Kraft durch Kräuter und Bachblüten

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01.11.2019

täglichen News > Newsletterarchiv > Oktober > 08.10.19-03.11.19


KORIANDER

Der Koriander ist eine Mittelmeerpflanze, die verwandt mit Kümmel, Fenchel und Anis ist. Mit seinen Verwandten teilt er auch die Wirkung, die in erster Linie die Verdauung stärkt. Aus der indischen Küche und ihren Currys ist der Koriander nicht wegzudenken, und auch im nahen Osten wird Koriander gerne zum Kochen verwendet. Das Aroma frischer Blätter und Samen ist jedoch nicht Jedermanns Sache. Getrocknet duftet und schmeckt der Koriander aber deutlich milder und für die meisten Menschen angenehmer.
Der Echte Koriander (Coriandrum sativum) ist eine Pflanzenart in der Familie der Doldenblütler (Apiaceae). Er wird als  Gewürz- und  Heilpflanze verwendet.

Steckbrief
Haupt-Anwendungen:
Verdauungsschwäche, Völlegefühl
Heilwirkung:
antibakteriell, appetitfördernd, carminativ, fungizid, krampflösend, milchbildend, verdauungsfördernd
Anwendungsbereiche:
Appetitlosigkeit, Blähungen, Durchfall, Husten, Magen-Darm-Entzündung, Magenkrämpfe, Magenschwäche, Menstruationskrämpfe, Mundgeruch, Reizdarm, Reizmagen, Verstopfung, Völlegefühl
wissenschaftlicher Name:
Coriandrum sativum
Pflanzenfamilie:
Doldenblütler - Apiaceae
englischer Name:
Coriander
andere Namen:
Arabische Petersilie, Asiatische Petersilie, Chinesische Petersilie, Indische Petersilie, Echter Koriander, Gartenkoriander, Gewürzkoriander, Hochzeitskügelchen, Kaliander, Klanner, Krapfenkörner, Schwindelkorn, Schwindelkraut, Stinkdill, Wandläusekraut, Wanzendill, Wanzenkraut, Wanzenkümmel
Verwendete Pflanzenteile:
Blätter, Samen (Früchte), ätherisches Öl
Inhaltsstoffe:
Ätherisches Öl: Linalool, Geraniol, Pinen, Limonen, Terpinen, Borneol; Petroselinsäure, Palmitinsäure, Ölsäure, Gerbstoff, Flavonoide, Cumarine, Sitosterin, Kaffeesäurederivate

Anwendung
Koriander kann man wahlweise als Tee, als Tinktur oder als Küchenkraut anwenden. Die häufigste Art, Koriander medizinisch anzuwenden ist der Tee.
Tee
Für einen Koriander- Tee kann man wahlweise getrocknete Blätter oder zerstoßende Samen verwenden. Die Wirkung der beiden Pflanzenteile ist vergleichbar.
Tee aus Koriander-Blättern
Für den Tee übergießt man ein bis zwei Teelöffel getrocknete Koriander-Blätter mit einer Tasse kochendem Wasser und lässt ihn zehn Minuten ziehen. Anschließend abseihen und den Koriandertee in kleinen Schlucken trinken. Von diesem Tee trinkt man ein bis drei Tassen täglich.
Tee aus Koriander-Samen
Für einen Tee aus Koriander-Samen zerstößt man zunächst die Samen, am besten in einem Mörser. Dann macht man eine sanfte  Abkochung. Dazu setzt man ein bis zwei Teelöffel Samen mit einer großen Tasse Wasser auf den Herd und bringt das Wasser zum Kochen. Sobald das Wasser kocht, nimmt man den Topf vom Herd und lässt den Tee noch etwa 10 Minuten ziehen. Anschließend abseihen und den Koriandertee in kleinen Schlucken trinken. Von diesem Tee trinkt man ein bis drei Tassen täglich. Wie bei allen stark wirksamen Heilkräutern sollte man nach sechs Wochen Daueranwendung eine Pause einlegen und vorübergehend einen anderen Tee mit ähnlicher Wirkung trinken. Anschließend kann man wieder sechs Wochen lang Koriander-Tee trinken. Durch die Pause werden eventuelle unerwünschte Langzeitwirkungen verhindert und die erwünschte Koriander-Wirksamkeit bleibt erhalten und lässt nicht durch Gewöhnung nach.
Teemischung gegen Verdaungsschwäche und Blähungen
Der Koriander gehört zusammen mit seinen engen Verwandten zu den carminativen Heilpflanzen. Das heißt sie fördern die Verdauung und lindern Blähungen. Besonders gut wirken die carminativen Doldenblütler zusammen in einer Teemischung. Man kann die Teemischung folgendermaßen zusammenstellen:
25 gr Koriander-Samen (Früchte), 25 gr Kümmel-Samen, 25 gr Fenchel-Samen, 25 gr Anis-Samen
Von dieser Mischung nimmt man ein bis zwei Teelöffel für eine große Tasse Tee. Dann macht man damit eine sanfte  Abkochung. In dieser Mischung ist der Koriander eine der schwächeren Heilpflanzen. Besonders stark wirkt der Kümmel. Für eine intensive Wirkung kann man den Anteil des Kümmels verdoppeln. Fenchel und Anis fördern den Wohlgeschmack der Teemischung.
Tinktur
Um eine Koriander- Tinktur selbst herzustellen, übergießt man zerstoßene Koriander-Samen oder Blätter in einem Schraubdeckel-Glas mit Doppelkorn oder Weingeist, bis alle Pflanzenteile bedeckt sind, und lässt die Mischung verschlossen etwa eine Woche ziehen. Dann abseihen und in eine dunkle Flasche abfüllen. Von dieser Tinktur nimmt man ein bis drei mal täglich 10-50 Tropfen ein. Man kann sie auch bei akutem Bedarf, z.B. nach schweren Mahlzeiten einnehmen. Wenn einem die Tinktur zu konzentriert ist, kann man sie mit Wasser verdünnen. Wer will, kann die Tinktur auch aus der carminativen Teemischung zubereiten.
Koriander-Honig
Einen Koriander-Honig kann man gegen Husten zubereiten. Dazu zerstößt man Koriander-Samen mit dem Mörser oder dem Mixer. Die zermahlenen Koriander-Samen werden mit Honig vermischt. Diese Honigmischung kann man als Hustensirup verwenden.
Küche
In der Küche kann man sowohl die Samen als auch das frische Kraut verwenden. In Europa und im nahen Osten spielen die Samen eine größere Rolle in der Küche. Kurz angeröstet und zerkleinert kann man den Koriander als Gewürz für Brot, Kleingebäck, Gerichten mit Kohl, Gemüsesuppen und Bohnengerichten verwenden. In Asien, aber auch Südamerika wird vor allem das frische Kraut verwendet, ähnlich wie hierzulande die Petersilie, was dem Koriander auch den Namen Indische Petersilie eingebracht hat. Die Indische Küche kann man sich ohne Koriander kaum vorstellen. Koriander ist Teil des Curry-Gewürzpulvers und auch Teil fast aller frischen Curries. Der Duft und Geschmack der frischen Koriander-Pflanze gefällt aber nicht Jedem. Diesem Geruch hat der Koriander auch den Namen "Wanzenkraut" zu verdanken. Manche hassen das Koriander-Aroma und machen deshalb einen Bogen um die indische Küche. Man kann sich aber an den speziellen Geschmack gewöhnen. Im getrockneten Zustand ist der umstrittene Aspekt des Koriander-Ge-schmacks verflogen.
Korianderkraut
Das kräftige, durch den hohen Aldehydgehalt bestimmte und als moschusartig, zitronenähnlich oder auch „seifig" empfundene Aroma gibt dem frischen Korianderkraut einen unverwechselbaren Charakter, der in Europa und Asien von vielen Menschen als gewöhnungsbedürftig empfunden wird, während Koriander in anderen Regionen wie Südostasien oder Chile zu den gewöhnlichen Gartenkräutern zählt und häufig Verwendung findet. Die fiedrigen Blätter von älteren Pflanzen können gehackt in Soßen oder Füllungen untergemischt werden und sind auch als Garnierung beliebt. Koriandergrün wird auch in Salaten verarbeitet oder zu Käse-, Fleisch- oder Fischgerichten gereicht. Frisches Korianderkraut ist ein Hauptbestandteil der von den  Kanaren stammenden Mojo verde und der chilenischen Kräutertunke Pebre:
Koriandersamen
Die als „Koriandersamen" bezeichneten (getrockneten) Früchte sollten kurz angeröstet und nach Möglichkeit immer frisch gemahlen werden; sonst überwiegen die schwerflüchtigen Bitterstoffe schnell die leichtflüch-tigen Aromastoffe, und die damit gewürzten Speisen werden bitter statt aromatisch. Gemahlene Samen werden zum Würzen von Brot, Kleingebäck, Kohlgerichten, Hülsenfrüchten und Kürbis verwendet. Koriander ist Bestandteil von Gewürzmischungen wie Currypulver, Currypaste und Lebkuchengewürz. Tatsächlich wird der größte Teil der Korianderproduktion in Currypulver verarbeitet. Häufig wird Koriander mit Kreuzkümmel (Cumin) kombiniert. Koriander wird auch für Likör verwendet. Neben salzigen Speisen wie Fleisch, Wurst, Soße, Gemüse und  lt Marinaden kann Koriander auch für  Kompott verwendet werden. Eine Biersorte, die in Sachsen-Anhalt und Sachsen beheimatete  Gose, ist mit Koriander gewürzt. Die Samen können auch als Tee aufgebrüht werden. Koriander ist ein Hauptgewürz in der georgischen Küche.  Tkemali ist eine sehr beliebte georgische Mirabellen- bzw. Pflaumensoße, die abhängig von der Sorte mit ganzen oder gemahlenen Samen zubereitet wird. Auch in Nordafrika wird Koriander verwendet. In Thailand nutzt man die Wurzeln wie die der Petersilie.
Medizinische Bedeutung
Koriander findet seit der Zeit des antiken Ägypten auch Verwendung in der  Pflanzenheilkunde. Als  Droge werden die getrockneten Früchte verwendet. Dem ätherischen Öl wird appetitanregende, verdauungsfördernde, krampflösende und lindernde Wirkung bei Magen- und Darmleiden zugeschrieben. Dementsprechend ist Koriander in manchen Zubereitungen gegen Magen- und Darmstörungen enthalten. Koriander wirkt jedoch schwächer als Kümmel oder Fenchel. Dazu müssen die Samen gequetscht oder zerrieben werden, weil sonst die Öle nicht mit Wasser herausgelöst werden können. Auch bei Tieren kann Koriander gegen Blähungen eingesetzt werden. Die Statistik in der Schweiz zeigt, dass 15 % aller Allergiker empfindlich auf Koriander reagieren. Diese Überempfindlichkeit zählt zum Sellerie-Beifuß-Syndrom. Bei empfindlichen Menschen kann der Pflanzensaft unter Einwirkung von Sonnenlicht auch photoallergische Hautreaktionen bewirken.
Kosmetik
Wegen seines warmen, aromatischen und würzigen Duftes wird es auch in der Parfumindustrie verwendet. Es dient hauptsächlich zum Abrunden und Harmonisieren der einzelnen Bestandteile. Die Blätter riechen etwas nach Wanzen, die Beeren nach Anis.

Wirkung
Die medizinische Wirkung des Korianders wurde wegen ihrer guten Nachweisbarkeit sogar von der Kommission E bestätigt. Diese staatliche Kommission empfiehlt den Koriander bei Appetitlosigkeit und Dyspepsie. Die Wirkung des Korianders beruht in erster Linie auf seinen ätherischen Ölen. Sie stärken den Appetit und die Verdauung. Außerdem werden Krämpfe gelindert. Darum eignet sich der Koriander für Verdauungsbeschwerden nahezu aller Art. Darmgase werden ausgeleitet und Krämpfe der Verdauungsorgane werden gelindert. Außerdem wird der Appetit gestärkt. Koriander hat auch eine antibiotische Wirkung, die sehr ausgeprägt ist.
Nebenwirkungen
Nebenwirkungen und Wechselwirkungen sind beim Koriander nicht bekannt. Es kann höchstens zu einer leichten Lichtempfindlichkeit kommen, wenn man Koriander-Pflanzensaft äußerlich anwendet. Es gibt manche Menschen, die allergisch auf den Koriander reagieren. Vor allem Menschen, die auch unter anderen Allergien leiden, sind relativ häufig von einer Koriander-Allergie betroffen.

Anwendungsgebiete
Aus den Wirkungen ergeben sich die Anwendungsgebiete des Korianders. Man kann Koriander als Tee oder Tinktur gegen Blähungen, Magenkrämpfe oder Darmkrämpfe einsetzen. Auch wenn man zu schwer gegessen hat, kann Koriander helfen. Daher wird der Koriander auch in der Küche gerne zum Würzen von schwerverdaulichen Speisen verwendet, wie beispielsweise Bohnen- oder Kohlgerichten. Eine schwache Verdauung oder Appetitlosigkeit können durch Koriander verbessert werden. Gegen Mundgeruch kann man die Koriandersamen kauen. Weil der Koriander krampflösend wirkt, hilft er auch in vielen Fällen von Reizmagen und Reizdarm. Wegen der keimtötenden Wirkung kann man Koriander auch bei bakteriellen Infektionen des Verdauungsapparates einsetzen, z.B. bei Salmonellen-Erkrankungen. Die krampflösende Wirkung lässt den Koriander auch bei Periodenkrämpfen helfen.

Magische Anwendung
Der Koriander ist eine beliebte Pflanze für Liebeszauber und Liebsbeutel. Für einen Liebestrank werden reife Koriandersamen zerstoßen und dem Wein beigegeben. In einen Liebesbeutel füllt man mehrere Kräuter, u.a. Koriander, und legt ihn beispielsweise unter das Kopfkissen. Auch in Beuteln werden die Koriandersamen am Körper getragen, um Kopfschmerzen zu lindern. Bei dieser "magischen" Anwendung kommt vermutlich die Wirkung der ätherischen Öle zum Zuge. In China wird der Koriander als Symbol der Unsterblichkeit betrachtet.

Geschichtliches
Erste Nachweise des Korianders gibt es schon von 23.000 in einer Höhle in Israel. Danach findet man ihn wieder vor etwa 8.000 Jahren. Anscheinend wurde er auch damals schon als Kultur- und Heilpflanze verwendet und wuchs nicht wild. Auch heute findet man den Koriander nicht als Wildpflanze, höchstens in verwilderter Form. Sowohl im alten Indien, im Römischen Reich, als auch im klassischen Ägypten und Babylon wird der Koriander schon als Heilpflanze verwendet. Sogar aus dem alten China findet man Hinweise auf die medizinische Nutzung des Korianders. Im Mittelalter wurde der Koriander dann allmählich auch in Mitteleuropa eingeführt. Dazu trugen natürlich die zahlreichen Klöster und ihre Klostergärten bei. Seit Karl dem Großen (747 bis 814) findet man schriftliche Hinweise auf die Verwendung des Korianders. Er wurde in der Liste der Heilpflanzen in der Schrift "Capitulare de villis vel curtis imperii" aufgeführt. Diese Pflanzenliste war Teil einer Verordnung, die vorschrieb, wie die königlichen Landgüter bestellt werden sollten. Die Heilpflanzenliste mit 73 Pflanzen zeigen deutlich, welche Heilkräuter damals als besonders wichtig betrachtet wurden. Auch nach Nordamerika wurde der Koriander eingeführt, nachdem es entdeckt wurde.

Pflanzenbeschreibung
Der Koriander ist im Mittelmeerraum und im nahen Osten heimisch. Die einjährige Pflanze wird bis zu 80 Zentimeter hoch. Im Frühjahr treibt die Wurzel zunächst die jungen Blätter aus. Sie sind dreigeteilt, breit und am Rande gezackt. Sie erinnern ein wenig an Blatt-Petersilie. Sobald die Pflanze höher wächst verändern sich die Blätter drastisch. Sie sind fein gefiedert und sehr dünn. Zwischen Juni und Juli erscheinen die Blüten. Sie wachsen in einer Doppeldolde, sind also innen fein unterteilt und außen etwas gröber. Die Blüten sind weiß mit einem Hauch von Rosa. Aus den Koriander-Blüten entwickeln sich zwischen Juli und September die fast kugelrunden Samen. Die Samen sind gelb-braun. in frischem Zustand riechen sie unangenehm nach Wanzen. Dieser Geruch verliert sich aber, wenn die Samen getrocknet werden.
Erscheinungsbild und Blatt
Der Echte Koriander wächst als  einjährige  krautige Pflanze. Die Wuchshöhe liegt je nach Standort, Sorte und Verwendung zwischen 30 und 90 cm. Der Geruch der Pflanzenteile ähnelt stark dem Geruch der Ausdünstungen diverser  Wanzenarten. Es wird ein schlanker „Wurzelstock" gebildet. Der längs geriefte  Stängelist im Querschnitt rund. Alle oberirdischen Pflanzenteile sind kahl. Die jüngeren Blätter unterscheiden sich in der Form deutlich von älteren. Die jungen Blätter sind eher rundlich, breit und dreigeteilt eingeschnitten, während die älteren Blätter doppelt gefiedert und fein zerteilt sind.
Blütenstand, Blüte und Frucht
Die Blütezeit ist von Juni bis Juli und dauert etwa vier Wochen. Der auf einem langen Blütenstandsschaft stehende, doppeldoldige Blütenstand ist flach aufgebaut und drei- bis fünfstrahlig. Die Doldenhülle fehlt und besteht lediglich aus wenigen Blättchen, die fadenförmig sind. Die Döldchen haben nur an ihrer Außenseite Hüllchen. Koriander blüht weiß. Während der Blütezeit wird Koriander stark von Bienen beflogen. Die Früchte sind fast kugelrund und zweiteilig. Sie bleiben nach der Abreife meist zusammen. Die Samen sind an der Außenseite gelb bis braun, manchmal zur Spitze hin violett und die Innenseite ist hell. Die Samen sind außen vertikal gerieft und innen hohl. Zur Samenreife hin nimmt der wanzenartige Geruch der Pflanze und der Samen ab. Je nach Herkunft sind die Samen 2,5 bis 5 mm groß. Die Tausendkornmasse liegt zwischen 2 und 10 Gramm. Das Saatgut ist etwa 3 Jahre haltbar, bleibt bei konstanter Temperatur unter 10 °C und einer Saatgutfeuchte von weniger als 10 % aufbewahrt aber länger keimfähig, maximal bis zu 6 Jahren. Manche Züchter erzielen jedoch auch nach 8 Jahren trockener Saatgutaufbewahrung bei Raumtemperatur noch Keimerfolge von über 80 Prozent.

Anbautipps
Der Koriander ist eine einjährige Pflanze. Daher kann man ihn am besten aus Samen anziehen. In mitteleuropäischen Gärten gedeiht der Koriander recht gut, die Samen schaffen es aber nur in besonders warmen Gebieten auszureifen. Im heimischen Garten kann man also vorwiegend die Blätter und das Kraut des Korianders anziehen, weniger die Samen. Als Boden eignet sich am besten leichter, durchlässiger Boden. Am liebsten wächst der Koriander in der vollen Sonne oder im Halbschatten. Im Frühjahr sät man Koriander-Samen in Reihen mit etwa 25 cm Abstand. Nach der Keimung dünnt man die Reihen so aus, dass nur etwa alle 15cm eine Pflanze stehenbleibt. In der Wachstumsphase muss der Koriander ausreichend gegossen wer-den.

Sammeltipps
Wenn man den Koriander im eigenen Garten kultiviert, kann man ihn ernten. Die jungen, breiten Blätter kann man ernten, sobald sie sprießen. Dazu schneidet oder pflückt man sie ab. Das blühende Kraut kann man zur Zeit der Blüte abschneiden. Für den Einsatz in der Küche verwendet man Blätter oder Kraut am besten frisch.
Als Tee ist es besser, wenn man den Koriander vorher trocknet, weil der Geruch dann angenehmer ist. Das Wanzenaroma verliert sich bei der Trocknung. Die Trocknung sollte zügig aber schonend erfolgen, am besten im Halbschatten. Zur Samenreife gelangt der Koriander in Mitteleuropa nur in ausgesprochen warmen Gegenden. Wenn man reife Samen hat, schneidet man am besten das ganze Kraut ab und stellt es trocken in Gefäße, wie in eine Vase. Das ist besser als die Samenernte im Freiland, weil dort zu viele Samen auf den Boden fallen. Nach ein paar Tagen lösen sich die Samen von selber von den Pflanzen und man kann sie abschütteln. Die Samen werden schonend aber zügig getrocknet, damit man sie aufbewahren kann.



POLEIMINZE
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Die scharf und würzig schmeckende Poleiminze mit ihren violetten Blüten sieht der normalen Pfefferminze sehr ähnlich, ist jedoch kleiner. Der Geruch ist angenehm, manchmal auch scharf minzig. Die Poleiminze enthält ein Gift, das Pulegon. Daher ist diese Minze nur mit Vorsicht für innerliche Zwecke einsetzbar. Die Poleiminze kommt zwar fast in ganz Europa vor, ist aber sehr selten geworden, daher ist sie in einigen Ländern geschützt und steht auf der roten Liste.
Die Polei-Minze, auch Polei oder Flohkraut genannt, ist eine Pflanzenart aus der Gattung Minzen innerhalb der Familie der Lippenblütler.

Steckbrief
Haupt-Anwendungen: Menstruationsstörungen, Verdauungsbeschwerden
Heilwirkung: adstringierend, gebärmutteranregend, schweißbildend, verdauungsfördernd
Anwendungsbereiche: Blähungen, Erkältungen, Fieber, Flatulenz, Galle, Insekten, Koliken, Leber, Leibschmerzen, Mäuse, Menstruationsstörungen, Neuralgien, Ratten, Schmerzen, Verdauungsbeschwerden
wissenschaftlicher Name: Mentha gibraltaica, Mentha hirtiflora, Mentha pulegium
Pflanzenfamilie: Lippenblütler = Lamiaceae
englischer Name: Penny royal
volkstümlicher Name: Flohkraut, Hirschminze, Polei, Poleiminze, Poleyminze
Verwendete Pflanzenteile: Blätter, Kraut
Inhaltsstoffe: ätherische Öl, Diosmin, Flavonglykoside, Gerbstoffe, Hesperidin, Isomenthon, Menthon, Neoisomenthylacetat, Piperiton, Pulegon
Kontraindikation: Kinder, Leberkrankheiten, Schwangerschaft, Stillzeit
Nebenwirkungen: Bei hoher Dosierung: Vergiftungen z.B. mit Erbrechen und Atemlähmung. Bei Dauergebrauch: Leberschäden

Anwendung
Die giftige Poleiminze sollte nur äußerlich eingesetzt werden. Minzöle dürfen bei Kleinkindern nicht im Bereich der Nase und Mund eingesetzt werden, da u.a. ein Atemstillstand ausgelöst werden kann. Die Polei-Minze gilt in allen Pflanzenteilen als wenig giftig bis giftig. Hauptwirkstoffe sind das in ihr mit 1 bis 2% enthaltene ätherische Öl, das zu 80 bis 94% Pulegon enthält neben Piperiton, Limonen und anderen Bestandteilen. Vergiftungserscheinungen sind Würgen, Erbrechen, Blutdrucksteigerung, zentrale, narkoseartige Lähmung, nach größeren Dosen Tod durch Atemlähmung. Vergiftungen wurden nach dem Gebrauch der Droge als Abortivum bekannt. Für die Giftwirkung dürfte das Pulegon verantwortlich sein. Das ätherische Öl zeigt eine gewisse insektizide Wirkung und soll Flöhe vertreiben können. Als Abwehrmittel gegen Insekten, insbesondere gegen Flöhe, genießt die Polei-Minze einen besonderen Ruf. Das Artepitheton pulegium ist vom lateinischen Wort pulex für Floh abgeleitet. Heutzutage wird die Polei-Minze nur noch wenig in der Küche verwendet, weil sie einen sehr strengen Geschmack hat. Ein Tee, aus ihren Blättern zubereitet, soll verdauungsfördernd wirken. Auch als Mundwasser zum Gurgeln kann er verwendet werden. Die Polei-Minze enthält das Gift Pulegon, weshalb diese Minzen-Art nur mit Vorsicht für innerliche Zwecke einsetzbar ist.

Verwendung als Heilpflanze  
Als Droge dient das Poleiminzenkraut. Wirkstoffe sind: Das ätherische Öl mit 15 bis 90% Pulegon als Hauptbestandteil, neben Menthon und Piperiton Menthol, Lamiaceen-Gerbstoffe und Flavonoide. Anwendungen: Poleiminzenkraut wurde früher in der Volksheilkunde vor allem gegen Verdauungsbeschwerden mit Blähungen und Koliken, Leber- und Gallenbeschwerden und beim Ausbleiben der Monatsblutung verwendet. Da inzwischen leberschädigende Wirkungen aufgrund des Pulegongehalts bekannt wurden, wird heute von dem Gebrauch der Droge als Tee abgeraten (vor allem in der Schwangerschaft), lediglich die Anwendung als Gewürz ist vertretbar. Vergiftungserscheinungen mit tödlichem Ausgang wurden nach Anwendung des äthe-rischen Öls als Abtreibungsmittel wiederholt beschrieben. In der Antike wurde das Mittel als Methode zur Empfängnisverhütung und Abtreibung eingesetzt.
Tee
8 Teelöffel getrockneter Wasserminzen-Blätter mit 1 Liter kochendem Wasser übergießen, abdecken, 10 Minuten ziehen lassen, abseihen. Für die äußerliche Anwendung kann man den Teeaufguß für Bäder, Waschungen und Kompressen verwenden.
Schädlingsbekämpfung
Mit dem Öl und dem Kraut, kann man Insekten, Mäuse und Ratten vertreiben.
Homöopathie
Die ganze blühende Pflanze wird verarbeitet und als Mentha pulegium bei Beschwerden im Verdauungstrakt eingesetzt.  

Geschichtliches
Minzen gehören zu den ältesten Heil- und Ritualpflanzen der Menschen. Wird in Spanien und Marokko angebaut. Es wird Poleiöl (Poleiminzöl) aus dem frischen Kraut hergestellt.

Pflanzenbeschreibung
Die Poleiminze ist in Südeuropa heimisch. Sie ist von Westeuropa bis nach Vorderasien zu finden. Sie wächst bevorzugt auf feuchten und nährstoffreichen Böden, z.B. an Ufern von Flüssen, Teichen und Seen. Die mehrjährige eher kriechende Minze wird zwischen 5 und 40 Zentimeter hoch. Die schmalen Blätter sind eiförmig und bis zu 3 cm lang. Die violetten Blüten erscheinen an achselständigen Scheinquirlen zwischen Juli und September. Aus den Blüten entwickeln sich bis in den Spätherbst die Samen.
Erscheinungsbild und Blatt  
Die Polei-Minze ist eine ausdauernde krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 10 bis 50 Zentimetern erreicht. Sie besitzt unter- und oberirdische Ausläufer, die kahl bis kurz verstreut behaart sind. Sie ist häufig rot überlaufen. Die Pflanzenteile riechen scharf aromatisch. Der niederliegende bis aufsteigende und verzweigte Stängel ist fast kahl. Die gegenständig am Stängel angeordneten Laubblätter sind kurz gestielt. Die einfache Blattspreite ist 0,8 bis 3 Zentimeter lang und 0,3 bis 1 Zentimeter breit, eiförmig bis schmal elliptisch und am Grund verschmälert. Die hellgrüne, einfache Blattspreite ist von einem oder zwei bis drei Paaren bogiger Fiedernerven durchzogen und an der Unterseite behaart. Der Blattrand ist undeutlich gezähnt bis annähernd ganzrandig.
Blütenstand, Blüte und Frucht  
Die Blütezeit reicht Mai bis September. Viele Blüten stehen in 5 bis 15 Scheinquirlen, die deutlich voneinander getrennt und 10 bis 15 Millimeter breit sind. Die Tragblätter der Scheinquirle sind den Stängelblättern ähnlich und knapp doppelt so lang wie die Blüten. Die zwittrigen Blüten sind zygomorph und fünfzählig mit doppelter Blütenhülle. Die 2,5 bis 3 Millimeter langen Kelchblätter sind röhrig verwachsen und schwach zweilippig (darin unterscheidet sich diese Art von allen anderen Mentha-Sippen, bei denen der Kelch in mehr oder weniger gleichen fünf Kelchzähnen endet) mit zehn Nerven. Außen ist der Kelch dicht und kurz behaart und zur Fruchtreife durch einen Haarkranz verschlossen. Die ungleichen Kelchzähne sind ein Drittel bis ein Fünftel so lang wie die Kelchröhre und mit Wimpern versehen. Der obere Zahn ist größer als die anderen. Die rosafarbene und selten weiße Krone ist 4,5 bis 7 Millimeter lang und endet in etwa gleich langen, verkehrt-eiförmigen Kronzipfeln. Die Kronröhre hat innen einen leichten Haarkranz. Die vier fertilen Staubbeutel sind 0,4 Millimeter lang. Die Klausen sind 0,7 bis 0,8 Millimeter lang, glatt und hellbraun.

Anbautipps
Vermehrung durch Wurzelteilung. Die Poleiminze mag feuchte Böden. Der Standort sollte halbschattig oder sonnig sein.

Sammeltipps
Frische Polei-Blätter können ständig geerntet werden. Zum Trocknen: Die Stängel mit den Blättern kurz vor der Blüte bei gutem sonnigen Wetter ernten. Zügig bei maximal 35°C trocknen, anschließend die getrockneten Blätter von den Stängeln abstreifen. Die Blätter in geschlossenen Behältern lagern.


BACHBLÜTEN
Man ist in innerer Panik, Terrorpanik (26 Rock Rose)
- Diese Menschen haben innerlich Panikgefühl, aber auch Terrorgefühl und kommen hier nicht heraus
- Mit der dementsprechender Bachblüte können sie diese Gefühle allmählich beherrschen


BACHBLÜTEN
Man ist zu hart zu sich selbst, hat strenge oder starre Ansichten, unterdrückt vitale Bedürfnisse (27 Rock Water)
- Diese Menschen sind zu sich selbst sehr hart und haben strenge bzw. starre Ansichten und unterdrücken ihre vitale Bedürfnisse komplett
- Mit der dementsprechender Bachblüte werden sie lieblicher zu sich, die Starre Ansichten legen sich und nehmen ihre vitalen Bedürfnisse wieder war


ERNÄHRUNG
Praxistipps für Vorschulkinder
Allgemeine Empfehlungen
- Auf „Junkfood" wie Chips, Limonade, Bonbons und Süßigkeiten, so gut wie möglich verzichten
- Vorrat an gesunden Zwischenmahlzeiten
- Das Kind zu viel Bewegung ermutigen
- Wenigstens eine Mahlzeit zusammen mit allen Familienmitgliedern einnehmen
- Vorbild sein
- Kein Druck ausüben
- Dem Kind nicht jedes Mal etwas anderes zubereiten, wenn es das essen verschmäht


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