Direkt zum Seiteninhalt

02.03.2020

tägliche News > März > 02.03.20 - 08.03.20
Gänseblümchen
 
Schon kleine Kinder kennen und lieben das freundliche Gänseblümchen, das Wiesen mit leuchtenden weiß-gelben Tupfern verziert. Die moderne Phytotherapie verwendet das Gänseblümchen nicht. Aber die Volksheilkunde setzt es für vielerlei Beschwerden ein. Ein Tee aus den Blättern des Gänseblümchens regt Appetit und Stoffwechsel an, fördert die Verdauung und kann durch seine krampfstillenden Fähigkeiten auch Husten lindern. Dank seiner harntreibenden Eigenschaften kann Gänseblümchentee auch Ödeme schwinden lassen. Äußerlich angewandt kann Gänseblümchentee Ausschläge lindern, unreine Haut klären und hartnäckige Wunden heilen.

 
 
Steckbrief
 
Heilwirkung: blutreinigend, blutstillend, harntreibend, krampfstillend, schmerzstillend, Husten, Erkältungen, Appetitlosigkeit, Verstopfung, Darmentzündung, Gicht, Rheumatismus, Stoffwechsel anregend, Wassersucht, Ödeme, Nierensteine, Blasensteine, Menstruationsbeschwerden, Stockende Menstruation, Weißfluss, Hautkrankheiten, Hautausschläge, Unreine Haut, Wunden
 
wissenschaftlicher Name: Bellis perennis
 
Pflanzenfamilie: Korbblütler = Asteraceae
 
englischer Name: Daisy
 
volkstümlicher Name: Angerbleamerl, Augenblümchen, Gänseblume, Himmelsblume, Maiblume, Marienblümchen, Massliebchen, Mondscheinblume, Mümmeli, Regenblume, Tausendschön
 
Verwendete Pflanzenteile: Blätter
 
Inhaltsstoffe: Saponine, Bitterstoffe, Gerbstoffe, ätherische Öle, Anthoxanthin, Flavonoide, Fumarsäure, Schleim, Inulin
 
Sammelzeit: März bis November

 
 
Anwendung
 
Gänseblümchen kann man wahlweise als Tee, als Tinktur oder als Frischpflanze anwenden. Die häufigste Art, Gänseblümchen anzuwenden ist als Tee.
 
Tee
 
Für einen Gänseblümchentee übergießt man ein bis zwei Teelöffel Gänseblümchen mit einer Tasse kochendem Wasser und lässt ihn zehn Minuten ziehen. An-schließend abseihen und in kleinen Schlucken trinken. Von diesem Tee trinkt man ein bis drei Tassen täglich. Wie bei allen Heilkräutern sollte man nach sechs Wochen Daueranwendung eine Pause einlegen und vorübergehend einen anderen Tee mit ähnlicher Wirkung trinken. Anschließend kann man wieder sechs Wochen lang Gänseblümchentee trinken. Durch die Pause werden eventuelle unerwünschte Langzeitwirkungen verhindert und die erwünschte Gänseblümchenwirksamkeit bleibt erhalten und lässt nicht durch Gewöhnung nach.
 
Tinktur
 
Um eine Gänseblümchentinktur selbst herzustellen, übergießt man Gänseblümchen in einem Schraubdeckelglas mit Doppelkorn oder Weingeist, bis alle Pflan-zenteile bedeckt sind, und lässt die Mischung verschlossen für 2 bis 6 Wochen ziehen. Dann abseihen und in eine dunkle Flasche abfüllen. Von dieser Tinktur nimmt man ein bis drei mal täglich 10-50 Tropfen ein. Man kann sie auch äußerlich für Einreibungen bei Quetschungen und Verrenkungen anwenden. Wenn einem die Tinktur zu konzentriert ist, kann man sie mit Wasser verdünnen.
 
Innerlich
 
Gänseblümchen kann man innerlich, als Tee oder Tinktur bei Erkältungen einsetzen. Außerdem hilft Gänseblümchen bei Frühjahrsmüdigkeit und wird traditionell bei viele Erkrankungen eingesetzt, die im Frühling auftreten. Auch Beschwerden im Magen-Darmbereich können durch Gänseblümchentee gelindert werden.
 
Äußerlich
 
Äußerlich kann man Gänseblümchentee, frischer Presssaft der Blätter oder verdünnte Tinktur in Form von Umschlägen, Bädern oder Waschungen anwenden. Mit dieser Art der Anwendung kann man die Heilung von Wunden fördern. Gänseblümchen hilft äußerlich eingesetzt auch bei Gliederschmerzen, unabhängig davon, ob sie rheumatischer Natur sind oder durch äußerliche stumpfe Verletzun-gen verursacht wurden.
 
Küche
 
In der Küche kann man junge Gänseblümchenblätter als Salatbeigabe oder fri-sches Grün in Kräuterquarks verwenden.

 
 
Pflanzenbeschreibung
 
Das Gänseblümchen ist ursprünglich in Südeuropa heimisch. Schon im Altertum kam es jedoch auch nach Mitteleuropa, als es dort immer mehr Wiesen gab. Es wächst bevorzugt auf Wiesen. Die mehrjährige Pflanze wird bis zu 15 Zentimeter hoch. Im Frühjahr treibt die Wurzel zunächst verkehrt eiförmige Blätter aus. In Bo-dennähe wachsen sie als Blattrosette. Die Blüten erscheinen zwischen März und August. Sie sitzen jeweils einzeln auf dünnen Stängeln. Als Korbblütler haben sie viele weiße Zungenblüten an der Außenseite und gelbe Röhrenblüten im Inneren, ähnlich wie Margeriten, Kamille oder Mutterkraut.

Japanischer Staudenknöterich
 
Der Japanische Staudenknöterich ist eine Zierpflanze aus Asien, die schnell die Gärten verlassen hat und sich als gefährliches Unkraut in der freien Natur verbreitet. Diese Pflanze beeindruckt durch ihr schnelles Wachstum und ihre Zähigkeit. Der Japanische Staudenknöterich kann in Gemüsegerichten verarbeitet oder als Heilpflanze eingesetzt werden, z.B. gegen Rheuma oder als harntreibendes Mittel.In Europa und in Nordamerika zählt diese Pflanzenart zu denjenigen Neophyten, die als problematische, unerwünschte invasive Pflanzen (Plagepflanzen) bewertet werden.

 
 
Steckbrief
 
Haupt-Anwendungen: Frauenbeschwerden, Hautkrankheiten
 
Heilwirkung: abführend, antitumorigen, antiviral, blutreinigend, entzündungshemmend, erweichend, fiebersenkend, fungizid, harntreibend, lebensverlängernd, magenstärkend, menstruationsfördernd, menstruationsregulierend, verjüngend, wundheilend
 
Anwendungsbereiche: Abführmittel, Alterserscheinungen, Anti-Aging, Antioxidans, Arthritis, Fieber, Frauenbeschwerden, Hautkrankheiten, Pilze, Rheuma, Tumore, Wunden
 
wissenschaftlicher Name: Fallopia japonica, Reynoutria japonica
 
Pflanzenfamilie: Knöterichgewächse = Polygonaceae
 
englischer Name: Japanese knotweed
 
volkstümlicher Name: Japanischer Staudenknöterich
 
Verwendete Pflanzenteile: alle Pflanzenteile
 
Inhaltsstoffe: Anthraquinon, Emodin, Gerbsäuren, Mineralien, Oxalsäure, Phyto-östrogene, Proteine, Resveratrol, Polyphenole, Rutin, Vitamine
 
Sammelzeit: März bis November

 
 
Anwendung
 
Die jungen Sprosse könnten ähnlich dem ebenso sauren Rhabarber verarbeitet und zubereitet werden. Wenn sie sehr jung sind, können sie wie Spargel zube-reitet werden. In Japan wird aus der Wurzel eine Tinktur hergestellt, die Blutdruck und Cholesterin senken soll. Von jedweder Verwendung der stark oxalsäurehaltigen Pflanzenteile ist jedoch abzuraten. Die Pflanze enthält in allen Teilen den sekundären Pflanzenstoff trans-Resveratrol, der auf zahlreiche mögliche therapeutische Nutzwirkungen getestet wird. Resveratrol besitzt unter anderem Wirkung als Phytoöstrogen. Die Pflanze wurde in ihrer Heimat Japan seit Jahr-hunderten für Heiltees verwendet, die, wie die Pflanze selbst, „Ita-dori“ genannt werden. Resveratrol gilt als der wahrscheinlichste aktive Bestandteil des Tees. Obwohl der Resveratrol-Gehalt in der Pflanze um mehrere Größenordnungen hö-her liegt als in roten Weintrauben (einer anderen, viel untersuchten Quelle für Resveratrol), war der Gehalt im Tee nicht höher als in Rotwein; dies wird darauf zurückgeführt, dass er im wässrigen Extrakt Tee stark verdünnt wird. Die Stängel eignen sich für den Flötenbau, sowohl für Längs- und Querflöten als auch Panflöten.
 
Gemüse/Küche
 
Die jungen Triebe können wie Spargel zubereitet werden. Wegen der leichten Säure kann man diese Triebe auch wie Rhabarber verarbeiten. Menschen mit Arthritis, Rheuma o.ä. sollten keine großen Mengen des Gemüses essen, da in einigen Pflanzen zu viel Oxalsäure enthalten ist. Kleinere Mengen sind jedoch bei diesen Krankheiten der Gesundheit förderlich.
 
Umschläge
 
Umschläge aus frischen zerquetschen Blättern helfen gegen Hautkrankheiten. Sollen auch bei Schlangenbissen und Verbrennungen (Vorsicht!) helfen.
 
Wurzel
 
Ein Brei aus Wurzelpulver oder frischer Wurzel hilft bei Hautkrankheiten.
 
Extrakt
 
(Wurzel-)Extrakte sollen bei Tumore helfen.

 
 
Geschichtliches
 
Der Japanische Staudenknöterich wurde in der Mitte des 19. Jahrhunderts als Futter- und Zierpflanze nach Europa eingeführt. Als Futterpflanze hat sie sich außer für Bienen als ungeeignet herausgestellt. Die University of Leicester hat herausgefunden, dass alle Exemplare des Japanischen Staudenknöterichs in Europa Klone von einer Pflanze sind. Alle Pflanzen in Europa sind weiblich. Durch die starke Verbreitung ist sie mittlerweile in Europa eine der schlimmsten Unkräuter geworden und wird mit hohem Aufwand bekämpft.

 
 
Pflanzenbeschreibung
 
Japanischer Staudenknöterich ist in Ostasien heimisch. Mittlerweile ist er auch in Europa und Nordamerika verbreitet. Er wächst bevorzugt auf feuchten Böden, z.B. an Ufern. Die mehrjährige Pflanze wird bis zu 300 Zentimeter hoch. Der Stängel ähnelt dem Bambus. Die Blätter sind oval und etwa 10cm lang. Die Pflanze vermehrt sich über Wurzelausläufer.

 
 
Anbautipps
 
Der wichtigste Tipp: Nicht anbauen!
 
Die Pflanze wird nicht über die Samen, sondern über Wurzelstücke vermehrt, da in Europa alle Pflanzen weiblich sind und das männliche Gegenstück fehlt. Ein Wurzelstückchen mit weniger als 1 Gramm, schafft es in feuchtem Boden innerhalb von 6 Tagen zu einer neuen Pflanze heranzuwachsen. Eine solche Pflanze schafft es innerhalb eines Jahres ein dauerhaftes Wurzelsystem aufzubauen, das bis in eine Tiefe von 3 Metern und in eine Entfernung von über 6 Metern reicht. Das bedeutet eine große Gefahr für Wege, Wasserleitungen, Abwasser-Rohe und vieles mehr. Der oberirdische Teil der Pflanze stirbt bei Frost ab, das herunterfallende Laub zersetzt sich nur sehr langsam und verhindert so, dass andere Pflanzen neu wachsen können. Oberirdisch schafft eine solche Pflanze im nächsten Jahr ein Wachstum von 30 cm pro Tag. Bis jetzt gibt es nur eine zuverlässige Methode die Pflanze wieder loszuwerden: Die oberen 3 Meter großflächig abtragen und die wurzelhaltige Erde als Sondermüll entsorgen.

 
 
Sammeltipps
 
Die frischen Triebe im Frühling schneiden. Wenn man die Wurzeln ausgräbt, da-rauf achten, dass keine Wurzelstücke herumliegen. Die Wurzelstücke können vom Regen weggespült werden und an anderer Stelle zu neuen Pflanzenkolonien heranwachsen. Nicht benötigte frische Pflanzenreste nicht auf den Kompost werfen, sondern im Hausmüll entsorgen oder im Backofen abtöten.

Bachblüten
 
Ich habe Angst durchzudrehen (2 Aspen)
 
-        - Diese Menschen haben große Angst durchzudrehen
 
-        - Mit der dementsprechenden Bachblüte können sie diese Angst vor dem Durchdrehen besiegen
Bachblüten
Ich bin ein arroganter Mensch (3 Beech)
-        - Diese Menschen sind bzw. können sehr arrogant sein
-        - Mit der dementsprechenden Bachblüte können sie die Arroganz zurücknehmen
Sekundäre Pflanzenstoffe
 Sekundäre Pflanzenstoffe kommen wie der Name schon zeigt, in pflanzlichen Lebensmittel vor: Obst, Gemüse, Kartoffeln, Hülsenfrüchte, Nüsse, Vollkornprodukte sowie in fermentierten Lebensmitteln (z.B. Sauerkraut). Der Pflanze dient sie als Abwehr-, Geschmacks-, Geruchs- und Farbstoffe, sowie als Wachstumsregulator.
Zurück zum Seiteninhalt