Kraft durch Kräuter und Bachblüten

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03.01.2019

täglichen News > Newsletterarchiv > Januar > 31.12.18-06.01.19


LAUCH

Lauch, auch Porree, Breitlauch, Winterlauch, Welschzwiebel, Gemeiner Lauch, Spanischer Lauch, Aschlauch, Fleischlauch genannt, ist eine Sortengruppe des aus dem Mittelmeerraum stammenden Ackerlauchs. Dieses  Gemüse zählt zur Gattung Allium in der Unterfamilie der  Lauchgewächse.

Steckbrief
Heilwirkung:
Appetitlosigkeit, Darmentzündung, Frühjahrsmüdigkeit, Geschwüre,  Gicht,  Hexenschuss, Husten, Insektenstiche, Magenentzündung, harntreibend, schleimlösend
wissenschaftlicher Name:
Allium porum
Pflanzenfamilie:
Liliengewächse = Liliaceae
Verwendete Pflanzenteile:
Blätter, Stängel
Sammelzeit:
Oktober bis Februar

Nutzung

Herkunft und Geschichte
Der Lauch ist eine Kulturform des Ackerlauchs, welcher wild im Mittelmeerraum vorkommt und in verschiedenen Formen kultiviert wird. Lauch war schon um 2100 v. Chr. bekannt. Der sumerische Herrscher  Urnammu ließ ihn in den Gärten der Stadt  Ur anbauen. Auch im alten  Ägypten war Lauch in Verwendung. Nach Herodot soll er den Arbeitern, die die Pyramiden erbauten, als Nahrung gedient haben. Danach war Lauch in der  Antike im gesamten Mittelmeergebiet geschätzt. Wahrscheinlich ist der Lauch im  Mittelalter aus  Italien nach Mitteleuropa gekommen.
Anbau und Ernte
Lauch wird hauptsächlich im Mittelmeerraum und in Europa angebaut, wobei in Deutschland der Schwerpunkt in Nordrhein-Westfalenliegt. Der Anbau von Sorten für die Ernte im Herbst oder Winter erfolgt durch Aussaat in ein Freiland-Saatbeet von März bis April und in der Regel Verpflanzung auf den endgültigen Standort zwischen Ende Mai/Anfang Juni bis Ende Juli. Zwecks Ernte von Lauch bereits im Zeitraum zwischen Juni und August/September erfolgt die Aussaat in einem kalten Gewächshaus von Anfang Januar bis Anfang März an; die so gewonnenen Jungpflanzen werden zwischen Ende März und Ende Mai ins Freiland ausgepflanzt. Bei der Verpflanzung setzt man abhängig von der angestrebten Bestandsdichte die Lauchpflänzchen in Reihenabständen von 30 bis 50 cm und Pflanzenabständen zwischen 10 und 15 cm. Die Bestandsdichte je Hektar variiert zwischen 200.000 Pflanzen bei Frühsorten und 100.000 Pflanzen bei Wintersorten. Der Ertrag liegt bei Wintersorten um 25 t pro Hektar. Aufgrund der hohen Frosthärte der meisten Lauchsorten für den Winteranbau können diese oft über den Winter auf dem Feld verbleiben.
Krankheiten und Schädlinge
Als wichtigste und vor allem Qualität mindernde Schädlinge sind Zwiebelthripse, die durch Saugtätigkeit die Blätter silbergrau werden lassen, und die  Lauchmotte, welche Löcher in Blatt und Lauchstange frisst, zu nennen. Seltenere Schädlinge sind Zwiebelminierfliege und Zwiebelfliege. Bei den Pilzkrankheiten sind es Porree-Rost, der durch rostige „Pusteln", Papierfleckenkrankheit durch papierartige Verfärbung der Blätter und Wachstumsverlust und  Purpurfleckenkrankheit durch seine Blattflecken die Qualität mindern oder Lauch unverkäuflich machen. Seltener tritt auch der Pilz  Samtfleckenkrankheit, die Viruserkrankung  Gelbstreifigkeit (leek yellow stripe virus = LYSV, shallot latent virus = SLV, oder garlic latent virus = GLV) an Lauch auf, die durch mehrere Viren verursacht werden kann. Wichtig ist eine weit gestellte  Fruchtfolge, die den Aufbau einer erhöhten Schadpopulation in einem Feld oder in einer Region verhindert. Dem kann im ausgarten mit Mischkulturen etwas entgegengewirkt werden. Dabei spielen Nachbarpflanzen eine gewisse Rolle. Ein wichtiger Faktor hierfür ist die  Allelopathie. Günstige Nachbarn wie Endivie, Erdbeere, Kamille, Kohl, Kohlrabi, Kopfsalat, Möhre, Schwarzwurzel, Sellerie und Tomatemindern, schlechte Nachbarpflanzen wie  Bohne, Erbsen oder Rote Bete können Wachstum und Krankheitsdruck fördern.
Verwendung in der Küche
Lauch wird sowohl als Gemüse (meist Winterlauch) als auch als Küchengewürz (meist Sommerlauch) genutzt; man kann ihn als Gemüse oder Salat kalt oder warm essen. Zusammen mit Karotten und  Sellerie wird Lauch als  Gewürz in Suppen als sogenanntes  Suppengrün verwendet. Weitere Verwendung findet er auch in der nordhessischen Spezialität Speckkuchen oder als Lauchtorte in kalter und heißer Ausführung. Lauch führt bei der Verdauung – ähnlich wie  Zwiebeln – zu  Blähungen.

Beschreibung
Es ist eine zweijährige krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 60 bis 80 cm erreicht. Im Gegensatz zur Wildform hat Lauch keine  Zwiebel. Die linealischen bis lanzettlichen  Laubblätter sind 1 bis 5 cm breit. Der Blütenstand steht auf einem glatten Blütenstandschaft und hat eine vielblättrige, lang geschnäbelte Hülle, welche länger als der große, kugelige, vielblütige, doldige Blütenstand ist. Die zwittrigen  Blütensind  radiärsymmetrisch. Die weißen bis hellpurpurnen Blütenhüllblätter sind 4,5 bis 5 mm lang und 2 bis 2,3 mm breit. Es werden eirunde Kapselfrüchte gebildet. Manchmal werden im Blütenstand Brutknollen gebildet.



MAUERRAUTE

Die Mauerraute ist ein immergrüner Farn, der gerne in den Fugen alter Mauern wächst. Dieser Farn ist kein naher Verwandter der  Weinraute, lediglich die rautenförmige Blattform ähnelt, daher auch der Name. Die Mauerraute wurde als Zauberpflanze und als Heilpflanze genutzt.
Die Mauerraute oder der Mauer-Streifenfarn ist eine Pflanze aus der Familie der Streifenfarngewächse, die als Kulturfolger häufig in den Ritzen und Mörtelfugen alter Mauern wächst.

Steckbrief
Haupt-Anwendungen:
Adstringenz, Schleimlöser
Heilwirkung:
adstringierend, augenwirksam, harntreibend, menstruationsfördernd, schleimlösend, steinlösend
Anwendungsbereiche:
Augenkrankheiten, Husten, Menstruationsbeschwerden, Rachitis, Schwellunen
wissenschaftlicher Name:
Asplenium ruta-muraria
Pflanzenfamilie:
Streifenfarngewächse = Aspleniaceae
englischer Name:
Wall rue
volkstümlicher Name:
Mauer-Streifenfarn, Mauerraute, Stoanneidkraut
Verwendete Pflanzenteile:
Farnwedel
Inhaltsstoffe:
Gerbstoffe, Tannine
Sammelzeit:
Das ganze Jahr
Kontraindikation:
Schwangerschaft, Stillzeit

Anwendung
Es gibt einige Anwendungen in der Volksheilkunde in der modernen Pflanzenheilkunde spielt die Mauerraute keine Rolle.
Tee
1 Teelöffel getrocknetes Kraut mit 250 ml kochendem Wasser übergießen, 10 Minuten ziehen lassen, abseihen. Löst den Schleim und hilft gegen Husten, Menstruationsprobleme und Rachitis.
Mundspülung
Den Tee zum Gurgeln und Mundspülen hilft gegen Entzündungen und kleine Verletzungen im Mundraum.
Haarmittel
Farn in Wein gekocht soll als Haarspülung den Haarwuchs anregen.
Augentropfen
Eine Zubereitung mit Wasser (Rezept noch nicht bekannt) hilft gegen Augenkrankheiten. Auf selbstgemachte Augentropfen sollte man wegen Infektionsgefahr verzichten.
Öl
Zerkleinerte Farnblätter in Kamillenöl eingelegt, ergibt ein Einreibeöl gegen Schwellungen.

Geschichtliches
Wurde in einigen Gegenden von Österreich als magisches Kraut in Form einer täglichen Maulgabe dem Vieh ins Futter gegeben, um das Vieh vor dem Verneiden (Böser Blick) zu schützen, daher auch der Name Stoanneidkraut.

Pflanzenbeschreibung
Die Mauerraute ist auf der Nordhalbkugel heimisch. Sie wächst bevorzugt in Fels- und Mauerritzen. Die mehrjährige Pflanze wächst sehr langsam und wird bis zu 15 cm hoch. Die gefiederten Blätter mit rautenförmigen Fiedern werden 4-15 lang. An den Blättern bilden sich die Sporen, die zwischen August und Oktober reifen.  Es handelt sich um kleine immergrüne  Farne mit 3–10(–15) cm langen Blättern. Die Blätter sind zwei- bis dreifach gefiedert und im Umriss unregelmäßig dreieckig bis oval. Die namensgebenden Fiedern sind dabei rautenförmig, am Grund keilig verschmälert und vorne gekerbt bis eingeschnitten und etwa 2 bis 3 mm lang. Die Blattstiele sind ebenso wie die Oberseite der Blattspreite grün. Sind die  Sori reif, so bedecken sie die ganze Unterseite der Fiederchen, diese ist dann braun. Sporenreife ist von Juli bis Oktober.

Anbautipps
Die Mauerraute ist recht schwierig in der Anzucht. Ein Stück des Blattes mit den reifen Sporen in einen Topf mit sterilisierter Erde geben. Den Topf immer feucht halten. Die Sporen brauchen etwa 2-3 Monate bei 15°C um zu "keimen". Sobald die Pflanzen ein paar cm groß sind an die gewünschte Stelle pflanzen, am besten in eine Mauerspalte mit genug altem feuchten Mörtel.

Sammeltipps
Die Farnwedel können jederzeit geerntet werden. An einem luftigen Ort trocknen.



BACHBLÜTEN
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ERNÄHRUNG
Essentiell
ESSENTIELL bedeutet LEBENSNOTWENDIG.
Ein Nährstoff gilt, als essentiell, wenn in unser Körper nicht oder nicht ausreichend selbst herstellen kann und wird somit auf die Versorgung mit diesem Nährstoff über die Nahrung angewiesen sind.


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