Kraft durch Kräuter und Bachblüten

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02.09.2018

täglichen News > Newsletterarchiv > 2018 > August > 27.08.18-02.09.18


RAUWOLFIA
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Die Rauwolfia ist eine alte, stark wirkende Heilpflanze, die vor allem gegen Herzbeschwerden eingesetzt wird. Die Pflanze, die aufgrund ihrer gewundenen Wurzel auch Schlangenwurzel genannt wird, ist in Asien heimisch. Dort wird sie auch traditionell häufig angewendet, besonders auch in der Ayurveda-Heilkunde. Da die Rauwolfia giftig ist, sollte sie nur mit ärztlichem Rat angewendet werden.
Die Indische Schlangenwurzel, auch Wahnsinnskraut, Schlangenholz, Indische Schlangenwurz oder Java-Teufelspfeffer genannt, gehört zur Familie der Hundsgiftgewächse. Sie ist jedoch nicht identisch mit der als Amerikanische-, Schwarze- oder Wilde Schlangenwurzel bezeichneten Trauben-Silberkerze. Ebenfalls nicht zu verwechseln ist sie mit der oft auch als Schlangenholz bezeichneten Art Brosimum guianense, einem südamerikanischen Baum.

Steckbrief
Haupt-Anwendungen:
Bluthochdruck
Heilwirkung:
abführend, beruhigend, blutdrucksenkend, gefäßerweiternd, krampflösend, pulssenkend,
stimmungsaufhellend
Anwendungsbereiche:
Allergien, Angst, Asthma, Depressionen, Ekzeme, Epilepsie, Fieber, Heuschnupfen. Hypochondire, Insektenstiche, Magengeschwür, Nervosität, Niedriger Blutdruck, Ödeme, Schlaflosigkeit, Schlangenbisse, Unruhe, Verstopfung,  Wechseljahresbeschwerden, Würmer, Zwölffingerdarmgeschwür
wissenschaftlicher Name:
Rauwolfia serpentina
Pflanzenfamilie:
Hundsgiftgewächse = Apocynaceae
englischer Name:
Indian Snakeroot
volkstümlicher Name:
Schlangenwurz, Indische Schlangenwurzel, Java-Teufelspfeffer, Pagal-Ka-Dawa, Schlangenholz, Wahnsinnskraut
Verwendete Pflanzenteile:
Wurzel
Inhaltsstoffe:
Alkaloide, Monoterpen-Indolalkaloide, Papaverin, Reserpin, Rescinnamin, Raupin, Rau-basin, Ajmalin, Ajmalicin, Stigmasterol, Thebain, Yohimbim
Sammelzeit:
Herbst

Anwendung
Die Rauwolfia wird vorwiegend als Fertigpräparat eingesetzt. Sie ist eine so stark wirkende Heilpflanze, dass sie in höheren Dosen giftig ist. Daher darf sie nur verwendet werden, wenn sie vom Arzt verschrieben wird (gilt nicht für die homöopathische Anwendung). Anfangs wird meistens mit kleinen Mengen begonnen, bis man die optimale Dosis gefunden hat. Dann nimmt man Rauwolfia-Präparate als Langszeitanwendung bis zu einem Jahr.
Homöopathie
Homöopathisch wird die Rauwolfia in niedrigen Potenzen (D1 - D4) eingesetzt. Die Hauptanwendungsgebiete sind Bluthochdruck, und Depressionen. In diesen niedrigen Potenzen ist die Rauwolfia verschreibungspflichtig (bis einschließlich D3). In D6 wird die Rauwolfia serpentina zur Behandlung von Nervenproblemen verwendet.
Ayurveda
In der ayurvedischen Heilkunde gilt die Rauwolfia als trocken und erhitzend. Obwohl der Geschmack der Wurzel bitter ist, ist ihre Wirkung auf die Verdauung scharf. Pitta wird besänftigt, Vata und Kapha werden verringert. Wegen der beruhigenden Wirkung wird die Rauwolfia im Ayurveda vorwiegend gegen Krämpfe und nervöse Unruhe eingesetzt.
TCM - Traditionelle chinesische Medizin
In der chinesischen Medizin wird die Rauwolfia bei einer Schwäche von Leber-Yin und Nieren-Yin oder einem überstarken Leber-Yang angewendet. Hauptbeschwerden für ihren Einsatz sind Bluthochdruck mit Kopfschmerzen und Schwindel.
Gegenanzeigen
Rauwolfia-Präparate dürfen nicht bei jedem Patienten angewendet werden, weil sie bei einigen Krankheiten schaden können. Bei folgenden Erkrankungen oder Situationen darf die Rauwolfia nicht angewendet werden: Arteriosklerose der Hirngefäße Nephrosklerose, entzündliche Arterienerkrankungen, Depressionen, Schwangerschaft, Stillzeit
Nebenwirkungen
Weil die Rauwolfia so stark wirkt, kann es zu Nebenwirkungen kommen. Folgende Nebenwirkungen treten bei manchen Anwendern auf: Kreislaufprobleme, Herzprobleme, Muskelschwäche, Alpträume, Ängste, Depressionen, Parkinson-Symptome
Wenn solche Nebenwirkungen auftreten, sollte man den Arzt aufsuchen und das Mittel in Absprache mit dem Arzt absetzen.
Medizinische Anwendungen
Die Wurzeln der Pflanze (Rauvolfia radix, auch Rauwolfia radix) werden seit Jahrhunderten in der indischen Medizin verwendet und gelangten Anfang des 18. Jahrhunderts auch nach Europa. Bei den medizinisch wirksamen Bestandteilen handelt es sich um etwa 60 verschiedene Alkaloide, genauer um Mono terpen- Indolalkaloide des Yohimban-, Heteroyohimban-, Sarpagan- und Ajmalantyps. Der Gesamtalkaloidgehalt liegt bei 1–2%. Die beiden Hauptwirkstoffe sind das Reserpin und das  Rescinnamin. Weitere Alkaloide sind beispielsweise:  Ajmalin,  Deserpidin,  Serpentin und Yohimbin. Das Alkaloidgemisch wirkt abführend, beruhigend, blutdrucksenkend, krampflösend und stimmungsaufhellend.

Geschichtliches
Schon sehr alte ayurvedische Texte aus dem 7. Jahrhundert v. Chr. erwähnen die Rauwolfia als Heilpflanze. Sie wurde damals gegen Schlafstörungen und Nervererkrankungen eingesetzt. Auch zur Wundheilung wurde die Rauwolfia äusserlich angewendet. Ihren Namen "Rauwolfia" erhielt die Rauwolfia nach dem Arzt und Botaniker Leonard Rauwolf. Der Name wurde der Pflanze von 1703 Charles Plumier verliehen.

Pflanzenbeschreibung
Die Indische Schlangenwurzel ist ein immergrüner, aufrecht wachsender  Strauch, der eine durchschnittliche Wuchshöhen von 50 bis 100 cm erreicht. Die Pflanzen enthalten Milchsaft und haben eine glatte weiße  Rinde. Die gestielten Laubblätter sind spitzeiförmig und glänzend. Sie bildet zwischen (Februar) April und Mai (Oktober) viele kleine, zwittrige, radiärsymmetrische Blüten aus. Die  Kelchblätter sind rötlich. Die weißen  Kronblätter sind zu einer Kronröhre verwachsen. Die Kronzipfel überlappen nach links. Es ist nur ein  Staubblattkreis vorhanden; die Staubfäden sind sehr kurz. Der Fruchtknoten ist oberständig. Es werden erbsen-große, erst rote, bei der Reife dann schwarze Steinfrüchte gebildet, die etwa 8 mm groß sind.
Die Rauwolfia ist eine tropische Pflanze, die in Asien heimisch ist. Sie wächst in tropischen Gebieten von Nordost-Indien, Himalayaregion und Bangladesh, Sri Lanka und Indonesien. Bei der Rauwolfia handelt es sich um einen Halbstrauch, der bis zu 90 cm hoch wird. Meist ist die Pflanze aber nur etwa einen halben Meter hoch. Die Rinde des unverzweigten Stammes ist weißlich. Die bis zu 15 cm langen entspringen direkt von oberen Ende dieses Stammes. In der Mitte der Blätter erscheinen die weiß-rosanen Blüten, die in einer Trugdolde stehen. Die einzelnen Blüten haben fünf kleine Blütenblätter. Den Beinamen Schlangenwurzel trägt die Rauwolfia, weil ihre Wurzel schlangenartig gewunden ist.




SILBERDISTEL
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Die Silberdistel ist auf Kalkmagerwiesen in den Bergen schon von weitem an ihren silbern leuchtenden Hüllblättern zu erkennen. Die großen Blüten schließen sich bei feuchtem Wetter, daher auch der Name Wetterdistel. Diese immer seltener werdende Pflanze war Pflanze des Jahres 1997 und ist geschützt. Genutzt wurde die giftige Pfahlwurzel der Pflanze gegen viele Krankheiten, in der Magie und Tiermedizin. Heute ist die Silberdistel mit ihrer beeindruckenden schönen Blüte eine Zierde für jeden Steingarten.
Die Silberdistel ist eine Pflanzenart, die zur Gattung der Eberwurzen in der Unterfamilie der  Carduoideaeinnerhalb der  Familie der  Korbblütler gehört. Sie wurde zur  Blume des Jahres  1997 gewählt.

Steckbrief
Haupt-Anwendungen:
Abführmittel, Erkältung, Hautkrankheiten
Heilwirkung:
abführend, antibiotisch, harntreibend, krampflösend, schweißtreibend
Anwendungsbereiche:
Volksheilkunde: Akne, Bronchialkatarrh, Dermatosen, Ekzem, Erkältung, Fieber, Gastritis, Geschwüre, Harnverhaltung, Hautkrankheiten, Hexenschuss, Mundkrebs, Pest, Prostataerkrankungen, Verdauungsbeschwerden, Verstopfung, Wassersucht, Wunden, Würmer
wissenschaftlicher Name:
Carlina acaulis, Carlina alpina, Carlina grandiflora
Pflanzenfamilie:
Korbblütengewächse = Asteraceae
englischer Name:
Dwarf carline thistle, Silver thistle
volkstümlicher Name:
Eberwurzel, Heustecher, Jägerbrot, Jägerdistel, Juradistel, Karlsblume, Karlsdistel, Nebelpflanze, Regenwurzel, Röhndistel, Silberdistel, Silbersonne, Stengellose Eberwurz, Tschöggli, Wetterdistel
Verwendete Pflanzenteile:
Wurzel, Blüte
Inhaltsstoffe:
ätherische Öle, Bitterstoffe, Carlinaoxid, Carlinen, Enzyme, Flavonoide, Gerbstoffe, Harze, Inulin
Sammelzeit:
Spätherbst (Pflanze ist geschützt)
Nebenwirkungen:
allergische Reaktionen, Durchfall, Erbrechen, Übelkeit
Kontraindikation:
Korbblütlerallergie, Schwangerschaft, Stillzeit

Anwendung
Das aromatisch riechende Rhizom enthält ätherische Öle und schmeckt daher scharf und bitter. Hauptbestandteil des Öls ist mit 80% bis 90% das  antibakterielle und toxische  Carlinaoxyd. Weiter enthält das Rhizom auch über 20%  Inulin als  Reservestoff. Die Wurzel wurde in der Volksheilkunde als Grippemittel, harntreibendes Mittel und gegen Greisenbrand gesammelt, in der Tiermedizin als Mast- und Brunstpulver verwendet. Die Korbböden wurden früher ähnlich wie  Artischocken gegessen. Daher wird die Silberdistel bei Almhirten auch Jägerbrot genannt.
Das in den Wurzeln enthaltene Carlinaoxid ist giftig. Vorsicht bei der inneren Anwendung.
Tee
1 Teelöffel getrockneter Wurzeln mit 250 ml Wasser ansetzen, zum Sieden bringen, einige Minuten kochen lassen, abkühlen lassen, abseihen. Leicht warm mit oder ohne Honig schluckweise trinken. Hilft gegen Würmer, Erkältungen, Fieber, ... Erwachsene maximal 2 Tassen täglich.
Mundspülung
Ein starker Tee (2 Teelöffel) als Mundspülung verschafft Linderung bei Zungenkrebs.
Umschläge
Ein starker Tee (2 Teelöffel) oder in Essig gekocht als Umschläge hilft bei Hauterkrankungen.
Magie
Hängt man sich eine Silberdistel-Wurzel um, so soll dies gegen Hexenschuss helfen.
Sonstige
Darüber hinaus gibt es noch eine Eberwurztinktur und Eberwurzwein.

Geschichtliches
Die frischen jungen Blätter wurde seit der Steinzeit zu einem Gemüse gekocht, die Blütenböden wie Artischockenböden zubereitet oder roh verzehrt (Jägerbrot) und die Wurzeln als gekochtes Wintergemüse gegessen. Ein Teil der Heilwirkungen, die der Pflanze in der Volksheilkunde zugeschrieben werden, dürften auf eine Verwechslung mit der Mastixdistel aus dem Mittelmeerraum zurückgehen, die in der Antike geschätzt und beschrieben wurde. Im Mittelalter als Gegengift und Zaubermittel. Karl dem Großen soll in einem Traum die Silberdistel als Mittel gegen Pest von einem Engel mitgeteilt worden sein, daher auch der Name Karlsblume oder Karlsdistel. Die Wirkung gegen Pest ist eher sehr gering. In der Volkstierheilkunde als Mast- und Brunstpulver und in der Käserei zur Milchgerinnung. Die Silberdistel war Pflanze des Jahres 1997 und wird immer seltener, da die Kalkmagerwiesen verschwinden.

Pflanzenbeschreibung
Die Silberdistel ist in großen Teilen von Europa heimisch. Sie wächst bevorzugt auf Kalk-Magerrasen. Die ausdauernde Pflanze wird zwischen 10 und 50 Zentimeter hoch. Die Pfahlwurzeln reichen etwa 1 Meter tief in den Boden. Im Frühjahr treibt die Wurzel zunächst Blätter aus. In Bodennähe wächst dann eine Blattrosette. Die tief spaltigen Blätter sind stachelig gezähnt. Die Blätter haben eine Länge zwischen 5 und 15 cm. Die Blüten erscheinen zwischen Juli und September und haben einen Durchmesser von 5 bis 14 cm. Die Blüten haben silbrige Hüllblätter und weißliche bis rötliche Röhrenblüten. Wird das Wetter feuchter und damit schlecht, so schließt sich die Blüte (Wetterdistel). Aus den Silberdistel-Blüten entwickeln sich bis in den Herbst die Samen.
Erscheinungsbild und Blatt
Die ausdauernde, krautige Pflanze ist fast stängellos oder erreicht eine Wuchshöhe von bis zu 40 Zentimetern. Mit ihrer bis 1 Meter tiefreichenden  Pfahlwurzel gilt die Silberdistel als Tiefwurzler. Die Laubblätter sind etwa bis zum Mittelnerv buchtig, fiederschnittig und dornig gezähnt. Sie bilden meist eine Rosette. Die Blattunterseite ist kahl bis etwas spinnwebig. Die größten Laubblätter sind 4 bis 8 Zentimeter breit.
Blütenstand und Blüte
Am Stängel sitzt meist nur ein Korb mit äußeren Hüllblättern, die wie die Laubblätter gestaltet sind. Die inneren  Hüllblätter sind oberseits silbrig-weiß (selten etwas rötlich) und zur Blütezeit bereits abgestorben. Diese umgeben das eigentliche Blütenkörbchen, welches sich aus einigen hundert weißlichen bis rötlichen  Röhrenblüten zusammensetzt. Mit den inneren Hüllblätter gemessen, erreicht das Körbchen einen Durchmesser von 50 bis 110 Millimetern. Die Blütezeit reicht von Juli bis September.

Anbautipps
Anspruchslos, wenn der Standort passt. Samen direkt an den gewünschten Standort aussäen oder im Topf vorziehen. Ideal für den Steingarten auf kalkigem Boden in voller Sonne. Wächst in höheren Lagen deutlich besser als in der Ebene, in der Ebene bekommt die sonst stänglose Silberdistel einen langen Stängel.

Sammeltipps
Die Pflanze ist geschützt und darf in der Natur nicht gesammelt werden! Die rötliche Wurzel im Herbst ausgraben, reinigen, von Seitenwurzeln befreien, in Stücke schneiden und zügig aber schonend trocknen (Sonne oder Backofen).



BACHBLÜTEN
Ich bin leicht beeindruckbar durch Meinungen andere (4 Centaury)
- Diese Menschen sind leicht beeindruckbar durch Meinungen anderer
- Mit der dementsprechender Bachblüte sind sie kaum von Meinungen anderer beeindruckbar


BACHBLÜTEN
Man anderen bin ich häufig unzufrieden (5 Cerato)
- Diese Menschen sind sehr häufig mit ihren Mitmenschen unzufrieden
- Mit der dementsprechender Bachblüte werden Sie mit dieser Unzufriedenheit über Ihre Mitmenschen Herr werden


ERNÄHRUNG
Speiseöl  
Die Pflanzenwelt ist reich an ölhaltigen Samen, Saaten, Kernen, Keimen und Früchten.
Eine der ältesten Ölquellen sind die Früchte des Ölbaums.
Geschmack, Aroma und Farbe eines Öl werden bei Pflanzen durch die Pflanzenart und das Herstellungsverfahren bestimmt.


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