Kraft durch Kräuter und Bachblüten

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02.10.2019

täglichen News > Newsletterarchiv > Oktober > 30.09.19-06.10.19


ALPENWEGERICH

Der Alpenwegerich ist dank seiner typischen Blütenstände deutlich als Verwandter von Spitzwegerich und Breitwegerich zu erkennen. Seine Blätter sind noch viel schmaler als die vom Spitzwegerich. Sie sehen aus wie feine Lanzen. Die Blüten erinnern am ehesten an den Breitwegerich, denn sie sind ausgesprochen lang.
Wie der Name schon sagt, ist der Alpenwegerich in den Alpen heimisch. Man findet ihn aber auch in anderen hohen Gebirgen, wie beispielsweise in den Pyrenäen. In der Heilkunde wird der Alpenwegerich ähnlich eingesetzt wie der Spitzwegerich, also vor allem gegen Husten und bei Hautproblemen.
Die Wegeriche sind eine  Pflanzengattung in der  Familie der  Wegerichgewächse.

Steckbrief
Haupt-Anwendungen:
Husten
Heilwirkung:
antibakteriell, adstringierend, blutreinigend, blutstillend, entzündungshemmend, harntreibend
Anwendungsbereiche:
Afterjucken, Appetitlosigkeit, Asthma, Augenentzündungen, Blasenschwäche, Bronchitis, Darmschleimhautentzündung,  Durchfall, Ekzeme, Erkältung, Fettsucht, Furunkel, Hämorrhoiden, Halsentzündung, Halsschmerzen, Hautabschürfungen, Insektenstiche, Katarrhe der oberen Luftwege, Keuchhusten, Leberschwäche, Magenschleimhautentzündung, Ödeme (Wassersucht), Quetschungen, Soor (Candida), Verstopfung, blutende Wunden, leichte Verbrennungen
wissenschaftlicher Name: Plantago alpina L
Pflanzenfamilie:
Wegerichgewächse (Plantaginaceae)
englischer Name:
Alpine Plantain
volkstümlicher Name:
Alpen-Wegerich, Alpengras, Adelgras, Piantaggine delle Alpi, Ritzen
Verwendete Pflanzenteile:
Blätter, Wurzeln, Samen
Inhaltsstoffe:
Schleimstoffe, Saponine, Glykoside (Aucubin), Gerbstoffe, Kieselsäure, Vitamin C, antibiotische Stoffe, ätherisches Öl, Lab-Enzym
Sammelzeit:
Blätter: Mai - August, Wurzeln: Ende August bis Oktober

Anwendung
Der Alpen-Wegerich hat, wie viele andere Heilpflanzen, ein breites Spektrum von Heilwirkungen. Seine Haupteinsatzgebiete sind die Atemwege, Haut und Verdauung.
Tee für die Atmung
Gegen Husten, Asthma und andere Erkrankungen der Atmungsorgane kann man Alpen-Wegerich-Tee trinken. Entweder als reinen Alpen-Wegerich-Tee oder in Teemischungen. Die Alpen-Wegerich-Blätter lösen den Schleim, wirken gegen Krankheitserreger und lindern Entzündungen. Der Alpen-Wegerich ist aber nicht nur für die Atmungsorgane hilfreich, sondern fördert auch die Verdauung, regt den Stoffwechsel an und hilft beim Abnehmen. Er kann im Tee wie Spitzwegerich eingesetzt werden:
Blätter gegen kleine Verletzungen unterwegs
Der Alpen-Wegerich ist eine gute Medizin für unterwegs, die gleich am Wegrand wächst, wenn man sich beim Berg-Wandern verletzt hat. Einfach ein Alpen-Wegerich-Blatt zwischen den Fingern verreiben oder zer-kauen, auf die Wunde legen und mit einem zweiten Alpen-Wegerich-Blatt fixieren. Blut wird gestoppt und die Wunde desinfiziert, der Heilungsprozess gefördert.
Pflanzensaft gegen Wunden
Wenn man nicht unterwegs ist, kann man aus den Blättern einen Pflanzensaft herstellen, den man auf Wunden träufeln kann. Der Pflanzensaft hilft gegen Abschürfungen, leichte Verbrennungen, kleine offene Wunden, Insektenstiche, Quetschungen, Furunkel und Hämorrhoiden.
Pflanzensaft für Verdauung und Stoffwechsel
Den frisch gepressten Pflanzensaft kann man gegen Verdauungsstörungen einnehmen. Er hilft bei Darmentzündungen, Magenschmerzen und reguliert die Verdauungstätigkeit. Auch bei Hauterkrankungen kann man den Spitzwegerichsaft innerlich einnehmen. Er wirkt blutreinigend und hilft der Haut beim Abheilen.
Samen gegen Soor
Die Samen des Alpen-Wegerich kann man in Wasser einweichen und dann aufkochen lassen. Man kann sie Säuglingen gegen Soor (Candidamykosen) geben.


Geschichtliches
In den Bergregionen wurde der Alpen-Wegerich wie der Spitzwegerich eingesetzt.

Pflanzenbeschreibung
Der Alpen-Wegerich ist in Europa heimisch. Er wächst auf Magerwiesen und Weiden bevorzugt in den Alpen, französisches Jura und Pyrenäen zwischen 1.200 und 2.400m Höhe. Die Pflanze wird zwischen 5 und 15 Zentimeter hoch. Die ausdauernde Wurzel des Alpen-Wegerich treibt im Frühling lineal-lanzenförmige Blätter aus. Diese Blätter wachsen vom Boden aus direkt nach oben, sie sind schmal und vorne spitz. Etwas später, ab Mai, treibt der kantige Stängel aus. Er wächst senkrecht und ohne Verzweigungen nach oben und trägt an der Spitze eine bräunliche Blüte in Ährenform (1-3 cm). Diese Blüten erscheinen zwischen Juni und August. Aus dieser Blütenähre entwickeln sich später Früchte mit Kapseln, die jeweils zwei Samen enthalten.
Erscheinungsbild und Blätter
Die Wegerich-Arten wachsen als  einjährige bis  ausdauernde krautige Pflanzen oder Zwergsträucher. Die  Laubblätter stehen in einer grundstehenden Rosette oder gegen- oder wechselständig am Stängel verteilt. Die Blätter sind sogenannte „Rhachis-Blätter": Die Blattspreite besteht nur aus der  Rhachis, daher sind auch die Blattadern parallel oder bogenförmig.
Blütenstände, Blüten und Früchte
Auf mehr oder weniger langen stielrunden oder gefurchten Blütenstandschäften stehen vielblütige, köpfchenförmige oder ährige  Blütenstände. Die  Blüten sind vierzählig. Die Kronzipfel stehen meist ab oder sind zurückgebogen. Die Staubfäden setzen in der Blütenkronröhre an. Der  Fruchtknoten ist zwei- bis vierkammerig. Die  Kapselfrüchte enthalten mehrere Samen.

Anbautipps
Da der Alpen-Wegerich eine subalpine/alpine Pflanze ist, ist ein Anbau in tieferen Lagen wenig erfolgversprechend.

Sammeltipps
Die Alpenwegerichblätter sammelt man bei sehr trockener Witterung. Natürlich sollte man, wie bei allen anderen Pflanzen, nur soviel sammeln, dass der Pflanzenbestand nicht darunter leidet. Wichtig ist, dass man die Blätter sehr sorgsam und zügig trocknet. Am besten fädelt man die Blätter auf eine dünne Schnur und lässt sie an luftiger Stelle möglichst schnell trocknen. Wenn die Blätter zu lange zum Trocknen brauchen, neigen sie dazu, schwarze Flecken zu bekommen und sind dann unbrauchbar.




BERTRAM


Der Bertram ist eine mysteriöse Heilpflanze, die im Mittelmeerraum heimisch ist. Sie ähnelt der Kamille, schmeckt aber sehr scharf. In der Pflanzenheilkunde spielt sie kaum eine Rolle, auch in den meisten Kräuterbüchern fehlt sie. Wenn Hildegard von Bingen den Bertram nicht für die tägliche Ernährung und als Heilkraut empfohlen hätte, wäre der Bertram vielleicht inzwischen völlig in Vergessenheit geraten. Weil der echte Bertram wohl nicht immer verfügbar war, haben mehrere andere Heilpflanzen den Beinamen "Bertram" erhalten. Sie sind jedoch kein "echter" Bertram. Da gibt es beispielsweise die Sumpf-Schafgarbe, die dem echten Bertram ähnlich sieht. Auch der Baldrian wird manchmal fälschlicherweise Bertram genannt und ebenso der Estragon.
Der Mehrjährige Bertram ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Ringblumen oder Bertram und damit der Familie der Korbblütler.

Steckbrief
Heilwirkung: adstringierend, verdauungsfördernd, hautreizend, nervenstärkend, schleimlösend, Herzleiden, Lungenkrankheiten, Magen stimulierend, Mundwasser, Angstzustände, Rheumatismus, Schlaflosigkeit, Zahnschmerz, Speichel fördernd, Bettnässen, Insektenbekämpfung, Diabetes (umstritten)
wissenschaftlicher Name: Anacyclus pyrethrum
Pflanzenfamilie: Korbblütler = Asteraceae
englischer Name: Pellitory
Verwendete Pflanzenteile: Wurzel
Inhaltsstoffe: Pellitorin, Pyrethrin, ätherische Öle, Inulin, Gerbstoffe, abwehrsteigernde Zuckerverbindung
Sammelzeit: Herbst

Anwendung
Der Mehrjährige Bertram wird zerstreut als Zierpflanze für Steingärten genutzt. In Deutschland wurde er früher auch als Heilpflanze und Likörgewürz verwendet. Hildegard von Bingen erwähnte die vitalisierende Wirkung der Pflanze. Sie ist seit spätestens 1930 in Kultur.
Die Bertramwurzel wird meistens als Pulver verwendet. Aber auch als normaler Tee, Tinktur und in Salben kann man den scharfen Bertram einsetzen. Hildegard von Bingen empfiehlt Bertram wegen seiner verdauungsfördernden und säftereinigenden Wirkung. Außerdem schätzt sie ihn für seine Hilfe gegen Lungenleiden, Herzleiden und Magenprobleme.

Ein Rezept von Hildegard gegen Lungenleiden: Man kocht Wachholderbeeren, zweimal soviel Wollblume und viermal soviel Bertram in gutem reinen Wein, lässt dies darauf in einem Topfe und giebt rohen, in Stücke zerschnittenen Alant hinzu, filtrirt und nimmt das Getränk zwei oder drei Wochen lang nüchtern und auch nach der Mahlzeit, bis man gesund ist.

Pflanzenbeschreibung
Der Mehrjährige Bertram ist eine kurzlebige ausdauernde krautige Pflanze, die niederliegend ist und damit nur Wuchshöhen von 2 bis 5 Zentimeter bei einer Breite von bis zu 40 Zentimetern erreicht. Möglicherweise bildet die Art eine Pfahlwurzel. Die Blätter sind rosettig, jung graugrün, zweifach fiederschnittig, an den Boden angedrückt und bis zu 10 Zentimeter lang. Der Blütenstängel ist niederliegend und strahlenförmig ausgebreitet. Die randlichen Strahlenblüten sind weiß, ihre Unterseite ist purpurn gestreift. Die Früchte sind stark zusammengedrückt. Die Blütezeit reicht von Mai bis August.
Bertram ist heimisch im Mittelmeerraum, Arabien und dem Kaukasus. In Mitteleuropa kommt er nur angebaut vor. Seine Gestalt ähnelt der Kamille, er ist jedoch eine scharf schmeckende Pflanze. Die Stängel wachsen teilweise am Boden entlang, bevor sie sich in die Senkrechte erheben. Jeder Stängel trägt eine Blüte mit einem gelben Körbchen und weißen Zungenblüten. Die luftigen Blätter sind fiederartig eingekerbt.


BACHBLÜTEN
Man ist zögernd und passiv durch Mangel an Selbstvertrauen (19 Larch)
- Diese Menschen sind zögernd und komplett passiv durch einen Mangel an Selbstvertrauen  
- Mit der dementsprechender Bachblüte zögern sie nicht mehr, da sie wieder an Selbstvertrauen haben  

BACHBLÜTEN
Man schwellt in stiller Wut vor sich hin, explodiert aber nicht (38 Willow)
- Diese Menschen schwellen lieber in stiller Wut vor sich hin, bevor sie explodieren
- Mit der dementsprechender Bachblüte explodieren sie auch mal bei ihrer Wut


ERNÄHRUNG
Allgemeine Tipps zur gesunde Ernährung bei Bluthochdruck
Angepasste Ernährungszufuhr
- Normalgewicht anstreben
- Leere Kalorien meiden, da dadurch Übergewicht begünstigt wird, z.B. zurückhaltige Speisen/Getränke, Alkohol
- Ausreichend Bewegung
- Weniger Salz: hohe Kochsalzzufuhr begünstigt in der Regel die Entstehung eines Blutdruckes


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