Kraft durch Kräuter und Bachblüten

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02.01.2019

täglichen News > Newsletterarchiv > Januar > 31.12.18-06.01.19


IMMERGRÜN
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Im Frühling leuchten die hübschen, violetten Blüten des Immergrüns wie kleine Windmühlen aus den schattigen Plätzen, wo das Immergrün am liebsten wächst. Das ganze Jahr über bedecken die ledrigen, glänzenden Blätter den Boden und bringen selbst im Winter grüne Farbe in Gärten oder Wälder. Als Heilpflanze wird das Immergrün nur selten eingesetzt, weil es in großen Mengen etwas giftig ist. Die Schulmedizin hat aus den Wirkstoffen des Immergrüns jedoch ein Krebsmittel hergestellt. Früher wurde das Immergrün von der Volksheilkunde für verschiedene Krankheiten verwendet.
Immergrün ist eine Pflanzengattung aus der Familie der Hundsgiftgewächse. Der botanische Gattungsname ist abgeleitet von lateinisch vinca pervinca, von pervincire für umwinden, Kränze binden; in Bezug auf die langen biegsamen Stängel (zu früheren Zeiten haben sich Mädchen zum Tanz Kränze aus Immergrün gewunden).

Steckbrief
Heilwirkung: Achtung! leicht giftig! adstringierend, antibakteriell, beruhigend, blutstillend, entzündungshemmend, krampflösend, schleimlösend, tonisierend, Husten, Keuchhusten, Mandelentzündung, Verdauungsschwäche, Magenentzündung, Magenschwäche, Durchfall, Rheuma, Kreislaufprobleme, Herzschwäche, Bluthochdruck, Leukämie, Menstruationsfördernd, Zahnschmerzen, Nasenbluten, Wunden, Furunkel
wissenschaftlicher Name: Vinca minor
Pflanzenfamilie: Hundsgiftgewächse = Apocynaceae
englischer Name: Periwinkle
volkstümlicher Name: Bärwinkel, Jungfernkraut, Singrün, Totengrün, Totenveilchen, Totentanz, Wintergrün
Verwendete Pflanzenteile: Blätter
Inhaltsstoffe: Alkaloide, Bitterstoffe, Beta-Sitosterol, Flavonoide, Gerbstoff, Gerbsäure, Saponine, Vincamin, Vincin
Sammelzeit: Ganzjährig, vor allem im Frühling. Blütezeit: April bis Mai

Anwendung
Zwei Arten werden als Zierpflanzen in Parks und Gärten genutzt und verwildern leicht. Bekannt ist vor allem das Kleine Immergrün (Vinca minor), welches eine alte Volksarznei-Pflanze ist und noch heute in der Homöopathie verwendet wird. Vincaalkaloide aus Catharanthus roseus werden als Zytostatika verwendet.
Achtung! Leicht giftig. Immergrün nur niedrig dosiert, in Teemischungen, homöopathisch oder äußerlich anwenden.
Krebsmittel Immergrün
Da das Immergrün leicht giftig ist, wird es von der Schulmedizin nicht als Heilpflanze für normale Beschwerden eingesetzt. Die Wirkung des Alkaloids Vincamins bremst jedoch das Wachstum weißer Blutkörperchen und eignet sich daher zur Behandlung von Leukämie. Die Pharamindustrie hat deshalb aus den Alkaloiden des Immergrüns das Medikament "Vincristin" entwickelt, das im Rahmen einer Chemotherapie gegen Leukämie eingesetzt wird. Dieses Anwendung hat jedoch nichts mit Pflanzenheilkunde zu tun und hat zudem schwere Nebenwirkungen.
Volksheilkundliche Anwendung
Früher wurde das Immergrün gerne in der Volksheilkunde eingesetzt. Es sollte gegen Husten, Halsentzündungen und Verdauungsprobleme helfen. Auch gegen Herzschwäche und hohen Blutdruck wurde das Immergrün verwendet.
Äußerliche Anwendung
Äußerlich angewandt wurde das Immergrün früher zur Behandlung von Wunden und Abszessen benutzt.

Giftwirkung
Die Alkaloide des Immergrüns, vor allem das Vincamin, senken die Anzahl der weißen Blutkörperchen (Leukozyten) und unterdrücken andere Bestandteile des Immunsystems. Daher wird das Immunsystem unterdrückt, was fast immer unerwünscht ist und zu verstärkter Infektanfälligkeit führen kann. Da der natürliche Vincamingehalt im Immergrün gering ist, ist die immunsupressive Wirkung normalerweise nur sehr gering.

Geschichtliches
Früher wurde das Immergrün gerne für das Winden von Kränzen verwendet, was sich ganz von selber anbietet, weil die elastischen Stängel des Immergrüns lang genug für Kränze sind und die Blätter weich und angenehm. Diese Kränze schmückten häufig junge Frauen beim Tanz. Auch als Brautschmuck wurden Immergrünkränze eingesetzt. Früher war das Immergrün auch als Liebespflanze und für magische Zwecke beliebt.

Pflanzenbeschreibung
Die Vinca-Arten sind mehrjährige krautige Pflanzen bis Halbsträucher. Entgegen dem Gattungsnamen sind nicht alle Vinca-Arten immergrün: Das Krautige Immergrünverliert im Winter seine Laubblätter und ist daher sommergrün. Sie besitzen Stolonen und einen wässerigen, klaren Milchsaft. Die gegenständig angeordneten, kurzgestielten Laubblätter sind einfach und ganzrandig. Die Blüten stehen meist einzeln in den Blattachseln, oder selten zu zweit in zymösen Blütenständen. Die zwittrigen, radiärsymmetrischen Blüten sind fünfzählig. Der Kelch ist klein. Die fünf blauen, violetten oder weißen Kronblätter sind röhrig verwachsen. Die Innenfläche der Kronröhre ist behaart oder es sind Schüppchen vorhanden. Die Kronlappen sind kürzer als die Kronröhre und überlappen sich. Es ist nur ein Kreis mit fünf Staubblättern vorhanden; sie sind mit der Kronröhre verwachsen, aber untereinander frei. Zwei Fruchtblätter sind zu einem oberständigen Fruchtknoten verwachsen. Die Griffel sind fadenförmig. Aus jeder befruchteten Blüte entwickeln sich zwei Balgfrüchte; sie sind 35 bis 40 mm lang und enthalten vier bis acht Samen. Die Samen sind glänzend.
Das kleine und große Immergrün ist in Mitteleuropa heimisch. Aus seiner Familie, die der Hundsgiftgewächse, die sonst in den Tropen vorkommt, ist es die einzige mitteleuropäische Gattung. Das Immergrün wächst in lichten Wäldern und Gebüschen. In vielen Gärten wird es als Bodendecker für schattige und halbschattige Ecken angebaut. Die Stängel des Immergrüns werden bis zu 60 cm lang. Sobald sie etwas länger sind, stehen sie nicht mehr aufrecht, sondern wachsen am Boden entlang. Die immergrünen, ovalen Blätter wachsen gegenständig direkt an den Stängeln. Sie sind lederartig, was es ihnen erleichtert, den Winter zu überstehen. Im April und Mai erscheinen die violetten Blüten des Immer-grüns, deren fünf Blütenblätter wie Windmühlenflügel angeordnet sind.

Anbautipps
Das Immergrün kann man in Garten- und Baumärkten häufig als kleine Pflanzen kaufen. Man pflanzt sie an einem schattigen oder halbschattigen Platz im Garten. Im Laufe der Zeit breitet sich das Immergrün immer weiter aus, wenn es sich wohlfühlt.

Sammeltipps
Man kann die Blätter des Immergrüns ganzjährig ernten, aber im Frühjahr, wenn das Immergrün blüht, sind sie am heilkräftigsten. Die Blätter werden geerntet und an einem trockenen, luftigen Platz getrocknet.



KRATZBEERE

Die Kratzbeere ist eine kleine Verwandte der  Brombeere. Die Dornen sind nur klein und kratzen nur, statt zu stechen, daher soll der Name auch kommen. Die essbaren Früchte sehen aus wie die der Brombeere, allerdings etwas bläulich und wachsartig, so als wäre eine Brombeerfrucht von einem feinen Mehltau überzogen. Das ist aber kein Mehltau, sondern eine feine Wachsschicht und völlig unbedenklich. Der Geschmack ist etwas fader und saurer als die der Brombeere, für viele eher enttäuschend. Die Früchte eignen sich als Vitaminspender und die Blätter eignen sich für einen gesunden Tee.
Die Kratzbeere, auch Bereifte Brombeere, Bockbeere, Kroatzbeere oder Ackerbeere genannt, ist eine  Art aus der großen Gattung der Brombeeren, und zwar aus der Untergattung Rubus.

Steckbrief
Haupt-Anwendungen:
Durchfall
Heilwirkung:
adstringierend, blutreinigend, blutstillend, harntreibend, schleimlösend, tonisierend
Anwendungsbereiche:
 Blasenentzündung, Darmentzündung, Diabetes, Ekzeme, Fieber, Flechten, Hautausschläge, Hautunreinheiten, Magen- und Darmkatarrh, Mandelentzündung, Mundschleimhautentzündung, Sodbrennen, Wassersucht, Weißfluss, Wunden
wissenschaftlicher Name:
Rubus caesius L.
Pflanzenfamilie:
Rosengewächse = Rosaceae
englischer Name:
Dewberry
volkstümlicher Name:
Ackerbeere, Bereifte Brombeere, Bockbeere, Kratzbeere, Kroatzbeere
Verwendete Pflanzenteile:
Blätter, Früchte, Wurzeln
Inhaltsstoffe:
Ätherisches Öl, Gerbstoff, Pektin, Bernsteinsäure, Apfelsäure, Oxalsäure, Milchsäure, Salicylsäure, Vitamin C
Sammelzeit:
Blätter: April-September, Beeren: August-September, Wurzeln: Herbst und Winter

Anwendung
Aus der  Sammelsteinfrucht wird der bekannte „Kratzbeeren-Likör" hergestellt. Kratzbeerblätter kann man wahlweise als Tee oder als Tinktur anwenden.
Tee
Für einen Kratzbeerblättertee übergießt man ein bis zwei Teelöffel Kratzbeerblätter mit einer Tasse kochendem Wasser und lässt ihn zehn Minuten ziehen. Anschließend abseihen und in kleinen Schlucken trinken. Von diesem Tee trinkt man ein bis drei Tassen täglich.
Tinktur
Um eine Kratzbeerblättertinktur selbst herzustellen, übergießt man Kratzbeerblätter in einem Schraubdeckel-Glas mit Doppelkorn oder Weingeist, bis alle Pflanzenteile bedeckt sind, und lässt die Mischung verschlossen für 2 bis 6 Wochen ziehen. Dann abseihen und in eine dunkle Flasche abfüllen. Von dieser Tinktur nimmt man ein bis drei mal täglich 10-50 Tropfen ein. Wenn einem die Tinktur zu konzentriert ist, kann man sie mit Wasser verdünnen. Auch aus den Kratzbeerfrüchten wird manchmal eine Tinktur hergestellt.
Innerlich
Kratzbeerblätter kann man innerlich, als Tee oder Tinktur gegen Durchfall einsetzen. Außerdem hilft Kratzbeerblätter gegen Weißfluss. Wegen der schleimlösenden Eigenschaften kann man Kratzbeerblätter auch gegen Verschleimung im Bereich der Atmungsorgane verwenden. Die blutreinigende Wirkung führt zu einer Verbesserung von Hautproblemen wie Ekzemen und schlecht heilenden Wunden.

Geschichtliches
Als vitaminreiche Nahrung schon seit der Steinzeit genutzt, die Blätter als Heiltee. Später wurden die Blätter auch als Schwarztee-Ersatz genutzt. Heute spielt die Pflanze als Heilpflanze nur noch eine geringe Rolle, da lieber normale Brombeeren genutzt werden. Als kleinere Brombeerpflanze findet man sie aber immer öfter als Zierpflanze in Gärten.

Pflanzenbeschreibung
Die Kratzbeere ist in Europa heimisch. Sie wächst bevorzugt an Wald- und Wegrändern an warmen und sonnigen Standorten. Die mehrjährige Pflanze wird zwischen 20 und 90 Zentimeter hoch. Die Blätter sind dreizählig und ungleich gezähnt. Die weißen Blüten erscheinen zwischen Juni und Juli Aus den Kratzbeerblüten entwickeln sich bis in den Spätsommer die Samen in blaubereiften Sammelfrüchten. Es handelt sich um  Halbsträucher, deren oft niederliegende  Ruten Längen von nur 30 bis 60 cm erreicht. Die Pflanzen sind spärlich mit borstenförmigen  Stacheln besetzt. Die  Laubblätter sind dreizählig  gefiedert. Fünfzählig gefiederte Blätter wie bei vielen anderen Arten der Untergattung kommen nur in Ausnahmefällen vor. Die Seitenfiedern sind dabei fast sitzend. Bei den ausgewachsenen Blättern sind die Fiedern kaum länger als breit. Die  Sammelfrüchte der Kratzbeere bestehen aus relativ wenigen (meist 5 bis 20)  Einzelsteinfrüchtchen, in die sie leicht zerfallen. Sie sind stark bläulich bereift und schmecken ähnlich wie Brombeeren, nur nicht ganz so geschmacksintensiv und leicht säuerlicher.

Anbautipps
Die Kratzbeere gedeiht überall, an schattigen Standorten wachsen die Pflanzen aber wesentlich langsamer. Die Pflanze wächst in normalem Gartenboden ohne Probleme, ein warmer Standort bringt mehr Früchte. Der Boden sollte nicht zu trocken werden und genügend gedüngt sein.

Sammeltipps
Junge aber ausgewachsene Blätter ernten und schnell an luftigem Ort trocknen oder im Backofen bei 40°C. Zu langsames Trocknen macht die Blätter unansehnlich. Die Früchte erntet man, wenn sie nicht nur eine durchgängig bläuliche Farbe haben, sondern auch weich sind.



BACHBLÜTEN
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ERNÄHRUNG
Nährstoffe
Energieliefernde HAUPT- oder Makronährstoffe
- Kohlenhydrate
- Eiweiß (Protein)
- Fett
- Alkohol (NICHT LEBENSNOTWENDIG)
NICHT energieliefernde Mikronährstoffe
- Vitamine
- Mineralstoffe
- Sekundäre Pflanzenstoffe
- Wasser
- Antinutritive Inhaltsstoffe


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