Kraft durch Kräuter und Bachblüten

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01.09.2018

täglichen News > Newsletterarchiv > 2018 > August > 27.08.18-02.09.18



OLIVE  

Die Frucht des mediterranen Olivenbaums ist voll mit wertvollem Pflanzenöl und würzigen, bitteren Stoffen. Das Olivenöl ist nicht nur ein sehr gesundheitsförderndes Öl in der Küche, sondern stellt auch ein besonders heilsames Öl zur Behandlung der Haut dar. Mit dem reinen Öl kann man die gereizte Haut von Neurodermitikern pflegen, oder man verwendet das Olivenöl in Cremes und Lotionen. Die Olivenfrucht in der Küche stärkt die Leber und hilft bei der Verdauung. Auch Olivenblätter kann man als Heilpflanze einsetzen. Als Bachblüte steht die Olive für die Lebenskraft und Regenerationsfähigkeit.
Der Olivenbaum, auch Echter Ölbaum genannt, ist ein mittelgroßer, im Alter oft knorriger Baum aus der Gattung der  Ölbäume, die zur Familie der  Ölbaumgewächse gehört. Er wird seit dem 4. Jahrtausend v. Chr. als Nutzpflanze kultiviert.

Steckbrief
Heilwirkung:
Hauterkrankungen, Ekzeme, Neurodermitis, Leber stärkend, Verstopfung, Gallensteine, hoher Blutdruck
wissenschaftlicher Name:
Olea europaea
Pflanzenfamilie:
Ölbaumgewächse = Oleaceae
englischer Name:
Olive
Verwendete Pflanzenteile:
Früchte, Öl, Blätter
Inhaltsstoffe:
Fettes Öl, Bitterstoffe
Sammelzeit:
Herbst

Pflanzenbeschreibung
Habitus und Stamm
Der Olivenbaum wächst als reich verzweigter,  immergrüner  Baum oder  Strauch und erreicht (je nach Sorte) Wuchshöhen von 10 bis zu 20 Meter. Die wilden Olivenbäume sind kleiner als die Züchtungen. Junge Zweige sind etwas kantig. Die grüngraue, glatte Rinde junger Zweige, die Blattstiele und die Blattspreite sind intensiv silber-grau oder rostfarben beschuppt, die Rinde wird im Alter zu einer rissigen  Borke. Der Olivenbaum benötigt viel Zeit zum Wachsen, kann jedoch mehrere hundert Jahre alt werden. Das älteste bekannte Exemplar in Vouves auf  Kreta (Griechenland) wird auf 4000 Jahre geschätzt. Da das Innere des Baumes zur  genaueren Bestimmung fehlt, geht man von mindestens 2000 Jahren aus. Weitere sehr alte Olivenbäume befinden sich in  Spanien: ein Exemplar in  Tarragona ist über 1700 Jahre alt, ein weiterer 1200 Jahre alter Baum steht in Castellón. Die Olivenbäume in den  Olivenhainen werden zur besseren Ernte beschnitten, damit sie kleiner bleiben. Dabei gilt im Allgemeinen die Regel: je krummer und knorriger, desto besser der Ertrag.
Wurzel
Die Entwicklung und der Wuchs der Wurzeln hängt maßgeblich von der Lockerheit des Bodens ab. Ein lockerer Boden bewirkt ein nahezu senkrechtes Wachstum bis zu 7m in die Erde; ist der Nährboden jedoch fest und felsig, entwickeln sich die Wurzeln eher flach und bilden ein verzweigtes Netzwerk um den Stamm herum. Im Allgemeinen befinden sich die meisten Wurzeln, unabhängig von der Bodenbeschaffenheit, jedoch in etwa 1 m Tiefe. Jede Hauptwurzel der Olive kann einem bestimmten Hauptast zugeordnet werden – entfernt man diesen Ast, degeneriert im Boden der gesamte Wurzelabschnitt.
Blatt
Der Olivenbaum ist eine  immergrüne Pflanze, das heißt, er verliert zu keiner Jahreszeit all sein Laub, sondern mehrere Jahre alte Blätter werden jahreszeitunabhängig abgeworfen. Die gegenständigen, kleinen Laubblätter sind in Blattstiel und Blattspreite gegliedert. Der Blattstiel ist 2 bis 5 mm lang. Die einfache, ledrige Blattspreite ist schmal lanzettlich bis elliptisch, selten schmal eiförmig, 1,5 bis 10 cm lang, 0,5 bis 2 cm breit, ganzrandig und läuft lanzettenförmig spitz nach vorne zu. Auf beiden Seiten der Mittelrippe befinden sich 5 bis 11 Hauptseitennerven. Die Blattoberseite ist graugrün. Die silbrig glänzende und grau gefärbte Blattunterseite besitzt kleine Härchen; sie sind als Sternhaare oder sternförmige Schuppenhaare ausgebildet, die die Wasserabgabe des Baumes vermindern, indem sie die  Diffusion von Wasserdampf aus den Spaltöffnungen vermindern.
Blütenstand und Blüte
Abhängig vom Verbreitungsgebiet blühen Olivenbäume von Ende April bis Anfang Juni. An end- oder seitenständigen, 2 bis 4 cm langen, rispigen Blütenständen stehen zwischen 10 und 40 Blüten. Die fast sitzenden, vierzähligen Blüten des Olivenbaumes sind zwittrig, können aber funktional eingeschlechtig sein und besitzen eine doppelte Blütenhülle (Perianth). Die vier  Kelchblätter sind 1 bis 1,5 mm lang. Die vier weißen bis gelblichen, 2,5 bis 4 mm langen  Kronblätter sind zu einer etwa 1 mm langen Kronröhre verwachsen, die in vier elliptisch-länglichen, involuten, 1,5 bis 3 mm langen Kronlappen endet. Jede Blüte enthält zwei  Staubblätter und zwei  Fruchtblätter. Wird der Baum durch Trockenheit oder Nährstoffmangel etwa sechs Wochen vor der Blüte gestresst, verringert sich der Ertrag, weil die Blütenzahl vermindert wird und Blüten nicht zum Fruchten kommen. Die meisten Sorten sind selbstbefruchtend, wobei Fremdbestäubung meist den Ertrag steigert. Einige Sorten sind jedoch auf Fremdbestäubung angewiesen und brauchen ein genetisch verschiedenes Exemplar zur Bestäubung. Die Blüte wird über den Wind bestäubt.
Frucht und Samen
Es wird eine einsamige  Steinfrucht, die Olive, gebildet. Die ellipsoide bis fast kugelige Steinfrucht weist eine Länge von 0,7 bis 4 cm und einen Durchmesser von 1 bis 2 cm auf. Der harte „Kern", der Samen, ist von wiechem Fruchtfleisch umgeben. Die Farbe der unreifen Oliven ist grün, die der reifen schwarz oder violett/ braun. Am ertragreichsten ist ein Olivenbaum nach etwa 20 Jahren.




PFAFFENHÜTCHEN
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Das Pfaffenhütchen ist ein bis zu 6 Meter hoher Strauch, der viereckige rosarote giftige Früchte trägt, die an die Kopfbedeckung von Pfarrern erinnern. Das Pfaffenhütchen wächst in ganz Europa und bis hin nach Westsibirien und Viele werden es als Zierpflanze in Gärten und Parks kennen. In der Natur findet man das Pfaffenhütchen oft in Gebüschen von Wald- und Wegrändern. Das feine Holz eignet sich sehr gut zum Drechseln, daher auch der andere Name Spindelstrauch. In der Volksheilkunde wurde die giftige Pflanze früher gegen Herzschwäche, Kopfschmerzen und Parasiten eingesetzt. Das Pfaffenhütchen war Giftpflanze des Jahres 2006.
Der Gewöhnliche Spindelstrauch, auch Europäisches oder Gewöhnliches Pfaffenhütchen, Pfaffenkäppchen Pfaffenkapperl, Spillbaum oder Spindelbaum genannt, ist eine Pflanzenart aus der Familie der Spindelbaumgewächse. Das Pfaffenhütchen wurde 2006 zur  Giftpflanze des Jahres gewählt.

Steckbrief
Haupt-Anwendungen:
Herzschwäche, Parasiten
Heilwirkung:
entwässernd, harntreibend, herzstärkend, wundheilend
Anwendungsbereiche:
Abführmittel, Herzschwäche, Kopfschmerzen, Krätze, Läuse, Wunden, Homöopathie: Blasenentzündung, Blasenreizung, Galle, Kopfschmerzen durch Leberschwäche, Leber, Bauchspeicheldrüse
wissenschaftlicher Name:
Euonymus europaea L.
Pflanzenfamilie:
Spindelbaumgewächse = Celastraceae
englischer Name: European spindle, Spindle-tree
volkstümlicher Name:
Europäischer Spindelstrauch, Pfaffenhütchen, Pfaffenkäppchen, Pfaffenröschen, Rotkehlchenbrot, Sindelbaum, Spillbaum, Spindelstrauch
Verwendete Pflanzenteile:
Blätter, Früchte, Rinde
Inhaltsstoffe:
Bitterstoffe, Digitoxigenin, Evonosid, Farbstoffe, fettes Öl, Gerbstoffe, Harze, Herzglykoside, Koffein, Lectine, Phlobaphene, Theobromin, Triacetin, Triterpene
Sammelzeit:
September-Oktober
Nebenwirkungen:
Leberschäden, Nierenschäden


Anwendung

Das Pfaffenhütchen ist ein wertvolles Flurgehölz für  Erosionsschutz, Ufer- und Böschungssanierung. Das Holz wird in der Drechslerei und zur Zeichenkohlegewinnung verwendet. Auch für die Herstellung von  Putzholz für den Uhrmacher wird es verwendet. Auf Grund seiner schönen Herbstfärbung, der roten Früchte und der ungewöhnlichen, kantigen Form der Äste wird das Pfaffenhütchen häufig als Ziergehölz in Gärten und Parks gepflanzt. Der Name Spindelstrauch kommt daher, dass das Holz früher für  Handspindeln verwendet wurde.  

Nicht innerlich anwenden!
Auf die innerliche Anwendung ist heutzutage zu verzichten, da die Pflanze und besonders die Samen sehr giftig sind. Die Vergiftungserscheinungen kommen meist erst nach 12-18 Stunden. Die unten aufgeführten Anwendungen sind daher nur von historischem Interesse.
Tee

Ein Tee aus Rinde oder Blätter ist harntreibend und entwässernd. (Nicht anwenden!)
Ein dünner Tee aus den Blättern hilft gegen Kopfschmerzen. (Nicht anwenden!)

Früchte-Pulver

Das Pulver aus den Früchten lässt sich gegen Bettwanzen, Läuse und Krätzemilben einsetzen. Das Pulver darf nicht eingeatmet werden, daher wird das Pulver auch in Salben verarbeitet.

Früchte-Abkochung

Abkochung der Früchte äußerlich gegen Krätzemilben.

Asche-Wein

Bei Hildegard von Bingen wird die das Holz von der Rinde befreit und das Holz zu Asche verbrannt, diese Asche wird in einem Stoffbeutel Morgens in Wein gegeben. Dieser Wein hilft gegen Wassersucht.

fettes Öl

Das fette Öl wird zu Salben verarbeitet, fördert die Wundheilung.

Homöopathie

Aus den frischen und reifen Früchten wird eine Zubereitung hergestellt und gegen Kopfschmerzen eingesetzt, die durch Leberschwäche entstehen. Außerdem bei Blasenentzündung, Blasenreizung, Leiden der Bauchspeicheldrüse, Galle und Leber.

Geschichtliches

Die Giftwirkung ist schon in der Antike bekannt gewesen. Man gab der Pflanze harmlose Namen, wie Euonymus (von gutem Ruf), weil man böse Geister oder Dämonen hinter der Pflanze vermutete und man diese Geister nicht über den Namen anlocken wollte. Das zähe und feinfaserige Holz lässt sich gut drechseln und wurde u.a. zu Spindeln, Stricknadeln und Orgelpfeifen verarbeitet, es ergibt auch eine hochwertige Zeichenkohle. Als Heilpflanze wurde sie gerne im Mittelalter benutzt, als Mittel gegen Ungeziefer wurde es bis in die Neuzeit genutzt. Heute wird die Pflanze vor allem als Zierpflanze und zum Erosionsschutz angepflanzt, in einigen Gegenden ist das vermehrungsfreudige Pfaffenhütchen schon zur Plage geworden.

Pflanzenbeschreibung
Pfaffenhütchen ist in Europa heimisch. Weltweit gibt es etwa 180 Pfaffenhütchen-Arten. Sie wächst sowohl an feuchten als auch an trockenen Standorten. Der mehrjährige sommergrüne Strauch wird zwischen 2 und 6 Meter hoch. Die länglich oval Blätter sind fein gezähnt.  Die weißen vierzähligen Blüten erscheinen zwi-schen Juni und August. Aus den Blüten entwickeln sich bis in den Herbst die Samen. Die weißlichen Samen sind von Fruchtfleisch umhüllt und befinden sich in einer rosaroten 1 cm großen Fruchtkapsel.
Erscheinungsbild und Blätter
Der Gewöhnliche Spindelstrauch erreicht als sommergrüner, aufrechter, reich verzweigter, sparriger Strauch Wuchshöhen von bis zu 3 m, als kleiner Baum auch bis zu 6 m. Die im Querschnitt oft stumpf vierkantigen Äste (Rutenstrauch) besitzen eine anfangs grüne bis später grau-braune  Rinde, es können zwei bis vier schmale Korkleisten vorhanden sein (Korkflügel sind relativ selten anzutreffen, man findet sie aber auch bei der  Ulme). Sträucher und Bäume besitzen im Alter eine grau-braune, längsrissige  Borke. Er ist windfest und  frosthart. Die Pflanzenteile sind  giftig. Die gegenständigen Laubblätter besitzen einen Blattstiel und eine mit einer Länge von 3 bis 12 cm eiförmige bis lanzettliche Blattspreite mit einem fein gekerbten bis gesägten Rand und beiderseits kahlen Blattflächen. Sie zeigen eine sehr schöne, teilweise leuchtend rote Herbstfärbung.
Blütenstand und Blüte
Die Blütezeit reicht von Mai bis Juni. Es werden achsenständige  trugdoldige Blütenstände auf einem 1 bis 3 cm langen Blütenstandsschaft gebildet. Sie enthalten meist zwei bis sechs, selten bis zu neun  Blüten. Die  zwittrigen, vierzähligen Blüten sind klein und unscheinbar mit doppelter  Blütenhülle. Die vier  Kelchblätter sind grün und 1mm lang. Die vier Kronblätter sind 3 bis 5 mm lang und grünlich bis weiß. Der Nektar wird vom fleischigen, vierlappigen Diskus abgesondert und lockt viele Insekten-Arten, insbesondere Ameisen und  Fliegen, als Blütenbesucher an. Es ist nur der äußere, episepale (vor den Kelchblättern stehende) Kreis mit vier auf dem Diskus stehenden  Staubblättern vorhanden, der innere, epipetale Staubblattkreis ist ausgefallen. Der  Fruchtknoten ist oberständig.
Frucht und Samen
Die in einem abstehenden Fruchtstand stehenden  Früchte reifen im September bis Oktober und öffnen sich dann mit vier Klappen. Die purpurrosa bis karminrot gefärbten, vierlappigen, Kapselfrüchte sind vierfächrig, 1 bis 1,5 cm breit und enthalten ein bis vier Samen. Die weißen, eiförmigen  Samen mit einer Länge von 5 bis 7 mm sind von einem dünnen, orangefarbenen gefärbten Samenmantel (Arillus) ganz umhüllt, besitzen einen grünen Embryo und hängen an verlängerten Stielchen aus der geöffneten Kapsel heraus.


Anbautipps

Die Anzucht aus Samen ist schwierig, am besten im warmen Herbst aussäen. Das Pfaffenhütchen ist anspruchslos und mag Halbschatten. Die Pflanze kommt mit feuchten und trockenen Böden klar, mag aber kalkhaltigen Boden Die Pflanze sollte nicht für Kinder zugänglich sein, da diese zu oft die roten und tödlich giftigen Fruchtkapseln essen. Die Pflanze vermehrt sich auch schnell über Wurzelausläufer, sodass eine Rhizomsperre um die Pflanze herum gebaut werden sollte.

Sammeltipps
Wird nicht empfohlen.



BACHBLÜTEN
Ich neige zu Panik (2 Aspen)
- Diese Menschen neigen all zu leicht zu Panik
- Mit der dementsprechender Bachblüte können Sie diese Panik ausbremsen


BACHBLÜTEN
Ich bin leicht gereizt (3 Beech)
- Diese Menschen sind sehr oft gereizt
- Mit der dementsprechender Bachblüte können Sie das gereizte allmählich ablegen


ERNÄHRUNG
Übersicht über Fettarten nach ihrer Herkunft
Fette pflanzlicher Herkunft:
Aus Fruchtfleisch: Oliven, Palmfrucht, Kokosnuss
Aus Samen, Baumwolle, Erdnusspflanze, Färberdistel, Lein, Mohn, Ölpalme, Raps, Sesam, Sojabohne,
    Sonnenblume
Aus Keimen: Mais, Weizen
Fette tierischer Herkunft:
Aus Milch: Rahm, Butter
Aus Gewebefett: Talg, Speck, Flomen (Schmalz), Tran (Körperöl)
Aus Organfett: Lebertran (Leberöl)


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