Kraft durch Kräuter und Bachblüten

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01.12.2017

täglichen News > Newsletterarchiv > 2017 > November > 27.11.17-03.12.17


BRECHWURZEL tt

Die Brechwurzel oder Brechwurz, auch Ruhrwurzel genannt, ist eine Pflanzenart in der Familie der Rötegewächse. Sie ist auch unter ihrem portugiesischen Trivialnamen Ipecacuanha oder spanisch Ipecacuana bekannt. Ihr „Wurzelstock“ wird in der Medizin verwendet, um Ipecacuana-Sirup – ein starkes Brechmittel – herzustellen.

Steckbrief
Heilwirkung: Achtung! Giftig. Nur in Fertigpräparaten, homöopathisch oder äußerlich anwenden. Brechmittel, Husten, schleimlösend
wissenschaftlicher Name: Cephaelis ipecacuanha
Verwendete Pflanzenteile: Wurzel

Anwendung
Achtung! Giftig. Brechwurzel nur in Fertigpräparaten, homöopathisch oder äußerlich anwenden.

Verwendung
In der Medizin wird der „Wurzelstock“ verwendet, der sich einige wenige Male verzweigt. Auf dem Markt werden verschiedene Sorten angeboten (grau, rot, braun), die von derselben Art stammen. Unterschiede im Aussehen gehen auf das Alter und die Bewässerung zurück. Jean Adrien Helvétius (1661–1727) wandte die Droge bereits 1680 bei Dysentrie an. Da laut Theodor Husemann die Wirksamkeit nur bei tropischer Dysenterie vorliegt, wurde sie danach als Emetikum verwendet. Als schließlich das Apomorphin entdeckt wurde, das eine höhere emetische Wirksamkeit zeigt, ersetzte es die Brechwurzel. Ipecacuana ist sehr giftig und führt zu blutigen Durchfällen und Krämpfen bis zum Schock bzw. Koma. Es enthält die Alkaloide Emetin und Cephaelin; aus der Brechwurzel bereitete Medikamente sind deshalb in Deutschland verschreibungspflichtig. Ipecacuanha wurde danach noch als Expektorans verwendet. Das enthaltene Emetin wurde 1817 von Pierre-Joseph Pelletier und François Magendieisoliert und T. Gordonoff zeigte mittels Röntgenkontrastmittel in der Trachea die Unterschiede zwischen der sekretomotorischen und sekreotolytischen Expektoranwirkung.

Beschreibung
Die Brechwurzel wächst als Strauch bis auf Wuchshöhen von etwa 50 Zentimetern. Am Wurzelstock werden viele Wurzeln gebildet, die von einer dicken, geringelten Rinde umgeben sind. Es wird ein einzelner, kurzer Stamm gebildet, der nur im oberen Bereich beblättert ist. Die gegenständig angeordneten Laubblätter sind in Blattstiel und Blattspreite gegliedert. Die einfache, ledrige, glatte, dunkelgrüne Blattspreite besitzt einen glatten Rand. An der Basis jeden Blattpaares befinden sich zwei weißliche Nebenblätter. In endständigen köpfchenförmigen Blütenständen stehen die Blüten zusammen, die von vier großen, eiförmigen Tragblättern umgeben sind. Die zierliche, kleine Blüte ist zwittrig, trichterförmig und besitzt eine weiße Farbe. Staubblätter und Fruchtblätter sind dimorph, das bedeutet, dass bei einigen Blüten die Staubblätter lang sowie die Stempel kurz sind und bei den anderen Blüten ist es umgekehrt. Die erst purpurrote, später blauschwarze Steinfrucht ist fleischig.



GUNDERMANN


Der Gundermann wächst klein und unauffällig überall in naturbelassenen Gärten und in der freien Natur. Kaum einer kennt ihn, obwohl er eine wertvolle Bereicherung für die Hausapotheke und die Küche ist.
Außerdem sieht er im Garten sehr schön als Bodendecker aus und ist extrem pflegeleicht. Seine lilanen Blüten begeistern mich jedes Jahr aufs Neue. Der Gundermann, auch Echt-Gundelrebe genannt, ist eine  Pflanzenartaus der Familie der  Lippenblütler
.

Steckbrief
Haupt-Anwendungen:
Schlecht heilende Wunden
Heilwirkung:
entzündungshemmend,  schleimlösend, stoffwechselfördernd
Anwendungsbereiche:
Blasenschwäche, Chronischer Schnupfen, Chroni-scher Husten, Nierenschwäche, Rekonvaleszenz
wissenschaftlicher Name:
Glechoma hederacea
Pflanzenfamilie:
Lippenblütler = Lamiaceae
englischer Name:
Ground Ivy
andere Namen:
Gundelrebe, Blauhuder, Buldermann, Donnerrebe, Hederich, Erdefeu, Grundrebli, Gundelrieme, Gunelreif, Silberkraut, Soldatenpetersilie, Huder, Udram, Zickelskräutchen
falsche Schreibweisen:
Gunderman
Verwendete Pflanzenteile:
Blätter
Inhaltsstoffe:
ätherisches Öl, Gerbstoffe, Bitterstoffe
Sammelzeit:
März bis Juni, aber auch noch später, solange er sprießt

Anwendung
Vor der Kultivierung des  Hopfens wurde der Gundermann aufgrund seiner Bitterstoffe zur Konservierung von  Bier genutzt. Im Frühling gesammelte junge Blätter wurden früher als Gemüse gekocht, unter anderem in  Gründonnerstagsgerichten. Aufgrund der Bitterstoffe und ätherischen Öle fand die Pflanze außerdem als Gewürz Verwendung. Der Geruch und Geschmack wird als harzig-aromatisch, minzähnlich und lakritzartig beschrieben. Gundermann wurde in der Volksheilkunde und Medizin verwendet. Gemäß dem „New Kreüterbuch" von Leonhart Fuchs (1543) wurde es gegen Hüftweh, Gelbsucht, Leberleiden, und als harn- und schweißtreibendes Mittel gegen Gifte eingesetzt. Hildegard von Bingen empfahl die Verwendung der Pflanze bei Kopf- und Ohrenschmerzen. Heute wird er von Kräuterheilern bei Abszesse, Tumore und Augenprobleme verwendet. In der Traditionellen Chinesischen Medizin wird er auch zur Behandlung von  Lungenentzündung und Nephritis eingesetzt. Als Lebensmittelzusatzstoff hat Gundermann auch antioxidative Wirkung Forschungen, die die pharmakologischen Eigenschaften des Gundermann klären, lassen sich nur vereinzelt finden: Bei Sesquiterpenen aus Gundermann konnten in Versuchen cytotoxische Eigenschaften auf verschiedene Krebsarten nachgewiesen werden. Des Weiteren ließ sich eine antibakterielle, antioxidative und entzündungshemmende Wirkung feststellen. Der reiche und regional sehr unterschiedliche Aberglaube rund um diese Pflanzenart gilt als Hinweis, dass sie bereits bei den germanischen Völkern als Heil- und Zauberpflanze Verwendung fand. Als Heil- und Schutzzauber sollte er gegen Krankheiten wie Pest, auch bei Hexen wirken. In vielen Regionen spielte er eine Rolle in Milchzaubern. Zur Walpurgisnacht am 1. Mai wurde das germanische Zaunkraut zu Kränzen gebunden, durch die man Hexen erblicken konnte. Gundermann wird und wurde selten im Garten angebaut. In der Regel wurde er gesammelt. In mittelalterlichen Klostergärten wurde er gelegentlich als Arzneipflanze gezogen. Heute wird Gundermann gelegentlich in Ziergärten gepflanzt. Im Handel sind mehrere  Zuchtformen. Auffallend ist eine variegate Form mit weiß gefleckten Blättern und eine sehr reich blühende, bis 30 cm hohe Form, die sich als Bodenbedecker eignet.
Äußerlich
Äußerlich kann der Gundermann für schlecht heilende Wunden, vor allem bei Eiter (Gund) verwendet werden. Dazu kannst du das Pflanzenöl, Kompressen oder Salben verwenden.
Innerlich
Innerlich dient er der Anregung der Stoffwechsels und hilft bei langwierigen Krankheiten. Auch hier besteht der Bezug zum Eiter. So hilft er bei chronischer Bronchitis, chronischem Schnupfen, Blasen- und Nierenkrankheiten. Hierfür eignet sich eine  Tinktur.
Küchengewürz
Da der Gundermann angenehm würzig schmeckt, liebe ich ihn auch als Küchengewürz und gebe ihn zu Kräuterquark, Kräutersuppen, Kräuterbutter und allem anderen, wofür ich Gartenkräuter verwende.

Magische Anwendung
Früher setzte man sich zur Walpurgisnacht Gundermann-Kränze auf den Kopf. Solch ein Kranz sollte den Träger oder die Trägerin befähigen, Hexen zu erkennen. Statt Kranz auf dem Kopf kann man den Gundermann auch unten um eine gelbe Kerze herumwinden. Wenn man diese Kerze an einem Dienstag abbrennt, soll man erkennen können, wer einem Böses will, beziehungsweise, wer einen Schadzauber bei einen bewirkt hat.

Pflanzenbeschreibung
Der Gundermann (auch Gundelrebe) wächst ähnlich wie Efeu und kriecht über den Boden und rankt an Zäunen. Seine Triebe werden bis zu einem Meter lang. Die Blätter sind herz- bis nierenförmig mit eingekerbtem Rand. Die violetten Blüten erscheinen schon recht früh im Jahr und stehen innerhalb der Blattachseln in Scheinquirlen. Da er gerne wuchert, bedeckt er innerhalb eines Jahres ziemlich große Bodenflächen und kann daher auch im Garten als gesunder Bodendecker eingesetzt werden. Ich habe ein paar Pflänzchen zwischen meine hochwüchsigen Heilpflanzen gesetzt. Dort kümmert er sich gut um die Bedeckung der Zwischenräume. Wenn man ein Gundermannblatt zwischen den Fingern reibt, riechen diese herb-würzig und fühlen sich leicht schmierig an. Das schmierige Gefühl kommt durch das enthaltene Öl, das der Hauptwirkungsträger für seine hautheilenden Eigenschaften ist.
Erscheinungsbild und Blatt
Der Gundermann wächst als wintergrüne, ausdauernde krautige Pflanze. Die Behaarung (Indument) der Pflanzenteile ist variabel: Häufig ist sie fast kahl, sie kann aber auch dicht weich behaart sein. Stängel und Blattunterseite sind häufig purpurn überlaufen. Die nichtblühenden Sprossachsen kriechen als Ausläufer (Stolonen) am Boden, besitzen einen quadratischen Querschnitt und sind an vielen Knoten bewurzelt. Aufgrund ihres sehr raschen Wachstums und ihrer reichen Verzweigung sorgen sie für eine vegetative Vermehrung; der Hauptspross kann bis zu 2 Meter Länge erreichen. Der Gundermann ist ein Flachwurzler; die Blütentriebe sind 10 bis 30 Zentimeter hoch, aufsteigend bis aufrecht und haben ebenfalls einen quadratischen Querschnitt. Die  Laubblättersind kreuzgegenständig angeordnet. Die Blattstiele sind in der Länge sehr variabel, jedoch kürzer als die  Internodien. Ihre Länge reicht von rund einem Zentimeter bis zu 20 Zentimetern in dichter Vegetation. Die Blattspreiten sind mit einer Länge von 0,4 bis 3,5 Zentimeter und einer Breite von 0,6 bis 4 Zentimeter, meist jedoch nicht breiter als 3 Zentimeter, nierenförmig bis rundlich-herzförmig mit stumpfer oder spitzlicher Blattspitze. Der Blattrand ist grob gekerbt. Es können gelegentlich aber auch Blattspreiten mit bis zu 8 Zentimetern Durchmesser vorgefunden werden.
Blütenstand und Blüte
Die zwei- bis fünfblütigen Blütenstände entspringen den Achseln von Laubblättern. Die Deckblätter (Brakteolen) der einzelnen Blüten sind 1 bis 1,5 Millimeter groß und behaart. Die Blüten sind die für die Lippenblütler typischen zygomorphen Lippenblüten. Der  Kelch ist röhren- bis glockenförmig, leicht zweilip-pig und besitzt 15 Nerven. Die Krone ist meist 15 bis 22 (6 bis 25) Millimeter lang und von blau-violetter Farbe mit purpurnen Flecken an der Unterlippe; selten ist die Krone rosa oder weiß. Die Oberlippe der Krone ist flach und hat drei dreieckige Zähne, die rund 0,2- bis 0,3-mal so lang wie die Kronröhre sind. Die Unterlippe hat zwei Zähne. Die Kronröhre ist schmal konisch, gerade und behaart. Es sind zwei lange und zwei kurze  Staubblätter ausgebildet. Sie befinden sich an der Unterseite der Oberlippe. Die Pollensäcke öffnen sich mit Längsschlitzen. Zwei Fruchtblätter sind zu einem oberständigen, vierfächrigen Fruchtknoten verwachsen, wobei jedes Fach eine Samenanlage beinhaltet. Die Blüten sind zwittrig. Es kommen auch männlich- sterile Blüten vor. Diese sind meist kleiner, und die reduzierten Staubblätter sind in die Kronröhre integriert. Klone bilden dabei entweder nur zwittrige oder nur männlich-sterile Blüten. Die Ausbildung des Geschlechts ist nicht rein genetisch bedingt. Unter günstigen Wachstumsbedingungen können viele männliche Klone zwittrige Blüten hervorbringen. In seltenen Fällen wurden rein weibliche Blüten beobachtet. Die Blütezeit liegt meist zwischen April und Juni (Juli).
Frucht
Die  Klausenfrucht zerfällt in vier Teilfrüchte. Jedes Fruchtknotenfach entwickelt sich zu einer nüsschenartigen Teilfrucht (Klause). Jede Klause ist eiförmig und glatt und dabei an den Seiten, wo sie die Nachbarn berührt, leicht eingedrückt. Die Klausen tragen einen grauen Auswuchs, der als  Elaiosom gedeutet wird. Bei der Reife verschleimt das  Perikarp. Das Gewicht der Klausen beträgt rund 0,7 Milligramm. Die Samen sind 1,9 mal 1,1 Millimeter groß. Die Klausen werden durch Kleb-Ausbreitung und durch Ameisen ausgebreitet. Die Fruchtreife erfolgt zwischen Juni und August.

Verbreitung des Gundermanns
Der Gundermann kommt vor allem in Europa und in Nordasien vor. In Mitteleuropa ist er häufig, in anderen europäischen Ländern kommt er nicht ganz so häufig vor. Auf einigen Mittelmeerinseln kommt der Gundermann nicht vor. Auch ganz oben im Nordeuropa findet man keinen Gundermann. In Asien wächst der Gundermann eher im Norden und zwar von Westasien bis nach Japan. In Nordamerika und Neuseeland wurde der Gundermann eingeschleppt.

Sammeltipps
Die Blätter des Gundermanns kann man fast das ganze Sommerhalbjahr über sammeln. Da der Gundermann sehr verbreitet ist, kann man relativ leicht Stellen finden, wo der Gundermann wächst. Man sollte jedoch darauf achten, dass man ihn nicht an einer Stelle erntet, wo viele Hunde ausgeführt werden oder wo viele Autos fahren. Am besten verwendet man den Gundermann frisch in der Küche. Man kann ihn aber auch an einer schattigen Stelle trocknen, als Tinktur ansetzen oder zu einer Salbe verarbeiten.



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