsbereiche: TCM: Bakterieninfektionen, Blähungen, Furunkel, Husten, Karbunkel, Nierenentzündungen, Ödeme, Pilzinfektionen, Tumore, Wunden
wissenschaftlicher Name: Phytolacca acinosa
Pflanzenfamilie: Kermesbeerengewächse = Phytolaccaceae
englischer Name: Indian poke, Indian pokeweed
volkstümlicher Name: Asiatische Kermesbeere, Shang Lu
Verwendete Pflanzenteile: Beeren, Blätter, junge Triebe, Wurzel
Inhaltsstoffe: Alpha-Spinasterol, Cyanfarbstoffe, Enzyme, fettes Öl, Gamma-Aminobuttersäure, Gerbstoffe, Harze, Histamin, Lectine, Lignane, Phytolaccagenin, Phytolaccanin, Phytolaccatoxin, Phytolaccosaponin, Phytolaccoside, Phytolaccoside, Pokeweed-Mitogene, Saponinglykoside, Triterpensaponine
Sammelzeit: Junge Triebe: Frühling, Blätter: Sommer, Beeren: Herbst, Wurzel: Herbst
Kontraindikation: Schwangerschaft, Stillzeit
Nebenwirkungen: Vergiftungserscheinungen
 
Anwendung
Die innerliche Anwendung ist mit gesundheitlichen Risiken verbunden, da je nach Alter der Pflanzenteile die giftigen Inhaltsstoffe stark schwanken können. Daher sollte man auf den innerlichen Einsatz älterer Pflanzenteile oder der Samen verzichten. Die asiatische Kermesbeere ist weniger giftig als die amerikanische Schwester.
Tee
1 Teelöffel getrockneter Blätter mit 250ml kochendem Wasser übergießen, 5 Minuten ziehen lassen, abseihen. Hilft innerlich gegen Rheuma und äußerlich bei Hautkrankheiten.
Gemüse
Die frischen Triebe und jungen zarten Blätter können als Gemüse gekocht werden. 15 Minuten kochen, Wasser wegschütten und noch nochmal mit frischem Wasser 15 Minuten kochen. Wirkt blutreinigend und harntreibend.
Wurzel
Abkochungen, Extrakte und Tinkturen, die aus der Kermeswurzel hergestellt wurden, wirken immunsystemstärkend und werden innerlich gegen Immunschwäche, äußerlich gegen Gicht und Rheuma eingesetzt. (Mittel nicht selbst herstellen!)
Homöopathie
Aus der frischen Wurzel wird ein Mittel hergestellt (Phytolacca D1-D4) und bei Angina, Brustdrüsenentzündung, Grippaler Infekt, ... eingesetzt.
  
Geschichtliches
Verwendung als Heilpflanze vor etwa 2000 Jahren schriftlich festgehalten. Es wurde und wird vor allem die Wurzel "Shang Lu" genutzt. Aus der Wurzel wurde auch ein Gebräu zur Geister- und Dämonenbeschwörung hergestellt. Die Samen und Wurzelabkochungen werden zur Schneckenbekämpfung eingesetzt. Heute in der Medizin zum Behandeln von Immunschwächekrankheiten und Tumoren im Test.
 
Pflanzenbeschreibung
Die Indische Kermesbeere wächst als buschige, ausdauernde krautige Pflanze und erreicht Wuchshöhen von über 1 Meter. Aus einer rübenartig verdickten Wurzelknolle geht eine hellgrüne bis violette Sprossachse hervor, welche sich stark verzweigt. Die grünen, länglich-ovalen Laubblätter sind bis zu 26cm lang. Während der Blütezeit zwischen Juni und August erscheinen in endständigen, traubigen Blütenständen die kleinen, weißlichen Blüten. Die Beerenfrüchte sind gekammert und rötlich purpurviolett bis schwarz gefärbt. Blüten- und Fruchtstand stehen aufrecht.  
Die Asiatische Kermesbeere ist in Mittel- und Süd-Asien heimisch. Die Pflanze ist in Europa ausgewildert zu finden. Sie wächst bevorzugt an sonnigen Standorten. Die mehrjährige Pflanze wird zwischen 1 und 1,5 Meter hoch. Die Wurzel ist rübenförmig und giftig. Die Blätter sind eiförmig. Die weißen Blüten erscheinen zwischen Mai und August in Trauben. Aus den Blüten entwickeln sich von Juni bis Oktober die dunkelroten bis schwarzen flachen Früchte. Die Blüten- und Fruchtstände sind aufrecht.
 
Anbautipps
Aussaat im Frühling, Vermehrung durch Wurzelteilung ist möglich. Die Kermesbeere braucht lockeren, feuchten aber durchlässigen Boden. Die Pflanze braucht einen sonnigen Standort und Winterschutz. In kalten Gegenden besser im großen Topf kultivieren.
 
Sammeltipps
Junge Triebe im Frühling ernten und nur gekocht als Gemüse nutzen. Blätter im Sommer ernten und trocknen. Sowohl die Früchte als auch die Wurzeln im Herbst ernten. Früchte und Wurzeln zügig trocknen. Beeren und vor allem Wurzelsaft können die Haut stark reizen, bei dem Wurzelsaft bis zur Blasenbildung. Keinen Saft an die Schleimhäute oder Augen bringen. Diese Eigenschaft wird bei der Bekämpfung von Schnecken genutzt.

Zimbelkraut
Das Zimbelkraut ist ein schön bunt violett blühender Mauerbewohner aus dem Mittelmeerraum. Die pflegeleichte Pflanze bildet an guten Standorten einen Teppich und blüht über mehrere Monate, daher wurde das Zimbelkraut in ganz Europa zum verschönern von langweiligen Mauern verbreitet. Das Vitamin-C-reiche Zimbelkraut diente als stärkender Salat in Frühjahrskuren und als wundheilender Umschlag.
Das Zimbelkraut, auch Zymbelkraut, Mauer-Zimbelkraut oder Eustett (Schweiz) genannt, ist eine Pflanzenart innerhalb der Familie der Wegerichgewächse.
 
Steckbrief
Haupt-Anwendungen: Wundheilmittel
Heilwirkung: entzündungshemmend, wundheilend
Anwendungsbereiche: Skorbut, Wundheilmittel
wissenschaftlicher Name: Cymbalaria muralis, Linaria cymbalaria
Pflanzenfamilie: Wegerichgewächse = Plantaginaceae
englischer Name: Kenilworth Ivy
volkstümlicher Name: Mauer-Zimbelkraut, Zimbelkraut, Zymbalkraut
Verwendete Pflanzenteile: Blätter
Inhaltsstoffe: Bitterstoffe, Iridoid, Muraliosid, Vitamin C
Sammelzeit: März-September
 
Anwendung
Das Zimbelkraut findet als Zierpflanze in Parks und Gärten an Mauern und in Steingärten Verwendung.
Salat
Die Blätter mit leichter Schärfe kann man als Beilage im Salat oder in Suppen essen. Der Geschmack der Blätter ähnelt der Kresse.
Umschläge
Ein Umschlag aus dem Brei frischer Blätter wirkt wundheilend.
 
Geschichtliches
Das Zimbelkraut wurde im späten Mittelalter als Zierpflanze aus Italien und dem Balkan in die anderen Teile von Europa gebracht. Das Zimbelkraut wurde als Heilpflanze und Färbemittel eingesetzt. Als Heilpflanze hat das Zimbelkraut keine besondere Bedeutung mehr, aber als dankbare Zierpflanze wird es immer beliebter.
  
Pflanzenbeschreibung
Das Zimbelkraut ist in Europa heimisch und kommt ursprünglich aus dem Mittelmeerraum. Es wächst bevorzugt in schattigen und feuchten Mauerritzen oder Felsspalten. Die mehrjährige kriechende Pflanze wird zwischen 30 und 60 cm lang und 20cm hoch. Die rundlichen Blätter sind herzförmig. Der Stängel ist rötlich. Die hellvioletten Blüten erscheinen zwischen Mai und September. Aus den etwa 1cm großen Blüten entwickeln sich bis in den Herbst die Samen in Samenkapseln. Mit zunehmender Samenreife wendet sich der Pflanzenteil von der Sonne ab, sodass die Samen näher am Boden sind.
Vegetative Merkmale
Das Zimbelkraut ist eine ausdauernde, krautige Pflanze. Die fadenförmigen, kletternden oder hängenden Stängel sind bis zu 60 Zentimeter lang. Die herzförmigen Laubblätter sind unterseits meist rötlich gefärbt. Die Blütenröhre ist maskiert, von einer Wölbung der Unterlippe verschlossen. Dies schließt schwache Insekten von der Bestäubung aus (Kraftblume). Die Maskierung täuscht große Staubbeutel vor, ein Signal an pollensammelde Insekten.  
Generative Merkmale
Die relativ kleinen, zwittrigen Blüten sind zygomorph mit doppelter Blütenhülle. Die Blütenkronen sind gespornt und meist hellviolett. Die Blütezeit reicht von Juni bis September, die Fruchtreife von August bis September.
 
Anbautipps
Der Standort sollte feucht und schattig bis halbschattig sein, ideal sind feuchte humose Mauerritze oder feuchte schattige Stellen eines Steingartens. Das Zimbelkraut eignet sich auch zum Anbau in Töpfen. Die Samen im Frühling direkt in den feuchten Boden aussäen und feucht halten. Wenn der Standort den Bedürfnissen des Zimbelkrauts entspricht, vermehrt sich die Pflanze zu einem Teppich.
 
Sammeltipps
Die Blätter können immer wieder geerntet werden, immer ein paar Blätter an den Trieben stehen lassen. Diese Blätter werden frisch eingesetzt.

Bachblüten
Man strebt zwanghaft nach geistiger Höherentwicklung, hält aber an bestimmten eigenen Verdrängungen hartnäckig fest (Rock Water)
Sie streben zwanghaft an geistiger Höherentwicklung und halten aber an bestimmten Verdrängungen hartnäckig fest
Hier können sie das zwanghafte herunterkurbeln und das hartnäckige wird abgestreift
Bachblüten
Unkonzentriert, man springt im Gespräch von Thema zu Thema (Scleranthus)
Diese Menschen sind unkonzentriert und sie springen mitten im Gespräch von Thema zu Thema
Mit Scleranthus können sie sich wieder besser konzentrierter und springen im Gespräch von Thema zu Thema
Blutzuckerregulation
Bei Gesunden liegt der Blutzuckerspiegel zwischen 70 und 110mg/dl nüchtern, bzw. < 140mg/dl zwei Stunden nach Nahrungsaufnahme. Die Blutzuckerregulation ist komplex und erfolgt durch Wechselwirkung der Hormon-Insulin-Glukagon. Auch das Stresshormon Adrenalin hat Einfluss auf den Blutzuckerspiegel, indem es eine Freisetzung von Glucose aus den Speichern bewirkt.
Spezialisierte Zellen der Bauchspeicheldrüse messen ständig den Blutzuckerspiegel. Liegt er nicht im Bereich zwischen 80−110 mg Glucose pro 100 ml Blut, schüttet die Bauchspeicheldrüse vermehrt eines der beiden Hormone Insulin oder Glukagon aus. Zusammen regulieren sie den Blutzuckerspiegel. Die Bauchspeicheldrüse ist eine ca. 15cm lange Drüse, die im hinteren Oberbauch liegt. Neben Hormonen produziert sie einen Großteil der Verdauungsenzyme, die in den Zwölffingerdarm abgegeben werden.
Ist der Blutzuckerspiegel im Blut erhöht, produziert die Bauchspeicheldrüse das Hormon Insulin und gibt es ins Blut ab. Insulin ermöglicht den Körperzellen, Glucose aus dem Blut aufzunehmen. Dadurch sinkt der Blutzuckerspiegel. In den Leber- und Muskelzellen kann die aufgenommene Glucose in Glykogen umgewandelt und gespeichert werden. Glykogen ist ein Vielfachzucker, der aus Glucose aufgebaut ist. Sinkt der Blutzuckerspiegel unter 80 mg Glucose pro 100 ml Blut, produziert die Bauchspeicheldrüse vermehrt das Hormon Glucagon und gibt es ins Blut ab. Zielzellen, die das Glucagonsignal über ihre Rezeptoren wahrnehmen, geben darauf in Glucose ins Blut ab. Der Blutzuckerspiegel steigt. In Muskel- und Leberzellen regt Glucagon zudem das Abschmelzen der Glykogenspeicher an.

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