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Quecke
Die Kriech-Quecke, auch Gemeine Quecke, Gewöhnliche Quecke oder einfach Quecke genannt, ist eine Pflanzenart aus der Gattung Quecken innerhalb der Familie der Süßgräser. Der Trivialname Quecke ist aus queck, quick = „zäh-lebig“ entstanden. Dieses Gras ist nahezu weltweit verbreitet und stellt eine Pionierpflanze auf fast allen Böden dar.
 
Steckbrief
Heilwirkung: Entzündungen, Magenschleimhautentzündung, Darmentzündung, harntreibend, Stoffwechselstörungen, Kreislaufstörungen, Nieren stärkend
wissenschaftlicher Name: Triticum repens
Pflanzenfamilie: Süßgräser = Poaceae
Verwendete Pflanzenteile: Wurzel
Sammelzeit: Februar bis April, August bis November
 
Nutzung
Anbau in der Landwirtschaft
In Nordeuropa, z. B. in Finnland, wird der Anbau als Futtergras empfohlen, wenn gut gedüngt wird. Auch die Wurzelstöcke und Ausläufer sind für Vieh nährstoffreich und werden verwendet.
Anbau als Gemüse und Arzneipflanze
In den GUS-Staaten existiert schon lange bedeutender Anbau von Quecke. Besonders im ukrainischen Regierungsbezirk Poltawa werden jährlich 33 Dezitonnen Ausläufer geerntet. Die Ernte der Ausläufer erfolgt im Herbst bis Frühjahr, wenn der Boden nicht gefroren ist und die Rhizome noch nicht austreiben. Der höchste Ertrag liegt bei 2,5 kg/m².
Krankheiten und Schädlinge
Die Quecke ist eine Wirtspflanze für Viren und übertragbare Pilze und ist besonders ein Wirt für den Mutterkorn bildenden Pilz Claviceps purpurea.
 
Verwendung
Küche
 
In den GUS-Staaten wird die Quecke auch als Nahrungsmittel verwendet. Die Ausläufer werden im Herbst oder Frühjahr geerntet, wenn sie sich noch in Winterruhe befinden und nicht austreiben. Der Geschmack der Pflanze ist erst stärkeartig, dann süßlich. Die Wurzeln kann man, solange das Gras nicht wächst, trocknen und dann zu Mehl zermahlen. Es eignet sich zum Strecken von Ge-treidemehl. Frisch werden die Ausläufer zum Garnieren von Salaten verwendet oder gekocht zu Suppen gegeben. Des Weiteren wurden die Ausläufer auch zu Sirup verarbeitet oder geröstet als Kaffee-Ersatz und zur Alkoholgewinnung verwendet. Noch zu Beginn des 19. Jahrhunderts wurde mit diesen Wurzeln in Deutschland Bier gebraut.
Inhaltsstoffe
Quecke enthält in 100 g 5 bis 6 % Eiweiß, 30 bis 40 % Zucker und 10 % Mehrfachzucker. Zusätzlich sind 150mg Vitamin C und 6mg Karotin nachweisbar. Als weitere Stoffe sind noch das dem Inulin ähnliche Triticin und Inosit sowie geringe Mengen von Saponinen enthalten.
Medizinische Bedeutung
Die getrockneten Rhizome und Wurzeln werden als Teedroge eingesetzt und kommen als Fertigarzneimittel auf den Markt. Sie werden traditionell als harntreibendes Mittel bei Entzündungen der Harnwege oder zur Vorbeugung bei Nierengrieß verwendet. Als Inhaltsstoffe konnten nachgewiesen werden: Polysaccharide, vor allem Fructan und Tridicin, Zuckeralkohole, Schleimstoffe, Kieselsäure, wenig ätherisches Öl mit dem Polyen Agropyren (6-Phenyl-2,4-hexa-dien) und p-Hydroxyzimtsäure. Welche Komponenten für die Wirkung der Dro-ge verantwortlich sind, ist unklar. Darüber hinaus wurde Quecke auch zur Blutreinigung und Behandlung von Unterleibsbeschwerden verwendet.
 
Beschreibung
Vegetative Merkmale
Die Kriech-Quecke ist eine ausdauernde krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 50 bis 120 (150) Zentimeter erreicht, wobei insbesondere sterile Triebe sehr hochwüchsig sind. Die Pflanzen bilden Horste oder, mit Hilfe von kriechenden Ausläufern, große Flecken. Die Halmesind kahl, aufrecht oder unten gebogen und weisen drei bis fünf Knoten auf. Die schlaffen Laubblätter sind grün und dabei abwischbar blau bereift. Ihre einfachen Spreiten sind 6 bis 30 Zentimeter lang, 3 bis 5, selten bis zu 10 Millimeter breit, sind flach gerippt, oberseits rau und haben am Grund bewimperte, stängelumfassende Öhrchen. Das Blatthäutchen ist weniger als 1 Milli-meter lang und häutig.
Generative Merkmale
Die schlanken, endständigen ährigen Blütenstände sind etwa 5 bis 20 (30) Zentime-ter lang. Ihre 10 bis 20 Millimeter langen Ährchen sitzen locker bis dicht. Diese weis-en spitze, lanzettliche Hüllspelzen auf, die fünfnervig sind und länger als das halbe Ährchen. Ihre Deckspelzen sind grannenlos oder kurz begrannt. Insgesamt ist die Kriech-Quecke ein außerordentlich variabel ausse-hendes Gras. Die Quecke blüht und bildet etwa 50 Samen erst im zweiten Jahr. Die Blütezeit reicht in Mitteleuropa von Juni bis August.

Liebstöckel
Ursprünglich ist der Liebstöckel in Südwesteuropa beheimatet. In Mitteleuropa gedeiht er jedoch auch prächtig und wurde deshalb schon vor Jahrhunderten in mitteleuropäischen Gärten angebaut. Inzwischen trifft man den Liebstöckel auch hier und da verwildert an. In der Küche ist der Liebstöckel als Maggikraut bekannt und würzt mit seinen Blättern Kräuterquark und Suppen aller Art. In der Medizin werden Wurzel und Samen des Liebstöckels für den Harnapparat, Verdauung und weibliche Fortpflanzungsorgane eingesetzt. Wenn die mehrjährige Pflanze im Garten erstmal einen Lieblingsplatz gefunden hat kommt sie jedes Jahr wieder und wird so gross, dass eine normale Familie ihren ganzjährigen Liebstöckelbedarf für Küche und Hausapotheke damit decken kann.
Liebstöckel, auch Maggikraut, Lavas oder Lus(t)stock, in der Steiermark vor allem Nussstock, ist eine Pflanzenart der Gattung Levisticum aus der Familie der Doldeblütler. Die Bezeichnung „Liebstöckel“ entstand durch volksetymologische Wortbildung aus dem lateinischen „levisticum“. Die Bezeichnung „Maggikraut“ entstand aufgrund der Geschmacksähnlichkeit der Maggi-Würze mit Liebstöckel; Maggi-Würze enthält jedoch keinen Liebstöckel.
Zu Hause ist der Liebstöckel in Südeuropa und in Südwestasien. Durch die alten Römer gelangte dieses Kraut später in mitteleuropäische Gebiete. Liebstöckel gehört besonders in Norditalien zu den beliebtesten Kräutern.
Häufig werden die ohnehin schon schmackhaften Salate mit Liebstöckel verfeinert. Das gibt der gesunden Rohkost die besondere Note. Doch auch Suppen und Soßen erhalten durch Liebstöckel das ganz spezielle Extra. Liebstöckel wird unter anderem auch Maggikraut genannt. In der Tat verströmt es einen kräftigen, maggiartigen Geruch. Ebenso erinnert der Geschmack an eine Mischung aus Maggi, Sellerie und Suppengrün. Daher eignet sich Liebstöckel sehr gut zur Zubereitung von Eintöpfen und Suppen.
Des Weiteren passt er gut zu Soßen und Salaten, allerdings sparsam dosiert. Liebstöckel neigt durch sein kräftiges Aroma dazu, andere Zutaten geschmacklich zu übertrumpfen. Die Verarbeitung von frischem Liebstöckel sollte rasch erfolgen. Nur allzu gerne wird er von Ungeziefer befallen!
Das Liebstöckel kennt man auch unter der Bezeichnung „Maggi-Kraut“. Diesen Namen erhielt die Pflanze wegen ihres typischen Aromas, das dem der bekannten Gewürzsauce ähnelt, die jedoch kein Liebstöckel enthält. Echtes Liebstöckelaroma ist sehr intensiv und herzhaft. Da Trocknen zu starken Aromaverlusten führen kann, ist es besser, die Blätter frisch zu verwenden oder einzufrieren . . .
Liebstöckel - bekannter unter dem Namen Selleriekraut oder Maggikraut, zählt zu einem der wichtigsten Gewürzkräuter in der europäischen Küche. Das Aroma von Liebstöckel ist so unverkennbar und charakteristisch, dass es leicht in Kräutergärten auszumachen ist. Neben dem einzigartigen Geschmack wartet Liebstöckel mit gesundheitsfördernden Inhaltsstoffen auf, die es seit altersher zu einem wichtigen Heilkraut machen. Mit der bekannten Speisewürze der Firma Maggi hat der Liebstöckel im Übrigen nichts zu tun.
 
Steckbrief
Heilwirkung: Achtung! Nicht in der Schwangerschaft anwenden. anregend, blutstillend, harntreibend, krampflösend, schleimlösend, schweißtreibend, Appetitlosigkeit, Abmagerung, Blasenentzündung, Blasensteine, Nierenleiden, Nierensteine, Blähungen, Magenbeschwerden, Mangel an Magensäure, Verdauungsschwäche, Verstopfung, Stoffwechsel anregend, Rheuma, Gicht, Wassersucht (Ödeme), Men-struationsfördernd, Menstruationskrämpfe, Mittelohrentzündung, Halsentzündung, Kehlkopfentzündung, Mundschleimhautentzündung, Bronchitis, Husten, Herz-schwäche, Wassersucht, Ödeme, Nervenschwäche, Nervosität, Ekzeme, Furunkel, eitrige Wunden, Gewürz
wissenschaftlicher Name: Levisticum officinale
Pflanzenfamilie: Doldenblütler = Apiaceae
englischer  Name: Lovage
volkstümliche Namen: Badkraut, Gebärmutterkraut, Gichtstock, Leibstöckle, Leppstock, Levestock, Liebesröhre, Liebrohr, Liebstengel, Lobstock, Lübstock, Lustecken, Luststöckel, Maggikraut, Nervenkräutel, Rübestöckel, Saukraut, Sauerkrautwurz, Schluckwehrohr, Wasserkräutel
Verwendete Pflanzenteile: Blätter als Gewürz, Wurzel und Samen in der Heilkunde
Inhaltsstoffe: Ätherisches Öl, Angelikasäure, Apiol, Apfelsäure, Bitterstoffe, Gerbstoffe, Fette, Gummi, Harze, Invertzucker, Kampfer, Carvon, Isovalerinsäure, Cumarine, Myristicin, Umbelliferon
Sammelzeit: Blätter: Frühjahr, Wurzel: Zeitiges Frühjahr oder Spätherbst, Samen: Spätsommer
Inhaltsstoffe, Geruch und Geschmack: Liebstöckel schmeckt sehr würzig und intensiv aromatisch. Charakteristisch für das Liebstöckelaroma, das dem von Sellerie ähnelt, sind die sogenannten Phthalide, spezielle Bestandteile des ätherischen Öls, die in beiden Gewürzen vorkommen. Das typische Maggi-Aroma kommt durch das ebenfalls im ätherischen Öl enthaltene „Maggi-Keton“ (auch Sotolon) zustande. Neben ätherischem Öl enthält Liebstöckel zudem verschiedene Vitamine wie z.B. Vitamine der B-Gruppe, Vitamin C sowie die Mineralstoffe Kalzium, Eisen und Kalium.
 
Anwendung
Küchenkraut
Die frischen Liebstöckelblätter finden Verwendung als Gewürz, z. B. für Suppe, Eierspeise, Eierschwammerl (Pfifferlinge) oder andere Pilzgerichte. Der Geschmack erinnert an den von Sellerie, ist aber schärfer und bitterer. Feingehackte Blätter können zum Würzen von Suppen, Salaten, Obatztem und Eintopfgerichten verwendet werden. Die getrockneten Samen können bei der Zubereitung von Eintöpfen und Braten als Würze verwendet werden. Auch sind die Früchte als aromatisierende Komponente für Käsegerichte, Brot und Gebäck zu verwenden.
Pharmakologie
Als pharmazeutische Droge dienen: Die getrockneten Liebstöckelfrüchte. Sie werden volkstümlich bei Verdauungsbeschwerden und Blähungen sowie im Haushalt als Gewürz verwendet. Das in den Sommermonaten bis in den Herbst hinein etwa handhoch abgeschnittene, getrocknete Kraut. Es wird im Haushalt als Gewürz eingesetzt. Der ganze oder geschnittene, getrocknete Wurzelstock und die Wurzeln. Er enthält ätherisches Öl mit bis zu 70 % Alkylphthaliden. Man setzt die Droge zur Durchspülungstherapie bei Harnwegsinfekten und zur Vorbeugung bei Nierengrieß ein. Da die in der Droge enthaltenen Furocumarine nicht wasserlöslich sind, ist bei Teezubereitungen nicht mit phototoxischen Nebenwirkungen zu rechnen. Schon Dioskurides beschreibt Samen und Wurzel von „ligystikón“ („ligusticum“ bei Colu-mella und Plinius) als erwärmend, verdauungsfördernd, diuretisch und emmenagog, auch gegen den Biss wilder Tiere. Allerdings ist die Zuordnung zu unserem Levisticum fraglich. Liebstöckel war ein beliebtes Heilmittel in Mittelalter und Ba-rock. Hildegard von Bingen lobt ihn u. a. bei Halskrankheiten, Lonicerus als diaphoretisch, diuretisch, verdauungsfördernd und magenerwärmend, Matthiolus als emmenagog, stein- und windtreibend. Weinmann nennt ihn ein Antidot, Diuretikum, Diaphoretikum und Wundmittel, besonders bei Magenerkältung, Engbrüstigkeit und als Emmenagogum. Hufeland nutzte ihn oft bei Hydrops. Leclerc nennt ihn ein Karminativum und Diuretikum. Nach Schulz wird er auch bei chronischen Katarrhen und Menostase gebraucht. In der Schweiz und im Elsaß trinke man bei Halsweh Milch durch die Pflanzenstängel. Auch fördere er bei Rindern das Kalben. In der Volksheilkunde wird Liebstöckel auch bei Menstruationsstörungen und als schleimlösendes Mittel eingesetzt. In der Homöopathie und der anthroposophischen Medizin wird Liebstöckel u. a. bei Mittelohrentzündung gegeben.
Verdauungsmittel
Der Haupt-Einsatzzweck des Liebstöckels sind Verdauungsprobleme. Er stärkt den Appetit, wirkt Abmagerung entgegen und stärkt die Verdauungsorgane so, dass sie die gegessene Nahrung auch gut verdauen können. Man kann Liebstöckelsamen, die Wurzel oder die Blätter als Tee oder Tinktur einnehmen oder man würzt die Speisen mit Samen oder Blättern. Im Tee schmeckt der Liebstöckel sehr würzig, was für Tees eher ungewohnt ist.
Stoffwechsel und Harnorgane
Durch seine harntreibenden und aktivierenden Eigenschaften stärkt der Liebstöckel den Stoffwechsel und die Harnorgane. Dadurch, und auch durch seine herzstärkende Wirkung hilft er auch bei Wasseransammlungen in Füssen und Beinen. Auch bei Rheuma und Gicht kann man Linderung durch den Liebstöckel erfahren. Eine Kur mit einem Liebstöckel-Wein (1EL auf ½ Liter Weißwein) soll den Abgang von Nierensteinen und Nierengrieß fördern.
Frauenheilkunde
Der Liebstöckel fördert die Menstruation und sorgt durch seine entkrampfende Wirkung dafür, dass Periodenkrämpfe gelindert werden. Bei der Geburt kann der Liebstöckel die Wehen fördern und erleichtern. Darum sollte man ihn auch nicht in der Schwangerschaft anwenden, außer zu einem späten Zeitpunkt, wenn die Geburt schon fällig ist.
Atemwegserkrankungen
Bei fieberfreien Erkältungen kann der Liebstöckel bei Husten, Halsschmerzen und sogar bei Ohrenschmerzen helfen. Allerdings sollte man den Liebstöckel nicht bei Fieber verwenden, da er das Fieber eher verstärken könnte.
Hauterkrankungen
Äußerlich kann man Abkochungen der Wurzel als Waschung, Bad oder Umschlag bei Ekzeme, eitrige Wunden und Furunkel verwenden.
Aphrodisiaka
Als wären der Heilwirkungen nicht schon genug, wird dem Liebstöckel außerdem noch nachgesagt, ein Liebesmittel zu sein. Seine stärkende und anregende Wirkung sprechen dafür, aber vielleicht ist es auch der Name und die Triebkraft des Wuchses, die dem Liebstöckel zu diesem Ruhm verholfen hat.
Liebstöckel als Heilkraut
Für medizinischen Zwecke werden sowohl die Blätter wie auch die Wurzeln und die Samen verwendet; letztere werden insbesondere getrocknet als Tee aufgebrüht (2 Teelöffel Liebstöckelsamen auf ca. 300 ml kochendes Wasser, etwa 10 min zugedeckt ziehen lassen).
Besonders die Wurzeln (Rhizome) sind reich an ätherischen Ölen und krampflösenden Inhaltsstoffen, die auch nach dem Trocknen nicht ihre Wirkung verlieren. Die Rhizome haben hier auch vermutlich die stärkste Wirkung.
Um Probleme im Bereich des Magens und Darms zu beheben, z.B. Appetitlosigkeit und Verstopfung, wird entweder ein Tee getrunken und die Blätter gegessen.
Bewährt hat sich Liebstöckel jedoch vor allem bei Blasenentzündungen und Harnwegsinfekten, da das Kraut nicht nur entzündungshemmend ist, sondern auch harntreibend wirkt. An dieser Stelle ist Vorsicht für Personen angebracht, die unter Nierenkrankheiten leiden, und sollten Rücksprache mit dem Arzt halten, ob eine Entwässerungskur mit Liebstöckel empfehlenswert ist.
Liebstöckel ist auch in der Frauenheilkunde nicht unbekannt, da sich die krampflösenden und anregenden Inhaltsstoffe vom Maggikraut positiv auf Menstruationsschmerzen auswirken – Gründe, weshalb ein weiteres Synonym für Liebstöckel Gebärmutterkraut heißt. Schwangere sollten aufgrund der durchblutungsfördernden und entkrampfenden Wirkung auf den übermäßigen Verzehr von Liebstöckel verzichten. Teilweise kommt Liebstöckel zum Zeitpunkt der Entbindung bei einigen Hebammen zum Einsatz, um die Geburt zu unterstützen.
Auch bei Hautproblemen verspricht Liebstöckel Abhilfe. Ekzeme und Pickel werden mit Tinkturen aus Liebstöckel behandelt. Außerdem wird Liebstöckel in der Phytotherapie für die Behandlung von Gicht und Rheuma eingesetzt.
In alten Kräuterbüchern, so z.B. im Gart der Gesundheit, wurde der Liebstöckel zur Stärkung, aber auch als Mittel verwendet, welche „die todte geburt auß treibet“. Im besagten Buch, wurde besonders auf die Anwendung der Liebstöckel-Samen eingegangen, denen ein hoher medizinischer Nutzen nachgesagt wurde. Aber auch das Kraut selbst fand Erwähnung. U.a. wurde ein Liebstöckelbad gegen Schweißausbrüche empfohlen. Als Wein in Kombination mit Kümmel wurde berichtet, dass dieser „ein guten magen“ und „die bösen winde aus dem darme“ vertreibt.
Hinweis/Gegenanzeigen: Liebstöckel sollte in der Schwangerschaft gemieden werden. Menschen, die ein konkretes Nierenleiden haben, sollten Liebstöckel nicht verwenden, da sich das Nierengewebe bei eingeschränkter Nierenfunktion entzünden kann. Das Kraut enthält zudem so genannte Fucocumarine, die mitunter bei üppiger Sonneneinstrahlung Hautreizungen auslösen können.
Gewürz
Vor allem die Blätter werden gerne in der Küche verwendet, besonders in würzigen Suppen. Aber auch die Liebstöckel-Samen eignen sich hervorragend für diesen Zweck. Sie haben vor allem den Vorteil, dass sie auch im trocknen Zustand noch sehr kräftig würzen. Dem Namen "Maggikraut" macht der Liebstöckel alle Ehre, obwohl im echten Maggi gar kein Liebstöckel enthalten ist.
Verwendung und Zubereitung
Das Liebstöckelaroma passt gut zu Suppen, Saucen und Salaten. Gerne wird es auch für Gemüse-, Fleisch- und Fischgerichte verwendet und ist außerdem wichtiger Bestandteil von Suppenwürzen. Die Früchte werden in Brot und Gebäck verwendet. Liebstöckelblätter werden am besten vor der Blüte geerntet, da das Aroma ansonsten einen leichten Bitterton entwickelt. Da Trocknen zu starken Aromaverlusten führen kann, ist es besser, die Blätter frisch zu verwenden oder einzufrieren.
Hinweis: Liebstöckel eher sparsam verwenden, da es sehr intensiv schmeckt! Wem das Aroma zu aufdringlich ist, der kann die Blätter nach kurzer Kochzeit entfernen.
 
Pflanzenkunde
Das Liebstöckel (Levisticum officinale) gehört so wie Petersilie und Sellerie zur Familie der Doldenblütler (Apiaceae) und ist eine mehrjährige Pflanze. Blühend kann das Liebstöckel bis zu zwei Meter hoch werden und an geeigneten Standorten ein Alter bis zu 15 Jahren erreichen. Dies gelingt der Pflanze durch den Besitz eines speziellen Überdauerungsorgans im Boden (Rhizom mit Wurzeln), das auch in der Naturheilkunde zum Einsatz kommt. Vorrangig werden aber die Blätter als Gewürz verwendet. Gefiedert und dunkelgrün erinnern sie an jene von Sellerie und Petersilie. Seltener werden die Stängel und Früchte zum Würzen eingesetzt.
Tipp: Liebstöckel kann gut im Garten angepflanzt werden und ist eine eher anspruchslose, mehrjährige, winterharte Staude. Da die Pflanze sehr groß wird, ist ein Stock meist ausreichend.
 
Pflanzenbeschreibung
Liebstöckel ist eine winterharte, ausdauernde, krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 1 bis 2,5 m erreichen kann. Die ganze Pflanze riecht aromatisch. Der verzweigte Stängel ist intensiv grün. Es wird ein Rhizom als Überdauerungsorgan gebildet, das einen Durchmesser von 4 bis 5 cm aufweist. Besonders die unteren Laubblätter sind lang gestielt. Die Blattspreite ist zwei- bis dreifach gefiedert. Das Endblättchen ist breit dreieckig bis eiförmig, 4 bis 11cm lang und 2 bis 7cm breit. Die gestielten Fiederblättchen sind zwei- bis dreilappig mit wenigen Zähnen. Der doppeldoldige Blütenstand weist einen Durchmesser von 12cm auf, besitzt sieben bis elf Hüllblätter mit weißen Rändern und enthält 12 bis 20 Döldchen. Die Döldchen besitzen acht bis elf Hüllchen und enthalten viele Blüten. Die gelblichen bis hellgrünen Blüten sind unscheinbar. Die Blütezeit reicht von Juni bis August. Die braune Frucht ist 5 bis 7 mm lang und 3 bis 4 mm breit. Die Früchte reifen zwischen August und September.
Der Liebstöckel ist in Europa heimisch, kommt aber ursprünglich aus südlichen Ländern. Er liebt sandige und gut gedüngte Böden, kommt aber auch mit anderen Böden klar. Seine ausdauernde Wurzel treibt im zeitigen Frühjahr kraftvolle Triebe, die zuerst rötlich sind, aber bald grün werden. Die Triebkraft der ersten Sprosse ist enorm und die Pflanze wächst von Tag zu Tag so sehr, dass man nur so staunt. Diese enorme Wuchskraft ist wahrscheinlich einer der Gründe, warum die Pflanze Liebstöckel heißt. Innerhalb kurzer Zeit erinnert der Liebstöckel an einen hüfthohen Busch mit weichen Stängeln und glatten, wei-chen Blättern. Die Blätter sind grob gesägt und riechen bei Berührung würzig. Der würzige Geruch und Geschmack hat der Pflanze den Namen Maggikraut gegeben. Im Hochsommer stängelt der Liebstock gewaltig nach oben. Die Stängel werden über zwei Meter hoch und bilden gelbliche Doldenblüten aus. Im Gegensatz zu den filigranen Blüten des Dills und Fenchels sind die Blüten des Liebstöckels sehr kompakt und kräftig. Aus den Blüten bilden sich Samen, die man ernten, trocknen und als Heilmittel oder Gewürz benutzen kann.

Bachblüten
Innerlich aufgedreht, immer im Einsatz (Vervain)
Diese Sind innerlich aufgedreht und sind immerwährend im Einsatz
Mit der Bachblüte können sie das aufgedrehte herabfahren und sind nicht immer im Einsatz
Bachblüten
Du bevormundest andere Menschen (Vine)
Sie bevormunden ihre Mitmenschen, ob sie es wollen oder nicht
Mit Vine können sie die bevormundende Art abstreifen
3. Gemüse und Obst – Nimm 5 am Tag
Genießen sie wenn möglich 5 Portionen Gemüse und Obst am Tag, möglichst frisch, nur kurz gegart oder auch 1 Portion als Saft – idealerweise zu jeder Hauptmahlzeit auch als Zwischenmahlzeit. Damit werden so reichlich mit Vitaminen, Mineralstoffen, sowie Ballaststoffen und sekundären Pflanzenstoffen versorgt
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