Kraft durch Kräuter und Bachblüten

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02.01.2018

täglichen News > Newsletterarchiv > 2018 > Jänner > 01.01.18-07.01.18


EIBE ttt

Eiben sind immergrüne Nadelbäume, die sehr langsam wachsen und über 2000 Jahre alt werden können. Da Eiben Schatten bevorzugen, sah man in ihnen eine Verbindung zum Jenseits und der Unterwelt. Im Herbst leuchten die roten Früchte von weitem, der süße Fruchtfleisch-Samenmantel ist der einzige Teil der Pflanze, der ungiftig ist. Wegen der starken Giftwirkung wird die Eibe heute in der Pflanzenheilkunde nicht mehr eingesetzt, in der Behandlung von Krebs werden die Wirkstoffe mit Erfolg in der Schulmedizin eingesetzt.
Die Eiben bilden eine Pflanzengattung in der Familie der Eibengewächse. Die etwa zehn Arten sind hauptsächlich in den gemäßigten Gebieten der Nordhalbkugelverbreitet; in Europa ist die  Europäische Eibe als einzige Art heimisch.

Steckbrief
Haupt-Anwendungen:
Krebs
Heilwirkung:
Volksheilkunde: abführend, herzstärkend, menstruationsfördernd, wurmtreibend, Pflanzenheilkunde: krebshemmend, zellteilungshemmend
Anwendungsbereiche:
Volksheilkunde: Abführmittel, Blasenleiden, Husten, Insektenbekämpfungsmittel, Katarrh, Krätze, Skorbut, Würmer, Pflanzenheilkunde: Krebs, Mammakarzinom, Ovarialkarzinom, Homöopathie: Gicht, Hautausschläge, Herzkrankheiten, Leberkrankheiten, Rheuma
wissenschaftlicher Name:
Taxus baccata L.
Pflanzenfamilie:
Eibengewächse = Taxaceae
englischer Name:
Common Yew, Yew
volkstümlicher Name:
Bogenbaum, Eibe, Eibenbaum, Eife, Europäische Eibe, Ibenbaum, Ifenbaum, Iwenbaum, Kandelbaum, Roteibe, Taxe, Taxbaum, Taxen, Ybe, Ypenbaum
Verwendete Pflanzenteile:
Alle Teile der Pflanze
Inhaltsstoffe:
Baccatin III, Betulosid, Biflavonoide, Diterpene, Ginkgetin, Paclitaxel, Phenole, Taxacine, Taxin A, Taxin B, Taxication, Vitamin C
Sammelzeit:
Früchte: ab September, Nadeln: Winter

Anwendung
Es gibt zahlreiche Kreuzungen. Die bekannteste Kreuzung ist die Hybrid-Eibe, eine 1900 in  Massachusetts entstandene Kreuzung aus Taxus baccata  und Taxus cuspidata. Ihre breit säulenförmig wachsende Zuchtform ‘Hicksii’ wird relativ häufig in Parks und Gärten gepflanzt.
Bis auf den roten fleischigen Samenmantel sind alle Teile der Eibe sehr giftig. Kochen oder Trocknen zerstören nicht die Giftstoffe. Der Giftgehalt ist im Winter am größten.
Tinktur
Eine Tinktur aus den Nadeln hilft äußerlich gegen Hautparasiten.
Früchte
Der rote Samenmantel der reifen Früchte ist ungiftig, süß und roh essbar, auf keinen Fall darf man die sehr giftigen Samen verschlucken oder zerkauen. Hilft bei Skorbut. Kinder sollten die Früchte nicht essen, da oft die giftigen Samen verschluckt werden.
Innerlich
Die Eiben eignen sich nicht für die Selbstbehandlung (außer Homöopathie). Die Fertigmittel werden unter ärztlicher Aufsicht zur Tumorbehandlung eingesetzt.
Räuchermittel (Mittelalter)
Einatmen des Rauches von brennenden Eibenholz soll Schnupfen, Husten und Lungenerkrankungen lindern. Vorsicht, der Holzstaub kann zu Atemproblemen und Hautreizungen führen.
Homöopathie
Das Mittel wird aus frischen Eibenzweigen hergestellt und vor allem bei Hautkrankheiten und Magen-Darm-Beschwerden eingesetzt.

Magie und Mythologie
In vielen Kulturen ist die Eibe ein heiliger Baum. In der Magie werden Zauberstäbe aus Eibenholz hergestellt. Die Eibe wird in Zaubern zum Erwecken von Toten-Geistern eingesetzt. Die Eibe vertreibt aber auch böse Geister.

Geschichtliches
Seit der Antike wird die Eibe für Morde eingesetzt. Das Holz ist wegen seiner Eigenschaften sehr beliebt und wurde für Bögen, Armbrüste, Pfeile und Lanzen genutzt. Ganze Landstriche wurden aus diesen Gründen eibenfrei. In der französichen Gartenkunst war die Eibe sehr beliebt, da sie sehr gut in Form geschnitten werden kann. Wegen der ungiftigen Alternativen wird die Eibe in der Pflanzenheilkunde nicht mehr eingesetzt. Die Inhaltsstoffe und die abgewandelten synthetischen Stoffe werden aber erfolgreich in der Krebstherapie eingesetzt. In Deutschland wegen des starken Rückganges mittlerweile geschützt. Die Eibe war 1994 der Baum des Jahres.

Pflanzenbeschreibung
Die zweihäusige Eibe ist in den frostärmeren Teilen von Europa, Nordafrika und Westasien heimisch. Sie wächst bevorzugt auf feuchten, nährstoff- und kalkreichen Böden. Junge Pflanzen wachsen vorzugsweise im Schatten. Der langsamwüchsige mehrjährige Strauch/Baum wird zwischen 2 und 20 Meter hoch. Der dicke Stamm hat eine rotbraune Rinde. Die Blätter sind immergrüne Nadeln. Die Blüten erscheinen zwischen April und Mai. Aus den Blüten entwickeln sich ab August ein bis zwei grün-braune Samen in einem roten Fruchtkörper mit einer fleischigen Hülle. Der Samen wird durch Vögel verbreitet. Alle Teile der Pflanze sind giftig, nur der fleischige Mantel der Frucht ist ungiftig.
Vegetative Merkmale
Eibenarten sind immergrüne Sträucher oder kleine bis mittelgroße Bäume. Junge Zweige besitzen anfangs eine grüne bis gelblich-grüne Rinde; an ihrem unteren Bereich kann man einige Knospenschuppen beobachten. Später wird die Rinde rötlich-braun, an älteren Ästen entwickelt sich eine schuppige, rötlich-braune Borke. Die Nadeln sind spiralig am Zweig angeordnet, sind aber gescheitelt, so dass sie zweireihig angeordnet zu sein scheinen. Die linealischen, biegsamen Nadeln können gerade oder gebogen sein, vorne enden sie mit einer kleinen aufgesetzten, aber nicht stechenden Spitze. Auf der Oberseite der Nadeln tritt die Mittelader hervor, auf der Unterseite befinden sich zwei helle Streifen mit den  Stomata.
Generative Merkmale
Eiben-Arten sind meist zweihäusig getrenntgeschlechtig: Männliche und weibliche Blüten stehen auf separaten Pflanzenexemplaren, gelegentlich sind sie einhäusig getrenntgeschlechtig. Die männlichen Zapfen sind kugelig, gelblich mit vier bis 16  Sporophyllen, die jeweils zwei bis neun Sporangien besitzen.
Die Samen reifen im Jahr der Befruchtung. Weibliche Pflanzen tragen im Herbst rote „Früchte", die in der Mitte einen einzelnen Samen enthalten. Das den Samen umgebende rote, fleischige Gewebe, der Samenmantel entwickelt sich nicht aus der Samenschale, sondern aus dem Stielbereich der Samenanlage. Der becherförmige Arillus weist je nach Art unterschiedliche Rottöne auf. Man spricht in diesem Fall nicht von einer  Frucht (im botanischen Sinne), sondern von einem Samenmantel, da es Früchte per definitionem nur bei Bedecktsamigen Pflanzen geben kann.

Anbautipps
Den Samen in Töpfen aussäen, leicht mit Erde bedecken, die Erde feucht halten. Die Eibe verträgt keinen starken Frost, erfrorene Teile werden durch neue Triebe ersetzt. Der Boden sollte Wasser speichern können, nährstoffreich und kalkhaltig sein. Nicht für Kinder oder Weidetiere zugänglich anpflanzen. Junge Eiben brauchen Schatten, mit zunehmenden Alter verträgt die Eibe mehr Sonne. Eiben haben empfindliche Wurzeln und vertragen ein Umpflanzen nur schlecht.

Sammeltipps
Die Eibe ist geschützt und darf nicht in der Natur gesammelt werden.



GRANATAPFEL


Der Granatapfel ist eine klassische Frucht aus warmen Ländern, die auch hier-zulande immer häufiger angeboten wird. Die kleinen, saftigen Samenmäntel im Innern der kugeligen Früchte schmecken süß und aromatisch und sind ein erfreulicher Anblick in Obstsalaten und anderen Speisen. Doch der Granatapfel kann noch viel mehr, denn er hat vielfältige Heilkräfte, die teilweise auch schon wissenschaftlich untersucht wurden. Man kann die Kraft des Granatapfels nicht nur bei Wechseljahresbeschwerden und bei Herzkreislauferkrankungen nutzen. Sogar auf verschiedene Krebsarten soll er eine hemmende Wirkung haben.
Der Granatapfel ist eine  Pflanzenart, die der Familie der Weiderichgewächse zugerechnet wird. Die aus zwei Arten bestehende Gattung Punica bildet alleine die Unterfamilie Punicoideae, manche Autoren führen sie auch noch als eigene monotypische Familie Punicaceae  Horan. Ihre Frucht wird in der Küche verwendet. Das  Verbreitungsgebiet des Granatapfels liegt in West- bis Mittelasien; heute wird er unter anderem im  Mittelmeerraum angebaut. Der Gattungsname Punica leitet sich von lateinisch punic(e)us, „ punisch" ab und geht auf die römische Bezeichnung für die Phönizier zurück. Der Artname granatum wurde wegen der zahlreichen in den Früchten enthaltenen Samenkörner geprägt.

Steckbrief
Haupt-Anwendungen:
Herzkreislauf-Erkrankungen, Krebs, Wechseljahresbeschwerden
Heilwirkung:
adstringierend, antispetisch, antiviral, durchblutungsfördernd, entzündungshemmend, gefäßschützend, hormonausgleichend, kühlend, lindernd, stärkend, vitalisierend, zellschützend
Anwendungsbereiche:
Alterserscheinungen, Arteriosklerose, Arthritis, Bluthochdruck, Diabetes, Entzündungen, Erhöhte Blutfettwerte, Gelenkschmerzen, Hautentzündungen, Leberschwäche, Nervosität, Östrogendominanz, Prostata-Beschwerden, Rheuma, Schlaffe Haut, Übergewicht, Verdauungsbeschwerden,
Rinde: Bandwürmer, Würmer
wissenschaftlicher Name:
Punica granatum
Pflanzenfamilie:
Weiderichgewächse - Lythraceae
englischer Name:
Pomegranate
andere Namen:
Grenadine, Echte Granate, Granatbaum
Verwendete Pflanzenteile:
Frucht, Samen, Knospen, Wurzelrinde, Rinde (giftig)
Inhaltsstoffe: Phytohormone: Beta-Sitosterol, Betulin, Östradiol, Östron, Quercetin; Polyphenole: Flavonoide, Anthocyane; Ellagtannine, Phenolsäuren: Gallussäure, Ellagsäure; Vitamine, Mineralstoffe: Kalium, Calcium, Eisen
Sammelzeit:
September bis Februar

Anwendung
Mehrere Teile des Granatapfelbaums kann man medizinisch anwenden: die Frucht, die bitteren Fasern der Frucht, die Samen, die Blütenknospen, die Wurzelrinde und die Rinde. Am häufigsten und insgesamt zunehmend wird die Granatapfelfrucht verwendet. Die anderen Teile des Granatapfelbaums werden eher selten verwendet, die Rinde ist sogar leicht giftig und wird deshalb heutzutage nicht mehr eingesetzt.
Verwendung
Granatäpfel und deren gepresster Saft sind im Mittelmeerraum, im Nahen Osten, in den  USA, in Südeuropa und seit einigen Jahren auch in Mittel- und Nordeuropa weit verbreitet. Aus dem Saft wird auch Granatapfelwein gewonnen, der vor allem von  Armenien und Israel exportiert wird. Das Fruchtfleisch oder der Saft des Granatapfels werden zur Verfeinerung von Wild- oder Geflügelgerichten oder in Obstsalaten verwendet. Die Schale des Granatapfels war traditionell Farbstoff für Orientteppiche. Auch in Indien wurde sie zum Färben von Wolle in Gelb- und Schwarztönen verwendet. Mit einem Extrakt aus der Wurzel des Granatapfelbaumes können mit einer  Eisenbeize tief dunkelblaue Farbtöne erzeugt werden.  Grenadinesirup, der früher aus Granatapfelsaft hergestellt wurde, gibt dem Tequila Sunrise und verschiedenen anderen  Cocktails seinen fruchtigen Geschmack und seine rote Färbung. Iran zählt zu den Hauptproduzenten weltweit.
Granatapfelfrucht
Die Granatapfelfrüchte kann man essen, um in den Genuss der Heilwirkung zu kommen. Die wohlschmeckenden, roten Samenmäntel enthalten jedoch die Samen und sind daher etwas umständlich zu essen. Wer das nicht mag, kann auch den Saft trinken. Granatapfelsaft wird im gut sortierten Handel angeboten, meistens unter dem Namen "Grenadine". Besser als abgefüllter Saft ist jedoch frischer, selbstgemachter Saft. Dazu gibt man die saftigen Samenmäntel in ein Sieb und drückt sie aus. Übrig bleiben die Samen und die Häute der Samenmäntel. Medizinisch besonders wirksam, vor allem im Zusammenhang mit der Krebsbehandlung, ist fermentierter Saft. Solch ein Saft wird manchmal auch unter der Bezeichnung "Granatapfelelixier" angeboten. Die Wirkung von fermentiertem Saft ist in einigen medizinischen Studien mit Erfolg untersucht worden. Wer am liebsten Tabletten schluckt, kann den Granatapfel auch pul-verisiert in Kapselform einnehmen.
Granatapfelsamen
Granatapfelsamen kann man innerlich und äußerlich anwenden, um den Stoffwechsel zu beleben. Äußerlich angewendet regeneriert sich die Haut und die Falten sollen verringert werden.
Innerlich
Die einfachste Möglichkeit, die Samen innerlich anzuwenden ist es, sie einfach mitzuessen, wenn man einen Granatapfel verspeist. Damit der Körper an die wertvollen Wirkstoffe im Innern der Samen gelangen kann, sollte man die Samen zumindest einmal durchbeißen. Gründlicheres Kauen wäre natürlich noch besser, aber wer kaut schon gerne Obstkerne?
Äußerlich als Öl
Für den äußerlichen Einsatz der Kerne auf der Haut, kann man sich mit relativ wenig Aufwand ein Granatapfelöl zubereiten.
So stellt man ein Granatapfelöl her:
Zuerst reinigt man die abgeknabberten Samen eines Granatapfels und trocknet sie gründlich ab. Als nächstes zerkleinert Samen mit einem Mixer. Dann gibt man das Samenmus in ein kleines Schraubdeckelglas. Die Samenmasse wird mit einem guten Pflanzenöl (z.B. Jojobalöl oder Mandelöl) übergossen und bedeckt. 2 Wochen lang muss die Mischung an einem hellen Ort stehen, damit die Samenwirkstoffe an das Öl übergehen können. Dann wird das Öl abgeseiht.
Das Granatapfelöl kann man direkt zur Hautpflege verwenden, oder man stellt daraus Cremes und Salben her. Auch fertige Hautöle und Cremes im Handel werden manchmal mit Granatapfelöl hergestellt. Bei diesen Fertigpräparaten wird das Granatapfelöl aus den Granatapfelkernen gepresst, ähnlich wie bei anderen Pflanzenöl, z.N. Traubenkernöl.
Granatapfelschale
Die Schale des Granatapfels und die hellen Innenhäute zwischen den Samen kann man auch als Heilpflanze benutzen, u.a. bei Wechseljahresbeschwerden. Zum Aufbewahren werden Schale und Innenhäute getrocknet, man kann sie aber auch frisch verwenden. Aus den Schalen kann man einen Tee zubereiten. Dazu stellt man eine sanfte Abkochung her, d.h. man lässt das Wasser mit den Schalen nur kurz aufkochen und anschließend noch ein paar Minuten ziehen.  Für eine große Tasse Granatapfeltee braucht man 2 Teelöffel voll getrocknete Granatapfelschale (mehr bei frischen Pflanzenteilen).
Granatapfelknospen
Aus den Knospen der Granatapfelblüte kann man einen Tee zubereiten, ähnlich wie aus der Granatapfelschale.

Wirkung
Zur medizinischen Wirkung des Granatapfels wurden schon mehr als 250 medizinische Studien durchgeführt. Die meisten dieser Studien basieren jedoch auf Untersuchungen der Granatapfelwirkung im Reagenzglas. Dennoch gehört der Granatapfel somit zu den gut durch Studien untersuchten Heilpflanzen.
Polyphenole
Besonders interessant für die allgemeine Gesundheit und das Herzkreislaufsystem sind die vielen Polyphenole, die im Granatapfel enthalten sind. Dazu gehören unter anderem die Anthocyane und die Flavonoide, das sind natürliche Farbstoffe mit heilender Wirkung. Den Polyphenolen verdanken auch der Rotwein, die Heidelbeeren und der Grüne Tee ihre Gesundheitswirkung.
Phytohormone
Die im Granatapfel enthaltenen Phytohormone (pflanzliche Hormone) haben eine komplexe Wirkung, die auf den interessierten Laien teilweise einen widersprüchlichen Eindruck macht. Einerseits enthält der Granatapfel pflanzliche Östrogene, die sogenannten Phytoöstrogene, die einen eventuell vorhandenen Östrogenmangel im Körper ausgleichen können. Dadurch hilft der Granatapfel beispielsweise gegen Wechseljahresbeschwerden oder auch manche Fälle von Unfruchtbarkeit. Andere der Phytohormone verhindern jedoch die Überproduktion von Östrogenen, wodurch der Granatapfel bei Östrogendominanz helfen kann. Sogar östrogenempfindlicher Brustkrebs kann mithilfe des Granatapfels ausgebremst werden. Das Gleiche gilt vermutlich für Prostatakrebs und einige andere Krebsarten. Natürlich sollte man Krebserkrankungen nicht ausschließlich mit Granatapfel behandeln; man kann ihn jedoch als Ergänzung zur schulmedizinischen Behandlung und zur Vorbeugung verwenden. Durch die Phytohormone wird der Stoffwechsel insgesamt aktiviert. Der Körper kann sich besser regenerieren und wirkt dadurch verjüngt. Die Haut sieht straffer aus und die Faltentiefe wird geringer, insbesondere bei äußerlicher Anwendung. Die Phytohormone sind auch in der Granatpfelschale und in den Samen enthalten.
Vitamine und Mineralstoffe
Die im Granatapfel enthaltenen Vitamine und Mineralstoffe unterstützen die stärkende Wirkung dieser Heilpflanze.

Anwendungsgebiete
Der Granatapfelbaum kann für eine Vielzahl von Krankheiten und Gesundheitsbeschwerden eingesetzt werden. Das liegt einerseits daran, dass man verschiedene Teile des Granatapfelbaums medizinische verwenden kann, aber vor allem liegt es an der vielseitigen Kombination von Wirkstoffen, die im Granatapfel enthalten sind.
Granatapfelrucht
Die Granatapfelfrucht und ihr Saft sind die wichtigsten medizinisch eingesetzten Bestandteile des Granatapfelbaums.
Krebs
Das interessanteste Einsatzgebiet der Granatapfelfrucht ist wohl die Krebserkrankung. Medizinische Studien deuten eine krebshemmende Wirkung bei Brustkrebs, Prostatakrebs, Leukämie und möglicherweise einigen anderen Krebsarten an. Das heißt aber nicht, dass der Granatapfel nun das lang erhoffte Wundermittel gegen Krebs ist. Es handelt sich eher um eine leichte Wirkung. Man kann den Granatapfel und seine Produkte also zur Unterstützung einer medizinischen Behandlung verwenden. Auch die Nebenwirkungen einer Chemotherapie können mithilfe des Granatapfels gelindert werden. Besonders gut soll für diesen Einsatzzweck der fermentierte Saft wirken.
Herz-Kreislauf-Erkrankungen
Weil der Granatapfel die Blutgefäße schützt und verjüngt und somit die Durchblutung verbessert, kann man ihn zur Behandlung des gesamten Spektrums der Herzkreislauferkrankungen einsetzen. Das geht von Bluthochdruck und allgemeinen Durchblutungsstörungen bis hin zur Vorbeugung von Herzinfarkt und Schlaganfall.
Anti-Aging
Neben der positiven Wirkung auf die Durchblutung werden auch die anderen Gewebe des Körpers durch den Granatapfel regeneriert und verjüngt. Daher kann er auch bei anderen Arten von Alterserscheinungen verwendet werden. Das betrifft Gelenkbeschwerden ebenso wie Hautprobleme, erhöhten Cholesterinspiegel und Übergewicht.
Frauenbeschwerden
Die pflanzlichen Hormone des Granatapfels wirken ausgleichend auf das Hormonsystem, insbesondere von Frauen. Darum kann man den Granatapfel bei Wechseljahresbeschwerden anwenden. Auch bei Prämenstruellem Syndrom (PMS) und Unfruchtbarkeit kann man den Granatapfel versuchen.
Granatapfelsamen
Die Granatapfelsamen werden innerlich für die gleichen Krankheiten eingesetzt wie das Fruchtfleisch oder der Saft. Äußerlich kann man Granatapfelsamenöl verwenden, um die Haut elastischer und jünger zu machen. Es eignet sich als Körperöl, Gesichtsöl und in Cremes aller Art.
Granatapfelschale und Granatapfelknospen
Den Tee aus der Granatapfelschale oder aus Granatapfelknospen kann man vor allem bei Frauenbeschwerden, beispielsweise in den Wechseljahren verwenden. Er eignet sich aber auch bedingt für die anderen Anwendungsgebiete der Granatapfelfrucht.
Granatapfel Wurzelrinde
Die Rinde der Granatapfelbaumwurzel wurde früher über Jahrhunderte hinweg als Mittel bei Würmer verwendet. Es gibt jedoch Nebenwirkungen und die Behandlung ist nicht so zuverlässig wie mit modernen Wurmmitteln. Daher wird die Granatapfelwurzelrinde heutzutage nicht mehr zur Wurmbehandlung eingesetzt.
Granatapfel Rinde - Achtung giftig!
Die Rinde des Granatapfels wurde früher über Jahrhunderte hinweg als Mittel bei Würmer, beispielsweise Bandwürmer verwendet. Die Nebenwirkungen, Er-brechen, Durchfall usw. sind hierbei jedoch so stark, dass man die Granatapfelrinde als giftig bezeichnen kann. Daher wird die Granatapfelrinde heutzutage nicht mehr zur Wurmbehandlung eingesetzt.
Granatapfel als Färbemittel
Die verschiedenen Teile des Granatapfels kann man zum Färben verwenden.
Je nach Pflanzenteil entstehen unterschiedliche Farbtöne:
Fruchtsaft: rot
Granatapfelschale: gelb und schwarz
Wurzel: dunkelblau mithilfe von Eisenbeize.

Geschichtliches
In seiner natürlichen Heimat, im mittleren und nahen Osten, wird der Granatapfel schon seit der Bronzezeit als Frucht geschätzt, wie Ausgrabungen in Jordanien, Ägypten und Zypern belegen. In den Religionen, die im nahen Osten ihren Ursprung haben (Christentum, Judentum, Islam und andere), spielt der Granatapfel eine wichtige Rolle. Sogar der Apfel im Paradies soll eigentlich ein Granatapfel gewesen sein. Im Hohelied Salomons in der Bibel wird der Granatapfel mehrfach erwähnt, um die Schönheit der Frauen zu beschreiben. In allen Religionen, in denen der Granatapfel eine Rolle spielt, steht er für Fruchtbarkeit und Leben. Aufgrund seiner vielen Kerne ist er auch ein Symbol für Kinderreichtum. Den Namen "Punica" verdankt der Granatapfel den Phöniziern. Die Phönizier verbreiteten den Granatapfel in ihrer Blütezeit im Mittelmeerraum, um ihre Religion zu stärken. Der Namensteil "Granat" geht auf das lateinische Wort für "körnig" zurück. Dieser Name wurde im Laufe der Zeit selber zum Namensgeber für ganz unterschiedliche Dinge. Die spanische Stadt und Region Granada wurde nach dem Granatapfel benannt, weil der Granatapfel dort angebaut wird. Die Granate wurde nach dem Granatapfel benannt, weil sie auch zahlreiche "Kerne" enthält. Der Edelstein Granat hat seinen Namen, weil er in Form und Farbe dem einzelnen, roten Samenmantel des Granatapfels ähnelt.

Pflanzenbeschreibung
Der Granatapfelbaum ist im mittleren und nahen Osten heimisch. Die östliche Verbreitung reicht bis nach Indien, Pakistan und Indonesien. Der Granatapfelbaum ist ein kleiner Baum, manchmal auch ein Strauch. Er kann maximal 5m  hoch werden. Die Rinde des Granatapfelbaums ist grau bis rötlich-braun. Die länglichen Blätter sind ledrig und glänzend und werden bis zu 10cm lang. Im Frühling und Sommer wachsen an den Enden der Zweige große, rote oder gelbe Blüten. Die Blüten haben in etwa Glockenform und fünf bis neun Blütenblätter. Aus den Blüten entwickeln sich zwischen September bis Februar die Früchte mit ihrer charakteristischen Form. Die roten Granatäpfel sind rund und werden meistens etwa faustgroß, wobei es erhebliche Größenunterschiede gibt. Typisch ist die kleine "Krone" am oberen Ende der kugeligen Frucht. Im Innern der Frucht findet man zahlreiche Samen, die jeweils einzeln von rotem Fruchtfleisch in einer kantigen Hülle umgeben sind. Dieser rote Samenmantel ist der essbare Teil der Granatäpfel. Die Form dieser Samenmäntel erinnert ein wenig an Mais. Ihre Farbe und Form sehen sehr hübsch aus, ein wenig wie eckig geschliffene Edelsteine, weswegen sie auch gerne für dekorative Zwecke eingesetzt werden. Die saftigen Samenmäntel schmecken süß-säuerlich, wenn der Granatapfel reif ist.
Erscheinungsbild und Blatt
Der Granatapfel wächst als sommergrüner kleiner Baum und wird oft als Strauch kultiviert; er erreicht Wuchshöhen bis zu 5 Metern aber auch höher, wird bis zu 3 Meter breit und kann einige hundert Jahre alt werden. Die Pflanzenteile sind kahl. Die Rinde ist rotbraun bis grau, anfänglich glatt, später furchig, schuppig. Die jungen Zweige sind oft vierkantig, später werden sie grau-braun, stielrund und enden oft in einem Dorn. Er ist normalerweise laubabwerfend aber auch immergrün. Die gegenständigen auch wirteligen oder kreuzgegenständigen, glattrandigen Laubblätter sind in Blattstiel und Blattspreite gegliedert. Die Blattstiele sind 2 bis 10 Millimeter lang. Die einfache, oberseits glänzende, dunkelgrüne, unterseits blassere und mattere, wachsig-lederige, teils asymmetrische Blattspreite ist bei einer Länge von 2 bis 9 Zentimetern, sowie einer Breite von 1 bis 2 Zentimetern, lanzettlich, eilanzettlich bis verkehrtteilanzettlich auch länglich mit sich verschmälernder Spreitenbasis und stumpfem bis rundspitzigem oder stachelspitzigem oberen Ende. Nebenblätter fehlen, die  Nervatur ist gefiedert mit ausgeprägtem Hauptnerv. Die jungen Blätter sind teils rötlich-grün, im Herbst färben sich die Blätter gelb. Es gibt auch strauchige Zwergformen mit einer Höhe bis zu etwa 1–1,5 Metern, z. B. den Zwerggranatapfelbaum.
Blüte
Die Blütezeit liegt normalerweise im  Frühjahr und  Sommer, in China zwischen März und Juli, in manchen Regionen sind 2 bis 3 Blütezeiten üblich. Die geruchlosen Blüten stehen endständig einzeln oder in kleinen Gruppen an den Zweigenden. Die bei einer Länge von 3,5 bis 7 Zentimetern sowie einem Durchmesser von 3 bis 4 Zentimetern relativ großen, mehrheitlich zwittrig urnenförmigen oder auch unfruchtbar männlich glockenförmigen Blüten sind fünf- bis neunzählig mit doppelter Blütenhülle. Auch gibt es noch dazwischenliegende, röhrenförmige, teilweise fruchtbare Blüten, mit verkürztem  Griffel. Die fünf bis neun an der Basis verwachsenen, wachsig-ledrigen 2 bis 4 cm lan-gen Kelchblätter sind normalerweise orangerot oder hellgelb. Sie sind aufrecht-dreieckig und formen basal einen etwa 2 bis 3 cm langen und bis 1,5cm breiten Kelch. Die fünf bis neun roten, orangen, selten weißen mit hellgelben Kelchblättern, freien, rüschigen, zarten  Kronblätter sind bei einer Länge von 1,5 bis 3 cm sowie einer Breite von 1 bis 2 cm verkehrteiförmig mit gerundetem oder stumpfem oberen Ende. Die sehr vielen Staubblätter (bis über 300) sind kreisig angeordnet und können die Blütenkrone überragen. Die dorsifixen Staubbeutel sind gelblich-weiß und die Staubfäden rötlich-orange. Er ist  selbst- oder fremdbestäubt. Der unterständige  Fruchtknoten ist 8- bis 13-kammerig. Die verwachsenen Fruchtblätter sind überlagert, in verschiedenen Wirteln (in der Regel 2 bis 3), in dem Fruchtknoten angeordnet (coenokarp-synkarp). Die Plazentation ist bei den unteren zentralwinkelständig, bei den oberen parietal. Die Narbe ist kopfig, dreilappig und liegt tiefer als die Staubbeutel. Es gibt auch teilweise fruchtbare „Zier-Granatäpfel" in teils anderen Farben (rosa, gelb) bei welchen die Staubblätter ganz oder teilweise in mehr Blütenblätter umgewandelt sind.
Frucht und Samen
Die bei einem Durchmesser von normalerweise 5 bis 12 Zentimetern und 150–500 Gramm schweren, aber auch bis 20 Zentimetern große und 500 bis über 1000 Gramm schwere, kugelige, apfelähnliche, anfangs grüne, später orange-rote, rote bis gelb-grüne oder gelblich-braune, auch schwarz-violette Frucht ist der Grenzfall einer ledrigen  Beere, da das Fruchtfleisch nicht fleischig ist, aber nicht verholzt. Diese spezielle Fruchtform des Granatapfels wird auch als Balausta bezeichnet. Sie ist gekrönt von den haltbaren, manchmal einen Kragen ausformenden Kelchblättern und den haltbaren Staubblättern. Das weißlich, hellrötliche, bittere, schwammige  Mesokarp wird – wie bei den Citrusfrüchten – als „Albedo" bezeichnet. Dieses ist in einzelne Kammern unterteilt worin sich die Samen befinden, die Trennwände dieser Kammern werden als „Membrane" bezeichnet. Die kantigen, vielflächig, rubinroten bis rosafarbenen oder gelblich-weißen Samen sind mit einer glasigen, leicht durchscheinenden, saftig-prallen, herbsüßen Samenschale umgeben die bei Druck leicht zerplatzt. Die Samenschalen sind bis zu 15  mm lang und ca. 5 bis 10 mm breit, die eigentlichen, weichen bis harten Samen sind eiförmig und weißlich und etwa 6–10 mm lang und 2 bis 5 mm breit. Die Frucht enthält etwa 200 bis über 1000 Samen. Die Tausendkornmasse ohne Samenschale beträgt ca. 30 bis 40 Gramm, mit be-trägt sie ca. 370 bis 400 Gramm. Die Frucht öffnet sich bei Vollreife unregel-mäßig. Die Früchte reifen nach der Ernte nicht nach, sie zählen zu den nichtklimakterischen Früchten. Die Zeit bis zur  Fruchtreife nach der Blütezeit beträgt etwa 130 bis 175 oder etwas mehr Tage.

Anbautipps
Manche Sorten des Granatapfels kann man auch in warmen Gegenden Mitteleuropas anbauen oder in Wintergärten. Die winterfesten Sorten des Granatapfels können zwar milde Winter überstehen, haben mit lang andauerndem starken Frost aber Probleme. Dazu kauft man sich am besten fertige Pflanzen und pflanzt sie im Frühjahr oder Herbst ein. Man kann den Granatapfelbaum aber auch aus Samen anzüchten. Am besten pflanzt man das junge Pflänzchen in einen Kübel, damit man es im Winter an eine halbwegs warme Stelle stellen kann.

Sammeltipps
Die Granatapfelfrucht wird rötlich bis leuchtend rot, wenn sie reif ist. Dann wird die Frucht vom Baum gepflückt. Die Kerne mit dem Fruchtfleisch werden aus der aufgebrochenen Frucht ausgepult.



BACHBLÜTEN
Du lasst dich leicht überreden (4 Centaury)
-
Diese Menschen lassen sich von jedem sehr leicht überreden  
- Mit der dementsprechenden Bachblüte können diese Menschen lernen auch einmal nein zu sagen  


BACHBLÜTEN
Ich werde ungeduldig, wenn andere nicht auf mich eingehen  (8 Chicory)
-
Diese Menschen werden sehr leicht ungeduldig, wenn ihre Mitmenschen nicht auf sie eingehen
- Mit der dementsprechenden Bachblüte können diese Menschen diese Ungeduld in den Griff bekommen


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