Kraft durch Kräuter und Bachblüten

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03.02.2019

täglichen News > Newsletterarchiv > Januar > 28.01.19-03.02.19


QUECKE

Die Kriech-Quecke, auch Gemeine Quecke, Gewöhnliche Quecke oder einfach Quecke genannt, ist eine Pflanzenart aus der Gattung  Quecken innerhalb der Familie der  Süßgräser. Der  Trivialname Quecke ist aus queck, quick = „zählebig" entstanden. Dieses Gras ist nahezu weltweit verbreitet und stellt eine  Pionier-pflanze auf fast allen  Böden dar.

Steckbrief
Heilwirkung:
Entzündungen, Magenschleimhautentzündung, Darmentzündung, harntreibend, Stoffwechselstörungen, Kreislaufstörungen, Nieren stärkend
wissenschaftlicher Name:
Triticum repens
Pflanzenfamilie:
Süßgräser = Poaceae
Verwendete Pflanzenteile:
Wurzel
Sammelzeit:
Februar bis April, August bis November

Anwendung
Anbau in der Landwirtschaft
In  Nordeuropa, z. B. in  Finnland, wird der Anbau als Futtergras empfohlen, wenn gut gedüngt wird. Auch die Wurzelstöcke und Ausläufer sind für Vieh nährstoffreich und werden verwendet.
Anbau als Gemüse und Arzneipflanze
In den GUS-Staaten existiert schon lange bedeutender Anbau von Quecke. Besonders in ukrainischen  Regierungsbezirk Poltawa werden jährlich 33  Dezitonnen Ausläufer geerntet. Die Ernte der Ausläufer erfolgt im Herbst bis Frühjahr, wenn der Boden nicht gefroren ist und die Rhizome noch nicht austreiben. Der höchste Ertrag liegt bei 2,5 kg/m².
Krankheiten und Schädlinge
Die Quecke ist eine Wirtspflanze für Viren und übertragbare Pilze und ist besonders ein Wirt für den  Mutterkorn bildenden Pilz Claviceps purpurea.
Küche
In den GUS-Staaten wird die Quecke auch als Nahrungsmittel verwendet. Die Ausläufer werden im Herbst oder Frühjahr geerntet, wenn sie sich noch in Winterruhe befinden und nicht austreiben. Der Geschmack der Pflanze ist erst stärkeartig, dann süßlich. Die Wurzeln kann man, solange das Gras nicht wächst, trocknen und dann zu Mehl zermahlen. Es eignet sich zum Strecken von Getreidemehl. Frisch werden die Ausläufer zum Garnieren von Salaten verwendet oder gekocht zu Suppen gegeben. Des Weiteren wurden die Ausläufer auch zu Sirup verarbeitet oder geröstet als Kaffee-Ersatz und zur Alkoholgewinnung verwendet.  Noch zu Beginn des 19. Jahrhunderts wurde mit diesen Wurzeln in Deutschland Bier gebraut.
Inhaltsstoffe
Quecke enthält in 100 g 5 bis 6% Eiweiß, 30 bis 40% Zucker und 10% Mehrfachzucker. Zusätzlich sind 150mg Vitamin C und 6mg  Karotin nachweisbar. Als weitere Stoffe sind noch das dem Inulin ähnliche Triticin und Inosit sowie geringe Mengen von Saponinen enthalten.
Medizinische Bedeutung
Die getrockneten Rhizome und Wurzeln werden als Teedroge eingesetzt und kommen als Fertigarzneimittel auf den Markt. Sie werden traditionell als harntreibendes Mittel bei Entzündungen der Harnwege oder zur Vorbeugung bei Nierengrieß verwendet. Als Inhaltsstoffe konnten nachgewiesen werden:  Polysaccharide, vor allem Fructan und Tridicin, Zuckeralkohole, Schleimstoffe, Kieselsäure, wenig ätherisches Öl mit dem  Polyen Agropyren (6-Phenyl-2,4-hexadien) und p-Hydroxyzimtsäure. Welche Komponenten für die Wirkung der Droge verantwortlich sind, ist unklar. Darüber hinaus wurde Quecke auch zur Blutreinigung und Behandlung von Unterleibsbeschwerden verwendet.

Pflanzenbeschreibung
Vegetative Merkmale
Die Kriech-Quecke ist eine ausdauernde  krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 50 bis 120 (150) Zentimeter erreicht, wobei insbesondere sterile Triebe sehr hochwüchsig sind. Die Pflanzen bilden  Horste oder, mit Hilfe von kriechenden  Ausläufern, große Flecken. Die  Halme sind kahl, aufrecht oder unten gebogen und weisen drei bis fünf Knoten auf. Die schlaffen Laubblätter sind grün und dabei abwischbar blau bereift. Ihre einfachen  Spreiten sind 6 bis 30 Zentimeter lang, 3 bis 5, selten bis zu 10 Millimeter breit, sind flach gerippt, oberseits rau und haben am Grund bewimperte, stängelumfassende Öhrchen. Das Blatthäutchen ist weniger als 1 Millimeter lang und häutig.
Generative Merkmale
Die schlanken, endständigen ährigen Blütenstände sind etwa 5 bis 20 (30) Zentimeter lang. Ihre 10 bis 20 Millimeter langen Ährchen sitzen locker bis dicht. Diese weisen spitze, lanzettliche Hüllspelzen auf, die fünfnervig sind und länger als das halbe Ährchen. Ihre Deckspelzen sind grannenlos oder kurz begrannt. Insgesamt ist die Kriech-Quecke ein außerordentlich variabel aussehendes Gras. Die Quecke blüht und bildet etwa 50 Samen erst im zweiten Jahr. Die Blütezeit reicht in Mitteleuropa von Juni bis August.




SCHARBOCKSKRAUT
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Das Scharbockskraut ist im zeitigen Frühjahr oft die erste Grünpflanze, die in großen Massen in lichten Wäldern auftritt. Die Blätter des Scharbockskrautes bilden manchmal ganze Teppiche, dort wo sie wachsen. Nach den glänzenden Blättern erscheinen leuchtend gelbe Blüten, die dem Blätterteppich zwar ein fröhliches Leuchten hinzufügen, aber auch anzeigen, dass die Scharbockskraut-Blätter von nun an leicht giftig sind. Vorher kann man die Blätter des Scharbockskrautes bei Frühjahrsmüdigkeit in Salaten essen.
Das Scharbockskraut, auch Feigwurz oder Frühlings-Scharbockskraut genannt, ist eine Pflanzenart in der Familie der Hahnenfußgewächse. Es ist ein Frühjahrsblüher. Sein deutscher Trivialname leitet sich von Scharbock (Skorbut) ab, da seine Vitamin-C-haltigen Blätter gegen diese Mangelerscheinung eingenommen wurden.

Steckbrief
Heilwirkung: Nicht überdosieren! Frühjahrsmüdigkeit, Vitamin C Mangel, Hautunreinheiten, Hämorrhoiden (Sitzbad), Warzen, blutreinigend
wissenschaftlicher Name: Ranunculus ficaria
Pflanzenfamilie: Hahnenfußgewächse = Ranunculaceae
englischer Name: Pileworth
volkstümliche Namen: Butterblume, Feigwurz, Fiegwurz, Frühlingssalat, Frühsalat, Gichtblatt
falsche Schreibweisen: Schabockskraut
Verwendete Pflanzenteile: Blätter, Brutknospen, Wurzel
Inhaltsstoffe: Vitamin C, Anemonin, Protoanemonin, Saponine, Gerbstoff
Sammelzeit: Frühling: März bis April

Anwendung
Achtung! Die Blätter des Scharbockskrauts sollten nur vor der Blüte und nicht in großen Mengen eingenommen werden. Sie enthalten eine kleine Menge giftige Scharfstoffe, die beim Aufblühen vermehrt vorhanden sind.
Frische Blätter
Scharbockskrautblätter können im Wildpflanzensalat in kleinen Mengen gegessen werden. Da sie viel Vitamin-C enthalten, helfen sie bei Vitamin-C Mangelerscheinungen und Frühjahrsmüdigkeit. Der Geschmack der Blätter ist würzig, scharf und etwas herb, was sie zu einer guten Würze im Wilkräutersalat macht. Man kann die kleingehackten Blätter auch auf Brot oder im Kräutertopfen verwenden.
Getrocknete Blätter
Aus getrockneten Scharbockskrautblättern kann man einen Tee kochen, der innerlich eingenommen bei Hautleiden, u.a. Hautunreinheiten hilft. Zusätzlich kann man diesen Tee für Waschungen verwenden. Als Sitzbad kann Scharbockskrauttee bei Hämorrhoiden helfen. Bei getrockneten Blättern sind die giftigen Wirktoffe abgebaut.
Wurzelknollen
Da die Wurzelknollen ähnlich wie Feigwarzen aussehen, wurden sie traditionell bei Warzen verwendet. Der scharfe Saft der Wurzelknollen kann Warzen tatsächlich quasi wegätzen.
Blütenknospen
Die Knospen der Blüten kann man ernten und in Essig einlegen. Man kann sie als Ersatz für Kapern verwenden.
Brutknospen
Die Brutknospen, die aufgrund ihres Aussehens auch Himmelsgerste, himmlisches Manna oder Himmelsbrot genannt werden, hat man früher in schlechten Zeiten zusammen mit den Wurzelknollen getrocknet und zu Mehl vermahlen.
Nutzpflanze
Wenn man die jungen Blätter erntet, bevor die Blüten kommen, kann man sie als kleine Beigabe zu Salaten oder Quark nehmen. Sie bereichern das Essen mit einem „herben, etwas scharfen Geschmack“. Nur vor der Blütezeit scheinen sie so wenig Protoanemonin zu enthalten, dass sie in mäßigen Mengen unbedenklich genossen werden können. Die Menge der Protoanemonine ist jedoch nicht allein von der Blütezeit abhängig, sondern auch von Standort und Bodenbeschaffenheit. Der energiereichste Teil des Scharbockskrautes sind die kleinen weißen Speicherknöllchen in den Blattachseln sowie an den Wurzeln. Tritt bei einem Geschmackstest ein „stechend-bitterer“ Geschmack auf, sollten die gesammelten Pflanzenteile vor Verzehr getrocknet werden, um sie zu entgiften. Gefährlich sind Verwechslungen mit anderen Hahnenfuß-Gewächsen, da diese wesentlich größere Mengen an Giftstoffen enthalten. Scharbockskraut gehörte früher zum Reiseproviant auf Seereisen und wurde von Seefahrern gegessen, die meist kein frisches Gemüse und Obst zu Verfügung hatten. Scharbockskraut enthält sehr viel Vitamin C und verhinderte dadurch Skorbut, eine Vitamin-C-Mangelkrankheit, die Seefahrer früher auf ihren langen Reisen bedrohte. Der Name Scharbockskraut leitet sich von Scharbock ab, eine alte Bezeichnung für Skorbut. Heute hat das Scharbockskraut in der Heilkunde keine Bedeutung mehr.

Geschichtliches
Früher als Skorbut (Vitamin C Mangel-Krankheit) noch verbreitet war, galten die Blätter des Scharbockskrautes als Heilmittel gegen Skorbut. Daher stammt auch der Name Scharbockskraut, denn Scharbock ist eine alte Bezeichnung für Skorbut. Die frühere Anwendung des Scharbockskrautes bei Feigwarzen beruhte auf der Signaturenlehre. Die Wurzelknolle sieht Feigwarzen nämlich ziemlich ähnlich und die Signaturenlehre sucht die Einsatzzwecke einer Heilpflanze an-hand der Ähnlichkeiten einer Pflanze oder ihrer Teile.

Pflanzenbeschreibung
Das Scharbockskraut ist eine frühjahrsgrüne, ausdauernde, krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 10 bis 20cm erreicht. Es werden jährlich neu etwa 1 bis 2cm lange, feigwarzen-ähnliche Wurzelknollen als Stärkespeicher gebildet. Die Erneuerungsknospen bilden sich an dem dicht unter der Oberfläche liegende Rhizom. Der niederliegende bis aufsteigende, hohle Stängel ist kahl. Die ungeteilten Laubblätter besitzen lange Blattstiele. Die einfache Blattspreite ist herz- bis nierenförmig und oft fettig-glänzend mit gekerbtem Blattrand. Auffallend sind ihre einzeln stehenden und lang gestielten, goldgelben und sternförmigen Blüten, die einen Durchmesser von 1,5 bis 6 cm besitzen. Es sind drei, selten fünf kelchblattartige Hüllblätter vorhanden. Es sind acht bis elf (im Unterschied zu den Hahnenfuß-Arten) Kronblätter vorhanden, welche im botanischen Sinne blumenblattartige Nektarblätter sind. Ihre auffällige Färbung lockt zur Blütezeit (März bis Mai) zahlreiche Insekten an, die am Blütenboden Nektar finden. Bei Berührung der zahlreichen Staubblätter erfolgt die Bestäubung. Im Unterschied zu den „echten“ Hahnenfüßen Ranunculus s. str. haben die Nüsschen eine verlängerte Basis, der Griffel (Schnabel) ist reduziert.
Das Scharbockskraut ist in lichten Wäldern Mittel- und Nordeuropas heimisch. Auch auf Wiesen und in Gebüschen kommt es stellenweise wie in großen Teppichen vor, so häufig ist es dort. Im zeitigen Frühjahr ist das Scharbockskraut oft die erste Pflanze, die aus dem Boden sprießt, deutlich bevor die Bäume Blätter bekommen. Aus fleischigen Wurzelknollen, die an Feigwarzen erinnern, wachsen mehrere Stiele mit herzför-migen Blättern an deren Ende. Die Blätter können auch nierenförmig sein, sie sind gesägt oder gezähnt und glänzend. Oft stehen die Blätter so dicht, dass sie den Boden vollständig bedecken. Nach einer Weile entfalten sich gelbe Blüten an extra Stängeln. Die Blüten haben viele Blütenblätter, die sternförmig angeordnet sind. Ab dem Erscheinen der Blüten steigt der Giftgehalt der Blätter deutlich an, daher sollten die Blätter ab der Blütezeit nicht mehr verwendet werden. Obwohl viele Insekten die Blüten besuchen, bilden sich kaum Samen. Stattdessen entstehen in den Blattachseln der unteren Blätter kleine Brutknospen. Aus diesen Brutknospen wachsen später neue Pflanzen. Bei starkem Regen werden diese Brutknospen oft zusammengeschwemmt, sodass es aussieht als hätte es Weizen geregnet, denn die Brutknospen ähneln Getreidekörnern. Manchmal werden sie auch Himmelsgerste genannt, weil sie in schlechten Zeiten auch der Ernährung dienten. Ab Ende Mai ziehen sich die oberirdischen Bestandteile des Scharbockskraut in die Erde zurück.

Anbautipps
Feuchte und schattige Stellen im Garten sind geeignet, um dort das Scharbockskraut anzubauen. Weil es an seinen natürlichen Standorten meistens überreichlich vorkommt, kann man die Wurzelknollen ausgraben und im eigenen Garten eingraben, sofern man die Erlaubnis des Waldbesitzers hat und sich der Standort nicht um ein Naturschutzgebiet handelt. Im Laufe mehrere Jahre wird sich das Scharbockkraut im Garten ausbreiten, wenn es sich am neuen Standort wohl fühlt.

Sammeltipps
Obwohl die Blüten das auffälligste am Scharbockskraut sind, werden sie nicht verwendet. Sie helfen jedoch beim Auffinden der Pflanze, weil sie so kräftig leuchten. Allerdings ist es für eine Ernte der Scharbockskraut-Blätter dann leider schon zu spät. Man kann sich die Stelle jedoch für das Folgejahr merken.
Die Blätter des Scharbockskrautes werden nämlich vor der Blüte geerntet. Man pflückt die Blätter einzeln. Am besten werden sie frisch als Teil eines Wildkräutersalates verwendet, aber nur in eher kleinen Mengen, wegen der enthaltenen Scharfstoffe. Getrocknet kann man die Scharbockskrautblätter zwar als Tee verwen-den, aber ihre Heilwirkung ist von eher geringer Bedeutung. Wenn sich die Knospen der Blüten zeigen, kann man sie sammeln und als Kapernersatz in Essig einlegen.
Achtung! Verwechslungsgefahr! Die Blätter des Scharbockskrautes ähneln denen der mittelstark gifti-gen Haselwurz, die jedoch eher selten ist, außer in Österreich. Daher ist es wichtig, dass man den Standort des Scharbockskrautes schon im Vorjahr anhand der Blüten kennenlernt. Die Blüten der Haselwurz sind rot und glockenförmig.

BACHBLÜTEN
Man ist unermüdlich und beharrlich in seinen Bemühungen, gibt nie auf (22 Oak)
- Diese Menschen sind unermüdlich und beharrlich in deren Bemühungen, sie geben nie auf
- Mit der dementsprechender Bachblüte wird das unermüdliche und das beharrliche geschmälert


BACHBLÜTEN
Man kann nichts mehr unternehmen und hat zu nichts mehr Lust (23 Olive)
- Diese Menschen können nichts mehr unternehmen und haben zu nichts mehr Lust
- Mit der dementsprechender Bachblüte können wieder etwas unternehmen und haben auf vieles Lust


ERNÄHRUNG
Was ist in Nahrungsmittel enthalten?
Hauptbestandteile unserer Nahrung werden auch als Nährstoffe bezeichnet und können nach unterschiedlicher Gesichtspunkte angeteilt werden.
Makronährstoffe
à energieliefernde Nahrungsbestandteile: Kohlenhydrate, Fette/Lipide, Eiweiß/Protein, und Alkohol
Mikronährstoffe
à nicht energieliefernde Nahrungsbestandteile: Vitamine und Mineralstoffe (Mengenelemente und Spurenelemente)


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